384 WS. Nr. 11)14—1918.
1914. Unbekanntes Zeichen an dein Denkmale dos Grafen Her-
mann VIII von Ifonneborg und seiner Gemahlin ElisabethW S 1l f 1 ™ Domo m Römhild. Man sieht das Zoichen am>> O lO \J untoren Eando dos Denkmals nach roclits eingravirt.
Das trefflich ausgeführte Monument gilt für ein Werl;Peter Vischers. Wem jedoch das gegebene Zoichen angehört und obes überhaupt ein Künstlorzeichen ist, diese Praxen sind zur Zoit nochoffene. El ist über (Hetos Monument bereits unter P S, Nr. 241).'! ge-handelt und wir verweison dahor auf Jone Stolle.
1915. Willibald Schrettinger, als Hofbibliothokar zu München
verstorben, hat um 1800 oinige .Mütter zuW. Schrett. dcl. et SC. seinen! Vergnügen radirt. Darunter belinden
sich zwei kleine Ansichten von Grüvonbergund eine Ansicht von Zieglerhaus bei dorn Kloster Woissemuohr, welcheBlättor die hier mitgotheilto Signatur tragen.
1916. Nach Drulliot, II. 2701, eine iinbokannto Signatur auf Glas-
malereien. Wir vermuthen unter dem ZeichenW. S. (lostanz 1666. Wolfgang Spengler, weichet um 1672 in Kon-stanz als Glasmaler thätig war. Der Gross-herzog von 1 laden besitzt von ihm ein Gemälde, mit dorn Preisehiossenauf der lthoininsel bei dorn niederen Wasserstand von 1072.
1917. Friedrich Wilhelm Schirmer, Landschaftsmaler, geb. in
Berlin 1802, gest. in Nyon-ani Genfer See 18<><i. Kr7^7 war anfänglich Porzollanmaler, widmeto sieh aber bald
TVDC ausschliesslich der Landschaftsmalerei, in seinen künst-
P ^ leriscben Studien von Schinkol unterstützt und ge-
/ & >J J" fördert. 1827—31 weilto or in Italien; in soine Vater-stadt zurückgekehrt, wurde or später Lehrer undProfessor an der Kunstakademie. Dio Stolle soinor Bildor sind meistdor südlichen Natur entnommen, dio er insbesondere in der Kigentbüni-lichkeit und Gluth ihrer Lichtwirkungen wiederzugeben sich bestrebt.Bekannt ist Schirmer hauptsächlich durch seine Wandgemälde in dergriechischen und egyptischon Abtheilung des neuen Museums zu Berlin.Dio Berliner National-Galerie besitzt von dorn Künstlor zwei Bilder:Tasso's Haus in Sorrent und eine Parklandschaft. Das orstore Bild istmit dorn, zwischen die Jahrzahl 1837 gestellten Buchstaben S bezeichnet.Das zweite, dio Parklandschaft, trägt das obige Monogramm. Letzteresist in die Buchstaben PWSP zu zorlogon, d. h. Friedrich WilholmSchirmer Focit. Band I, Nr. 1524 wird ein ähnliches Zeichen dosKünstlers mitgetheilt und dasselbe irrthümlich in die Buchstaben A W Szerlegt; auch das Geburtsjahr Schirmors ist in jenom Artikel falschangegeben und nach unserer Angabe zu berichtigen.
1918. Unbekannter Formschneider, welcher nach Jost Ammanarboiteto. Sein Zeichen iindet man auf einem grossen Holz-schnitt, welcher in sochs Blättern oino Allegorie auf denHandel vorstellt. Der Zoiohnung Ammans liegt oino Er-findung des Bechnonmeister Joh. Neudürfor zu Grunde.Bartsch beschreibt unter Nr. 25 nur don unteren Theil inzwei Blattern; das vollständige Work ist zuerst in 0.Becker'*:
Monographie über Jost Amman p. 154 nach don Mittheilungen J. A.Börner's beschrieben. Heller macht in seinen Zusätzon zum Peintr 1 'Graveur ebenfalls darauf aufmerksam. Nouordings hat der Holzschnittin Andresous: D. Pr.-Gravour ausführliche Besprechung gefunden, "*