Druckschrift 
5 (1879) SJ - Z
Entstehung
Seite
385
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WS. Nr. 1919—1921. 385

liegt UM daher nicht ob, liier oino Boschreibung dos Ganzon zu geben;/u bemerken ist aber, dass das obigo Formsohnoidorzeichcn don Blickonder genannten Schriftsteller entgangen ist. Nach Börnor bolindet ossich in der oberen-Hälfte der Darstellung, rechts nobon dorn Oberrandedes Hrunnenbockens, zwischen diosein und einem am Wege stehendenSteinkrcuzo. Vergleicht, man jenes damit, vvelchos Brulliot, II, Nr. 2923,als auf Apian's bayerischen Landtafeln vorhanden gicbt, so liisst sich,trotz einiger Modiiioatienen, doch kaum bezweifeln, dass beide Zeicheneinem und demselben Künstler angehören. rT.'ffiZ. 51,, Br. -22 7,. 4L.Dieser Holzschnitt kommt in mehreren Ausgaben vor. Als dieerste gilt jene, «elohe l. r >Sf> zu Augsburg von Johann Schalles gedrucktund von dem Dluministen Wilhelm Peter Kimmermann verlegt wurde.Kür diu aweite Ausgabe hält, man die mit, der Adresse: Gedruckt zuAugsburg, in Verlegung Wilhelm Peter Zimmermanns MDCXXII. DasGanze ist, mit, Bnohdruoker-Zierlekten eingefasst und mit diesen 40 Z.•'S L, hoch und 86 Z. (> L. breit. Becker und Andresen nohmon nocheine Amtgabe an, welche »wischen die von 1585 und die von 1G22 fällt.Kino weiten Ausgabe ist, ohne Adresse, Verlagsort und Datum. Obgleichdie Orthographie' wie die Druckerlettern auf eine viel spätere Zeit alsauf 1822 hinweisen, zeigen doch die llolzstüeko noch eine grössereReinheit und Schärfe als die letzterer Ausgabe. Käst, scheint es, dassein Vorrath alter Abdrücke dazu benutzt wurde, da wie in der erstenAusgabe von 1585 keinerlei Zierleisten angewendet wurden. Die soge-nannten dritten Abdrücke sind übrigens ebenso selten, als die ersten.Auf diesen dritten Abdrücken findet man das obigo Zeichen. Sollte esin der Ausgabe von 1585 und 1G22 wirklich fehlen, so könnte es sichtogu hier um erste Drucke handeln, indem das Zeichen später weg-genommen worden wäre. Noch gicbt es neue, ziemlich gute Abdrückeauf Schreibpapier, ohne Text. Die Stücke werden auf der fürs«. Waller-steitfschen Bibliothek zu Maihingen aufbewahrt, In Dr. v. Kve's Work:„Meisterwerke der Holzschneidekunst« findet sich eine lithographilrteCopio eines Theiles des Holzschnittes, des Blattes mit dem Brunne^.

1919. Soidan, ein um dio Mitte dieses Jahrhunderts in Wienvv „ v thätiger Stempelschneider, bediente sich, nach Schuck-W. h. h . ( , VS( , Mj .,„f arbeiten dieses Zeichens.

1920. Unbekanntes Zeichen auf einem von .1. .1. Schellenbergergestochenen Bildniss dos Goorg Kromppon. Derselbe ist in

h\*Z dreiviertel Ansicht, dargestellt und nach recht» gewendet. Im

W untern Bande stehen deutsche Verse: Man tcutscher lugend etc.

Das Zeichen, welches man unten rechts sieht, kann stell Ml

den Zeichner Oder Maler des Portrsits beliehen, aber auch vielleicht,

nur auf den Dichter der erwähnten Verse. Kl. 8.

1921. Unbekanntes Zeichen, welches wir dem Werke von Brulliot II,

Nr 2923 entnehmen. Man findet es aul aerletzten der in Holz geschnittenen bayerischenLandtafeln von Philipp Apian. lieber .diese grosso»US 24 Abtheilungen bestehende Karte haben wirbereits unter dem Monogramme 1 AG V/, Band IIINr 1862 ausführlich gehandelt und ist daselbstauch dasNöthige über das hier gegebene Zeichen^agt Wir verweisen daher aul jenen Artikol.

25Monogranmiislpn. Uli. >■ "^