26 Initialen. A. Nr. 64—59.
54. AgOStlno Veneziano erscheint liier unter einem ungewöhn-j\ Hellen Zeichen', da er sich immer der Buchstaben JV bediente.13 Man findet diesen Buchstaben auf einem Kupferstiche, welcher
den Evangelisten Matthäus auf Wolken vorstellt, wie er mit defLinken die Feder in das Tintenfass eintaucht, welches der neben ihmknieendc Engel hält. Unten an der Spitze Ufer Wolke steht * #
Dieses Blatt ist von Agostino Veneziano gestochen, und gehört invollem Zustande zu der Folge der Evangelisten, welche Bartsch Nr. 92—95 beschreibt. Die Platte wurde später an den vier Seiten abgenom-men, und bei dieser Gelegenheit fiel die Hälfte der Bezeichnung $Aiweg. Auch ein Thcil des Mantels, der Aureole des Heiligen, und dosrechten Armes dos Engels fiel weg. Die Bandrolle, welche im Originaleder Engel hält, und die Wolken sind ebenfalls beschnitten. Diese Ver-stümmelung scheint Gr. B. Itossi vorgenommen zu haben, da das Blattdessen Adresse trägt. Die ursprüngliche Blatte ist 9 Z. hoch, und6 Z. 7 D. breit.
55. P. Alcock ? In der Sammlung des Hofmalers J. E. Stoinkopf
Azu Stuttgart befand sich bis 1856 das Gurtelbild einer jungen hol-• ländischen Dame mit Spitzen, Krause und Spitzenmütze, ein schö-nes und zartes Porträt auf einer ovalen Kupferplatte von 3 Z. Höhe.Es ist links oben mit A. bezeichnet, und in der Weise des J. Mircveltgemalt.
Bilder dieser Art, und auch grössere auf Kupfer, malte ein P. Alcock.Dieser Meister gehört der holländischen Schule des 17. Jahrhundertsan. Sein Name wurde im Vaterlande vergessen.
56. Unbekannter deutscher Meister, welcher gegen Ende des
A15. Jahrhunderts lebte. Man kennt ein sehr seltenes Blatt, welchesihm entweder der Zeichnung, oder dem Stiche nach angehörtEs stellt die heil. Maria, Magdalena vor, wie sie stehend eine Vasein beiden Händen hält, und gegen rechts sich wendet. Die Einfassungbilden zwei Säulen mit gothischen Ornamenten. In der Mitte untensteht das Zeichen, für dessen Genauigkeit wir nicht einstehen. DaBerichtgehor fand es undeutlich, und construirtc nur muthmasslich denBuchstaben A. II. 3 Z. (i L. Bf. 2 Z. 5 L.
57. E. AtzelodcrAzel, Landschaftsmaler, welcher um 1670 blühte.
A findet sich bisher in keinem Kiinstler-Lexicon, verdien'
i Crvr aber eine ehrenvolle Stelle. Wir kennen jedoch nur ein' paar Gemälde von seiner Hand, wovon eines mit den 1Namen bezeichnet ist. Eine andere, sehr schön in Ocl gemalte Land-schaft ist mit A. 1668. bezeichnet, und wahrscheinlich von diesem AtzclUnter dem Buchstaben A. ist wohl nicht Aüo angedeutet.
58. Unbekannter Goldschmied, welcher in der ersten Hälfte des
AI 6. Jahrhunderts lebte. Im Cataldg Bcynard III. Nr. 22 wir». ein radirtes Blatt beschrieben, welches eine Vase mit Deckel undHenkel vorstellt. Den Hals bildet eine geflügelte Ejgur und ein See -ungeheuer, und die Bauchung ist mit Akanthusblättorn geziert.
59. Unbekannter Zeichner, oder Maler, welcher für die bei J. Odi'
AA -p euvre erschienene Europo illustre, Paris 1755, gearbeitet,,/>.l. hat. Dieses Werk besteht in acht Bänden mit Bildnisse»'welche von verschiedenen Künstlern gestochen wurden. Nach Zeich'nungen unsers A. haben Tardieu Als, und ein L. F. Portraite g e 'stechen.