Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
28
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28 • Initialen. A. Nr. 67—71.

In der Auffassung sind diese Blättchen den Rembrandt'schen Land-schaften sehr verwandt. Der Meister gehört der englischen Schule an,und lobte wahrscheinlich in Schottland. Jedenfalls machte er in diesemTheilo der britischen Monarchie seine geistreichen Studien. Er ist vielleichtjener ,T. Allen, welchen Fiorillo unter den zu Anfang unsers Jahrhundertslebenden englischen Meistern rühmt. Allen malte niedliche Kinderstücke,und verschiedene andere idyllische Bilder. Nur auf einem Blatte stehtein Monogramm, welches anscheinlich aus JAV. besteht, aber wohl nurfür IA zu nehmen ist. Mehrere Radirungen sind aber mit A. 1795 bezeichnet.

Der Buchstabe A ohne Jahrzahl ist auch der Stempel eines eng-lischen Kunstsammlers, Namens Allen. Er bezeichnete damit die Kupfer-stiche seiner Sammlung. Ob er mit dem Maler J. Allen in Verwand-schaft stehe, wissen wir nicht.

67. Lord Aylesford bediente sich zur Bezeichnung der in seinerSammlung befindlichen Zeichnungen und Kupferstiche eines Stem-pels in der gegebenen Form. Der Inhalt dieser Sammlung ist

jetzt zerstreut.

68. Stempel eines unbekannten Kunstsammlcrs, welcher damitJV seine Blätter bezeichnete. Er scheint in England gelebt zu haben,*&£ vielleicht gegen Ende des 17. Jahrhunderts.

69. Unbekannter Maler. Dieses Zeichen fand Bruilliot I. N. 183]A . auf Landschaften und Ansichten von Seehäfen, welche vo»\£,, 3C einem deutschen Künstler gegen Endo des 18. Jahrhunderts

radirt sind. Der genannte Schriftsteller glaubt, das Monogramm be-stehe aus A. C.

70. Jan Asselyn, genannt Crabbetjc, Landschaftsmaler, geb. 1610,m i ^~T\ gestorben zu Amsterdam 166b

^ j i r i J Schüler des Jan Miol und Esaia s

JLJj Im f~T] van '1° Veldo, malte er eine he-

tf^f^ St ßl deutende Anzahl von Bildern in

^-f 1 ^^r M . C/V • der Weise derselben, und bc-

^r ■*" / ^r zeichnete sie mit den gegebenen

Monogrammen. Perelle hat mehrere italienische Landschaften nü (

Ruinen nach ihm gestochen. Eine schöne Marine mit Figuren: Reli'

quiae Danaum, — hat Beauvarlet's Adresse, gr. Fol. Sehr interessant

ist auch die grosse Radirung von Boissieux, welche den Durchbrucl'

des St. Antonius - Dammes bei Amsterdam 1661 vorstellt. Von E. d'Alton

haben wir eine schöne Copie desselben Bildes nach P. Nolpc radirt

gr. qu. fol. Auch C. A. Ciaessens, W. v. Kobell, P. A. Wakkerdaki

J. Bemme u. A. haben nach ihm gestochen.

Bei dieser Gelegenheit machen wir auch auf eine geistreiche R*'dirung aufmerksam, welche B,. Weigcl, Kunstkatalog No. 16,634, de*Asselyn zuschreiben möchte. Die Platte scheint verätzt zu seyn, liijdaher sind die Abdrücke sehr selten.

Altes italienisches Thor mit Anbau, und mit von Gesträuch bjjwachsenen Ruinen. Links ist Aussicht auf Ruinen in der Ferne, undim Vordergründe sitzt ein Mann auf dem Esel. In der Mitte gewahr 1man, aber undeutlich, einige Figuren. II. 2 Z. Br. 3 Z. 7 L.

Weigel werthet dieses Blatt, welches ausserdem am ersten noc'an Breemberg erinnert, auf 6'/j Thlr.

71. unbekannter Bildschnitzer, welcher in der früheren Zeit de 116. Jahrhunderts thätig war. Er fertigte die schönen Chol"Stühle in der St. Martins-Kirchc zu Landshut in Bayern. Di'Kirche war bereits 1473 in der äusseren Gestalt vollendet, döjlverflossen noch mehr als vierzig Jahre, bis sie im Innern her'