Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
24
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24 Initialen. A. Nr. 49—52.

49. Unbekannter italienischer Meister, welcher zu Anfang des«jl, 16. Jahrhunderts gelebt zu haben scheint, und zur Ciasso der^^ Goldschmiede gehören dürfte. An Alessandro Botticclli ist nicht

zu denken, und auch Altobello arbeitete in einer anderen Manier. DerMeister A Nr. 14 könnte eher mit ihm in Beziehung stehen. Mankennt von diesem Künstler eine gegenseitige Copie des Blattes vonPeregrini da Cesena oder Cesio, welches Bartsch P. gr. XIII. p. 209Nr. 7 beschreibt, und „L'aigle offort au sacrifico" betitelt. Links stehtein nackter Mann mit Helm vor dem Altäre, wo die gegenüber stehendeFrau dem Adler auf demselben die Libation bringt. Im Originale stehtunten in der Mitte der Buchstabe V, die Copie ist mit A bezeichnet.H. 2'/ e Z. Br. 2 Z. Das Original ist kleiner.

Bei der Auktion des Cabinet Sykes erwarb W. Y. Ottley dieseseltene Copie für 1 L. 1 Sh.

50. Christoph Amberger, Maler, einer der rühmlichsten Nach-MDXVII. folger des Hans Holbein, findet unter CA. einen ausführlichen

A Artikel, und daher bemerken wir hier nur, dass man auf alten. Zeichnungen den Buchstaben A auf ihn deute. Sie stellenBildnisse vor, und sind mit Farben lavirt. Amberger stand als Porträt-maler in hoher Achtung, und die Zeichnungen mögen daher als Jugend-arbeiten des Künstlers gelten.

Unter Nr. 47 haben wir aber auch auf die Meister der FamilieAbt aufmerksam gemacht, welche in dem Falle Berücksichtigung ver-dienen, als die erwähnten Zeichnungen nicht für Oh. Amberger stimmen.

51. Unbekannt. ? Das erste dieser Zeichen erklärte Christ S. 63auf Michel Angelo Anselmi von Sicna, und anderewollten darunter einen Maler Anton Holm erkennen.Allein beides ist unrichtig; denn Anselmi kannnicht der Verfertiger des Blattes seyn, auf welchemdas Monogramm vorkommt, da dieses die Jahrzahl1590 trägt, während Anselmi's Blüthezeit um 1545fällt. Ein A. Helm ist in der Kunstgeschichteunbekannt, so wie auch das Zeichen nicht in derForm vorkommt, wie Christ, und nach ihm Heller

es gibt. Brulliot II. Nr. 2799 zeichnete daher den Helm richtiger, dochweicht auch dieser von jenem ab, welchen Frenzcl im Catalog Sternberg III.Nr. 827 in Abbildung beifügt, und den wir in Parenthese geben. DerHelm (le Hauberg) müsste mm den Familiennamen des Künstlers andeuten,und somit wäre das fragliche Zeichen höchst wahrscheinlich jenes desMalers und Kupferstechers Abraham Hogenbcrg von Antwerpen, welchersich später in Cöln niederliess. Das Blatt mit dem gegebenen Zeichenstellt den Herkules im Zelte sitzend dar, und Omphale steht vor ihm.An den Helm schliesst sich das Wort Fccit mit der Jahrzahl 1590 undder Adresse: Caimox exe. fol. Die Composition ist von B. Spranger.Wenn aber A. Hogenbcrg dieses Blatt 1590 gestochen hat, so muss erein sehr hohes Alter erreicht haben; denn der Künstler lebte noch 1653.Vgl. Merlo, Nachrichten von Cölnischen Künstlern, S. 185.

52. Unbekannter italienischer Goldschmied, welcher gegen Endedes 15. Jahrhunderts thätig war, und vielleicht mit demMeister A Nr. 14 oder 49 in Beziehung steht. Man findet von

~~7[ ihm eine in Kupfer gestochene allegorische Darstellungf jt^ ~(y auf den ewigen Frieden nach dem Siege. Rechts steht

— ; ------ eine weibliche Figur mit langen Haaren und seltsamem

Kopfputz neben zwei Altären. Sie löscht mit einer Vase das Feuer aufdem einen derselben, und schürt die Flamme, welche aus der Pfanne