*«v k 7 ULB Düsseldorf + 9100 518 01 IMicht aup'r^ 1 **ir DIE MONOGRAMMISTEN und ilifjcniircn bekannten nml nnlifkannlon Künstler allov Sctari.8** welche sich zur Bezeichnung ihrer Werke eines figürlichen Zeichens, der Initialen des Namens, der Abbreviatur desselben etc, bedient haben. Mit Berücksichtigung von Buchdruckerzeichen, der Stempel von Kunstsammlern, der Stempel der alten Gold- und Silberschmiede, der Majolica-Fabriken, Porzellan-Manufacturen u. s. w. Nachrichten über Maler, Zeichner, Bildhauer, Architekten, Kupferstecher, Formschneider, Briefmaler, Schreibkünstler, Lithographen, Emailleare, Stempelachneider, Goldschmiede, Niello-, Metall- und Klfenbein-Arbeiter, Graveure, Waffenschmiede u. s. w. Mit den ralHonnircndcn TfirifilfhnlsSOT der Werke anonymer Meister, deren Zeichen gegeben sind und te IIInwelHuiiK auf die mit Monogrammen oder Initialen bezeichneten Produkte bekannter Künstler. Ein für sich bestehendes Werk, ;i1ht /n-lcidi :uu:ti Ergänzung und Abschluss des neuen allgemeinen Künstler-Lexikons und Supplement zu den bekannten Werken von 1 üarlseli, Roliurl-Ilniniisnil, f. lc l'.lanc, F. Brnlliol, J. Heller n. s. w. Bearbeitet wm""" Dr. G. K. Magier, Verfasser des neuen allßcnVeinen Kiin s tle r- Lex tk on s etc. Dr. A. Andresen und C. Clauss. =. TT. Band.. S. J\—Z. = München 1879. G, Franz'sche Buch- und Kunst-Handlung (J. Roth). \\- \\T. Ul LS Kgl, Hof-Buchdruclurei von K. M*hlthalcr VORWORT. '/'iyLit dem vorliegenden fünften Bande sind die »MonegrammitUn* zu einem vorläufigen Abschluss gelangt, und von Neuem sei das Werk der wohlwollenden Beachtung der Kunstfreunde empfohlen, Das Absterben der Bearbeiter, wie die Zeitverhältnisse, welche hachthellig auf den Absatz des Werkes einwirkten, haben die Fertigstellung desselben erschwert und lange verlagert. Im Hinblick auf den bereits auf das Unternehmen verwendeten grossen Fleiss, wie überzeugt von der Nützlichkeit und Brauchbarkeit des Buches, glaubten die Unterzeichneten die Herausgabe nach jahrelanger Unterbrechung wieder aufnehmen und rasch einem Ende zuführen zu sollen. Unser Werk übertrifft an Vollständigkeit alle anderen Hilfsbücher dieser Art und ist bis jetzt das Hauptwerk für Monogrammenkunde. Es ist namentlich Kunstsammlern unentbehrlich. Autoritäten, wie Waagen, haben dies anerkannt und das Unternehmen warm befürwortet. Zahlreiche Schriftsteller schöpften aus dem reichen Material, freilich, ohne immer auch die Quelle zu nennen. Sind wir uns der Verdienste der Arbeit bewusst, so kennen wir auch deren Mängel. Die erzielte Vollständigkeit konnte nur eine relative sein ; ebenso sind in einem derartigen umfassenden Werke Irrthümer unvermeidlich, insbesondere gegenwärtig, wo die Kunstforschung im regsten Eifer täglich zu neuen Resultaten gelangt. Wir sind daher gesonnen, Nachträge und Berichtigungen, soweit solche nöthig und thunlich sind, noch in einem Ergänzungsbande zu Illingen, in welchem Bande auch die Druckfehler ihre Richtigstellung finden sollen, die, bei den öfteren Unterbrechungen in der Herstellung ' des Werkes, wie bei der Entfernung der letzten Bearbeiter vom Druckorte, sich eingeschlichen haben. Zugleich wird dieser Ergänzungsband auch die figürlichen Künstlerzeichen und das (leneralregister enthalten. Bei den nicht unerheblichen Opfern, welche die Fortführung und Vollendung des Buches bis jetzt uns gekostet, setzt letzteres Vorhaben jedoch eine regere Theilnahme des Publikums voraus, als dasselbe bisher dem Unternehmen entgegen gebracht hat. In der Hoffnung, dass sich diese Thcilnahme noch finden werde und dass in Bälde zum Drucke des in Aussicht gestellten und schon vorbereiteten Handes geschritten werden könne, bitten wir die Freunde des Werkes, welche dasselbe durch Beiträge förderten, auch den Supplementen ihre thiitige Beihilfe nicht zu versagen. Möchte ebenso die Kritik die vorliegende Arbeit bis zum Erscheinen des Ergänzungsbandes nachsichtig aufnehmen und unserem mühevollen und, wie gesagt, wenig lohnenden Unternehmen eine freundliche Förderung vergönnen. München und Dresden, im Dezember 1H7!(. (!. Franz'* Rudi- und Kiiiisllianliiiff J, liotii. Carl (liiss. D SH. Nr. 1-7. # 1. Hermann Schneider, Maler und Zeichner, in München thätig. Das Monogramm kommt auf einem Münchener Bilderbogen, Nr. SIS, aus dem Verlag von Braun und Schneider vor. 2. Unbekannter Goldschmied. Ein Pokal aus vergoldetem Sil- /?Pf\ ber, eine schöne Arbeit des 16. Jahrhunderts, in dem Grünen vJäi? Gewölbe zu Dresden, zeigt, nebst dem Augsburger Beschauzeichen, diesen Stempel. 3. Zeichen auf Faiencen aus der Porzellan-Manufactur Hanong bei Strassburg. Näheres über diese Manufactur ist im vorigen Bande dieses Werkes, unter Nro. 2985 mitgetheilt. e 4 Marke einer Porzellan-Fabrik zu Winterthur. A- % m 5. Nach Ris. Paquot's: Dictionaire de Marques et Mono- 1? ? >o grammes, sind in Stockholm gefertigte Faien- Stt 1% cen in dieser Weise bezeichnet. H * 6. Simon Heibig:, Büchsenmacher, welcher in Deutschland Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts thiltig war. Pistolen S. 11. mit Radschlössern, im k. historischen Museum zu Dresden, tragen sein hier mitgetheiltes Zeichen. Mit denselben Initialen ist eine Radschlossbüchse vom Jahre 1571 im Waffen-Museum des Artillerie-Arsenals in Wien signirt. Marke der Porzellan-Manufactur von Stevenson und Hancock zu Derby. 1859. Monograinmiiten Bd, V. i, S II. Nr. 8-10. 8. Unbekannter Maler. Passavant fand das Monogramm auf einem /" y~\ altdeutschen Gemälde mit der Darstellung des Jesuskindes ~f~j-\ im Tempel. Der Besitzer war ein Geistlicher In der Schweiz. QLy 1-J Passavant möchte Sigmund Ilolhein , den Oheim Hans Hol- ____ bein's d. J., für den Verfertiger des Bildes halten. Doch ist bis jetzt (~FJ I keine Arbeit dieses Meisters bekannt geworden und auch hinter die- 2 sem Monogramme dürfte, ebenso wie hinter den von Malpi, Brul- Q Hol Oi A. mitgetbeiltcn Zeichen, ein anderer Künstler alsS. Ilolhein nri j zu suchen sein. Eine Zeit lang wollte mau in einem gegenwärtig auf Ä i der Burg zu Nürnberg befindlichen Madonnenbild eine Arbeit des- (rr 1 ' selben sehen. Auf dem Bilde befindet sich das zweite von uns ge- •S \ gehene Zeichen : ein Zettel, der aus einem Buche heraushängt, mit £2, dem verkehrt von rechts nach links geschriebenen Namen des i 1 * h > ) Künstlers. Das S vor dem Familiennamen deutete man auf Sigmund. Doch ist neuerdings darauf hingewiesen worden, dass dieses S auch der letzte Buchstabe des sonst verdeckten Namens Hans sein könnte. Vergl. Jahrbücher f. Kunslw. IV. p. 2 und V. p. 198; ebenso A. Woltmann : Holbein u. s. Zeit. II. Aufl. p. 48. 9. Unbekannter Formschneider. Dieses Zeichen legt Christ fi j -p-, arrr=n=^ S. 359 dem Simon Hüter bei, und Strutt, On C T-—TT 1 Bryan, Malpe u. A. folgten seiner Ansicht, e^LCi/'O'il • t ohne einen sicheren Grund dafür zu haben. ^,-j- -p rtjp In vollem Irrthum sind aber .Tone, welche den OiX/ 1 ., aj IT. , -S-F. Buchhändler Sigmund Feyorabend darunter erkennen wollen. Simon Hüter soll um 1880 in Köln geboren worden seyn, der Monogrammist S H F war aber schon vor 1504 thätig, und ein geübter Techniker, als Hüter noch in den Knnbcnjahren stand. Auch ist es sehr zweifelhaft, ob das F ,,fecit (t , oder vielmehr den Familiennamen bedeute. Bartsch, P. gr. IX. pag. 419, bringt diesen Künstler mit einem unbekannten Meister S F in Verbindung, über welchen wir an gehöriger Stelle gehandelt haben. Obige Zeichen findet man auf mehreren Blättern in folgendem Werke: DI Finne Biblische Figuren dess Alten tnd Neunen Testaments, geordnet und gestellt durch, Johann Bocksperger den jüngeren, vnd nachgerissen durch — Joss Amman. Frankfurt, Sig. Fegerabend M. D. LXIIII, Q.H. 4.; dann in der Ausgabe der Biblia, das ist die ganze heilige Schrift. D. M. Luther. Frankfurt am Megn 1500. Durch G. Ilaben, S. Feyerabend vnd W. Hünen Erben, fol. Auch in der Dittcnborgcr'schcn Bibel, Köln 1571 ff., kommen Blätter mit obigem Zeichen vor. Auf einer llolzschnittvigncttc zu Paracelsus Wund- und Arzneibuch, Cöln 1571, fol., kommt es ebenfalls vor. Auch auf Holzschnitten im Compendium Calcchismi Calholici, Coloniae 1570, im Calhechismus ex decrelo Consilii Tridentiui, Coloniae 1572, finden wir das Zeichen. 10. Unbekannter Goldschmied, arbeitete in Nürnberg, und scheint j. ^r-j 1054 das Meistorrecht erlangt zu haben, bei welcher rfo\i gtT\5 Gelegenheit als Probe der Fähigkeit im Graviren eine Platte vorgelegt werden musstc. Börncr fand ein Blatt mit obigem Monogramme, welches von einer Platte kommt, die vor wenigen Deeennien in der Goldschmiedslade zu Nürnberg sich befand. Es stellt ein Laubornament vor, in dessen Mitte eine Blume und oben ein P'ingerring angebracht ist. Der Hauptzwcig geht aus dem Rachen eines Delphin ähnlichen Fisches hervor. H. 1 Z.7L. Br. 1 Z. 5L. Dieses seltene Blatt ist mit sehr sicherer Hand gestochen. Es ■*■ _^ Kadircr, geb. St. Nr. 11—16. 3 könnte von Johann Hell seyn, von welchem sich schöne Blätter mit dem Namen und den Initialen /. //. finden. 11. Juseppe Ribera, genannt Spagnoletto, Historienmaler und Kadircr, geb. zu Xativa bei Va- ging nach Italien, vorzugsweise nach M. A. da Caravaggio bildete. Er liess sich in Neapel nieder und starb hier I6S6. Seine Radirungen, auf welchen die vorstehenden Monogramme vorkommen, hat Bartsch XX. p. 77 beschrieben. Die beiden ersten stehen auf dem Blatte mit St. Hieronymus B. 4, die zweiten auf der Büste eines Mannes nach rechts, unten das Zeichen und die Jahrzahl 1G22, die dritten auf dem Blatte mit St. Hieronymus, wie er den Schall der Posaune vernimmt, und die vierten auf jenem mit dem reuigen Petrus. 12. Ein hochovales Pcrlmuttcr-Medallon mit dem Bildnisse des ICD Wilibald Pirckheimer, im Berliner Museum, trägt dieses JÄXTV Zeichen. Es ist der grossen runden Medaille auf W. Pirckheimer t. J. I.'il7 (vergl. Doppelmayr: Nachr. v. d. Nürnb. Mathe- maticis und Künstlern KV) nachgebildet, mit geringen Abweichungen, welche besonders durch die verschiedene Form des Medaillons begründet sind. Die Arbeit ist sauber, aber ziemlich befangen ausgeführt. Die Nameiisuutcrschrift heisst hier: Bilibaltus Pirckheymer. Brulliot I, 2488a spricht von diesem Medaillon, mit der Angabe, dass dasselbe früher in der Sammlung des Hrn. Heinlein zu Nürnberg befindlich gewesen sei. Den Namen des Verfertigers weiss er nicht anzugeben, ebensowenig wie Kugler, der in seiner „Beschreibung d. k. Kunslkammer zw Berlin" die Arbeit aufführt. 13- Dieses Monogramm bezieht sich kaum auf einen Künstler. Es j;jy Steht auf Kupferstichen des J. Matham und J. Saenredam und zwar 4M? am Ende der Verse im Unterrando. Es bedeutet wohl den Dichter. 14. Samuel van Hoogrstraaten, Maler, geb. zu Dortrecht 1627, gest. 1678, war anfangs Schüler seines Vaters Dirk, bis er in die Schule Rombrandt's kam. Anfangs malte er vorzugsweise Portraits, während er sich später durch Stillleben und perspektivische Ansichten auszeichnete. Als Schriftsteller hat er sich durch ein einst geschätztes Buch über die Malerei hervorgethan. 15. Brulliot I. Nr. 2699 gibt das Zeichen, er fand es anf r y ) historischen Zeichnungen eines deutschen Meisters, der gegen Ende des 16. Jahrhunderts gelebt haben könnte. An Hans Schäufelin sei dabei nicht zu denken, er sei älter und weit geschickter. 16. Unbekannter Kupferstecher im ersten Drittel dos 16. Jahrhunderts. Bartsch VII. p. !>43 beschreibt zwei Blätter: eine ,. ) Grablegung Christi i9t9 und eine Maria, welche dem Kinde %• die Brust reicht 1S2Ö. I 1 • >,t 4 81. Nr. 17—23. 17. Julius Schnorr von Karolsfeld, namhafter Historienmaler, geb. zu Leipzig 1794, gest. 1872 als Gallcriedirector zu Dresden. Das Lexikon hat ausführlich über ihn gehandelt. Die Monogramme stehen auf Bildern, Zeichnungen, sowie auf Kupferstichen und Holzschnitten nach denselben. Das dritte finden wir auf einem Blatte im König-Ludwig-Album , welches die Studien der deutschon Künstler in Rom und deren Berufung nach München durch König Ludwig darstellt. B.Plockhorst zeichnete die Composition auf den Stein. Das vierte Monogramm steht auf Holzschnitten nach Schnorr's Zeichnungen : auf der Titelvignette zum Christlichen Kunstblatt von Grüneisen, auf einer Gruppe von Männern, geschnitten von H. Bürkner, im Art-Journal 1854 etc. 18. Johann Ritter Scheffer von Leonhardshof, talentvoller Historienmaler und Radirer, geb. zu Wien 1795, jung gest. 1822, schloss sich in seiner Kunst der frommen, von Ovcrbeck eingeführten Richtung an. Das erste Zeichen findet man auf Zeichnungen des Künstlers, das zweite auf einer Radirung, welche den Künstler selbst vorstellt, wie er mit einer Papierrolle in den Händen auf einer Stiege sitzt. Oben rechts das Malerwappen. H. 3 Z. Br. 1 Z. 10 L. Scheffcr bediente sich auch eines figürlichen Zeichens, eines Lammes. 19. Caspar Smitz, Historien- und Fortraitmaler in England, ^r-< von holländischer Herkunft, gest. in Irland 1707. Man M-n /Äf - nannte ihn den „Magdalenen-Smitz", weil er mit Vor- l±j 'CÜZ. Hebe die hl. Magdalena zum Vorwurf seines Pinsels nahm. Walpole, Anecdotes elc.^ sagt HI. p. 205, dass das Zeichen mit der Jahrzahl 1002 auf einem solchen Magdalenabildo in Painter's Hall vorkomme, aber Walpolc gibt das Monogramm nicht in obiger Form, sondern als / in S, dass man zur Erklärung einen andern Vornamen als Caspar annehmen müsstc. Vielleicht aber hat Walpole das Zeichen nicht genau wiedergegeben. 20. Unbekannter Maler. Nach Nagler steht das Monogramm •—^ auf Zeichnungen mit Figuren und Thicren aus dem vorigen L Jahrhundert, anschcinlich von einem nordischen Künstler. 21. Unbekannter Formschneider, dessen Wirksamkeit um 1590 fällt. Das Monogramm steht auf einem Blatte mit dem kaiserlichen Doppeladler, umgeben von den Wappen der Kurfürsten, mit der Inschrift: RVDOLPIIVS IMPERATOR AVGVSTVS. II. 9 Z. 2 L. Br. 7 Z. 9 L. Es findet sich gewöhnlich in Sylvestre Steyr's Buch : Hisloria genealogiae Domini nostri Jesu Christi etc. Frankfurt a. M., N. Basse 1594, fol. 22. Unbekannter Formschneider, wenn nicht Hans Severin, f!Sß 0 welcher in Regensburg in der letzten Hälfte des -3=c=o 16. Jahrhunderts arbeitete. Das erste Zeichen steht & i auf der grossen Ansicht von Regensburg, zu welcher / * / * F. Kirchmaier die Zeichnung lieferte. Ucber dieses SI. Nr. 23-27. 5 Blatt ist schon II. Nr. 2203 gehandelt worden. Das zweite Zeichen findet sich auf einem Portrait des N. Gallus zu Regenshurg, der den bekannten Katechismus mit den Ostendorffer'schen Holzschnitten herausgab. Auch dieses Portrait ist nach Kirchmair's Zeichnung geschnitten. Das dritte Zeichen ist auf einer Ansicht von Regenshurg nach P. Opel. Der Name des Formschneiders ist nicht entdeckt. In Prag arbeitete zwischen 1160 und 1380 der Formschneider II ans Scvorin, der sich des dritten Zeichens bediente. Vielleicht hat er auch seine Wirksamkeit nach Regensburg ausgedehnt. Holzschnitte von ihm mit dem Zeichen finden sich in der böhmischen Bibel des G. Melantrichius Prag 1370. 23. Unbekannter Formschneider, welcher für folgendes Werk tlnltigwar: Kriegs-Beschreibung oder Kriegs- Regierung nach alter deutscher Ordnung, etc. von Reinhart der älter Graue zu Sohns und '3 KJ'-' i •L^py H err zu Minzenberg 1IJ59, fol. Der Maler l.^ob Jeremias Schemel von Augsburg fertigte ein ähnliches Bilderwerk in 243 ausgemalten Blättern unter dem Titel: Von rossthumblen vnnd zue richlung zue allerlay Thurnieren, fol. Kr handelt von Abrichtung der Pferde, vom Satteln, Zäumen, Rüstung, von Ross und Mann, von verschiedenen Stechen und Rennen, sowie Turnieren. Das letzte Turnier ist jenes bei der Vermählung des Herzogs Wilhelm V. von Bayern mit Renata von Lothringen. Im letzten Theile gibt der Verfasser eine Uebersicht der vorzüglichsten Turniere vom Jahre 938 — 1368. Dieses Werk ist in der Ambraser Sammlung. Kein Blatt hat ein Zeichen. 24. Johann Baptist Scholl, Hof-Bildhauer zu Darmstadt, ^l . r--------1 Zeichner und Lithograph, geb. zu Mainz CD i !sC riH 1818 ' 8 cbüdct in München. Schollhat 3 ■ CD n \ s '°k ' n we ' tcren Kreisen mehr durch "^ *V ^R r"vT^ V ay seine geistreichen Zeichnungen als seiue w ir ^ J ' '»J r - / / V_/ Bildhauerarbeiten bekannt gemacht. Manche dieser Zeichnungen hat er auch selbst lithographirt, wie: den Umschlag zu Kohler's Münchener Album, das Diplom des polytechnischen Vereins, Randzcichnuiigeu zu deutschen Dichtungen etc. Auf solchen Blättern kommt das Monogramm vor, dessen unterer Theil öfters in Zierraten ausläuft. 25. Jobst Spörl, mittclmässiger Formschneider zu Nürnberg, CT wo er um die Mitte des 17. Jahrhunderts vorzugsweise für Bücher Cr des Verlages des Andreas Endtcr arbeitete. Wir haben seiner schon unter 5 Nr. 3877 d. vor. Bandes gedacht. Er starb 1603. 26. Unbekannter Formschneider zu Prag, wenn nicht Hans ~3 Q=

Livius 1522. Schofför wechselte übrigens mit seinem ^~X- Zeichen, wir haben bereits IV. Kr. 397 eine andere Form desselben gegeben und dort eingebend seine Zeichen besprochen. 38. Johann Sohraudolph, Historienmaler zu München, geb. zu Oberstorf in Oberschwaben 1808, erhielt unter Schlotthauer und Cornelius seine Ausbildung und machte sich später vorzugsweise durch seine Fresken im Dome zu Speier einen geachteten Namen. Das erste Zeichen finden wir auf einem radirten Blattendes Meisters, welches den hl. Alois vorstellt, wie er an die Klosterpforte klopft. Er trägt den Ordenshabit und einen Sack über der Achsel. Die Pforte ist links, und rechts hin öffnet sich eine Strasse der Stadt. Das Zeichen ist rechts nach unten an einem Steine. H. 3 Z. 8 L, Br. 2 Z. 7 L. Diess ist der zweite Versuch des Künstlers im Radiren. Die ersten Abdrücke kommen von der geätzten Platte und sind ohne Schrift im Rande. Der erste Versuch im Actzcn ist das Blatt mit dem Täufer Johannes in der Wüste. Er ist in härenem Gewände und über die rechte Achsel ist ein Mantel geworfen. Mit der Rechten hält er den Kreuzstock mit der Bandrolle, die Linke erhebt er. Ohne Zeichen. Höhe der Platte 4 Z. 10 L. Br. 3 Z. 4 L. Das zweite grössere Zeichen kommt auf Gemälden und Zeichnungen vor. 39. Bernhard Stange, Landschaftsmaler zu München, geb. zu /T Dresden 1806. Das Zeichen steht auf Gemälden, es soll St Hv bedeuten, in der gegebenen Form aber ist man versucht SI zu kD lesen. 40. Johann Spillenberg oder Spillenberger, Maler und Radiicr zu Wien, von Herkunft ungarischer Edelmann, gest. 1673. Das Monogramm in der gegebenen Grösse kommt auf seinen Ge- 17 mälden vor, kleiner findet es sich auch auf Radirungen, aber hier gewöhnlich bugleitet von seinem vollen oder abgekürzten Namen. I 10 81. Nr. 41-47. 41. Johann Schweizer, Zeichner und Kupferstecher, um 1660 - „ in Heidelberg thätig. Das vorstellende Monogramm, sowie ^ , X die Initialen / S stehen auf Kupferstichen in dem Werke : Unverweslicher Cederbaum zu ewigem Andenken — der Fürsten und Herrn Georgen des Andern Landgraffens au Hessen etc. Durch, Joh. Tacken, fol. Es enthält Portraits, Grabsteine und andere Denkmale des hessischen Landgrafenhauses. 42. Johann Simon, Kupferstecher mit dem Stichel und in (jy _^ Sclnvarzkiinst, gest. zu London 1788, hinterlicss eine Anzahl lDi*J) Portraits nach Kneller u. A., die fast alle in Schwarzkuust ausgeführt sind. Auf solchen und anderen Darstellungen stehen die obigen Zeichen. Der Schwarzkunststecher Joh. Smith signirte ebenfalls mit IS, aber sein Monogramm (vergl. Nr. 1(86 vorigen Bandes) hat eine andere Form und seine Arbeiten sind ungleich feiner und besser als die Simon's. 43. Unbekannter Maler. Nach einer Notiz Nagler's findet sich ,t, das Monogramm auf einer Handzoichnung im k, Kupferstichen J6uQ Cabinet zu München. Das Blatt stellt drei Männer am L ' P Tische bei Geldsäcken dar, auf dem Boden stehen noch Kisten mit Gold. Mit der Feder ausgeführt. 44. Sebastian Jenet, untergeordneter Kupferstecher, welcher i, X in Wien und in München um die Mitte des 17. Jahr- n f I) f hnnderts arbeitete. Die Monogramme stehen auf kleinen M> \ i i-\-> ,./_., Portraits und wahrscheinlich auch auf andern Blättern. Jenet arbeitete fast nur für Huchhändler. — Jenes Monogramm Nr. 38!) vorigen Bandes, welches Nagler ebenfalls Jenet zueignet, müssen wir berichtigend dem Maler J. Steiner in Wien beilegen. 45. J. Schickler, Formschneider zu Nürnberg in der letzten t- -ft Hälfte des 17. Jahrhunderts. Seine Lebensverhältnisse sind £ H\ uns nicht näher bekannt. Holzschnitte mit seinem Namen ' " oder dem Monogramm sind in: Die Verwandlungen des Ovidii. In zwey hundert und sechs und zwanzig zweireimichlen, nemlieh acht und fünf bündigen Rundgedichten oder Rondeaux. Minberg, J. Hoffmann (1089), 8. 46. Joh. Savage, Zeichner, Kupferstecher und Verleger zu «W r. London, geb. um 1640, ein Künstler von untergeordnetem A&.JC. Wcrth, der fast nur in Bücherillustration thätig war und vorzugsweise Portraits stach, auf welchen auch das Monogramm vorkommen soll. In obiger Form steht es auf Medaillen in J. Evclyn's Werk: Numismala a discourse of medals^ anlienl and modern. London J007, fol. 47. Johann Schapper, Glasmaler von Harburg bei Hamburg, -j gest. 1670 in Nürnberg, wo er sich niedergelassen hatte. $ Schapper bemalte mit vielem Geschmack Trinkgläser und Porzellankrüge und setzte das gegebene Zeichen bei. Solche Gläser befanden sich im Cabinet Heinlein zu Nürnberg. S I. Nr. 48-54. 11 48. Zeichen dos Buchdruckers Job. Secerius in Ilagenau im Elsass um 1540. Man findet es auf Titel-Holzschnitten. 49. Dieses Monogramm gehört einem Modelleur des 16. Jahr- j hunderts an, der zu Rostock thätig war. An der grossen Glocke (T im Thurme der Petrikirche, welche Peter Matze 1548 zu Rostock -^ goss, findet sich unter anderen Verzierungen auch das Wappen der Stadt Rostock mit dem Greif, und in diesem Wappen steht das gegebene Zeichen. Die sämmtlichen Verzierungen der Glocke sind sehr schön. 50. Unbekannter Formschneider in der zweiten Hälfte des (J 10. Jahrhunderts. Bartsch hat ihn IX. p. 419 eingeführt. Man J) findet das Monogramm auf Blättern nach Tobias Stimmer und -' D. Maurer. An Josias Stimmer, Bruder des Tobias, geb. 1555, ist wohl nicht zu denken ; er ist nur als Oelmalcr und nicht als Formschneider beglaubigt. Der fragliche Formschneider bediente sich noch eines zweiten Zeichens, das-wir unter SIR geben. 51. Johann Sadeler, Zeichner und Kupferstecher, geb. zu $, Brüssel 1550, gest. in Venedig 1600, versah seine ■r | -rj Blätter gewöhnlich mit seinem vollen oder abge- ,/J> fOi$ cxc. kürzten Namen, doch kommen auch einige mit J ' dem Monogramm vor; so zwei Blätter: der Frühling (Ver), aus der Folge der Jahreszeiten nach Th. Bernard, eine hl. Magdalena nach F. Sustris. — Das dritte Monogramm kann man sowohl auf Johann als auch auf Justus Sadoler bezichen, denn beide waren auch Kupl'crstichvcrlegcr. 52. Johann Sadeler, der jüngere, Zeichner und Kupferstecher ^ ,i-y zu München um 1(120. Im Katalog Rolas du Rose; »P >v Nr. 4823 wird ihm eine Zeichnung mit dem ersten idil f Zeichen — ich weiss nicht, ob es genau ist — Mars 1 J G 1 v und Venus in Unterhaltung, Feder und Bister, zugeschrieben. — Das zweite Monogramm steht auf einer Federzeichnung im Münchener Cabinet: Susanna von den Alten im Bade überrascht. Vielleicht ist auch Job. Sadeler der Urheber derselben. S 53. Jakob Seyseneg'g'er, Hofmaler des Kaisers Ferdinand 1. zu Wien lälll— 1507. E. Birk gab 18(14 eine Monographie über diesen Künstler heraus. Werke seiner Hand sind mir nicht zu Gesicht gekommen und die Monographie steht mir augenblicklich nicht zur Hand. Nagle! gibt das Zeichen. 54. J. Schönlaub, begabter Bildhauer zu München, geb. zu Wien 1805, Schüler von Fischer und Schaller. Das Monogramm steht auf einem runden Gypsrclief, welches ein antikes Mädchen am 12 8 I. Nr. 05-59. Brunnen vorstellt und über eine Blume sinnt, während ihr zwei nackte Knaben die Vase uinstosscn wollen. Das Werk war 1802 im Münckencr Kunstverein ausgestellt. $ 55. Joachim von Sandrart, der bekannte Historienmaler, geb. fzu Frankfurt a. M. 1600, gest. zu Nürnberg 1688, hinterliess auch einige Radirungen. Eine solche ist mit dem Monogramme signirt: Klcopatra, halbe Figur, im Begriff, sich die Schlange an die Brust zu legen. Im Unterrande: Cosi si conobbe V Amor costante de Cleopatra. II. 4 Z. 1 L. Br. 3 Z. 11 L. 56. Nach einer flüchtigen Notiz Nagler's soll sich das vor- Xy stehende Monogramm auf altdeutschen Zeichnungen finden. /jf/p^q Ich hatte keine Gelegenheit, solche kennen zu lernen. $ 57. Dieses Zeichen findet man auf dem in Holz geschnittenen Signet des Notars Nikolaus Zirleus in Nürnberg. Es stellt die halbe Figur eines Mannes vor, welcher in der Rechten die Sanduhr, in der Linken Blumen hält. Ueber der Figur ist eine Schrifttafel mit den Worten : Homo Memenlo \ Mors venil. Vita fugit \. Nicolans Zirlevs | Sign: Kot: Pvb. Caesa. H. 2Z. 7 L. Br. 1 Z. 9 L. Börncr findet es nicht wahrscheinlich, dass Joachim von Sandrart die Zeichnung gefertigt habe. Dieser Künstler wendete auf einem radirten Blatte mit dem Brustbilde der durch dio Schlange sich tödtenden Kleopatra ein ähnliches Zeichen an. 58. Izaak Schmidt, Landschaftsmaler, geb. zu Amsterdam den fft 11. Juni 1740, gest. den 17. Mai 1818, malte anfangs unter £fi Quinkhard's Anleitung Bildnisse, ergriff aber dann das Landschaftsfach und gründete mit Jurian Andricssen eine Tapetenfabrik, welche einer andern Geschmacksrichtung weichen musste. Von 1772 an gab er Unterricht im Zeichnen, befasste sich aber auch mit literarischen Arbeiten und mit der Musik. Im Jahre 1774 erschien: Historische levensbeschryving van P. P. Rubens, 8. Dieses Werk gab Victor C. van Grimbergen 1840 mit Anmerkungen heraus. Schmidt benutzte aber nur ein französisches Werk von J. M. Michel, welches 1771 zu Brüssel erschien. Dieses wusste der Bearbeiter der neuen Ausgabe von 1840 nicht. Schmidt Hess auch Schauspiele drucken und zierte sie mit eigenhändig radirten Titelblättern. Im Jahre 1780 gab er eine Folge von sechs radirten Ansichten heraus (s. R. Weigel, K.-K. Nr. 16,671). Eine radirte arkadische Landschaft, rechts bei zwei Bäumen ein Piedestal mit einer Vase, links ein Tempel, ist IS (verschlungen, wie Kramm sagt) mit f. 1764 bezeichnet. Sein und Andriessen's Bildniss hat R. Vinkeles auf einer Platte gestochen. 59. Unbekannter Zeichner oder Formschneider, welcher in £ der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, wie es scheint, in 3? Wittenberg thätig war. Das Zeichen steht auf einem Portrait: IS87 Reverendi M. Hieronymi Mencelli Superintendentis Eccl. in Comilatu Mansfeldensi. Brustbild mit einem Buche in der Hand. Aelatis LXXI. Unten lateinische Verse. Wittenberg bei, S. Kaufmann. H. 8 Z. 7 L. Br. 4 Z. IL. 8 1. Nr. 60-66. 13 60- Joseph Schmitt, Kunstfreund, geb. 1790 in Bamberg, später -, Patrimonialrichter zu Burgpreppach in Franken, fc r\ i- \ radirtc 180!) mehrere Blätter zu seinem Vergnügen, fj) OM,.ät/ J-Äentty t ) Drei bärtige Köpfe mit römischen Helmen, 1) Drei bärtige Köpfe \ f 30Q nach Jost Amman. H. 3 Z. S L. Br. 5 Z. 6 L. !&<-r') pn. • Mit dem ersten Zeichen. ■q j — vcutduw.j 2 ) Mariaj ,] ag Kind säugend, nach Tizian. M V^Q H - 3 Z ' 3 L ' Br- 2 z - 9 Ij - Mit dem zwciten r -"W Zeichen, wo das T ----- Mus durch Tüian Vecellius zu erklären ist. 3) Kopf einer Frau in Profil nach links gekehrt. Erster Versuch vom 12. Januar 1809. Oval. II. 2 Z. 3 L. Br. 1 Z. 11 L. Mit dem dritten Zeichen. Das kleine Häkchen im Monogramm soll einen Hammer bedeuten, mit Anspielung auf den Namen des Dilettanten. 61. Julius Schnorr, Zeichner und Lithograph zu Stuttgart, j_j welcher zu der sächsischen Künstlerfamilie Schnorr v. Karols- qS) leid in keinen verwandtschaftlichen Verhältnissen steht. Das Monogramm steht auf Zeichnungen für den Holzschnitt und wohl auch auf Lithographien. 62. Das Monogramm steht auf dem Titelkupfer zu: Drama _, Dithyrambicum oder Nachdenckliche Gespräch-Spiel der in Mähren 172.*;, hinterliess mehrere Radirungen, unter andetii {& zwc ' ß' ätter nackte Knaben in Landschaften nach N. Poussin, w mit Steiner junior f. bezeichnet. Auf einem andern Blatte mit der Figur eines stehenden Bettlers in 8. steht das gegebene Zeichen. Nagler hat das Zeichen bereits IV. Nr. 389 gegeben, er eignet es hier dem Kupferstecher S. Jenct zu, nach meiner Ansicht ist aber nicht an Jenct zu denken und nur Steiner der Urheber der Blätter. 64. Jean Papillon, Formschneider, geb. zu St. Quentin 1661, r^-p p gest. zu Paris 1723, Schüler von Cochin und ein sehr fleissiger 1 Titelblatte zu den Propheten in der „Biblia all deutsch " 1). Marl. Lulh." Frankfurt a, M. iö70. Die Bordüre des Blattes besteht aus sechs Abtheilungen mit biblischen Darstellungen. II. 10 Z. 5 L. Br. 8Z. 11 L. 72. Andreas Scidl, Historienmaler und Radircr zu München, - " o'cluler von J. Oefele, geb. 1760, gest. 18:!6. Die Bachetaben SI, begleitet von einem kleinen Stern, finden sich auf zwei Radirungen mit dem Brustbilde eines härtigen Mannes und einer Frau; sie stehen unten rechts im Rande, 12. 73. Samuel Ireland, Kunstfreund zu London, gest. 1800, radirte i i in der Sammlung Sieglet' zu Frankfurt a. M. (versteigert 1818) *n I befand. Es war im Geschmack des J. Steen von einem hol- ^ -*- • ländiseben Meister gemalt. Den Inhalt bildeten einige am Tische sitzende Bauern. 75. Sebastian Jenet, Kupferstecher, welcher um die Mitte des ,., f 17. Jahrhunderts in Wien und Müuchcn arbeitete, fast ausschliesslich nur für Buchhändler. 76. Johann Andreas Sirani, Maler und Radirer, Schüler des c t G. Rcni und Cavcdone, geb. zu Bologna 1610, gest. 1670. Die ' Buchstaben S I stehen auf einer Radirung nach Sirani von L, Doli: St. Hioronymus in seiner Grotte auf dem Erdboden sitzend. Unten links S /, rechts : Lau. Lo. F. IT. 8 Z. 6 I,. Br. 6 Z. 3 L. Bartsch Nr. \h. Sl. Nr. 77—84. 1» 77. Unbekannter Töpfer oder Maler, welcher um 1770 in Helft thätig war. Man findet Fa'ienccn mit Verzierung in blauem Ciimai'ou. Die Signatur ist ebenfalls blau aufgetragen. Dieselbe ist wohl mit S. J. 0. oder S. S. ft zu erklären. J.J.X. 78. Johann Sadeler, der Alte, Zeichner und Kupferstecher, -r geb. zu lirllssel 1550, von dem schon zu wieder- J)(lclß.ScLv(/ii.'lS8l. holten Malen die Rede gewesen ist. Der abbre- / ' virte Name steht auf Bildnissen und historischen Compositionen. 79. Sisto Badalocchio, mit seinem Gesnhlechtsnamcn Rosa, O a Maler und Radirer von Parma, Schüler des A. Camieci, OlJ/^L ° geb. um 1581, gest. 1047. Mit dem vorstehenden Monogramm ist eine Radirung nach Raphncl versehen, welche Gott Vater vorstellt, wie er das Dicht von der Finsterniss scheidet, 4. Das Blatt gehört in die sogenannte Bibel des Raphael von J. Lanfranco. 80- Das vorstehende Monogramm steht auf einem Blatte des r;T\ Meisters Iß, Bartsch VIII. pag. 2!)!). Es stellt zwanzig V -'*■ —1 nackte mit der Weinlese beschäftigte Kinder dar. Auf | V . - den WSten Abdraekea fehlt jedoch das Zeichen, dieselben sind mit dem gewöhnlichen I D signirt, es steht nur auf den zweiten Abdrucken. h ,*B 81. Unbekannter Kupferstecher um 1050, wenn nicht höchst fri-ri wahrscheinlich Sebastian Jenot. Obige Initialen fand Bömer '■*•"• unter dem Bildnisse des Chr. Adam Fernbcrger von Egonberg, Erb-Kämmerer in Ocsterreich etc., kl. 4. 82. Girolamo Savoldo oder Girolamo Bresciano, Historien- , maier und Nachahmer des Tizian, von Brescia. Er stammte . aus adelicher Familie und trieb die Kunst mehr aus Neigung s cj. als aus Beruf. Er starb in Venedig 1550. Das erste Mono- ]T| gramm steht auf Gemälden, das zweite auf einem Holz- ' schnitt, von welchem mau Savoldo für den Erfinder halt. Das Blatt stellt den hl. Andreas vor, wie er im rechten Arme sein Kreuz hält. Im Grunde rechts eine runde Kirche. Unten links an einem Steine das Zeichen. Im Unterrande der Name SANC ANDREAS. H. :t Z. G L. Br. 2 Z. 8 L. 83. Marke der Porzellan-Fabrik zu De Novo bei Bassano. Die ^ __ _. Fabrik wurde im Jahre 1752 von Pasqualo Antonibon, X \I I ni ' t H'He eines Dresdner Arbeiters, Sigismund Fischer, i J I A 1 angelegt. Die Marke kommt wohl nur auf Majolicen -*- ^^ vor. 84. EHa Nachahmer Sogliani's und Fra Bartolomeo's, Namens Sigismtmdu, Fuscus faciebat 1527. Jgj-* »Jg«, ™ so bezeichnetes Madonnenbild in der Brera zu Mailand sich findet. 16 SI. Nr. 85-93. 85. Dieses Monogramm findet man auf einem Holzschnitt mit /? tyltf £r> °"em Portrait des Caspar Schwenckfeld von Ossing, das O 4J*<7X/&Z/ a ls Votivbild aufgefasst ist. Die Zeichnung lieferte der Ulmer Maler II. Deckinger. Auf den Formschneider dürfen wir das Monogramm kaum beziehen, sondern wohl vielmehr auf den Stifter des Votivbildes. Vcrgl. Andresen, Deutscher Peintre-Graveur II. 220. 86. Unbekannter Zeichner. Man findet das Monogramm auf 6_ Zeichnungen mit Büsten römischer Kaiser. Der erste Buch- \ C> Stabe gleicht mehr der Zahl 5 als dem S, doch ist anzu- (^ j '*/ nehmen, dass Nagler genau kopirt hat. 87. Balthasar Silvius oder Sylvius, Zeichner und Kupferstecher, der Mitte des 16. Jahrhunderts blühte. Er stach nach Fr. eil Floris, K. v. Mander u. A. und bezeichnete seine Blätter mit ' obiger Signatur oder auch mit B. S Fecit, BAs, Bai Syl fecit oder mit seinen vollen Namen. 88. Jsrael Silvestre, Zeichner undRadirer, geb. zu Nancy 1621, gest. zu Paris 1691. Die bereits im dritten Bande mitgetheil- Silu ten Zeichen dieses Künstlers sind noch durch vorstehende Abkürzung des Namens zu vervollständigen, welche man auf Blättern nach A. Watteau, mit Soldaten, Costumen und historischen Darstellungen , findet. 89. Unbekannter Kupferstecher, dessen Zeichen auf einem OM ( J Blatte mit der Darstellung Christi im Tempel, kl. Fol., ^-P U ' nach Federigo Zucearo, sich vorfindet. Das Blatt ist in der Manier C. Cort's gearbeitet und Brulliot 1 , 2620, sucht hinter dem Zeichen einen niederländischen Stecher. J 90. Unbekannter Kupferstecher. Mit dem Zeichen ist ein (V, ^ Blatt signirt, welches Venus darstellt nach rechts gewendet, stehend, von einem Gewände umflattert, wie sie von Amor JTb.V e ; nen pf e ii empfängt. Im Unterrand : Venus Amoris üea J est und das Zeichen. H. 5Z. 4L. Br. 3Z. 5L. Rumohr u. Thiele: die K. Kupfcrstichsammlung in Kopenhagen, beschreiben das Blatt pag. 31, sie muthmassen auf einen altern niederländischen Künstler. 91. Unbekanntes Zeichen auf einem Stiche mit dem Bildniss Georg o y -iyr y Wilhclm's, Herzogs zu Braunschweig. 8. 92. Simon Guillain, Bildhauer und Radirer, geb. zu Tours 16S4. a . _ Man findet die Abbreviatur auf Blättern mit Dar- bim. (x. K. Stellungen aus dem Leben des h. Diego, einer Folge Sim Guill K von ^ ^•' ^' e G u ''hü n nach den Zeichnungen des Annib. Carracci radirte. 93. Simon Novellanus, Zeichner und Kupferstocher, bis gegen W'm )V /,' rjnM> Schluss des 16. Jahrhunderts in Köln thätig. om. iy. [iguravu jf ove u anug war k e j n Italiener von Geburt, wio früher zuweileu u. A. von Brulliot noch angenommen wurde, sondern Niederländer. Er hiess eigentlich Simon van der Noeuel, wie aus dem Privileg hervorgeht, welches in lateinischer Sprache G. Braun's „Be- S i. Nr. 94-100. 17 Schreibung und Contrafactur der vornehmsten Städte der Welt" vor- gedrnckt ist; ein Werk, an dem sich NoveÖanus, neben dem Kupferstecher Franz Hogenbercr, in hervorragender Weise betheüigte. Auch ..Nouvel" oder „Newuelt" kommen als Schreibarten des Namens vor Wie der Künstler letzteren in Npvellanua latinisirte, so hat er wohl w den beiden letzten Formen versucht ihn zu germanisiron. Obig« Abkürzung stellt auf einem Stich seines Sohnes, Aegidius Novellanus: St. Barbara, in einem Oval. 8, Letzterer bat sieb bezeichnet: Aeg. Noon. soulp. — Aegidius fil. sculpsit, — (Jielis lilius scnlusit, 94. öiov. Battista Franco, genannt U Semolei, namhafter A'im/i//>/i in Historienmaler, geb. zu Udine 1510, gest. zu Venedig ovmoteo in. lfi80) ]lil(lf , te si ,. h in Rpm vor/ „ Ksu .,,i S( , ntt nj, ,| (M1 Wirken des Michelangelo. - Der Name Siuaoleo stobt auf einen Kmpfer- stieli des H. van der Porcht nacli einer Zeichnung des Frauen: St. Magdalena die Füsso des Heilands waschend» Kl f. 95. Simone de' Crocifissi, Maler, welcher im 14. Jahrhundert in SIMON FKC1T BfA "ufg ;var. Matvasia sagt, er habe ausschliesslich < ructh\e gemalt, worauf sein Beiname zurückzuführen sei. Zwei seiner in Bologna erhaltenen (Viioilixc. in der Kapelle della Crqce in S (iiacomo Maggiore und in der i. Kirche (l'ietro o l'aoln) zu S, Stefano, sind in obiger.Weii» bezeichnet, Dieselbe Signatur findet si<-h auf folgenden drei Bildern in, der Akademie zu Bologna: die Krönung Maria'x; Papst Uvban V. in t'rpno Sogen spendend; Christus mit den Aposteln, 96. Simon Grimm, Zeichner und Kupferstecher zu Augsburg In Sknotl d deT Otiten Hälfte dos 17. Jalirb. Wir haben Portrait* Historien und Landschaften v.m ihm. Fine Folge Autfs- blirger Ansichten, ist mit Simon Q, bezeichnet. "'■ Marken der französischen Kavoncelabrik Sinconv (Aisne). S AI >ic zweite Marke thcilt 1,'i:; l'aouot mit. ei &' Jz, v 98. Nach Hei.....dien Dlrtt. des Artistes IV. 719 soll sich dieser er T r> Name auf einen Sehwarzkuiiststechor beziehen. Ol . Heineclje,, t'ülilt ein so bezeichnetes Blatt, St. Johannes in der Wüste, nach A. van hyk, an. f. Das Blatt ist uns nicht bekannt. 99. Samuel Joudin, ein russischer Stempelscbneider, ron 1704 o IHTT D " "^ thätig, bediente sieh dieses Zeichens. Auch bildet >5. 1UU. |u;n| Vll|| ]| ||M Itgmpej m it der Signatur S. IU. 10ü. Simon de Passe, Zeichner und Kupferstecher, geboren zu Vi iL /i,/. /Mi«/! 1fi9rt Utrecht 1591, arbeitete in London St. Fa. fec. anno iteb. Ilnd Kopenhagen, wn ,.,. ge storhe„ sein soll. KooofrAmmlsten nd. V. * 1« SI. Nr. 101-100. Pas Berliner Museum besitzt von ihm vier ovale Medaillons von dünnem Silherblech mit gravirton Portrait«. Eines dieser Medaillons ist in der hier wiedergegebenen Weise signirt. Dasselbe enthält das Bildniss Carl'» des I. von England noch mit dem Titel als Prinz von Wallis, obgleich der Bezeichnung des Künstlers bereits das Jahr 102(1 beigefügt ist. Der König war bekanntlich schon im vorhergehenden Jahre zur Regierung gekommen. Wir kommen auf diese Arbeiten unter S. 1'. ausführlicher zurück. 101. Isabella Piccini, Kupferstecherin, wolcho zu Venedig im _ . ,, Kloster Santa Croce ihre O« '• ' • 1' • Kunst übte. Man findet S T P V M Tn S (I di V (lio r!t,zoi( ' lm "»fc' illlf l!1 - ö. i. r. *.. m. in. ö. u. ai v. ihvpr H , m(1 mit t ji rldsohei , Oostümen, im Werke : Istoria dello statu doli' Imperio Ottomano. Da Cost. Belli. Venotia 1073. 4. Die Buchstaben sind zu erklären durch Suor Isabella Piccini foc, und durch Suor Isabella Piccini face. Monaca in Santa Oroce di Venezia. 102. Johann Spillenherg oder Spillenberger, Maler und Radirer zu t ^V\\V. \1 i.UQj ,h einer Radirung: Vertumnus und Pomona in einem C7-S Garten, wo links im Grund eine Fontaine. Oben Amor, der einen Pfeil auf Pomona abschiesst. H. 7 Z. 7 L.j Br. 9 Z. 10 Fi. Die Abkürzung Hug ist durch Hungarus (Ungar) zu erklären. 103. Unbekannter Radirer, welcher in Stuttgart 1592 thätig war. Das Monogramm stoht auf einer grossen Ansicht dieser Str.dt in drei Platten, mit dem Titel: Wahrhafte Oonterfactur der fürstlichen Hauptstatt Stutgarten in dem hochloblichen Fliesten- thurnb Würtemberg etc. 1592. H. 16", Br. 39" T", Der Maler M. P.ach hat in Nanmann's Archiv XIV. p. 127 über dieses interessante und seltene Blatt gehandelt und eine Reproduction desselben angekündigt. In Stuttgart lebten um jene Zeit die Maler Sebastian Ramminger und Hans Steiner; vielleicht ist auf einen derselbon das Monogramm zu deuten. 104. Unbekannter Radirer, welcher um 1559 in Wien lebte. ([> Obiges Zeichen fand Börncr auf folgendem Blatto: <$$V Ein Mann, welcher mit dem beflügelten linken Anne und mit emporgehobenem linken Kusse sich in die Luft zu heben strebt; durch einen schweren Stein aber, den er in der Rechten trägt, daran gehindert wird. Links bemerkt man einen Pfau, rechts einen Frosch und eine Spinne, dann ein verfallenes Gebäude, worauf das Monogramm angebracht Ist. Im (J runde zeigt sich eine Stadt und das Meer, and links oben eine gekrönte Figur in Wolken. Im Rand ist ein Epigramm in vier Versen: Dextra manus lapidem — — pauportas invida depri- ineret. H. 5 Z. 7 L., Br. 6 Z. 1 L. Dieses Blatt, welches Bartsch und Brulliot nicht kennen, findet man in: Rerum praeclare gostarum intra et extra moenia munitissimae civitatis Viennensis pedestri et equestri praoleo-------. Vionnae, R. Hofhalter MDLX. Fol. 105. Unbekannter Formschneider, in der zweiten Hälfte des R 16. Jahrb., vorzugsweise nach Zeichnungen des Tobias Stimmer & arbeitend. Wir haben schon unter SI über ihn gehandelt. 106. Eliaabetta Sirani, geb. zu Bologna 1038, gest. ebenda 1665, Ki I ST. Nr. 107 111. 19 i,■ i, Schülerin Ihres Vaters Giovanni Andrea B., sehloss amma J . wi ,.i, m it Erfolg der Weise Ghrido ßeni's an. Sie malte unil radirlc imd soll Hirl) aucli als Bildhauerin versucht bähen! Durch ihre auffaltend« und schon in froher Jugend hervortrotondo Begabung gelang M ilir die Bewunderung ihrer Zeitgenossen, durch ihre Milde und Liebenswürdigkeit ili'icn Idol»' in so hohem Masse zu erwerben, dass kaum eine Künstlerin so hoch gerühmt worden sein iu;i;:. Das 1'rühe, tragische Kndo Klisabettas erhöhte die Theilnalime an ihrei Krsoheinung. Mit .,Niruna F." war eine mit Rothstift ausgeführte Zeichnung, die Halbligur einei' reuigen Magdalena, signirt, welche sieh im Besitz von Bumnhr's befand. II. 6 Z., l!r. 5 /. 8 I-. Andere Bezeichnungen auf Radirungen sind im vorigen Band mit- getheilt worden. 107. Giov. Andrea Sirani, Maler und Radirer, geb. zu Bologna i'„ / Kilo, gest. ](!70, Schüler vdn Qt. Ron) und Cavedohe. Die • " l - Bezeichnung .Sir. Tu. sieht aul' einem Blatt nach Sirani von (i. Searsello: Amor auf einem Delphin auf dem Meer, seinen Bogen spannend. II. 7 '/,., lir. 5 Z. 8 D. 108. Sisto Badalocchio, mit tJeschlBchtshamert eigentlich Rosa, Maler und h'adircr von l'arma; gest. 1047, Schüler des A. Carraccf. — Vorstehende Abkürzungen Hndol man auf den Blättern der sogenannten Hibel von Raphael, die Badalocchio mit ,1. Lanfranco herausgab. Auch auf Blattern nach A. Oorroggio und Ji. Sehidone koinmeu sie vor. 109. Jan Adrian van Staveren, Maler in der zweiten Hälfte des f-P 17. Jahrhunderts, wenn kein Schüler, N. r~\ -\ \ \ i r-i r\ nir so doch ein Nachahmer des (j. Dow. (icJ J ./'\ V iZj t\ Lj ZV . Kr slgnlrte in ilieser Weise ein im Amsterdamer Museum befindliches Bild. Dasselbe stellt einen betenden Allen dar, welcher, ein Buch auf den Knieon, mit gefallenen Händen, am Kusse eines abgestorbenen Baumes in einer Ruine sitzt. 110. Samuel Joudin, ein rassischer Stempelschneider, 170t -1740, schreibt zwei Blätter, Juno und Semele nach Fi Floris, und eine junge Krau, welcho durch freundliche Worte den Zorn eines Mannes zu besänftigen sacht, nach M. van Heemskork. Pasaavant IUI 106 hat Bartsch ergänzt, er nennt noch einen Parnass nach Fr. Kloris und oino Folge von sieben Bl. mit den Todsünden; sitzende Figuren in Landschaften mit holländischen Versen unten. H. 3 Z. 6 J>.. Br. 4 Z. 10 L. Diese Blätter sind mit dem vorstehenden Monogramm signirt. 2" Sisto 15. Sisto Bad. Sisto Ha. F Sisto 15. P. Sisto JJaio. Sisto Bö. 20 SK. Nr. 112—117. 112. Johann Wilhelm Sehirmer, namhafter Landschaftsmaler ~~j und Radirer. geb. -s- •Tv z " Jiilil!h 1807, ffj -j. f I X fessor an der Aka- iT) h^ v -r^ deroie an Düsseldorf -w T| y t^t- Ä IJ und seit 1853 Di- \ /\ / VV --r- JT 7 ri!kt(ir der öenge- >/ >/ ^V y\. / gründeten Kunst- V \/ schule zu Karlsruli«, gest 1803. Die gegebenen Monogramme .stoben auf Gemälden des Meisters, sowie auf einigen Radirungen desselben. Von letzteren nenne ich das schöne Blatt mit der Sturmlandacbaft, Qu. f, und die letzte Platte lies Künstlers l'an und die Nymphen, Gr. f. A. :■!(.). 113. Sebastian Kirchmeier, Malor von Kegensburg, lobte gegen /ry Endo des 16. und zu Anfang dos 17. Jahrhunderts. x' Der historische Verein zu Kegensburg besitzt von ihm eine xJJV Kreuzabnahme, mit 1590 und dem obigen Monogramm bezeichnet, und eine Kreuzigung, mit 1610 und demselben Monogramm. Waagen, Kunstw. und Künstler in Deutschland II. p. 127, erklärt diese Bilder für Arbeiten eines schwachen, unter italienischem Einlluas stellenden Malers. In der Sammlung Oottingon-VVallerstein befanden sich zwei Sopia- zeichnungen: St. Paulus in seiner Blindheit betend; und ein alter König (David?) zum Himmel die Hände faltend, rechts vorn sein Thron. im Haie das knieeude Volk. Beide Blätter waren „/. 6. 2. . r >. S. K. u ..ignii't und wurden S. Kirehmeier zugetbcilt. 114. Karel Slabbaert, Maler und Radirer der holländischen Schule, iv/ um Mitte des 17. Jahrhunderts. Es sind nur wenige Arbeiten S mit beistehendem Monogramme bezeichnete Arbeiten Jrv ' J)V kennt. Die Gegenstände derselben sind grösstentneils eigene Erfindung. Seihe Manier gleicht der des Marc Anten und bietet auch einige Analogie mit dem gleichzeitigen niederländischen Styl. Auch das K. in dem Monogramme deutet auf einen nordischen Namen. Uml wir haben somit wohl einen Niederländer oder Deutschen aus der Solmio Marc. Antons vor uns. Vorgl. Passavant, VI. 164. Malaspina 111, 1). 1 — 7. Die sieben Todsünden. Folge von sieben Blättern mit Inschriften im unteren Rands, H. 8 Z. 7 L., Br. »'> Z. l. lr. 18s sind bis jotzt nur 3 Blätter der Folge bekannt, aber es ist anzunehmen, dass der Künstler die ganze Serie gestochen hat. 1. Der Stolz. SVPERBIA. 2. Der Noid. INVIDIA. 3 Dor Geiz. AVARITIA. Kino antik gekleidete Frau sitzt an einem zerfallenen Prachtbau. Sie blickt, nach links und hält in der Hand oine Börse. Unten rechts, eine Kröte. Das Monogramm steht auf einem Architokturstück. Die Inschrift lautet: Sordida Auaricies. nil caetera, solum amat aurum. 4. Dor Zorn. IHA. Allegorisch« Figur mit der Inschrift: Ira minu tumudos, etc. 5, Die Verschwendung. LVXV1UA. ti. Die Faulheit ACEDIA. 7. Die Gefrässigkeiti GVLA. Eine Frau sitzt auf einem Schweine, nach rechts gewendet. In ihrer Hand hält sie oine Schüssel mit Speise. Die Signatur ist unten rechts. Inschrift: Nil guia i|uan\ vontris luxuin et bona, pooula laudat. 8 llieroglyphische Figuren, mit verschiedenen Statuen und Tennen. 24 nunnuorirto Blätter von verschiedener Grösse. Die meisten H. 6 Z. 10 ],., Br. ;S Z. 3 L. Bio Figuren sind Uafael und einigen anderen Meistern entlohnt. Man findet das Monogramm auf den Blättern, 9. Die Schlacht Constantin's. Nach Rafael. In vier Blatten in M. Kartaro's Manier. Qu. Iran. Fol. H. 13 Z. S U. Rechts oben liesst man auf einor Tablette: Jmp. Caesar. Constantinus prostrato ad pontem Milvium Tyrano Maxontio post graviss. ccc. ferc annorum por- sooutioiiom afflietam Christi ecclesiam libortati asseruit. Monogramm. Das Monogramm auf den letzten beiden Blättern, weicht, wie man oben sehen kann, in der Form etwas von dem auf den vorhergenannten Stichen ab. H9. Dieses Monogramm KS erklärt lloinor.ke. I p. 649, mit: Ss „Karalius sculpsit". Man findet es auf einem Blatte mit Jupiter V und Semele, alloin es könnte auch nur das Monogramm KS des Marco da Itavenna schlecht, ausgedrückt sein. Bartseh spricht von diesem Blatto XIV. p. 254. 120. Unbekannter Kupferstecher, von welchem ein Blatt mit einer dor klugen Jungfrauen vorhanden ist. Der Stich scheint * XC- nach oinor Zeichnung M. Schongauors gefertigt zu sein. Das Exemplar der Münchener Sammlung trägt oben, rechts, das Monogramm. 121. Dieses Zeichen eines unbekannten, alten Kupferstechers cr dem liegen reiten zwei Ritter mit rungelegter Lanze an. Unten halten zwei sitzende, nackte weibliche figuren ein Hand, unter welchem zwei Bflren »ich zeigen. In der Mitte ist das Zeichen, fol. Dieselben Buchstaben , mit einem kleinen Schneidemesser darunter, fanden wir auch auf einem Holzschnitte mit einem unbekannten Wappen . wo der Schild leer ist, 4. * Das zweite Zoieben steht auf einem Holzschnitte, welches die Fuss-- wasehung des Herrn vorstellt, Christus ist links vor l'etriis, welcher den Fuss auf dorn Becken hat. Rechts und links sieht man die übrigen Apostel, und hinter dem Heilande hält einer die Schüssel. Recht« unten am Sessel des Petrus ist das Zeichen. H. 11 Z. 3 T,., Br. 8 Z. !) I„ Die neuen Abdrücke linde! man in der Holzschnittsanunlung von .1. A. v. Dorschau und R. Z. Becker. 123. Karl August Schmid, Zeichner und Maler, geh. /m Neuburg t w~r an der Donau 1807, bildete sieb in München zum Künstler ÜX aus und starb daselbst 1834. Kr arbeitete für die Naturgc- IYJ schichte von Spi\ und für das botanische Werk von Martins -1—X*' Auch lieferte er hübsche landschaftliche Aquarellen mit Mo- ■rr tivon aus Oberitalion, dor Schweiz und Tyrol. Auf letzteren • - -1776, deuteten mit diesen Buchstaben auf Münzen ihren Namen an. 130. Simon Klotz, Maler und Zeichner, geb. zu Mannheim 1777, c 1/ gest. zu München 1819. Kr war oin Schülor soinos Vaters Mathäus Klotz und des Münchenor Galeriedirectors Denier und wirkte längere Zeit in Landshut als Professor der bildenden Künste an der damals dort befindlichen Universität. Man könnt von ihm Arbeiten mit obiger Bezeichnung. Ferner soll, nach Brulliet II. p, 349, die Zeichnerin und Kupfor- stoeherin Johanna Sibylla Kraus, geb. Küsel, welche von 1646—1717 in Augsburg lebto , auf einigen kleinen landschaftlichen Blättern sieh dieser Bezeichnung bedient haben. 131. Nach einor flüchtigen Notiz Nagler's kommt dieses Zeichen als das des Sixtus Klöber vor, eines 1630 verstorbenen Malers zu Eichstadt. S K 132. J-~v 7V 7- Maler (;. ft\. «ciiwao in uarisruno oesass. IS A/f Es stellt das Urthoil Salomons dar, schön . J, v^- . J ' L . componirt und brillant gemalt. Meisterhaft sind die Gewändor und der architektonische Hintorgrund behandelt. Auf dem Halsbinde eines Hundes sind die Buchstaben „SKM." zu losen. 132. Dieses Zeichen trägt ein grosses Gemälde, welches 1839 der Maler ('. Ph. Schwab in Carlsruho besass. 24 SL. Nr. 133-135. 133. Lorenz Strauch, Muler und Radirer zu Nürnberg, geb. 1554. gest. 1H80 nucii Anderen 163t>. Derselbe war besonders als Porträtmaler geschätzt : doch hat er auch U, j- f\ ' I \_/ I I Ansichten von Städten und an- *P t Q f// / deren Ortschaften gezeichnet und i^"^ J I selbst auf Kupfer radirl. II. Wochtor, die beiden Tioschel, Q. Strauch, dar von Saudrart, .1. F. Loonart, uu, Ji C/ (. so ]ben Zeichens wie Lorenz Strauch, doch sind seine k Kj le.t/il Blätter nicht radirt, sondern steil" gestochen, und von J *- mittelmässigcm Werthc, während Strauch geistrcicli radirte und als Künstler über ihm stellt. Kr scheint auch architektonische Ansichten gemalt zu haben. Auf einem grossen ligurenreiohen Blatte mit der Ansicht des Marktplatzes in Nürnberg steht: Lucas Schnitzer jiinx. et sc. Dann findet man auch Bildnisse mit dem Monogramme. Aul' jenem des Markgrafen Friedrich von Baden und Hochburg, Kniestück 1686 steht das Zeichen mit Fetzit, 4. Auch das Portrait des Uechtsgelehrteu Georg Mund von Kodach ist mit dem Monogramm bezeichnet. Dann findet man dasselbe auch auf mehreren Blättern in : Beschreibung und Ahriss der fürstlichen Loichenprocession des Markgrafen Christian von Brandenburg und Bayreuth den 11. September 1655. Dieses Werk enthält 40 Blätter, theils mit dem Zeichen. Das Bildnis» des Markgrafen hat den Namen des Kiiustlers. Auch Städfe- ansichten hinterlies« Schuitzer. Auf der Ansicht von Frankfurt am Main steht rechts unten das Zeichen, qu. Pol. In Hoidonroichs Loipzich- schen Chronica ist oine grosse Ansicht von Loipzig: Abbildung der Vornehmen Churfürstlichen Statt Levpzig in Meissen 1665. Unten steht: Die adle Lindenstatt gegründet an der Pleissen — Der Schöjin'eu- stul macht sio den Sternen gleich erhöht. Das Monogramm mit fecit ist rechts unter der Schrift. In folgendem Werke sind Prospekte von ungarischen Städten: Türkische und Ungarische Chronica —. Nürnberg, P. Fürst 1663, fol. Auf den Ansichten von Pressburg, Ncuheiisel, Kollo, Cassini Lewertz, Zötmar steht das Monogramm mit fecit. Auch im zweiten Theil des Ortolius redivivus et contiiiuatus. Nürnberg 1665 fol., sind Prospekte von ungarischen Städten und Festungen. Sie sind mit dorn Monogramm allein, dann mit Beifügung von f. und fecit bezeichnet. An figürliche Darstellungen scheint sich Schnitzer wenig gemacht zu haben. Auf einor allegorischen Darstellung auf die Segnungen des Friedens ist unten rechts das Monogramm, qn. Fol. 26 SL. Nr. 138-140. 1.0 l 138. Lorenz Stoer, Maler und Zeichner, war um 1550—1570 in ft Augsburg thätig. / kiS /l ü in ^ r ma ^° Bildnisse, -/< Inhalts, nach Zeichnungen eines anonymen Meisters dos / 17. Jahrhunderts fand. 147. L, Schaerer, Kupferstecher, dessen Lebensverhältnisse un- q{ bekannt sind. Es ist zu vorinuthon, dass er in Augsburg lobte, /J5 da die drei von ihm vorhandenen Kopien nach .1. Saenredam boi ■1— ' Lukas Kilian daselbst erschienen sind. Die eine Gopie ist bezeichnet H. (oder A) L. Schärer sculp. Das obige Monogramm findet sich auf einer Copie nach J, Matliam, darstellend: die kl, Jungfrau mit dem Kinde von zwei Engeln angebotet. Gr. 8. 28 SL. Nr. 148-154. 148. Lambert Schwad, Fornupchrieider, welcher nach Bf. 8 Befiani i t copirte; Wohl dor Monogrammist bei Brulfic-1 I. 2852. ^j) Blätter ohne Namen und Zeichen sind in: Nr.we künstliche •—' wohlf/crix.scne vnd in floh yeschnittcnc Figuren etc.. Gedruckt ZU Frankfurt um Mai/n. In Verlegung Vincentii Steinmeycrs MDCXX. i[ii. 4. Steinmeyer hatte alte Platten von verschiedenen Meistern gesammelt iiihI Hess 355 derselben für obiges Werk abdrucken. Leopold Schulz, Historienmaler und Zeichner, gel). 1804 zu Wien, mächte seine Studien an der Akademie «einer Vaterstadt, wie später in München unter Cornelius. Er lebt gegenwärtig als Professor der Kunstakademie zu CS**' t>^o Wien und ist dort einer der eifrigsten Vertreter der kirchlichen Kunst. Er malt in Fresoo und Oel und bat zahlreiche Zeichnungen für den Kupferstich, den Holzschnitt und die Lithographie geliefert. Compositionen aus seiner früheren Zeit tragen obiges Monogramm. 150. Hans Lobsinger, der um die Mitte des 16. Jahrhunderts, £nach Doppebnayr, als Giesser, Edelsteinselmoider und Arbeiter in Metall und Gyps, zu Nürnberg lebte, soll sich dieses Zeichens bedient haben und zwar soll dasselbe auf Bildnissen vorkommen, welch* J. F. Leonard nach ihm gestochen. (n derselben Weise soll Lorenz Schlang gezeichnet haben, den Ajiin als Kupferstecher aufführt. Doch linden wir auch Über ihn und seine Arbeiten keine Nachweise. Mit dieser Bezeichnung fand Naglor Landschaften, die mit lebhaften Karben, wie von van Uden so kräftig und wie von Rubens so frei genialt waren. Dieser Notiz ist, nicht beigefügt, wo die Landschaften sich linden. 152. Lorenz Schilling, Medailleur, fertigte im ersten Viertel des J> 17. Jahrhunderts zu Frankfurt am Main mehrere Medaillen, deren X-< einige mit den Initialen L, S. bezeichnet sind. Das Monogramm Bridel man auf einer Denkmünze mit dem Wappen der Schöffen und dem Grundrisse der Stadt Frankfurt. Abgebildet in Lorsuer's Chronik 1. Taf. V. Nr. 4. Nach einer Notiz dieser Chronik erhielt der Künstler für den grossen Stempel mit der Stadt Frankfurt von 1611 die Summe. von 193 h\ 12 kr. 3 hl. Eine ahnliche Denkmünze zu Ehren des Si liultheisen , der Schöffen und der Syndicuso mit der Ansicht von Frankfurt trägt den Namen des Künstlers. Sic hält 26 Linien im Durchmesser, und kommt in Silber vor. 153. Nach Naglor ist ein Gemälde im .besitze des Professors von Heiner in München sei bezeichnet. Es ist das Brustbild eines Mädchens mit einem Hackbrett, \; 5 h 3 , 154. Marken der französischen Forzellan-Miniilai für zu La Scinie, ,, ^ gegründet 1774 durch den Grata de la Schrie. L ST, Nr. 155-104. 29 155. Sixtus Löhlein, ein im Kl. Jahrhundert zu Landshut lebend«! Sfnsaicist, soll sich dieser Zeichen bedient haben, 156. Eine anbekannte Marke auf italienischer Majolica, L 16/S 157. Lud. Series, lebte in Florenz und fertigte Stempel zw Münzen er (j- und Medaillen für die Regierung vnii 1705 an bis 1807. V, -J 3 - 1 Monogramme und, wie bereits erwähnt, auch die Initialen kommen vor. 158. Louis le Sueur, Landschaftsmaler und Radirer, geb. zu i Paris 1740 gest. zu Hamburg 1801!. Bereite im vierten Bande *sL ist von dem Zeichen des Künstlers die Rede gewesen und wir ~*—' haben nur noeb zu bemerken, dass dasselbe aueb in dieser Stellung viirknmmt. 159. S. Lambelet, in den Jahren von 1699—1727 als Medailleur O T in Braunschweig thätig. Man bat von ihm eine selii'me Medaille ■ auf die Ernennung der Kurfürstin Sophia von Hannover zur Thronfolge Englands 1701. Abg. b. Lochner I. p, 249. 160. Marke in Blau, auf Delfter Fayencen. SL 16 5 2 161. In Sevilla gefertigte Fayencen tragen dieses Zeichen in S 1: " U| - £F 162. Unbekannter Kupferstecher, der, in Gemeinschaft mit Jan Savery, einige kleine Blätter, Landschaften mit Figuren, niacb David Tamara stach. 163. Dieses Zeichen fand Bruiliot auf Stillleben, die im Geschmack* , i /Z> /p Kalfs gemalt waren. Kr vermuthet einen nieder- [ ■y r/py lündisehen Künstler des 17. Jahrhunderts unter X J '2>^_, . r . diesem Zeichen. Dasselbe dürfte jedoch dem (Y Stanislaus Lenkhart angehören, der od 1630 in Würzburg thätig war. 164. Sebastian le Clerc, Zeichner und Stecher, geb. zu Metz 1037, P / r C 8? 8 * 1 z " l >ar ' s 1714. Er lernte die Anfangsgründe der ,1 ( C ■) . Kunst von seinem Vater, einem (joldschmiode, ging dann r f (' r " i "' n ' >ar i s ' " m '" '' ils '"••■iwwwpa einzutreten, wurde J IC ^\f- .,i )01 . vnn J,e Krim bewogen, sich ganz der Kupferstccher- kunst zu widmen. Seine Arbeiten sind wegen der geistreichen Ausführung und zarten Behandlung sehr geschätzt. Oh. A. Jomhert hat einen Katalog des Clerc'schen Werkes geliefert, welches sieh auf 3000 Blätter 30 S-'lfr. Nr. lfir 170. belauft. Diirimtor lind Landschaften, Historien, Schluchten, Belage- rangen und Xbiergruppen, Beine Hauptwerke sind mit dem vollständigen Namen bezeichnet, andere mit den obigen Signataren. 165. Marke der Porzellan-Manufaktur zu St. Cloud, gegründet . rN . 1699, Die beiden h. beziehen sich auf den Difector .\ der Anstalt, einen Nachfolger Trou's. i- 4- 166. Unbekannte Marke, welche sich auf Delfter Fayencen findet. y IT» 167. Michel Sonnins, Man lindet sein hiei' mitgotliciltes « Man linder sein liier " ( 7 Driickcr-Kinblcines. t\ eine Schlang" ; " ■' Drucker .., einer ans den in das Feuer wirft Verleger in l'aris um 15. r >7. Monogramm 1 oberhalb seines Wolken reichenden Hand, welche 168. Das gelebt zu Zeichen eines unbekannten Malers, der in München (xa geieDt zu haben icheint, Nach ihm lindet sich der Kupferstich: r * Christus am Oelbore;, wie ihm der Engel Kreuz und Kelch bringt, Unter den schlafenden Jüngern lieest man: .1 Sadler exend. 1592; rechts ist das Zeichen angebracht. Im Bande: Pater, si uis, transfer calicera etc, Fol, 169. Moritz von Schwind, SUtorienmaler, Zeichner und Radirer, CJC a geb. am 21. Janaar 1804 zu Wien, gest. am \J\/ 8. Februar 1871 zu München als Professor an jS der dortigen Kunstakademie. Verschiedene '\ Talent veranlasste Kunstfreunde ihm die, Mittel zu einem *-/y Y Studienaufenthalte in Paris, bei Hoxace Verriet, zu gewahren. 1833 liess er sich in Köln nieder. T>ie Porträts, Schlachten- und Thier- stücke, welche ei hier malte, sind lebendig gezeichnet und frisch und wurm in der Farbe, doch wird seine kecke Bohandlungsweise nicht selten eine zu decorative. Zwei Gemälde von Meister: ein Löwenkafcjff und das Beiterbildniss dos Königs Friedrich Wilhelm des TV. von Preussen, als Kronprinz, besitzt das Kölner Museum. Fin Bililniss des Kaisers Napoleon zu Pferde, in halber Lebensgrösse, welches Meister 1820 gomalt hatte, bosass der verstorbene Maler Fromm; dasselbe war mit obigem Monogramm, nebst der genannten Jahreszahl bezeichnet. Gewöhnlich pflegte Meister seinon Bildern den vollständigen Namen beizufügen. Jn den letzten Lebensjahren malte der Künstler in Geineinsehaft mit seinem Bruder Nicolas ein kolossales Panorama mit dem Hhoinüborgang der Franzosen bei Neuwied im April 1797; ebenso zwei Dioramen, wolche diu Schlacht bei Kulm und die Ansicht der Burg Stolzenfels bei Sonnenuntergang und während eines Gewitters darstellen. Nach seinom Gemälde wurden, nach J. J. Morlo, folgende Blätter lithographirt: Napoleon und seine Genorale zu Pferde, auf Stein gez. rOD F. Heister. Qu. imp. Fol. König Friedrich Wilhelm IV. von Preusson, als Kronprinz in Begleitung zweier Genorale. Lithogr. von J. B. Hützor nach dem jetzt in der städtisch. Wallraf schon Sammlung befindlichen Gemälde. Gr. Fol. Ernst von Pfuel, k. nreuss Generallieutenant etc., von J. C. Baum lithogr. Gr Fol. Arnold Klütsch. Brustbild. Mit fünf /eilen Knittelvorsc im kölnischen Dialoct. Auf Stein gez. von B. Weiss. Fol. Bildniss dos Malers, Brustbild, ohne alle Schrift. Kl. Fol. Von Franz Kollerhoven nach Moister's Tode nach dessen eigenem Gemälde lithographirt. Der Hanswurst auf dem Pegasus über eine Landschaft reitend. Der Hanswurst mit einer Schönen in einem von zwei Bossen gezogenen Wagen sitzend, überfährt den Griesgram, welcher links unter dem Bade liogt. Eine Trinkgosollschaft, von phantastischen Erscheinungen umgehen. Die Trinkgenossen sind Uilduisse, darunter das des Künstlors. Die drei letztgenannten Darstellungen, Qu. 4, auf Stein gezeichnet von D. Levy, gehören zu einer Folge von elf Blatten mit den Titeln: „Die Decoration des Gürzenich. Erinnerungen an den < Karneval von 183f> zu Oöln." 172. Dieses Zeichen Badet sich auf einem deutschen Sponton im ICA Pariser Artillerie-Museum. Nach Demmin soll das /eichen c / vS V 0 iUIS ( ' en '"iti' 1 ' 011 'l'' 1 ' Maria Theresia und des Franz von *—' ^^ Lothringen bestehen, der sieb mit der Kaiserin im Jahre 1738 vermählte. 173. Die Signatur eines im Artillerie-Museum zu Paris beiiml- v/vw/ liehen Degens aus der Uegierungszoit Ludwig XIV. 174. Dieses Zeichen wird von Christ und Malpe dorn Michel \/L Sackerer zugetheilt einem nach seinen Lebensverhältnissen uube- 1 O' kannten Kupferstech.-:l'. Man kennt auch nur ein Blatt von ihm, 32 S AI. Nr. 175--181. welches den Tod Abel'» nach Math. Kagor, darstellt. Das Blatt trägt nicht das Monogramm, sondern ist mit dem Namen des Malers und Stechers bezeichnet, II". DlglUUllU III Ulli'. 175. Sigmund Müller oder Miller, einer der ältesten Maler von München, welcher schon 1530 in sehr vorgerücktem Lebensalter stand und das letzte Mal in einem Zunftzettel von 1587 vorkommt. Kr soll sich dieser Zeichen bedient haben. Das ersteve fand Nagler auf einer Kohlenzcichnung: Christus am Kreuze mit. Maria und .Johannes. Mit zitternder alter Hand ist „Meister Sigmund" darunter geschrieben; was sich übrigens auch auf einen Sigmund Hafnor beziehen könnte, der um 1500 Hofmaler in .München war. 176. Dieses unbekannte Zeichen steht auf einem alten Holzschnitt ^-v | aus der letzten Hälfte des 15. Jahrhunderts. ) —|— k A Das Blatt stellt die Marter des hl. Sebastian f / V \ '' ar ' letzterer ist in der Mitte des lilattes \**r< ' / \ an dein Baum gebunden und nach rechts geneigt, wo ein Mann in langem Gewände mit Hart und Spit /.kapiic nach ihm deutet. Links ist ein liogenschütz im Begriffe den Bogen zu spannen. Unter ihm erblickt man das Zeichen. Die schlanken Figuren sind nur leicht schattirt, last lunriss. II. li Z. 10 L., Hr. ti Z. 9 L. Im Jahre 1855 kam in München die alte Holzplatte zum Vorschein. im Iß. Jahrhundert hatte mau eine Heiligenligur auf ihre Rückseite gemalt. 177. Unbekannter Formsclineider, dessen Zeichen auf einer S M Vignette im 11. Bande.der Histoirc de Lorraine. Nancy 1745. Fol. sich vorfindet. 178. Unbekannter Kupferstecher, um die Mitte des iß. .lahr- 5^ hunderte in Deutschland findig. Per Katalog Btwrtfborg- ■ 1 1 • Manderscheiilt II Nr. 1294 nennt 12 Blätter Seerttn aus der Passion Christi und 11 Blatter Apostel, jedes in einer verzierten Einfassung von Blätterwerk, die meisten Blätter mit S, einige aber imtk mit SM und SB bezeiehnet. Nach dem genannten Katalog sind die Blätter zart und schön gearbeitet und besonders die Apostel ganz im Charakter von II. S. ISehaui's Styl. I'.nrlseh seheint die BUttW nichl gekannt zu haben. 179. Siegfried Massmann, Landschaftsmaler, geb. zu München >. 1829 (Sohn des berühmten Germanisten Dr. Mass- NJ X. * mann), gest. zu K'oni 1854. Er malte gut in \ £" O Aquarell, meistens oll'ene Gegenden mit selilagou- ( >" der Befeuchtung, Obigel Zeichen fanden wir auf einer Landschaft in Ocl. 180. Sebastian Mansfeld, ein im vorigen Jahrhundert zu Wien p . lebiuider Kupferstocher, von dem kleine Arbeiten in Büchern "' '■^'■- und Kalender« vorkommen, Dieselben sind entweder mit obigen Buchstaben oder dem vollen Namen bezeiehnet. 181. Mathias Schmidt, Landschaftsmaler und Kadirer, geb. zu n A . Mannheim 1749, gest. zu München 182:! als Director der dor- ' J ' *■ tigeu k. ICupfei'sfii'hsainmlung. Man hat von ihm täuschende Coplen nach Stichen von Dnjanlin, A. vjm der V*elde, .1. Pyt und s »«•»• iu.il; uuu jducusi: S M SM SM. Nr. 182—188. 38 Barbary; furner eine Roihe von Radirungon, unter dem Titol: Suite d'Estampes d'aprüs Im deubu originaux ä la plume do Ferdinand Kobell ot Rembrandt tirees do la eollection do S. M. In roi da Baviore par Mathias Schmidt ä Munich 1806. Fol. Dio Initialen M. S. in obiger Stellung finden sich auf sechs radirton Blättern mit Hunden. Kl. 4. 182. In der Ausstellung älterer kunstgewerblicher Arbeiton zu Dresden, 1875, befand sich eine Chatouille in vergoldetem ►SN. Silber, getrieben, mit biblischen Darstellungen, welch», ausser mit einem Storno, noch mit den Buchstaben S M. und der Jahreszahl 1700 gezeichnet war. 183. Unbekannter Maler. Brulliot fand dieses Zeichon auf Archi- C / A7\ tokturstückon, dio ihm von einem Holländer aus dor Mitte 'Ji !-• des 18. Jahrhundorts herzurühren sehionon. 184. Mit don Buchstaben S M sind alte, deutsche Stoingeschirrc (Kölner Steingut) signirt. Dor zweiten Marke, mit .der Jahreszahl, begegnet man auf Dolftor Fayencen. Ebenfalls mit S. M. und den Jahreszahlen 1B55 und 1595 signirt, sind zwei Majolica-Gofässe. Die Buchstaben boziebon sich auf Simone Marinoni, welcher um 1540 zu Bassano eino Majolica-Kabrik griindote. loa. Francesco Primaticcio, Historienmaler, das Haupt der Schule von Fontainobloau, von dessen Bezeiehnungeu r . . "^^ bereits mehrfach die Rede war, wird von gleichzeitigen französischen Schriftstellern, wie von Kupferstechern nach seiner Pfründe Saint-Martin oder nach seiner Vaterstadt Bologna genannt. Das hier mitgetheilte Monogramm ist St. Martin de Bologna zu deuten. Es hndet sich in einer Folge von Kupferstichen, in Qu. und in Fol., welche die von Primaticoio ausgeführten Malereien in der Schlosskapelle zu Henry wiedergeben. Das zweite, daneben vorkommende Zeichen bezieht sich auf den Kupferstecher Anton Garnier. Die Folgo ist von lotztorom dem Herrn von Fleury, Henry d'Argouge, dedicirt. 186. Diese Buchstaben nebst dor Jahreszahl 1540 sind dem 9'rVTf Monogramme des Pragor Formschnoidors Paul Soverin bei- O-l !• L< gefügt, auf Holzschnitten in der böhmischen Chronik, Kronyka Czoska, von Wenzol Hagek. Das Scverin'sche Monogramm ist unter Nr. 3278 dos vorigen Bandes mitgetheilt worden. 187. Dieses Zeichen fand Passavant auf einem Flügelbildo mit rf\ A^f St. Augustin, Ambrosius und einem knienden Carthäuser Ein altdeutscher Tambour mit hoher Mütze und Feder. 0^-^3 > Oben links: Herr lass das Türkenheer ...... erwerben. *■"" £--' Unten rechts das Monogramm. Gr. Fol. 202. Marke der Porzellan-Manufactur zu Sevre3, unter Napoleon III. JL wahrend des Jahres 1854. 203. Ein Zeichen, welches auf Madrider Porzellan-Gegenständen vorkommt. Es bozieht «ich auf don Modelleur Salvador Nofri, welcher für die dortige Porzellan- Manufactur thätig war. /775 204. Wir kennen ein radirtes und gestochenes Blatt, welches eine Allegorie auf die Folgen des Sündenfalls enthalt. Das eiste tJy^V 0 Monscheupaar ist aus dem Paradiese in eine rauhe, felsige Gegend versotzt. Die Feldarbeit hat bereits begonnen, und vorschiedone allegorischo Beiwerke deuten in christlicher und heidnischer Vermischung auf die Mühen und Gefahren, welche dem menschlichen Lebon bovorstohon. Das Blatt ist in kl. fol. und scheint auch in Abdruck mit Schrift oder Versen im Bande vorzukommen. Links unten die gegobonen Initialen, wolehe den Stochor andeuten. Unter diesem erkonnen wir einen bishor ungenannten Sigmund Novosadi, da sich mit dessen Namen eine ähnliche allegorische Darstellung auf das menschliche Leben findet. In einer Rundung sind die Parzen dargestellt, und oben und zu den Seiten sind verschiodono religiöse Beiwerke angebracht. Die Ueberschrift lautet: Die Betrachtung 8* 96 SN. Nr. 205-211. des Lebens, und im Eando sind zwei (Johann doutschor Verso als Erklärung; fol. Diesor S. Novosadi lobto in dor zweiton Hälfte dos 17 Jahrhundorts, wir wissen abor nicht wo. • 205. Samuel Niedenthal, Maler, war um 1650 in Danzig thätig, C KT J r un< ' ar ' 50 i' ,0 t 0 besonders im Thiorfache. O. JN ae l : j gandrart stach nacli ihm das Bildniss der Dicliterin Sibylla Schwarz, kl. fol Diese« Blatt tragt Niedonthal's Namen. Dio obigen Initialen stehon auf dorn Titolblatto der Gedichto jener Sibylla, welche 1650 in Danzig godruckt wurdon. Es zeigt das Bildniss der Dichtorin und die Büsten dor zolin Sibyllen, 4. 206. Unbekannter Kupferstecher. Dio Bezeichnung findet sich q ,_ auf einem Blatto der Coponhagonor Kupi'orstichsammlung. O n oM Dasselbe enthält oin Reiterbildniss. Unten liest man: Sor. et Pot. Principi ac Domino Dn. Job. Casimire Poloniao ot Suociao etc. Begi, Domino S. Clom.------. Geringo Arbeit. Rumohr und Thiele vermuthon in dem Blatto dio Arbeit oinos nicht kunstgeübton Goldschmieds. H. 8 Z. 2 L., Br. 7 Z. 11 L. 207. Der Stempel eines Tolodaner Waffenschmiede! Silvestro P_ ------ 1 Nioto, Sohn oinos ganz gleichnamigen geschätzton Waffon- \S -Nl schmiodos, dessen Steinpol hier ebenfalls noch mitgetheilt '--------' sein mag 208. Diese Buchstabon, wolcho auf Medaillen vorkommen, werden q ff mit Smeltzing Noomagiensis erklärt. Vergl. Sammlung bo- rühmtet Medailleurs und Münzmeister nebst ihren Zeichen. Nürnborg 1778. Jn unsorom Werko ist der inredestehendo Künstler Jan Smeltzing von Nhnwegen bereits im vorigen Bande unter Nr. 385 und Nr. 416 behandelt wordon. 209. Stompel oincs englischon Goldschmieds aus dem 17. Jahr- (zff) hundert. 210. Jean Claude Richard de Saint Non, Zeichner und Kupfor- 9 N 9 ATrt Stocher, geb. zu Paris 1780, gest. daselbst 1792. ö. XN. O. IV . ])i eser auc ]i a i 3 Schriftsteller berühmte Mann war ursprünglich, als Abbo und Parlamentsrath, nur Dilettant. Er hatto abor solcho Liebe zur Kunst, dass er soino Rathsstello verkaufte und nach Italion ging, um sich derselben dort ungestört widmen zu können. Er zeichnete, radirto und stach in Kupier, und zwar mit einer Fertigkeit, die ihm unter don vorzüglichsten französischen Künstlern seiner Zeit einen Platz anweiset. Eines seiner bedeutendsten Werko ist das Prachtwerk dor „ Voyage pittoresque d'Italie ou description des Roynumes de Nuples et de Sicüe." Dio hosten Stocher der Zoit haben dio Kupfor- sticho goliefert. Saint Non hat eino boträchtlicho Anzahl von Blättorn radirt und gestochon, in verschiedenen Manieren, historische und allegorische Darstellungen, und bosondors italionischo und französische Landschaften nach der Natur. 211. Diese Buchstaben kommen auf Münzen aus den Jahren 1760 80. Nr. 212—216. 87 S. (N ~) F k' 8 17 ^* vor nnc * " nt * au ^ d ' e8en m ' t: Scholz (Wardein) ' * '^ Nürnberg (Münzstätte) und Förster (Münzmeister) zu deuten. 212 Monogramm auf Gofässen aus Torra sigillata. Vorgl. M. A. Jacquemard: „Les Mervcilles de la Ceramiquo." »62C) 213. Nach Christ, p. 362, sollon dioso Buchstaben sich auf Ste- S N H phan Heller boziohen. 214. Simon Novellanns, eigentlich Simon van der Noeuel, wie et vr/} wir unter Nr. 93 bereits mitgethoilt haben. Er war bis gegen Schluss dos 16. Jahrhunderts in Köln als Zeichner und Kupforstecher thätig.. Obige Bezeichnung findet sich in der Geschichte des Tobias, einer radirten Polgo von acht Blättern; das erste Blatt ist bezeichnet: Simon No- velanus Inventor fecit et exeud. Coloüiao, die folgenden sioben: S. NO. Kl. fol. 215. Dioso Buchstahon kommen auf Münzen aus den Jahron 1764 C /v\ n bis 1770 vor und boziohon sich auf den Wardoin: Scholz, • \ v n ' die Münzstätte: Nürnberg und den Münzmoister: Kiodner. 216. Giovanni Antonio Bazzi, genannt il Sodoma, ein unter Leonardo'schon Einflüssen gebildeter Künstlor, C< _ r\ r\ w» r» welcher im 16. Jahrhundert der Schule von Siena io O (X O 111 d« *1 einer neuen Blüthe verhalf. In der Kunstgeschichte ist dieser Maler hauptsächlich nur unter seinem oben genannten Boinamon: Sodoma oder Soddoma bokannt geworden, wclchon er im Scherze sich selbst boigelegt haben soll. Noch boi Lebzeiten wurdo er in Briefen und Urkundon mit diesem Namen bezeichnet. Ebenso findet sich letzterer auf Nachbildungen seiner Worko. Es erscheint somit gerechtfertigt, wenn wir, zugloich zur Ergänzung und Berichtigung dor bisherigen dürftigen und falschen Nachrichten des Künstlor-Lexikons, und gestützt auf dio neuesten Forschungen von Albert Jansen, G. Frizzoni u. A., dorn Meister in unserem Buche eine Stcllo cinräumon. Dio Lobonszcit des Sodoma fällt zwischen dio Jahro 1473—-1649, wie Don Lulgi Bruzzi, auf Grund archivalischer Nachrichten festgestellt hat. Sein Familionnamo lautot de' Bazzi und nicht Kazzi, wie man früher glaubte Er war dor Sohn eines armen Schustors zu Vercolli in Pie- mont, welcher don dreizehnjährigen Giovannantonio auf sioben Jahro bei einem obskuren Maler aus der Unigegend in dio Lehro gab. Im Jahre 1501 erschoint er, oin fertiger Künstler, in Siena; mit seiner Em- pfindungswürmo und seinem Schönheitssinn den erstorhonon Geist der dortigen Schule neu belebend. Einos dor schönston Bilder Sodoraa's aus don ersten Jahron seinos sionosischon Aufenthaltes ist dio Grablogung, welche er für dio Kirche San Francesco malte und dio seit einigen Jahren in der Akadcmio von Siena aufbowahrt wird. Andore Werke aus seiner Jugond, dio in ihror Gesammthcit seine eigentlichen Meister- schöpfungen ausmachen, sind dio Fresken in don Klöstern S. Anna in Greta und Monto Oliveto Maggioro. "Vcrgl. di» eingehende und lobendigo Schilderung, wclcho Jansen in seinem Bucho über Sodoma davon giebt. In den Jahren 1507 und 1508 woilte Sodoma in Rom, um, im Auftrage des PapBtes Julius II., mit einigen andern Künstlorn die Gemächer des 38 SO. Nr. 217—218. Vaticans mit Fresken zu schmücken. Diese Arbeiten miissten den Malo- reien Rafaels das Fold räumen und nur Wonigos von Perugino und Sodoma blieb erhalten. Nach Einigen soll Letzterer auch dio Wandgemälde mit Sconen aus den punischon Kriegen im Palast der Konservatoren auf dem Oapitol ausgeführt haben. Im Jahre 1510 finden wir den Künstler wioder in Siona, wo er dio Tochter eines Gastwirths ehelichte. Nach vier oder fünf Jahren ging er abermals nach Rom und malto dort für Agostino Chigi die beiden schönhoitsvollon Fresken der Famosina. Papst Leo X. erhob den Künstler während soinos damaligen römischen Aufenthaltes in don Ritterstand. 1515 kehrte er nach Siena zurück, wo er ehronvoll aufgenommen wurde und wo in der Folge soine vollendetsten Werke entstanden; Werke reich an unvergänglicher Schönheit, an seltenen Zügen tiofer Empfindung und weicher Anmuth. Zu den früheren Einflüssen der Schule Leonardo') und anderer Florentiner gesellt sich in diesen Schöpfungen die Wirkung Rafaels. Am ungetrübtesten und freiesten, in leichter, duftigerFarbonhchandlung und gewissenhafter Durchführung der schönen Form, tritt uns der Genius des Künstlers in seinen Fresken entgegen, und hier wieder weniger in figurenreichen, historischen Compositioncn, als in Einzelgestalten. Mit dem herannahenden Alter nimmt auch soino künstlerische Kraft ab. Fühlbar wird dies in seinen späteren sienesisclien Werken, ebenso in seinen Gomäldon für don Dom zu Pisa und für die Kirche della Spina dortselbst. Nach Pisa, Voltorra und Lucca ging der sochzigjährige Sodoma, als ihm in Siena das Glück den Rücken kehrte. Durch scinon leichtfertigen Sinn hatte er sich schliesslich dio Gunst der Sieneson vorscherzt. Doch kohrte er nach dreijähriger Abwesenheit 1543 nach Siena zurück, um vereinsamt dort zu sterben. 217. Sofonisba Anguisciola, auch Angosciola und Angussuola, Sofonisba Oentisdona Cremonese. ^Ä^ToSf Ä edlen Familio von Cremona. Auch dio Schwestern der Sofonisba waren Künstlerinnen. Als ihr Geburtsjahr gilt gewöhnlich das Jahr 1580; doch fällt os wahrscheinlich später, orst um 1535. Ebonso dürfte ihr Todesjahr später zu sotzon sein, als man bisher angenommen. Vorgl. hierüber dio Moyor'sche neue Auflago von Naglcr's Künstler-Lexikon II. p.64. Dio Lehrer dor Sofonisba waren Bornardino Campi und Bernardino Gatti. Am Hofe Philipp II. von Spanien fand sio als Porträtmalerin reiche Beschäftigung und Auszeichnung. Von Madrid aus ging dio Künstlerin, als Gattin eines sicilianischen Edelmanns, nach Palermo, wo sie, ausser Bildnissen, auch einige rcligiöso Bilder gemalt haben soll. Später ehelichte sio oinon edlon Genuoser, mit welchem sio sich in Genua niederlioss. Sio beschloss daselbst, hochgeachtet, ihr langes, neunzigjähriges Leben, nachdem sio jedoch in ihren sechziger Jahron das Augonlicht verloron hatte. Allen zeitgenössischen Borichton nach war sio eine aussergowöhnlicho, gonialo Natur, dio mit roiehon Goistesgaben das liebenswürdigste Wesen verband. Als Künstlerin wurde sie hauptsächlich ihrer naturtreuen Bildnisse wegen geschätzt. Auf einigen derselben soll, nach Brulliot, III. 1165, obige Bezeichnung vorkommen; dio Bildnisse, welcho wir kennen, sind mit ihren Vor- und Gcschlochtsnamon signirt, welcher letzterer bald Angnisciola, oder Angosciola odor auch Angussuola geschrieben ist. 218. Soliva, ein Fayencemalor, welcher zu Moustiors thätig war, p I j signirto in diesor Weise Oolwa Cd SP. Kr. 219-226. 89 219. Solon, Edelsteinschneider, welcher zur Zeit dos Kaisers Augustus in Rom thätig war. Winekelmann, Stosch ~Ost£lN u. A. haben über den Künstler und soino Arboiton ~OytDNO~^ geschrieben. Er schnitt den Kopf des Miicenas, oder einen Kopf, welchen man als jenen dieses berühmton Freundos des Augustus erklärt, and bezeichnete die Arbeit mit seinem Namen, welcher Name zu der irrigen Deutung Anlass gab, als sei hier der bertihmto griechische Gesetzgeber dargestellt. Noch kennt man ein Medusenhaupt, eine Victoria, u. s. w. mit obigen Bezeichnungen. Einigo bezwoifoln die Existenz des Künstlers. ^20. Sosokies, auch Sosikles, griechischer EdclrtefanchneMw, der Ttf'rir m ^ er ^°^ nil °' 1 Fraxitolos gelebt haben soll. ■"z-KjlKylH . . . Kino Gemmo mit dem Gorgononhaupte trügt seinen CQCQKylE Namen. Die Gemmo ist vertieft in einen ('balcodon geschnitten. Die erste Inschrift findet sich an der Statue einer Amazone im capitoliniseben Museum und wird ebenfalls Sosikles gelesen; (loch dürfte dieser Sosiklos kaum mit obigem Kdolstoinsohneidcr identisch sein. 221. Matthäus van Somer, auch Somr, ein um die Mitte des c Q , 17. Jahrhunderts th&tiger Zeichner and Kupferstecher, von dem bereits im vorigen Bande anter Nr. 2229 gesprochen worden Derselbe bezeichnete auf solche Weise das in Kupfer gestochenes Blldniss des Predigers Hieronymus Hall ZU Schwäbisch Sali. 222. Marko auf Fayencen von Mousticrs (Niodor-Alpen). 5oP 223. Sophie fecit 1795, steht auf einer lfadirung der Prinzessin Sophie von Sachson-Ooburg-Saalfeld. Das Blatt stellt Kloidermodon dar. Links sieht man einen Herrn und eine Dame, rechts promenirt oin Paar. H. 3 Z. 8 L. Br. 6 Z. 224. Marko der Thonwaarcn- und Porzellan-Fabrik von Caughloy ^ bei Brosolay. Die Fabrik, welche während ihres Bo- >^ x Stehens sich verschiedene! Marken bediente, wurdo XJ O KJ 1772 von Th. Turner gegründet. Sie lieferto 1780 das erste blauo Porzellan in England, sogenanntes Nanking. 225. Pierre Suhleyras, Historienmaler und h'adirer, gob. zu Usoz RnuhU in p dpi in l " i "^ lll ' llo( ' 1639 ' !•■*■ zu Rom 1749. Der auuiMC in e uei. KuMS tler, seiner Zeit sehr geschätzt, war ein Schüler von A. Kivalz in Toulouse. Ueber seine zahlreichen Gemäldo handelt das Künstler-Lexikon. Was seine Radirangen betrifft, ro beschreibt ßobert Dumcsnil, Pointrc-Grav. Fr. 11.275, deren vier. Haber und Kost kennen noch' fünf andere Blattei, die jedoch Dumcsnil nie vorgekommen sind; nämlich dio Marter des b. I'efrus und vier Darstellungen aus den fabeln l.afontaine's. Kol. Auf einem Stiche nach einem Gemäldo dal Künstlers kommt die obige Bezeichnung vor. Es ist eine Compositum von zehn Figuren: Moloager überreicht der Atalante den Kopf des Kbors. Unten links: Soublo in e del., und rechts: Soaeciati ine. Kl. bl. 226. Silvestro Pesci, Münzmeister in Parma, 1658-1660. g p Samuel Pfahler, Münzmeistor in Geis, 1673—1678 douteten " " mit diesen Buchstaben auf Münzen ihren Namen an. 40 SP. Nr. 227-228. 227. Simon de Pass, Passaens, Zoichner und Kupferstecher, der jünsto Sohn des älteren Crispin, geb. zu Utrecht 1590. Er ging mit seinem Brudor Wilhelm nach England, arbeitote eino Reihe von Jahron in London, trat darauf in Dionsto des Königs von Dänemark und soll in Kopenhagen gestorben sein. Es sind bereits im vorigon Bande die Monogrammo gegeben worden, mit welchon do Pass seine Zoichnungen und Sticho signirte. Ausser letzteren Arbeiten giobt es aber von des Künstlers Hand noch eine Anzahl auf dünnes Silberblech gravirto Bildnisse, deren in diesem Worko noch nicht Erwähnung geschehen und die überhaupt bisher noch wenig beachtet worden sind. Do Pass führte dieso Gravirarbeiten für den Miniaturmaler und Goldschmied Nicolaus Hilliard in London aus. Nach Walpolo, der im ersten Theile seiner Anecdotes of Painting in England darüber berichtet, wurde Hilliard im Jahre 1547 geboren, diente in seiner frühoron Zeit dor Königin Elisaboth und später dem König Jakob I„ welchor ihm das Privilegium ortheilto, sein und seiner Familie Bildnisse auf kleinen Silberblochon zu graviren. Walpole nonnt letztere „eminters", worunter Marken, Zahlpfennigo, zu verstehen sind. Die Zahl dieser Marken muss gross gewesen sein, da Hilliard mehrere Künstler be- Bchäftigto; daruntor, wio Walpolo ausdrücklick sagt, den Simon do Pass. Wir finden dorartigo Arbeiton dossolben in Bromloy's Catalogue of en- graved english portraits p. 47 erwähnt. Als von S. de Pass gestochen, wird dort das Bildniss dos Königs Jakob, dor Königin und des Prinzen Henry (a small oval, on a silvor plato) angezeigt. Forner besitzt das Borliner Museum solcho gravirto Silborblocho, ovaler Form, die Kugler in scinom Kunstkamrner-Katalog aufführt. Kugler nennt sie Medaillons, was ebenfalls seine Berechtigung hat. Die Porträts darauf sind geschickt und lebendig behandelt. Das grössere Medaillon stellt den König Jakob I. von England nebst seiner Gemahlin und seinem Sohn, dem nachmaligen König König Carl L, dar. Das zweite enthält das Bildniss desselbon Königs und danebon obiges Monogramm. Auf dorn dritten ist Carl I. noch mit dem Titel als Prinz von Wallis dargestellt; dio Bezeichnung Si. Pa. fec. anno 1626 ist bereits an einer frühoren Stelle dieses Bandes mitgetheilt worden. Das vierte Medaillon endlich enthält das Bildniss der Maria von Oesterroich, Infantin von Spanien (nachmaliger Gemahlin des Kaisers Ferdinand III.) mit der Bezeichnung: Simon Pass fecit Lon. Von den Gravirarbeiten des S. do Pass sind auch Abdrücke gemacht wordon. In einigon englischen Katalogen, wio in jenen der Collection Sykes, W. Ord und Richardson werden solcho erwähnt. . Ebenso spricht Börner in seinen Colloctaneen davon. Derselbe giobt dabei Kundo von vier gravirten Silborblcchon, wolcho sich ehedem in der Sammlung des Albort von Sorz in Nürnborg bofandon. Doch schoinen es diosolben zu sein, die man gegenwärtig in Berlin sioht. Ebonso be- sass die C. Beckerscho Sammlung zu Würzburg acht nouo Abdrücke von derartigen Gravirarboiton mit Porträts und Wappen der englischen Königsfamilio in kl. Ov. Dio Inschrift, verkohrt, lautote: Simon do Pass sc. 1616. Auch R. Woigel, Kunstkatalog, Nr. 16494, zeigt oinon Silberstich an, mit den Bildnisson Jakob I., soiner Gemahlin Anna von Dänemark und des kleinen Prinzon Heinrich. 228. Pieter Snyers, Malor, geb. Endo des 16. Jahrhunderts in s^s. Antwerpen und gest. um 1679, angoblich ein Schüler dos b^ fP Hans van Balon. Nicht ohne Einfluss auf ihn war Rubens. P CLAJ G s( -'l'aftsmaler und Kadiror, von dessen Zeichen boreits die Rede war, signirto eines soinor radirten Blättor in dieser Weise. Dasselbe, ein bekanntes Matt, zeigt eine Heorde von fünf Ochsen und einer Ziege bei der Tranke ; daneben einen Hirton, welcher sich auf seinen Stab stützt. Die Signatur findet sich, ziemlich undeutlich, unten zwischen der Doppellinie der Umfassung. 46 SP. Nr. 252—259. 252. Dioso Bezeichnung findot sich auf Stielion nach A. Watteau und wird von Brnlliot mit Sup. perm. B6noit Audran S. per B. A. godoutot. Letzterer war Stocher und Kupforstieh- hiindler zu Paris. 253. Silvestro Pomarede, Kupferstecher und Zeichner, wolcher o p p gugon Ende dos vorigen Jahrhunderts in Rom thätig o. l. l. warj so ]j ( n , ic ), Malpe, sich dieser Signatur auf einigen Blättern bedient haben. Die Blatter, welche wir von dem Künstler kennen, sind mit soinem vollen Namen bezeichnet. Bebte Hauptarbeit sind die vier Triumphe des Tizian: der Triumph dor Zeit, dor des Euhmos, dor dos Todes und der dor Religion; 4 Blätter qu. fol. 254. Andrea Spinelli, Erzgiesser von Padua, war in der ersten o p p Hälfte des 16. Jahrhundorts in Vonedig thätig. Man ' ' verdankt ihm eine grosse Medaille mit dem Bildnisse des Dogen Andrea Gritti und der Ansicht dor Kircho S. Francesco della Vigna, welche der Doge 1534 von Jacopo Saneovino erbauen Hess. Auf dem Revers mit der Kircho steht: D1VI. FRANCISOl. MDXXXI11I. AN. S. P. P. 255. Zeichen auf Fayencen aus dor französischen Fabrik Sinceny; .r-\ die Signatur Pellovo's des ersten Directors der 256. Pierre le Saonr, Zeichner und Formschneidor, geb. zu Rouon -c> 1656, gest. 1716 ebenda. Er lernte bei Dr. Bellay und lieferte J> trefflicho Schnitte, von denen einige, nach Maipe, das beistehende Monogramm tragen. Auch seine Söhne erster Ehe: Pierre (1663 — 1698), und Vincent (1668—1743), sowio ein Sohn zweiter Ehe, der ebenfalls den Namen Pierre führte (1669 — 1750), waren geschickte Fonnschneider, 257. Marke dor Meissener Porzellan-Manufactur. Das S P. M. bedeutet: Sächsischo Porzellan-Manufactur. Vgl. Dr. J. G. Th. Graosse : Guide do l'amatour de Porcolainos et de Poteries, in wolchem Buche die Zeichen, deren sich die genannte Manufactur im Laufo dor Zeit bediente, in grosser Vollständigkeit mitgothoilt sind. SPM 258. Marke der im Jahro 1770 gegründeten Porzollanfabrik SPODF Josiah Spodo's zu Staffordshire. 259. Dio Initialen dor Worto Senatus l'opulusque Romanux, dio bokannte Derbe dos römischon Staates, welche auf S P Q R Kunstwerken aller Art vorkommt. Das R ist häulig a<1 in andere Buchstaben abgeändert, welche alsdann, wio auf Münzen, die Bohörden und Städto bezeichnen, auf deren Veranlassung dio Münzen entstanden sind . Bei dor Deutung ist dann allerdings erforderlich, dass man die lateinischen Namen der betreffen- SQ. Nr. 260-264. 47 den BtUte kennt, z. B.: S. P. Q. A. beisst: Sonatus Popnlusquo Ar- gentoratonsis, d. i. Strassburg; mit W.: Wratislaviensis, Breslau, u s.w. Namentlich begegnet man«derartigen Veränderungen des totsten Buchstabens aucli auf Carrioaturen. 260. Samuel Pieter Roeader, Tüpfer zu Dolft, Ausgang des 16. Jahrhunderts, signirto Gcsehirro in dieser Weise. 261. Pieter Serwouter, Kupferstecher, welcher um das Jahr 1600 in Antwerpen blühte. El war ein Zeitgenosse dos J. -j- van Londerseel und hat In seiner üehandlungsweiso ^CUA£/]^' Manches mit letzterem gemein. Das hier mitgetheilto Monogramm kommt auf Blättern einer Folge von acht Landschaften mit Jagden nach 1). Vlnokenbooni vor, nach welchem Meistor Serwouter besonders gestochen bat. Die übrigen Bezeichnungen, deren er sich bediente, sind im vorigen Bande gegeben worden. 262. Simon Quaglio, Architektur- und Theatermaler in München, geh daselbst 1795. Schüler seines Vaters Angolo Quaglio. Auf Ölgemälden aus seiner früheren Zeit findet sieh das obige Monogramm. Einer Aquarollo mit gothischem Säulengang ist die pt lS?54-JV\ zweite Bezeichnung entnommen. Andere ) " ' Aquarellen, ebenso wie dio lithographirten Blätter, wolcho wir von dem Künstler können, sind mit seinem vollen Namen signirt. 263. Das Zeichen auf einer in Sau Quirico (Herzogthum Urhino) ^ gefertigten Majolica- , y-» Platto im South Ken- J V ». sington Museum. SQ..\ ^ 264. Samuel Querfurt, Münzmeister des Herzogs von Sachsen- S ö Weissenfeis um das Jahr 168(>, soll sich dieses Zeichens be- *' dient haben. 8. „Sammlung berühmter Medailleurs und Miinz- meister nebst ihren Zeichen. Nürnberg 1778.'' 48 SR. Kr. 265. 265. Marco Dente oder Marco da Ravenna, der berühmte italienische Kupfersteeher, aus der Bobale des Marc Antun, hat bereit« an einer früheres Stelle dieses Werkes Erwähnung gefunden. Ausser den dort mitgetheilten Zeichen bediente er sieh auch einet aus den Buchstaben lt. S. gebildeten Monogrammos, welches mit Itavonnas sculpsit oder Soultore Ravignano zu erklären ist. Das Monogramm iindet sich auf folgenden Blättern. Der Kindermord nach Baccio Bandinolli. Herodes, mit drei Begleitern, steht auf oinor Estrade in dorMitto der schön gruppirten Darstellung. Rechts unten, an der ersten Stufe dor Erhöhung, sieht man die Inschrift: baccius — florentinus, und das Monogramm. H. 15 Z„ Br. 21 Z 6 L. Dies ist eines der besten Blätter des Meisters. Vasari logt es aber mit Unrecht dem Agostino Veneziano bei. Zani erwähnt eines frühen Abdrucks, den zu soiner Zeit Basan in Paria besass, und wo die Figuren auf dor Balustrade, sowie einige andere Details nur im Umrisse waren. Auch in der Sammlung Sternberg Mandericheid war oin Abdruck, wo viele Theilo der Figuren noch in blosen Umrissen, ebenso die Architektur und der Fussboden ohne Quadrate sind. Die späteren Abdrücke trägen dio Adresse: Joannos Orlandi furmis roiuae 1602. Von früheren Drucken sind einige auf zwei zusammengefügte Blätter gemacht. Thomassin hat die Platte retouchirt. Auch zwei gute alte Copien sind bekannt. Die heil. Jungfrau mit dem Kinde auf dem rechten Anne und einem Buche in der Linken, sitzt in einer Altarnisohe. Rechts unton steht Joseph und gegenüber oin Bischof. Das Monogramm am linken Fusse der Madonna «rieht ron der gewöhnlichen Kenn etwas ab, indem der Buchstabe S kleiner als sonst ist. Bartsch hält das Blatt für die Arbeit eines modernen Künstlers, der das Monogramm darauf setzte, um dein Stich mehr Geltung zu verschaffen oder um Itafael Sanzio als Erfinder zu bezeichnen. Heinecke, der das Blatt dein Marco da üavenna beilegt, nonut den Polidoro als Erfinder. II. 9 Z. 8 L., Br. 6 Z. 10 L. St. Michael, den Dämon zertretend, nach RafaeJ, FL '.) Z. 5 L.> Br. 6 Z. 11 L. Es giebt eine mittclmässige, gleichseitige Copie mit demselben Monogramm. Entollus und Daros, zwei Gladiatoren, im Wettkainpfo mit dem Ceatus. Nach Uafaol. H. 11 Z 4 L., Br. 10 Z. Trajan im Kampfe gegen Z. 4 1,. Die späteren, schwächeren Abdrucke tragen dm- LiagnU ilella Morto, am Apfrubr MawilisMo's. Nach dem Falle lies Letzteren lieh er mit seinem Freund und Lehrer EaLsooe. Dieser wendete sich nach Frankreich, während Balvatof sich in Rom wieder uiederlieis, wo er es rasch zu Ruf und Wohlstand brachte. Später nach Florenz berufen, erwarb er sich durch seine glänzenden Talente und liebenswürdigen geselligen Eigenschaften in bohuni Grade die Gunst des grossherzoglichen Hufes. Nach neunjährigem Aufenthalte daselbst kehrte er nach Rom zurück, im er am 15, März 1(>73 sein Lehen beachloss, Salvater hat sich in allen Gattungen der Malerei versucht. Er geizte hauptsächlich nach dem Ruhm eines Historienmalers; doch machen sich seine Vorzüge, die kühne poetische Erfindung wie die resolute, lebendige Behandlung, auf anderen Darstellungsgebieten geltender. Am wahrsten und ergreifendsten wirkt er auf landschaftlichem Qebiete Obgleich hier halber Autodidakt, eeigl er sich doch mächtiger inspirirt, als in allen übrigen Gattungen. „Abendliche, ofl tornig beleuchtete Pelsgegonden und schroffe Meeresbuchten, unheimlich staf- tirt. sind Anfangs sein Hauptgegenstand; dann erheb! er sich zu einer ruhig grandiosen, durch bedeutende Formen und Ströme von Licht Überwältigenden Art, Dazwischen oder später malte er jedoch auch frechere Uravourbilder und kalte, sorgfältige, grosse überfüllte Marinen." (Jae, llurekhardt's: ,.(ücerone.") Zahlreich sind seine Gemälde, über welche das Künstler-Lexikon nähere Auskunft giett) seltener kommet! Zeichnungen von ihm vor. In .einen späteren Jahren ätzte er in Kupfer: seine derartigen Arbeiten gehören zu den vorzüglichsten der italienischen Maler und sind in ganten Abdrücken ziemlich selten. Die ohen mitgothoilten sieben ersten Monogramme sind Gemälden und Radirangen des Meisters entnommen. Das achte Zeichen steht auf einem Stiche: der verlorene Sohn, nach S. Rosa, von J. M. Michel. Das neunte /eichen findet sich auf einem im Geschmack Resa's radirten Blatte von D. V. ßenon, welches eine militärische Carrikatur enthält.. Der Künstler scheint sich in trügerischer Absicht dieses Monogramme» bedient zu haben, Was die Radirungen betrifft, so zählt Bartsch Im „Peintre Graveur" SO Blätter auf. Dieses Verzeichnis* ist neuerdings durch den Inspector (!. Meyer in Hamburg completirt worden. S v. Zahn's: Jahrbücher für Kunstwissenschaft, III. Jahrg. p. 221) II' Wir geben diese Ergänzungen als: Supplemente zum Pcintrc-Graveur und Künstler-Lexikon. 87. Jason, nach rechts gewendet, giesst mit der Kochten den Trank über den Drachen aus. Dieselbe ('omposition wie Ii. LS von der Gegenseite Unten link tl bern Thcil niclit ganz lvin. II. 5 Z. 3 I,., Hr. 3 Z. 3 h. 97. Vorn auf einer Bank sitzt, ein Mann, vom Rucken gesehen, und stützt die erhobene Linke auf i'inrn Kocher. Rr trägt eine hohe Mütze mit I'olzrand. Links vor ilnn steht ein Krieget mit Federbarett, und rechts ein Mann mit spitziger, zottiger Kopfbedeckung nnd langem herabhängendem Schnurrbart. Das Zeichen steht unten links. Nicht glücklich geätzt, H. 5 Z. G I,., Hr. 3 Z. G 1,. 98. Kin stehender Mann in einem grossen Mantel. Kr ist nach links gewendet , hliekt vnr sieh nieder und hat die Linke hinter sieh ausgestreckt, während er mit der verhüllten 1,'eehten den Mantel auf der Brust festhalt. Die Beine sind nackt, nnd auf dem Kopf trägt er eine hinten herabhängende Tuchkappe. Ohne Zeichen. |[. 5 Z. 2 1,., Hr. 8 Z. 5 I,. 99. Ganz ähnliche Figur, stärker goätzt. Statt der Tuchkappe trägt der Mann eis Hand im Haar; der Himmel ist nur durch wagerechte Striche angedeutet etc, Der Künstler hat über die Figur einzelne Kritzeln gemacht. II. 6 Z. :•) I,.. l!r. 3 Z. 6 I,. 100. Stehender Krieger, wie 1!. 31, mit kleinen Abweichungen. hie Luft ist durch horizontale Striche angedeutet; der Degen hinter der Höfte fehlt, ebenso die Verzierung am Helm und das Zeichen des Künstlers. Ebenfalls Uberkritseh. H. r> z. 2 L'„ Hr. 3 Z. 4 L', 101. Stehender Krieger, wie H, 33. doch sieht man hier rechts etwas zurück noch eine zweite Figur, auch trägt die Hauptperson einen Degen etc. Der Firnis» bat beimAetzon allenthalben losgelassen, daher die Ratte sehr schmutzig erscheint H. 5 Z 3 L., ISr. 3 Z. 4 1,. 102. Steheader Krieger, wie H 32. jedoch trügt die Figur zwei Federn auf dem Barett; der llimmel ist fast ganz mit horizontalen Strichen bedeckt, Stuck und Schwert kreuzen sieh, während sie in dem Mm It. beschriebenen Blatte parallel laufen etc II. 5 Z. 4L., Br.BZ. ÖL. 103. Dieselbe Figur von der Gegenseite, stark geatzt und mit vielen kleinen AetzQecken. Unten rechts ein kleiner Baumstamm mit einigen Zweigen und links das Zeichen. II. 5 Z. 3 1,.. llr, 3 Z, 3 I,. 104. Dieselbe Figur, aber ohne Degen; dagegen sieht man etwas zurück gegen links einen zweiten Krieger mit einem langen Stalle an der Schlüter, der mit der ausgestreckten Linken vor sich hinzeigt. Das Zeichen steht unten links. II. 5 Z. 5 l,„ Hr. 3 Z. G I,. 105. Stehender Krieger, wie B, 44, weniger fein, aber kralliger geätzt. Der Degengriff endet in einem Knopf, in dem von I!. beschriebenen Blatte in einer viereckigen Platte; im oberen Theil des Schildes ist eine Kreuzsohraffirung etc. ohne Andeutung des Himmels und ohne Zeichen. II. 5 Z. 5 I,.. llr. 3 Z. B L, 106. Gegen rechts sitzt ein behelmter Krieget, fast vom Kücken gesehen, auf einem Stein. Sein rechter Arm ruht auf einem Felsstuck, und die ausgestreckte Hinke zeigt in die Ferne. Vor ihm. tiefer, steht ein bärtiger Mann mit Mantel und Mütze. Das Zeichen steht am Stein unten recht», II. 5 Z. 3 1,.. Hr. 3 Z 5 L. 107. Kin Krieger sitzt auf einem Stein rechts, stüzt die Linke auf sein grosses Schwert und spricht zu einem vor ihm stehenden | R. Nr. 267 268. 68 Kameraden. 11 intrr diesem bemerkt msn einen Mann im Maate! Pas «eichen stehl am Stein nuten reohts. II. B Z. 8 I,.. Dr. »Z, 5 L. Ef ist dies Blatt die»elbe Composjtion wie B. 66, aber von der Gegenseite und viel feiner nnd .schöner radirt. Da* von H. beschriebene gehört überhaupt zu den rohesten des ganzen Works, and der Künstler bat es wahrscheinlich nur gemacht. um unser etwa« schwach geätates zu ersetzen; denn die älteste Ausgabe dieser Figurenfolge enthielt «nser Blatt und nicht das von 1!. beschriebene. Wir haben eine solche "" »lton, gleichzeitigen Pergamentband vor uns. Ks sind immei zwei Platten auf ein Blatt abgedruckt, und daher hat das Ganze ein quer- r °«o Format; das Wasserzeichen, welches sich freilich stets in der Kitte zwischen den beiden Platten befindet, zeigt einen springenden Hirsch in "»"•ui Kreise, aber welchem ein P. 108. Drei menschliche Schädel. Der obere, von vorn gesehen m 't geöffnetem Munde; der mittlere von unten, und der Untere, mit, gesohlessettra Kinnladen, im Profil naeh reohts. Unten rechts das /aiehen »erkehrt. II. 5 Z. 3 IV, Hr. 3 Z. B IA 109. Drei Ochsonsehädol. Per obere OB face', der zweite links. «♦Was naeh reohts gewendet. Zwischen Leiden der dritte flüchtiger angedentet: Das Zeichen unten reohts. Bbeh«». HO. Oben links ein Gesiebt: recht» daneben (du sti.nw wefer drei kleinere Thlerschädel, Das Zeichen unten links. Bbej had lenso. 267. SK. Salomon van Ruisdaol, Kandsehafts- und Beemalor, Binder Op Jacob Ruisdaela. Kr bildete Bich naeh K. van de Velde v/\_ • und trat im Jahn; 1623 in die Lukasgilde zu II ..... dem. Aus v -' letzterem Grund« ist die Zeit seiner Geburt fiel weiter hlnanf- znrüoken, als man es bisher gethan hat. etwa. Ms zum Jahre 1600. Im Jahre 1428 erwähnt ihnAmpnng als einen hervor- ragendon Landschafter seiner Vaterstadt Pas frühest« unter seinen «wlrton Bildern ist. naeh W. Bodo, jedoch ersl aus dem Jahn 1631. ■ui Jahro 1617 gehörte er zu den Kommissaren, 1648 war er Präsident ;ut Ukaggilde; 1669 fuägirtt er nochmals als Kommissar der (lüde. «Wischen den Jahren 165'.) und 1666 vorsah er das städtische Amt eines jyijkmooKt,.,. wi,. ,iie ganze Familie Buisdael geMrt« auch er zu der «*t« der Mennobitei. Kr stob Kndo Oclober des Jahres 1670 Naeh uen Kosten seines Begräbnisses und dem Betrage dm' Personalsteuer. U,,I, -1 ..... r zahlte, ist zu schliesscn, dass B. Iviiisdael in sehr günstigen v "nni,.;ensvcrhaltnissen lebte. Das obige Monogramm kommt auf einem Hilde vor, welches Her otanmhing Qsell zu Wien angehörte. Mit den Initialen ist ein Beestück des Antwerponer Museums bezeichnet. Die übrigen Signaturen, deren sich der Künstler noch bediente, thellen wir weiterhin unter S.V. U, mit. 268. Dieses Ze ie, he n, wehdies aut einem Holzschnitte steht, gehört einen unbekannten Formschneider der Druekerei des Christian KgenoVph in Frankfurt an, Dieser berühmte Buchhändler veröffentlichte von 1522 an verschieden« Bücher mit Holzschnitten; und hatte zu diesem Zwecke einen Wichtigen Xylogfaphen zl| r Hand, welcher unter obigem MonograntaM seinen Namen der Vergessenheit anheimgab- Wir linden es auf dem Titelblatte folgenden Werkes: OErithts ünhnung vnnd Protest , ütääu/facr Ubiuujcii, «fit He /itmä.isiji n deren Grund viul klarer ameyij in Keyserlithcn 54 SR. Nr. 269—279. vnnä (ieystlichen Fechten. - zu Franckfurt am Meyn bei Christian Egenolphen. M D.XXXf. kl. fol. Der den grdssten Theil «los Titelblattes einnehmende Holzschnitt stellt eine Gerichtsscene vor. Oben in der Mitte sitzt der Richter, links am Tische ist der Schreiber in Thfttig- krii, iiml rechts vertheldiget sich der Angeklagte. Vorn ansserhalb der Schranken sind andere Gruppen von Figuren. Das undeutliche Zeichen bemerkt man um Rande rechts, wo der Mann mit der Lanze heraus- sebreitet. H. 4 Z. 3 L., Br. 4 Z. 6 L. l>as Blatt ist in Zeichnung und Schnitt lobenaworth. Her Meister hält die Richtung des Jakob Bink ein, und könnte! derselbe sein. welcher den Titelhokscbnltt zu Peter Apian's [astramentbnch, Ingolstadt 1688, geschnitten hat. In neuerer Zeit wurden aber die Holzschnitte dieses Werkes dem J, Bink selbst zugeschrieben. Inden Drucken aus der Eganolph'schen Offizin findet man auch verschiedene Holzschnitte, namentlich blattareite Vignetten mit, Darstellungen aus dem Alten Tester ment.o und der römischen Geschichte; sowie Zierleisten, welche von der Hand unseres Anonymus gearbeitet sind. 269. Nagler fand dieses Monogramm auf einer Hundzeichnung in Rothstein: Christas mit der Siegesfahne, segnend, und y< zwar mit der linken Hand. Die Zeichnung, in der Kupferstieh- ^ Sammlung zu ftrlangen, schien Nagler von einem deutschen Künstler des 17. Jahrhuiulcrls herzurühren. 270. Robert Robinson, Maler, Cunstverleger und einer der ersten ^_ Arbeiter in Schwarzkunst, war in England gegen Ktule des ff) 17. Jahrhunderts thätig. fK Brnlliot I, 8106, fand das Zeichen auf einem Sehwarzkunst- blaitc dieses Künstlers: einer Landschaft mit einem Jäger und zwei Hunden, und erklärt das Monogramm mit i;. s oder B. F., d. h. mit b'otiinson sculpsit oder RoMnaon (seit. Das Monogramm möge, obgleich es nach unserem System an eine andere Stelle hingehört, hier nachträglich noch eingereiht sein. 271. Unbekannter deutscher Kupferstecher. Passavant sah mit diesem Zeichen im Cahinet zu Paris eine ('opie des Traumes von A. Dürer. Das Weib isl links, und rechts geht Amor auf Stellen. Im Grunde ist Landschaft nnd ein liegen. 11. 42. 10 1.., Fk.8Z.tL. & 272. Nach Hälfe, ll p, 187 und p. 105, hatten sich die beiden Raphael Sadcler, Vater und Sohn, dieeerBeseiohnang auf einigen ihrer Stiche bedient. Die uns bekannten Signaturen derselben ■ind bereits gegeben worden. & 273. I'assavant erwähnt in scinei' ,. 'h'iumtreise durch England und Helgicn" ein Gemälde der Sammlung des Prinzen von Uranien in Brüssel, welches dem Itafael zugeschrieben ward und dieses .Monogramm trug. Das Gemälde war ein Porträt • £)V^ (Brustbild) des naneesoo renal, genannt il Pattori', des Schüler* RafaeTs, Kr hält in dar Linken einen Brief mit der Aufschrift: Dom Prafin Peuiii Plorenliam. Das Monogramm, am Tische angebracht, hielt Passavant für eine neuere Zufhaf, nnd es dürfte auch in dieser Fora nirgends weder vorkommen; indessen fand der genannte Kanstgelehrte doch das Porträt in Raphaela Weise behandelt. Dasselbe befand sieh früher in der Sammlung l.ucian Bonaparte's und SR, Nr 274-279. 155 w vonTeata für da« folgende Wert gestochen worden: Choix de« gra- luirs a renn forte, d'aprls Je» ptiitture» original*» et ks marbrts de '« nael, 1C23 dort gefertigt sind. "'«• Marke der P»yence-Pabrioation von Konen, am du lab 1755. S^V 76. Marko auf Fayencen vonTournay in Belgien. Dl« dortige Fayence-Fabricatien Lässt .ieh bis gegen 16W zttrück verfolgen. 277. Di,.so Buchstaben bedeuten Stephanns de la BiTiere. Man findet sie auf denHolzschnitt-HIustrationen eines anatomischen Werkes, welches betitelt ist: De dlssectione partium corporis humani lil>. III a Carlo Stephane (Charles Rstienne) Doctore medico editl. Ilna cum Hgnria et incislonum declarationlbus a Stephano Rlvefio Chirurgo composltis. Parisiis apud 81- niononi Colinaouin 15 1 •"•. Fol. Kino franzöaiche Ausgabe dieses Buches erschien 1646. Einige Platten in dorn Werk« sind von Joliai, und Woeriot geschnitten, 278. Unbekannter Kupferstecher, welcher an Anfang dee M. Jahr- j, bunderts lebt» und iu den Nachahmern ode* Coolsten des Martin Schongauer gehörte. Wir haben seiner unter dem Monogramm u ih Vb erwähnt,« da ihn Bartach VI, !'■ ,,l!l mit diesem Meister i in München 1503. Bi hatte einen Sehn, Namens Simon, Welche! Kiinsl ler war. Wir linden seiner in einem allen Register der Münchener Zunft erwähnt,, doch ist nicht angegeben« ob or Maler oder Bildhauer war. Vielleielii folgte er dem Berufe des Vaters, 280. Sebastiano Ricci, Maler und Badirer, geb. 1662 zu Venedig) gest. 1734 zu Reihum. Ueber sinne lahlrewhdb Gemäldfc, Q Q \en denen viele gestnehen worden, handelt, das l.exieen. Der Künstler hat alieb radirt. /war linden sieh bei Itarlsch keine derartigen Arbeiten,, aber Nagle« Eifert ein Blatt auf: Per bl Benedict und seine Sefcwester Schotoetioa, dai>ei in Ver» ehrnng 8t.Peter andSt.Panl, St.Bbohaa and andere Heiligen. Die hl. Jungfrau erscheint oben recht* in Wolken. St.Benedetto IVstilen/a. (Alten links H (Bastiane) Rjcoi, (ir. Pei, Im ersten sehr seltenen Drucke dieses Blattei fehlt die Insehrilt. Diesem Blatte ist. Iloeh ein /.weites a iizuloiheii ; ein seltenes Blatt, Welche*, in der Manier des rialest ruzzi radirt, dem S. Ricci neuerdings mit Recht zugeschrieben wird: St. Andrea., st. Fabio AI. In ganzen Figuren sieh die Hände reichend. Fol. Das Blatt trägt die obige Bezeichnung. 281. S. Rah, Steni|ielsehneider, war vormiitlilieh um 1598 in Frankfurt a. M, für Buchbinder fhatig. S R Börner fand ein Eieeanlar der Optra omnia /'. .1. Mattliioli id. (', Baiiihino Vrancoftuti 1599, gr.fol,' we auf dein Kinhande die Wappen des r.>m is<-ln-i I Kaisers und dos Herzogs August von Saehsen eingepresst sind. Die Stempel Bind in Zeichnung und Seiiniii beachtenswert«, und Borner glaubt dieselben dem obengenannten Künstler zuschreiben zu dürfen. Die vielen schmalen Ver- sierungsleisten enthalten Arabesken und Einderfiguren, welche ebenfalls gut gezeichnet sind. Das genannte Buch erschien bei Nicola us Hassans. 282. Unbekannter Kormschnpider, woteher in der zweiton Bftlfte des vorigen .lahrliiinderts in Nürnberg oder Augsburg thatig war; ™ wenigstens arbeitete er für dortige Verleger. Sein Zeichen statt u. A. auf der Vignette des Nürnberger aDgem, Gesangbuchs von 1769 und auf einer Vignette am Anfang des !>. Randes v.ni Sartnri: sjbriss der AUgem. Kirchengeachichte. Augsburg 17it7. (ieringe Arbeiten, 283. S Rigand, Verleger zu Lyon im 17. Jahrhundert Er halte zum Kmhlein ein Ftuchtbäumchen, von der Senne Beschienen Ana" Von einem ilanubenstehonden Manne begossen, mit der Umschrift: Donec Optata Veniant Bigabo, Unter dem Bäum- i Im n stehen auf den Boden die, liiiclistiiheii S. I,\ 284. S Roy, ein niederländischer Künstler aus dem Anfang dieses Jahrhundorts. C ~R, In der Sammlung du Bosey befand sieh \,m ihm eine schön durchgeführte Aquarelle, welche mit den Initialen und der .lahres/.ahl I8Q9 lignlrt war. Gegenstand der Darstellung; war: Der Halt der Spitze eines I leeret heiles mit dem Fahnenträger, Offizieren und Ijesehül/eii im Coslhni '\<-> drcissigjälirigon Krieges unter den Mauern einer allen Yesto. 285. Mi( diesen üllehstaholi Zeiellllele der herzoglich hraun- u i> «.•hweigiuehe Medailleur Stephan Reinhard, dessen Arbeite» "' n ' zwischen die Jahre 1704 und 1710 fallen; doch kommt auch, wie bereits erwähnt, das R allein als Bezeichnung arrr seinen Münzen vor. S R, Nr. 286 -291. 57 Ferner findet man mit S II bezeichnete (ieprüe;e, in wlchm der arstere Buehstaba den Münzward Sigmund Scholz und der /.weile den Mürumeiater Georg Nicolaus Riodncr in Nftraberg, 1704 --1770. bedeute^ 286. Stephan Rauh, Landschaftsmaler, welcher, aus der Schule t , L. Richter's hervorgegangen, von ungefähr 1810-55 in Dresden O. 11, thätig war und jung daseibat gestorben ist. Wir kennen von iIim breit ..... I schön behandelte Aquarellen, mit dem Cursjven s - #. oder auch St. ß, bezeichnet. 287. Unbekannter Goldschmied dea 16. Jahrhunderts. tDie Marke kommt auf zwei Stvaiisseneier-I'.ikalen der k. k. Sehatakanunei zu Wien vor. Die Pokal« sind mit vergoldetem Silber gefüttert; die Krönung des Deckels bildet ein silberner Strauas. Fassung und Fnss sind aus vergoldetem Silber. Sowohl am l'uss als Decke] [et der österreichische Bindesohüd als lies, hauzeichen and daneben die Marke des Goldschmiedes eingeschlagen. 288. Unbokannter Giessor, welcher n Fbrohheam thätig war. „ Von ihm befindet, sieb, mit S. K. und der Jahroszah] 1571 ö. lt. bezeichnet, ein Giisswerk im Dom zu Bamberg: das (.irabma.l des Domherrn Kaspar von Berg, Vgl. Nr. 279. 289. Theodor Stockmar, Stempelachneider und Münzmejater in vSp. Düsseldorf, von 1805-1818, bedient« sieh dieses Zeichens. 290. Salomon van Rombouts, amh Romhout, Landschaftsmaler. welcher gegen Ende des 17. Jahrhundert« zu Haarlem J> T) thätig war! Er wird in einer Mitgliederliste ,1er Ilaar- Äj-X). lenicr Malergilde 1702 als bereits versterben aufgeführt. W. linde, vergL dessen Künstler von llmirlau in der m Zeitschr. f. bihl. Kunst 1872, schreibt dem Künstler J\ „ folgende Bäder m: eine Eislandschafl in Hamburg J^O'*! OO'btv Nr. 282. eine St randlandsehaf! in Leipzig Nr. 381 und zwei Landschaften in der (ialerie zu Schlei»- '"''»I . tun denen die eine mit obigem Monogramm bezeichnet ist. 0. Kiseninann reiht diesen IUI,lern in einein Bericht« über „die Ausstellung von Gemahlen alter Meister aus dem Wiener Privatbesits,' Zeitschr. f. Iiibl. Kunst. 1874, noch eine Landschaft aus dem liesitze von ■'■ Klinkesch an, welche mit S. v. und It. Verschlangen sigmrt ist. Wenn sich Bombouts sonst theils selbstständig, thoüs als Nachfolger ,||,s Sab,m,m K'uisdael zeigt, sieht man ihn in dem letztgenannten Bilde «hter der Einwirkung Jacob Rmsdael's. Dieses Verzeichuias von Arbeiten unseres Meisters wird in der Kunst-Chronik von 1874, Mr. 1>. »°n Wilhelm Scbmidt vervollständigt. Welcher zugleich die obige zweite Bezeichnung mittheilt. Dieselbe befand sich auf einer .Landschall In Rotterdam , die leider verbrannt ist. 291. Diese Inschrift findet sich auf den (icialde eines unbekannten deutschen Meisters in der — *V*R R-f'Pm WTC __ (ialerie zu Dresden. Die ligiireiirn, In orrvßt I WHVt CompositionsteUtdieGefangeiuiehmung Christi dar NichNiiick Die Inschrift i.-t auf dein Hute eines der "■'scher aneebraelit Sie ist bis jetzt unerklärt geblieben und wir müssen es dahin-estein lassen. OB wir es liier mit einem Kiinstler- ''■ei-lien zu t liim haben. 58 SS. Nr. 292—295. 292. Sigmund Ludwig Uuhl, Maler und 8t»■her, geb. 1794 zu Kassel, wurde von seinem Vater, dem Bildhauer J. Ch. Ruhl, t l)_J in die Kumt eingeführt, befrachte spater die Akademie ,_) [T |^ seiner Vaterstadt und ging dann zu seiner weitern Aus- k_/^ büdung nach Italien. Im Jahre 1832 wurde er Direelor der Kasseler Gemäldegalerie, ebenso wurde Ihm weiterhin, mit, dem PrHdieatc eines Geh. Hofrathes, die Direction der churorinz» liehen Bibliothek zu Wilhelmshöhe übertragen. Buhl hat zahlreiche Oelgemälde geliefert Über Welohe sieh das KUhstler-Leilcon verbreitet,; aueli mudellirte er, SO u. A. vier allegorische Figuren für das Ntände- li.-ius zu Kassel. Hauptsächlich alier machten Ihn seine Shakespearo- Composttionen bekannt. Er hat niese Zeichnungen selbst radirt und gestochen und dieselben von 182(1 an mit engösehem, l'ranzösisehom und deutseluun Texte bei Brockhans in Leipzig herausgegeben. Nur diu f'emimsilioneii zum Othello hat 1832 L, Druofcei radirt. Auf verschiedenen dieser Zeichnungen sowohl wie auf (iemälden wird man das mitgetheiRe KoMgramm finden. Diese beiden Zoiehen worden, das erste von Bartseh, das andere von Brulitot, dem Lambert Lninba rdus von Liittieh ungeschrieben, einem Maler, der im vorigen Bande unter Nr. 1173 eingeführt worden ist. Wir verweisen hinsieht lieb des Namens und der Lebenszeil des Meisters auf jenen Artikel. Ob die Monogramme dem Lombavdus angehören, bleibt sehr zweifelhaft, Bartsch und Brulliot stützten sieb jedenfalls bei der Deutung Monogramm wurde dem Maler Jabann Friedrich Siihelbeiu aus Memnüngen zugeschrieben. Brulliot, 1. Nr, 3131. giebt es mit geringen Abweichungen als jenes von Sichelbein; durch die Bemühungen Börner's wiesen wir aber, daes St. Sra&cJi auf dasselbe Anspruch zu machen habe. Börner fand es auf Zeichnungen desselben vor, und selbst dann, wenn Strauch den Namen ausschrieb, sind die beiden N verbunden. Auf sohdie Weise bezeichnet ist ein kleines radirt es Bildniss des Goldschmieds Johann Beinhold Müh! von 1(175, uml dann das uuhonannte l'orträt des Kapellmeisters Daniel Kberlein. Das erste dieser beiden Bildnisse schreibt Panzer irrig dem Georg Strauch zu Auf folgenden Blättern findet man das Monogramm: 1. Das Bildniss des Nürnberger Musikus Kok mit Pelzmütze in Dreiviertol-Ansieht nach links gerichtet , wo mau sein Vieloncel sieht. Links unten ist, das erste Zeichen, II. 3 Z, 1 L., Br. 2 Z. SS. Nr. 296-299. 59 2. Das Bmstbild eines iili licli.ii Manne» mit Pelzmütze, iti Drei- viertc'l-Ansielit nach links, WO man das obere Kndo eines an die Mauer Belehnten Violoncet« rieht, lieber diesem' rnttfumente ist. «las zweit« Monogramm im Sehatten angebracht. Im Uritorrande sind die Bnch- -; ;l1 "'" .1. (j. Ei, welche den Namen des Musikers andeuten. Johann Georg Eek, welcher oben in jüngeren, hier in älteren Jahren dargestellt 1Rt - II. 3 Z. mit, 6 L. Hand', Kr. 1 Z. 10-11 L. 3. Bnu^bild eines in Dreiviertel- Ansieht nach links gerichteten «annee mit langen Haaren und Schnurrbart. Links nach unten an der Man« steht, im Schlagschatten da» nicht seht deutliche! dritte Monogramm. Im unteren Rande deuten die Buchstaben J. A. H. den Rechenmeister Johann Georg Hoffmann an, II. 2 Z. 4 L. und 6-7 L. Hand, B». 1 Z. 10 L. 296. Mit diesem Zeichen ist ein mit Kreide auf8tein gezeichnetes c f\ Hildniss der Sängerin Clara Mezger-VespernMWB ver- \\ /Co SD • ,ö /- Stuntz, Ober welchen wir im KünsÜer-Lexicon XVU. p, 522 Nachricht gegeben haben. Wir wissen nicht, »ie die beiden S fttr Stuntz passen. / 297- W. Y. Ottley Hihrl ein deutsches Blatt mit der Madonna. und dem Kinde' und diesem Monogramme auf. Ob die Form des letzteren genau ist, können wir nicht angehen. $ ..!.- S6" hunderte, ist doch wenig Sicheres über sein Leb« uftd „„ Schaffen bekannt. Fr war der Dieb Uttgssd...er des. I . -1.SS' Poruzzi, wendete sich spater „ach Venedig und wurde TSA~^~: 1541 von Franz I. wegen des Schlossbaues von D- J ^ ^ taiuebleau „ad, Frankreich berufen. Der Hau hat im '••"if der Zeit so grosse Veränderung erlitten, dass man kaum neb, »»gen kann, was daran den, Soriio angehört. Kine bescheidenere Natur il»4er el„.,.falls in Fontaincbleau anwesende Callim, sagt Hterfto w seinem »chönen Werke über Architektur nicht, was er gethao hat H» 60 8 fk Nr. 300 302. Sicherheit kennt man von ihm nur Baanrojekte, cUi meistens nicht zur Ausführung gekommen sind. Sectfo starb 15<;8 n Lyon. Agostino da VenenuM stach nari Bertio eine Felge von neun Blättern; Kapitale] Baten und Simse rtirrinrihnii, inntootinn und korinthi- Bclteo Styls, Die Blätter sind ausser mit A. V. mit S. H. bezeichnet nii< I werden von Hartsch XIX p. 383 beschrieben. Doch weise letzterer die Bocbttaben 8, 1!., weiche Sebastian.. BevonJeaeia hetasen, nicht zu deuten. Die beiden Blätter, welche dae oben von uns raitgetheilte Zeichen tragen, durften zu derselben Folge gehören, sind aber ton einem Anderen und wahrscheinlich von Serllo selbst gestochen. Sie enthalten das Kapital und die Hase einer korinthischen Säule, Dein Kapital sowohl wie der Hase sind Maassc beigefügt, Hr. 6 Z. 6 L, H. 6 Z. 4 L. Die beiden Blätter werden von BroniÜet, II. 2521). erwähnt, der jedoch die Buchstaben S. S. nicht zu ontzill'eru weiss. 300. Unbekannter Kupferstecher, welcher lande des 15. und ^_ Anfang des 16. Jahrhundertl in Deutschland ihälig war. •r -f- ^ ^ Die beiden Zeichen linden sieb auf folgenden von Barteh **** » * *•*' VI, 408 und I'assavanl II. IG 1 aufgeführten Blättern, Die hl. Jungfrau mit dem Kinde auf dem Arme, weichet eine Hirne in der Hand halt, Cöpie nach Martin Sehongftuer. II. 6 Z. 6 l>., Hr. 4 Z. 7 \, Die hl. .In iiltI'i m ii mil dem Kinde. in einem liefe sitzend, Khenfalls na.di SeheiiKauer. IT. 6 7. 2 Ei., Hr. 4 7. 4 L. Die hl. Jungfrau mil dem Affen. Kopie nach Dürer. II. 5 Z. 7 L., Hr. 3 7. 7 L, Die drei Genien. Copie nach Dürer: von der Gegenseite wie das vorige Blatt. II. 4 7. 8 I-., Hr. 2 7. 9 L. Wahrend die zwei erstgenannten Blätter das Zeichen in verkehrter Stellung enthalten, stehen die Buchstaben 8. 8. auf den beiden anderen Blättern in der üblichen Schreibform. 301. Salomon Savry, nicht Simon oder Sebastian, wie sein Vorname zuweilen irrthüinlich sieb aagegntxK) Batet, Zeichner S. S. und Kupferstecher, welcher in der ersten Hälfte des 17. ,labr- hiindcrts zu Amsterdam blühte. Van der Kellen erwähnt im Katalog der de Ividdcr'sehen Sammlung ein Blatt, welches der Künstler 1610 im Alter von seehszehn Jahren gestochen und mit: Salomon Savcry bezeichnet hat. Häufig auch schrieb er seinen Namen: Savry. Er stach Hihlnisse. einige historische Darstellungen, GearestUcke n. I. w., nach eigenen und anderer Künstler Zeichnungen. Die Bildnisse, dann die t"o|iien nach 1,'einbrandt u. A fanden vnnj.dier viel Heifall. Ueber- hau|it biete! das Werk des lieieteri nel bäWra n a a a ts a und Seltenes. .Sehr geschätz! sind, wegen der goistreichon Behandlung, besonders die AetzungeB. Einige Blätter Barrys, sind mit obigen Initialen bezeichnet, 302. Mit diesen Buchataben zeichneten folgende Stempelschneider S. S. und Munzbcamte: Simon Schnell, Munaneister, in irblsen 1735, in Stuttgart 1744 1745. Siegmund Scholz, Wardeiu in Nürnberg, 1711—176). Schröder, MtBcdireetar* und Schilling, Münzverwalfor in Hn.\- reuih, 1764. Schwingerschuh, Mtasmeitter, und Stöhr, Wnnlein in trtig, 1766 — 1780. SS. Nr. 308-308. 61 «JIM. Zeichen a ii I' Wa ffe n il it Fe lim ge ric h t. c. Dasselbe ist Sp, einem im Museum zu Bigmaringen befindlichen Richt- .S. sekwerte entnommen. Die Klinge ha< drei eiselirto Ringe, ' deren mittiefer ein griechisches Kreuz mit vier Halb- "".""li'n seigt, während die beiden anderen Jeder ein S enthält. Die "H'iilei, Buchstaben seilen Sacrificiitm Sanctum bedeutet!. dU4. Stempel zweier englischer Goldschmiede gegen Knde. des cj^> [gei 17. Jahrhunderts. dUo. Auf einem Formsehnitt des .Tost Amman, das Wappen q t der Qeuder von Heroltzberg vorstellend, Rndel sieli oben O. O. A. A. eine Bchriftcartouche mit den Buchstabe« S.S. A. A. Die Buchstaben sind früher öfters falsch gedeutet und sogar, d* in den ersten Abdrücken Amman'* Zeiehen fehlt, als Künstler- Bezeichnung angesehen worden. Sie sind jedoch mit Sola tipes Atit ■A/'fliclOt, dem Wahlspruch der Geuder, zu erklären. 306. Unbekannter Formschneidor, aus der Crauach'achen Schule. Blätter mit diesem seinem Zeichen findet mau in : Die 7v CA Propheten alle Deutsch. D. Marl. I.idh. gtdrucM tu O -vJP Wilteuberq durch Uans Lufft. MDXL11I. Fe* '»»'^ Werk enthält 68 Formschnitte, von denen einige beistehendes Monogramm tragen, Höhe des Titels mit dem SündenfaJJ HZ. 1 ],.. 1!,-. 7Z.8 1, : - Der knieende Prophel mit d<..... loche um den Hals. Inten links auf einem Zettel das /.eichen und iu der Mitte die Jahreszahl 15,34. "• 4 '/,., 1!,. 5 Z. 0 1;. Die (jesohiehte der Susanne Rechts am Baumstamm ist (las Monogramm, links an der Mauer die Jahreszahl 153;!. II. 4 /., Itr. r> z c, l, »Ott Vater auf dem Throne mit den vier geflügelten Tlueren. H. 0 l„ ltr. (i Z. _________ Dasselbe Zeiclien mit der .Jahreszahl 1534 findet sieh noch auf "'»cm von Brulliot und Passavant beschriebei..... Formsehnitt: Dcr'l'rauni des Nclmcadnczar. Vorn rechts sieht man ,,o olossal- Gesta* eines Fürsten, dessen gekröntes Haupt sich in die Wolke,, vei- «•rt. Im Hintergrund erhöht sich ein Palast mit einer Kuppel in welchen man aufsei, ....., Kette den Nchucadiiczar erldickt. dem Danud den In,,,,,, deutet; H. 4 Z. 1 \,., Br. 5 /,. f. 1,. ., Das Zeiehen wird von Einigen dem Peter Salzburger zugeteilt, ?ön welchem bereits die Bede war 307. Die Zeichen zweier lilumomnaior an der PorzollannraimlVlur ,C52, rechte das °Mge Zeichen. Das Blatt ist »bor nicht von 1552, sondern aus dorn vorigon Jahrhundert, da das Costttm der Affen darauf deutet. Obgleich •las Zeichen mit, dem oben mitgetheiltea Moaogramm Bimon Thomaeain's ziemlich übereinstimmt so kann das Matt doch nicht diesem Künstler »»gehören. II. 5 V, l L., lir. 7 Z. 8 L 317. Karl Staubor, Zeichner und Maler zu München, seh. 1810 zu Amberg in der bayerischen öborpfah Kr studirto zu ^T 1 (T-5V- X tern. vortheilhaft bekannt gemacht, ' '-----' Die ersten Zoiohon stehen auf den Illustrationen des „Schatzkästlohw dea rheinischen Hausfreundes von ,1. 1'. Hebel. Stattgart, Cotta, 18*6*' Die andern Zeichen auf Holzschnitten in den „Fließenden Blättern". . Da« letzte Zeichen auf einem lithographirton Blatto in der Zelt- Mnrift! Asmodi. 1853. Auch ein Gemälde, aus dem Jahre 1868, mit einem kroatischen Seidaten, welcher in GegeMWrl de« Hauers und der Iiäucm, die Schüssel '»it Kuiidelu feilen lässf, ist mit St. bezeichnet, 318. Di,. S eu beiden Zeichen begegnet man auf einem in Hol/.- M, «chnittmanier gestochenen Blatte mit den Bildnissen des «f. W Jobann und der Margaretha Luther, der Aelterndes Dr. Martin Luther: nach I, Kranach's Gemälden aul der Wartburg, Fol. Las erste Zeichen besdeht sich anf den Zeichner, S. Thon in Wei- War, da« zweite auf den Stecher, W. Müllor. , Sixt Arnim Thon. 1817 in Kiseuach gobo*», bildete sich auf der Upriger Kunstakademie i..... unter Fr. Preller in Weimar zum Genre- ""'I Landschaftsmaler aus und ist gegenwärtig noch an, letztgenannten ,)| : (l ' tliiitio ],;,- bat über 20 Blätter radirt, von denen einige ebenfalls sein hier raitgotheiltos Monogramm trafen. , In Nagte's Ktowtter-Lexikon ist ein Ueiaes Blättchen mit drei L «ndwhaftsstttdien und .lern zeichnenden Künstler selbst als oino Arooll Ihon's aufgeführt. Nach Audresen, der dos Künstlers Werk beschrieben, lsl 'lies jedoch «in Irrthin. Das Klaff ist von ('. Himmel 319. Die»« Zeichen stehen auf isildnissc, in J. A. »mmermann's: TSeriee Imaainum A»0W>t** DomueHoKne. 1773. Fol Die Samralnng enthält 151 Blätter; die letzten lo,- pinx. träts sind no 1792. Der Künstler, welcher sich obig« / Zeichen bediente, kann nur ein Copls älterer Bildnis e r^ sein. Br dürfte der aufgeführte, von lirullint [ 81*7er».....to X »onowammisl sei,,, nach welchem Jungwrrtii das M.....Iss dm r/ «'hiirfürstin Maria Amalia gostocheh hat. 320. Bernhard Stange, Landschaftsmaler, geb. n Dresden 1807, w ,„,ie orsprünglich zum (Kuban der Rechtsgelehrsam- keit bestimmt, wendete steh aber spater um 1880 in München der Kunst zu. Neben Rottmann hatte Kahl Kinlluss auf seine Ausbildung, und schon seine ersten T r fi4 8 T. Nr. 3:?1 324. Bilder, denen die hier gentoeiKro Zeichen entlehnt, wurden beifällig aufgenommen. Im Jatrre 1849 siedelte Stange von München nach Venedig llber, wo er eine Rette poesievollor. trefflich staffirter Mondschein- l'lllll'l' schuf. 321. Johann Philipp Schmit, Zeichner Und Lithqgraph in der ersten Hälfte dieses Jah'rimndefts, von ungefähr 1*20 ab, in ^)' Paris tbJtig. Kr hat ufrterAndern viele Ulätior. und ewaf in .In. verschiedensten Manieren, für Dtttemchtsaweoke, insbesondere für das Ofnanientenfach, geliefert. Das Zeichen steht auf einem Blatte, betitelt: Le menäiani. Durch ein .^ethisches Kirchenpoml schnürt eine Frau, welche \uii einem BatÜer um ein Almosen angesprochen wird, 322. Namenszeichen des ohne Arme getanen Schönschreiben und ^^ Zeichners Thomas Schweicker von Schwäbisch-Hall, ^ geb. 1541. Wir haben Über diesen gesoiriekten Künstler im ) S tf* 9? Lexikon Auskunft gegeben) VjJ llorner fand ohiovs Zeichen auf einer Schönschrift mit farbigen Verzierungen. 323. T. Schröder, Goldschmied, um 1650. T Dieses Zeichen limh't man. mit wenigen Aluveichun^en, auf Blättern mit Goldschmieds-Verzierungen im Bococoatyl, Sie sind gM radirt, aher in der Perm nicht eben geschmackvoll. 1. Eine Folge von 8 nuraerirten Blättern mit Öhrgehängen n. dfrl. Auf dem Titel steht.: T. Schröder Fecit A« l€jB0. kl. . t u. 4. 2. Mine Folge von 12 numerirten Blättern mit Ornumenten, unter den) Titel: liollwerkbüchlein tu finden in Aümberg hei Paulus Fürst, Kunsthändlern, kl. 4. Sehr selten. U24. Tobias Stimmer, Maler und 1,'adirer, gtf». 1530 zu SehalV- hau.sen, «est. 1582 in den Diensten des Markgrafen ' Q d_ v "i> Baden zu Strassburg, war einer der talent- , RA .Jy\ vollsten und Betssigsfen deutschen Künstler in der $ zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Kr malte in (-» l'Yesco und Oel, und lieferte zahlreiche Zeich- \|X'i > (j\ 1 minien insliesondere auch der Kunst inihisl rie. ^-*) ^ / (/)*^\ Wie Sandrart berichtet, habe Buhons geäussert, viid aus Stimmer's Werken gelernt zu haben. Ivs ist iiher Tohias Stimmer und die Übrigen Glieder der Kiiustler- Familie, der er angehört, bisher wenig bekannt gewesen. Weder Bartseh noch Passavant haben Stimmer gebührend gewürdigt. Auch Nagler hat sich in den ersten Bänden dieses Werkes zu irrtliinnliehen Angaben verleiten lassen, indem er SO namentlich das Monogramm Stimmer'« mit dem .Maurer's in einen nicht zutreffenden Zusammenhang gebracht. Erst Andrcsen hellt in seinem „Deutschen IVinlre-tJravour" das Dunkel sich widersprechender Nachrichten auf, giebi eine eingehende Beschreibung des Tobias Stimmer'schen Werkes und zugleich zuverlässige Daten über die Familie Stimmer. Leiters Daten beruhen auf Nachforschungen, welche der verstorbene Kunstfreund .1. .1. Amaun in Scharfhausen in den Taufbüchern seiner Vaterstadt austeilte. Demnach kam Christoph Stimmer, geboren tu Burghausen in Bayern, im Jahre 1535 nach SchalVhausen, erlangte das Bttrgerreehl alida und starb, vermählt mit Elisabeth Schneller, 1592. Dessen ältester Sohn ist unser Tobias. ST. Nr. 824. 65 «»er Glasmaler Aböl, ilor Formschneidor Hans Christoph und der Oel- jwler Joeiai sind sammtlioh Magert Mrüdor *•• ToMa». llint.-r jenem ™»ngrammieten C. 8., «Ion Nagtot im zweiton Hand unter Nr. 669 als 'hristoph Stimmer einfuhrt, dürfte ein anderer »ooh unbekannter Künstler (Andrcsen vonnuthot Christoll'ol Schwvtzer von Zürich) zu suchen sein; jn Hau ChrUtoph Stimmer ist dabei nicht zu denken, da er min »lätt« anders si^nirt.-. und zu der Zeit, als die meisten der von Nagler M%HUirt«n BUttet entstanden, noch oin Knabe war. Indem wir oben die in Mi Werke des Tobias Stimmer vor- Kommeadn Monogramme geben, verzeichnen wir, zur Berichtigung und wgänaung früherer Mittheilungon, in Kürze diu Blatter, mich* Androsen *''ii)si-n,, M1 jBtheirt und beschreibt: Stephan BreoktL Brustbild, mit einem Stimmer'schen Zeichen und a «m dort Pormsohneidera B. Jobin. Heinrich Bullinger, Halbflgur. OvaL Ohne /eichen. Caspar Coligni Gürtclbild in einem ovalen Ualiine.ii mit symbolischen TMergestattea. ohne Zeichen. Sigmund Feierabend. Gnrfelbild. Oboe Zeichen und ohne Sehrift, a « vielleicht auf vollständigen Exemplaren mit Typen •eigedruokt ist. Mathias Placius, Halbflgur, in dorn nämlichen Passepartout, welches zu "l Portrat dos H. Bullinger benutzt wurde. Ohne Zeichen. Johann Krisius (Fries). Brustbild Mit Zeichen Es giebt eino Gopie ',',' ""Izschnitt mit dem Zeichen E. P., M.....»gramm des Pormsohneidera Kll ' ls l'orzoüus. ,. , a Nicodomns PrUchlin Halbflgur. Angewandt zu rerieniedenen Schriften dos Frischlin. '''riedrich von Gottosheim. Gurtelbild. Rudolph Qwalther. Halbfigur. Johann Heinrich Hainzol. ölirtelbild. Johann Casimir, Pfahgraf Ganze Figur. Ebenfalls ohne Z#cnen. Piiwl .lovius. Halbflgur. , ,., ,. , , ,,. ****%, Ohurfürs, von der Pfalz. Hrusthild. An der ach.toktonischon "■»•mng das Zeichen dos Pormschneiders M. P. Jacob Heiland. Brustbild. ''•iul Melissns. Brustbild. Carl Heg. Halbflgur. Melchior Nousidler. Brustbild. Theophraet Pinweinu. l'eter Raums (La Uamöe). , . _- , „ ., , ,. __j . Bernhard Schmidt. Die drei lezton Bildnisae GurtdWHei und Wenfalls ohne Zeichen. Otto Heinrich, Graf von Sohwaraenburg. Melchior Sebitz. Raphael Seiler. **ann Bpreter. Sämmtlich Halbfigwen. Jaoob Sturm. Brustbild. Johann Sturm. Halbfigur. „.. ,. „„,.;,,,„, Matter , Oorsolbo kleiner und ebenfalls Halbflgur. Wie die vorig« Blatter Jacob Taurolius (üechsel). Brustbild. Mit Zeichen. Heinrich von Valois. Halbflgur. Ohne Zeichen. ''"genanntes männliches Beitrat. Gürtolbild. Oval. MüuoKrttnimUten. BJ. V. " 68 ST. Nr. 324. 8 Blätter Mmhtodom heilige Darstellungen. Sio findon sich in dum Werke: „Cotninenlariorum De. Verb) l)ei Conu/delix. Tomi Duo .... I). Petrü (Janisio Soeietaüs Jesu Theologe, tum Autliore, tum Kecognitoro . . . Ingolstadt hei David Sartoriiis." Fol. Ausser den Stimmer'schen Hnlwwuitttwi kommen noch andere vor, denen Zeichnungen von Alex. Mair zu Stand* l** g *m 10 Blatter biblische Darstellungen Man kann die Bibel oder das Iiuch nicht angehen, zu welchem sie verwendet wurden. Geschnitten wurden diese Iiliitter erst mehrere Jahrzehnte nach Süinmor's Tode. 2 Blatter. Dor alto und der nono liuml. Zwei (üairohseurs von 3 Stöcken, mit Stimmer's Zeichen und der Adresse des 1!. .lohin. Die hl. Jungfrau mit dem Kindo. I>ie klugen und thüriehten Jungfrauen. 5 Iiliitter. Die Altersstufen des Weihes. Ohne Zeichen. Mit Versen von J. Fischart im Untorrando eine« jedes Blattes. 6 Bl. Dio Altersstufen des Mannes. 6 Bl. Die Würden und Chargen der römischen Kirche. Vom Form- schneider L. Fry geschnitten. C Bl. Die verschiedenen weltlichen Würden und Chargen. 9 Bl Die Musen. 8 Bl. Der Ball. C Bl. Dio Dorfhochzeit. 8 Bl. Die Fahel vom Bauer und seinem Ksel. Malcbopepo. Spottbild auf den Tapst. [Ha 1.rille Krottostisch Miil. Der Barfüsser Beeten- und Kuttenstreit. üorgonoum Caput. 2 Blätter zu Fischart's „Bienenkorb". Andient Kaisers Maximilian 11. zu Speyer. Das Haujitschiessen zu Strassburg Figuronroieho Darstellung auf vier Blattern. Auf dem dritten Blatte ist das Zeichen Mi mit dem Schneidemesser. Die Uhr zu Strassburg. Diosolbe anders. Dor. Komot von 1572. Titeleinfassung mit Moses und Aaren. „ mit Salomo's Urthcil. „ zum alten Testament. Mit Stimmer'» Zeichen und dorn dos Formschneiders II. K. „ zum neuen Testament. Mit Stimmer's Zeichen und dem dos Formschneiders. „ mit Petrus und Paulus. Mit Stimmer'* Zeichen und dem dos Forinschnoidors 11. K. N zu Kahns Historien der Martyror. „ mit don Tief Woltmonarchiou. * „ zur Baseler mbol des P. Permi. » mit Kl ins' Speisung. , des Sigmund Feierabend. Unten das Zeichen '1 S. dasselbe anders. OB anderes mit dein Zeichen T S. I''hi anderes. Ba anileres. Symbol des Nicolaus Hasse. IJrili.-liaiuitn.s Symbol. Illustrirto Werke: N. Rousner's Oontrafacturbuch. — Ieones sivo Imagines vivae. P. Jovii Elogia Virorum illustrium. — Vitae Illustrium Virorum. ^oiitrafactiuvn der römischen Päpste. Papistischo Inquisition. Die zwölf orsten deutschen Könige, von Holtzwart. We biblischen Figuren oder Bibel des T. Gwann. Km WeiK, am welehes sieh vorzugsweise Stimmer's ttuf gründete. u_ l>as neue Testament des Krasmus von Rotterdam. Geschnitten von Ch — — ...... i TnwraniTTin iw» i"»"»'"" ■— — • J. Sichern Bad anderen Monogranimiston. !'• Rabus' Historien der Märtyrer. A. Guevaru's Scndbriofe. W, Sarcerius, geistlicher llerbarius. Das Strassburgor Kirchengesangbuch. Chriaüi...... Ueutcr-Kieder von Ph. zu Winnonberg. , .,, flaviua Joaephua, Jüdische Geschichten. Von V, van Sieben, und "• Stimmer geschnitten. Hegegipp'i Fünf Bacher vom jttdiaohta Krieg. ,„„:,.„,.„ oh .,. TitU8 l'ivins und Lucius Kh.rus. Von den Formwhneide» t, . '^"'»uer, H. .lobin, C v. Sichern u. A. ausgelührt. Am Schluss In. WonaTi Symbol. N. Friscbliirs Comödien. J'ill Fulonspiogol, von Fischart. Selten. «•Chart, Gese.hichtklittorung (l'antagnud). N. Roiisner's Kmblemata und Agalmata. ___ , . , PouiUoux, New Jägerbach, und JohanWB von Clammgan, Wolfsjagd. M. Bebita. Sieben Bücher von dem Feldbau. ■'der ,1,. Cvxcentiis New Kehlt vnd Ackerbaw. Bock'l Kräuterbueh. J. Meyer's Fechtbuch. l>o Scrupulis Chronologoium. o 08 ST. Nr. 825-329. Als zweifelhafte und unechte Blatter gelten: von Radir«tagen; Die Versuchung des hl. Antonius. | Venus, ihr Haar kämmend von liolzsc, li 11 it be n : S. Brant'.s Narrensohiff. Veit, Volant, Johann Dinckel. Halbfigur, Bottzame Figuren am Münster zu Anton Frankenpoifrt, Brustbild. Btrassburg. Sebastian Münster Brustbild. I >i<- Ansicht von Wim. Qeorg Marins. Halbügtr, 325. Tomas Suria, Medailleur in Mexico, gfebört zu des vor- sflglichten Künstlern Amerika'«. Vcm ihm Lat die schöne Medaille, ^ wwki 1H08 zu Uhren des Königs Fordinand VII. geprägt wurde. Aul" den Amts sind drei Personal in einem schön geschmückten Saale mit Bemessungen auf Landkarten beschäftiget. Im Abschnitte stellt: A La JmmoriaiidAd l'or La Dichoxa In.sialacion De Jm Su- prema Junta Ventral Dt Espaüa K Indio», Ifecha JOn 2'i He Septkmbre De 1908 Jm N. L). I>ie Rückseite zeigt die Pallas mit einem Schilde, auf welchem V. VII sieht. Ihr gegenüber bemerkt man eine Indianerin. Umschrift: Kestauiailata De La Kuropa. Von grösserer Bedeutung ist ein Medaillon von 1810. In einem Lorbeerkränze steht: llispan. Et. Anijt. Cuhcaidia liestituta üfhi* Liberia* Aiii/iunln, Darunter Mein: Ximiiio luv. Suria Sculfr, Der Revers zeigt zwei allegorische Figuren, welche die Brdkugel mit Ketten festhalten. Dieser Medaillon wiegt G 1 /, Leih. Das Zeichen des Künstlers findet man auf einem Piaster (l'eso) von 1827. Der Avers hat zwischen zwei Bäumen die Legende: Jif.sjiulilicti HiiUviana. Auf der Rückseite ist Bolivar's belorbeertcs ISi'iistbild. Suria's Medaille für Uolivar. welches l'otnsi in Bolivien prägen liess, ist ohne Namen und Zeichen. 326. Stempel eines englischen Goldschmieds, 17. Jahrhundert. 327. S. della Orta, ein sj ailischcr Wall'elisohmicd, liedienfe sich V\/ dieses Zeichen. r 328. Stempel zvvoier Waffenschmiede von Toledo. — ,n -n Das erste Zeichen gehört dem Thomas Ayala an, welcher 0/ i' 1 der ersten Hfllfte des 17. Jahrhunderts thätig war. \Hn S j ihm sieht man im Münchoiior Zeughans einen schönen Degen. Die beiden anderen /eichen gehören dem Luis de Ayala, einem Sehne des Thomas. 329. Unbekannter französischer oder holländischer Formschneider p, um 1700. *-* Bunter fand dieses Zeichen auf einer schauen Vignette, welche i,n Vordergründe der Landschaft einen l'alnihaum Seigt, In ihm beiden herabhängenden Kränzen sieht man die Büste des Julius < läsar und einen schreitenden Löwen. Auf den Bändern der Kränze steht: Ex Ungut Jjionem —, Aut Caesar avt Mihil. 11. 5 Z. 7 L., ltr. 4 Z. 1 L. S ff. Nr. 330 - 335. 69 Sebastian Taij?, Mater von HUtmkmjm. Kr aalte 151« mit |.\ EUrk und Hans Sehaull'clin den mit fttnf Tafeln gezierten Hochaltar der Pfarrkirche genannter .Stadt, und 15-14 die Fl*g»! der alten Orgel daselbst. Ausser in seiner Vaterstadt lindef man noch in der Moriz- kapelle zu Nürnberg Arbeiten von ihm. Kr zeigt sich in denselben als ein geistlosor, hamiwerksmässiget Nachahmer »irm Meisters, im Hans Seliäull'elin. Arbeiten Talgs .seilen in obtger Weise sii^nirt sein. 331. Johann Friedrich Starke, Blumenmaler, geb. in »'«'In bei Meissen 1803, «est. zu Dresden 1873. Der Künstler begann seine Laufbahn an der M.'issener Porzellan-Manttfactnr, begab K^£ sieh dann BN seiner weiteren Ausbildang nach Dresden und Ot: ging spater naeh l'aris. wo er gegen zwanzig .labre wellte. « fand dort, durch Blumonstücko in Gouache, (Jimner. U. A. am Hofe LonU Philipp* Aneb war er für verschiedene französische Porzellan- Fabriken tnatig. Biaige seiner Arheit.cn tragen obig« Bezeichnung. 332. Steillhrechet', war am die Mitte dieses Jahrhunderts in Dresden als Forniscbncidor thätig, gab später die Kunst t W . auf und wendete rieh einem anderen Berufe ZU 1 &t Beistehende Zeichen Bndet man auf Blattern w „Deutschen Jngendkalendcr von 185.., von B. Bemfck ; ebenso auf einem Bolzschnitt: „Siegfriod'a Schwert" im Deutschen Balladenbuche. Leipzig 1852". Meistens jedoch pflegte Steinbrecher, "'" auf Blattern der Bchhbrr'schon Bildcrbibol, mit seinem ausgeschriebenen Namen in lateinischen Lettern zu iigaiwau 333. Joseph Karl Stielet-, Porträtmaler, geb. zu Mainz im Jahre _ 1781. Kr lernte, nachdem er anfänglich nur als M.matui- «f. pinx. maler sieh versucht hatte, bei Fasel in wft"bttrg die _ Oelmalerei, ging dann zu seine- weiteren \usbiUung nach Wien und nach l'aris. wo er unter Görard studirte Im Jahre 1810. a«f seiner italienischen Reise, malte er den Viceköiüg Eugen and* lr "f- 1812 war. .....r nach München berufen, um die «liehe Pamflio *> Malen. Kr Hess sich daselbst dauernd nieder und starb im .1, I "68. Stieler hat einige Historien-und selbst Genre-Bilder gemalt,doch gründet sich sein Kuf auf seine Bildnisse. Ausser za .lreichen 1 u s < Persönlichkeiten portrBtlrte er Goethe, Tieck, Humboldt. SeheBtag und W..... » berühmte Mann«-,- seiner Zeit. Ebenso ist er der Maler aei galerie weiblicher Schönheiten in der neuen Besidew n Mäftc n Seine grösserei Bildnisso sind meistens mit .lern ausgeschriebenen «amen gweiehneti auf Lithographien naci seinen Bildern jedoch, *..K. aut oeo ferträts (Brustbildern) der bayerischen Prinzessinnen von l Itotj, Kommt 1792 zu Dresden geboren und von seinem Vater, dem ebenfalls Ut.Jc a ] s Kn.pferetech.er bekannten Christ. Friedrich Stölzel, unterrichtet. Später ging er mit einer Unterstützung des sächsischen Hofes nach Italien, wo er hauptsächlich nach Fiesole und Bafael zeichnete. Im Jahre 1828 nach Dresden zurückgekehrt, stach er, nach seiner Zeichnung, ßafael's Krönung der Maria im Vatican, welcher Stich als sein Ihiiiptblatt zu bezeichnen ist. Im Jahre 1833 wurde er Mitglied der Akademie in Dresden, später Professor der Kupforstoehkunst an genanntem Institut. Kr starb am 4. April 1837. Ein Blatt, Binaldo und Armida, Qu. Fol., wolches Stölzel nach B. Thörmer für die Bilderchronik des sächsischen Kunstvereines 1833 stach, trägt unten links die obige Signatur. 340. Johann Baptist Stiglmaier, Rrzgiesser und Medailleur, geb. 1791 zu Fürstenfeldbruck bei München, gest. 1844 in leiterer S T. Stadt. Er wurde zum Goldschmied bestimmt, ging aber bald zur Stempelschneidekunst über, neben Welcher er zugleich Studien an der Müuchoner Kunstakademie macht«. 1819 reiste er nach Italien, um im Auftrage des Königs von Bayern sieb in der Technik des Erzgussos zu unterrichten. Nach München zurückgekehrt, arbeitete er zunächst wieder als Medailleur, bis König Maximilian I. ihn 1824 an dio Spitze der nenzncrrlchtenden Kbnstgiesserel stellte. Ein vorzüglicher Techniker, verschaffte er dieser (.üessslätto durch die glückliche Ausführung zahlreicher und schwieriger Werke einen Weltruf. Die kolossalste Unternehmung war der (juss der 54 Fuss hohen Bavaria, nach Schwanthaler. Die oben mitgetheilto Bezeiohnang findet man auf einer Medaille mit dem Bildnisse des Friedlich v Zentner, k b. Staatsministers. Der Revers enthält die Dedicatton mit, der Jahreszahl 1827. ST. Nr. 341—346. 71 341. Heinrich Stranb, Mettile*r, tu vor angeM» 1760 - ^700 im Dienste des ehnrbaJeriechen Hofes thatig. Kr s^irb taHta- S-T. eben. Da« Zeichen l»d«t man auf einer Medaille mit de« Bildnisse •*£; «— bediente sieh auf Gepragen dieser beiden mm k T y MT Bezeichnung seines Namens; auch die imu ™ letzteren kommen vor. . 345. Mit S. T. ,dehneten bigende Stempelschneider und Munz- s- t. *"£L Tirap f, *m~*m % fc B&Ä Stade, 1615-1618 in Harbwrf, l^ ■ J" 11 »nd 1640-1G44 in Gliiekstadt, Samuel Timpke, l£unawW«f in Rostock, 1M8- « • Salvator Tiseo, Münzmeister in Parma, W7» ^ 1841 Samuel Tromschitz in Frankfurt a, M . Münznieister. 34«. si„.» E.«»td ä. st..Arfr»,.Mai;r „,,.jjgjjj ™ ;;;;.; *- A ffltsaiöi'»/'- ...... ^sjrÄrwÄäAÄSÄ' Stacius Formis Bomae 1584 Stai Belga for. Bomne Statu Belga for. Bomae 1588 Statu Belga for. romae. Statu de Amst. form. Born. 1590. 72 ST. Nr. 347 — 352. 3) Die Galerie des Apollo, von Lo llrun gemalt, 46 Blatter mit (Ion Fmlrrtnfin in derselben Dieses Werk erschien l(i'J. r ) in Paris. Auf diesen Blatten kommen obige Bezeichnungen \«v, Bot. Dumesnil. der nur ein Blatt anführt, könnt dio Zeichen nicht. 347. Johann Statins (Staot) MM Amsterdam, welcher als Kunst- vorlegor gegen Ettde dos 16. Jahrhundert« in Rom lobto. Er setzte auf die in seinem Verlage erschienenen Stiche die liier wiedergegebenen Zeichen. Das erste Zeichen findet sich auf einem Kupferstiche nach Barth, Sprenger, die Geburt der hl. Jungfrau darstellend. Fol. Der Stecher signirte M. G. F., Welche Signatur mit: Matthäus Groutor fec. zu erklären ist. Das zweite Zeichen sieht man auf einem Stiche, die Heimsuchung, nach Fr. Barocci, darstellend. Gr. Pul. Olmo Stechernamen. Das dritte Zeichen steht auf einem , von Gisbort van Wen gestochenen Blatte, mit der Marter der hl. Katharina, nach 1!. l'assari. Pol. Das vierte Zeichen kommt auf oinem Stiche von T'h. Thomassin, welcher die Steinigung des hl. Stcphanus, nach B. Passari, darstellt, vor. Gr. Fol. Das fünfte Zeichen endlich findet sich auf der C'opic eines Stiches von J. Sadolcr, die wollüstige Menschheit durch die Sündlluth überrascht, nach Chrispin van der Brock. Qu. Pol. 348. Johann Veit Stadolmann, welcher als Stempelschrietder in ^JT A ''' r ( ' rs *°" Hälfte dieses Jahrhundort in Dresden thätig " war. signirte Gepräge mit den beistehenden Namens- STAÜ. Kürzungen. 349. Stillrrc schreibt sich Joh van Stalbnrch, ein niederlftdischef Maler und Kupferstecher des Iß. Jahrhunderts, auf einem Blatte, welches Juno und Semele darstellt. H. 5 Z. 6 L, Mr. 3 Z. 7 L Wir haben oben das aus den Buchstaben ,T. V. S. bestehende Monogramm lies Künstlers mitgethoilt 350. KTAMATICO GREOO PIOTOR nennt sich ein Künstlei auf Malereien in dem Benedictiner- Kloster Saero Speco bei Suhiaco. Die Bilder sind, nach der ebenfalls darauf befindlichen Jahreszahl. 1481 gemalt. 351. Sebastian Taricco, Maler, geh. zu Cherasco 1045, gest. 1710, Nachahmer des Guido Reni und Domoniehino, Bilder VOH ihm. einige in dieser Weise signirt. 'tir /MIX' finden sioh in Turin, Pollenza. wie in den ' Kirchen und Palästen seiner Vaterstadt. 352. Unbekannter Zeichner und Glasmaler, welcher in der zweiten Hälfte des 16. .lahrhunderts in der Schweiz gelebt zu haben scheint. Soin Monogramm fand Homer auf einer Zeichnung zu einem Glasgomälde Sie stellt drei schweizerische Haupt- leiite unter einem Portale dar, und roclits und links sieht man weidendes Vieh. ST. Nr. 353—357. 73 353. Carl Starck oder Starcke, Knpfefatechet, gest, um 1810 zu Weimar, woselbst er meisten! für den Buchhandel thätig ^ c/t.Jc. «ar. In der Zeitschrift,: „London und Paris." Weimar, 1798 ir 8".. sind viele Karrikaturcu. nach James GIMray, vnn ihm gestochen. Der Name dos berühmten Zeichners fehlt häufig, der Name des Stechers dagegen ist voll ausgeschrieben, oder auch gekürzt, wie nebenstehend miti'ethcilt. 354. Diese Zeichen auf Münzen bedeuten: Sttphanus Holland icu.t. „ _f _, In dieser Webe .signirte Stephan van Holland, ein O I K . H...r. niederländischer S!tempelschnoider um 1534—1562. ONV l-T Li Doiselbe arbeite auch in London und Warschau. 355. Dieses Monogramm -wird von Brulliot. I. 1246, mit Fried- ^ rieh Carl Strelmoyer gedeutet, wogegen Nagler, in £ einer . handschriftlichen Notiz, unter demselben F. C. Stench vermuthot. Nagler sah von letzterem Künstler (~"y / eine Arbeit, die Taufe Christi in Kubcns Weise *\-f- /r) 4-y gemalt. Dieselbe befand sieh unter einer Auswahl ^^ "-'■ von Bildern aus Schloisshoim, und der Katalog (von 1854) nannte <\f\i Meister: F. ('.. Steuther. Es stand aber ziemlich deutlich K. ('. SIeneh. V. 1<;22 darauf. 356. Diese beiden uns unbekannten Zeichen, eines Zeichners und eines Knrnischnoiders. finden wir auf der geschnittenen Titel- «5fc. fit. Vignette folgenden liuches: Uteneil dt» tous Traitrs M Vignette auch schon in einem andern l'ariscr Druck von 1665 vorkommen. Sie zeigt den Marcus- Löwen mit: einem aufgeschlagenen Buche, worauf die Worte: Vax, Tibi Marct Evangelien Mens zu lesen sind. Darüber steht: Virtule In- vidiam Viitce. Das Zeichen St. ist unten in der Mitte angebracht, das andere rechts in der Einfassung. Letzteres ist, sehr undeutlich gegeben und es muss dahingestellt bleiben, ob cli, oder über dorn c noch ein F. oder Eh zu lesen ist. 357. S. Theyssens, Kupferstecher zu Köln, dessen Blätter in den letzten Decennien des 17. Jahrhunderts erschienen sind. S. T. d. f. Der Cardinal Wilhelm Egon v. Fürstenberg, dessen Bild- , niss er ausgeführt hat, verlieh ihm den Titel seines llof- o, J.tl.J*. Kupferstechern. Sein Werk ist in .loh. Jae. Morlo's S| T / fr, . ..Nachrichten von dem Loben u. d. Werken Kölnischer ' • »• "■■ l Cl - Künstler" bes(diriebcn. S. T (l. sc ' ) ' 1 ' "'''s;' 1 '" waten fünf Bezeichnungen kommen im „Leben der hl. Birgitts" vor. einer Folge von 50 Kupfern S. T. fe. nebst gestochenem Titelblatt©. Auf letzterem; steht, von , , . omblcmatiscben Vorstellungen umgeben : VITA ' SERA- ö. lliaycs. PHICAE MATRISIBIRGITTAE|DE BEGNOSVECIAE | OVM ! BEYELATIONlBVa ] E.IVSDKM | SELECTiO- KIBVK i FORMI8 AENEIS EXPRESSA | COLONIAK AGBIPPINAE. Unter dieser Schrift sieht, man nebeneinander vier Bildnisse von Geistlichen und die Dedlcation an den Kurfürsten Maximilian Heinrich von Köln und an den Bischof Albert Sigismund von Freisinnen und Regons- bnrg. Die nun folgendon 50 bildlichen Darstellungen haben jede unten eine lateinische französische und deutsche Erklärung. Kl. Fol. ,.Ö. Thavcs" ist der Name des Künstlers auf einem Blatte geschrieben, das einen Jüngling, in einer Landschaft sitzend, lehrt Aus 74 ST. Nr. 858-362. dem Mumie des Jünglinge geht ein lateinischer Sprucli hervor. 12. Das Matt: gehört zu dem 16S2 bei J. \V. Friossom in Köln gedruckten Büchlein: üolitwio spiiitunlis, per P. F. Ludovicun Kellen Ordinis F. F. Minor. 358. Eduard Steinbrück, Maler, Zeichner und Radiror, geb. 1802 in Magdeburg, wurde zuerst für den Kaufmannsstand bestimmt, wendete «ich aber später in Berlin der Kunst zu. Im Jahre 1829 begab er sich nach Düsseldorf und schloss sich eng der dortigen Schule an. Nach soinor italienischen Reise hoss or sich zunächst in Berlin, "^ H dann wiederum in Düsseldorf nieder, wo er in zahlreichen Bildern religiöse und romantisch-lyrische Stoffe bebandelte. Seit 1846 lebt Steinbrück wieder in Berlin, fast ausschliesslich der religiösen Malerei zugewendet. Das erste Zeichen kommt auf Bildern seiner froheren Zeit, wie schon die Jahreszahl andeutet, vor. Die beiden anderen Zeichen fanden wir auf Radirungen in Robert Keinick's ,,Liedern eines Malers mit Kandzeichnungen seiner Freunde, 1888"; wio in dessen „Rand/.cichnungon zu deutschen Dicbtungon". In letzterem Werke illustrirte Steinbrück das Lied: „Die Kreuzfahrer". oOv. Stebner, ein Töpfer, welcher zu Nürnberg tbätig war. JC eoner 177 i d ■ »3 Stris 360. Stephan van Holland, oder Stephan*» Hollandicus, Medailleur in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. hl.K. XX. Diese Buchstaben, mit der Jahreszahl 1560, stoben auf einer Medaille mit dem Hildnisse des Anton de Block- lant, Act. 26. Der jugendliche Profilkopf ist sehr gut gearbeitet. Auf zwei Medaillen mit den Bildnissen des Königs Sigmund August von Polen liest man: 8TB. II. F. 361. Stefano di S. Agnese, Maler, welcher in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts in Venedig thütig Stef. pleb. See (igne P. war. Seine Arbeiten haben viel Aehn- liehkeit mit denen des Loronzo Yonoziano. Stefan Plebanus 1)i >' '•'i^' \ i '- n ; , , t, , ,r f " u ' l ' t fii, ' h a, ' f f ' im .' m Gemälde der Galeric Correr zu Venedig, Sütae Aqnctis phlXit. enthaltend: Maria mit einer Kose in der 17 Hand nnd das bind m den Armen auf seltsam geformtem Throne. Der unten am Throne angebrachten Signatur ist das Datum MCO(!I,XVIIH a il\ XI avosto beigefügt. Mit der zweiten Inschrift und der Jahrzahl .MCCCLXXXI ist ein Bild in der Akademie zu Venedig, eine Krönung Maria's. signirt. 362. Stefano Scolari, Kupferstecher und Kunsthändler, welchor in der zweiten Halte des 17. Jahrhunderts zu Stefano Scd" f'ue" Venedig lebte. Einige seiner Arbeiten nach Piccini sind mit der hier wiedergegebenon Inschrift bezeichnet, welche Stefano Scolari faciebat Vcnetia bedeutet. ST. Nr. 363-364. 75 363. Stefano della Belli», Zeichner und (upfar&tzer, geb. zu Florenz Kilo, gest. 1064, Bohülei des liemigiu« Steff della bdla Canta-Gallina,, hinterliess ein« grosse Zahl Radirungen, über wiche ein Katalog von .Tombert vorhanden ist. Ein Blatt mit einem Satyrknabon auf einem Bocke, ov. 4, ist in dieser Weise bezeichnet. 364. Moriz Möller, Kupferstecher, ward« im Jahre 1791 n Stoinla am Harz als Sohn eines Predigers geboren und nahm Steinla, später, um sicli von Gleichnamigen zu unterscheide*, von diesem seinem Heimathorto den Namen Müller-Stoinla odor kurzweg Stoinla an. Die meisten seiner Arbeiten tragen letzteren Namen, unter welchem der Künstler allein auch in der Kunstwelt bekannt ist. Diese Pscudoiiymitiit räumt ihm einen l'latz in unserem Werke ein. Der Künstler machte auf der Dresdener Kunstakademie seine Studien und ging dann nach Italien, wo er den Unterricht der berühmten Meister Giuseppe Lnnghi in Mailand und des Iiafnel Morghen in Florenz genoss. Nach Dresden zurückgekehrt, wurde er Professor an der dortigen Kunstakademie, Seit dieser Zeit, 1831, blieb er ohno Unterbrechung in Deutschland, abgerechnet eine zweite kürzere Reise nach Florenz und oinon mit Passavant, dem bekannten Kunstschriftsteller, unternommenen Ausflug nach Spanien. Am 21. Septcmbor 1858 starb Steinla. Dio zahlreichen Kunstsachen, wio altitalienische Bilder, Mün- zon u. s. w., welche er hinterlioss, gingen grösstenthefls in den Besitz der königl. Sammlungen zu Dresden übor. Als seine Schüler sind die Kupferstecher Scmmler, Planer und Büchcl zu nennen. Stoinla bofasste sieh zu Anfang soiner künstlerischen Laufbahn auch mit dem Formsclmitt. Unter Nr. 1993 des vorigen Bandes dieses Werkes wird ein derartiges Blatt seiner Hand, nach Hans Veit Schnorr v. Carnls- felil aufgeführt. Das Blatt ist mit M. M., d.h. Moriz Müller, bezeichnet. Ebenso malte er. Die Dresdener Galerie, besitzt sein eigenes Bildniss, signirt M. Steinla sc ips. pinx. ISM. Auch hat man des Künstlers Bildniss in einer bronzenen Medaille von seiner eigenon Hand. Dieselbe zeigt dio Umschrift: Mtiur. Steinla AKT S. 46. a. (SM SU Il'SE sc. Auf der Rückseite ist ein Labyrinth, mit den Buchstabe*; S A. N. P. Von Steinla's trefflichen, ebenso treuen, als schon behandelten (irabstichelarheiten nennen wir: La Madonna della cattedralo di Lucea, nach Fra. Bartolomeo. Lueea, Fanucchi. Drucker Della Borda Koy. Fol. Das berühmte Gemälde ist gleichzeitig von Jesi gestochen worden. Dio Madoa&M della, Misorioordia, nach Fra Bartolomeo. Gr. Fol. Nach dem Lexikon von einem englischen Meister begonnen und von Steinla 1838 vollendet. Das Blatt ist uns unter Steinla's Namen nicht vorgekommen. Vielleicht ist dor Stich von Georg Saundors hier gemeint. Christus vom Kreuze abgenommen, umgeben von Johannes und zwei Marien. Die Pietä, mich Fr* Hartolomco. Für L. Hardi's Imp. et Koale Galeris dl Palaxse l'itti gestochen 1830. Gr. Qu. Fol. Der Zinsgroschen, nach Tizian. Fol. Für das Kupferstichwerk der kgl. Gcmälde-GaIlorie zu Dresden gestochen. Es giobt einen schönen ersten Abdruck nach Vollendung der Platte, der, eingeritzt, die Umschrift trägt: ..Tizian, gemalt und gezeichnet zu Dresden und gestochen m MaOnnd und Florenz ron Moriz Steinla 1827." Die Bolbein'sche Madonna, nach dem Dresdener Bilde. Mit der Unterschrift: Snnctissima mater Bei . . . .1/. Steinla del et acri ineidit Dresdac hS41. Imp. Fol. Vor dem Künstlernamen nur wenige Abdrücke, 76 ST. Nr. 364. Dieselbe Madonna (llalliligur) inil dein Kinde, in Medaillonforni. Die Si\tinisrhe Madonna Ualäol'.s. S. &. Virgo Sixtina. Imp. Pol. Rillige wenige erste Probedrucke haben, ausser einer Kandski/.zo, noch das liildniss do^ Künstlers im Bande unten links. Die ersten Bracke mit Schrift, haben Steinla's, die darauf folgenden Ernst Arnold's Adresse. Die Platte ist später von Peking und Buche] retourhirt werden. Maria mit dem Kinde. Mittelgruppe aus derSixtina, ohne die beiden Heiligen und die Kngei unten. Von Steinla und Peking. Von ersterem sind die Figuren, von lezterem die Wolken. . Maria mit dem Kinde. Medaillon. Gegenstück zu dem erwähnten Medaillon mit der Holbein'sehen Madonna. Die Engel im untersten Thcil der Statin* EL Qu. Fol. 1856. Der Kindermord. Strages S. S. Innocentium. Gr. 87 erschienenen geographischen Werkes. Dass er ein Freund der Künste war. ersieht man nicht nur daraus, dass er die obigen Blätter nach Dürer ausführen Hess, sondern auch anderb Zeugnisse bestätigen dies. So gab er dem Kupferstecher Johann Sadeler, als dieser nach Köln kam, den Auftrag zu einem kleinen it'cce-Aomo-BUdo, das dioBezeichnung trogt: Stempelt»» fi-cu-, und (Irispin de l'ass widmete ihm eine Folge von Vier Blattern: Die vier Winde 366. Stephanie Felicite Ducrest de Saint-Aubin, Marquiso von Sillery, Gräfin von Goulis, Dilettantin, Stephanie ocnlis. geb. tu ChantpeM bei Autin 1740, gest. zu 1 Paris 1830. Von diosor durch mannigfache Talente glänzenden Dame befand sich in der Sammlung du liosey ein zart und naturgetreu in Aquarell ausgeführtes Blumcnstüek, eine (lopie nach M. Seb. Merian, welchos in dieser Weise bezeichnet war. 367. Etienne de Laulno, Zeichner und Kupferstecher, gest. zu Paris 1583 im Alter von 07 Jahren, hinterliess eine grosse sri'l ."■"'' Anzahl meist kleiner, zart und geschmackvoll aus- t/fi.iiiviv i geführter Studie nach eigener Erfindung, wie nach '""" anderen Meistern. Auf diesen Blättern kommen die beistehenden Bezeichnungen vor. Eobert-Dumesnil hat neuerdings einen ausführlichen Katalog von des Künstlers Work gegeben, auf welchen wir vorweisen. 78 ST. Nr. 368—374. 368. Stephan Meistettor, «in frigslMiigiii Verleger dos 17. Jahr- Qt 1 ~M >' hunderts. Kl veröffentlichte einige TUMinsso mit otephan Met. diesem seinem fdigwlihn. ÄepÄ. iJf. ct. 369. Kinn der ältesten Künstlerbezeichnungen der christlichen Malerei, auf Wandgemaldon in der Benedlktinerkirche zu Stephanu 'San Elia bei Nepl. Auf dieses Kaiereien, welche, nach Oowo und Cavalcaselle, aus dem 10. Jahrhrhundert stammen, nonnen sich zum eilten Male in der frühchristlichen Kunst die Maler. Es sind die Brüder Johannes und Stephanus und deren Neffe Ni- colaus von Rom. Sie haben ihre Namen in folgender Weise eingeschrieben: Joh. FF. Stephanu frts, picto, e. Hoinnni et Nkolaus Nejiv Juh.i. 370. Diese Bezeichnung kommt auf einer Radirung mit der Vor- suchung des heil. Antonius vor. Der Heilige kniet betend, St. 7''. von teuflischen Gestalten umgeben, vor einem Crucifta und einem aufgeschlagenen Duck; er wendet den Kopf nach einer rechtsstehenden nackten Frauengestalt um, die Ihn zur Sünde ver- loiten will. Im Hintergrunde eine Kapelle. Bechts unten die obige Bezeichnung. Im Unterraade: „MVLTAE TRIBVLATIONES JV8T0- RVM DE OMN1HVS 118 L1BEBABIT EOS DOMINVS." Das Blatt wird bald dem Abel, bald dem Tobias Stimmer zugeschrieben. Nach der Ansieht Andresen's ist es von keinem von beiden; wohl aber viol- leieht von Storer. 371. Verlagszeichen des Johann Statins fStact) ans Amstor- orp j'» dam. Er lebto gegen den Sehluss des 16. Jahrhunderts "■^* * • In Korn und sotzto auf einige in seinem Verlage or- St Fo Ro schienene Sticho die hier mitgetheilten Zeichen, welche Stutiux Formt» Komae, zu deuten sind. Die anderen Verlagszeiehon des Statins haben wir bereits oben wiedergegeben. 372. August Ludwig Stein, Zeichner und Kupferstecher zu Leipzig, geb. daselbst 1734. Das Zeichen Badet sieh unter St. I 1 . Anderen auf einem Stiche mit einer niodorgokauerton Nymphe, welche sich das Haar flochtet. 4. Marke, welche Stockholmer Fayence - Fabrikate bezeichnet, Das 1!. bezieht sich auf den Director der Fabrik, Borthovin. 374. Bietet Zeichen findet sich auf der Leipziger Huldigungs- Medaille vom Jahre 1768. Dieselbe zeigt das lirustbild des Churförsten Friedrich August mit der Inschrift: J'ro Salute. Ohne Jahrzahl. Das /eichen dürfte Job. Fr. Stieler und I''. Btockmar angehören, welche zu jener Zeit an der Münze zu Dresden thatig waren. ST. Nr. 875-879. 79 375. G. Stumpf, Marinomalor, ein Schülor dos Prof. W. Krause „ in Berlin. Das Zeichen kimiint auf einer Bleistiftzeichnung ,)? vor, welche bewegtes Meer mit einem Bcheiternden Schiffe 'a^> 6 (larstellt - 376. Heinrich Stacker, lebte als Radirar und Kunsthändler um Adiu Wende dos IC. zum 17. Jahrhundert in Manchen: Beine geschäftlichen Verbindungen mit der Schweiz lassen vennuthon, dass letztere seine Heimat war. Starker verlebte u. A. den Bnasspiegel Maria Magdalena des Luzernor Goldschmieds Mart. Martini und gab auch ein Oalrotocui . r >o, ^ _ k'est. um 1708. \ \ f) Mit dieser Abbreviatur des Kunstlernamen« ist ein Bild '— in der Dresdener (jiemälde-ljallerie bezeichnet. Es stellt eine Fiecherbarke-, in der Ferne grössere Fahrzeuge, auf bewegtem Meere dar. Auf einem aus dem Meere ragenden Untiefe/eichen steht: S'l'O. Im Kataloe; der Sammlung Bausmann in Hannover wird ebenfalls ein Seestück mit dieser Signatur aufgeführt, das der Beschreibung nach von Storck herrührt. Das Monogramm des Künstlers habe Ich unter Nr. 378 mittel heilt ; von seinen mit den Initialen bezeichneten Radirungen ist [id. IV. die Kode gewesen. 384 Stocade, meh Stoccade lautet die Bezeichnung des Malers Nicolas de Hfilt Stocade auf seinen radirten Blättern , welche sich in van dor Kellen's „Peintre-graveur hollandais et lluinand" besehrieben linden. Der Künstler ist 1013 oder 1G14 zu Nymwegen goboren, widmete sieh anfänglich der Landschaft, später der Historie und besuchte Rom und Venedig, wie Paris, wo er Hofmaler wurde und die Gunst der Königin Tön Schweden und anderer Potentaten gewann. Im Jahre 10:">4 weilte er in Amsterdam. Die Zeit seiner Rückkehr in das Vaterland ist ebensowenig bekannt, wie der Ort, wo er um 10(33 starb. ST." Nr. 885 — 889. 81 C 385. Signaturen auf schwedischen Fayonoearlioiton. Dm A. P. in dem ernten Zeichen bezieht sieh auf den Miller A. Fahlstrom; das IL II. I!. f. (I /-£ _, / in dem zweiten Zeichen auf den Maler ilro c. 1>. Hillberg. /j.occ^f'folin ih- >7f? l/ll Ol-ft. 387. 386. Stephan Rauh, ein Landschaftsmaler, Schüler von Ludwig Richter, war in den vierziger Jahren in Dresden thätig, * ff- y? wo et jung gestorben ist. In verschiedenen Samminngen * kommen sorgfaltig gezeichnete Studien und grössere wirkungsvoll ausgeführte Aquarellen von ihm vor. Einige dieser Arbeiten 1 tragen obige Bezeichnung, Dieses Monogramm, welches alle Buchstaben des Namens Strauch enthält, steht, anf dem mittelmässig in Kupfer gestochenen Bildnisse Stephan Strauch's, in dem auch der Stecher des Blattes zu suchen ist. Unter den Buchstaben S. S. haben wir bereits über den Künstler und seine Thätigkeit gesprochen, 388. Strohel, ein Töpfer, welcher zu Nürnberg thätig war. Ö+robel- 389. sis tfs Dieses Zeichen findet sieh auf einer in Holz geschnittenen, in U Blättern bestehenden Karte, deren Autor sieh in folgender Unterschrift nennt: Typvs chorographicvH (Jelchrium locorvm in re\gno Jcda et regno Israel arte fuctus a Tille- mnnoStella Stgemnsi «tili» ad hetionem | sarrarum. librarum. Der Träger des Zeichens ist, also Tillmann Stella, welcher sieh auch noch in drei anderen Inschriften der Karte nennt. Kr dedicirte sie 1552 dem Könige Christian von Dänemark, lebte aher in Wittenberg, wie die Adresse des viertes Blattei nachweiset Der vierte Theil enthält oben in einer grossen Schfifttafel die Krkläiung in Typendruck mit Kajaskelaufsohrift: AUepal looor~bm in- signivm expiieatto et hiatoria per PhMpptut Milanchthmivm. Das Namenszeichen steht, in einem venierten Täfelchen, welches an der grossen Schrifttafel tätigt Stella ist; jedenfalls der Zeichner der Karte, her Formschneider hat, vielleicht seinen Namen in der Verzierung des oberen Thoils des sechsten Schrifttafel angedeutet. einem kleinen Schilde stehen rechts und links eines Baumstammes Buchstaben Q B. Die ganze Karte ist oben und unten mit einer schmaleren, MunogrammUloil. IUI. V. Q In die an 82 ST. Nr. 890-396. beiden Seiten mit einer breiteren Arabesken-Bordüre eingefasBt. II. 29 Z. 10—11 I,., Hr. 35 Z. 9 L. Dasselbe Zeichen, aber, wie oben mitgetheilt, Kleiner, kommt auch auf biblischen Darstellungen, von 2 Z. B I,. Breite und 2 Z. 1 I,. Höhe, vor. Die Ausführung isl eine ziemlich schwache und die Blätter dürften ebenfalls dem Tillmann Stella angehören. 390. L, Stypulkowski, Formschneider, war um 1846 in Paria . thätig. üliitter voii ihm lindet man in dem Werke .STY P, KjJyp' ..l.es Francais peiiiU par oux-memes". 391. Stephan Zick, Kunstdrechsler, Sohn des Lorenz Zick zn Nürnberg und wie dieser durch gedrehte Elfenbeinarbeiten St. /. bekannt, geb. 1680, gest. 1715. 392. Isahella Piccini, ICupferstechenn, Tochter des Jac, Piccini. Sie war Nenne zu Florenz und hat 1 >i 1 1 1 — StlOf Isabella P. F. nisse mii .1. P. oder mit der hier rait- getheilten Inschrift bezeichnet. Fliensn kommen mil letzterer Signatur kleine Sliehe mit Heiligen, kl. I''id., von ihr vor. 393. Susanna und Anna Lister, die kunstgottbten Töchter oder sonstigen Anverwandten eines Ar/.les. Na- oksiDiiki i . , .. ,. mens Martin Lister, bezeichneten in dieser Amin \ J "'l"i- Weise Illustrationen ihrer Hand zu einem 1 (>K7 in I, enden erschienenen Werke des letzteren über Conchylien. 394. Susanne dn Court, Emailmalerin in der zweiton Hälfte des 16 Jahrhunderts. Sie entstammte der Familie •SV.VAN Ni:-C() /K'vJ dos Jean de Court und war eine Schülerin desselben. Graf L de Labordo, „Notioe des ___ Kiuaux. Paris 1852", führt eine Arbeit von Ihr fvVV.VANAJE-Dc-covR.'Pr) auf. welche mit den Initialen S. r. F. Kugier's kleinen Schriften und Studien zur Kunstgeschichte 11. 631 beschrieben, in dem Aufsatze: „Metallene Grabplatten mit eingegrabener Umrissdarstellung." Diu Figur de.s Birgor und der Ingeborg sind aber in eine drei Zell dicke Marmorplatte ein- gravirt. Dr Kugler fugte auch eine Abbildung in kleinem Formate boi, welche vennuthlicli richtiger gezeichnet ist, als der grosso Stich unseres Monogrammisten. ]>ifsc>r war ein schwacher Zeichner, welcher sein Vorbild nicht getreu geben konnte. Auch den Grabstichel führte er ohne Geschmack, theils auf die unpassendste Weise. H. 21 Z. 0 L., Br. 14 Z. 8 L. Die Zeichnung zum Stiche in Kugler's Werk fertigte N. M. Mandel- gren, aber nicht nach dein Originale, sondern nach Brenner, wahrscheinlich nach Elias Brenner, welcher 1717 im 70. Jahre starb. Engler sagt, dass sicdi in Peringsjöld's ,, Monumeiita Ullerakerensia" eine Abbildung des Denkmals linde; diese ist aber eine andere, als die unseres Monogrammisten. 397. Simon Vostre, einer der unternehmendeten Buchhändler zu Paris in den letzten Docennion des 15. und zu Anfang des Jahrhunderts, bediente sich dieses Verlagszeichens, lilipp Pigouchet druckte mehrere „Heures" (Horarien) für ihn, wie wir unter dem Zeichen desselben bereits bemerkt haben. Diese „Heures" sind wegen ihrer gothischen Schrift und bildlichen Ausstattung von grossem Interesse, Die Zeichner und Schneider, wahrscheinlich Eine Person, sind unbekannt, Uober die verschiedenen Ausgaben der „Heures" des Simon Vostre giebt Brunei in seinem „Manuel du libraire, Quatrieme Edition 4 Tomes. Paris 1844," am Schluss des 4. Bandes Auskunft,. Noch beschreibt B, Waigel, Kunst- Katalog Nr. 14,155 u. 14,150, zwei Ausgaben, welche Brauet unbekannt blieben. Das Schild mit den verschlungenen SV pllegt oben auf dem Titel zu stehen. 398. Sebastian Vrancx, Maler, geh. um 1573 (V) in Antwerpen, ~ gest. ebenda um 1047. Kr war ein Schüler dos (j? -r (\7 van Noort und im Jährt 1012 Vorstand der Lukas- yjD/ £$)// '-"iclo seiner Vaterstadt. Im Uobrigen ist man wenig ^y/ über die Lebensverhältnisse des Künstlers unterrichtet. " Kr gilt zuweilen für innen Sohn des alteren Kranz Francken; doch pflegte er seinen Namen auf seinen Bildern nicht Kranken, sondern Vrancx zu schreiben. Ausser seines vollen Namens bediente er sich zur Bezeichnung seiner Bildet auch des obigen ersten Monogrammes. Das zweite hier mitgotlieilto Zeichen ist auf einem radirten Blatte befindlich, welches man dem Künstler zuschreibt. Es ist im Geschmack des J. van de Velde gearbeitet und bietet die Ansicht eines holländischen Dorfes. Hechts am ('anal ein Garten, links an einer Schenke Männer und Krauen, lieber dot Thür des Wirthshauses sieht man das Monogramm. Qu. Kol. 399. Sebastian Vouillemont, Zeichner und Kupferstecher, gob. zu Bar sur Aube um 1010, lernte bei ü. Kabel und arbeitete dann 6* % i 84 SV. Nr. 400 — 402. ^ Y ®! Y lungere Zeit in Florenz und Rom. Man hat von Ihm n// ^p schätzbare Radir-ungen sowohl, wie Grabstichelblätter, nach seinen, wie nach anderer Kunstler Zeichnungen. ^yf ^5/" Die Blatter sind mit seinem Namen, mit den Initialen ' r desselben oder auch mit diesen Monogrammen bezeichnet. y Nach Robert - Dumesnil amfasst das Werk Vouillemont' 142 Nmumern. 400. Simon Vonet, Historienmaler und Radirer, geh, 1582 zn V Paris, gest. ebenda 1G41. Er wurde von seinem Vater, p t ' einem «ehr mittelmässigen Maler, in die Kunst eingeführt, ging dann nach London, wo er als Porträtist viel Beschäftigung fand, später herleitete er eine französische Gesandtschaft nach Constantinopel, von WO er über Venedig nach-Frankreich zurückkehrte. Im Jahre 1014 siedelte er nach Kenn Über und wurde dort rasch einer der angesehensten Künstler. Man ernannte ihn zum Director der Akademie von St. Lnca. Doch kehrte er. einein Kufe Ludwig XIII. folgend, in sein Vaterland zurück, wo er mit Aufträgen und Auszeichnungen überhäuft wurde. Vouet, der hauptsächlich Caravaggio und den Venetianern nacheiferte, gowann grossen Kinfluss auf die französische Kunst; P. Mignard, Chr. le Urun, B. le Sueur and andere Maler, welche im Zeitalter Ludwig XIV. glänzten, waren seine Schüler. Heber seine zahlreichen Malereien, wie über die Stiche nach ihm verbrettet sich das Künstler-Lexikon, Einige dieser Stiche, u. A. das Bildniss iles Papstes UrUan VIII. von Claude Mollan, sind mit obigem Monogramm bezeichnet, und es ist anzunehmen, dass er auch Bilder in dieser Weise signirte. Von eigenhändigen Radirungen des Meisters kennt Robert-Dumesnil, V. 7. r >, nur ein Blatt, welchem Nagler noch ein zweites hinzufügt, 1) Die hl. Familie in der Landschaft, Das Kind in den Armen der Mutler hält in der Linken zwei Kirschen, und greift mit. der anderen nach dein Vogel, welchen Joseph hinreicht. Halbe Figuren. Im Rande: Siede in bnutio a In madre il fii/lin l)i<> etc. Si V'imel jn. Bettip, Cum priciletiio Het/is ViSit. 11 7 Z. 5 L., Br. 7 '/,. 7 L. 'J) Magdalena in der Wüste, Kniestück nach rechts. Sie hält das Crucifii in der Linken und legi die Rechte au! das Buch. Im Rande vier lateinische Verse: Atiiore - laiitbere. iS'. Vonet Junen, le Blond exend. V. f. H. 11. 10 7, 8 L., Br. 7 /,. 8 L. 401. Unbekannter Maler, iV-^-w hier mitgetheiltes Monogramm auf einem Bildniss des Königs Stephan Bathory von Polen >^(j steht, l>as in Natnrgrösse und auf Holz gemalte Bild V Z \ heiindel sich in einer Sammlung (Graf Zamoysky ?) zu \ ^V Warschau. *—' V Bin Porträt desselben Königs, ebenfalls auf Holz ge- <- r-'H^'l malt, aber kleiner und in veränderter Tracht, besitzt das [')/ .historische Museum zu Dresden. Dasselbe trägt die [n- A S I I schrift: 8TBPHANVS. D.G* REX*POLONLE I57r. Das Monogramm ist klein und undeutlich, aber sicher dasselbe wie auf dem erstgenannten liildc. Die Bilder erinnern an das Porträt Stephan Bathory's unter den Holzschnitten .lost. Amman'». • 402. Stempel eines Londoner Goldschmiedes aus der Mjtto des , » v \ 17. Jahrhunderts. SV. Nr. 403—408. 85 403. Sigismund Vogel, ein Landschaftsmaler, welcher Ende des vorigen und Anfangs dieses Jahrhunderts in Warschau W \f thätig war. Nach dein Künstler - Lexikon lebte er von 1770-1818. Nach seinen Bildern and Zeichnungen, meist landschaftlichen und.architektonischen Prospocton, ist viel gestochen und lithographirt wurden, so von Frey. .1. Schuhmann, ('. A. Richter, Uonoist, ,1. Slawinski u. A. Auch sind uns zwei eigenhändige Stiche des Künstlers bekannt: eine Ansicht der St. Annenkirche zu YVilna, nach Kr. Sinuglowicz, 1807, Pol., und ein weihliches Porträt, nach Jul. Niemcewiez, 8. ohl. l>io Arbeiten Vogel's, wie die von Anderen gefertigten Nachbildungen derselben, sind meist mit dem Namen bezeichnet, wobei jedoch der Vorname zuweilen mit X und Zygm. gesehrieben ist. Aber auch obige Initialen kommen vor, so auf einem litnographirten Watte mit der Unterschrift: Widok Bäcederu, Pol. 404. Simon do laVallee, oder Valoe, Valö, Kupforstechör, welcher in der ersten Hälftodes 17.Jahrhnndorts zu Paris thätig war. S. V. SC. Kr hat eine folge von vier Landschaften, in Pol., nach l'oussin gestochen, Das erste Blatt trägt .den, Namen ValUe; dio andern Blätter sind unten rechts mit 5. V. signirt, 405. Sebastian Vonillomont, ein französischer Zeichner und Kupferstecher des 17. Jahrhunderts, von dessen Monogrammen S. V. bereits die Rode war. bat mit den Initialen verschiedene Blätter signirt. welche sieb in Robert-Dumesnil's „P.-grav. franc." 111. p. 3 ff. beschrieben linden. 406. Ferdinand do Saint Urbain, Medailleur und Architekt, geb. zu Nancy 10r>4. bildete sich in München, wie später &• ». in Koni, unter llcnerani's Leitung, vornehmlich zum o \r |,p Stempelschneider aus. Nachdem er eine Zeitlang im Inensto der Stadt, Bologna als Graveur geig VI{. arbeitet, wurde er als solcher und zugleich als [nBpoctor an der päpstltchefi Münze in Rom an- S. VRBA. <>I\ gestellt. Im Jähre 1708 wurde der Künstler vom Herzog Leopold von Lothringen nach Nancy berufen, wo er bis zu seinem I7.'is erfolgten Tode thätig war. Ausser päpstlichen Medaillen lieferte er eine Folge der Herzoge von Lothringen, verschiedene Schaumünzen auf das Haus Orleans, für Speyer, die Chur- pfalz, Cur einige italienische Pursten, Cardinäle u. s, w. Auf seinen Geprägen stehen die Buchstaben F. D, S. V. oder such die obigen Signaturen. Auf lothringischen Medaillen, insbesondere auf solchen der obenerwähnten Folge von lothringischen Herzogen, bezieht sich das S. V. auch auf Claude Ani/icstin du St. Urbain, welcher der Sohn des Vorigen war und als Medailleur ebenfalls an jener Folge mitgearbeitet hat. Er stand im Dienste des Herzogs Franz II. von Lothringen, und ging, als dieser als Franz I. den 'Thron bestieg, mit ihm nach Wien. Auch auf Medaillen mit Bildnissen Peters des Grossen begegnet man dem S. V. 407. S. Vanderhecht, ein belgischer Formschneider, von welchem uns Arbeiten in illustrirtcn Schritten aus den vierziger Jahren mit der hier mitgetheilten Bezeichnung begegneten. 408. Simon van der Does. Maler, geb. zu Amsterdam l(i53. gest. 1717. Schüler seines Vaters, des Jac. v. d. Does, genannt Tarn- J-\ 86 SV. Nr. 409- 410. SVDoCS JC90 h°" r ' Simon malte Landschaften, Thierstiicke, auch wohl figürliche Darstellungen in 'Irr Art des alten Netscher. Unruhigen Geistes soll er an verschied......n Orten gelobt haben und in Armuth gestorben sein. In der Sammlung du Bosey befand sicli eine in Tusche ausgeführte Landschaft, welche obige Bezeichnung trug. Br. 5Z.8L.; H. 6 Z. 5L. 409. Suter van der Even, S/7 &£ J? Töpfer in Dolft, bediente sich dieser Monogramme auf seinen Fayence- Arbeiten. S"~V»Jlx« 410. Samuel van Hoogstraten, Maler und Kupferstecher, auch Dichter, geb. 1027 zu Dordrecht. Er war ein Schiller seines Vaters Theodor und Rembrandt's, arbeitete in Wien, Rom und London, und starb 1078 in seinem Vaterlande. Wir haben das e Tr Monogramm des Künstlers bereits mit- getheilt. Auch die liier gegebenen _ Initialen kommen auf Bildern und ra- \) \\ 7 ^ dirten Blattern vor. /\1' \\/ Das erste Zeichen ist einem im v Museum zu Amsterdam befindlichen _ Gemäldo entnommen, dem Porträt- des Matthäus van f i/ j-p 1 der Broucke. Kniostück. Das zweite steht, nach 1/• i ■ Brulliot, auf einem grossen Hilde der Haager Galerie. S.v.H Die übrigen Zeichen linden sich u A. auf folgenden Blattern: Samuel van Hoogstraten, Maler und Schriftsteller. Halb- figur, sitzend, nach links gewendet. Kr halt eine Foder, mit welcher or auf ein vor ihm liegendes lilatt Papier Kolgende-s sehreiht: S. v. II. a«t. 50 D°. 77. Links eine Statuette des Atlas mit der Weltkugel. Unten vier Zeilen holländischer Verse von .1. Oudaon : HOOGSTßAETEN,. DIE 'T PENSEEL, otc. 8. Muys van Holy, Staatsmann, Bürgermeister von Dordrecht.. Halbfigur, en face. Oben links das Wappen Holy'sj weiter unten: A. Hlok- land pinx.. und darunter: S v. 11. Im Rande die holländischen Verse: QU '/AKT HIEB VADKRLAND.....DE DOOD ZELF OVERWINT. 8. Der Apostel Johannes, stehend. Kniostück. Seine Rechte ruht auf einem vor ihm befindlichen Kelch. Rechts, ziemlich in der Mitte der Plattenhöhe: 8. v. IL Oben in einem Bande steht: Johannes, während man im Rande folgende zwei Verse liest: 8HAE HAKT OF O.KZAR MI.J IN T'ATMOS HAN VERZOND, I IK LEUNDE OP 'S HEEREN BORST. EN STEUNDE OP 'T NIEUVV VERBONI). 8. St. Thomas, sitzend, bis unter die Kniee gesehen. Per Kopf ist von einem Heiligenscheine umgeben. Auf dein linken Knie des Heiligen ruht ein offenes Buch, in welchem derselbe blättert, während er in der rechten Hand einen Spies hält. Links, neben dem Heiligen, liegen Bücher. In der Mitte oben steht auf einem Bande t 'Thomas, unten in der linken Ecke: S.v.H. Im Bande liest man: MI.1N TWIJFEL- MOEDIGHEIT VERDWEEN DOOR KRISTI GLANS | DIE MI.J STANTVASTIG HIELT; TEN SPOT VAN VUUR EN LANS. 8. Männlicher Kopf. Mit kleinem geringeltem Bart und einer mit Pelzwerk verbrämten Mütze. In der oberen linken Ecke steht: Jan tan Leyden, Konin g tot Munster; in der rechten Ecke: S. v. IL SV. Nr. 411 — 414. 67 Diesei Kopf isl auch von P. Louw gestochen worden; das Original- Gemälde von Rernhrandt befindet sich in der Qaderie zu Kassel. 8. Ausser diesen Blättern sind noch einige Kadiningen in der von Hoogstraten 1678 publicirten Abhandlung über Malerei mit den Buchstabon S. >'. II bezeichnet, 411. Giulio Sanuto, Kupferstecher, welcher um die Mitte des 16. Jahrhundert« in Venedig thätig war. Bartsch, XV. p. 499 ff., beschreibt fünf Blätter dos Künstlers. a Nagler giebt im Lexikon Zusätze. Das Mono- " gramm sieht auf einem Blatte mit der Vermahlung der hl. Jungfrau mit Joseph. II. 13 Z. 7 L.. Kr. 7 Z. 8 I.- Links unten findet sieh der Buchstabe K., wes- halli wnhl auch Bartsch die Coniposition dein llafael beilegt. Der Künstler bediente sieh noch eines aus den Buchstaben J. V. F. bestehenden Monogramme.-;, welches mit Julius Vcnetut) facitbat zu lesen ist. 41^. Hans Veit Schnorr von Karolsfeld, Maler. Zeichner und Radirer, geh. zu Schneeberg im Krzgebirgo 1764, gest. zu y. If Leipzig 1811 als Director der dortigen Kunstakademie. Auf einein Stich von Steinla . wie auf einem Holzschnitt von Stehmann nach dem Meistor wird letzterer in dieser Weise bezeichnet, 413. Simon de Vlieger, berühmter Marinemaler, Zeichner und /Radiror, geb. zu Amsterdam angeblich 1612, doch dürfte das Geburtsjahr weiter hinaufznrücken sein, da ein in der Eromitage zu 8t, Petersburg befindliches Seestttek Vliegor's von 1624 datirt ist. Kr starb wahrscheinlich in Amsterdam um 1070. Von den Signaturen seiner prächtigen Zeichnungen und seines, ungefähr 20 Blätter zählenden, von Bartsch eingehend beschriebenen Werkes ist schon die Rede gewesen, nhige Bezeichnung, Simon Vlitger invenit bedeutend, findet sich auf einer Radirang S. Savry's nach des Meisters Erfindung. Eine Zigeunerin hält ein gekröntos Kind in den Annen. Halbe Figur. Links in der Ferne das Lager. Oben rechts auf einem Baumstämme steht das Zeichen. Das Motiv der Darstellung ist einer holländischen Comüdio : ., Die Zigeunerin " entnommen. Die Radirung ist, mit, dem Grabstichol beendigt. IL 4 Z. 8 h.; Hr. 3 Z. " 10 L. Selten. 414. Sienwert van der Heulen. Zeichner und Kupferstecher, der Kmle des 17. und Anfangs des 18. Jahrhunderts thätig war. Der Künstler, dessen Lebensverhältnisse unbekannt, wird von R. van Lyndon und A. v. d. Willigen, „Gesch. der vaderl. Schildorkunst," 1. 275, erwähnt. Die obigen ersten Zeichen linden sich in einer Folge von l(i gestochenen Blättern, welche verschiedenartige Vogel enthalten. Kl. Qu. Fol. Verlegt, von Peter Schenk in Amsterdam. Die beiden anderen Zeichen kommen in einer Folge von H Garten• Ansichten vor, welche den 'litcl führt: Oezigten cn Perspectiven wo ixi't Leven als anders iii't Coper gebracht door Sicuicert Vander Meuten, Anno MDCCVII. l'.r. Kl. Fol. Ebenso noch in einer Folge von IG radirten Blättern nach dem Künstler, von van der Latin , Darstellungen von Schiffsrhedon, Calfatcni der Schiffe, Stapellaufen u. s. w., mit schonen Hintergründen. „Nävi- giorum Edificatio." Gr. 8. MO Sv.A! . JV/W in,. 88 SV. Nr. 415— 123. 415. Eine Marke, «reicher man auf Dehler Fayencen (loa 17. Jahrhunderts begegnet, s VA\ <as Bild stellt einen Reitortrupp dar und ist auf Holz ^ vv - gemalt. 418. Salonion van Ruisdael, Landschafts- und Soomaler von Haarlem, ist von uns unter «lern Monogramm S. R. eingeführt. Derselbe bezeichnete seine Arbeiten ausserdem auch in den hier mitgetheilten Können. Die erste Form ist das gewöhnliche Monogramm, dessen er sich bediente. Svi- S v\,ti;'JöAl^'/(^l )^3 419. Servatius Rabon, Raevcn, Kupferstecher, welcher in den Niederlanden und auch in Nürnberg im letzten Drittel des \l/i 16. Jahrhunderts arbeitete. In inner Folge von 12 Blattern ^-"^ m n ,j en pöinijchgu Kaisern zu Pferd, nach .1. Stradan, lindct, sich das gegebene Monogramm aul' der Darstellung des Kaisers Titus. 420. Salomon van Rombonts, der Haarlemer Landschaftsmaler,» dessen Monogramm wir bereits unter Nr. 29.» ih — r j) , dieses Bandes gegeben haben, bediente steh auf y\0^' £> Oüt$ den an jener Stelle genannten Bildern auch noch dieser .Signatur. 421. Unbekannter Kupferstecher, von welchem man eine Copie nach Düror, die drei Dauern, von der Gegenseite kennt. <5V(D 8. den Katalog von Hartseh Nr. 86. 422. Stephan von Stengel, Liebhaber, Sammler, Zeichner und g p $ # Radirer, geb. 1750 zu Mannheim und gest. 1822 zu o q/'t , Bamberg. Er hat. einige Federzeichnungen und o V ol* 1810. landschaftliche Radirungen in dieser Weise signirt, 423. Friedrich Wilhelm ScllildOW oder, wie er nach seiner 1843, erfolgten Erhebung in den preussischen Adelsstand mit seinem vollständigen Namen heisst;. Friedrich Wilhelm von Schadow-.Godenhans, wurde geboren zu Berlin 1789 als zweiter Sohn des berühmten Bildhauers Gottfried w S\V. Nr. 124 — 427. 89 der anregonden Umgang ba versammeln, die ihm, Sohadow. Kr bildete sieh in seiner Vaterstadt, wie später in Rom, zum Maler .'ins and schloss sich der Richtung eines Cornelius, Over- beck ii. s. w. an. Nach Berlin zurückgekohrt, wurde er Professor an lortigon Kunstakademie und wnssto durch seinen fesselnden und eine grosse Anzahl von Schülern nm sieh zu Is er 1820 dazu ausersehen wurde , den nach München berufenen Cornelius als Director der Düsseldorfer Maler- Akadomio zu orsotzon, insgesauimt an den Rhein nachfolgton. Kr wurde so der Qründor der Düsseldorfer Schule. Die Principion seines Unterrichts legte er in einem Aufsätze des Kunstblattes von 1828 dar. betitelt: ..Meine Gedanken über eine folgerichtige Kntwiekcluiig des Malers." Es unterliegt keinem Zweifel, dass Schadow als Lehrer Bedeutenderos geleistet, denn als ausübender Künstler. Seine zahlreichen, fast ausschliesslich religiöse Steile behandelnden Bilder zeigen mehr oder weniger einen orkältcmlon üoborschuss an Reflexion, einen Mangel an gesunder Kmplindungswoiso. In späterer Zeit wurde der Kinlluss Schadow's von anderen Richtungen, die sich innerhalb seiner Schule geltend machten, durchkreuzt. Vieler und grosser Uhren sich erfreuend, namentlich bei Gelegenheit seines Amtsjubiläums 1851, starb er, in seiner künstlerischen Richtung doch ziemlich vereinsamt, im Jahre 18(52. Das obige Zeichen des Künstlers steht auf einem in Weimar befindlichen Madonnonlühle. f 424. Unbekannter Maler, welcher «m hundorts in Deutschland thätig war. Ljramm auf Dildnissen. die Mitte des 17. Jahr- Brulliot fand das Mono- 425. Simon Warenberger, Landschaftsmaler, Radiror und Litho- ., graph, wurde I7(>9 zu Pullach bei München geboren und J\ war bis zu seinem 1817 erfolgten Tod in München thätig, \f\T WO er auch seine künstlerische Ausbildung erhalten hatte. * ' Joseph Haubor hat Warenbergor's Bildniss gemalt und (-> radirt. Des Künstlers eigenhändige Radirungon, wie Kroide- /S Zeichnungen auf Stein, welche grossontheils zu den In- \ A i cunabeln der Lithographie gohöron, sind im Künstler- Lexikon verzeichnet. Die beiden hier mitgotheilten Monogramme linden sich auf Bildern, wie auch auf einigen lithographischen Blättern Warenberger's. 426. Nach einer handschriftlichen Notiz llazard's soll sich dieses /eichen auf der Copie eines Stiches von l,iicas Vorstermann, V\^/' mit einer Kreuzabnahme nach Rubens, linden. 427. Dies. w löob i Monogramm findet sich auf Federzeichnungen historischen Inhalts in der Sammlung der llandzeichnuugen zu München. Brulliot sagt, dass der ihm unbekannte Mono- grammist deutschen Ursprungs und in Bayorn gearbeitet zu hallen scheine. Nagler vermuthet in dem Zeichner den Stephan Wostiner, einen Maler, von Landshut gebürtig, der in Wien lernte und 1593 als Meister in München aufgeführt wird. Nach Lipowsky, bayer. Künstler-Lexikon, machte Westincr 1595 sein Probestück daselbst. «0 S W. Nr. 428 433. 428. W. Simulier. Zeichner und G.....'emaler in Düsseldorf thätig. Das Zeichen findet sieh auf einem Holzschnitt in der illustrirton Zeitschrift „Daheim", Jahrg. 1874, Die hübsche Darstellung mit der Unterschrift: „Drei Kittor von der Landstrasse" ist von Simmler gezeichnet. 429. Wilhelm Schneider, ein in Dresden lebender Landschaftsmaler ans der Schule Ludwig ßichter's, ha( sieh auf einigen Bildern und Zeichnungen dieses Monogramms bedient. 430. Diese beider Signaturen theilt Nagler in einer handschriftlichen Notiz dem Maler Sigmund Wolhuetter zu; %doch sagt er nicht, wo diese Bezeichnungen vorkommen. Wolhuetter war von 1548 1555 in Prag thiitig Kr zeichnete und malte die Turniere, welche Sil, r Erzherzog Ferdinand in dem genannter Jahre zu \X/ Prag voranstaltet hatte. Die Abbildungen werden, in vier Bänden geordnet, in der Andirascr Sammlung aufbewahrt. Ein Zeichen tragen die Blätter nicht, einige beiliegende Briefe ahm' bestätigen Wolhuotter's Thcilnahmo. Er bittel darin den Erzherzog um Angabe der Costüme und der Farben behufs Anfertigung der Bilder 431. Johann Wilhelm Schirmer, Landschaftsmaler ..... I ßadiror, ~ geb. zu Jülich 1808, gest. zu Karlsruhe 1861, von dessen v Zeichen bereits wiederholt, in diesem, wie im vorigen K -' r Hände unseres Wertes, die Bede war. hat auf Gemälden sich noch dieses hiorgogobencn Monogramme« bodient, w 432. Samuel Weisshuhn oder Wcishun, anfänglich al« Goldschmied, später ausschliesslich als Kupferstechor thätig. f$/ Einer Familie angehörond, die in vorschiedonon Gliedern auf den genannten Kiinstgchioteu thätig war, wurde er im ersten Jahrzohond des 17. Säeuluins /m Pirna geboren; 1035 arbeitete er noch dort; 1640 weilte er in Trag und um 1660 Hess er sich in Dresden nieder, wo er neben der Kupforstechorei innen Kunsthandel betrieb. Um 1670 scheint er noch geloht, zu haben, da in diesem Jahre P. I«' v. Troilo's „Oriontalische Reisobeschroibung" erschien, für welche er nach E. C. Hofman's Zeichnung das Titelblatt lieferte. Er hat Vieles gestochen, u. A. die Bildnisse des Kurfürsten Johann Georg I. und seiner Gemahlin wie seines Sohnes, nach C. Screta; ferner die Bildnisse des Kurfürsten Georg III.. des Generals Joh. Georg von Arnimb. Pol. Die Belagerung von Leipzig 1642. Qu. ki. Fol. Das Leichcnbegängniss Gustav Adolfs. Fol Anderos von ihm, Religiöses und Allegorisches, nach Screta. Massaneez und Hess, führt Dlahacz an. Mal)»), II. p. 808, theilt ihm obiges Monogramm zu; wir haben nur die einfachen Initialen S. W. auf seinen Blättern gesehen. 433. Unbekannter deutscher Kupferstecher um 1520. Man kennt von ihm Copien aus Martin Schongauer's Passion. 8. Bartsch S W VIII. 7. 1) Christus am Oelberge betend. Im Vordergrunde schlafen die Apostel. Kunde; Blatt, Durchmesser 4 Z. SW. Nr. 434-488 91 2) Die Gefangennehmung Christi. DeT Heiland steht in Mitte der Rutto und ein Jude rieht ihn am Stricke um den Hals fort. Rechts steht Petrus mit dem Schwerte, welcher den Malchus zu Boden ge- schlagen hat. Unter letzterer Figur stehen die Buchstaben 8 W. H. 4 Z. 1 L . Br. 2 '/, 8 L. Von diesem Blatte gibt es neuere Abdrücke, welche noch sehr scharf sind, 434. Sebastian Walther, Bildhauer, war ein Schüler des Nosseni und in Dresden thätig, wo er 1043 im 09. Lebens- "irp jähre starb. Das Grüne Gewölbe daselbst besitzt * vun ihm ein Alahast cr-Keliel', welehes das Gloria. Ö in exeelsis verstellt. «(" TOf Auf dem Decke] eines Passes, das links im \J5 \j\f Vordergründe liegt und an welehes sich ein llirte lehnt, ist obiges Zeichen angebracht, s 435. Unbekannter Kupferstecher oder auch Goßschmied, welcher .,„ in Deutschland tliiitig war. Man hat von ihm (T) V^^/Zi"/ o Ornamente mit diesem Zeichen. 436. Mit diesen Buchstaben bezeichnet, linden sich Blätter in folgendem Werke: ,,A Collcction nf Original Ktchings; con- S. ~W• sisting nf 7 original plates by Rembrandt. 0 after Rem- lirandt, by Vivares. 25 original plates by Claude (Lorrainl 1660. 3 dittii, by Dominique Barriere. 1651. 5 ditto, by Borizonti (,1. V. van Bloemen). 47 ditto, by Hollar. 1641 — 1647. 6 ditto, by Theodore van Kessel. 1654. 10 ditto, by Knncinfan. 17 Original l'late.. by Cornelius Bega. 1654. 21 ditto, by Castiglione. 7 ditto, by Silvestre. 48 by various Artists, after Rembrandt, Du Jardin, Delhi Delhi etc. 200 Plates. Price Ten Guineas. London, printed by J. Kay, Wellbeck Street. Cavendish Square. 1820." Pol. Rud. Weigel giebt in seinem Kunstkatalog, Nr. 17,022, eine ausführliche Hoschroihung dieser interessanten Sammlung, welche man zuweilen als Lewis- oder auch Woodburn Collcction angezeigt findet. Es sind demnach nicht 200. wie auf dem Titel sieht, sondern 2-5 Blätter. Mit S. IC. sind folgende Klafter signirt: Alte mil. kostbarem Trinkgofäss. G. Dow. Oval 8. 2 Bl, Landschaften . nach .1. Ruisdael. Qu. Pol. 6 Hl. Studien von Widderkünfon. nach (!. du Jardin. tju. 8. Weisel vermuthet unter der Bezeichnung den S. Woodburn. 437. Kdouard Swebach, Genremaler und Lithograph, welcher in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts in Paris thätig war. f"> \\ Er ist der Sohn des Schlachten- und insbesondere Pferde- Malers, wie auch Kupferstechers Jacques Swebach Des- fontaines (1769 — 1824). Kdouard folgte einer ähnlichen Richtung und behandelte mit Vorliebe militärische Sconon. Bilder und Lithographien von ihm sind mit den Initialen bezeichnet. 438. S. Williams, Formschneider in London. Man findet mit dieser Bezeichnung Arbeiten von ihm in einem Werke, wel- Sj \V clios den Titel führt: ., I'ittorexqtios antiquitios of the english Cities, by liritton." 92 SW. Nr. 139 446. 439. Diese Bezeichnung st»>lit auf Stichen von ,T. Bonneau, «reiche architektonische Gegenstünde enthalten. Der S W i>iv. Künstler ist unbekannt. 440. Simon Warenbergor, Maler, Badiror und Lithograph, dessen Monogramme wir oben unter Nr. 425 mitgothoilt, hat S W. i/C noch einige kleine landschaftliche Badirutigen in dieser Weise signirt. 441. Sebastian Wolf, Maler, war um 1586 — 89 in Frankfurt S thätig. Kr malte Bildnisse und historische Dar- \\// Stellungen, gewöhnlich in landschaftlicher Uiu- Y \/ # gebung. Bilder von ihm sind S. W. signirt. 442. Unbekannter Pormsclineider, welcher gegon Endo des 16. Jahrhundorts thätig war; wahrscheinlich jener Wolfgang 2,\V Stubor, wel.|i,'r nach .1. Hellen- in Wittenberg arbeitete. Diese Buchstaben, wolcho W. 8. zu lesen sind, stehen auf einem Bildnisse der Herzogin Anna Maria von Sachsen, Pfalzgräfin boi Rhein. 11. 6 Z. 11 L., Br. 4 Z. 2 L. Pas Blatt gohört in das Werk: „Abcontrafactur vnd Bildnis aller Oross Rertzoqe, ('hur vnd Fürsten -von Sachsen von 842—1509. Wittenberg MDXCIX." Fol. 443. Unbekannter Formschneider. Sein Zeichen findet sich auf der Titoleinfassung des Buchos: ,,Historie Jesuitica. 4. ^ W Basilea 1627." Zu beiden Seiten der Titolschrift sind [gnat, Loyola und Franc. Xavorius, beide in Ordenstracht, statuarisch dargestellt; oben eine Landschaft mit strahlender Senne; unten drei Caijfftuchen mit Bmblemon, Die. Einfassung des mittloron Emblems trjigt nebenstehende Buchstaben S W. 444. Simon Watts, Kiipfcrstochor und Formschneider, weh her in der zweiten Hälfte, iles 18. Jahrhunderts in London Heilig war. SW. I'' 1 ' radirto in Kupfer, und arbeitete auch in Mezzotinto und Zeiohnungsmanier. In <'h. ßoger's „A Oollootion of Prints in Imitation of Prauiugs. Lenden 1778." Ür! Fol , einem Werke, mit 112 vortrefflichen Fac-siuiilos, kommen Stiche von der Hand des Simon Watts vor. Von letzterem sind auch dio Holzschnitt-Vignotten, welche theils als Maler-I'nrtr.its in den Toxi gedruckt, theils als Titel- oder Sohluss- Vignetten das Werk zieren. Noch sind uns Blätter von seiner Hand nach der Angelika Kauffmann bekannt. 445. Simon Wagner, Maler und Zeichner, geh. 1799 zu Dammgarten bei Stralsund, war in Drosden thätig, wo er auch S W. seine künstlerische Ausbildung erhalten hatte und im Jahre 1829 gestorben ist. Er hat, zahlreiche Genrebilder hinterlassen, von denen einige mit den Initialen signirt sind. Ausserdem hat er die Zeichnungen zu einem Bilderwerke, in Pol., geliefert, welches im Jahre 1829 zu Dresden erschien. Das Werk fuhrt den Titel: „Scenen aus dem Leben Albreeht Dürer's von Simon Wagner, nach dessen Zeichnungen lithogr. von Johann Williard, liehst Krlautorungon von .1. (i. v. Qu and t." 446. Stanislas Worcell, ein polnischer Künstler dieses Jahr- f t hundert*, welcher im K\il zu London starb. Kr hezeieh- iS.\\/ r . hete zwei lithographirte Blätter: ein männliches Tort rat, I.. nnd das Porträt eines Hundes, ..Darling,-' S.. mit den Initialen SW. Nr. 447-464. 93 seines Namens. Wir kennen «Ins radirte Bildnis« dos Künstlers. 4., wissen aber nicht, ob es von seiner oder anderer Hand gearbeitet ist. 447. Swebach,, Maler an der Porzcllan-Manufactnr zu Sevres in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts. Er malte Laud- / /lW* sehal'ten und Figuren. 448. Marken der Thonwaaren- und Porzellan-Fabrik zu Swansea SWANS'EA '" Wales, gegründet 1750. eingegangen 1820. S'VVANNKAl 449. J. Walwasor, Kupferstecher, um 1554 thätig. 10s Bnden sich von ihm eine Reihe von Götterbüsten in y \A/ I fjil}4- Meilaillonl'orm, welche theils mit seinem Namen. theils mit den Initialen in der liier gegebenen Weise, d. h. verkehrt, bezeichnet Bind. Man darf den Künstler nicht, mit Johann Weichard Valvasor verwechseln. 450. B. W. Scott, Zeichner, in England thätig. Derselbe hat zahlreiche Illustrationen für „The illust.ratod fauiily Journal" V geliefert, von denen einige mit diesem Monogramm bezeichnet sind. ß 451. Unbekannter Kupferstecher, welcher am Ende des 15. Jahrhunderts in Deutschland thätig war. • ^'//'m' Christus am Kreuz. Links Maria und Johannes, rechts Longinus. Das Zeichen links unten. Copie nach Martin Schongauer. 11. 4 /,. 5 1,.. Kr. 8 /,. Maria mit dem Allen. Letzterer sitzt rechts. Copie nach Dürer. II. (i /,. li> 1, , Br. 4 '/,. 8 1.. Eine Dame zu Pferd, tlopie nach Dürer. II. I /,., Br. 2 Z. 10 I,. Wir handeln über diesen Monogrammisten an dieser Stelle, ohne damit das unklare Zeichen zwischen den Buchstaben S und II bestimmt für ein W ansei..... zu wollen. 452. Willem liomeyn, Landschaftsmaler, welcher zwischen 1680 und 16^0 in Holland thätig war. In der S. WRoMEY 1(H)5 Galerie zu Sehleissheim soll sieh ein in dieser Weise von ihm bezeichnetes Bild befinden, welches einen Hirten mit soiner Heerde darstellt. 453. Stempel eines englischen Goldschmiedes aus dem Ende des .vi -, 17. Jahrhunderts. 454. C"V P V (C^^ÄX/A' Markende'rfranzösischen 0-/V ,)I ^ W Fayence- und Porzellan- J- y . 1751 zu Hamburg, gest. 1818 als Universitats-Zeieheiilelircr zu (jüUingcn. -P 7 Derselbe hat landschaftliche Federzeichnungen in Gessner's Manier, ebenso wie Zeichnungen naturhistorischer Gegenstande mit den initialen signirt. 458. Georg Szymonowitz, Maler und Kupferstecher, welcher in iler ersten lliilftc des 1K. ,Iahi hunderts thätig war. Mau SzvillOll na * v "" ''"" ''•"'' 1 '''' Blätter nach Malereien des Lazaru Baldi. I>ie Blätter sind mit dem Vornamen und beistehender Abkürzung i\r^ Pamiüennamem bezeichnet. TV 'I 459. Dieses Zeichen ßndut 111:111 auf einem Holzschnitte aus dem 15 Jahrhunderte. Kr stellt die Marter des heil. Sebastian Til.ir. Der Heilige sieht mit einem Tuche um die Lenden in Mitte dos Blattes an einen Pfahl gebunden and neigt diis mit dem Nimlius versehene Haupt, nach links. Zu (Ion beiden Seiten des Blattes sieht man drei Männer mit ge- spannten Bögen, um die Pfeile auf den Heiligen abzuschiesson. Fünf Pfeile stecken bereits in seinem Leibe, Ausser den Schützen sind noch zwei bärtige Männer zu sehen, von welchen jener zur Linken mit der Hand'auf den Märtyrer deutet. Rechts oben ist der Buchstabe T. Unter dem Bilde ist, ein gedrucktes Gebet in 11 Zeilen: () du aaliger Sebastian wie t/roxs int dein glaub Hit für mich \ deinen dienet vnxern herren — — vor aller be \ trübnisa vnd engsten leibs vnil der xele erleget werden. Amen. |[. 0 /,. 7 L., Br. fi Z. 0 I,. Der Meistor T hat diese Darstellung zum Zweitenmale mit Veränderungen in Holz geschnitten, und dasselbe Gebet beigegeben. Der Heilige steht in Mille des lilallos ganz nackt, und ist mit, dem Klicken an einen Baumstamm gebunden. Zu beiden Seiten schiessen Männer Pfeile auf ihn ah, und zwei andere sehen dem Vorfahren ruhig zu. Rechts (dien sieht das Zeichen. Die Figuren sind fast nur im umrisse dargestellt, mil wenigen Sehallen. Zum Drucke ist Wasserfarbe angewendet. II. in H., Br. 0 Z. 10 I,. 460. Nagler führt in seinen handschriftlichen Notizen ein altes (jemälde auf, welches den l'llias in einer Landschaft darstellt. Letzterer ist als Pilger gekleidet und trägt an der Brust dieses Zeichen. Nagler sagt nicht, WO er das Gemälde sah; alier er bemerkt ausdrücklich, dass das Zeichen keine Kreuzform gehabt, sondern ihm als KUnstlerzeichen erschienen sei. T 461. T. Dieses Zeichen (heilt Christ in seiner „Anzeige und Aus- logung der Monogrammatum'' dem Jaoopo Kobusti, genannt Tintoretto, zu. Wir haben keinen Beleg für diese Angabe gefunden Indessen kennen Haiidzeichnungen des Meisters in dieser Weise signirt sein. 462. In der Galerie des Louvre findet sich ein Gemälde, die An- hefung der Könige darstellend, welches eine Zeit lang Hans T Holbein den Vater, später dem Sehne zugeschrieben ward Auf diesem Gemälde, in der Nähe der Jungfrau und hinter den Königen, sieht man eine Figur mit einem rothen Halsband, an welchem ein l.eddselimuck mil einem T hängt. Letzteres kann ein KUnstlerzeichen sein, aber auch, was wahrscheinlicher, nur eine fromme Zierat li, ein Antoniuskreuz. 96 T. Nr. 463 - 4C9. 463. Sigla oinor Münze dos lüini.uis Ferdinand vom Neapel, welcher 1458 iils iialiirlii'lii'r Sohn des Königs All'onso den Thron bestieg. [-—, Auf der einen Seite ist die gekrönte Büste dos Königs mit dessen TT Namensinschrift. Auf der Rückseite der Erzengel Rafael, welcher den Drachen ersticht , mit eirter Umschrift. Links vom Engel steht obiges Zeichen, rechts ein kleiner Adler, weil die Münze für Aquiki geprägt wurde. Die Sigla, welche sich auf Giancarlo Tramontano, von 1490—1600 Münznieister in Neapel und Aquila, bezieht, kommt auch auf kleineren Münzen des (dien genannten Königs vor. Iiiese Münzen sind beschrieben und abgebildet in V. Lazari's „Zecchi dejli Ahrnzzi 1858" p. 4 1 IV. 464. Brulliot, II. 2500. fand dieses ihm unbekannte Zeichen auf ^ Formschnitten mit Initialen und verrauthet einen denischen T Künstler des lii, Jahrhunderts darunter, 465. Toriaer Majoliken des 17. Jahrhunderts sind in dieser Weise bezeichnet. Herzog Philibort Kmanuel um Savoyen führte die Majolica- Fabrikation um das Jahr 1504 in Turin ein. 466. Unbekannte Marke auf englischem Thongeschirr. 1f T 467. Marke einer Porzellan - Fabrik in Worcester, welche häufig auf Imitationen japanesischer Porzellan-Gegenstände vorkommt. 468. Fayencen, in Toni gefertigt, tragen dioses'Zeichen; die dortige Fayence-Fabrikation geht bis 17'.n> zurück ', , i y i' Das Zeichen, welches Aubrj demAeltern zugetheilt ' wird, findet sieh insbesondere auf Jinitationen von Didt'ter und Niodenveiller ( Niderviller ) Fayencen. welche oft als alte verkauft, werden. 469. Diese Zeichen findet man auf Holzschnitten in verschiedenen französischen Werken mit Illustrationen. I >i>- ersteren T T* T könnten sich auf Th o m psnn , die anderen auf Te I I ie r & Sf beziehen. T. Nr. 470 — 472. 97 470. Amtlicho Zeichen der Gold- und Silberschmieds-Innung ZU London. Die Zeichen der genannten Innung bestehen aus den Buehstnbcn des Alphabets, welche jährlich wechseln; am Binde sich immer wiederholend, unterscheiden sieh die Buch- stabenfolgen nur durch die Schriftform von einander. Oio Zeichen deuten so, neben der Innung, zugleich das Entstehungsjahr der Gegenstände an. Nähere Auskunft hierüber, wio über die Jahre , welche der Buchstabe T bezeichnet, giebl W. Chaffers in seinem verdienstlichen Werke: .. Hall-Marks on Gold and Silvor Prate." Ebenso bedienten sich die Innungen der Gold- und Silbersehniiodc zu (Ehester, Ex- eter, Newca stlc u pon Ty ne, liir ming - ha in, Sheffield. Edinburgh, Glasgow und Dublin der wechselnden Buchstaben als lieschauzeichcn; jedoch scheinen, nach den viui Chaffers mitgetheilten Tabellen, die Buchstaben liier nicht Immer in Schildern zu stehen. Auch über die Übrigen zwei bis zuweilen fünf Stempel-, welche dieso amtlichen Zeichen zu begleiten pflegen, vorbroitot sich das genannte Werk. 471. Nach Graosso's „Guide de l'aimiteur do Porcolaines etc.", eine Marko der Porzollan-Manufactur zu St. Cloud. 472. Ein Zeichon der Fayence-Pabrication von Lille , welche von 1696 an datirt. T Monog-ramuiisten. Btl. V. 98 T. Nr. 173 — 478. 473. Dieses Zeichen findet man auf deutschen Thongofässen, _ deren 8tyl aul' Nürnberg, als Fntstehungsnrt, deutet! 474. Anthelme Trimolct, Zeichner, Maler und Radiror, geb. zu Lyon 1798, gest. daselbst 1845, lieferte viele Zcfeh- T: T, 1° nungen fttr den Holzschnitt. Blätter dieser Art sind wie hier angegeben bezeichnet. 475 Zeichen zweier französischer Sil Innungen, der Innung von Guöret, Orleans, I ><•]>. Loiret. Zeichen, »er- nnil Goldsehminds- Dep. Oreuso, und der von Waffenschmieden von Toledo angehöron. In dem Werke „La Arimrin Herd ou CoUeetioti des printiptdes pieces du Musee, 4 477. Unbekannter Formachneider T16. Jahrhunderts, Wohl derselbe nach Tirulliot eingerührt, haben. St. Boohus im Pilgergewande mit Stock und einer Art Schild wandert am Flusse hin; der Hund folgt ihm nach. Hechts auf dem Berge, der vom Müsse, auf sich erhebt, ist eine altdeutsche Burg, links sind Bäume, Das Zeichen steht auf dem Schilde, gr. 8. 478. Nach Malpe's „Notices sur les Graveurs," hätte Tizian Tsich dieses Zoichens bedient und zwar auf zwölf kleinen Stichen seiner Hand, welche dio Thaten des Herkules darstellen. H. 3 Z. lir. 4 Z. Ausserdem führt er noch einige andere radirte Illätter, ebenso oinige Holzschnitte, als eigenhändige Arbeiten dos grossen Meisters auf. Auch Holler sagt, dass or Mehreres in Kupfer geätzt und einige Holzschnitte gefertigt habo. Hör genannte Schriftsteller verzeichnet oben* falls einige Holzschnitte. lObenso lindet man anderwärts noch die Angabe, dass Tizian selbst dio ßadirnadel oder das Schneidemesser geführt habe. Abor sicher ist dies nicht der Fall gewesen und keines der beschriebenen Blätter rührt von ihm her. Wohl abor mag or hei einigen Blättern die Zeichnung eigenhändig auf den Holzstock gebracht haben. T. Nr. 479 — 483. !)9 wie es ja unsere heutigen Kunstler zuweilen noch zu fluni pflegen, Letzteres wird von Ridolfj bestätigt). Derselbe sagt ausdrücklich: dass Tizian die Zeichnung auf die Holztafebj selbst Aufgetragen habe, welche Boldrini, Andreani u. A. geschnitten. 479. Anf Erzeugnissen der Manufactur von Bevres vorkommend, 'J 1 pflogt der Buchstabe T. das Jahr 1772 zu bezeichnen. Die genannte Manufactur datirte lange Zeit, von 1753—96. dnroh Buchstabon statt durch Zahlen, A ist 1753. Von 1778 an beginnt das Alphabet von vorn, jedoch mit verdoppelten Buchstaben; so dass also AA: 1778 und RR: 1795 bedeutet. Vergl „The Oolleetnr's Hand Hook of Marks etc. by W. Chaffers," p. 125. 480. Johann Heinrich Tischbein, der Jüngere, Maler und l.'adirer, rj-, ^ geb. zu lla.vna 1742. gest. zu Kassel 1808. Er lernte 1 . tc Zeichen zwischen don Zahlen 5 und 7, d. h. 1857, stobt auf oinom schiinen Holzschnitte der genannten Zeitung 1857 Nr. 709. Kr enthält das Bildniss des Wilhelm Heinrich Dufour, Genoral der eidgenössischen Truppen zu Pferd. Vcrgl. auch Bd. I, Nr. 1342 u. 1359 unseres Workes. TA. Nr. 506 — 609. 106 505. Antonio Pantnzzi, Malor und Eadiror, aus Bologna gebürtig. rr-»-f Auf die Autorität von Bartsch hin, ist dieser Künstler I ]^ \ ]/\_ dos 16. Jahrb. irrthümlieh mit dorn Formschnoider Antonio da, Trcnto identifizirt worden. Vorgl. Nr. 17 und 570 dos ersten Bandes unseres Werkes. Ebenso dio nouo Ausgab« dos Künstler-Lexikons, Hand 1, wo E. Koloff in dorn Artikel „Antonio da Tronto" darlogt, dass dieser Antonio da Trcnto und Antonio Fantuzzi zwei ganz verschiedene Künstler sind, die nicht für eine Person gehalten werden dürfen, und dass dio Kadirungon des Lotzteron von den Tnndriiekblättorn des Erstoron ganz und gar zu tronnon sind. Fantuzzi bezeichnete seine Blatter auf verschiedene Weise. Auch die beiden obigen Zeichen thoilt man ihm zu, indem man das T mit Taglio oder Tagliatore zu erklären sucht. Das erste Zeichen findet sich auf einem radirten Blatte, welches nach rechts hin ziehende Kriegor vorstellt. Bartsch XVI , p. 412, Nr. 90, beschreibt dieses Blatt unter den Erzeugnissen der Schule von Fontainebleau, ohne eine Signatur zu erwähnen. Allein boi genauer Untersuchung bemerkt man an dem mit Gras bedeckten Stoinc, auf welchem der in der rochton Ecke befindliche Knabe den Fuss setzt, die liuchstabon TA. Bartsch hält die Darstellung für das Mittelstück eines Frieses; doch hat man unseres Wissens bisher dio Seitonstiieko noch nicht aufgefunden. Das zweite Zeichen giebt Bartsch," man lindot es ebenfalls auf Radirungen. 506. Stempel von englischen Gold- und Silberschmiedon, aus dem linde dos 17. und Anfang dos 18. Jahrhunderts. 507. Theodor Andersen, Manaaeistex in Ältona, 1849, bediente T A sich dieser Signatur auf Stempeln. 508. Unbekannter Formschneider, welcher Ende dos 16. und fj^ Anfang des 17. Jahrhunderts für Loydnor Vorleger thätig war. Sein hier mitgothoiltos Zeichen kommt auf folgenden Vignetten vor: Brustbild der Isis. An dio Flügel der Letzteren, welche Früchte emporhält, schliesscn sich Bänder mit Vögeln und Früchten. Sitzender Mars, inmitten eines Frieses von Laub und Sehniirkol- werk, zwischen dem sich Monschon und Thioro bergen. Eine Maske, Innerhalb einer aus Früchten, Blumengewinden, Vögeln und Schnörkeln gebildeten Einfassung. 509. Dm Zeichen eh» Buchdruckers und Vorlegers Thomas Aliselmus, welcher in dor ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu Hagenau lebte. Das Monogramm steht auf einem Schilde, den zwoi stehende Engel mit flatternden Spruchbändern halten. 106 TA. Nr. 510 — 515. 510. Diosc Zeichon, welche auf Münzon aus der Zeit von 1622 bis ,-p 1624 vorkommen, beziehen sich auf die Brüder Toinmaso A.B. und Agostino Bellagrandi, Münasmeirter in PemiT. TAB. • 511. Dieses Zeichen sah Brulliut auf einem Oolgomaldc. weiches ^^ er dem Giambattista Cima da Conegliano zuschrieb. A Es ist jedoch eine derartig bezeichnete Arbeit des -L-/A-. Meisters nicht bekannt und hinter der wahrschoin- -pv » p» lieh verstüinnielten Inschrift dürfte ein anderer KA K Künstlername verbärgen gewesen sein. 512. Unbekannter Maler oder Formschneider des 16. Jahrhunderts, dessen Zeichen auf zwei Bl&ttem Vorkommt, welche bereits Hand I, Nr. 450 beschrieben worden sind. HC 513. TADDEVS . ET . UlltiUORIVS . DE . ÖENIS. PINXEUVNT. MGCCCXX. In dieser Weise war, nach Crowe und Cavalcaselle. ein liild bezeichne! , welches vor Zeiten am Altar der Mareseotti in S. Agostino zu Siena hing. Das Bild war eine gemeinsame Arbeit des Taddeo Bardoli und seines Adoptivsohnes Gregorio (oder Ghirighoro) Cecchi von Lucoa, der nach 138'J in die Malerrolle zu Siena aufgenommen war. 514. Taddeo Zuccaro, auch Zucchero, Maler, Bruder des Federigo ,„ , . '. Z.. geb. zu St.. Angeld in Vado bei TJrbino lwlcc muent. ^ fc /ü ,,,„„ im gtiche nadh Tadeo Zuccu. inu. seinen Gemälden sind in dieser Weise bezeichnet. Die erste Bezeichnung bildet man auf einem von lleiiii'ieb llondius gestochenen Blatte, die niusicironden Musen darstellend mit der Uobor- schrift: Musiirum offkia. (jr. Pol. Die zweite Bezeichnung steht auf einem Stiebe jori Philipp Tbo- massin. Zwei Armeen in Action vor den Thoren einer Stadt; die eine auf der Flucht; von der anderen verfolgt. Unten liest man: Uomae iipiiä l'ltH. et Jo. TurpitlUlit. Hr. Gr. Fol. 515. Taddeo Gaddi, Maler, auch Architekt, geb. um liioo, gest. 1366. bedeutendster Schüler Giotto's, sig- TÄDEU -MEFJECJT " irt " m diosor U '' is< ' üiu iu Jum Horlinor Museum hclimlliehes Triptychon . dessen llauptbild die thronende Madonna mit dem Kinde, mit den Stiftern, mit Jobannes d. Täufer und Antonius iL Abt (Vi und den Aposteln darstellt. Goldgrund. Tempora. Die Inschrift unter der Ftissloisto der Madonna, des Innenbildes lautet: | ANNO .IM . M . CV.C, . XXXI III. MENSIS. SECTENBRI8 (sie) TADKU' MEPECIT. TA. Nr. 516 - 522. 107 516. Ein unbekanntes Zeichen. welches, nach W. f!hafTers, auf italienischem Majolicw vorkommt. 1540 517. Nach Christ sollen mit vorstehenden Buchstaben biblische ,., . ,, Gegenstände bezeichnet sein. Ob Stiche oderi'ormschnitte 1 . A . Jli. i s t nicht gesagt. 518. Diosos Zeichens soll sich, nach Brulliot, der Kupferstecher Antonio Fantuzzi auf Radirungen bedient haben. Fs ist ~T/J? bereits von diesem Künstler und seinen Hezcichiiungon melir- l'aeii die Rede gewesen. 519. Adrian Thomas Key, Maler, Sohn des Willem Key. Seine 'ff, Lebenszeit setzt man von 1644— 1590; als seinen Lehrer nennt man zuweilen den Jan Hack. Die Ant- worpner Galerie besitzt von ihm zwei ZU einem Votiv- bilde gehörende Flügel mit den Bildnissen der Familie de Snüdt. Wovon der eine Flügel mit dem voll ausgeschriebenen Namen nebst der Jahreszahl 1575 und darunter zugleich mit dem Monogramme des Meisters bezeichnet ist, wahrend der andere Flügel nur das Monogramm und die Jahreszahl 1575 trägt, Nagler bringt im ersten Bafide dieses Werkes, unter Nr. 4G2, Key mit zwei Forinsclmitlon in Verbindung, deren Monogramm jedoch einem anderen, als unserem Meister, angeboren dürfte. 520. T. A. Diese Signatur eines unbekannten 1! ü 0 h sc n mach urs -.- ist einem'Gewehr der Sammlung Krbach entnommen. iVI. Vergl. Deinmin's .„W'all'enkunde". f 521. T.A.MB. END. Unbekanntes Zeichen. Auf dem Gemälde im Palacco Sciarra zu Koni, welches unter dorn Namen: „La Bella di Tiziano" bekannt ist. linden sich unten links diese noch lin- godeufoten Buchstaben. l>as karrliche Jiild galt bisher für eine Schöpfung TizianV. neuerdings wird es von Einigen, von Crowe, Cavaleaaelle und Mündler. data Palma Vecchio zugeschrieben. 522. 1 AuAVAL nennt sich eine durch mehrere Generationen gehende französische Künsflorfamilio. Der bloso Familienname kommt als Signatur*auf einem in der Galeric des liouvre befindlichen Gemälde vor, welche« den Triumph der Amphitrite vorstellt. Der Name, von dor Jahreszahl 1777 begleitet, bezieht sich auf den Maler und Kupfer- 108 TA. Nr. 523 — 624. Stecher Hugo Taraval, geb. 1728 zu Paris, gest. obonda 1786 als In- spoctor clor Gobelinfabrik, Kr war der Sohn des Thomas ßafael Taraval. der als Hofmaler in Stockholm starb. Noch kennt man einen Louis Gustave und einen Jean Gustave Taraval. Erstorer ist ebenfalls ein Sohn dos Thomas Rafael, letzterei dagegen ein Sohn des Hugo Tarayal. Von Jean Gustave Taraval, geb. 1765 zu Paris und gost. bereits 1784 als Pensionär zu Born, hat man oin hübsches, solir seltenes, radirtes Blättchen. Dasselbe ist unbezeichnot und stellt den Ursprung der Malerei dar. Ein Mädchen zeichnet den. durch das Licht einer Lampe geworfenen Schatten ihres Geliebten auf eise Mauer. II. 52 millin.. Br. 25 inillim. 523. Girolamo d. Aeltere von Treviso, Malor aus der zwoiton —. . _._____._._. -.«•- ., . Hälfte des XV. Jahrhunderts. T AR VISSI. . MnO 14.. «We und Cavalcasello tühron von ihm ein kleines Tomperabild im Besitz dos Sign. Giuseppo Piccinolli in Seriato bei Bergamo an, darstellend den heil. Hieronymus, der fast völlig nackt mit ausgebreiteten Armen vor einer Grotto kniet, neben ihm Criicilix und liöwe, Umgehung Landschaft; ein kleines Blatt Papier auf dem Sclioosse des Heiligen enthält obige Inschriftreste; auf der Rückseite stellt in Soliriftzügon seiner Zeit: Hieron. Tarvis 1475 (?) faciebat in monasterii eremitani Padue. 524. Theodor van Thulden oder Tnlden, Maler und Badirer, geb. zu Hoi'zogenbusch 1607 and T rp , gestorben daselbst 1686, war ein a J- J ec - Schüler des Rubens. Mit2Q Jahren T» ~ rru t j 7- 4- „ 7 wurde er Mitglied der St. Lucas- l.dltval. deiin. etsculp. q Müt deren Decan er 1638 und 1639 war. Rubens schätzte sein Talent und nahm ihn mit nach Paris, wo Thulden ihm bei der Luxem- bourg-Galerio half. In der Folge bekam er verschiedene Aufträge in Frankreich. Dann kehrte er in die Niederlande zurück und legte oine grosso Fruchtbarkeit in Historien- und Genrebildern an den Tag. Obige Bezeichnungen kommen auf den von dem Künstler radirteu Blättern zweier Prachtwerke vor. Das oino Werk, aus 25 Blättern bestehend, führt den Titel: „Reve- latio (Jrdinis S, S. Trinitatis redemptionis capüvorum sub Innoeenzio 111. 1190. l'arisüs 1633." Gr. 8., und giobf die schönen und reichen (Kompositionen in der Kirche der Mathurins zu Paris wieder, in welchen von Thulden das Lebon des hl. Johannes von Matha und die Geschichte der Gründling des Ordens der Trinitarior bohandelt hat. Das andere Work führt den feierlichen Kinzug des Erzherzogs Ferdinand von Oosterreich, Infanten von Spanien, in Antwerpen 1635, nebst den Fostbauten mit ihren Gomäldon etc., nach den Entwürfen von Kubens vor; oino Folgo von 43 Blättern mit Titel und dem Bildnisse dos Cardinal Infanten von ,1. Neeffs. Gr. Fol. Das seltene Work kommt in Drucken auf Pergament und Papier vor. Die orstoron Weichen in Etwas von den anderen ab und sind betitelt: „Pompa in- troitus honori Serenissimi Principis Ferdinandi Austriaci llispanianuu Infantis etc. Antverpiae vonount oxomplaria apud Theod. a Tnlden, qui Iconum tabulae ox Arohetyjxis Rubonianis delineavit et soulpsit. — Anno Salutis (Jio.K7d.XLI." Exemplare auf Papier halfen den Titel: „Pompa Introitus honori Ferdinandi Austriaci Hispan. Infant. S. ß. E. Cardinalis a S. P. Q. Antvorp. doereta et adornata XV Kai. Maj. ann. TA. Nr. 525 — 527. 109 CIO.IOC. XXXV. Arcus, Pogmata Icones«. » Pet. Paolo Rubonio in- ventas nt deüneatas, Inseriptionibua omabat et commont. lHuatrabat Ca8perius Qeyartius. Iconum tabolas ex Archotypis lluhenianis delinoavit et sculpsit Theod. a Tuldon. Antverpiae apud Joannem Meureium." Am Bude: „Antverpiae oxeudebat Joannes Monrsius typographus jtrratus, anno ualutis . ICC.XLII." Gr. Pol. 525. Unbekannter Töpfer oder Maler, welcher in Delft thätig _______ war und Fayencen in dieser Welse bezeichnete. 7V> 1719 o 16 526. Theodor (V) Wilhelm Achtermann, Bildhauer, gel). 15. Aug. 1790 in Münster (Westphalen) als Sohn eines armen Schroinornioistors, war liis lu seinem 28. Jahre Land- mann, erlernte hierauf «las Tischlerhandwerk und zeichnete sieh bald durch Schnitzarbeiten aus. Mehr und mehr den künstlerischen Beruf in sich fühlend, ging er in seinem 32. Jahre nach Herlin und begann auf der dortigen Akademie seine Studien; seine raschen Fortschritte öffneten ihm das Atelier Bauch'a und später Tieck's. Seine künstlerische Ausbildung vollendete er zu Born, wo er bleibenden Aufenthalt nahm. Von Maus aus mit Vorliebe religiöse Gegenstände behandelnd, folgte er fortan ausschliesslich der streng kirchlichen Richtung, welche in der Malerei Ovcrbeek und seine Nachfolger vertreten. Die berühmtesten von seinen Werken linden sich im Dom zu Münster: eine Pinta- und die Kolossalgruppe der Kreuzabnahme; Arbeiten, über welche die Ur- thoile weit auseinandergehen. Immerhin aber lassen sich Achtermann's Werken, bei lleissiger Ausführung, würdige Einfachheit der Auflassung und warme Empfindung nicht absprechen. 527. Das erste dieser Zeichen, welches nebenstehend vergrössert | 1 ist, hat einige Aehnlichkeit mit jenem, welches ^' Bartsch P. gr. IX. Monogr. 307 gibt, nur fohlt bei D J_) dem genannten Schriftsteller der Strich durch den oben) Thoil des B, welcher aber nicht zufällig ist. Diesos Monogramm steht links an der Säule einer architektonischen Umfassung, in welcher ein Wappen angebracht ist. TJobor don beiden Wappenhaltern steht auf einer Bandrolle links und rochts dor Name dos Eigonthümors: HANNS MAßSTALLER, und obon auf. dem quer sich fortsetzenden Bande liest man: 1 GOTT 5 ALEIN 00 DIE « EHB4. Oben über dem Bogen erscheint Gott Vater in Wolkon und am Bogen herum steht in thoils zusammengezogenen Buchstaben: GELOBET . SEI PKB NAM DES HEB PER GEMACHT HAT. HIMEL. V. EB. Unter dem Wappen ist eine Landschaft mit einer Burg rochts und links, dann ein Bittor zu Pford und ein an den Baum gebundenes Pferd. H. der Platto 7 Z. 10«/, L, Breite 6 Z. 1 L. P/iosos Wappen schoint Arbeit eines Goldschmieds zu sein und nur durch Vergleich kann man finden, ob der Stecher jener Monogrammist TB. ist, dessen Bartsch erwähnt. Dieser bediente sich auch 110 IVB. Nr. 528 6291 eines Monogramms TBE, wenn nicht TBB zu losen ist, wie auch Bartsch vcnnuthct.. Somit dürfte auch da« gegebene Zeichen die Buchstaben TBF vereinigen. 528. Giovanni Battista Tiepolo, Mal«* und Badilrer, g»b. zu Wmedig 1G9S. gest. zu MatWd 177o. Schuler von G. LaKarini und Franeosehini. 1 >rr Meister ist bereits im ersten Bande dieses Wortes eingeführt. Mit den beiden letzten Monogram- j-l ^U. tf r/' + men > welche an dieser Stelle noch ■*"^ JL/ Jtcit zu geben waren, wiederhelen wir zugleich, der bessern Uebecsicb.1 wogen , die bereits früher imlgcthoiltcu. 5 I 529. Unbekannter Kupferstecher, welcher in Deutschland um die Mitte des 16. Jahrhunderts thütigwar. Bartsch und l'assavaut tlieilen ihm Folgende Blätter unter den hier wiedergesehenen Zeichen ZU: /w -t" Sigmund von Horbersfain, als Orientale ge- ß >B Jj kleidet. Halbfigur, ziemlich Profil und naeh links gewendet. In der runden Umfassung des Porträts TB. liest man : „Sigismund Frevherr zu Horborslain etc." Links unten linden wich, auf einem offenen Bache, > . wie oben viui uns angegeben, die Buchstaben TB, II. 5 Z. /fey) 1 L„ Br. 4 Z. 4 L. ( {/ Derselbe. HalJbfigur in Dreiviertel-Ansichl und muh rechts gewendet,, in einer Ornamonten-Bordüro. Eine Tablette enthält die Jahreszahl 1541. Weiter unter liest man: „Sigismundu» liher Barn in llerhiirstain — veste tureali." Die Buchstaben '1' und B sind unten, der eine links, der andere rechts angebracht, IJobcrmann. Ilalhligur in Dreiviertel-Ansichl und naeh links gewendet. Die Inschrift lautet: „Haue hahuit faoiem. bis nenn ubi lustra peregit, Vberman virtutc potens, rirtutibus auotus etc." Weiter unten das Zeichen. H. 10 Z. 8 L., lir. GZ. 11 I,. Kaiser Maximilian 11. Büste in Dreiviertel-Ansichl gegen rechts gewendet. In einem mit vier allegorischen Figuren verzierten Oval, welches die Umschrift zeigt: Maximüianun II. Dti gratia etc. |>as vierte der obigen Zoichen unten links. H. 17 Z. 6 L., Br. 12 Z. (I I,. Das Wappen Urban's, Bischofs von Passau. Mit der Üeberschrift: Vibaitun deo gracia episcopus Patavien. aetatix HU Do. 1064. Die beiden Buchstaben finden sich unten, der eine links, der andore rechts. H. C Z. 2 I,., Br. 4 Z. 1 L. Kaisei Maximilian II. Ganze Figur, unter einem Bogen stehend. Er trägt runden Hut und Mantel und hält in dor Hand einen Brief. Auf einem Schildchen liest man: Maxiniilimius II Dei gratia clectitK rinn. Imperator etc. Darunter findet man das obige zweito Monogramm auf einor Tablette; auf oinor anderen rechts: Anita 1565, ß August, H. 8 Z. 11 L„ Br. 3 Z. Paul, Abt von Tomosvar. Halbfigur nach rechts gewendet. Kino Tabletto unten enthält folgende Inschrift: JMAGO ßMl PAVLI ABS TKMII QQNSis DEI G. EPI TRAS1LV . Z. L. JETA . SVAE AN. TB. Nr. 580 — 684. 111 HMTII.SAI.VT. VEBO MDLXVI.SOLA VIKTVS VKKIO NOHIUTAT. Rechts das obige dritte Monogratni^r H. 7 Z., Br. r> Z. Das Wappen ii,.« Hofmarschalls. 1884, Kl. Pol. 530. Drei Monogramme vom Majolikamalern aus Kaenza, einem clor berühmtesten r i WM| i n ntnl ältesten Fabri- kjtionsorto der italienischen Majolika.. Das erste Zeichen sieht mau lt.' A. auf einem Toller, mit Apoll und Marsvas, tm British Museum; das zweite auf einer £-------v. Platte mit der Dar- r~N (___) Stellung der Auf- erstalfung im South Keiisiu';lnn Museum. 531. Marke der k. Fayence- 'und l'orzcllan -MftBufactnr zu Rate bei Lissabon. TT 532. Unbekannter Kupferstecher, welchen Hrulliot I. 1125 der ty-j italienischen Schule vindicirt, da das Blatt mit obigem Zeichen J3 in der Weise des Agostino Carracci gestochen ist. Ms stellt den hl. Ilvacintliiis mit gekreuzten Händen tausend dar, wie ihm die hl. Jungfrau mit dorn Kinde erscheint. Aus ilirein Munde geht folgende Schritt: Oauda füi Jtitcihte etc., und unten steht; S. 1ACINTVH POLONVS - FVNDATOK. Diese Darstellung steht nach Hrulliot in einem Rahmen, welcher aas Hämo- und Fcldl'rüchton gebildet Ist. Hörner sah einen Abdruck, wo unten keine Zierleiste sich befand, und wahrscheinlich nie eine vorhanden war, da die unterschritt durch eine Horizoutalliiiie begrenzt ist, woleho sieh auch in die mit Früchten gefüllte Einfassung rechts und links hinaus erstreckt, und diese somit ahschliesst. Bs scheint also nicht, dass die Platte grösser gewesen und unten ein mit Früchten gefülltes Rahmenstück gehabt habe. H. des Kuhnions 8 Z. 3 L. f der Platte 8 Z. 4 L., Br. 6 Z. 6 L.; 6 Z. C L. 533. Dieses Zeichen gehört einem Lithographen an. welcher für _ die Zeitschrift: „Totti Frutti der neuesten Literatur des Aux- fi landes 1839", einige Blätter in Fodormanicr nach französischen und italienischen Originalion geliefert hat. Zwei Blattet ont- halten Hcenen aus „(jlil Blas". Ein anderes stellt den Auctionator aus dem \V r erke: „Los Anglais peints par eux-momes " dar. Auf diesem steht der undeutliche Name ,1. oder T. Bosch, odor Böscho. 534. Theodor de Bry, geh. zu Lüttich 1528, gest. zu Prankfurt a, M. 1598, war Zcichnor, Kupferstecher, Goldschmied und Buchhändler und entfaltete auf diesen Gebieten, insbesondere zu Frankfurt, wo er sich um 1570 niederlioss, im Verein mit seinen Söhnen, Johann 112 TU. Nr. 534. t; r-rj-i r-cri Imtji t-l^JUJKl Joliaiiii Theodor, eine ungemein jD . ß rege Tnätigkoit. Er bediente sicli beistehender Zeichen auf (Ion Illustrationen seiner Verlagswerke, wie auch auf seinen übrigen T~D TTTR Mättorn. Ueber die Signaturen seiner Sühne ■ -D . . JL.JJ.JJ. ist im orston Bande dieses Werkes gehandelt. Von seinon Verlagsuntornehmen nennen wir: „Collootioncs peregrinationum In Indiam uriontal. et oocidental. Franeof. a. M. 1590 —1684." Fol.; oin interossantos Werk, welches in zwei Ausgaben, einer lateinischen und deutschon, erschien. Was de Bry's Thätigkeit als Kupferstecher betrifft, so arbeitete er in der Manier der ersten Jahre des IG. Säculums. Seine und seiner Söhne zahlreichen Blätter sind von foiner, aber etwas trockener Ausführung, Dieselben sind in guten Abdrücken nicht mehr häutig zu finden; selten sind seine Folgen mit Goldsohiniodsvorziorungen , wie : Grotis for die Golschmit und andern Kunstiger. Grotis for los orfeure et auttre artissien 1589. Folge von vier Blättern mit Friesen. Auf dem ersten obiger Titel, unten im Rande: ., Theodore de Bry. fe. et ex ." Die übrigen Blätter mit T . B. H. 80 m., Br. 180 m. Grotisch für alle Künstler, Grotis povr tovs artisien. Folge von 4 Blättern mit Friesen von Laubwerk, Figuren. Thieren und Früchten. Jedes Blatt hat drei Cartouchen in gleicher Linie. Das erste enthält obigen Titel, das zweite zeigt die Religion mit dem Tode zu ihren Füssen, das dritte den guten Hirten (Fgo sunt pastor bonus), und auf dem vierten steht im Rande: „Manvs Manvm Lavat". Auf dem Titel liest man don Namen des Tb. de Bry, und alle vier Blätter tragen die Initialen desselben. H. 07 m, Br. 40 m. * Folge von 4 Blättern mit Friosen von Ornamenten und Grotesken auf schwarzem Grunde. Auf dem ersten „Theodorns de Bry fe .''. auf den andern die Initialen. H. 73 in., Br. 156 m. Diese seltenen Blätter Wurden auch eopirt. Folge von 4 Blättern mit Ornamenten für Bijoutorio-Arbeitor auf schwarzem Grunde. Sie stellen Agraffen, Knüpfe, Ringe, Garnituren für Gürtel etc. dar, und sind sehr zart gestochen. Auf dem ersten: „Theodorns do Bry". H. 81 m., Br. 111 m. Folge von 4 Blättern mit Verzierungen zu Schalen. Runde, mit je drei Medaillons von römischen Kaiserbrustbildern und lateinischer Umschrift. Auf dem «taten Blatte: Theodor De Bry Fecit Et Kxc.rtde.lmt, auf den anderen die Initiale«. Durchmesser 122 m. Folge von 4 Oapitalblättern mit Mustern zur Verzierung von Prä- sentirtellorn, mit figürlicher Darstellung in Runden mit holländischer und französischer Umschrift. Durchmosser 122 m. 1) Bio Charit*» mit zwei Kindern. In den Bordüren Worko der Barmherzigkoit zwischen Ornamenten. „(Jharito ioieiisenient donnöo, charitc ä chaseun bonno otc. Theod. de Bry invent. 1588." 2) Do Hoopman van Narhoit. Ein Kopf mit zwei Gosichtorn, von einer Seito das Medaillon dos Horzogs von Alba, von clor andern die Masko der Narrheit. 3) Orgvoille Et Follic, Kopf mit zwoi Gosichtorn von Grotosken umgeben, mit den Initialon T. D. B. F. 4) De Hoopman van Weishoyt otc, Modaillon mit dem Bildnisse des Wilhelm von Nassau. Die Einfassung von Ornamenten und Grotesken auf schwnrzem Grunde. „ The .De Bri. F . Et. Ex ." TB. Nr. 535 .-537 . 18 Folge vmi 4 Blättern mit Mustern zu Agraffen, auf schwarzem Grande. Jede zeigt im Oval eine flgorllohe Darstellung, welche mit grüsster Meisterschaft gestochen ist. Aoussorst seltene Blätter. Polgo von 4 Blatten) mit Garnituren zu Dogen, Dolchscheiden und Griffen. In Medaillons sieht mau biblische und mythologische Darstellungen. Mit dem Namen und den Initialen. H. 96 m„ Br. 83 m. Sehr seltono Blätter. 535. Thomas Bewick, ein ausgezeichneter englischer Form- Schneider, dossen Anregungen man, nicht nur in Eug- HR ""PL land, sondern auoh auf dem Continante, die Wiodor- ___ p -"-^ aufnähme des Formschnittes hauptsächlich zu danken c Tfi hat. Er war zu Ohorryburn 1758 geboren und starb (y-'/'J zu Newcastlo 1828. Von Haus aus Eupfersteoher und als solclior ein Schüler Beilby's, trieb er anfänglich das Pormschneiden nur nubonboi; donnoch brachte er os rasch zu oiner solchen Fwrtigkeit, dass er seilen im Jahro 1775 mit einem, nach eigener Zeichnung geschnittenen Blatte, oinem Jagdhunde, den von dem Londoner Kunstverein für den hosten Holzschnitt ansgosotzton Preis gewann. Bewick wendete sich hierauf ausschliesslich dor Holzschneidekunst zu, und die nächste Frucht seiner Vervollkommnung darin war sein Fabelbuch, 1781 ; ferner eine Naturgeschichte der viorfüssigon Thiere, welche nach eigenen trefflichen Zeichnungen 1790 zu Newcastlo und 1811 in London erschien, wie 1809 eine Naturgeschichte dor britischen Vögel, Dor Formschneider excellirt in dioson Werken zugleich als gowundtor, fein beobachtender Thiorzoichner. Musterhaft ist auch seine Darstellung der Pflanzenwelt in Thornton's „A New family horbal. London 1810". Mit Holzschnitten von ihm nach Zeichnungen von Benderson, Bewick lieferte ausserdem noch verschiedene andere Illustrationen und manches berühmt gewordene einzelne Blatt aus dem Leben der Thierwelt, wie Chillingham-Bull, das kranke Pferd u. s. w. Durch seine Verbesserungen der Technik erzielte er eine Wirkung, welche dem tief im Verfall befindlichen Formsehuitf seiner Zoit vollständig fremd war, und diese Wirkung seiner Arbeiten wird durch seine geistreiche, kecke Zeichnung noch erhöht, Unter den trefflichen Schülern, die er ausbildete, nennen wir: Chariten, Nesbit, Olonnel, Roh. Johnson und W. Harwey. Bewick hodionto sich obiger Zeichen, moistens des zwoiten, weiss auf schwarzom Grunde. V 536. T. Bortron, Kopfersteoher, welcher, nach Heineire, Dict. II, j). 05t, zu Paris um 1705 lebte, einige Folgen von Blumen, nach der Natur gezeichnet, publicirte, und sich dos hier wiedergegebenen Monogramms bediente. Die eine Folgo führt den Titel: „Paniers et corheilles do fleurs". 537. Dieses Monogramm steht auf einem Holzschnitte, wolclior die Beerdigung der Maria vorstellt. Das Zeichen des r LF unbekannten Formschneiders ist am Grabe angebracht, 0^^3=5, Xj weitor unten rechts findet man noch die Buchstaben G. P. P, welche sieh auf den Zeichner beziehen dürften. Nach Bartsch, welcher das Blatt beschreibt, bositzt die Hofbibliothek zu Wien die Holzplatte. H 4 Z. 6 L., Br. 4 Z. 1 L. MoiiOfjrammlaten. Bd. V. g 114 TB. Nr. 588 — 645. 538. Nach Brnlliot, 1, 1118. befand eich dieses Zeichen auT cinom _ Historiengemälde, mit tebensgrossen Figuren, in f T | ^ einer Privatsammlung zu Haag, Ein weiterer r-v Anhalt zur Deutung dos Zeichens wird nicht n iks. * egeben - 539. Egidius oder Gilles van Tilborg oder Tilborgh, Maler und n ■ . | Kadirer, •■■('Ip. 1025 z Hrüssel, f,'°st. um 1678, Schülor vou \_J Toniers d. .1. Er behandelte ähnliche Gegenstände, boson- J_) dors Kirmessen. Zu einor geschickten Anordnung kommt bei ihm eine lebendige [ndividualisirnng dor Köpfe, eine klare, wenngleich bisweilen etwas bunte Pilrbnng und oino fieissige Ausführung. T 540. Zeichen eines unbekannten Schroibmeistors, welchor gegen Endo des IG. Jahrhunderts thütig war, Man findet dieses Monogramm auf einem gestochenen Gedichte, betitelt: „Der Rheleuth Rochen Kunst". Dor Rand ist mit Schreiborzügen verziert. 541. Diese uns unboknnuton Zeichen iindou sieh auf Holzschnitten r _ -„ zu Fries: „Chronik von Würzburg, 1848." 8°. B öl 542. Stempel eines englischen Goldschmiedes, BJ 543. Mit diesen Zeichen, zuweilen auch mit den einfachen Ini- tialcn T. B. signirten: ■k Tonnies Bremer, Münzmeistor der Stadt Hannover, 1019 1628, und: mn Thomas Beruard , Stempolsehnoidor in Paris, 1678 ü> 1V1G. & 544. Theodor Boeyermans, Maler, gob. zu Antwerpen 1620, gest. 1677 odor 1678. Sein Lehrer ist nicht liokannt, 6V>ch schoint er sich hauptsächlich nach van IH'ck gebildet zu haben. Kr wurde 1654 in die Antworpnor Lucasgilde auf- genommon. j i Im k. Museum zu Haag lindet sieh fRf)Pi/t>i*rruvn\J\ von ium oin Bild ' mit einem liegenden n veyt l m a n a c/. F1 , lg8go tt, unter obigor erster Bezeichnung. Ebenda kommt auf einem Gemälde, welches in vier Figuren die Jahreszeiten darstellt, dio zweite Signatur vor. In letzterer Woiso sind auch zwei Bilder dor Antworpner Sammlung bezeichnet. 545. In Maburly'a „Print Colloctor" wird dieses Zeichen oineni Kunstliebhaber , Namens Thomas Banks , zugctheilt. Nach A. W'yutt ■ TU. Nr. 546 ■ r >49. IIB TB.' aber gehört es dorn Joseph Banks, einem Gelehrten, welcher Cook iiuf seinen Reisen um die Knie bogloitotc. Borselbe hatte zahlreiche Sammlungen zusammengebracht, dio um 1820 an das British-Museum übergingen. 546. Theodore Belbrule, Kormschnoidor, arboitoto gegen Ende k des 10. Jahrhunderts in Limoges und in Paris. 1) Die Verkündigung'Mariä. Maria sitzt in einem Zimmer und wendet sich en face gegen den Engel, )9C welcher links orschoint. Links unten am Fusso oines Haspols TB. H. 10 Z„ Br. 6 Z. 6 L. • 2) Das Piingstfost oder dio Erscheinung des hl. Goistes. Dio versammelten Apostel Bind gut gruppirt. Zwei derselben im Grunde halten grosse Biichor. Hechts unten sind die Buchstaben T B. in der Grösse des obigen Blattes. Die genannten zwei Blätter, von etwas trockener Behandlung, sind aus einem Missale. 3) Sibyllarvm drodeciro. Oracvla, ox antiqvo libro latine por Joan. Avratvm peetam et interpretem Kegiiim. et gallice per Clavdivm Binetum odita -. Paris 1586, kl. Pol. Die Zeichnungen lieferte Jean Kabel. Aul' einer Vignotto des Blattes (!!;). steht das obige Monogramm zwischen den Buchataben T B. 4) Vignetten mit Blumen zur Zierde von Druckwerken, 547. Jan jenem des L. Ba Hände unter Nr. welches ebenfalls findet sich auf eine ruhige Set lieber Kandelaber, am Ufer ein Louehtthurm. Auf dor andern Soite die Gebäude oinor Stadt. Links auf einem Zottel, der im Meere chwimmt, das Zeichen. Tönnies oder Teunisz Blankhoff, Landschafts- und Seemaler, geh. zu Alkmaar 1628, gest. 1670. Schüler des Arnold Teerling, Piet. Schynburg und Oosar v. Everdingen. Das Monogramm, mit dorn er gewöhnlich seine Bilder bezeichete, und wolchos mit huyzon oft verwechselt wird, ist boreits im orston 2588 mitgetheilt, Das hier wiedergegebene Zeichen, ; dio Initialen dos Künstlernamens zu enthalton scheint, einem Bilde dor Augsburgor Gallerte. Dassolbo stellt dar, mit Dreimastern. Rechts auf oinor Sandbank ein Zeichen auf Turiner Majolicen des 18. Jahrhundorts. 549. Zeiohen englischer Goldschmiede. Marks ". VergLW. Chaffor«: „Hall ,T.I',i 116 TB. Nr 550 — 555. 550. Fayencen, um 1710 in Ronen gefertigt, tragen dieses unbekannte Zeichen. TB 551. Unbekannter dentscher, wenn nicht französischer Kupfer- T,-, ■ stecher aus dor ersten Hälfte dos 16 Jahrhunderts. JJ Das Zeichen dor Gesellschaft vom Namen Josiis. In der Mitte sieht man die flammondo Hostie, und über dersolben das hoiligo Monogramm, das Ganze vom Rosenkränze umschlossen. Das Jesuskind sitzt auf einem verwundeten Herzon und trägt das Krouz mit dor Dornenkrone. Diese Darstellung umgibt oin Band mit der Schrift: In nomine Jesu omne (jenv fleetatvr celestium etc. Links unten ist dio Verkündigung dargestellt, mit der Schrift: Vocabi.i: turnen : eivs .- Jesvm : Lvce : J., und rechts dio Boschnoidung mit dor Inschrift: Vocatvm : est • nome : eiv.i : IHS : I/o : />. Diese Darstellungen sind in oinor droisiiiiligon Einfassung, und an dor Basis dor orsteron stobt links .T., rechts B., mit dor Jahrzahl 1548 in der Mitto. Im Rande stobt: La : Vonfruternite : dv : nom : de : IHS. H 164 m., Br. 120 m. 652. Ein Blatt nach Abraham Bloemaort, dio christlicho Liobe Ti darstellend, von einem unbekannten Kupforatoehor, soll mit 1 -t> den Buchstaben T. B. foc. bezeichet sein. Wir habon keine weiteren Nachweise über dasselbe auffinden können. 553. Dor französische Blumenmaler Budeson oder Bodesson, _ geb. 1650, gest. 178(), signirte in dieser Weise. 4 gostochone 1 . B . Blatter, Blumenbouquets in Körbchen dargestellt, Kl. Pol, sind mit: „J. F. Chereau exeud.", und zugleich mit obigen Initialen bezeichnet. 554. Thomas lSurford, englischer Mezzotintostocher, welcher um ._ die Mitto tlos vorigen Jahrhunderts thiitig war. Er stach X . li . Landschaften, Jagdsconen und hauptsächlich Porträts, welche mit den Initialen oder am häufigston mit dem vollen Namen des Stochers bezoiehnot sind. Ohno jede Signatur sind 12 ihm zu- geoignote Schwarzkunstblättor: Dia Monate, in Bildnissen elogant go- kleideter Damen, Halbfiguren mit Umgebung. January — Decembor. Printed by Bowles et Sayer publishod 1761. Gr. Fol. 555. Dieses Zeichen wird in einer handschriftlichen Notiz Nagler's dem Tommaso Dolabella zugeschrioben; doch habon T Ti w ' r keinen Beleg dafür auffinden könnon. Dolabella, X . U . geD zu Belluno um 1580, war, nach Ridolfi, ein Schüler des Aliense, und malte, an den Hof Sigmunds nach Polen berufen, dort zahlreiche Historienbilder und insbesondere Bildnisse. TB. Nr. 567-562. 117 556. Unbekannter Kupferstecher. Unter diesem Zeichen wird rp . bei Sykes, als schön und solten, ein gestochonos Bildniss -l • ß • des Königs Heinrich IV. von Frankreich aufgeführt. Mit Nachricht iibor dessen Tod und llogräbniss 1610. Das Blatt könnte von cinom Glied« dor Stechorfaniilie Briot herrühron. 557. Tadens Byczkowski, oin polnischor Künstler, von wolchem _ _ wir eino lithographirto Ansicht von Wilna, Pol., mit dieser 1 . O ■ Namensbozoichnung kennen. TB 558. Von Brulliot, II. 2568, wird, unter dein Zeichen TB, ein Porträt des William Middlcton, Schoriff's von Denbigshire, aufgeführt. Der genannto Schriftsteller vormuthot hinter diesem Zeichen einen unbekannten englischen Verloger. Doch dürfte dasselbe dem Thomas Beard angehören, einem Irliinder, welcher in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts Bildnisse in Mezzotinto stach. Man kennt von ihm folgondo derartige Blätter: Hugh Baulter, Bischof von Annagh, nach M. Ashton 1728. Gräfin von Ciarondon, nach Knoller. Charles Conolly, Interpret. John Storne, Bischof von Clogher, nach Carlton. 559. Mit T.B. zeichneten folgende Medailleure und Münzbeamte: m -n Theodor Boneton oder Bonneton, welcher zu Genf thätig i-.Jj. war un j allda 1810 gestorben ist. Hein Zeichen findot sich auf einer Modaillo, welcho die Stadt Genf zum Andenken an dio feierliche Aufstellung der Büste dos J. J. Rousseau 1794 prägen Hess. Tonnies Bernard, ein französischer Stompolsehneidcr. Seine Arbeiten tragen theils oin von uns bereits oben mitgethoiltes Monogramm, theils die Initialen, welchen letzteren zuweilen noch ein P. boigefügt ist. Thomas Bremer, Münznicistor der Stadt Hannover, 1619-1628. 660. Diese Zeichen findet man auf italienischen Münzen aus dor rp ji Zeit von 1519—1528. Der Buchstabe T ist mit Turin, Münzstätte, und B oder auch B.B. mit Bartolomoo rp i) n Brunasso, Münzmeistcr, zu erklären. 561. Theodor van Baburcn, auch, aber wohl irrthümlich, Babour ^^ und Babuer geschrieben. Kr war als Maler zu r I ^ RfitiTT T Utrecht ansässig, wo or 1670 geboren und 1624 y) ' gestorben sein soll. Baburen besuchto Italien und schlosH sich ähnlicher Weise wie G. Honthorst dem Michelangelo da Caravnggio an, auch in der Wahl seiner Gegenstände , die aus biblischen, mythologischen und gonroartigon Motiven bestehen. Näheres über seine (iemäldo in der von Dr. J. Meyer herausgegebenen Neubearbeitung des Künstler-Lexikons. Bd. II, p. 508. Einos seiner Bilder, das Bildniss eines Klarinotspielors, welchos sich in der Galerie Schönborn zu PommersfeMon befand, i;t T. Babfl. f. A» 1623 bezeichnet. Das oinzige Blatt, durch welches sich der Künstler auch als Radirer bethätigte und in welchem or eines seiner Hauptgemälde: die Grab- 118 TB. Nr. 562 — 564. legung Christi in S. Pietro in Montorio zu Rom wiedergab, ist bezeichnet: „Thod. Bab. pinx. sup. licontia". Wo der Künstler mit soinom vollen Namen signirt hat, schreibt er donsolhen stots: Baburon. 562. Dieses Zeichen findot man auf einem radirten Blatto von .^ Johann Friedrich Morgenstern, wolchor wahr- ff? « r>Ms) tif ■ Es sind wenigo Arboiten, auf wolcho sich diose Annahme stützt. Dazu gohört namentlich oin vior- eokiger, silberner Spiegelrahmen im k. Grünon Gewölbe zu Dresden. Derselbe zeigt, auf einom in zierlichen Arabosken durchbrochenen und gestochenen Grande, fünf vergoldete Medaillons mit gravirten Darstellungen, wolcho sich auf den Gobrauch dos Spiegels boziohon. Das Werk trägt, nebeneinanderstehend, dio hior wiodergegobenon Signaturen, von donon dio oino: T.B. dorn Theodor do Bry angehört, während die andere, aus Q.M.S gebildot, einom unbokannton Goldschmied zuzu- thoilen sein dürfte. Wahrscheinlich rührt von letzterem auch dio eigentliche Goldschmiedearbeit hör und von do Bry ist nur die Zeichnung zu dem Ganzen und vielleicht dio gravirto Arboit. 564. Gerard Terburg, oder richtiger, wie er sich schrieb, Ter T OVRC Borch oder Ter Burg, geh. zu Zwoll 1608. gest. zu I . nVIvu. Devonter 1681, ist, in seinen anmuthig erfundenen, fein gestimmten Oonversationsstüekon, einer dar liebenswürdigsten und gediegensten holländischen Genremaler. Ueber dir Monogramme, deren er sich bedionto, ist bereits gehandelt. Obige Bezeichnung findot sich auf einom Bilde in der Galorio dos Louvre. botitelt: „das Concort". Dio ziemlich verwischte Signatur ist an der Lohno des Stuhls, auf welchem die junge Frau sitzt, angebracht. Die Preise für die Bilder des Meisters sind in den letzten Jahren ungemein gestiegon. Auf der Morny'schen Versteigerung wurde ein ziemlich verdorbenes (jeniäblo von drei Figuren mit 40,00') Francs bezahlt; ein kleines männliches Brustbild erzielte auf der Versteigerung Salamanca 14,000 Francs; bei Dolcsscrt brachte das Kniestück eines trinkenden Mädchens, von zweifelhafter Echtheit, 45,000 Frcs. Bei der Versteigerung der Sammlung Demidoff endlich wurde das Miniatur- Porträtbild der Treunehmer an den Friedensverhandlungen zu Münster. von dem Marquis von Hertfort für 180,000 Frcs. erstanden. Aus dem Besitz des lotztoren ging es au Sir Richard Wallace über, welcher das berühmte Bild im Jahre 1871 der National-Galerio zu London schenkte. Das Bild ist, wie hier noch bemerkt seiti mag, von dem Künstler in folgender Weise signirt: (j . 'I'. Borch, F. Monasterii, A. 1048, TB. Nr. 565-567. 119 565. Zeichen oinor unbekannten vonetianischen Majolicafabrik. Dasselbe, aus den Buchstaben T. B. und V . I, . Q gobildot, findet sich, nobst der Jahreszahl 1510, auf einor Fussboden-Platto in der Kircho St. Sobastiano zu Venedig. 566. Theodor (Dirk) Barendsen oder Bernard, Maler, geb. zu Amsterdam 1534, gest. daselbst um 1592. Kr wurde von seinem Vater in die Kunst eingeführt und besucht« dann Italien, wo or in das Atelier Tizians eintrat und zu dessen Lieblingsschülern gehört haben soll. Später kohrto or In sein Vaterland zurück und malte da zahlreiche Porträts und Historienbilder. Vielo soincr Bilder haben durch don Grabstichel Vervielfältigung gefunden. J. und H. Müller, H. üoltzius, J. Sadelor, J. de Ghoyn u. A- haben nach ihm gestochen. Dio obigen Zeichen, welche Theodor Barendsen oder Bornard bedeuten, linden sich auf derartigen Stichen von J. Sadelor. Auf lütetorori beziehen sich, in der viorten der oben gegebonen Signaturen, die hinter T. B. stehenden Buchstaben I. S. Die Buchstaben hinter den Initialen des Künstlernamens VOT- T. R Amst. in, T. fi jmienl. T. B. //. in. T.B. TS. T.ßaeni. üiuen T. Bern, invet. T. fier. met. T. Bern, vi in, V. odor Amst. eich kommen, bedeuten: Amsterodamus, 567. Cornelis Troost, Maler, Zeichner und Kupferstecher, geb. am 8, Octbr. 1697 zu Amsterdam, gest. daselbst «rr , /^ 7. März 1750. Er lernte die lNirlraitmalerei bei Arnold \Js' Boonen, einem Schüler <;. Schalken's. Nach seiner Ver- jp heirathung 1720 mit einem Mädchen ans Zwolle liess er -*- sich in Amsterdam nieder, wo or zahlreiche Porträts, Genrebilder, Illustrationen zu Komödien seiner Zeit u. s. w. malte, häufig führte er seine Arbeiten In Gouache und Pastell aus. Nach seinen Bildern ist, viel gestochen worden und er seihst hat radirt und geschabt. Seine Tochter Sara,, welche mit Jacob Plöns von Amstel verhoirathet war, hat ebenfalls Porträts gemalt; auch ist ein Schwarzkunstblatt Von ihr bekannt. Näheres über den Meister und seine Arbeiten findet man in einer Monographie von A. Ver Hnell: Cornelia Troosl en zyn werken. Arnheim 1R73. Bbenso enthält der von 120 XC. Nr. 568-672. v. d. Kellen redigirto Katalog dor Sammlung Ridder in Utrecht das Work Troost's. Das obige Monogramm kommt, nachNagler, auf Handzeichnungen Troost's vor. F 668. Unbekannter Radirer. Zwei Blättor mit antiken Panfiguron auf Untersätzen! Qu. Fol., .sind in dioser Weise bezeichnet. FrBnzel, der Verfasser des Katalogs der Sammlung Stern- berg-Manderscheld, vermuthet Testelin unter diesem Zeichen. 569. Diosos Zeichons bodionton sich dio Maler Carl Ludwig Tischbein, geb. zu Dossau 1797, gest. 18BB zu Bückeburg, und Carl Thelott, ein Sohn dos Düsseldorfer Kupfer* stocliers. Das Monogramm ist boreits unter C. T. ge- gobon worden, an welcher Stelle auch noch cinigo andere Künstlorzeichen zu findon sind, dio violleicht hior gesucht worden. T 570. CarlTheodori, geb. 1788 zu Landshut und gost. zu München 1867, ?war Kanzleirath des Herzogs Maximilian von Baiern und übte mit viel Geschick als Dilettant dio Kunst. Kr malte Landschaften in üel und Aquarell; auch radirto und lithogxaphirte ^_s er. Einigo seiner Radirungen tragen dio hier mitgethoilten Cpfc Monogramme. 671. Thomas Cockson, oin englischer Zeichner und Kupferstecher, wolcher in dor ersten Hälfto des 17. Jahrhunderts L i , thätig war. Kr stach in einor zierlichen aber otwas (b /. fh> trockenon Manier und bediente sich dor obigen -L y(s- Vr Monogramme Bryan-Stanley führt von dorn Künstler J folgondo Blättor, Fol. auf: Konig Jacob 1., im Parlamente sitzend. König Karl I. Prinzcss Klisabeth, Tochter Jacoh's 1. Ludwig XIII., König von Frankreich. Ilaria von Medicit. Kaiser Mathias 1. Demetrius, Kaisei von Bussland. Heinrich Iiourbon, Prinz von C'ondo. Concini, Marquis von Ancro. Charles, Karl von Nottingham. Francis White, Bischof von Norwich. Samuel Daniel 1G09. T. Coryat, The liovels of Christendom. Diesen Blättern fügen wir noch das folgende bei: The right honourablo George, Karl of Cumborland, Koitorbild mit dor Ansicht von Puerto Rico. Das äusserst seltene Blatt ist bei Sykes mit 11 Pfd. 11 Seh. ausgezeichnet. Bromloy kennt es nicht. Kinos ähnlichen Zeichens, wolchos uns jedoch nicht vorgekommen, sollen siah dio ziemlich gleichzeitigen, englischen Kupferstecher Thomas Gross und Thomas Gecill bedient haben. Bryan-Stanloy nonnt von boidon Künstlorn einige Blättor. 672. Julins Cäsar Thäter, Kupferstecher, geb. am 7. Januar 1604 zu Dresden, gest. am 14, November 1870 als Professor dor k. Kunstakademie und Conservatoi am k, Kupferstich- und Bandzeichnungsoabinet zu München. Der treffliche Meister hat zahlreiche Arbeiten hinterlassen. Scino Stiche J-CA^\ zeichnen sich durch Treue der Auffassung, liohovollos Eingehen in den Geist des Vorbildes, Correktheit und F TC. Nr. 672. 121 Feinheit der Zeichnung aus; gleich denen Dürer's und Marc Anton's wollen sin nicht durch den Farbonaus- druck oder glänzende Technik wirken, sondern nur durch schlichte Wahrheit im Vortrag des Godankons. Thiiter hat sich selbst einen „zeichnenden Kupfor- ^/6-/72>t stecher" genannt, und damit deutlich seine Kunstwoiso charakterisirt. Letztere entwickelte er in der Wiedergabe der grossen Kntwürfo eines Carstens, Cornelius, Kaulbach, Schnorr, Schwind; Entwürfe, welche er mit dorn feinsten Nachempfinden wiedergab. Der Künstler hat beroits im ersten Bande dieses Workos Erwähnung gefunden, ebonso giebt das Lexikon über sein Loben und soino Arbeiton Auskunft. Wir thoilen hier noch ein paar Zeichen mit, deren sich Thiiter bediente und ergänzen zugleich das Verzeichnis« seines Werkes, wolches das Lexikon von seinen Arbeiten giobt. Das obige orsto Zeichen steht auf den orsten Drucken dor Hunuon- Bchlacht, nach W. v. Kaulbach. Gr. qu. fol. Das zweite Zeichen findet sich auf oinem radirton Blatte, welches eino gekrönte Heilige mit Buch und Palme vorstellt, Umriss H. 6 Z. 10 L., Br. 4 Z 10 L. Das dritte Zeichen sahen wir auf einem Blättchen, Probedruck, in 8., welches einen Theil aus dem von Schnorr im Königsbau zu München gemalten Fresko: Hagen und die Domuaveibor, wiodorgiebt. Es kommen noch andere mehr oder woniger vollendete Prododrucko oinzolner Theile der Platto mit jener Darstellung vor. Abdrücke der ganzen Platte, welche nicht vollondot wurde, sind solton. Die Völkerscheidung, nach W. Kaulbach. Roy. qu. fol. Es giebt Abdrücke, welchedio Composition in Conturen angelegt zeigen; ebenso Probedrucke der halbvollendeten Platte. Auch sind die Bauptgruppen der Composition in Probeabdrücken, in (in. fol. — Roy. qu. fol. vorbanden, welche während der fortschreitenden Vollendung der Platto gezogen wurden. Maria auf dem Halbmond und Ühristus, nach F. Overbock. Fol. Die Himmelfahrt der Maria. Entwurf zu einem Glasgemälde für den Dom in Aachen, nach P. Cornelius. Unirissstieh. Fol. Zum König Ludwigs Album. Paulus predigt zu Athen, nach Kafaels Karton zu den Tapeten. Key. qu. fol. Kin erster I'lattenzustand enthält die Conturen, ein zweiter dio Figuren im Vordergrund vollendet. Die apokalyptischen Reiter. Ein Hauptblatt des Meisters, nach Cornelius. Gr. qu. fol. Es giobt Probedrucke vom einfachen Umriss der Composition bis zum Abdruck der vollendeten Platte. Drucke letzterer vor Ernst Arnold's Adresse und vor aller Schrift sind selten. Entwürfe zu don Fresken dor Friedhofshallo in Berlin. Von P. v. Cornelius. Leipzig, Wigands Vorlag. 11 Bl. Gr. qu. fol. St. Johannos, nach Cornelius. 4. Volksbibel, nach Gr. König. 8. Die Psalmen, nach demselben. Fol. Dio christlichen Tugenden, nach W. Wach. Gr. qu. fol. Zu Raczynski's Atlas. Die Ueberfahrt des Megapentes, zu Lucian, nach Carstens. Gr. qu. fol. Fs giebt Abdrücke vor aller Schrift, wie solche nur mit des Künstlers Monogramm. Nemesis, die Nacht, die Parzen und das Schicksal, nach Carsten.'. Qu. fol. Zu Raczynski's Atlas. Der Traum des Amphiaraos, nach Carstens. Qu. fol. 122 TC. Nr. 572-571. Der Traum Agamemnons, Mars und Venus von Diomedes verwundet. Nach dorn Fresko des Cornelius in der Glyptothok zu München. Qu. fol. Zu Raczynski's Atlas. Edda, Untergang der Götter etc., nach L. Hermann, zu dessen ,,Bilder zur deutschon Goschichto". Imp. qu. fol. Chriomhilde erblickt Siogfriods Leichnam, nach J. Schnorr. Fol. ])io Hunnonschlacht, nach W. v. Kaulbaoh. Gr. qu. fol. Kampf dor Sachson und Pranken, nach domsolbon. Roy. qu. fol. Friedrich Barbarossa's Zusammenkunft mit Papst Alexander III. zu Venedig. Nach J. Schnorr. Iinp. qu. fol. Kaisor Barbarossa's Einzug in Mailand. Nach domsolben. Koy. qu. fol. Die Mailänder von Friedrich Barbarossa bezwungen, nach II. Mücke. Qu. fol. Zu Raczynski's Atlas. Rudolf von Habsburg wahrt den Landfrieden, nach J. Schnorr. Roy. qu. fol. Von lotzteren Blättern hat man Probedrücke in fortschreitender Vollondung vom oinfachon Umriss bis zum fast vollendeten Abdrucke vor der Schrift. Entstehung dor Malerei, nach K. F. Schinkel. Qu. fol. Zu Raczynski's Atlas. Der Spaziergang. Zu Paust, Nach einer Federzeichnung von Cornelius. Qu. fol. Aschenbrödel Nach M. v. Schwind's Zeichnungen. 3 Iil. [mp.qu. fol, Rittor Kurt's Brautfahrt. Nach M. v. Schwind. Roy. fol. Dieselbe Darstellung, nach einer früheren Zeichnung Schwind's. Qu. fol. Die Platto, von welcher schöne Aetzdrucko existiron , ist unvollendet goblieben. Die am Hochzoitstago in die Burg einziehenden Musikanton. Nach M. v. Schwind. Umrissstich. Gr. fol. Elisabeths Werke der Barmherzigkeit. Naoh M. v. Schwind. 11 Bl. 4. Büsten und Statuen aus der KfiDer'schon Erzgiosserei. Verschiedene Formate. Deutsche Trachten des 10. Jahrhunderts. 6 111. Gr. I. Dante, Brustbild nach dem Fresko des Giotto in Florenz. 4. Dantes Bildniss, nach einer dem Masa.ccio zugeschriebenen Handzeichnung. Kl. fol. Mozart. Nach dem Relief von Bosch. Fol. — General Canicof, russischer Geschäftsträger. Nach (!. Vogel. Fol. — Friedrich Perthes. Nach 0. Speckter. Kl. fol. Dr. I,. v. Schorn, nach B. Neher. Fol. — L. A. Böttiger, Küste, nach Rietschol. 4. G. M. von Schuhe. I. Brustbild. Kl. fol. (!. Ritter, Geograph. Mrustbild. Kl. fol. — K. Rietschel, Brustbild. Kl. fol. — M. von Schwind, Reliefbtiste in Profil, 4 ■ - Adam Henss, Stadtältester von Weimar. 4. — lt.. v. Retberg, Kunstschrift steller, Brustbild. 4. — Das Künstlers eignes Bild- niss, 1824, 8. Einige dieser Bildnisse sind von dein Künstler, unmittelbar nach dem Loben, geistvoll auf die Kupferplatte gebrach! worden. 573. Stempel eines englischen Goldschmiedes 574. Stempel des Kunstsammlers Thomas Clutterbuck. Er be- 7f /it- zeichnete damit die Blätter, welche in seinen Besitz kamen. TC. Nr. 576-681. 128 675. Thomas Couture, Malor, gob. 1816 in Senlis, Schüler von Dolaroche, bezeichnete vorscbiodono seinor Bilder, T*-~\ unter Andern den auch in Deutschland bekannten / „Falkner" in dioser Weise. Insbesondere kommt \j , die Signatur mit der Jahrzahl auf den zahl- roiehon Porträts vor, welche der Kiinstlor ausführte. 576. T. Corazzini, italienischer Graveur, signirte mit diesen Buch- rp _ staben oino Medaille auf Ant. Barziza, Gouverneur von 1- t*. Bergamo. 1779. 577. Marke der Porzollan-Manufactur zu Frankenthal in der bayrischon Pfalz. Die Fabrik, 1765 von Paul Hanung gegründet, wurdo 1761 von dem Kurfürsten Carl Theodor angekauft und von diosoin, durch Beschaffung guter Modollo und geschickter Arbeiter, sehr in Aufnahme gebracht. Nach seinem Tode und durch diu Stürme der L -^pY Kovolutionskriego kam die Fabrik in Verfall und wurde (/ 1800 an einen Herrn von Kocum verkauft, der sie nach f V ^ Griinthal im bayrischen Khoinkreiso verpflanzte. Die Marke gehört der Zeit Carl Theudor's an. 578. Theodor Crüger oder Krnger, Kupferstecher. Nach Biulliol gest. 1650 zu Rom in einem Alter von r-p< f-, C7 /"> ungefähr 75 Jahren. Dio Lobensverhält- JL \j t r (s ' nisse dos Künstlers sind unbekannt. Nach • Einigen soll München seine Vaterstadt sein, /^v~) f~7 /~* r s nach Anderen, welche sich dabei auf eine In- t/ L/ / e/ C detdp. s.-.hrift eines seiner Blatter stützen, Hamburg. Erscheint sich in Italien gebildet ZU haben, insbosonderonacliF. Villamena, ohne indess sein Vorbild zu erreichen. Auch in Nürnberg soll er gearbeitet haben. Mitunter mag er wohl mit einem Namensvetter verwechselt werden. Im zweiten Bande dieses Werkes, wo sein aus T und (! bestehendes Monogramm mitgotheilt wird, ist ausführlich über ihn gehandelt. Mit den hier .wiedergegebenen Initialen seinos Namens sind Stiche signirt, welche Scenen aus dem Leben des heil. Bruno, nach l.anfranco, enthalten, (jr. 8. i. d. Dr. 579. Unbekannter Kupferstecher. Mit diesen Buchstaben ist T C R sr e ' n J-'estochoneK Blatt bezeichnet, welches den berühm- . u. ht. ton siihornoii Sarg mit dem Leichnam des h. Johannes von Nopomuk, unter einem grossen seidenen Baldachin, in der St. Veitskirche zu Prag darstellt. Fol. Denselben Gegenstand, aber ohne Baldachin, giobt ein Blatt, Gr. Pol., von Sedelmayr wieder. Der Autor des erstgenannte)) Blattes ist uns nicht bokannt. 580. Unbekanntes Zeichen, welches sich auf einer französischen ,-p, _, _ Fayence findet. Dieselbe ist. mit Charakteren |_.»li^.fcy der französischen Comttdie verziert. J793tvfl4l 124 TD. Nr. 681 687. 581. Man findet mit diesen Initialen bezeichnet einen Prospekt in Kroidemanier auf Stoin ausgeführt. "X 5 /~> "tf J i c n r ^ s ' 8 * ( '' os c ' u lithographischer Versuch, 0.{_/.Z/L/. Ct£L-7 O Uo ■ mit dor Unterschrift: Ruine dans lex jardins de S. A. S. M, VKlecteur Arclii-Chanctlier au Schön-Thal d'Aschaffenbourg. H. 7 Z., Br. 8 Z. 582. Peter Christian Jacob von Timm, dänischor Artillerie- ^^^ Offizier, geb. zu Eckernförde 1782, hat einige trefllicho Radirungen ' +-.' geliefert) darunter findet sich ein Blatt mit dorn Monogramme, (£. welches wir hier, jodoch in dreifacher Vorgrösserung, wiedergeben. Das Blatt stellt das Innere eines Waldes vor. Im Vorgrunde dio grosso Eioho im Windebyer-Walde bei Eckernförde, nach eigener Zoichnung 1836. Fol. 583. Stempel dos englischen Kunstsammlers Thomas Dimsdale. Die ausgewählte und reicho Sammlang desselben wurde en bloo (TJ.5 von dem berühmten Londoner Kunsthändler VV.....Iburn gekauft, dor die besten Italienischen Zeichnungen für den Preis von 6,500 Pfd. St. an Sir Thomas Lawrence abtrat. Der Stompel ist schwarz eingedruckt. 584. David Teniers der Jüngere, Maler und Radirer, geb. zu Antwerpen 1610, gest. zu Brüssel 1690, Schüler seines Vators 7~ und des Rubens, ist von uns beroits eingeführt. Don bereits r") initgothoilten Zeichen ist noch beistehendes anzureihen, »-*-•' welches nach einer handschriftlichen Noliz Harzens auf der Darstellung eines trinkenden Bauers stehen soll. Das Bild ist alla prima gemalt und in nassem Grunde bezeichnet. Wir können nicht angeben, wo dasselbe sich befindet. s 585. Das erste dieser Zeichen giobt Ohrist S. 867 unter Tl>, sagt aber nicht auf welchen Werken man dasselbe findet. Nach einer handschriftlichen Notig steht das zweite, wohl mit dem ersten gleiche auf einem altern Stücke, welches eine kleine Jungfrau vorstellt. Wir haben nirgends ein Blatt oder Gemälde mit dieser Jungfrau beschrieben gefunden. Das Wort Stück ist allgemein, V und kann Stich und (jomäldo bedeuten. Uns scheint t\ aber von einem Kupferstiche die Bede zu sein, da in I unserer Quelle öfters Stück für Kupferstich steht. 586 Zeichen auf Fayencen, welche um das Jahr 1755 zu Konen gefertigt sind. TD 587. Unbekannter Goldschmied, welcher gegen Ende des 17. Jahrb. zu Nürnberg thiitig war. Die Stadt Bautzen besitzt von ihm L I). einen Pokal, von vergoldetem Silber, mit dem Wappen der Lauiitzer Sechsstädte, der liebendem Nürnberger Beschaustompel und der Jahreszahl 16R5 obiges Zeichen des Meisters trägt. TD. Nr. 58H-594. 125 588. Thomas Dudloy, Kupforstoehor, welcher In England um die Mitto dos 17. Jahrhunderts blühte und als oiner der go- T. 1). SC. schickteston Nachahmer Hollar's gilt. Von ihm sind die Schimon Blättor in Barlow's Ausgabe des Aosop. Der Künstler nennt sieh auf den Blättern Oondiscipiilus W. Hollar. Sein Bildnis» des Bischofs Rüssel soll mit Thomas Anglus fecit 1679 bezeichnet sein. 589. Nach dem Cataloge einer polnischen ikonographisohon ... T Sammlung, welche i. J. 1865 in Dresden zum Verkauf» _[ . \j. kam, findet sich dieses Zeichen auf oinom Holzschnitte. Derselbe, in Kiew ausgeführt, stellt ein Synode von Bischöfen dar und ist oinom liturgischen Buche (los 17. Jahrhunderts ontnommon. 590 Theodor de Bry, geb. zu Lüttich 1528, gest. zu Frankfurt „, . ., a. M., über welchen wir unter T. B. ge- 1. 1'. 1). b • bandelt haben, bezeichnete verschiedene '/' J T> V Oinamentonstieho in dieser Weise. Dio J. ue li. t. /eichen finden sich fast immer unten in der m r^ .-. pi ii nir Mitte des Randes. T. D. B. F. E. EX. 591. David Teniers dürfte unter diesem Zeichen zu suchen soin, ob dor Vator oder der Sohn, muss dahin gestellt bleiben. Man findet es auf oinom geistreich radirten Blatte mit einem |_A wandernden Bauern, welcher die eine Hand in der Tasche \2J hat und mit der andern einen, über seine rechte Schulter ge- logten, langen Stock hält. Das Zeichen stoht unten rechts. II. 3 Z. 6L, Br. 2 Z. IL. Wir haben bereits an verschiedenen Stollen diesos Werkes über dio Signaturen der beiden Teniera gehandelt. 592. Unbekannter Maler. Brnlliot fand dieses ihm unbekannt« Monogramm auf hübschen Aquarellen, welche Landschaften mit Figuren enthielten. Sie schienen in der Umgogend von Cleve an der hollandischen Grenze nach dor Natur gezeichnet zu sein. Dor obengenannte Schriftsteller hält den Künstler für einen Holländer, welchor gegon Mitto des 18. Jahrhunderts thätig war. B 593. Diese Buchstabon bedeuten: Titian delineavit invenit. Sie kommen auf einer Folgo von anatomischen Figuren vor, T.D.X. welche Domenico Bonavora nach Tizian gestochen. Fol. Einzelne Blätter sind mit T. 1. bozoiehnet. Der Stecher doutoto seinen Namen auf den Blättern durch dio Buchstaben D. B. S. an. 594. Thomas de Keyzer auch Keyser, Maler, geb. um 1595 zu Amsterdam, wo sein f — I —"» . , _ t . 1 Vater, Hendrik do __^0 t I < * i+ yZ K °y zer > Baumeister >c\ r~?C* K\ ICV m & Bildhauer war. _\J. Kl Xyb , JJ V Derselbe hatto vier X, ■^ J ^" / / Sohne, wovon zwei, ^^ der älteste und dritte Sohn, Piotor und Willem, den Beruf ihros Vaters erwählten; der zweitgeborene Sohn, Thomas, wurde Maler und ist ohne Zweifel dor Künstler, dessen Monogramm aus T. oder Th. D. K. gebildet ist und 126 TD. Nr. 595 — 597. welchen man lange Zeit irrthiimlich Theodor de Keyser nannte. .Seine uns bokannt gewordenen Bildor sind von 1616 —1650 datirt, meist kommt auf ihnen das eine oder andere der hier nriedergegebenen Monogramme vor. 595. Thomas de Leu, Zeichner und Kupfersteeher, geb. 1562 zu Paris und Schüler A. Caron's. Er übte seine Kunst in -. x) Amsterdam im Geschmack der Wierix, theils nach eigene] 7 .g. C■ Zeichnung, theils nach andern Künstlern. Sein Grabstichel ist zierlich, aber etwas kalt. Er soll gegen 1620 gestorben sein. Seine Arbeiten sind mit dem vollen Namen oder auch mit T. d. 1. und Tb. d. 1. signirt. Man kennt folgende Blätter von ihm: Heinrich III., König von Frankreich und Polen. — Heinrich von Bourbon, Prinz v. Comic, im Alter von neun Jahren. — Monsieur Cesar, fttnf Jahr alt. — Heinrich IV., in der Blutung, auf dem Throne sitzend. — Derselbe, im Ornato mit der Krone. Oval 4. — Die Büsten Heinrichs IV. und dor Maria v. Medici, nach Quenel. — Maria von .Medici. — Maria, Königin von Schottland und Prankreich. — Carl von Bourbon, Graf v. Soisson. -- Mnrgarethe von Valois. — Philipp II. von Spanien. — Franz 1. von Frankreich. — Franz von Bourbon, Prinz v. Conty. — Die Krönung Ludwig Xlll. — Carl von Lothringen. — Heinrich von Savoyen, Herzog von Nemours. — Heinrich von Mont- moroncy. — Louiso von Lothringen. — Carl, Herzog von Nevers. Carl, Herzog von Montponsior. — Hoinrich, Herzog von Bar. Der Cardinal von Vendöme. — Montaigne. — Charles de Gontaut de Byron, Marschall von Frankreich. — Mr. Louis Servin. — Antonius de Murat, Senator Parisiensis. - Guido de la Voau. — Bortrand d'Argontrc, 1604. — Vorstehende Blätter sind theils 4.. theils 8. Prometheus an den Felsen geschlossen, nach Tizian, Pol. Maria mit dem Kinde, nach F. Vanni, 8. — Die Bekehrung des Saulus. — Ecco homo. — Die Sibyllen 12 Blätter. 4. — 1:3 lil. Einsiedler, mit C. van Bocke] und E, Charpy gestochen. — Enge) und Erzengel, 8 Blätter. — Martyrologiuni S. Virginum, 24 lil. — Das Leben des h. Franziskus, 25 Bl. — Die Gerechtigkeit belohnt die Mühen des Landmannes, nach F. Zucchero. 596. Theodor Lubieniecki, nicht Lubionisky, wie Brnlliot irrig schreibt. Er war Malor und Badiror und wurde nach dorn polnischon Malorloxikon, Slownik Ifii^ Malarzöw polskich etc., von Edward Rastawiocki, dem wir auch die richtige Namonsschreibung des Künstlers entnommen, 1653 zu Krakau geboren. Er war Schiilor von J. Stur in Hamburg, später von Lairesso in Amsterdam. Als sein Todesjahr wird das Jahr 1729 angogoben. Lubieniecki malte Historienbilder und Landschaften. Auch hat man von ihm oino Folge von sechs radirten landschaftlichen Darstellungen, welche mit Euinon und Figuren staffirt sind. Dio Blätter sind theils mit dem vollen Namen des Künstlers, theils mit obiger Kürzimg, wolche mit Theodore de Lubieniecki zu lesen ist, bezeichnet. 597. Unbekannter Maler. Brulliot fand dieses Zoichon auf oinoin , t Soestück, welches Gemälde in der Behandlung auf einen der K D Teniers ihm zu deuten schion. Sicher, sagt dor genannto -' Schriftsteller, gehörte das Bild einem uederiindischen Künstler des 17. Jahrhunderts an. TE. Nr. 098 —606. 127 • 598. Antonio Tempesta, Maler und Kupferstecher, von wol- choni bereits die Bede war. bediente sich nocli *JT dieser beiden Zeichen. Das erste findet man . auf radirten Blättern; das zweite Zeichen steht r " T I nacn ^ i, "''' r > auf einem Gemälde, welches Herr l* K ~\-f. A. Fahne in Köln besitzt. Das Gemälde stellt. j r -■ * • I O • in öder Gegend die Ruinen einer Burg dar. II ^-/ 1 Z. 9 I, Br. 2 Z. 8 L. 599. Ernst Tlielott. Maler, geb. zu Dusseldorf 1802. war. gleich dem bereits eingeführten Carl Thelott, ein Sohn des Kupferstechers lOrnst (!arl Göttlich Tholotl. Kr ging mit Cornelius nach München wo er sioh den Ruf eines tüchtigen Porträtmalers erwarb. Nach dorn Künstler-Lexikon isl er jedoch schon im .1. 1838 gestorben. 1)00. Dieses Zeichen kommt auf Münzen vor und bezieht sieb dann entweder: \\ auf Tobias Kitze, Münzmelator in Quedlinburg, 1615—1617; oder; auf Elia Tiseo, Münzmoistor in Parma, 1644 1046. b()l. Stempel eines englischen Goldschmiedes. /r.i: 602. Unbekannter aller Maler der oberdeatsclien Schule. Sein r~\~\^m —^ liior gegebenes Zeichen [steinern männlichen Bildniss* in \—\ der Gomälde-Galorle der Privatgesellschaft patriotischer X X^j, Kunstfreunde zu Prag entnommen. 603. Unbekannter Steinpelscbneider, dessen Zeichen sieb auf einer Medaille findet, welche das Bildniss des Grafen Ludwig T. E. Zinzendorf jun, (t 1760) und auf dem Bev. einen Wahlspruch enthält. 604. Aegid Touchemolin, Zeichner und Lithograph, fand bereits untor dorn Monogramm A E T eine Stelle , wo weitere Nachrichten über gegeben sind. Obige Monogramme findet man auf einigen mit dem Pinsel v ^ ' auf Stein gezeichneten Baum- und N ,^0 \ \^ ^V^ Felsenstudien. Touehomolin maebte OVjOV '\j 0*^f j n Regensburg gleichzeitig mit A. Sonefelder Versuche in der Lithographie, Seine Blätter sind dalier als Inounabeln dieser Kunst zu betrachten. 605. Dies.' 8ignBtur steht auf einem, von John Smith ausgeführten Schwarzkunstblatt, einer Vignette mit allogorischon Ihnoest Tnv Figuren für die Sonaten von Nicolo Coslmi. Lond. ' ' 1702. Gr. Fol. Brulliot thoilt das obigo Zeichen dem Domenico Xempesti zu; doch gehurt es nicht diesem, sondern dem Pearce Teuipest, einem Londoner Künstler jener Zeit. e Stel •^K--;^\3W. Sä! v ___ V iUlf 128 TP. Nr. 606-610. 606. Miijolikon, im 18. Jahrhundert in Siena gofortigt, tragen ____, . dioso Bezeichnung. TERCHL. 607. 1 eninpcl üei. stobt auf einem Blatte, welches in zwei Rundungen Landschafton mit Architoktnr und Figuren enthält. Der Stocher Paris ist nicht genannt, wenigstens nicht in ersten Abdrücken Kl.-Qu -Fol. Hieser Terimpol ist Anton Ter Hinipel, welcher um die Mitte dos 17. Jahrhunderts in Dolft thiitig war, Audi Terompel findet sich der Künstlername zuweilen Irrthnmlioh geschrieben. 608. Louis Testelin oder Tettelin, Maler und Radirer, geh. zu Paris 1615, bildete sich in S. Vouot's Schule, «chloss 'Fett- hl- sich jedoch später eng un Jj. lo Brun und thoilt die .j- .. Vorzüge and Mängel der französiehon Historienmalerei J.. IIPliH. jener Zoit. Kinos seiner gerühinteston Gemälde ist dio Krweckung der Tahitha. Tostolin gohörto zu den zwölf Mitgliedern der 1648 gegründeten Akademie zu Paris und wurde 1650 Professor an dieser Anstalt. Dio obigen Namenskurzungen lindet man auf einer Folge von 6 Blättern, Ktndergruppen mit Quirlanden und Postens, Friese zu Stückarbeiten, welche L. Ferdinand nach dem Meister gostochon hat. Qu-Fol. 689. Kin unbekannter Siimmlor bezeichnete in dieser Woiso die in seinen Besitz gelangten Kunstsachen. Fiorillo fand das Zeichen, welchem dio TT T \ 7 • l: 'l"' /lllll( ' l > 1749 »'«1 1750 beigefügt, auf Y/ Werken der Gemäldesammlung der Universität Göttingen, Vorgl. dessen Beschreibung der genannton Sammlang vom Jahre 1805. 610. Das erste der beiden liier mitgetheilten Zeichen sieht man auf einem Hilde Ralfs V in der (jlallerio de* Helvodero zu ^-> Wien. Das liild wurde auf dieses Zeichen hin, wie auch wegen seiner Aobnlichkoit mit vonetianischen Arbeiten, in den Katalogen der genannton Sammlung dorn Tizian oder doch dessen Schule zugeschrieben. Neuerdings dagogon ist von Ed. v, Kngeitb das Bild als oino Arboit dos Jacob $Seisenegger, Kaiser Fordinand's 1 Hofmaler, erkannt worden. S. Zoitseh. f. bild. Kunst. Jahrg. X. p. 158 158. Bngerth's Annahme stützt sich auf eigenhändige Aufzeichnungen Seisen- eggors, wio auf Vorgloicho mit nouordings aufgefundenen Werken des Künstlers. Die gegenwärtige Form des Monogramms scheint ihm, durch eine Zutbat, aus dem Monogramm Seisoneggors (dem oben von uns mitgothoilton zwoiton Zeichen), in jenes Tizian's umgestaltest, was bei späteren Auffrischungen sohr leicht auch bona fido geschehen sein kann. Wir habon letzteres Monogramm bereits einmal an einer früheren Stelle, unter S . I gegeben, dasselbe ist dort nicht ganz genau und auch ohne Angabo der Quelle wiedergegeben. Wir bringen daher da« Zeiclwm hier nochmals und bemerken dabei, data es einem zwoiton, ebenfalls in Wien befindlichen, wohlbeglaubigten Bildnis« Kaiser Karl's V. entnommen ist. Ueber den Meister selbst ist sehen im vorigen Hände die Rede gewesen und zwar anter den Buchstaben 1. S. P. d. i. Jacob Seisenegger Pictor, einer Bezeichnung, deren sich der Künstler ebenfalls auf Arbeiten bediente. T 9. Nr. 611-612. 129 611. Francesco Terzi, Malor und Kupforstochor, geb. zwischen 1525 und 1530 zu Bergamo. Jm Jahro 1550 T , kam ur nach Wion an den Hof Kaisor Maximilians IL, dor ihn zu seinem Hofmaler er K. f~^ J/\ nannte. Später trat er als Hofmaler in die ' Diensto des Erzherzogs Ferdinand und arboitete • abwechselnd bald in Wion und Prag, bald in Linz und Innsbruck. Nach 1573 kehrte or nach Italien zurück und soll zu Kom um das .lahr 1600 gestorben sein. Gcmäldo von dorn Künstler, in denen or nicht ohne Glück Tizian nachahmt, finden sich in mohroron Kirchen einer Vaterstadt, wie auch in Mailand und Venedig. Auf deutschem Bodon ist sein Name weniger durch historische Gomiilde bekannt geworden , als durch jene Bildnisse der Erzhorzogo und Erzherzoginnen von Oesterreioh, welche G. ah Avibus nach seinen Bildern vom Jahre 1568 bis 1573 in Kupfer stach. Das aus 66 Stichen bestehende Work erschien zu Innsbruck unter dem Titol: Austriacae gentis imaginum partes manu Franc. Te.rtii Bergamntis etc. Torzi's chalkographischo Leistungen sind nicht zahlreich. Man vorgl. hiorübor A. Androsons ,, Deutschen Pointro-Gravour" II. S 224 IT. Terzi ist jener Monogrammist, wolchor boi Bartsch IX. p. 481 und bei l'assavant IV. p. 185 erscheint. Das erste der oben mitgothoilton Monogramme befindet sich auf einer Radirung in Erancolin's Wionor Turnierbuch, das unter dem Titol: Herum praeclare gestar: intra et extra tnoenia munilisf."' civitatis Viennensis pedestri et cquestri prae- lio, terra et aqua etc. bei Raph. Hofhalter zu Wien erschien. Das radirto, figurenreicho Blatt stellt oin Bankott in einom Prachtsaalo dar. Das Zeichen ist, nebst dor Jahreszahl 1.5.6.1, an einor Thttr- pl'ostc angebracht. Oben liest, man: QVOMODO CAE: MAI TAS VNA CVM LIBER1S SVIS PRANDIVM SVMPSERIT EEFIOTIO 1.5.60 H. 14 Z. 2 L., Br. 18 Z. 6 L. Das zweite Zoicben, auf einor andern in gloicher Manier bohandol- ton Radirung- desselben Werkes, weicht zwar von der orston etwas ab, indem zwischen das P. und T noch ein A oingoschobon ist, doch wird os dadurch godeutot, dass Torzi in Urkundon öftors mit dorn Prädicato de odor a erscheint: Francisco de l'erzio, Bergamcsco. Das Blatt mit diesem zweiton Zoichon stollt, als Gegenstück zum vorigen Blatt, don Tanz dar. An dor vordersten Situlo des Ballsaales links die Jahreszahl 1.5.6.1, an dor gegenüberstellenden rechts das Zeichen. Oben: SALTATORIAE DOMVS IN ARCIS PROPVGNACVLO TYPVS. Scnlptus in XVII. hebdomatibus. 15.6.0. H. 14 Z 3 L, Br. 18 Z. 2 L. Terzi hat auch als Zoichnor Anthoil an jenen von Hans Sovorin u. A. gefertigten Pormschnitton, wolcho sich' in dor zu Prag von Goorg Molantrichius herausgogobonon höhmischon Bibel befinden. Fast alle tragen die obigen Monogramme 612. Thoraas Fryc, Maler und Kupforstechor in Schwarzkunst, geb. um 1724, gest. zu London 1762. Er war ein guter Zeichner; ursprünglich Kupferstecher, wendote or sich ' L A später der Porträtmaloroi zu. Seino Bildnisse in Oel und ' -*• ' Miniatur fandon viel Beifall. Ebenso und noch jetzt werden seine trefflichen Schwarzkunstblättor goschätzt, Bild- nisso von Zeitgenossen und Idealköpfe in Lebonsgrösso und nach eigenon Zeichnungen. Auf einem derartigen Blatte, einem weiblichen Bildnis» mit Pelzkragen und einer Porlenschnur, fanden wir unten MonogrammUten. Bd. V. 9 180 TF. Nr. 613 — 619. rechts des Künstlers Monogramm T. F. und ausserdem noeli die Bezeichnung: T. Trye pictor inv. et sculp. Hatten Garden 17(10. Gr. Fol. In den ersten Drucken fehlt der Name. Es ist an einer früheren Stolle dieses Werkes bereits von den Bezeichnungen des Künstlers die Rede gewesen. 613. Thomas Fearnley, Landschaftsmaler, geb. zu Friedriehshall in ,___.__, Norwegen 1804, gest. zu München 1842, bediente sich dieses /_, Zeichens. Dasselbe ist bereits im zweiten Hände dieses J_ Workos mitgotheilt worden. Wir wiederholen es hier, da es an dieser Stelle gesucht werden könnte. 614. Theodor Falckeiseu, Zeichner und Kupferstecher, geh. zu l_ r l Basel 1765, gost. 1811, signirte, wie bereits an einer Stolle er- wähnt, einige Blätter in dieser Weise. 615. Adolph Tidemant, auch Tiedemand, Genremaler, geb. 1814 zu Mandal in Norwegen, gest. 1876 in Christiania. Kr war s{* in Düssoldorf thätig und bediente sich dieser Zeichen. J^ ^fr Dieselben sind bereits unter Nr. 2519 des zweiten Bandes \.'<; niitgetheilt, in welchem Artikel auch ausführlicher über don Künstler und seine Arbeiten berichtet wird. Da die Zioichen mit T und F, d. i. Tidemant fecit, zu erklären, so sind sie an deser Stelle nochmals zu geben. 616. C. L. Tetzel, Zeichner und Formschneider in Berlin , be- t-, diente sich, wie bereits an einer früheren Stelle von uns or- -" wähnt, auf Holzschnitten dieses Zoichons. 617. Domenico Pellegrini oder Fellegriiio, genannt Tibaldi, Zeichner, Maler, Architekt und Kupferstecher. Nach Einigen rr—' der Sohn, nach Anderen der Bruder des l'ellegrino Tibaldi X 1 . und dessen Schüler. Er wurde, wie man gewöhnlich annimmt, 1541, nach Zani jedoch schon 1538, zu Bologna geboren und ist daselbst 1683 gestorben. Bartsch, XVTII, 10 ff., beschreibt neun gestochene Blätter von ihm, darunter (las folgende mit beistehendem Zeichen: Der Friede, unter dor Gestalt einer sitzenden Frau mit dem Lor- beerzwoigo in der Beeilten und einem gefesselten Manne zu ihren Füssen. Neben ihr droi Genion und einer über ihr, sie krönend. Auf einer Tafef steht: l'ace; auf dor anderen: Dom. (der Vorname) und obiges Zeichen: T. F., d. h. Tibaldi fecit Das Blatt ist von dem Stecher erfunden, H. 14 Z. 4 L., Br. 9 Z 9 L. 618. Unbekannter tformsenneider, dessen Zeichen auf einer Vignotto zum Brevo Clomontis XIV. 1778, steht. Das Blatt rr, in 4., zeigt dio allegorische Figur des Glauben* sitzend, Kreuz -£• und Kelch in den Händen, umgoben von llauehfass, Tiara, dreifachem Kreuze und Lampo; dio „Sacra Biblia" steht aufgeschlagen ihr zur Seite und dio Füsse treten auf eine Schlange. Das Zeichen ist kloinor, als wir es wiedergeben, und ziemlich unleserlich und kann ebonsogut T, H. als T. F. bodoutou, abor auch F. F. 619. John Thompson, Formsehneider, geb. 1785 zu London, gost. ebenda 1866, ist boroits eingeführt. Das hier gegebene Zeichen, desson er sich auf einigen seiner früheren Blätter bediente, ist mit T. F. zu lesen , d. i. Thompson fecit. f TF. Nr. 620-625. 181 620. Unbekannter Maler des XVII. Jahrhunderts, Unter diesem ,._, Monogramme befanden sich in der Sammlung des Frhrn Rnlas r . du Rosey zu Dresden Folgende miniaturartige, mit Indigo getuschte Blättchen: Dame mit Federsohmuck. 8. Cavalier mit spitzem Hut und Mantel. 8. Jungs Dame ihr Bau ordnend] ein Amor hält ihr den Spiegel, ein Herr ist hinter ihren Stuhl getreten. 8. 621. Zeichen eines unbekannten Sammlers. Es ist mittelst "Tf-i Stempel alten Kupferstichen aufgedruckt. 622. Stempel zweior Waffenschmiede von Toledo. ,. Der beiden ersten Zeichen bedionte sich r>7 (&) r^'/I^j^ Francisco . . . Ruiz, der Aeltere; der beiden vT/ \T/ \'-p -c> kannten Stechers, oiner wahligen Landschaft, wo links eine Gruppe mit Satyrn, von denen einer einen Baum erklettert, rechts ein anderer mit droi Ziegen. Oben liest man: Nicol Onleyii furmis. Gr. Qu Fol. Es gibt von diesem Blatte alte schöne Drucke vor dem Zeichen T. F. und vor Nr. 157. 624. Es gibt Zeichnungen, in dioser Weise signirt, welche dem Maler Frankenberger zugeschrieben werden. Derselbo, geb. T. B\ ' um 1600 zu Strassburg, war ein Schüler Fr. Brentel's und malte in Wien Jagdstücke in Wasserfarben. Er lebte noch um 1660. 625. Tobias Fendt, Maler und Kupforstechor aus Breslau, gegen Ende des 16. Jahrhundorts thiitig, soll, nach Christ, dieses T. F. Zeichens sich bediont haben. Hoch haben wir dasselbe nirgends auffinden können. Dio Folgo von Grabmonumenten, welche der Künstler auf seinen Reisen durch Deutschland, Italion, Spanien, Frankreich zeichnete und später in Breslau in Kupfer ätzte, ist nicht signirt. Hieses umfassende Werk von 125 Blättern erschien zuerst 1574 zu Breslau unter dem Titel: MONVMENTA SEPVLCRORVM GVM EPIGRAPHIS IGEN10 ET DOCTRINA . . . EXPRESSA : EX LIBERALITATE NOB. ET CLARISS. VIRID.SIGEFR1DIRYBISCH etc. CAESAREI CONSILIARII. PER TOBIAM FENDT, Pictorem et ciuvem VRATISLAV1ENSEM in aos incisa et aedita ANNO CHR: M.D.LXXIIII. Fol. Das Titelblatt, oine architektonische Einfassung mit dem kaiserl. Wappon oben zwischen zwei Pyramiden, einem liegenden Skolett unten, ist, wie die übrigen Kupfer, von Fendt radirt. — Noch sind von dem Werke fünf Ausgaben bekannt, wovon die eine 1548 ebenfalls in Breslau erschien. Zwei andere erschienen 1585 und 1589 zu Frankfurt a. M im 9* 132 TF. Nr. 626 — 680. Verlage de» Sigmund Feierabend, der - dio Platten an sich gebracht hatte. Die Ausgabe von 1585 hat einen neuen Titel mit einer von Jos! Amman radirten Einfassung. Nach dieser Ausgabe findet sich das Werk im „Deutschen Pointre-Graveur", von A. Andresen beschrieben. Die beiden letzton Ausgaben erschienen 1638 hei .lanson in Amsterdam und 1671 zu Utrecht. Nach Nagler sollen sieh noch Blätter von Fendt in folgendem Werke finden : Neue Künstliche Wohlgerissene, und in Holz geschnittene Figuren etc. Frankfurt in Verlegung von Vincentii Steinmever 1622. qu. 4. Abdrücke von alten Platten. 626. Unbekanntes Beschauzeichen einer deutschen Goldschmieds- Innung. Ueber den Buchstaben befindet sicli eine Kaiseikrone T. P. und in der Mitte ein Adler. 627. Giovanni Antonio Toda, Medailleur, um 1750 — 1765 an der k. Münze in Wien thiitig, signirte mit T. F(ecit). Wie T F. bereits erwähnt, bediente or sich auch der Zeichen J. T. oder G. T. F. Auch ein unbekannter französischer Stempelschneider zeichnete mit T. F. eine oinseitige Medaille mit einem über dor Waage schwebenden Adler. Dio Medaille wurde in Bordeaux geprägt. Ferner gibt es Münzen, auf welchen das obige Zeichen mit Thomas Fischer zu erklären ist. Dorselbe war Endo des 17. Jahrhunderts Mtinzmeistor in Harzgerode. <• 628. Eine Medaille auf Alexander VII. trägt dieses Zeichen, welches sich auf don römischen Medailleur Giovanni Francesco Travani beziehen dürfte. Er war gegen Ende • I' ■ r . j es 17. Jahrhunderts thätig und bediente sich auf anderen Medaillen der Bezeichnungen G. T T. odor .1. F. T. F. Ob der Namo Travanus, der sich ebenfalls auf Münzen findet, unsern Künstler odor seinen Bruder, Antonio Travani, andeutet, muss dahingestellt bleiben. 629. Flaminio Torre oder Torri, Maler und Radirer, war ein Schüler Guido Reni's und Cantarini's und starb um 1661 p-r-i j -r-* zu Modena. Man findot das hier gegebene Zeichen auf _ü L JC einem radirten Blatte, welches dio heil. Jungfrau mit dem Kinde und den kleinen Johannes in einer Landschaft zeigt. Der Jesusknabe hält einen Vogel am Faden. Dem Zeichen, links unten, ist die Jahreszahl 1638 beigefügt. H. 6 Z., Br. 8 Z. 5 L. Bartsch, XIX p. 213, beschreibt sieben eigenhändige Radirungen des Künstlers. 630. Unbekannter Kupferstecher. Dieses Zeichen, in wolchom man dio Buchstaben tf T hat erkennen wollen, /U \V J\y/- un<1 das vou Bartsch, VI. 411, mitgetheilt wird, [LAW findet sich auf der Kopie eines Stiches von Martin ' Schongauer. Der Kopist ist nicht bekannt. Das Blatt stellt don heil. Christoph dar, wie er auf seinen Schultern das Christuskind durch einen Fluss trägt. Im Hintergrunde rechts, zwischen Felsen, sieht man einen Eremiten. Das Zeichen ist unten in dor Mitte, darunter steht: Quad exeudit. H 5 Z 11 L , Br. 4 Z. TG. Nr. 631 635. 133 631. Guillanme Le Talleur, Buchdrucker und Verlegor zu Rouen um 1484, bodionto sich dieses Signets. 632. Dm orstc Zeichon gehört einem unbekannten Kupferstecher ¥odor Zoichnor, welcher um 1579 in Italien " thätig war, an; dio boidon anderen einem Künstler der Neuzoit, dem Münchoner Maler 'V. Thoraas Guggenberger. Dio Monogramme (ß sind beroits im 111. Bando untor Nr. 389 und 391 mitgethoilt wordon. Unter Hinweis auf jene Artikel wiederholen wir hier die Zoichon, da lotztere eigentlich an dieser Stelle erst zu goben waron. 633. Theodor Grosse, Historionmaler, geb. don 23. April 1829 in Dresden, bildete sich auf der Kunstakademie soiner gJJP Vatorstadt, insbosondoro unter dor Leitung K. Bondo- \X mann'« und vollendete soinc Studion in Italien. Gegenwärtig wirkt er als Profossor an der Drosdoncr Akadomie. Sein Hauptwerk ist der Froskon-Cyklus, mit welchem er die Loggia des Museums zu Leipzig schmückte. Aussor diesen Preskon lieferte Grosso verschiddene Oelgomiildo und zahlreiche Zeichnungen für den Holzschnitt. Auf derartigen Bliittorn kommen dio obigen Monogramme vor, so u. A. in folgendem Werke: „Dio hibl. Geschichte nach den Worten dor heil. Schrift. Mit Holzschnitten nach Originalzoichnungon von J. Schnorr v. Carolsfeld, A. Diotho, A. Elster, Jos. v. Führig, Th. Grosse, G. Jägor etc. Vorlag von Alphons Dürr. Leipzig." Ein anderes Zeichen, dessen sich der Künstler noch bodionto, ist bereits unter G. T. aufgeführt worden. &, 634. Unbekannter deutscher Kupferstecher. Sein Zeichon findot sich auf der Titeleinfassimg zu: „Pasche: Description distineto du Jeu du Drapeau . . . Hallo." Fol. In der /teit Mitte die Titclschrift, zu deren .Seiten Offiziere mit Pikon. Darunter die Vorthoidigung mit der Pike gogen 1C')5 . acht mit dorn Dogen Angreifende. 635. Nach Bromley's „Catalogue of engraved British portraits otc. 1793," ist ein Bildniss des John Taylor, 8., mit don Buch- T. Q. Stäben T. G. bezeichnet. Sollte dieser John Taylor der 184 T G. Nr. 636 - 689. Bischof von Lincoln sein, welcher 1553 im Parlamente gegen die Einführung der katholischen Religion ciferto, so könnte der Stecher Thomas Gcminus oder Gominie heissen. Derselbe ist einer der ältosten, bekannten onglischon Stocher; er lebto in Blackfriars und pifblicirte 1545 eine Uoborsotzung von Vesalius' Anatomy, zu welchem er die Holzschnitte der Originalausgabe in Kupfer copirto. Auch ein Orna- montalwcrk in Umrissstichen ist von ihm bekannt. — Uelirigens könnte bei der Doutnng des obigen Zoichens auch oin soinor Zeit sehr geschätzter dänischer Künstler, Tobias Gemperlin, in Frage kommen. 636. Im Museum zu Neapel befindet sich ein Gemälde mit den Halbfiguren des heil. Franziscus von Assisi und des Tp> heil Antonius von Padua. Beide Heiligen haben Ix • Bücher in den Händon. In dem Buche des orsteren steht T , im Bucho des andern G. Einige Kunst- gelehrte habon in diesen Buchstaben die Namensbozoichnung des Taddco Gaddi, geb. um 1300, gest. 1366, findon wollen. Jedenfalls gehört das Gemäldo dor altitalionischen Schulo an. 637, Theodore Gudin, Marinemaler, geh 1802 zu Paris, besuchte , eino Zeit lang das Atolier Girodot - Trioson's, gab aber tyßjcnr, bald die akademisch-classischon Traditionen seines ,7 75 Co. Lehrors auf und schloss sich dor romantischon Rielitung an. Er malte Landschaften und spätor fast nur Soostücko. Schon seine Erstlingsarboitcn fanden eine giinstigo Aufnahme. Dieselben waren nicht ohne Verdienste und gaben das Wellenleben dos Meeres, das Spiel des Sonnenlichts, don Zug dor Lüfte mit lebondiger Farbon- wirkung wiedor. Allein die Leichtigkeit, mit der er arbeitete, seine raschon Erfolgo und die Ueberhäufung mit Aufträgen, verleitoto ihn zu einer Bravourmalerei, die, ohne, um Naturwahrheit und Detaillirung sich zu kümmern, schliesslich nur noch eine dekorative Massenwirkung anstrebte. Unter den Aufträgen, welche dem Künstler zu Theil wurden, sind die Bildor für das historische Museum in Versailles hervorzuheben. Er lieferto für dasselbe in don Jahron von 1838 — 1848 gegen hundert Seoschlachton älterer und neuoror Zeit. Mit einer reichen Engländerin vorhoirathot, lebte Gudin in Paris in glänzenden Verhältnissen; sein Haus war lange der Versammlungsort literarischer und künstlerischer Gesellschaften. Das obige Zeichen findot sich in einer Folgo von radirton Landschaften und Marinen Das erste Heft, von sechs Blättern , erschien bei M |lns Boullie zu Paris, 638. Eino unbekannte Pariser Porzellan-Fabrik bediente sich dieser Marke. T.Gr Paris. T 639. Heinrich Tanck, Seemaler, geb. zu Hamburg 1808. Den ersten Unterricht in der Kunst orhiolt er in Kopenhagen und vollendete hierauf seine Bildung in München. Uobor seine Arbeiten, von denen einige dieses Monogramm (ragen, verbreitet sich das Künstler-Lexikon. T TT. Nr. 640 — 643. 185 640. Nach Hellor's Monogrammon-Loxikon bodionton sich dieses t 4 Zeichens ein um 1776 in England thätiger Kupferstocher IT und ein um 1746 in Frankreich thätigor Zoichnor. Loidor / ]_ giebt Holler keino weitere Auskunft. tFi. 641. Dioses Monogramm, wie os scheinon will, aus den Buchstaben t h zusammengesetzt, fand Brulliot, I, 2632 b, a i^,. auf oinom Sticho, welcher die heil. Jungfrau mit dorn lüU^. Kindo auf der Mondsichel stehend darstellt. Vier Engel umschwebon die Jungfrau, zwei davon halten oino Krone über das Haupt dorsolbon. Dio vior Eckon sind mit Blumen verziert und unton rochts ist das Zeichen und in der Mitto die Jahreszahl angebracht. H 3 Z. 2 L., Br. 2 Z 2 L. Auch bei Passavant, IV, 154, hndot sich das Blatt als die Arbeit oinos unbekannten dout- icheri Meisters dos 16. Jahrhundorts beschrieben. 642 Theodor Horsdielt, Zeichner und Malor, gob. am 16. März 1829 zu München, gest. obenda den S. April 1871. Br bildete sich unter der Leitung des Professors Rhomberg, wie insbesondere unter Hermann Auschütz. Soino ersten Bildor waren Jagdstücko. Neigung zur ry Schlachtenmalerei führte ihn nach Stuttgart, um dort nnivk'l" " n k - Marstall dio für diesos Darstollungsgobiot nö- . WKUUUAv. thigon Pfordostudion zu machen. In demselben Jahre, 1858, ward er zur Illustration eines „Chamois hunting in tho mountains of Bavaria" benannten, von Charles Bonor herausgegebenen Werkes aufgefordert, und seine gelungenen Kompositionen wurden theils durch Steindruck, thoils durch Holzschnitt vervielfältigt. Die Tochter Bonor's wurde später dio Gattin des Künstlers. Im Jahro 1853 bereiste Horschelt, in Gesellschaft des Schriftstellers Haok- länder und des Baumeisters Loins, Spanien und Algier. Soino Bemühungen , eine der vielon französischen Expeditionen gegen aufständische Stämme im Innern Algeriens mitmachen zu diirlon, sehoitorton ; doch fand er Gelegenheit, Material zu einigen Bildern zu sammeln, Diese Bilder, welche er nach seiner Rückkehr in Mönchen ausführte, vor- .-r haffton ihm die Mittel, nach dem Kaukasus zu gehen und eine Expedition der Bussen gegen die dortigen freien Völkerschaften mitzumachen. Erst 1863 kehrte der Künstler, mit Auszeichnungen von dor russischen Regierung bedacht, übor Moskau und Petersburg in seine Heimat zurück. Sconen aus don Kämpfen im Kaukasus blieben fortab die Hauptgogenständc seiner Bilder. Soin „Sturm auf dio Verschanz- imgon Sehamyl's auf dem Berge Gunib" erhielt auf dor Pariser Ausstellung den ersten Breis. Einen Cyklus von Zeichnungen derartiger Gegenstande vervielfältigte der Hofphotograph Josopf Albort in München. Wie die geistvollen Kreide- und Bleistiftzeichnungen, so worden auch die Aquarellen H.orsohelt's sehr goschätzt. — Obigo Signaturen sind Münchener Bilderbogen, Verlag von Braun und Schneider, entnommen, für welche dor Künstler gezeichnot hat. 643. Dieses Zeichen bozioht lieh auf Thomas Hood, den Herausgeber des „Comic Annual. Eondon 1838." Ein Thoil ~[ '/XlV (lcr Holzschnitte ist von ihm Der zweite Sehenkel des J J-jf-i J jj j g t durc], ( ,i tlc Figur bedeckt. 136 TH. Nr. 644 — 649. Stempel des Waffonschmiodos Domingo de Aquirre, welcher in Tolodo thätig war. Kr war ein Sohn dos Fortuno do Aquirro, eines ebonfalls gerahmten Toledoner Waffenschmiedes. 645. Zeiohon unbokannter onglischer Goldschmiede. 646. Theodor Hildebrandt, Maler und Eadirer, geb. am 2. Juli 1804 zu Stettin, gest. am 29. Soptember 1874 zu Düsseldorf. Er war ein Schülor Wilhelm v. Schadow's, welchem er 1826 von Eorlin nach Düsseldorf folgte. Dort gehörte Hildobrand bald zu den gefeiertsten Künstlern der aufblühenden Düsseldorfer Schule; 1886 wurde or Professor an der Akademie, welcho Stellung er bis wonigo Jahre vor seinom Tode inue hatte. Im Anfang der fünfziger Jahre wurde der Künstlor von einer Geisteskrankheit befallen, von der er zwar ziemlich bald gonas, nach deren Verschwinden aber soine künstlerische Thiitigkeit sich als gebrochen orwios. Vorscliiedono seiner früheren Gemälde, lyrisch-roman- tischo Gcgonständo behandelnd, sind durch Stich und Lithographie vervielfältigt worden und haben seinen Namon eino Zoit lang sehr populär gemacht. Wir nennen die Söhne Eduards, Romeo und Julia, dor Krioger und sein Kind u. s. w. Auch als Bildnissmaler loistete or Treffliches. Das obige orsto /eichen limlot sich auf Historienbildern und Bildnissen aus seiner früheren Zeit. Das zweito Zeichen sieht man auf oinor radirten Randverzierung in den Liodcrn eines Malers (R. Roinick). Düsseldorf 1838. Sie -gehört zum Gedichto: Der Blcicherin Nachtlied. 647. Th. 648. Th. 649. Nach Heinoke, Diet. 111. '225, findet .sich diese Signatur auf oinem Stiche zu Molitees Comödien, nach Fr. Boncher. Kl. 4. Brulliot vermuthot don boroits unter dem Zeichen T. orwähnton Sammler und Radircr J. A. Crozat, Baron de Thiers hinter dieser Signatur. Anton Moritz Fürchtegott Thessel, Landschaftsmaler, geb. 1880zu Würzen im Königreiche Sachsen, gest. 1873 zu Dresden. Er malte hauptsächlich Ansichten aus der Schweiz und Tyrol. Einige derartige Bilder sind in dieser Weise bozeichnot; die moisten jedoch tragen den ausgeschriebenen Namen. Bei der Deutung dieses Zeichens auf alten Handzeiohnungen dürfte auch Theodor Helmbrecker oder Hembrecker zu bell; rücksichtigen sein. Derselbe war von Hartem und starb Ende des 17. Jahrhundorts in Italien, wo er als Maler lange Zeit tliiitig war. Kr soll sieh dieses Zeichens bedient habon. T TT. Nr. 650 - 658. 187 650. Theodor Haupt, Stcmpolschneider in St. Petersburg, 1700 m H Ins 1709, bcdiento sich auf Arbeiten dieses Zeichens. 651. Zoichen des Goldschmiedos Thomas Hamlet, wolcher um rp tt die Mitto dos 18. Jahrhundorts in England thätig war. 562. T. Hoffmann, oin Zoichnor, nach wolchom Wolfgang Kilian dio allegorischen Darstellungen in Barry's „Kinöde T.H.dcL I'hilagiae . . . Cöln 1650," 12., gostochon hat. Hoff- „ tt -p mann bediente sich dor beistehenden Zeichen auf don l.H.t. Blättern, während Kilian soinon Namon mit W. K. m u .i andoutoto. T.HtfM. 653. Ein lithograplürtos Bildnis«: Zamok Czorski, 16., trägt, nebst T H ( * or Jahreszahl 1834, dioso Künstlorbczeichnung. 654. Stempel auf Zeichnungen aus der Sammlung dos Londoner ___ ry Porträtmalers Thomas Hudson. Dio Sammlung, wolche y f/7y Handzoichnungen von Meistern aller Schulen enthielt, wurdo im Jahre 1779 vorkauft. 655. Ein unbekannter Sammler deutoto in solcher Weise auf erworbenen Blättern seinen Namon an. 656. Therese Holbein, eine kunstgeflbte Damo aus Grätz go- ,-r r-zr- bürtig, wolcho sich um 1812 in Wien aufhielt. J-J\.. IS/%. Man hat 30 radirto Plätter von ihTer Hand, theils mit don Initialen, theils mit ausgeschriebenem Namon bozoiehnet. Es sind Landschaften nach dor Natur, nach Zeichnungen von Evordingon, Molitor, Naiviocz, Rembrandt u. A. Qu. 8 und hu. 4. ■ 657. Joseph Thürmer, Architokt, Radirer und Lithograph, geb. , zu Miinchon 1790, bercisto Italien und Griechenland, wurde tj%. dann Professor dor Architektur an dor Dresdener Kunstakademie, und starb auf einer Roiso in München 1833. Uebor scino grösseren Piiblicationon giobt das Künstlorlexikun Auskunft. Rastlos thätig hat er zahlreiche Zeichnungen, nicht nur rein architektonische Aufnahmen, sondern auch malerisch behandelte Ansichten von Städten, Monumenten u. s. w. hinterlassen. Darunter Plätter mit obiger Signatur. Seine radlrten Plätter sind mit dem vollen Namen oder den Buchstaben .). Th. bezeichnet, 658. Theodor van Star aus Campen, ein berühmter Glasmaler 138 TH. Nr. 668—663. des 16. Jahrh., dürfte unter diesem Monogramm zu su- chon sein. Es ist von letzterem bereits Band 1., Nro. 713 dio Rodo gewesen , wo, neben dorn oben genannten Künstler, auch der Ant- werpenor Glasmaler Hans Ack in Frage gezogen worden. Doch gehört das Zeichen wohl eher dem Thoodor (Dirk) van Star oder Staren an, wenn man das A für ein umgokehrtos V nehmen und das Kreuz, in welches der Querbalken des T, odor Tb., ausgeht, für einen Storn, d. i. Star, gelten lassen will. 659. Stempel des Kunsthändlers Thane in London. Er bezeichnete auf solche Weise dio von ihm erworbenen Blätter. Auf ' /Xf~ ? andere schrieb or seinen Namen vorkohrt: Enath. Der obige J Stempel kommt namentlich auf Handzoichnungen Cam- pagnolas vor. 660. Theodor van Thnlden, JJ3Z. 77/. ii Thul. dehnt srulp. Th. cv Thul. sculp- Tfi.cLTAu.ld. äöliw.sculp. etexcucl. Maler und Radirer, gob. zu Her- zogonbii8ch 1607 und gest. daselbst 1686, Schüler des Rubens. In der hier mitgetheilton Weise bezeichnete der Künstler einige radirte Blätter in zwei Prachtwerken, von donen das eine seine in der Kirche der Mathurins zu Paris ausgeführten Malereien aus dem Loben des hl. Johannes v. Matha wiodergiobt, während das andere den Festlichkeiten beim Einzugo des Erzherzogs Ferdinand von Österreich in Antwerpen 1635 gewidmet ist. Unter dem Zeichen T a T, dessen sich van Thnlden noch bediente, haben wir oben die Titel der beiden Werko gogeben. 661. Charles Heathcote Tatham, englischer Architekt, dor im Omamontenfache Treffliches loistete. Von seinen Publicationcn ist B. II, Nro. 199 die Kode gewoson, wo auch seine Signaturen bereits mitgetheilt worden sind. Wir wiederholen liier sein Monogramm, da es an dieser Stelle gesucht werden dürfte 662. Marke der Kaycnce-Fabrik von T. Deck in Paris. TD * 663 Thomas de Leu, (du französischer Kupferstecher, der Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts thätig war. .-^ yr, und von dessen Bezeichnungen bereits weiter «dien die • O- (/. Redo war, bediente sich, ausser der bereits mitgetheilten, auch noch dieser Signatur. TH. Nr. 664 — 670. 1S9 664. Etienne Theaulon, Maler, geb. 1789 zu Aiguos-Mortes, gest. 1780 zu Paris, Schüler von Vien. Im Louvro findot sich T II E von ' nnl °> n Portrat einor alton Frau, welches mit einem aus den zusammongozogenon Buchstaben THE gebildeten Monogramm und der Jahreszahl 1777 bezeichnet ist. 665. Dioso Signatur findet sich auf einer radirten Landschaft. Vorn sieht man oino Gruppe von Bäumen Theaulon-Faber SC. 1807. an einem Wassor und einon Hirten mit Kühon und Schafen; im Hintergründe Folson und ein Schloss zwischen Bäumen. Das Blatt ist, nach Theaulon, von Fredoric Thoodoro Faber gostochon, auf welche boidon Künstlor sich auch die Signatur bezieht. Faber, oin Schüler von Ommoganck, ist 1782 zu Brüssel geboren und 1844 daselbst gostorbon. Hippert und Linnig beschreiben im Peintro-Gravour hollandais ot bolge I. p. 235 ff. dos Künstlers Werk. 666. Johann Andreas Thelott, Goldschmied und Kupferstochor, geb. zu Augsburg 1654, gost. daselbst 1734. Thelo H SC. Das Wappen der Familio Mauportuis, rechts oin Löwe, links Minerva mit dem Schilde, unter welchem die Signatur des Künstlers steht: Thelo II sc. Das als H erscheinende Zeichen ist wohl als tt zu nehmen. Schönes Blatt, H 98 mm., Br. 117 mm. 667. Theodor van Bahuren, welcher als Maler, Ende des 16. und Anfang de8 17. Jahrhundorts, zu Utrecht thiitig Theod. Bab. war, ist auch als Radiror bekannt; jedoch nur durch oin einziges Blatt, in welchem er mit goistroieher, broitor Nadel oines seiner Gemälde wiedergiobt Jiotztoros botindot sich in einor Kapolle von S. Pietro in Montorio zu Rom und behandelt in 6 liln-nsgrossen Figuron dio Grablegung Christi. Die Radirung ist bezeichnet: Theod Bab. pinx. sup. licontia. Fol. Wir haben oben bereits über den Künstler und soino Bezeichnungen gesprochen. 698. Theodor (Dirk) Barendsen oder Bernard, holländischer Maler des 16. Jahrhunderts, von TheocL.Baem. jft w f s *• "•*• »«• Diese Natnenskflrzungen linden sich Theodof. B. i/nientor. auf Stichen, welche .1. Sadelor und r,-,, j D J. de Gheyn nach Bildern dieses ltieodor. Hern. Künstlers ausgeführt haben. Theodor. B.Amst. itiuet. Theo do rus Jierncb Inue. 669. Theodore wird ein Radirer genannt, welchor nach Francisque Milet gearboitet hat und als dessen Schüler botrachtet wird. Man kennt von ihm 28 Blätter, die Robert-Dumosnil, Pr. gr. fr. I. 248 ff., beschreibt. Man glaubt, dass Theodore nur der Vorname des Künstlers sei, ohne seinen Familiennamen angeben zu können. 670. Theodor Orüger, ein in der ersten Hälfte des 17. Jahr- hunderts thätiger Kupferstecher, von welchem bereits Theodore C mehrmals die Bede war, soll, nach Drulliot, 111. 1188a,, auf Stichen nach Francs Bigio und Andrea, dcl Sarto! sich dieser Bezeichnung bedient haben. HO TH. Nr. 671-679. 671. Ein unbekannter Kupferateoher signirte in dieser Weise. Huber theilt das Zoichon dom Thoodor Crüger Theodore Verkrufs /e. oder Crngor d. Jüngern zu, welchor um 1720 in Florenz lobto und ein Sohn des von uns oben erwähnten Theodor Criiger gowesen sein soll, der um 1660 in Rom starb. Er sei, wie Huber wissen will, von den Italienern Dolla Croce, von den Holländern Verkruys genannt worden. Andere suchen den älteren Criiger unter diosor Signatur, lieber Lobon und Werke der boiden Künstlor, insbesondere des Jüngeren, sind die Nachrichten dunkol und widerspruchsvoll. Wir glauben, dass ein anderer, uns unbekannter Künstler, dossen Familienname Verkruys lautote, unter obiger Signatur zu suchen ist. 672. -LneOClOrUS nennt sich oin spätgriechischer Maler auf einem im Musco cristiano des Vaticans aufbewahrtem Bildo, welchos eine Kreuzigung darstellt; oine Arbeit, in welcher sich der byzantinische Styl sogar noch mit der Nachahmung moderner, dem 16. Jahrhundert angehörender Vorbilder mischt. Vorgl. Sohnaase: Gösch, d. b. Künste. N. Aufl. III. p. 282. 673. Theophile Pragonard, oin neuoror französischer Künstlor, TUonnU Vvnnü wolcher, als Zeichnor, auf dom Gebieto der TU fc r Illustration eine grosse Thiitigkeit entwickelt, lheoptl. l'rago. signirte mit diesen Nanionskürzungen zahlreiche Theoph. Fragod. Blättor. 674. Diese Signatur befindet sich auf einem radirton Blatte mit THF" T A F ^ em l' 0 ^ 0 '1 er ue ^- Jungfrau, nach" oinem Holzschnitte ■ ' ' ' Diirer's. Bor unbekannte Stecher scheint dem 16. Jahrhundert anzugehören. 675. Jean Louis Thevenon, Modailleur in der zweiton Hälfto dos 18. Jahrhundorts in Paris thiitig. Hennin gibt pl. 32, TUE VEi Nro. 346, eine Pri\ atmünzo mit diosor Abbreviatur in Abbildung. 676. Theophile Pragonard, Zeichner und Formschneider (?) zu ,_^ _ Paris. Schüler seines Vators, Alexandor Evarist H p Ly Fragonard. Wie letzterer lioforto auch Tbeophilc } -*• vielo Zeichnungen zu Illustrationen von Büchern yn/^J und Zeitschriften. ' Kr bediente sich der obigen ^j> Zoichen, wenn nicht einige, die aus E. F. zusam- ■» mengosetzt scheinen, dem Vater ange- ¥ ¥ °&fr. 677. Mit diesen Buchstaben deuteto der Stempelschneider Hal- m Ti ü liday in London seinen Namen auf Arboiten, 1840, an. 678. Theophil Pragonard, ein bereits oben eingeführter fran- mrr TT) zösischer Zoichner, bediente sicli auf Illustrationen zu- -*•"• -* 1 • weilen dieser Signatur. 679. Thomas Hirschmann, hinterliec« oine Anzahl radirtor und TH. Nr. 680-682. 141 gostochoner Blätter, welche nicht von Bedeutung sind öT^f/VW Er arboiteto um 1680—1700. Jc/lslX] Obige Initialen stehen auf einem Schwarzkunstblatt mit dem Bildnisse des Leonhard Roischel, Aet. 87. Brustbild mit Band und Krause. H. 1 Z. 10 L„ Hr. 1 Z. 9 L. 680. Unbekannter holländischer Zeichner, dessen hier mitge- theilto Signatur auf einem Kupferstich vor- rp T j /""~\ Q f kommt, welcher das Bildniss des Landschaftern CUV Utdav.dCi maiers Abraham Radomaker. in Halbtigur und nach rechts gewendot, enthält. Im Kando liest man: Abraham Rademaker Vormaard Landehap-Tokenar an Schilder in Waterverf geb. te Amsterdam A. 1673 overl. to Harlom 1736 ; dann folgt d;is obige Zeichen und die Worte: ad Cadav. delinoavit 0. v. Noordo Fe. 1755. 4". 681. Thomas Kruger. Gravour, welchor Stempel für Buchbinder fertigte, die auf Einbänden eingepresst wurden. Die Uni- TA. 7C. versitätsbibliothek zu Erlangen besitzt derartigo Einbände von ihm. Lempertz giebt im Jahrgang 1860 der Bilderhofte einen Einband in Abbildung. Ausser obigen Zeichen signirto Kruger seine Arbniten auch mit T, K. 682. Theodor Langer, Zeichner und Kupferstecher, auch Form- / Schneider. Dorsolbe wurdo am 17. December 1819 zu ^^^Ir. /2c Loipzig geboren, besuchte die Leipziger und später die Dresdener Kunstakademie und bildete sieh sodann unter der Leitung Steinla's, wie auch Thäter's zum Kupferstecher aus, als welcher or noch gegenwärtig in Dresden thätig ist. Seine Arbeiten sind meistens mit dem Vollen Namen bezeichnet; aber auch die obigen Kürzungen kommen auf einigen Radirungen vor, obenso findet man ein aus T. L. gebildetes Monogramm des Künstlers. Der l'odtentanz, auf dem Friodhofo zu Noustadt-Dresden, nach der eigenen Zeichnung gestochon. Die Sculpturen der beiden Giebelfelder am Hofthoater zu Dresden, nach Rietschel. Die Büsten Goethos und Schillers, nach Riotschel. Auf einer Platte. Die Statue und die vier Reliefs des Bonner Beethoven-Monuments nach Hähnel. i Sechs Victorien, nach Rauch. Acht und vierzig Reliefs und Statuon, meistens in Umrissen, nach Gibson. Vier Reliefs vom Albert - Denkmal in London, nach Philip und Armsteadt. Der Tod des Sisyphos nach Genolli. Dio hoil. Elisabeth, nach Cornelius. Christus, die Kindor segnend, nach Overbock. Bildniss des Hofrath Carus, nach Rietschol. Vier Friosbildor aus dorn Schnorr'schon Nibelungnn-Cyklus. Der Nibelungen Ende, nach Schnorr. Das Reichsfest zu Mainz, nach Schnorr. Jacob ringt mit dem Engel des Herrn, nach Schnorr. Elias erweckt den Sohn dor Wittwo, nach Schnorr. Die Hochzeit zu Canaan, Umriss, nach Schnorr. Siegfrieds Abschied, Titelvignstte, nach Schnorr. Compo9ition zu Ariost's: rasendem Roland nach Schnorr. 14a TH. Nr. 683-684. Die Kraft, die Weisheit, die Gerechtigkeit und der Friede nach Schwind. Sechs Darstellungen aus dem Leben der heil. Elisabeth, nach Schwind. Zehn Illustrationen zu deutschen Godiehten, nach Scholl. Moses Begräbnis», nach Jäger. Die Werkstatt Joseph's nach Millais. Ein und zwanzig Fliese, nach Maclise. Mater amabilis, nach Peschel. Das Bildniss des Dichtors Otto Ludwig, nach Gey. Dasselbe Bildniss, nach des Künstlers eigener Zeichnung radirt. Ein Kriegsschuld, nach Härtel. Aestas und Auctumnus, nach Wislicenus. Zwei Titelvignetten, nach Hübner. Der heil. Rodriguoz, nach Murillo. Jacob und Bahel, nach Giorgione, Christus am Kreuz, nach Dürer. Die eixtinisclie Madonna, nach Raphael. Das Opfer Abrahams, nach Raphael Die Verkündigung Noahs, aach Raphael. Die vior Darstellungen im Zimmer des Heliodor, nach Baphael. Auf einer Platte. Die Madonna mit dem heil. Georg, nach Oorrogio. Drei Folgen von landschaftlichen Skizzen, vom Künstler nach der Natur gezeichnet und radirt, wovon die eine Folge, von 12 Blättern: Meissner Skizzen, die beiden andern von je 10 Blättern: Skizzen aus der Umgebung Dresdens, betitelt sind. Blätter diesor Folgen sind mit dem abgekürzten Namen des Künstlers: Th. Lgr. signirt. Form schnitte: Zwei Blätter, Kindergruppen enthaltend, nach dor eigenen Zeichnung. Die Blätter tragen ein aus T. L. gebildetes Monogramm. 683. Theodor Mintrop, Maler und Zeichner, geb. 1814 in Bark- hofen bei Werden an der Ruhr, gest. 30. Juni 1870 zu (Jl^A/t Düsseldorf, war bis zu seinem 30. Jahre Bauerknecht, naeh- ' dem er in Münster und Wesel drei Jahre bei der Artillerie gedient hatte. Der Genremalor Ed. Gesollschap, welcher auf einer Studienreise zufällig Proben von Mintrop's ungewöhnlichem Talente sah, veranlasste ihn nach Düsseldorf zu gohen und sich auf der dortigen Akademie der Malerei zu widmon. Sein erstes Bild war eine Madonna mit Christus und Johannos, wolches sich gegenwärtig in der städtischen Galerio zu Düssoldorf befindet. Ein Engelständchen, ein grosses Altargemälde für die Kirche in Werden und viele andere Bilder reihten sich an; vornehmlich aber waren es seine gezeichneten Compositionen, welche seinen künstlerischen Ruf gründeten. In einem Cyklus derartiger Compositionen zu dem Märchen: König Heinzolmann, von einigen 60 Blättern, kommt die obige Bezeichnung vor. 684. T. H. Maus, Maler, welcher in der zweiton Hälfte des j 17. Jahrhunderts in Holland thätig war. Soine Cfkj n k/ c u Lebensverhältnisse sind unbekannt. Er malte C/7 ls\Ji(J- Städteansichten und Winterlandschaften; letztere in der Manier des Klaas Molenaer. In der k. k. Gemälde-Galerie im Belvedere zu Wien befindot sich von ihm eine Winterlandschaft mit Schlittschuhläufern, welche die obige Bezeichnung mit der Jahreszahl 1687 trägt. Ebenso sind einige derartige Landschaften der Dresdner Galerie, aus dem Jahre 1677, signirt. TH. Nr. 685 — 691. 148 685. Das illusthrtö Familianblatt: „Die Gartenlaube", Jahrg. 1875, enthält Abbildungen von Wanderheuschrecken mit dein 1 hier mitgetheüten Zeichen. Letzteres bezieht, sieb auf , { \P den, im Üebrigen uns unbekannten Zeichner: Th. Nietner. Von' demselben rührt auch der beigegobone Text her. 686. Thomas Landseer, Zeichner und Kupferstecher zu London. Man hat von ihm unter dem Titel: Monkeyna, /? or Men in Miniaturo, 1827, 4 eine Folgo von 25 y~f/ if"^—^ radirten Blättern, in welcher, mittelst Affen-Gruppen Q_JM af y Berliner Akademio und von 1856—60 in Drosden, wo Ov^, "^2 er unter Leitung .T. Hübnar's seine ersten grüssoron Bilder ausführte. Von 1866 an war er eino Zeitlang Lehrer an der Kunstschule zu Woimar. Gegenwärtig ist er Professorin Berlin. Nebon verschiedenen Gemälden, dio er schuf, und unter denen ein Cyklus von Darstellungen aus Luthers Lobon für die Wartburg hervorzuheben ist, bethätigte der Künstler soin frischos, anmuthiges Talent besonders als Illustrator. Die obigen Monogramme finden sich auf Holzschnitten, zu denen er dio Zeichnungen lieferte. Das erste Zeichen steht auf einem Schnitt zur Erzählung: Josoph Haydn, in der Zeitschrift: „Deutsche Jugend"; das zweite Zeichen auf Illustrationen zu Goethe's: Wilhelm Meister's Lehrjahre. Die Zeichen waren eigentlich unter P. T. zu geben; wir tragen sie hier nach. r X H. Nr. 697 702. H6 697. Pierre Etienne Theodore Rousseau, Landschaftsmaler und Radirer, geb. 15. April 1 812 zu Paris, gest. 22 Docombor 1867 zu Barbizon boi Paris. El war ein Schüler von Re- I'rT-rV m(m d ul |d spätor von Le Thiöre. Obgleich soine ersten Arbeiten schon von einer grossen malerischen Begabung zougton, so wurde ihm doch spät orst die Anerkennung dos grösseren I'ublicums zutheil. Zwar traton ernsthafte Kritiker, wie Thor6, Th. Gautior für ihn ein. Aber regelmässig, von 1885 — 1848, wurden seino Bildor, ihrer naturalistischen Tondenzon wogen, vom Pariser Salon ausgeschlossen. Erst 1848 als dio akademisch« Jury hol, war für ihn dor Kampf gegen dio alten Anhänger der klassischen Landschaft zu Knde. Rousseau galt es in alten soinon Bildom vor Allem um dio Gesammtwirkung oinos Naturausschnitlos, um den allgemeinen Eindruck seines Licht- und Luftlobens , don er durch das ernsteste Studium zu orroiehon strobto. Dio iunigo Hingabo an die Natur, das Strebon, am einfachsten Motiv don Roichthum und dio Schönheit ihres Stimmungg- lobens zu offenbaren, gab don Anlass, diese neue Richtung dor französischen Landschaft als „Paysago intime" zu bezeichnen. Uobor dioso 1,'icbtung, wio über Rousseau, dor, mit Dupre, als ihr Begründer gilt findet man Ausführlicheres in dor ,,Geschichte der modernen französ. Maleroi von 1). .1. Movor, 1867, und in einem Aufsatze von A. Toichloin in dor Zeitschrift für bild. Kunst 1868. 12. Heft. Obiges Zoichen, welches auch auf Bildern Rousseau's vorkommen soll, ist oinem radirten Blatte entnommen. Dasselbo gehört zu oiner bei Goupil in Paris erschienenen Sammlung von Radirungon älterer und neuerer Moister und enthält eine Eichengruppe aus dem Waldo von Poutainebleau 698. In Heller's Monogrammen-Loxikon werdon diese Buchstabon, begleitet von der Jahreszahl, als das Zoichen eines T. H. R. 16'ii. Maler« aufgeführt, jedoch ohne jode weitere Auskunft, welche zur Deutung des Zoichens einon Anhalt geben könnte 699. Das Zeichen findet sich auf einem soltenon Stiche nach Parmeggiano. Dio Anbotung dor Hirten, Maria rechts 1*77 C" knieond hält das Kind. Auf dem Hute des knieenden ■Li a ^' Hirton links das unbokannto Monogramm. 4. Ob dasselbe J. J. Thoumoyssen angohört, muss dahingestellt bleiben 700. Theodor Schaepkens, Maler und Radirer, geb. zu Maastrich 1810, war Schülor von van Broo, \, , p ry-\ . ,y boroisto dann Frankreich, Deutsch- (' /, ~y / /, ^ land und Italion und liess sich zu- (- IO. U • i J- H . KJ ■ i otzt in Brüssel nieder. Er malte historischo Darstellungen. Auch 12 geätzto Blätter hat man von soiner Hand. 701. Theodor Schuler, Zeichner, in Süddoutschland thätig. Seine ^js. - I . hior mitgotheilte Signatur ist oinom Holzschnitto ^y Icnlllefc nach einer seiner Zeichnungen entnommen. Der Holz- • / J schnitt hat die Unterschrift: „ Jedes Alter hat seine / Art zu leson," und findet sich in der illustrirten Zeit- x schrift: Uobor Land und Moor. Stuttgart 1869. 702. Marke einer Töpferei in Staffordshire. T. H & O. Monogrammlslen. Bd. V, 10 146 T r. Nr. 7(j3 — 706. 703. Unbekannter Kupferstecher, um 1560 — 80 thätig, wahrscheinlich in München. r-r-i -^ Bartsch, P. gr. IX. p. 524, vorzoichnet nur j^ V"_B Tv R dio hoidon orston lilättor von diosem Künstlor, ohne v irgond oino Notiz über seino Lcbonszeit zu gobon. Brulliot übergeht ihn in dor uouon Ausgabe des Dict. des monogrammes. Dagegon kennt Passavant, IV. 198, aussor don von Bartsch boschriobenon, noch vior andore Blätter. 1) Daniel, Erzbisehof von Mainz, am Tischo unter dorn Thronhimmel sitzend. Oben stobt: Zu Ehren dorn Hoehwürdigston etc. Links gegen unten das Zoichon. H. 10 Z. 7 L., Br. 7 Z. 3 L. 2) Georg Khevenhüllor, kaiserlicher Kätnmorling und Gouverneur von Cärnthon. ,Unton nach rochts das Zoichon. H. 18 Z. 7 L., Br. 11 Z. 4 L. 3) Solim IL, halbe Figur in Profil mit dem Scoptor. Links stoht oino Säulo, an welcher ein Wappenschild befestiget ist. Unton liest man: Imago Üultani ü'eUini 11 Turcarum linp. Rochts unter dor Schrift das Zoichen. H. 12 Z. 7 L., Br. 8 Z. 1 L. 4) Herzog Albrecht V. von Bayern, halbo Figur im Hormolinmantel mit dem Orden des goldenen Vliessos. Durch das Fonstor im Grunde des Zimmers zoigt sich oino Kircho. In einer reichon architektonischen Einfassung, mit der Schrift obon im Cartoucho: Si Heus Pro Nobis (Juis Contra Noe. Zur Linken sieht man dio Gerechtigkeit, zur Roch- ten dio "Religion, beide in Nischen zwischon Sauion. In der Cartouclie unton: Von Gottes Gcnaden Albreckt Pfalayruf Bei lihein Herzog In Obern Vnd Niederns Bayern. Rochts am Fusso dor Siiulo stoht das Zeichen mit dem Worte exeudebat. H. 19 Z.ji L., Br. 15 Z. 2 L. 5) Ein Wappen mit drei Helmen; dor orsto mit oinom Adler, clor zwoito mit doppoltom Elophuitonrüssol und dor dritto mit zwoi Flügeln geziort. Unton rochts und links von dor leoren Cartoucho dio Jahreszahl 1569 und das Zoichon. H. 4 Z. 8 L., Br 5 Z. 2 L. 6) Drei Wapponschildo. Unton in dor Mitto steht das obigo Wappon, und zu den Soiton sieht man dio beiden anderen mit dorn Crucilixe, bei welchem oin Rittor mit soiner Frau kniet. Don Grund bildet oin gotlüschur Saal. In dor Cartoucho unten: Dem Crevtz dein totd o Her — — der Tod an vnn verloren. Ohne Zoichon. H. 4 Z. 8 L, Br. 6 Z. 2 L. 704. Theodor Weber, Maler und Zoichnor, geb. 1888 zu Loipzig, ist ein Schüler dos Marinemalers Krauso und lobt gogon- wärtig in Paris. Das Zoichen findot sich auf oinom Holzschnitt in dor illustr. Zeitschrift: Uober Land und Moor, 1864, wolchor das Haus eines schloswig'sohon Patrioten, Hanson Grumby, in Angoln darstellt. Wobor hat für dio Holzscbnitto dor genannton Zeitschrift viele Zoichnungen goliefort. Meistens sind dio Blätter mit dem vollen Namen dos Zeichners signirt. 705. Unbekannter Zeichner und wohl Glasmaler. Das erste Zoichen steht auf einor mit dor Fodor umrissonon und * I ' l.k^" ausgotuschton Zeichnung. Sie stellt oinen über oinom Wappen stehondon Hollobardier dar, wolchem oino Dame den Bochor reicht. Obon auf dem Gebälke, wolches von zwei Säulen getragen wird, sieht man Bauern um oinen Tisch. Im Wappon ist eino Pflugschar. Die Zeichnung trägt nobon dorn Monogramme die Jahrzahl 1603. Fol. 'Jhto~ yw T 1. Nr. 701) - 709. 147 Eino andoro Fedorzoiehnung, mit dem zweiten Monogramme und der Jahrzahl 1694, stellt Christus boi der Bamariterin am Brunnen dar. Diese Darstellung erscheint in einem länglichen Oval im Vioreck, dessen Winkel die vier Evangelisten enthalten, Fol. Beide Zeichnungen scheinen für tilasgomäldo bestimmt gowoson zu sein. Nagler vermuthet hinter diesen Monogrammen oinon Maler Thii- ring Walther oder Walter von Born. 706. Signet des Jehan Treschel, Buchdruckers zu Lyon, k^m\ Endo des 16. Jahrhunderts, 707. H Jost (Jodocus) Tauchen, Bau- und Steinmetemeister, auch Erzgiesser in Breslau. Dorselbo bauto um 1463 bis 1406 den Chor und eine der nördlichen Kapellen der Breslauer Sand- Idrohe, woselbst sich atibh dieses sein Zeichen vorfinden soH. Von demselben Meister, und zwar aus dem Jahre 1462, rührt dio erzene Grabplatte dos Erzbischofs Johann VI. Odro'wonz in der Kathedrale zu Gneson her. 708 John Thompson, Formschneider, gob. 1786 zu London, gest. j «, ebenda 1866, bodionte sich dieser Zeichen auf T T \L Blättern nach G. Cruikshank u. A. Der Signaturen, ,' ' wolchor sich der Künstlor noch bediente, ist an (fr ^Jhßjfli]}' früheren Stellen unseres Werkos gedacht wordon. 709. J. Tenniel, Zoiclmor und Malor in London, gohört zu den , ronommirteston englischen Künstlern unsorer Zoit. Im Jahre 1845 dureli eino allegorische Darstellung auf dio Rechtspflege mit dorn Preise beehrt, war er unter der lloiho der Künstler, welche den Wartosaal des neuen Parlamentshausos mit Fresken verziorte. Soine Worko gehören moistons dem Boreiche dor historischen Darstellung und des Genros an. Auch trug er zur Illustration verschiedener Werke boi. worunter wir die Ausgabo der „Fablos of Aosop, a uew Version by Tb. James. London 1848, nennen. Diosos Work enthält 100 Holzschnitte nach Tenniel. In lotztor Zeit lioferto er Zoich- nungon zur Ausschmückung dor Provorbial I'hilosophy by M. F. Tupper. Lonilon 1853. Auf einem der Holzschnitte zu: Dream of ambition, ist obiges Zoichon. 10* »48 Tl. Nr. 710 — 715. 710. In Stollwag's Monogrammenlexikon wird dieses Zeichen dem Maler und Radirer Johann Thomas, einem Schüler des Rubens, •y geb. 1610 zu Jfpero, gest 1672 zu Wien, zugothoilt. Bio in r I dem genannten Werke dem Monogramme beigefügte Jahr- / zahl 1828 müsste dann ein Druckfehler sein und seilte vielleicht 1628 heissen, obgleich der Künstler damals immer erst 18 Jahre alt gewesen wäre. Brulliot, 1. 2720 b, ist der Meinung, dass Stollwag in seiner fluchtigen, fehlerhaften Arbeit wohl von einem Frankfurter Landschaftsmaler Johann Thomas, welcher in der ersten Hälfte unseres Jahrhundorts tliätig war, habe sprechen,wollen. Uns ist das Zeichen nicht vorgekommen ; auch haben wir weder im Künstler-Lexikon, noch bei do Laborde, noch in Woigel's Katalogen, noeli in van der Kellen's Publicatiouen, wo überall Radirungen und Schwarzkunstbliit,leides Thomas von Ypern verzeichnet sind, eine Andeutung gefunden, dass ich der Meister dieses Zeichens bedient habe. 711. Jonas Thiebaud, Stenipelachneider, geb. zu Genf 1695, arbeitete in seiner Vaterstadt, zu Neuenburg, Stuttgart, 8t.Gallen, rri Appenzell und Augsburg, wo er 1769 starb. Er bediente sieh auf Geprägen, ausser den Initialen IT, auch zuweilen [los hier mitgetheilten Monogramms. Vorgl.: Sammlung berülunter Medailleurs und Münzmeinter nebst ihren Zeichen. Nürnberg 1778. p. 92. 712. Binet, Porzellanmaler an der Manufactur zu Sevros in dor Zeit von 1753 bis gegen 1800 thätig. T 713. Johann Teufel oder Thüfel, Formaebneider von Witteriterg, welcher in der zweiton Hälfto dos 16. Jahrhunderts lebte, ist T" 1 unter Nro. 483 des vorigen Bandes bereits eingeführt und wir verweisen auf jenen Artikel. Es sind dort die Werke genannt, in wolchen Holzschnitto mit dem Monogramm vorkommen, Brulliot 1. 2721 tlieilt letzteres, aber wohl irrig, dem Jacob Lucius Corona Transylvanus zu. 714. Unbekannter Kupferstecher, dessen Manior an jono des Meisters S. erinnert. Vergi. Nro. 3S62 d. vor. Bandet. Möglich X dass or aus des letztoron Schule stammt. Zeichnung und Bo- Tj 1 wogung ist gut, aber die Führung dos Grabstichels hat etwas &■ Ungelenkes und Ungeübtes. Passavant, III. 87, beschreibt, unter obigom Zeichen, von ihm folgendes Blatt : Bio Barne und dor Pago. Sie sitzt und der vor ihr knioende junge Mann ist beschäftigt ihr oinon Strumpf anzuziehen, während sie lachend zuschaut. Bio Baine reicht ihm oin Strumpfband mit den Worten: monlez mieux. Zur Seite des Pagen hängt ein Schildehen mit dem Monogramm. Medaillon von 1 Z. 6 L. im Durchmesser. 715. Stempel eines englischen Goldschmiede!. 3& T I. Nr. 716 — 719. 149 716. Tony Johannot, Haler, Zeichner und Kupfersteeher, geb. zu T. (£ hundorts und wir vormuthon, dass sie dorn Pariser Form- '-'■ Schneider Tellier angohöron. 749. Jean Lonia Tocque, Porträtmalor, geb. zu Paris 1696, gest. 1772. Auf Stichen nach des Meistors Bildern und hri ■ Zeichnungen findot sich sein Name zuvvoilen In diosor Weise J-,.-\nv. angodoutot. Bereits unter L T ist von den Signaturen Tocques dio Redo gewesen. 750. Theodor Langer, all Kupferstochor gegenwärtig in Drosdon thätig, ist oben unter Nr. 682 eingeführt und wir vor- X\\'(C <■ weisen hinsichtlich seiner Arbeiton auf jenen Artikol. Ausser mit der an jonor Stelle mitgotheilton Abbreviatur r — signirto der Künstlor einige Arbeiton auch mit den I j . obigon Monogrammen. Das orste Zeichen findet man auf otlichen Abdrücken vor der Schrift eines Stichos nach Schnorr's Wandgomälde in dor k. Rosideuz zu München, wio Chriomhildo dio Hunnen zum Kampfe gegen die Burgunder reizt. Das zwoito Zoichon steht auf zwei Blättern, in welchen sich Langer als Formschneidor versuchte. Die Schnitte enthalten Kindergruppen nach dor eigenen Zeichnung des Künstlers. 751. Stempel der Kunstsammlung des Malers Sir Thomas Lawrence. Dio Sammlung, zahlreiche Handzoichnungen von den llaupt- Ctl) 'TT^ meistern der italienischen Blüthezeit enthaltend, war oino der bedeutendsten, welche existirten. Lawronco hatto sio mit Hilfe dos Kunsthändlers Woodburn angelegt. Letzterer kaufte spater die ganze Sammlung und voräusserte sie im Einzelnen. Die schönsten Blätter von Itafael, Miehelangolo und Lionardo gingen in den Besitz der Universität von Oxford und des Königs von Holland über. 752. Thomas Joseph Liehaert, belgischer Maler, 1785 - 1848, bezeichnete eino im Museum zu Brügge befindliche T . L . 1842. Landschaft, eino Partio aus der Normandio, mit dieson Namcnsirütialen und der Jahrzahl 1842. 753. Truels Lyng, Münzmeister in Kongsberg, 1787—1770. T. L. fügte auf Geprägen dio Initialen seines Namens bei, 754. Thomas Landseer, Zeichner und Kupferstecher zu London, T L. Nr. 756 — 762. 155 signirte in diosorWeiso die Blätter eines Workes, wolchos den Titol führt: „Monkoyana or mon in Mi- niaturo designod ot etchcd by Thomas Landseer. 1827." Titus Livius Boratini, ein Modaillour italienischen Ursprungs, welcher von 1656 — 1683 Münzmeister in Warschau war, aignirte mit dioson Buchstaben. 756. Pierre Thomas le Clerc, oin französischer Malor und Zoichnor aus der zweiten Hälfte dos vorigen Jahrhunderts, soll sich dieses Zeichons bodient habon. Vergl. Band II, Nr. 388 unsoros Workes. 757. Cornelia Sachtleven odor Zacht-Leven, Malor und Kupferstecher. Er war der Bruder des berühmtoron /. Leiten. 1629. Hermann und wurde zu Rotterdam, nach Houbrakon 1606 goboron Soin Todesjahr ist unbokannt ; 1661 lobte or noch. Die Sammlung dos Louvre bositzt das Selbstbildniss dos Künstlers. Er stollte sich vor seiner Staffoloi sitzend dar. Das Bild ist in der hier mitgothoilton Woiso bozoiclmot. 758. Johann Thomas Lnndby, oin dänischer Landschaftsmaler, geb. 1818, gest. 1848, bodiento sich dieses Zeichons. Die Koponhagonor Gomäldo- Gallerie besitzt von ihm vorschiodone Arboiten. T, X. 759. Diosos Zeichen, wolchos von oinom, unter Nr. 60 mit- getheilton, aus S I bostohondon Monogramme bo- 'fL—CdUu, bnvi gleitet, auf einor Radirang vorkommt, ist durch Titian Vecellius zu erklären. Das Blatt stellt, nach diesem Moistor, Maria das Kind säugend dar, und ist von einem Dilot- tanton Joseph Schmitt, geb. 1790 zu Bamberg, radirt. 760. Unbekannter Knpferstecher, welcher mit diosen Buchstaben zwoi Blättor nach Sob. lo Clorc signirto. 1 . L. M. SC. Dio Blätter führen ländlicho Arboiten und Vergnügungen vor. Qu. Fol, 761. Zeichen dos Buchhändlers odor Buchdrnckors Anton Hieratus in Köln um 1618. Diosos Schild wird von einem Greif gehaltet!, and dieser erscheint in einem grösseren verzierten Schilde. Zu den Seiten sind allegorischo Figuren und unton stoht dor Wahlspruch: Virtvte Duce | Comüe For- tvna. 4. Dor Künstlor, welcher das Signet ge- schnitton , ist unbokannt. 762. Pierre Joseph Tiolier, Modaillour, geb. zu London 1763, gest. zu Paris 1819, ist boroits oben unter Nr. 487 eingeführt. < ^'" Aussor dorn an jener Stollo mitgöthoilten Zoichon bediente er sieh noch dos hier gogobenen. Tltjs*- 156 T M. Nr. 763 — 768. 763. Nach Huber, Handbuch V, p. 242 , soll dieses Monogramm dem florentinischen Maler und Radirer Antonio Tempesta * rh "A angehören, von dessen Zoichon im 1 Bande unseres Werkes k. (p/ ~\ bereits mohrfach die Rode war. Fairholt gibt im Art- Journal, 1856, 1. Lfrg., das A ohne Querstrich (4) und hält mit Bryan u. A. das Zeichen ebenfalls für jonos dos Tempesta. Falls das Zeichen ihm wirklich angehören sollte, wüsston wir die Bo- doutung des L nicht zu finden. Odor ist das Monogramm vielleicht TSEÄ zu losen? Uns ist die obige Signatur nicht vorgekommen. 764. T. Jj. Zoellner, Lithograph. Brulliot fand das Zoichon auf einem Blatte mit dor heil. Cäcilia, nach Carlo Dolco; ohne jedoch einen Nachweis über den Künstler gobon zu können. -tL 4 Jedenfalls ist letzterer mit dorn Louis Zoellner identisch, Welcher in dor ersten Hälfte unseres Jahrhunderts in Dresden als Lithograph thätig war und insbesondere zahlroicho Blätter nach Gemälden dor dortigen Gallorie geliefert hat. 765. Johann Georg Trautmann, Malor, geb. 1713 zu Zwoibrüekon, gest. 1769 zu Frankfurt a. M., Schüler dos P. F. Bollon in Zwoibrüekon, dann von Schlegel und Kiesowettor in Frankfurt, 1761 kurfürstl. Zwoibrücken'schor Hofmaler, malte Feuorsbrünsto im Geschmack des Brüsseler Daniel van Hoil und Bildnisso in Rombrandt's Manier. Trautmann bediente TM. {fr S ''' M auf seinen Arbeitisn gewöhnlich dos obigen Monogramms ; J ' seltener kommt das boreits im vorigen Bande dieses Werkes mitgothoilte Zeichen vor. Das hier mitgotheilto Monogramm ist oinem Bilde dor Augsburgor Gemäldo-Gallerio entnommen, welches oine nächtliche Feuorsbrunst in oinem Dorfo darstellt. Kleiner findet man os auf Kadirungen und zwar auf oinoin Blatte mit dor Erwockung des Lazarus, Lichtcffoct in Rombrandt's Manier; wie auch auf einem zweiten Blatte mit dorn Kopfo oines bärtigen Türken, dessen Turban mit einer Reiherfeder geschmückt ist. Man ist jedoch neuerdings geneigt, das zweite Blatt für eine Arboit Nothnagels zu halten, dor sieb darin in der Manier Trautmann's vorsuchto. Vergl. v. Tettau's: Nachtrage zu dem Verzeichnisse des Werkes ,1. A. B. Nothnagel^ vom Senator Dr. Gwinner. Naumann'« Archiv XVI. Bekanntlich hat auch Hart. Weiss sich des Monogramms von Trautmann zur Bezeichnung von Blättern bedient, die er selbst in dessen Manier gefertigt hatte. 766. Dieses Zoichon fand Börner auf Glasgemäldon von iehöner Färbung. Sio stellen in architektonischen Kinfassungenbiblisehe TG/fl Gegenstände dar. X 1 Das Monogramm könnte sich nach Börner auf Theodor Meyer beziehen, welcher 1571 oder 1572 in Zürich geboren wurde. 767. Unbekannter Maler. Naglor fand das Zeichet auf einem Bilde, welches in der Weise des Jos. Vernet gemalt war. Dasselbe zeigte ein grosses, bemanntes Schilf, welches im Sturme an einen Felsen getrieben worden. Auf den) Felsen erhebt sich ein Leuchtthurm, Bettungsboote kommen vom Ufer her. 768. Michael Thiel. Maler and Bernstefndrehet in Danzig, gest. TM TM. Nr. 769 -775. 157 1722, bediente sich auf Bildnissen und Zeichnungen dieses /%T / Monogramms. l>i'' Buchstaben kommen zuweilen mich ge- >J'v- trennt vor. Wir haben bereits im vierten Bande Biber den Künstler gehandelt. 769. Unbekannter Kupferstecher, wahrscheinlich nur Liebhaber.' L. de Laborde führt in seiner „ Hist. de la Gravüre ea man. noir" ein Blatt viin ihm auf, welches eine Krau und zwei Männer, theilweise eingeschlafen, an einem Tische mit Speiseresten vorführt. In der Ecke oben rechts steht das Zeichen. TM 770. Thomas Mosses, Formschneider zu London, dessen zart ausgeführte Arbeiten zahlreiche englische Druckwerke schmücken. Aufschnitten u. A. in: ..Allan Gunningham's Lives "f the ominent british paintors, soulptors and architects. London 1820" bediente er sich dieses Zeichens. 771. Theodor Matham, Maler und Kupferstecher, Sohn des Jacob Matham, wurde 1598 zu llaarlem geboren. Nachdem er von T M seinem Vater die Anfangsgründe der Kunst erlernt, ging er " in die Schule dos C. Bloemaerl- und zuletzt nach Rom, wo er nebon Natalis, Porsyn u. A. für die Galleria Giustiana arbeitete. Sein Todesjahr ist unbekannt. Die obige Bezeichnung stoht auf einem nach H. van Baien gestochenen Blatte, welches die hl. Jungfrau mit dem Kinde vorstollt. Im Bande liest man: Virgo nata purem etc. Henri van holen Jn. T M sculp. J. Matham exeud. H. 6 Z, 5 L., Br. 4 Z. 10 L Im Künstler-Lexikon sind 66 Blättor von Tb, Matham verzeichnet. Wir tragen demselben hier noch zwei nach: Th. de Geor. Brustbild in Ov. Fol. Wilhelm Vincent Baron van Wittenhorst. 'Brustbild, in Rüstung. Nach B. van dor Helst. Fol. 772. Tommaso Mercandetti, Medailleur, geb. zu Born um 1760, gest. den 11. Mai 1821, war ein Schüler von Girolamo Bossi T. M. und Baldassare Curtini und hinterliess eine bedeutende Anzahl trefflicher Medaillen. Auf einigen kommt sohl Monogramm vor, welches wir boreits im vorigen Bande, unter Nr. 2184, mitgethoilt haben; andere sind T. M. gezeichnet. 773. Zeichen eines unbekannten Majolika-Malers. Dasselbe findot T M" S ^ cn au '' ^ or Rückseite einer grossen Platte, in dor Samm- 1 . M. i„ U g Campana, spätem Sammlung Napoleon 111. Die Malerei auf der Platte besteht aus einer Charitas auf landschaftlichem Hintergründe. 774. Theobald Michau, Maler, geb. zu Tournay 1676, gest. zu Antwerpen um 1776, nachdem er sich beinaho 60 Jahre in T • 3VE. Brüssol aufgehalten. Er war ein Schüler dos Willem Schellinkt und malte Landschaften mit vielen Figuren im Goschmacke der Brueghol, David Teniers d. J. und P. Bout. Mehrero seiner Bilder wurden gestochen. Auf derartigen Blättern soll der Künstlor mit T. M. bezeichnet sein. 775. Thomas Major, Kupferstecher, geb. zu London 1714, gest. 158 TM. Nr. 776 -782. 1768, hintorliess eine Anzahl Matter meist nach TN Salin, niederländischen Meistern. Die hier gegebene Signatar ' ' mit don Jahreszahlen 1744 und 1745 findet sich auf zwei Stichen nach N. Berghom. Kl. Br. Pol. Das oino Blatt ist hetitolt: Morniny, das andere Evening. Ebenso soll er Blättor nacli David Toniers und Ph. Wouverrnan in dieser Weise signirt hahon. Nach Bromloy wären auch einige Bildnisse, u. A. das des doli. Müller, 8., nach J. Hay, von ihm mit T. M. gezeichnet. 776. Tobias Manassar, deutscher Kunstrerleger des 17. Jahrhunderts, gebrauchte auf einigen Blättern dieses Zeichen ohne TT WI. und mit dem exe. Mit T M bezeichnet ist ein kleines Blatt mit der Kreuzabnahme: Fleete ramos arbor alta ttnsa laxa "b M . visceia, und dor Ted der hoil. Jungfrau: Obitus divrte vir- ginis. Auf einem mit O. II. fcc. bezeichneten Blatte, welches den heil. Franciseus vor dem Crucifi.vo kniend vorstellt, stellt: JJobia« Manasser Excud. 777. Unbekannter Radirnr, der mit diesen Buohstabon zwei im Geschmacks Betnbrandt's gearbeitete Bildnisse, Salb- "T" yHj t^ ligunui, bezeichnete: 1) Das eines Mannes in Hut und T ' Mantel, welcher in der linken Hand eine Papierrolle hält, Während er mit der andern einen Vorhang aufzieht (Brulliot hält das Portrat für das l.femhrandt's). 2) Das Bildnis« siber Frau mit einem Perieneollibr und"unbedecktem Busen. II. 8 Z. 6 L., Br. 2 '/,. 6 L. 778. Thomasz (Thomas) Makowsky, Kupferstecher in der ersten Hälfte dos 17. Jahrhunderts in Polen thätig. Als ~>. _ soften ist unter seinon Blättern das folgend)», 7-> \/y /? nach Dolahella gestochen, hervorzuheben: Drei /¥fy/r gefangene (!zaron worden vor Sigmund 111. go- ^ ' J fuhrt. Kl. Qtf. Fol. Makowski gab auch ein Hippicon heraus, welches viele grosso Holzschnitte enthält. Auf einigen steht der Name des Künstlers, auf andern dio Initialen. Ob Makowsky nur die Zeichnungen oder auch dio Schnitte goliofert, muss dahin gcstollt bleihon. 779. Theodor Mintrop, Malor und Zoichncr, am 30. Juni 1870, 56 Jahio alt, zu Düsseldorf gostorben, bediento sich diesos ff /U Zoichons. Auch Tb. M. kommt als Signatur des Künstlers vor, wie bereits an einor früheren Stolle mitgotheilt wordon ist. 780. Thomas Major, oin onglischor Kupforstochor, von dosson Zeichen bereits oben die Bodo war. Mit diesen Buch- T. M. F. staben, wolcho Thomas Major Fecit zu douten sind, bezeichnete or Blättor nach Ph. Wouvorman. 781. Theodor Matham, oin bereits oben eingeführter holländischer Stecher, signirte mit den Initialen seinos Namens und T '. M. F. einem F., welches mit fecit zu orklären, einige Blätter mit antiken Büston. Gr. Fol. 782. Diese Buchstaben bodeuton auf Medaillon: Tommaso .Mer- candetti Fecit Homae. Der berühmte römische Me- T . M . F. R . dailleur ist bereits von uns eingeführt. TN. Nr. 783—790. 159 783. Dieses Zeichen, wolchos mit T M T gelesen werden könnt«, sei cum diesem Grande an dieser Stelle auf- r —r—i f —i—i geführt. Dassolbo onhält jodoch die Bueh- \\/\ r F^T staben T v T " ml ist ,uit Theodor van Thulden 4- J- I zu erklären. 10s findet sich auf Stichen mit Darstellungen aus der Geschichte dos Ulyssos nach Priinaticcio. 784. Teleman odor Telman von Wesel, Goldschmied und Kupferstecher, Ende des 15. und zu Anfang des 16. Jahrhunderts TM'W '" w, ' s(! ' thätig. Nach Bruillot II. 2595, hat er eine Copio von der Gogonsoito nach Dürer's „Versammlung von Kriegsleuten," Nr. 88 dos Dnrrer'schen Werkes, in dieser Weiso signirt. Ausführlicher kommen wir auf den Künstler unter seinem gewöhnlichen Zeichen T. W. zurück. 785. Thomas Neithart, Glasmaler, der im 16. Jahrhundert golebt -^yv»- zu habon seheint. -JC/\ Primissor berichtet in seiner „Beschreibung der Am- 1 braser Sammlung, Wien 1819," ?on Glasmalereien dieses Künstlers. Eine Arbeit darunter, die unbellockte Em- ■ l\T plangniss Maria darstellend, trägt das liier initgethoilte 11 N Zeichen. 786. Diose Buchstaben linden sich auf zwoi Stichen dos Meisters mit der Rattenfalle, dem von Zani ohne stichhaltige Begründung Natalo Dati genannten Künstler. Wir haben den vollständigen Hohns, in welchen der Meistor seinon Namen eingehüllt hat, bereits im vierten Bande unter Nr. 2812 mit- getheilt und verweisen auf Jonen Artikel, wo auch seine Blätter verzeichnet sind. 787. Wie Hellor: Monogrammlexikon, p. 340, ohne weiteren Nachweis mittheilt, hätte ein doutschor Kupfersteeher um T N, 1540 und ein Formschneider um 1590 sich diese« Zeichons bedient. Weitoros darüber wird nicht mitgotheilt. 788. Thomas Neuer, Pormsoheidei, gob. 1768 zu Wien, gost. 1850 zu München, war hauptsächlich für den Buchhandel thätig. T N . Seine Arbeiten sind mit einem Monogramme oder den Anfangsbuchstaben soines Namens bozoiehnot. Das Monogramm ist bereits anter Nr. 2554 des vorigen Bandos mitgethoilt. 789. Thomas Neale, Kupferstocher, der um dio Mitto dos 17. Jahrhunderts in London thätig war. Er arboiteto im Geschmacko T N. des W. Hollar. Man hat von ihm 24 Blätter dos Holboiu'schen Todtentanzos, wohl nach Hollar copirt, welche mit dem vollständigen Namon oder mit T N bozoiehnot sind. Auf dem orston Blatte stoht: Parts 1657. 790. Unbekannter Formschneider, welchor zu Anfang des 17. Jahrhundorts in Deutschland, wahrscheinlich zu München T7JV. thätig war. Er ist warscheinlich jener Meister, wolcher nach Heller, Monogramnilexikon S. 340, um 1590 blühto und auf wolchen auch Brulliot 11. Nr. 2698 zurückkommt, ohne ein Blatt desselben namhaft machen zu können. Wir kennen einen Holzschnitt mit Christus am Kreuze, und Maria und Johannes rechts und links stehend. fM IM! T N. Nr. 791 - 792. Magdalena kniet am Fusse des Krouzes und im Gnade gegon rechts'' sieht man Häuser. Den Heiland umgeben Wolken, wie die Figuren nur im Umrisse geschnitten. Die Initialem stehen links unter der hl Jungfrau. Dio Platte kam 1848 zu Freising in den Besitz des Professors Helmuth, welcher einige Abdrücke machen liess. Das Bild ist ohne Einfassung und wurde wahrscheinlich zu einem Buche in kl. fol. benüzt. 791. Zeichen des Kunstsammlors Thomton. Er signirte damit , , , die von ihm erworbenen Blättor. 792. Diese Monogararnme, welche sich auf einen Künstler beziehen dürften, sind oinem der ältesten Kupferstiche entnommen. Das Blatt, unter dem Namen „das Glücksrad" bekannt, zählt zu den Arbeiten, welche man dem Meister von 1464 odor, wie ihn Duchesne nennt, dem „Ma'ltre aux banderoles" zuzuschreiben pflegt; Nach den Inschriften aal seinen Blättern war der Meister ein Niederländer oder Niederdeutscher; auch scheint er der im 14. Jahrhundert durch Gerhard Groote gestifteten Gesellschaft der Kleriker des gemeinsamen Lebens angehört zu haben. Seine Behandlung des Grabstichels ist noch eine sehr befangene ; im Uebrigen zeigt er sieh als phantasieroiuhon "Künstler. Wir verweilen in Folgendem bei der Darstellung, in welcher die obigen Zeichen vorkommen; bezüglich der übrigen Blätter des Meisters verweisen wir auf Passavant's „Peintre-graveur" II. p. 9 —32. Das Glücksrad. Unten, in der Mitte dos Blattes, sieht man in einem Grabe eino Leiche liegen; das sie umhüllende Tuch lässt nur den schönen Kopf sichtbar, während das Geschlecht zweifelhaft bloibt. Ueber der Leiche steht auf oinom Zettel: Revertatur pulvis in terram unde erat et spiritus redeat ad ipsum qui dedit illum : ecclesiastes 2". Unten vor dem Grabo ebenso in oinem Zettel: Si quis esset stultus qui nolet credere verum hie oculos tenet et respiciendo credet. Oben in der Mitte der Darstellung steht in drei Zeilon: Manet speetator desuper eunetorum prescius deus vüionisque ejus presens semper cternitas \ cum nostrorum actu\m futura qualitate coneurrit bonis premia malis sup- plicia dispensas \ boecius de eonsolatione Philosophie, ti GV°. Darunter ist ein kleinerer Zettel mit der Inschrift: in speetatores pictor, und daneben rechts hält oin Mönch mit beiden Händen oine grosse Bolle. Dieselbe enthält folgende Verse, die sich jedenfalls auf die unten im Grabe liegende Leiche beziehen: hoc jam extinetum in tumba sepultum amore emieuit et vanitate simul quid fuerit pompa nunc sua forma declarat nunc jacet in fossa hwnanitate sine lumina quae totum quondam micare per orbem nunc tenebra magna cooperitque sua carnes jam suas modo videt esse falaces et fosse factura relinquitur que sibi. Zu den beiden Seiton dieser Darstollung wird links das Glücksrad mit der Fortuna und rechts der Lebensbaum mit dem Tode vorgeführt. Vor der Fortuna, welche mit verbundenen Augen das Glückrad dreht, TN. Nr. 79I-).....794. 161 liest iim 11: ullamne humanis rebus constaitciam in le putas cum ipsum | eept homincm vclox hora dissoluat. boccius h". 2". Oben auf dem Glücksrade sitzt auf einem Essen ein König von jugendlicher Gestalt mit ernster Hirne. Link- stürzt ein bärtiger Mann herab, im Falle sich an «las Rad noch haltend; wahrend rechts ein Jüngling mit oinem Bande um das gelockte Saar aufsteigt. Der Jüngling tragt um den Arm eine zusammengeknüpft« Schnur, an deren beiden Enden die zwei Herzen mit Monogrammen hangen, welche wir oben abgebildet haben. Der Zottel über ihm trägt die Inschrifti mens non potest habere re- gimen virtutum ni prius cxc.ussetur magisterium viciorum augustinus Aehnlichc Schriften sind dem Könige« und den herabfallenden bärtigen Manne, wie endlich einem Gefallenen beigegeben und zwar sind zwoi dieser tnsohriften ebenfalls dem Kocfhius. die dritte dem Job entnommen. Oben links erscheint die Halbfigur Christi in den Wolken; in der Linken die Weltkugel und darauf die Siegesfahne, in der Rechten eino an dor Kurhel des Glücksrades befestigte Schnur haltend. Auf dem dieser Figur beigegebenen Zettel liest man: Ecce ego mitto angclum meum qui precedat tu in via obscura; observa eum et \ audi vocem ejus et si audieris vocem ejus et feecris nmnia que loquor | inimicus ero itiimicis tuis et afßigam af/ligentes te exodi XXIfll" ca.". Auf dor reehten Seite des Stiches endlich orhchf sieh auf einem Schiffe ein Baum, in dessen Krone in drei Reihen Über einander 21 Figuren sitzen. Die oberste Reihe von 8 Personen zeigt den Papsl umgehen von Kardinälen, Bischöfen und Geistlichen; die mittelste Reihe in gloiehor Anzahl den Kaiser, einen König und andere vornehme Männer. In der untersten Reihe von fünf Figuren erblickt man in der Mitto eine Frau, dor ein Einhorn in den SchoOSS springt, An den beiden Seiton der Wurzeln des liaumes helinilen sich zwei Thiore mit den Hoischrifteu: dies und nox. Vor dem Schilfe, aeben der Grube mit der Leiche, steht schliesslich der Tod, seine Pfoilo in den Baum sendend. In dem boi- gegebenen Zettel heisst es: nemini pareo. Von diesem Kupferstiche, welcher innerhalb des Randes 8 Z. 8 L. hoch und 11 Z. 3 L. breit ist, sind zwei Exemplare vorhanden, in dor Hofbibliothek zu Wien und im britischen Musoum zu London. Sotimann giebt in dem Kunstblatt von 18. r >0, Nr. 10, eine sehr eingehende Beschreibung und zugleich Deutung der reichen Compositum. Er glaubt, dass der Künstler in letzterer an den 1482 erfolgten Tod der Maria von Hurgund, Gemahlin Maximilians 1, anknüpfte; in der Leiche unten will er die junge, aus dem Vnllgenuss ihres Glückes durch den Tod gerissene Fürstin erkennen, und auf dieses Bogobniss bezioht er die Einzelheiten der Darstellung. 793. Dieses Monogramm findet sich in Begleitung eines zweiten, . aus 0. A. T. P. bestehenden Monogramme«;, auf einem [V r~H schiinen, in der Weise des Hans Burgkmair behandelten \ P Holzschnitte, welcher den heil. Rochus vorstellt. Dor 1 \L Heilige steht auf einem Piedestal, vorehrt von zwei kleinen Figuren. Hei Mittheilung dos zweiton Mono- gramnies, [1. I, 2273. ist das Blatt ausführlich beschrieben worden. 794. Thomas Oelgast, ein bereits unter Nr. 2707 des IV. Bandes eingeführter Malor. Wir verweisen auf Jonen Artikol und bemorkon nur noch, dass das hier initgetlieilte Monogramm auch auf Zeichnungen vorkommt. Nagler sah es in der fürstl. Oettingen - Wallorstein'scbon Sammlung auf einer mit schwarzer Kreide und Rothstift gezeichneten Grablegung. () MononTnniiiiision. Ild. V. \\ 162 T (). Nr 795 800. 795. Unbekannter Formschneider aus den 15. oder nus der Frühzeit des 16. Jahrhunderts Dieses Zeichen fand J. A. Bönier auf der Copie eines emblematischen Kupferstiches, welchen Bartsch XIII. n. 110 Nr. 8 beschreibt und ottley, „Colleotion of faesimifes of scaree und courions prinls eto," pl. 24, in Nachbildung gibt. Der Holzschnitt weicht aber einigennaasson von dem von Bartseh beschriebenen Blatte ab, So liest man auf den Rudern: Hex saxonie , Hex rtglie , Hex dacie; am Anker blos i Klectores; am Mast: Ciuitates ipatoris. - Anden Haupttauen steht: Hex viigariae. — Hexpolonie, — üuees bauaria; an der Strickleiter: Italia, — Behma,—- Veneria, — Hagusa etc. Der Kupferstich hat die Unterschrift: l'm- phetia etc., der Holzschnitt nicht. Das von Bartsch im Rande rechts angehobene Zoichen bofindot sieh links gegen oben am Ende oiner Bandrolle, worauf die Worto l'atriarche Home stehen. I>as Ganze ist also von der Gegenseite dos Stiches und auch grössor. II. 13 Z. 5 L., Br. 17 Z. 2- 3 L. 796. Zeichen oinos unbekannten Majolica- Arbeiters von Urhino. W 797. Marken der Porzellan-Fabrik zu Tournay. To T Y T 798. Marke einer Porzellan - Fabrik in Bristol. Die Fabrik wurde 1770 gegründet und lieferte von 1772 — 1777 hartes Porzellan, Im [J // Jahre 1777 ging die Fabrik ein. 799. Dioseg unbekannte Malerzeichen lindet sich auf einigen von V. Lofehre gestochenen Landschaften, Briilliot, III. ^J7 . 1194, führt, drei derartige Blätter an: dio oine Land- lUCWt-. WV. schaft ist mit oiner liegenden Venus staflirt, die andere mit einem niitondon Hirten und seiner Herde) dio dritte mit einem, in der Mitte, am Boden sitzenden Manne und link* oinom anderen Manne, welcher ein, gesattoltos Pferd führt. Auf don drei Blättern, Br. Gr. Fol., steht unten: J. van Campen Formt» Venetys. V. Lefebre del. et sculp. 800. Tobias Bidenharter, oin deutscher Kupferstocher, dossen Lebensverhältnisse unbekannt sind Man kennt von Tob. Bieten. SCrilp- seiner Hand das Porträt Ferdinand IL, Kl. Fol., das, wie hier angegeben, bezeichnet ist. Heinecko spricht auch von dem Porträt des Kaisers Mathias, das der Künstler gestochen haben soll, und nach Heller fLeben Dürer's T (). Nr. 801 805. 1G3 FI, 351) findet, sich der abgekürzte Namen auf einer Kopie nach A. Dürer, den Schmerzensmann darstellend. 801. Tobias Gemperlin, ein dänischer Maler dos 16. Jahrhunderts, der »ich vornehmlich durch ein lobensgrosses Bildnis» r-r' i r< Tycho de Brahe'» bekannt gemacht, eignirte in dieser I 0 ü . \J . Weise Vgl. Weinwich Kunstens - Historie i Danmark. Kiob. 1811. 802. Unbekannter Foraschneider, welcher nm die Mitte dos 16. Jahrhunderts in Frankreich golobt hat. Bartsch IX, Mp-j-, -p P- 562, zahlt ihn zur deutschen Schule und bo- fÖJ schreibt nur das Blatt mit der Entführung der ' Helena, auf welchem das dritte Zeichen verkommen soll. Es steht aber dahin, ob das Fae- simile bei Bartsch ganz genau ist. Die beiden ersten Zeichen kommen auf Holzschnitten dieses Meistors vor, welche in Paris erschienen und zu 'einer grossen Folge von Holzschnitten aus verschiedenem Verlage gehören. Die Holzschnitte enthalten Darstellungen aus der Bibel und auch solche aus der profanen Geschichte. Doch kommt das Monogramm nicht auf jedem Holzschnitte vor. Etwas roh geschnitten sind sechs Bliittor aus der Geschichte des Jonas mit dum erston und zweiten Zeichen und der Adresse: A raris, par Francois DesprCz, rue Mont- oryueil, au Hon J'asteur, avec priuilege du roy. Bartsch beschreibt ein Blatt mit der Entführung der Helena durch Paris. Letzterer erscheint in der Mitte des Blattos. Links breitet sich ein Theil der Stadt aus, und rechts ist das Meer mit Schilfen. Nach dem genannton Schriftstoller steht in der Mitte unten das dritte Zeichen. Unter dor Vorstellung ist ein Oartouche von 2 Z. Höhe und 9 L. Breite angefügt mit der Schrift in beweglichen Letten : Content l'aris Alexandre, estant envoye. du Roy l'riam etc. H. 9 Z. 3 L., Br. 14 Z. 10 L. Dieses Blatt gehört zu oinor Folge von vier Holzschnitten mit der Geschichte dos Priamus. Die drei andoron haben diosolbo Adrosso. 803. Thomas Barlacchi, Kupforstecher und Kunsthändler zu Born um die Mitto dos IG. Jahrhunderts, TQMAS1ÜS.J3AM.EXC.MM. K[ r«touclnrte eine grosse Anzahl ^«-.^Anr„r, TiA-nT Tivmmr. Platten von Meistern aus dor Schule T0MASIUS. BAM. EXCUDE. M arc Anton's. 1550 gab er eine mn-M- W4TJT rv/i 4 ^" I,, ° 1 ' ?e von Alterthümern horaus, iujvi. .MAiu,. -HÄ.L. nachdem er früher don Kindermord unmittelbar nach Bafael gostochon, wio Malvasia versichert. Seine Adresse kommt in obigen Kürzungen auf Stichen von N. Beatrizot, J. Bonasone, E. Vico u. A. vor. 804. Zeichen eines Majolica -Malers von Urbino. Man pflegt dasselbe dem Orazio Fontana zuzutheilon, von !------"---- ——— --------- , UHWUn UUIII V1HIU r Ullbilllil MUUUICUW, »in Q { I J A~~ ^~^ p welchem beroits im vorigen Bande diesos ----- Werkes eingehend dio Eedo war. 805. Das Anagramm Theodor de Bry's, mit welchem er eini"e Toroumns.JMancms. 9einer Arbeiten bezcl,>hl,M haben B0 ' 1 Ueber 11* 164 TP. Nr. 806-811. tlon Künstler gehandelt. iiml Keine Üblichen Bezeichnungen haben wir weiter obei 806. Theodor Pixis, ]P ein in München thätiger Maler und Zeichner, Schüler von Ph. Foltz, signirte in dieser Weiss Zeichnungen mit ComposMonen aus der deutsehen Heldensage „Gudrun". Auch auf anderen 'Compositionen des Künstlers begegnetet) wir den Zeichen. 807. Philipp Tannour, berühmter französischer Marinemaler, dessen hier mitgetheiltes Monogramm einem im Palais du juxembonrg befindlichen Seestück entnommen Ist. ^pr v* 808. Monogramme verschiedener Künstler, die wir bereits unter PT, IV Nr. 8319 3324 gegeben ^T "**^ haben, so dass es hier nur dieses rpv / ) Hinweises bedarf. St, T 'i 809. Peter Timpf, Miinzmeistor. 1635 in Glückstadt, 1640 bis 1650 in Stade und Bremervörde, fügte tleprägon sein liier mitgetheiltes Namenszeichen bei. 810. H Dieses unbekannte Zeichen findet sieb auf einem Blatte, wolchos Morkur und Argus vorstellt. Der hundortäugige Wächter liegt rechts schlafend auf der Erde; neben ihm steht Merkur in eine Trompete stossond. Auf dem Stamm einos Baumes sieht man das Zeichen, welches aus den verkehrten Buchstaben P T zu bostohon scheint. Passavant, V, p', 228, hält das Blatt für den Abdruck oinos Niolln aus dein Anfange des XVI. Jahrhundorts. 811. Biosos Zoichon stobt auf einem Silberdruck des XVI. Jahr- hundorts, welchen Passavant in Neumann's Archiv, VII. T 1 er p. 95, beschreibt, Du Blättchen zeigt in der Abtheilung links dio halho Figur des Herzogs Johann Friedrich I. von Sachson, dos Grossiniitlugon; sin Schwert mit der Rochton und sein Wappenschild mit der Linken haltend. In der Abtheilung rechts hält soino Gemahlin Sibylle gleichfalls ihr Wappenschild. Zu don Seiten bofindon sich ornainontirte Säulen, auf denen ein Bogen ruht. In Cartouchen unter ihnon stoht immer, in drei Zeilen, eine Stelle aus don Psalmen und bei dem Bildnisse des Herzogs links die T P. Nr. 812 — 820. 165 Initiale T und rechts oin verkehrtes P, wonach dieses Zeichen des unbekannten Zeiehnef« oder Formschneiders P. T. zu losen ist. Die Darstellungswoi.se der Bildnisse entspricht ganz der Art dos Lucas Cranach und seines Sohnes und scheint die Zoichnung einem diesor Meister anzugehören. Aus dem scharfen und tiefen Eindruck der Figuren in das Papier geht horvor, dass der Abdruck vermittelst eines Mctallschnittos angerührt wurde. Das Blatt misst H. 8 Z. 2 L., Br. 3 Z. 6 L. Hin Paosimilo desselben hoflndet sich in Lemportz Bildcrhoften zur Geschichte des Bücherhandols. Köln 1860. Achte Koiho. 812. Tobias Pock oder Bock, ein Maler, welcher aus Constanz stammend, von 1640—1680 in Wien vielfach thätig war, ril IJ soll, nach Nagler, ausser dorn boreits im vorigen Bando •1 -*• • mitgotheilten Monogramme, sich zuweilen auch dieser Bezeichnung bediont haben. 813. Unbekannter Kupferstecher. Wie Heincko, Diofc, III, 38, mittheilt, lindet sieli dieso Bezeichnung auf oinem Sticho, T P, fecit. oino (Jharitas darstellend, nach Abraham Bloemaert. Fol. 814. Nach einer flüchtigen Notiz Nagler's hatte auch Thomas Preston, ein englischer Kupferstecher um 1780, sich dioses T 1'. Zeichens bedient. Ms sind zwei Blätter dieses Künstlers bekannt: Robert Blake, General und Admiral, und Mr. Pope, Büste, jedoch ohne obige Bezeichnung. 815. Dieses Zeichen kommt auf römisohon Stempeln vor und ist die Abbreviatur von: Travanus, Pater; in welcher Weiso T. P. der Medailleur Giovanni Francesco Travani in Korn, 1656 bis 1674, Arbeiten signirte. 816. Thomas Pingo , Stempelsohheider, in englischen und polni- 2' ]> sehen«Diensten von 1744 - 1770 thätig, bediente sich dieser Bezeichnungen. I. 1\ F. 817. Thomas Philipps bediente sich zur Bezeichnung der Blätter ■ ) .seines Cabinete des beigegebenen Stempels. °18. Auf oinor Landschaft, Br. kl. Fol., welche von Porello vadirt ist und die Adresse 1'. Ferdiuand's trägt, indet T l'iituvivr IS ' C ' 1 forNune des Thomas Pynacker in diesor Weise geschrieben. Pynacker, ein Landschaftsmaler, arbeitete in Frankreich, war eines der ersten Mitglieder der Akademie und starb zu Paris 1653 im 35. Lebensjahre. Seine Arbeiton sind selten. 819. Diese Buchstaben als Münzzeichen beziehen sich in dorn ersten Buchstaben auf die Münzstätte Turin, in den 'T' P |> beiden anderen auf den MünzmeisterPietroPaolaPorro, "- 1 - - 1507 1609. 820. Tobias Uaerfurt, Maler, der ältere dieses Namens, in den letzten Decennien des 17. Jahrhunderts Hofmaler des Herzogs von Brannschweig. Er malte Theater- ^ßf~ \r *-&££ Decorationen, ab« auch Schlachten und almliche &*->)• efty Darstellungen. Auch kennt man folgende zwoi im J J Qeschmacke des P. Nolpe radirte Blätter von ihm, welche mit obigen Monogrammen bezeichnet sind. 166 TK. Nr. 821-822. Zwei bewaffnete Reiter, der eine im Vorgrunde, der andere links an einem Hügel. Qu. 8. Der Paukenschläger zu Pferd nach links gerichtet, hinter ihm zwei Reiter und im Grunde oine Truppe zu Pferde. Qu. 8. 821. Tielman. Kerver, Buchdrucker aus Koblenz, Hess sich im letzten Deconnium dos 16. Jahrhundorts in Paris Bieder und kam da mit der in der Geschichte der Pariser Typographie berühmten Familie Bonhomme in Berührung, von welcher Jean und Pasipiior an der Spitze der Corporation der Dibraires jurÄS de l'Universito de Paris standen. Tielman heirathote die Jolanto Bonhomme und war somit dor Familie naho verbunden. Er widmete sich fast ausschliesslich dorn Druck und der Herausgabe der damaligen Horarien (Heu res), d. h. von Gobotbüchern für die öffentliche und Privatandacht nach dem römischen Ritus. Dio Vorbilder waren fralfgraphische mit Miniaturen geschmückte Handschriften in den Händen der Grossen, welche jetzt durch den Druck und die Illustration in Holz und Metall grösseres Gemeingut wurden. In theuoren Exemplaren trat Pergament au die Stelle des Papiers und Miniatoren illuminirten die Bilder mit Karben und Gold. Von Tielman Kerver sind 18 verschiedene Ausgaben bekannt] die vollständigen und gut erhaltenen Kxemplaro gehören jetzt zu den kostbarsten Perlen der französischen Typographie. Zu den Fonnschnoideru ist Tielman nioht-zu zählen, indem in Paris geübte Form« und Metallsehneider höherer Bildung als Tailleurs d'Histoires vorhanden waren, und auch Jlluministen und Miniaturiston nicht fohlten. Uebor die Horarien und über Tielman Kerver gibt Scitzmann in Naumann's Archiv für dio zeichnenden Kunstler VI, S. 90 ff, schätzbare Nachrichten; es steht aber S. 95 irrig, dass Kerver von 1447 bis an seinen 1522 erfolgten Tod gedruckt habe. Die Gebetbücher aus der Offirin des T. Kerver sind von 1491, 1497, 1501, 1503, 1504; 1506, 1507, 1511, 1515, 1520, 1525, 1629, 1581. Die Wittwo dos T. Kerver druckte untor ihrer Firma bis 1552 fort, und zwar meist liturgische Bücher, Korvor hatte auch drei Söhne: Johann, Jakob und Tiolman Kerver. Jakob Kerver wurde auch zu den Formschnoidern gezahlt, und wir haben ihm daher unter 1 K N. 2083 einen Artikel gewidmet; Tiolman Kerver, der Sohn, druckte 1551 ein Nuvum Testament um. l'arisiis aputl Julandum Bonhomme sab imicorni in via Jacobuta. Mit Holzschnitten. Kerver führte in seinem Ladenschilde (enseigne) das Einhorn, und diesi'S kommt auch im Signete auf den Titeln der Bücher vor. Doch hallen da zwei dieser Thiere ein Wappen, nämlich dasjenige, welches wir oben gegeben hallen. Silvestro, .,Marques Typographi<|ues", gibt Nr. 50 und 51 zwei Signete in Abbildung. Diesen Tielman Server den Jüngern auch zum Form- und Motall- ichneider zu machen, dafür ist ebenfalls kein Grund aufzulindon. Auch Jakob Kerver war nicht PorBtscbneider, Sondern Buchdrucker. 822. in der k, k. Schatzkammer zu Wien befindet sieh ein Weiiiiininnkossel aus Cooesnusa mit, beweglichten Hornhenkeln und einges.-hnitt ......n Arabesken mit, phantastischen Thicrgcstal- fcen; im Innern ist, ein Beeoar mit drei Silberspangen befestigt. Die Passung aus vergoldetem Silber-hat am Rande des Gefftasea T R. Nr. 823 - 826. 167 den 61. Psalm eingravirt: Sitivit. aniina. mea. ad. Dcum etc. Am Bügel ist das obige Monogramm de« Vorfertigers oingravirt. Letzterer, dem 16. Jahrhundert angehörend, ist unbekannt. 823. Buchdruckerzeichen dos Theodor Rihel zu Strassburg, 16. Jahrhundert. Die Figur der Massigung, mit Winkclmaass und Zaum in den Händen, auf einem stoinomon Postament vorn in einer Landschaft stehend. In letzterer sieht man rechts im Hintergrund ein schlossartiges Gebäude. In einer Innen ovalen, ausson vioreckigen Zioreartoucho. Oben an derselben sitzt rechts dio Gerechtigkeit mit Schwert und Waage, links die Miissigung, wolcho Wassor in eino Woinurno giesst, unten zwei Genien, der eine, links, mit Pfoil und Bogen, der andere mit Kränzen. Unten in der Mitto dio obige Namenschiffre Rihols. Die Zeichnung zu dem Ganzen ist von Tobias Stimmer, dessen Zeichen jedoch nicht darauf zu finden ist: das Monogramm B V ganz unten ist jenes des Formschneiders, H. 4 Z. 10 L.; Br. 8 Z 11 L. Eine Kopie des Symbols gibt Lacruix in: J.e Moyen-Age et la Renaissance V. 824. Dieses Zeichen fand Borner auf dem in Holz geschnittenen Bildnisse dos Johann Pfofflnger, Dr. theol. und Professors zu rr- Leipzig. Kr ist in halber Figur mit dein Buche in den JX_ Händen dargestellt, und das unten beigedruckte lateinische ' ■ >' ■■ "■•» ■ Gedicht hat die Adresse: Wittebeigae, apud Martinum Bru- nonem. Rechts unten ist das liier vergrösserte Monogramm, Das Blatt ist nicht ungeschickt geschnitten, jedoch scheinl eine Bohlechte Zeichnung als Tsrlage gedient zu haben. 825. Theodor Romhouts, Muler und Radirer, geb. zu Antwerpen 1597, gest. ebenda 1687, Schüler von Abraham Janssen, ging ng 1617 nach Italien und wurde nach seiner Rückkehr in Ant- f\,. werpon als freier Meister diu' St. Dueasgildo am 8. Februar 1625 aufgenommen. Die Kunstsammlung Rolas du Rosey, welche 1864 in Leipzig versteigert wurde besass einige Handzeichnungen von Rnmbouts. Ein Entwurf darunter, mit Feder und Bister ein Reitorsoharmiitzel lebendig vorführend, war mit dem obigen Monogramme bezeichnet. Br. 6Z. 9L., II. 4 Z. 2 L. 826. Joseph Theodor Richomme, Kupferstecher, geb. zu Baris _____ 1785, gest. ebenda 1849, bildete sich anfanglich zum Maler * IV aus, widmete sich aber bald ausschliesslich der Arbeit des Wj Grabstichels und erhielt sehen 18(16 den grossen Preis dor Akademie. Kino Reihe von Blattern folgte, welche alle das Gepräge dor Meisterschaft tragen. Die HauptMattei sind I D' im Künstler-Lexikon genannt. Richomme bediente sich su- i"L\j weilen der hier mitgetheilten Zeichen. Das erste findet sieh auf einem Blatte nach einem Fresko Raphaels, Adam und Eva unter dem Baume vorstellend; II. 11 Z, 6 L., ISr. 12 Z. Das zweite Zeichen steht ebenfalls auf einem Stiche nach Raphael, bekannt unter dem Namen: La viergS de L'orette. Maria hehl, von dem vor ihr liegenden Kind den Schleier, hinter ihr ist Joseph, Man sieht, das Monogramm unten rechts. Dio ersten Drucke sind ohne das Zeichen. H. 14 Z., Br. 12 Z. 168 T E. Nr. 827 - 832. 827. Theodor Rehbenitz, auch zuweilen liebnitz geschrieben, oin aus Holstein gebürtiger Historienmaler, Rwelchor um 1817 in Wien »tttdirte und sich ' dann nach Born begab, wo or sich eng der nn iieudoutscli - romantisch - religiöse» Richtung **'• Overbecks und Genossen anschloss. Man hat von ihm schbno, streng durchgeführte Bleistift- r P > _ Zeichnungen. Eiset derartigen Zeichnung in Ao JX^ Xv der Sammlung dos Erzherzog«.Albrecht zu Wien R.OM& ist das obige erste Monogramm entnommen. Auch in dorn Katalog der Sammlung Sternberg- Mandorschoidt werdon, unter demselben Zeichen, einige Studienköpw aufgeführt. Das zweite Monogramm faulen wir ebenfall« auf einer Bleistiftzeichnung, welche den Besuch der Maria bei der Elisabeth dar« teilte, 828. Theodor Roos, Maler und ßadirer, wurde als ein Spross der bekannten Ktlnatlerfamilie diese« Namens 1638 zu Wesel "TT geboren. Das Todesjahr ist unbekannt. Kr war in Kassel, 1^ Strassburg, Stuttgart und einigen anderen Stiidtcn thäiig und malte aussei' Bildnissen historische Gegenstände und Landschafton mit Thioren. Man findet nielirore Bildnisse, die nach ihm gestochon wurden, und dann eine Folge von Landschaften, die er wahrscheinlich nach eigener Zeichnung selbst radirt hat. Die Landschaften sind mit Ruinen und Xhieren stafflrt und lelztero gut im Charakter. Die 6 Blätter der Folge linden sich bei Bartsch IV, ü99 und im Künstler-Lexikon beschrieben. Aul'dem einen Blatte, B. Nr. 6, fanden wir, kaum sichtbar, da« Monogramm, welches wir hier doppelt vergrössert wiedergegeben haben. 829. Theodoro Rossi da Piperno, ein nach seinen Lebensverhältnissen unbekannter Kupferstecher oder Goomctor, Ks <~iji rrjt kommen Blätter mit geometrischen Figuren, in der -iL / J^- Manier Biamlulla's gestochen, vor, wolcho mit seinem Namen oder mit doli obigen Monogrammen signirt sind. 830. Dieses Zeichen fand Ibirnor auf oinem gestochenen lloru- loi/ium generale, gr. i|ii. Pol, Aus der Dedioation 1686 an Papst Sixtus V. geht hervor, das« der Krlinder d*s Horo- Ingiums auch zugleich der Siecher ist. Das Zeichen scheint dem oben eingeführten Theodoro Rossi da Piperno anzugehören. X 831. Thomas Rawlins, Stempelschneider, welcher anter der Re- giorung Carl'« I. u. IL von 1644 —1670 in London TT /" f> in Thomassin's Werk abgebildet sind. Andoro Werke soiner Hand wurden im Garten der Tuilorien aufgestellt. Der Künstler starb 1700 im 79. Jahre. Man findet die Signatur ex. p. TR, welche mit: oxöcute par Thomas Renaadin zu erklären, auf Blättern, welche nach seinon Arbeiten St. Andre gostochon hat. 843. Dieser Name findet sich auf italienischen Denkmünzon und bezeichnet entwodor den Antonio Travani odor den TRAVANVS Giovanni Francesoo Travani, römische Medailleure, welche Endo des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts thätig waren. 844. Dor Architekt Tiridates, der Erbauer des ältosten der vor» _ j handenon armenischen Bauwerke, dor Kathedrale von Ani, Ivdttt. welche im Jahre 1010 rollendet wurde, tindot sich in einer Inschrift so oezeichnot. Derselbe soll identisch mit den Erbauer dor Heiligkrouzkirche in Achspat sein. Vorgl. D. Grimm: ,,Monuments d'architecture en Georgie et on Armene. Petersburg 1859." 845. Pierre Charles Tremolier, oder auch, wio or sich schrieb, rp Tremuliere, Tremolliöre, Tremoliores, Historienmaler und irtm,. Radiror, geb. 1708 zu ('holet, gelt. 1739 zu Paris, ist Trenv.f. boroits oben unter T eingeführt. Noch bediente er sicli rp j auf seinon nach Watteau radirten Hlättern der liier mit- lvtnv.p. gethoilten Namenskürzungen. Tvemo f ■" em ors * cn Zeichen begegnet man auf einem Blatte 'J mit einem männlichen Kopfe; dorn zweiten auf einem Trettlol.S. Platte mit oinoin sitzenden Mädchon, welches in Erstaunen nach links blickt; dem dritten auf einem Blatte mit einem jungen Manne, der einen Fussschemel auf seinem Rücken trägt und in der Hand einen Brief hält; dem vierten auf einem Blatte mit der Büste eines Kindes, das sich mit ineinander gelegten Händen trüge auf einen Tisch stützt •. das fünfte Zeichen endlich steht auf einem schiinen Blatte mit einer Dame in Rüokenansicht, Vergl P. Bandicoor: Pcintre-gravrur fr. II. p. 25. 846. Theodor Rombouts, Maler und Badirer, geb. zu Antwerpen rr7 _,_ 1597, gest. ebenda, 1637, ist oben boroits von uns -I J\ F eingeführt, Ais Radirer kennt man Ihn durch zwei Blatter, welche sich in van der Kellen's: Teintre Graveur hollandais et flamand, boschrieben Anden. Das eine Blatt, sehr selten, stellt Eartenspieler vor; das zweite eine hell. Familie Aul letzterem Blatte Uesl man unte» links T. R. F. d. i. Theodor Itnmbouts Ftcit and nach der Mitte hin 0 V. P° d. i. cum privilegio. Dio Jung- JE T R. 847 - 852. 171 frau mit dem Kinde ist sitzend und nach links gewendet dargestellt; daneben der kleine Johannes, welcher dem Christuskind ein Kreuz darreicht. Darob ein Fonstor mit der Aussicht in eine Landschaft erblickt man Joseph mit dem Esel. H. 9 Z. 3 L., Br. 8 Z. 1 L. 847. Dieso Buchstaben sind mit Tomtuaao Rodi invenit zu erklären. Sio findon sich auf Stichen von V. Franceschini in T. R.J einem Werke, welches folgondon Titel führt: Thomae Dempsteri a Muiesk Scott, I'andectarum in Pisano Lyceo Professorin Ordinarii. De Etruria Regali. Libri VII. Florentiae MDCVXXIII. Fol Tommaso Redi, ein geschickter Historienmalor, wurde, nach Lanzi, 1665 zu Florenz goboron und starb dasolbst 17Ü5. 848. Giovanni Battista de Cavalleriis, Zeichner und Kupfer- ,,, . . . ., stechor, 1525 zu Lagliorino geboren, nennt sich lrtdentmus l'ec. auf seinen zahlreichen Blättern, die ihn als einen Nachfolger des Knea Vico zeigen, auch Briiianus oder Tridontinus. Letztere Bezeichnung soll sich auf einem Blatte mit der Anrieht der l'oterskircho linden. Unter Nr. 243 dos zweiten liandos ist ausführlich über den Künstler und sein Werk gohandelt. 849. Zanetti thoilt dieses Zeichen in seinem Katalog der Sammlung Cicognara mit. Man sieht dasselbe auf einem Kupferstich mit Diogenes in der Tonne, nach Parmesan. Br. 8 Z., 11. 10 Z. 8 L< Es steht rechts auf einoin Stein, nahe der Hand des Weisen. Ol) das Zeichen sich auf den unbokannten Stecher bezieht, oder, wie Bartsch meint, eine andere Bedeutung hat, ist unentschieden. 850. Marke einer Fayence-Fabrik zu Marzy bei Nevers. 851. J, Tromlitz, Kupferstecher in Leipzig, der hauptsächlich rp nur für den Buchhandel thätig war und 1799 ungefähr IfOW. SC. i m 30. Lebensjahre gestorben lein soll. 852. T. Roos heisst der Künstler, um welchen es sich hier handelt, ob aber das Blatt, welches wir hier beschrei- O? ,, jf t hon, von dem durch Bartsch bekannten und oben JSposjn: a>:gj'. \u\in dem Monogramme T. K. eingeführten Theodor Kons herrühre, ist eine andere Krage. Obige Bezeichnung findet man auf einem radirten Blatte mit dorn Bildnisse des Johann Reinhard, Grafen von Hanau. Kr ist im Brustbilde nach rechts gewendet und das gelm-kto Haar lallt zu beiden Seiten zur Brust herab. Arme und Brust sind geharnischt, die Feldbindo ist, über die Sehaltern geworfen und die .sichtbare, Rechte bah den Conuiando- Stab. Bin ovaler Kabinen, dessen Sclinitzwork einen Lorbeerkranz bildet, umgibt das Bildniss. Kr lehnt an einer Wand zwischen zwei Postamenten, auf welchen R&nchergefttsse stehen, Geber diesen sind an der Wand zwei emblematiselie Vorstellungen in Sehnnrkelrahmen angebracht' Links halt eine aus Wolken hervorkommende Hand eine strahlende Krone und rechts bemerkt man einen Kitter neben der Erdkugel. In der Mitte 172 T ß. Nr. 853 - 854. zwischen diesen Sinnbildern) befindet sich das Wappen des Grafen. Am Fusso der I'ostaincnto sitzen rochts und links zwei kleine goHügolte Kinder mit dorn Zeichen des Todes und der Trauor. Im Unterrande ist eine sauber radirte Schrift: „Des* Weiland Hochyebornen Gräfin und Herrn Herrn Joh: Reinhardts Grafens j zu Hanau Rieiiek und Zweybrüctcen Herrn zu Müntzberg j Leuchtenba g / und Ochsenstein Erbmarschallcn und über Vogts zu Strasburg etc. / Gross muth und Siegs stimen / wieder Noth und Todts grimen. Hey Dero Hochherrlichen Leichenbegängnus auss der Epistel St. Pauli an J Timolh: Cap: 4. verkündigt."' hu rochten untern Eck ist dio Angabe des Künstlers, von derselben Hand radirt. H. 9 Z. 1 L., Br 6 Z. 9 L. Höhe des Plattenrandes 1 Z. 9 L. Wenn der erwähnte «iraf Johann Reinhard der zweite dieses Namens ist, so kann das Blatt der Zeit nach von Theodor Boos, dem Maler und Kadirer, dessen Blätter nach Bartsch hinsichtlieh der pikanten Wirkung des Helldunkels bewunderungswürdig sind, nicht herrühren, da Gral Joh. Bernhard II 1736 starb und der gonannte Künstlor den Anfang dieses Jahrhundorts nicht erlebte. Auch ist das fragliche Bildniss nicht so vorzüglich gearbeitet, um es dem bekannten Theodor Boos Buaohreiben zu können. Uobrigens handelt es sich um das Produkt eines Malers, der in Hanau oder in Cassel gelebt haben mag. In letzterer Stadt hielt sich Theodor Rooi einige Zeit auf, und violleicht ist der Kadirer des Bildnisses der gleichnamig« Sohn desselben. Hanau-Münzberg kam nach dem Tode des Grafen Johann Beinhard an Hcsscn-Cassol und auch dieser Umstand durfte für einen Künstlor in Cassol stimmen. Das (1 des Monogrammes am Schlüsse der Kiinstlersehrift fände dann vielleicht im Worte Gasse! seine Erklärung, 853. Francois de Troy, Maler, geb. zu Toulouse 1G45, gest. zu Paris 1730. Nachdem er durch leinen Vater Nicolas de 'IrOY' J. '^ r "y> ( ' or ebenfalls Maler «rar, in dio Kunst eingeführt J ' ' worden, kam er in leinen 24. Jahre nach Paris, wo er zunächst durch Porträts, insbesondere bei der Damenwelt, deren Beize er auf alle mögliche Weise zu schmeicheln verstand, sein Glück machte. Seine historischen Arbeiten sind styllos und oft sehr Süchtig behandelt. Auf das Gemälde: Merkur den Argus tödtend, wurde er 1074 Mitglied der Akademie. Man hat von ihm eine eigenbändige Kadirung mit der Darstellung den Galatalks bei der Leichenfeier der Königin Maria, Theresia, Gemahlin Ludwigs XIV, 1(183. Das Cenotapnlum erhebl sich im Grunde des Blattes und vorn sieht man den Leichenzug. Beclits stellen fünf Prälaten und zwei (üerikor mit Kerzen und vor ihnen die zwei Kreuzträger. Rechte nach unten steht: Troy 1. Dieses Süchtig radirte Blatt, von Robert Dumesni] VII p. 338 beschrieben, ist sehr selten. 11. 392 millim., I!r. 305 millim. 854 Theodor Schlöpcke, Hofmaler zu Schwerin. 1814 daselbst geboren und m Berlin ausgebildet, bediente sieh auf vor- |— /T fr | schiedenen Gemälden des ersten Monogrammes, Das zweite Hv Zeichen findet sich auf einem Titelholasehnitt zu Fr. Reuter'« \\) plattdeutschen Erzählungen : „Olle Kamellen." Wismar und ■ laiduigslust, Hinstorll'sehe Buchhandlung, 1860, 8°, den Öohlöpoke gezeichnet hat. Ausser denn aus T. S. bestehenden '"^Öp Monogramme linden sieh auf dem Blatte noch die Buch- f 6o Stäben H K - VV lt., wohl das Zeichen des Porinseliueidors H. 4 Z. 10 I;„ Br. 3 Z. 3 L. T S. Nv. 8B5 - SRO. 173 855. T. Schröder, ein Goldschmied, welcher am ItöOzu Nürnberg thätig war, Er radirte verschiedene Ornamente als Mustsr zu rxp Schmucksachen, Blätter, die Jedoch sohr seilen vorkommen. *P 1) Folge vini 8 luimnicrirlen Blättern, mit dem Namen oder obigem Monogramme bezeichnet. Auf dem ersten Blatte: T. Sehroder Fecit. A» 1650. Qu. 8. 2) Folge von zwölf Blatten Rollwerkbuchlein zu ändert in'Nürnberg bey Pauloi Fürst Kunsthändlern 8. Auch sahen wir Zeichnungen mit Gkildsohmiedsverrierun^es., welche mit den Buchstaben T. S signirt waren, eine Signatur, die, fich ebenfalls auf Schröder zu beziehen schien. ¥ *P Terenz Schmidt, Münzmekter in Oassel, 1594—1684, deutete auf Gepräges in dieser Weise seinen Namen :m. Das Zeichen ist vorgrüssort wiedergegeben; 857. Unbekannter Steinätzer, dessen Monogramm auf einer Tischplatte ans dem 16. Jahrhundert vorkommt. In Franz Traut- mann's: Kunst und Gewerbe v. frühesten Mittelalter bis Bade des 18. Jahrb.., wird dieser Monogramniist unter den besten Marmor- und Sohihoferstoin-Aotzorn aufgeführt, 858. Stempel unbekannter englischer Goldschmiede aus dem 17. und 18. Jahrhundert. 859. Bin Künstlerzeichen, welches man, nebst der Jahreszahl 1499 auf Wandgemälden in der Kirche zu TV^g^^, Weillieim in Wiirtemberg stellt. Die troff« ' ^\~ liehen, dem Fr. llerlen verwandten Ar- T V belten sind leinet im Jahre 1001 zum ^*V Theil übermalt wurden. Fs wäre möglich, s*^^^ ) d*M s ''" von einem Gttede der Dimer f^^^ Malerfamilie Stocker oder Stöckher herrührten. 860. Tobias Stimmer, Maler und Zeichner, geb. zu SchalVhausen 1589, gest. zu Strasburg 1582, dessen Monogramme wir unter S T mitgetheilt bähen, an welcher Stelle auch aus- fÜhrlich über seine Arbeiten berichtet worden, bediente "JJ_ N ffi sich zur Bezeichnung noch der Initialen T, 8. Bartsch seheint das Zeichen nicht gekannt zu haben. Man findet es auf folgenden Blättern: Symbol des Siegmund Feierabend. Fama, auf einer abgebrochenen Säule in einer Landschaft sitzend. In den vier Ecken der Zieroartouohe Genien. Unten in der Mitte das Zeichen, H. n. lir. r> Z. 4 L. Dasselbe Symbol anders. Fama, vurn in einer Landschaft stehend. In einer reichen Zicreartouche zwischen zwei auf Caryatiden ruhenden Säulen. Auf den Seiten zwei allegorische Frauengestalten. An den Voluten, auf welchen sio Btehon, das Zeichen. Unten zwei Genien. H. 4 Z. 7 L., Br. 4 Z. 2 L. Jacob Taurelius (Oechselb Brustbild, nach rechts gewendet, mit flacher Sanimetmütze auf dem Kopfe. In einer architektonischen Zier- TS 174 TS. Nr. 861—867. einfaseung mit, der Genien auf den Seiten. Unten eine Tafel mit vior- zeiliger Inschrift, Gegen oben auf den Seiten am Schwel/werk des Rahmens das Zeichen. H., mit der Oartouche. 5 Z. 11 L., Br. 4 Z 9 L. Ausserdem begegnet man dem Zeichen noch auf einigen anderen Blättorn, wie auf der Titeloinfnssung zu h'lavius Josephus und zu Plutarchus u. s. w. 861. Na

  • o. Italien seine Studien gemacht, noch gegenwärtig thätig '^^ 3 ,v ~^ ist. Darstellungen aus der Welt des Sports haben seinen Ruf gegründet. Die eigenhändigen Radirungon und Lithographien Steffeck's, ebenso wie die von ihm gelieferten Gemälde und die, nach ihm, von Anderen gestochenen und lithographirton Blätter verzeichnet J. EL Wessely in seinen „deutschen Malor-Radirom des 19. Jahrb." Band 6. Die Arboiten dos Kunstlers sind meistens mit dem vollen Namen signirt; das hier mitgethoilte Zeichen, verkehrt, fanden wir auf einem grossen Holzschnitt der Leipziger Ulustr. Zeitung Jahrg. 1867, welcher nach seiner Zeichnung ausgeführt war und die Unterschrift trug: Das Berliner Herbgtrennen, 1866 Bieg des Serenissimus. TS. Nr. 808-87. r .. 175 868. Stempel eines Goldschmiedes, welchor Ende dos 17. Jahr- ,_.., hundert« in England thätig war. 869. Nach einer Notiz Houbel's gehört diese Signatur einom alten Hamburger Maler an, von welchem schone, an dio van Eyck'scho Schule erinnernde Bild- ( • 7 y ... nisse vorkommen sollen. 870. Unbekannte Zeichen auf einem in der Weise G. Diamantini's radirten Blatte, welches eine Nereide -ff T T j, ,#- J w S /-y t auf einem Delphine vorstellt. Kl. fol m T?t T Ü c 'S 871. Der Name einos, nach seineu Lebensumständen unbekannten Kupferstechers, Jost, stellt vorkohrt auf einom Blatte, welches -. in einor Einfassung von Blätteraraboskon die Abreise der (.201 Söhne Jacobs nach Aogypten vorstellt. Dem Namen ist noch die Jahreszahl 1004 beigefügt, Die Compositum or- innert an M Merian und das Ganze ist vielleicht Copie nach dessen biblischen Bildern. Auf dem Blatte steht auch noch andere verkehrte, aber unleserliche Schrift, nebst einem aus VST bestehenden Monogramme. H. 8 Z. 11 L., Br. 5 Z. 4 L. 872. Unbekannter Schönschreiber. Merlo; Nachr. v. d. Lebon T Q TJ "' ''' Werken Kölnischer Künstler, berichtet über ein 1. ö. H von Jim, . lu f Papior geschriebenes Gebetbuch in 4. mit grossen gemalten Initialbuchstaben, das den Titel führt: Eine .innige Betrachtung und etliche Schöne Gcbett, so man mit aller andacht sprechen soll , da man die II. Siben Fassfell Jesu Christi unser» Herren in der Stadt Collen gehen und visitiren will. Oeschriben , und in diese Nachfolgende Ordnung zusammenbracht , durch Broder T. S. li. Auf dem Titelblatte ist ein grösser Käfer zwischen zwei Nelken gemalt; in dem Anfangsbuchstaben E findet man die Jahrzahl 1609. 873. Theodor Stockmar, Stompelschnoider. von 1779 -1805 Wardein m q, n in Gotha, von 1805-1818 Münzmoistov in Düsseldorf, zoieh- neto zuwoilen in diesor Weise. 874. Diese Signatur fand Brulliot auf getuschten Zeichnungen historischen Inhalts Der genannte Schriftsteller ver- /r—' (*, \ srjr muthot untor dor Signatur einen flandrischen Künstler / ^3 ry des 17. Jahrhunderts, welcher in der Weise des H. Goltzius arboiteto. 875. Unbekannter Bildhauer, Anfangs dos 16. Jahrhundorts in Deutschland thätig. In dor Sammlung Kolas Ta ,——— du ßosey befand sich oin Keliof in Alabaster: / || ' I I Christi Fusswaschung, auf architektonischom . \y • Hintergrunde mit einor Goldhöhung, welches x/ -*- dieses soin Monogramm trug, Lotztoros stand auch, nach oinor handschriftlichen Notiz des Horrn Maler Losser, auf einem ganz ähnlich bohandoltou Relief, das in den 50er Jahren auf einor Ausstellung alterthümlicher Kunstgegenstände 176 TT. Nr. 876 -882. in Warschau zu sehen war. Das Relief, ebenfalls mit, Goldhöhung, stellte Esther knieend vor Ahasrei vor. Im Hintergründe wird llaman gehenkt. 876. Unbekannter deutscher Kupferstecher, von welchem man mit dieser Bezeichnung eine mittelmässige Arbeit kennt. Das Tc.p' Blatt zeigt eine Dach rechts schreitende, naokte weibliche Ge- ■H stalt, welche auf ihrer Schulter einen Himmelsglobus trägt, fSZ1 Darüber steht: ASTMOLOOIA und verkehrt die Jahreszahl 1521. Im Hintergründe sieht man ein kirchenähnliches Gebäude und rechts oben die Signatur. H. 3 '/>■• Br. 2 '/,. 2 li. 877. Thomas Trotter, Kupf'orstoohor, arbeitete um 1780-1790 in T ,,, I, enden. Folgendes Blatt ist mit T. T. bezeichnet: John • Jefferis Wattercarrier of Lowth. 1784. Pol. T. T 878. Auf Münzen vorkommend, beziehen sich diese Buchstaben zuweilen auf Thomas Tympf. Dersolbe war Münzsecwtär zu Königsberg in Preussen und daselbst von 1670—1672 als Münzmeister beschäftigt. 879. Medard Thönert, Zeichner und Cupfersteeher, geb. 17. r >4 zu ^y Leipzig, gest. ebenda, 1812. signirte in dieser Weise einige )- f. fo. unbedeutende Arbeiten. 880 John Talman, ein Sohn des berühmten englischen Architekton William 'Talman, übte die Kunst als Dilettant und besass eine grosse Sammlung von architektonischen und land- sehaftliehon Zeichnungen , wie von Kuriositäten aller Art, welche or moistens in Italien erworben hatte. Die Gegenstände seiner Sammlung tragen dieses Zeichen, 881. TurillO Vanni hiessen zwei Maler, Vater unil Sohn, welche TVKINVS VANiNIIS J)K PIS1S wa-VtoiaStom. TVMNVS VANNIS DE RIGOL] tÄÄSiI* lerio des Louvro eine Jungfrau mit «lern Kinde, auf Goldgrund gemalt;, welches Bfld signirt ist: TurinuH Vonniin de Pisis ine piq.iit. Von dem jüngeren Vanni lindet man eine Altartafel in der Kirche S. Pftöld a ripa d'Arno zu Visa. Das Bild, in ■ R*m*; dor Feder in foinor Manier gozoiclmot und mit Tusche und Carmin lavirt» Die moiston Blätter trugen dio hier mitgethoilte Signatur, welche in dein Katalog der Sammlung auf Tizian bezogen wird, 890. Theodor oder Thomas Vercruys odor Verkruys, oin nach „, v . ., * soinon Lebensverhältnissen unbekannter Knpfer- VCrctuys J.'. | stocher, dessen Bezeichnungen man häutig auf T. Vcr-Cruys SC. j Blättern nach italienischen Meistorn begegnet. T Vercruys scul. I Sein Namo deutet auf .niederländische Abkunft. Es ist bereits gosagt, dass dor Künstler zuweilen mit dorn Kupferstochor Crüger oder Crigor verwechselt wird. 891. Tobias Verhaagt, auch zuwoilen Verhaegt, Verhaoht odor Verhaecht geschrieben, Malor, geb, 1666 zu Antworpon, gest. obenda 168L wird als dor erste Lehrer des Itubens •yj— I bezeichnet; er vorstand sich gut auf die Perspective und malte Landschaften und Eiguronbildor mit gleichor Treff- " /f~n lichkeit. Seine Farbe und Behandlung orinnert an die ^/ V sL 0 Italiener, dio er in ihror Hoimat studirt hatte. In Florenz und Koni, wo der Künstler längere Zeit woilte, fanden seino Arbeiten eine sehr beifällige Aufnahme. Dio früher v. Franken- stein'sclio Sammlung bosass von ihm oino mit, Bister und Indigo ausgeführte Federzeichnung, eine Pefeenlandschaft mit Tannenwald und Wasserfall, Fol, wolcho obigos Monogramm trug., \ 892. Dioso Buchstaben werden mit Titianus Vecellins invenit erklärt. Sie linden sich auf einem Stiche, welchor *"p ir f "\T ' )rft ' t behandelt, aber ziemlich schwach in der l • V . 1 IM . Zeichnung ist. Es ist kaum anzunehmen, dass der Stecher nach einer Tizian'schen Vorlage ge- T V. Nr. 898— 897. 179 arboitot hat. Das Blatt enthält eine Anzahl menschlicher Schädel, in verschiedenen Ansichten neben einander gestellt. Links unten dio obigen Initialen, begloitet von NN oxc. 1503. Letzteres Zoichen gehört dem Kupferstecher und Kunsthändler Niccolo Nelli an, welcher von 1560—1575 in Venedig thiitig war. H. 4 Z. 7 L., Br. 12 Z. 6 L. Von demsolbcn Stecher und in derselben Grösse, aber nicht bezeichnet, kennt man oin zweitos Blatt mit verschiedenen Thierschädoln. (Cat. Drugulin, Nr. 2140.) 893. Theodor van Kessel, Kupforstochor und Radirer, geb. zu Amsterdam um 1620, ist beroits oingoführt. Die fTT-vr jr^ t^-i hier mitgotheiltenZeichen finden sich auf den Blättom -L ' > ■.tV'x'' cinor Folge von Scharmützeln zwischen Soldaten und ("T"^« //-> (~i Banditen, nach Snayers, Qu. Pol., wie auch auf ^J'v'lt'T' ei»iKon Costümbildcrn, stehendon Figuren, in 12". — s i/i^p Im Künstler-Lexikon besehreibt Naglor 64 Blätter yV. '' er Initialen bodiento or sich zuweilen, um seinen Namon anzudeuton. Das orsto der hier gegebenen Zeichen haben wir einem seinor Bilder, das zwoite einer Handzeichnung entnommen. TW/. 909. Unbekannter Pormschneider, ein Zoitgonosse dos Anton von Worms. In Büchorn, welche zu Cöln erschienen, linden sich T~W. Arboiten von beiden Künstlern zugleich. Das Zeichon des unbekannten Formschneiders gleicht ganz jenem dos Toleman vonWosol. Brulliot, IL 2010, Morlo p. 554 und Pa'ssavant IV. p. 327 beschreiben von ihm folgende Blätter mit obigen Zeichen. 1) Dio Anbetung der Könige Zwei zierliche Säuion trugen einen flachen Bogen, an dem zwoi Engel Laubgewinde halten-, in der Mitto hängt ein Täfolchon mit dorn Zeichen T W. H. 3 Z. Br. 2 Z. 8 L. Abgedruckt auf dem Schlussblatte oinos Buches, dessen Titel unbekannt ist; doch liest man auf dor llückseito dos Bildos: Enchiridij Jnhannis llunvuirt Sanensis de arte calculutoria. Finis. Ivvpensis integerrimi biblio- pdae Magistri Godefridi Hydorpii, ciuis Coloniensis 2) Titeleinfassung zu: Astrolabii instrvmenti geometriaeque tahulae auetiores Auetore Ganparo Calb, I'hilosnpho otc. 1532. Zwischen Säuion Genien; das Zeichen befindet sieh unten rechts auf oinor Kugel. H. 0 Z. 4 L., Br. 4 Z. 3 L. Auf der Eückseite sind vier Bildnisse abgedruckt, wolcho Anton von Worms geschnitten hat und am Schlüsse dos Buches steht dio Adresse: Colomae, excvdebat Hern Alopecivs Anno 1532. 3) Kleine Darstellungen aus don Evangelien St. Matthäus und St. Marcus, H. 1 Z. !l L , Br. 1 Z. 3 L„ für folgendes Werk: Homiliarum tloctisximi viri D. Johannis Eckii, Cöln 15U, 1537. Dio Mehrzahl der Schnitte darin sind von Anton von Worms. Von unserem Meister findet man im I. Band 11 Blatter, darunter die Vorstellung zu Matth. 11: TW. Nr. 910. 183 der gefangeno Johannos, die beiden Jüngor entsendend, mit dem Zoichen unten links. Der II. Band enthält 8 Blätter von ihm, wovon dio Vorstellung zu Mattb. 9: ein knicendes Weib, das Gewand des Hollands berührend, signirt ist, Dioselbon Holzschnitte kommen noch vor in: Homüiae, primum ab Alcuino levita, jussu Garoli magni in hanc ordinem redaetae. Cdoniae, ex officina Eucharij Gervicorni. Anno 1539. Fol. Auf einem Blatte: Thomas dio Wundmale berührend, findet sieh unten links das Zeichen. 910. Teleman odor Telmah von Wesel, bereits oben eingeführt, bezeichnete mit I W. folgend« Stiche: 1 VV. Bio Himmelskönigin, Sio steht, mit dem Kindo im Arme, nach rochts gewendet, auf dem Halbmonde, Lichtstrahlen goheu von ihr aus. Unten links liegt ein Harnisch, rochts kniet ein anbotonder Mann, den man . für '.lelenian von Wesel selbst ansohon kann. Dazwischen ist eine Bandrolle mit der Inschrift: 0. MAK1A. BIT. VVKN. SOHN. WOER. TELEMAN. Ol'. DEN. DICH. GOLTSMIT. <>K BRENTESNIE&.',T0, WESKL. Darunter in der Mitte das Zeichen. — Dio Unterschrift belehrt uns, dass Teleman auf dem Deich in Wesel wohnte und Goldschmied und Kupferstocher war. H. 4 Z. 2 'L., Br. 2 Z. 8 L. St. Crispin und Crispinian. Beido stehen im Freien, ersturer, der dou Fuss auf einen am Bodon liogondon Baumstamm gesetzt hat, links, er hält ein Buch im Arm und eino Axt in der linken Hand, Crispinian, der ihm gegenübersteht, ein Schwert und einon Stiefel. Unten in der Mitte das /eichen. Kund. Durchm. 1 Z. 8 L. Dio beiden Blätter beschreibt Androson in Naumann's Archiv, XIV. p. 23 u. 43. Passavant könnt dieselben nicht) doch scheint Brulliot das orstoro odor doch oines mit ähnlicher Unterschrift gesehen zu haben. Die von Passavant, IL p. 204—5, unter obiger Signatur vorzoiehnoten Blätter sind: Ucee homo. Brustbild en face. Zu Seiten liost man vorkehrt: Eece homo, unten ausserhalb dos Stichrandos das Zeichen, Niellenartig. Bund im Durchmesser 1 Z. */« L. Fehlt Bartsch. St. Christoph. Er trägt das Christkind durch einen Fluss, an dosson Ufer vorn links ein Mann mit einor Laterne steht. Ebenso sieht man rechts jenseits des Flusses zwei kleine Figuren. In der Ecke, nebon dem Manne mit der Laterne, befindet sich ein Schildchen mit zwei Stech« Instrumenten und auf einer weissen Tablette die Initialen T W. IL 4 Z. 8 L, Br. 2 Z. 10 L. Bartsch VI. p. 311. Dio Versammlung von Kriogsleuten. Gogensoitige Copie nach Dürer, Bartsch No. 88, signirt unten T —W. H. 4 Z. 7 L, Br. 5 Z. 3 L. Brulliot II. 2695 und Holler p. 498. Das Kartenspiel, Copien jener runden Spielkarton, welche Bartsch X. Nr. 70—74 beschreibt. Die Originale, von einem niederdeutschen Künstler, sind von grossor Feinheit in Zeichnung und Stich, womit sieh allerdings dieso Copion nicht vorgleichon lassen. Von Letzteren besitzt das Pariser Cabinet ein vollständiges Exemplar. Eine jede der Karten bat 4 Z. 8 L im Durchmesser und trägt zwischen den Beiden äusseren Linien der dreilinigen Umfassung die Signatur TW. Facsimiles dieser Copien finden sich in dem französischen Kupferwerk: Jeux sc carte« tarots et de carte« numerales otc, Paris 1844. Fol. Taf. 71—80. Noch wird von Heller, in seinem ,Loben Albrecht Dürer' " p. 346, eino Copio nach diesem Meister, Adam und Eva vorstellend, erwähnt, 184 T W. Nr. 911 —917. die mit T W signirt ist und welche der genannte Schriftsteller dem Teleman von Wesel zuschreibt. 911. Theodor Wocher, Malor und Uadirer, wurde 1728 zu Sockingen in Schwaben geboren und Hess sich uni l7(5(5 T^W Ml/ /7S6. * n ** orn nie( i er ' Er starb um 1805. Wocher malte Genrebilder und Porträts; auch hat man schöne Zeichnungon von ihm. Von eigenhändigen Radirungen werden im Künstler-Lexikon sioben Blätter aufgeführt; meist alto Männer in phantastisch orientalischer Tracht. Obige Bezeichnung findet sich auf einem Blatto, welches soin Sohn Marquard Wocher in Basel nach ihm gestochen hat. Das Blatt zeigt einigo Bauern im Innern oines ländlichen Hausos. Kl Br. Fol. 912. Stempel oines unbekannten alten Kunstsamnilera. Man findet Kupferstiche» mit diesem Zeichen. TW 913. Ein lithographirtos Bildniss: Jozef Hrabia Wodzicki, Fol., ,_ ... trägt diese uns unbokannte, wahrscheinlich einem polnischen 1. W. Künstler angehürondo Signatur. 914. Thomas Wyon, Stempolschneidor, Sohn dos gleichnamigen _ ... Medailleurs, geb. 17i)2 zu London, gost. ebenda 1817, hinter- 1 . W. lioss einigo schöne Medaillen, darunter »ine solche auf don Herzog v. Wellington. 916. Unbekannter Maler, welcher um 1(500—1(520 in Nürnberg T. v _ thätig war. Kr malte Bildnisse. Jones dos Molcluor yX/ Kautz hat der Meister W. G. F. gestochen. 916. Christ berichtet, dass Elias Terwesten Blätter in der Manier von Itembrandt und Ostado goliofert und selbe mit Tw. be- LUf-. zeichnet liabo, ohno jedoch eines derselben zu nennen. Brulliot dagegen, der das Zeichen unter T U mittheilt, möchte dasselbe dem Augustin Terwesten zutheilen. Das Zeichen gehört jedoch in der That dem Elias an; es findet sich auf eigenhändig von ihm radlrten Blättorn mit Blumen und Früchten. Auch irrt Brulliot, wenn er meint, Elias habe nur Blumen und Früchte bohandelt. Wir kennen von ihm ein radirtes Blatt mit einer Gesollschaft Bauern. Kl. Qu. Fol. Elias Terwosten, geb. 1G51 im Haag, gost. 1724 zu Eom, war ein Schüler seines Brudors Augustin. 917. Thomas Worlidge, Maler und Kadirer, geb. 1700 zu Peter- borough in Northamptonshire, gest. h-rir r -r fT^l/d ^^ M Hainmersmyth in der Nälio / VV/ ,/yY v0 " Bath, in welchor Stadt der Künstler viele Jahre lebte. Br bildeto sich unter Grimaldi und L. P. Boitard in London, wie insbesondere nach ßembrandt, und malte historische Darstellungen, Genrostücko und Bildnisse. Wie in diesen Arboiten, so strebte er auch in seinen Eadirungen Eembrandt nach. Man hat gegen 140 radirto Blätter von ihm. Die meisten nach &w3j)t. TW. Nr. 918 — 923. 185 eigenen Zeichnungen und Gemälden, einige auch nach Rembrandt. Dio Blatter habon goätzto oder gostoehene. Nummorn und sind mit dorn Namen oder mit den Initialen bezeichnet. Letztere Bezeichnung; die Buchstaben T. W. in obigor Woiso geschrieben, finden sich anssor auf Zeichnungon auch auf folgondon radirten Blättern: Halbe Figur einos Geistlichen mit krausen Haaren, nach links gewendet. 8. Büste eines bärtigen Greises mit Pelzkragen, nach links. l(j. Büste oiner jungen Frau mit Scbleior. 1751. 8. Eine Folge von 180 antiken Gemmen, nach Originalen in verschiedenen englischen Sammlungen gezeichnot und radirt. Meistens mit T. W. bezeichnet. 918. Unbekannter Maler, dossen Lebenszeit die beigefügte Jahroa- zahl bestimmt. Man findet die gegobonen Oursiven Cfvf/^~f auf einom gut radirten Blatte mit dem lirustbildo *J'f/' frffl' JQ. eines Mannes mit Stutzperücko, nach rechts gowondet, kl. 4. Dioses Blatt gehört einom Miinchener Künstler an, doch weder dem Joseph Winter, noch dem Joseph Weiss, da diose Meistor 1779 nicht mehr lobten und das Zeichen auch aus T W besteht. 919. T. W. Stallenberg, anscheinlich Kunstliebhaber, der im 18. Jahrhundort einige Blätter radirto, die thcils y ^^ mit dorn Namen, thoila mit don hier windergegebenen */ Mf C. (f. Buchstaben signirt sind. Dio Blätter stellen meistens t/- rr-Kj^y j a8 j nnore vrm Bauerhäusorn dar, und sind im Öe- schmack David Teniors behandelt. 920. Unbekannter Maler, dessen hier mitgetheiltes Zeichen wir r __^ auf oiner liandschaft mit Ruinen und Figuren fanden. L Vr V ■ Auffassung«- und Bohandlungswoiso deutete auf eiuon Holländer des 17. Jahrhunderts. 921. Marke dor Porzellanfabrik zu Tonrnay. <£ 922. Dioso Zeichen worden von Floront lo Oomto, nach ihm von Orlandi, ('brist, Strutt, Gandellini und Malpe, einem Kupferstecher Theodor Zagel zugethoilt. Le Comto will das Zoichen auf einem Stich gefunden habon, welcher dio Rückonansicht oiner nackten Frau enthält. Dor genannte Künstlername ist, wie bereits Brulliot bemerkt, ganz anbekannt. Wir vormuthen, dass das Zeichen einem der beiden Münchener Maler, Namens Thomas Zochotmayer angehört. Zecbetinayor son., welcher Bildnisse und historische Darstellungen malte ifnd in den Zunftakten Stadt- und Hofmaler genannt wird, legto 157SJ dor Zunft sein Probestück, ein Mtdonnonbild, vor und starb im Jahre 1013. Er hatte einen gleichnamigen Sohn, dor KilO das Moistosrecht erlangte, in der Weise des Vators malto und wio dieser viele Schüler bildete. Uobor dio beiden Meister handelt das Künstlor-Lexikon. 923. Diosos Zeichen, mit: Zedlitz-Trütschlor zu lesen und einem Dilottanten angehörend, findet sich auf einer Lithographie, welcho einon Grafen v. Z...... als Zulu-Kadern darstellt; dor Schild enthält dio Buchstaben BL und auf den Arm ist tättowirt: L. m. a. A. Die Landschaft zeigt vorn Zuluhütton und im Hintergründe Broslau. Die Darstellung bozioht sich auf eino Breslauor Avonture des Grafen im Jahro 1848. 186 TZ. Nr. 924-926. 924. Stempel oinos unbekannten englischen Gold- und Silber- ™. Schmiedes. S. über diese Stempel: W. Chaffors: Hall Marks on "■gl Gold and Silvor Plate. 925. Unbekannter altdeutscher Maler. In dor Sammlung dos Bildhauers Otto Kntres in München befanden sich von Tf"7 diosom Meistor acht auf Holz gemalto Bilder aus dem / j t Leiden Josu: dio Verliiugnung Potri, Christus wird an das Krouz geheftet, Christus am Kreuze, die Kreuzabnahme, dio Grablegung, die Auferstehung und Christus erscheint dor Magdalena als Gärtner. Dio Bilder waren mit T. Z. und dor Jahreszahl 1448 bezeichnet. 926. Teleman oder Telman von Wesel, ein Kupferstecher, von welchem wir bereits unter No. 910 gesprochen haben, bozoich- T^"VV. »eto in dieser Weise ein niittolmässiges Blatt mit dem heil. Georg. Zu Pferde, sprengt dor Heiligo auf don Drachon zu, wolchon man links auf einem Felsen erblickt. Rochts in der Landschaft kniet dio Fürstin. Unten in der Mitte stoht das Zoiehen. H. 2 Z. 7 L., Br. 3 Z. 7 L. Ein Exemplar beflndot sich in der Sammlung des Prinzen Georg von Sachson. ü. 927. Johann Georg Unger und Johann Gottlieb Friedrich Unger, Vater und Sohn, welche als Formschneider in Berlin ^y— thätig waren. Un^er, dor Vater, wurde 1715 in einem Dorfe bei Pirna geboren, or kam als Buchdrucker nach liorlin, wo er sich später ausschliesslich mit _ dorn Formschnitt beschäftigte und 1788 gestorbon ^^ «£j£« ist. Dor jüngere Unger, geb. 1755, gest. 1804, bildete sich ursprünglich ebenfalls zum Buchdrücke! aus, als Formsehnoidor übertrafen seine Leistungen Tr .• TT mm (> '^'° 8 °i u, ' s Vaters. Boido bloibon jedoch in ihrer 4 O Bohandlungsweise noch sehr vom Kupferstich abhängig und, bei aller mechanischen Geschicklichkeit, kommen ihro Arbeiten nicht denen englischer Form- \J Seil- Schneider joner Zeit gleich. Immerhin aber babon die beiden Unger das Vordienst, die Wiederaufnahme des Holzschnittes in Deutschland angeregt und gefördert zu babon. In Anerkennung ihrer Bestrebungen wurdo der jüngere Unger Mitglied der Berliner Kunstakademie und später 1801) an derselben Professor dor Holzschneidekunst; sein Nachfolger als solchor war Gubitz. Kino grosso Anzahl der Unger'schen Blätter findet sich im Künstler-Lexikon verzeichnet; dio boidon Künstlor pflegten in obiger Weiso zuweilen ibron Namen anzudeuten. 928. Carl Wilhelm Uhl, Maler, geb. zu Dan/ig 18U2, bildoto sich an dor Akademie zu Berlin und machte sich Anfangs durch Schmelzmalereien bekannt. Spätor malte er in Oel und zwar Bildnisso, Genrebilder und historische Darstellungen. u. f 929. Friedrich Ludwig Unzelmann, Formschneidor, gob. 1707 in XJ Braunschwoig, machto soine Studien an dor Akadomie zu Berlin, "nd bildoto sich dann für sein Fach unter der besonderen Leitung von Gubitz aus. Im J. 1843 wurdo or Mitgliod dor Berliner Akademie und 1845 erhielt or den Profossortitel. Fr starb auf einer Reise am 2i>. August 1854 zu Wien. Während er in soinon früheren Arbeiten noch zu s ohr an der Stichmanier festhielt, wurde soino Behandlungswcisc später freior, malerischer und sehr wirkungsvoll. Soino Schnitte sind zahlreich "nd lnaiiiuchfaltig. Kr arbeitete u. A. für Baezynski's „Geschichte der noueron Kunst"; SponchU's „Geschichte des dreissigjäbrigon Krieges"; ffir das „Nibolungonlied", Leipzig 1840, nach Zeichnungen von Bendo- mann und Hühner; für Kuglor's „Geschichte Friedrichs d. Gr.", nach Zeichnungen von A. Menzel; für dio Prachtausgabe dor „Volksmärchen" des Musäus, Leipzig 1844. Ausserdom lioferto er verschiedene einzelne grössere Blätter, wie Franz von Siekingen's Tod, Gutenberg, beide 188 U -UA. Nr. 930 — 937. Blättor nach Menzel, Erinnorung an die Verfassung von 1848, nach Burger, u. s. w. Auf einigen Schnitten steht dor Buchstabe u, andere sind mit dem ausgeschriebenen Namen oder mit Namcnskürzungen bezeichnet, welcho wir weiterhin wiedergeben werden. 930. Christian Wilhelm Jakob Unger, Maler, Kupforstoehor und Lithograph. Kr war oin Schüler seinos Oheims Heinrich Wilhelm U Tischbein in Casscl und arbeitete an verschiedenen Orten, wie in Arolsen, Hamburg, Neustrolitz. Mit dem Buchstabon U signirte er ein radirtes Blatt: „Vuo do la grotto de Pluton et de la cascade ä Weisenstein." Qu. 4. Auch eines aus W. U. bostohonden Monogrammos bodionto sich der Künstler, welches wir woiter unten mittheilen. 931. Gabriel und Gottfried Uhlich, Kupforstoehor, arbeiteten in dor ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Leipzig. TT . &L\cfc- Man findet Bildnisse von ihnen, welcho aber ohne Werth sind. Das zweite Zeichon steht auf dorn Symbole dos Buchhändlers A. S. Cruciger in Leipzig. M 932. Zeichen eine* unbekannten Sammlers. Man findet es auf Kupfers tichon. 933. Auf Erzeugnissen der Porzellan-Manufactur von Sövroa bedeutet der Buchstabe U das Jahr 1773. Ks ist bereits gesagt, dass die U genannte Manufactur lange Zoit, von 1753—1795, mit Buchstabon Statt mit Zahlen datirte. - 934. Dor Buchstabo U auf Münzen kann sich auf Ulrich, Graf von __ üettingen, 145(5, beziohon. Auch bedeutot or auf französischen XJ. Münzen von König Franz 1. bis 1(181 und von 1803—1814: Turin, auf ungarischen Münzon: Ujbanya. Ferner zeichneten mit diesen Buchstaben: Jens Ulstrupp, Goldschmied und Stompelschnoider in Coponhagen, der zu Anfang dieses Jahrhunderts einige Schaumünzen fertigte, und Friedrich Ulrich, von 1744 Wardein und von 1765—1774 Miinz- moistor in Oassel. 935. Stempel englischer, schottischer und irländischer Gold- und ___ Silberschmieds - Innungen. f -|i ] (■% ~T\ (ff\) K s ^ud keine Künstlor- (1-*^J l»-iJ \S*\) zeichen, sondern amtliche ^ ' ^^ Stempel, Beschauzeichen, ^^ -_--- welche jährlich in der Folge JgR TT des Alphabets wochselten und so zugleich das Eut- stolmngsjahr dor Gegenstände angeben. Wir vorweison bezüglich der Städte, welchen die Zeichon angehören, wie dor Jahre, die sie andeuten, auf W. Chaffens: Hall Marks an Gold and Silwr Plate. 936. Ein unbekanntes Zeichen auf einem ziemlich steifen, im Styl des 15. Jahrhunderts ausgeführten Holzschnitte, Dcr- 2C. J\ . selbe zeigt einen rechts sitzenden König, wolchor einem jungen, vor ihm stohonden Manne eine Lanze mit einer Fahne darreicht. Uober letzterem stehen die obigen Buchstaben. H. 7 Z. 9 L., Br. 9 Z. 937. Ulrich Andreas Willerding, Waidein der Stadt Hildoshoim ~LT,A~W von 17al an nilJ von 173a '~ 17r,(i Münzmoister daselbst, doutote auf Münzen in dieser Weise sohlen Namen an. U B — U K. No. 938 — 845. 189 938. Unbekannter Zeichner, dessen hier mitgothoilte Signatur auf zwei Holzschnitten in der „Illustr. London News", 1858, No. 927, steht. Dio Holzschnitte enthalten Abbildungen indischor Bildwerke. Kl. fol. 939. Ulrich Brupacher, Stempelfohneider in Inizorn, nach Schlick- TT -„ oysen von 171-i -— 174<> thätig, zoiehnote mit diosen Buch- U. JJ. staben. 940. U. Corbay, Formsohnoidor zu Paris, trug zur Illustration i//-\ verschiedener Worko hei, wie zu ,,Lo Diablo ä Baris" otc. VÜ 1845. 40. 941. Dieses unbekannte Zeichen findet sich auf einem Holzschnitte ______^^ mit dem Itosonbaum dor hoilig gesprochonon oder für rTvjiJ^p?" - solig oder berühmt gehaltonon Glieder dos Franeiskaner- \) IW S* ordens. Die Wurzoln dos Baumes entspringen aus den droi Bitlenden .Krauengestalten der Keuschheit, Armnth und des Gehorsams. Zu beiden Seiten diosor Golübdo-Tugonden des Ordens knioon je vier Nonnen. Uobor diesen erhoben sich stamin- baumartig auf den Aeston ruhend dio Brustbilder dor Hoiligon, mit Namon und Spruchstolion in Bandstroifen. Der Stamm selbst zeig! in dor Mitte das Standbild dos Stifters Franz von Assisi, übor ihm den Gekreuzigten. Auf dorn Stamme unter den Füssen dos Stigmatikers sieht man das Nürnberger Stadtwappen und dio Jahreszahl 1484; darunter wieder, zwischen zwei Spruchbändern, das obige, wohl mit u f. zu tuend* Künstlerzeicbon. EL 15 Z., Bf, 10 Z. 10 L. Vergl. Bartsch: „Die Kupforstiehsammlung dor k. k. Hofbibliothok in Wien." p. 277. 942. Unbekannter Radirer, welchor an die Schule Guido Roni's erinnort. Sein Zeichen steht auf einem Blatte mit einem bärtigen Kopfe 16°. 943. UgolillUS nennt sich ein Maler des II. .Jahrhundorts unter den halbzerstörten Fresken dor C'apollo del S. S. Corporate im Dome von ürvioto. Dieselbon stellen Vorgängo aus dem alten "und neuen Testamente, das Wunder von Bolsena und die Legende vom heil. Sakramente dar. Dieser Ugolino, dor nicht zu verwechseln ist mit dem Goldschmied Ugolino di Veri, heisst in gleichzeitigen Urkunden „di Preto Dario". Nach Crowe und < iavalcasello war er mit Maostro Giovanni Leonardolli, einem Glasmaler, lange Zeit am Dom beschäftigt und malte ausser dor Cap. del Corporalo auch Darstellungen zum Lohen Maria's und Christi im Chor des genannten Domes. , 944. Ulrich Halbreiter, ein Münchener Maler dor Gegenwart, bedient« sich auf Bildern, welche dem roligiöson Darstollungsgobieto angehören, dieser beiden Zeichen. «#/ U.Hl. um. 945. Unb C U.X- 945. Unbekannter Maler, welcher zu Anfang des vorigen Jahr- hundorts gelebt hat. Nuglor sah von ihm eine Landschaft mit' diesem Zeichen. 100 U L — U V. No. 946 — 952. 946. Diese Signatur auf Münzen soll oinom Medailleur angohörou, ... RrrTf _ vvelelier um 1720 in der Schweiz arboitete und zuweilen " auch mit IT B. gozoichnet haben soll. Vorgl.: Sammlung berühmter Medailleurs u. Münzmoister nebst ihren Zeichen. Nürnberg 1878. p. 168. Wahrscheinlich ist es dor oben oingeführto Ulrich Bruiiacher. 947. Friedrich Ludwig Unzelmann, Formschnoidor, geb. 1797 zu Braunschwoig, gost. auf einer Boise in Wion ljj|. 1854. Er war in Berlin thätig und os TJ T7 -M "*T"J— ' 8 * boreits oben, unter Nr. 229, von sohlen ' |v) / ''• M Arbeiten, wie von den Bezeichnungen, deren or sich bediente, die Bodo goweson. Auch mit den hier gegebenen Nanionskürzuugou pflegte or häufig zu signiron. 948. Mit diesen Buchstabon, eingeschlagen auf niederländischen Münzon dos 17. Jahrhunderts, ist dio Münzstätte Utrocht an- UTR,. gedeutet. 949. Marko dor Porzellan-Fabrik von Uetzschneider & Comp. __ v zu Saargemünd im früheren französischen Maas- departemont. fiikS uv 950. Unbekannter Glasmaler, dossen hier mitgotheiltoH Zeichen auf oinom dor Glasfonstor in dor St. Magdalononkirche zu Strassburg steht. Bio Fonstor sind 1480 gemalt und findon sich boschrioben im: Bulletin do la Sociote pour la Con- servation des monuments historiquos d'Alsace, Vol. I 1856 — 57. p. 100. 951. Man findot alte Kupferstiche mit diesem Zeichen, os bezieht m . . s^ sich aber nicht auf den Künstler, sondorn / yj/ fO/n / -C~ au ^ acn Sammler derselben. 952. Unbekannter Bildhauer, wolcher oines der vorzüglichsten Denkmäler altdeutscher Kunst hinterlioss. Es ist dies der Marien-Altar \ fJ in der Horrgottskircho bei Croglingen, welchor im \ y^ Schreine die Himmelfahrt dor Maria vorstellt. Auf \ ^V dor rechten Seite dieses Mittelbildos ist in einer Hohl- \ X x J kohle des äusseron Bahmons das gogebono Monogramm VV-/ eingeschnitten, welchos nur dorn Bildschnitzor angehören kann. Im Innern dor Figur dor Maria steht mit Eothstift dio .Tahrzahl 1487 oingozeichnet, und dadurch ist wenigstens dio Zeit der Entstehung des Werkes festgestellt. In oinor Figur auf dem rechten Seitenbildo der Altarstaffol, welchos den zwölfjährigen Jesus unter den Schriftgelehrten vorstellt, erblickte das Volk seit lange den Meistor dos Altaros, da or mit der Schirmmütze in dor Tracht der Zeit aus den übrigen Figuren durch soino ganze Erscheinung sich aushebt. Die Figur hielt, nach hinreichend beglaubigten Zo'ugnisson, in der nun abgebrochenen Hand ein Schuitzmossor, dio Sago machte sie abor in Vorkennung dos CoitoHU zu einem Schäfor und lioss den Altar als Wunderwerk entstellen. Kino weitläufige Boschreibung desselben tindot man in 0. Schönhuth's „Croglingen und seine Umgebungen" S. 48, sowie UV. — VZ. No. 953 — 957. 191 in don „Jahreshefton dosWirtombergischon Altorthumsvcreins. 1. 1." Diesem letzteren Werke ist auch oino Abbildung des ganzon Altares, sowie eines Flügolbildes boigogeben. Im Jahre 1862 ist auch oino grössere Abbildung in Holzschnitt von Dr. Bunz erschienen, wolcho in einigen Stücken von der in den Jahroshofton gogobonon abweicht. Im „Anzeiger für die Kunde deutscher Vorzoit," 1862, Nr. 7, ist dio Büste dos Bildschnitzers, sowio jene einer anderen Portriitfigur in Umrissen abgebildet. Wir bodauern es, don Moister nicht namhaft machon zu können. Das Monogramm ist dorn „Anzoigor" entnommen. 953. Unbekannter Formschneider, welcher nach Jost Amman gearbeitet hat. Schnitte von ihm findon sich in Foyorabends ^o=»< Bibel vom Jahre 1589. Man könnte das Zoichon U. V. S. losen; wir gobon os dahor an diosor Stollo, ohne damit sagen zu wollen, dass dioso Lesart die richtigo sei. 954. Ulrich von Salpius, Gardeoffizior in Borlin, boschäftigto sich *■ als talentvoller Dilottant viel mit der Kunst. Q / D %» "* zc i cnil0 * e un( l modellirto und signirte (yW >^ versebiodono Arbeiten mit nebenstehenden *^ £&i_^ Monogrammen. 955. Dioses unbekannto Zoichen, von Brulliot in die Buchstaben _. U und W zerlogt, fand dor gonannto Schriftsteller auf der v^' hübschen Radirung oinos holländischen Künstlers aus dor letzten Hälfte des vorigon Jahrhunderts. Das Blatt enthält oino Landschaft mit oinem holländischen Hause, welches an einer Strasse liogt, die auf oino Brücke zuführt. Untor dor Brücke hinwog erblickt man in dor Fomo oin Dorf. Noch sioht man auf dor Strasse rechts einen Wagen und mehr dor Mitto zu zwei Kinder, Das Zoichen ist unten rechts. Br. 5 Z. 1 L., IL 4 Z. 2 L. 956. Christian Wilhelm Jakob Unger, Malor, Kupferstecher und Lithograph, Schüler soinos Ohoims Heinrich Wilhelm Tischbein in Kassel, ist boreits oben eingeführt. Ausser des Buchstabons U bodiento sich dor Kiinstlor zuweilen auch eines aus W. U. bestohondon Zoichens. 967. Friedrich Ludwig Unzelmann, Formschneider, geb. 1797, /•>. gest. 1845, hat bereits in diesem Bucho mehr- ■£. facho Erwähnung gofundon. Ausser mit den an früheren Stollen von uns mitgothoilten Zoichen, signirto er soine Schnitte zuweilen auch mit soinem in dieser Wciso abgekürzton Nanion. W U$l V. 958. Vieeeri, Kunsthändler in Venedig und wahrscheinlich auch Pormschncidor, ist durch alte Holzschnitte bekannt, auf welchen er gewöhnlich II Vieeeri zeichnete. Kin solches Knnu.sclinittwork von zwei Stöcken gibt eine Ansicht von Venedig in Vogelperspektive, mit den Lagunen, den Inseln und einem kleinen Thoilo des Pestlandes. Die Stadt nimmt den grösseren Theil dor oberen Hälfte des Blattos ein. Oben in der Mitte, otwas nach rechts, sieht man Mutant), links unten Chioggia, woiter rechts Malamocco. Die Namen von Hauptgebäuden dor Stadt, Inseln, Ortschafton sind in Holz geschnitten, acht verschiedene Winde durch blasonde, aus verschiedenen Wolken hervorragende Köpfo sammt ihren Benennungen angedeutet. Hie und da, namentlich unten, ist dio Vorstellung durch Figuren — Netze ziehende Fischor, Lioliespaare, oine Trinkgosollschaft etc. — belebt. Diese Figuren stoben in grossem Missverhältniss zu den ihnon nahen Häusern, sind aber meist hübsch gozeichnet. Schiffe von verschiedenen Grössen und Forraon befahron die Lagunen; auch „el Buzontor", von Gondeln umgeben, ist zu sehon. Links gegen den Rand zu ist unten die auf einer Wolke sitzende Figur dos christlichon Glaubens- mit dem Kelche und dem Kreuze. Rechts unten sieht man eine verzierte Tafel mit gedrucktem Texto. Mit „Orif/ine della Inclita Cittä äi Venezia" überschrieben, gibt er in 18 Zeilen Nachricht von der Entstehung der Stadt. Dann folgt ein Gedicht in zwei Oolumnon: 0 Vonotia, Cittä Rcgi vn bei stato Stupisce e gode in liberta respira. II Vieeeri. Ein schmalor Rahmen mit weissen auf schwarzem Grunde hervortretenden Vorziorungen umgibt das Ganze in einer Höho von 19 Z. 6 L. und einer Breito von 28 Z. 3 L. Im Künstler-Loxicon XX. S. 228 sind zwoi andero Formschnittworke aus dem Verlage dos Viecori erwähnt, den Kindermord und dio Cebes- tafol vorstellend, beido in grossem r^ormate und mit vielen Figuren belebt. Don Prospekt von Vonodig führen wir hier auf, woil sich obiges Zeichen darauf befindet. Der Annahme, dass es sich auf Vieeeri bezieht, steht wohl nichts ontgegen, obgleich diesor in dem Gedichte an sein Publikum spricht, dem er den Verlagsartikel verkaufen will. Sollte das Zeichen den Vieeeri zugleich als Formschnoidor der Ansicht und als Verleger andeuten? Dm grosse Blatt mit dem Kindermorde kann er indessen nicht geschnitten haben, weil es im ersten Drucke den Namen des Pomonico Oampagnola MDXVII trägt. Vieeeri tritt orst nach der Mitte tles Jahrhundorts auf. Das Blatt wurde mit Unrecht auch dorn Remigius Rodius zugeschrieben, woil an einer Stufe des Thrones *ß' RODIIa steht. Es ist darüber untor den Buchstabon Bit. No. 3766 des vorigen Bandes gehandelt. Wahrscheinlich durch den Namon „II Vieeeri" v«r- V. No. 969 — 969. 193 leitet, schrieb Christ S. 351 das Blatt dorn Tizian Vecollio zu. DJ« Abdrücke mit Viecori's Adresse sind späterer Art. 959. Unbekannter Kupferstecher, der Zeit und Etiohtung Dttrers angehörend. Kr bediente sieh, Dich Brulliot II. 2918, dieses Zeichens auf einem Üildniss. Das Zeichen, wie hier mitgetheilt, aus einem Bute bestehend, in welchem sich der Buchstabe V befindet, dürfte ein Robus sein; vielleicht hiess der Künstler van Hut oder ähnlich. 960. Vischer wird als Schüler des Lucas Cranaoh genannt, man fand jedoch bisher noch keine Notiz über seine Lebens- •/ £? ry c\ Verhältnisse. In der Gallorie zu Gotha ist ein Bildniss IQ / A-r 'los Churfürsten Johann Friedrich mit Herzog Krnst ■ ^^ von Lüneburg beim Schachspiel. Vor der Uostauration I /*** war auf der Rückseite ein aus PVI bestehendes V Monogramm mit Faciebat 1549. Man glaubt jetzt, dass dieses Getnäldo von Vischer sei, und Schuchardt vormuthet daher, dass dor Künstler Peter geheissen habe. In der Stadtkirche zu Weimar befinden sich drei Porträts von Dr. M. Luther: als Äugastinermönch, als Junker Jörg und als Doctor in seiner gewöhnlichen Amtstracht. Auf dorn einen Bilde steht das obigo Zeichen mit der Jahrzahl 1572, worunter man den Vischer versteht. Man hält auch einige Holzschnitte für Arbeit Vischer's, wie das Portrait der Pfalzgriilin Susanna mit dem Buchstaben V und lfitif), und das der Pfalzgräfin Elisabeth mit derselben Jahizahl. Sio befinden sich in oinor Sammlung von sächsischen Pursten unter dem Titel: Abcontra- factur vnd Bildnis aller Gross- Hertzogen, Chur- vnd Fürsten — —. Wittenberg durch Lorentz Senherlich 1509 Ein grosser Theil dor Bildnisse sind Copien dor bekannten Bohnellbolts'sohen Sammlung. 961. In dor Sammlung dos Prhrn. (!. Kolas du Kosey, welche im J. 18U4 in Leipzig zur Auction kam, befanden sich Seen* auf "\if Pergament gemalte, ausdrucksvolle Bildnisse mit Gfouaohefarbes miniaturartig und ganz im Charakter der Schule des älteren Cranach behandelt. Das eine liildniss stellte den Hesshusius, Doctor Tilemannus, Bischof von Sameland und berühmten Reformator, geh, 152G, gest. 15MS, dar. Gürtolhild im Priestorkloido, mit beiden Händen Bücher haltend. Auf dorn Polde dio Jahreszahl 1571 und das obige Monogramm, nebst 1(! Zeilen Autographe mit Unterschrift auf dor Rückseite. H. ö Z. 10 L., Br. 3 Z. 11 L. Auch diese Bildnisse dürften dem im vorhergehenden Artikel genannton Monogrammisten Vischer aus dor Cranach'schen Schule an* gehören. 962. Nach v. Mochel's Catalog, p. 210 No. 29, stoht dieses Monogramm dos Willem van de Velde, nebst der Jahreszahl 1(113, ~\\T* auf einem Soostück der Wiener Gallorie. Nouero Cataloge V\ der Sammlung führen das Bild nicht mohr auf. Es ist dabei zu bomerkon, dass Willem van do Velde, der Vater, nicht in Oel gemalt hat, sein gleichnamiger Sohn hingegen damals erst zolin Jahre alt war. Es muss sich hior also, wie auch Brulliot bereits ho- niorkt, um einen andern Moistor handoln. Man könnte an J. Vonk denken. 963. Nach Papillon I. p. 353 findet sich dieses Zeichon auf einem ^-—^r, schlechten Holzschnitt in einer lateinischen Ausgabe des /^VT f Virgil, in Fol., mit der Adresse: Lugduni ab Jacobo Sachon. MonogrammlBtem. Bd. V. 13 I'.M V. No. 964 969. 1517. I»as Buch 'bat. wie der genannte SchriftsteUet sagt, gegen 200 .Schnitte; auf dem 166. soll man da* mitgotlieilto Zeichen sehen. Wir nahen, ebenso wenig wie Brulliot, etwas Weiteres darüber auffinden können. Violleiclit aber handelt es sieh hier um das Zeichen des Buchdrücken Verard, welcher noch zu den Brieftnalern gehörte. Kr drückte in Paris: Les figures du vieil Testament et du nouvel. W lil. Paris, Verarcl. Fol. 964. Marke der PorzeUan-Manufactor zu Vineuf oder Vinovo hei -4- Turin, gegründet 1770 durch Dr. V. A. Gioanetti. 965. Gustav Vorherr, Architekt, geb, zu Frendenbaoh hei Ansbach 1778, gest. als Baurath zu München 1847. Hoher des Kiinsl- "Vy lors Lohen und Streben, über seine Pnhlicationen, verbreitet,- * sich ausführlich das Loxikon. Mit dem Buchstaben V. und einem Stornchon darin, findet sieh auf lithographirten architektonischen Zeichnungen sein Name angedeutet. 966. Friedrich Voltz, ein trefflicher, in München thäüger Thier- maier, welcher bereits Band (I eingeführt ist. Das liier mit- "T/1 gethoilte Zeichen fimlot sich auf zwei eigenhändigen Badirnngen dos Künstlers. 1. Kino liegende und eine stehonde Kuh, Gegen die rechte Eeke zu der Buchstabe V, welcher in früheren Abdrücken fehlt. Kl. qu. Fol. 4. 2. Liegende Kuh mit oinor Glocke am Halse, Kochte unten im Grase das '/eichen. Qu. 12. 967. Unbekannte Marke auf Fayencen, welche in Rouen gefertigt \T sind. Vf< 968. Jan van de Velde, Maler und Kupferstecher, ist im vorigen Bande unter dem Monogramm , wie auch unter O. L., ff, 5 Z. Das erste Blatt trägt dio Adresse: A Paris chez (J\Q C r 1 "DX> ^ e FoMy Tue St. Jacques ä Vimage St. Benoist Jy- j~. Cr JrJ\, C. P. B. Das andere noch mitgethoilte Zeichen, bogloitet vie Fabrik wurdo um 1790 von der Familie Pinto-Basto gegründet und befindet sieb noch gegenwartig in den Händen derselben. 997. Marke einer Porzellan - Fabrik zu Venedig. Die Fabrik wurde um das Jahr 1720 von dem Qoldsohmied Francisco Vn Vczzi gegründet und lieferte bis gegen 1710 trefllicho Ar- , beiton: glasartige Statuetten, Reliefs, Leuchter, auch schön gemalte Gofässc. 998. Marke oinor Dolfter Fayencefabrik, welche sich auf Nachbildungen von Meissner l'orzellangegeiistanden vorfindet. \/ A H. Havard glaubt, dass es die Harke des Leonard van Amsterdam ist, der in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts eine Fayencefabrik zu Dell't beeass. 999. Van Arum, Formsohneider zu Amsterdam. In Immerzoel's VA \/ /-» A Levens en Werken de — Kunstsehilders etc. -^l VA / l)j\j Amsterdam 1S42 — sind verschiedene Kunst lev- * bildnisse von ihm. 1000. Unbekannter Formschneider, welcher mit diesen Buchstaben \r i Titeleinfassungen für Bücher bezeichnete, die l.">19 bei Grüninger *»■ zu Strassburg gedruckt sind. 1001. Agostino Veneziano oder wie er sieb mit seinen Famiüen- .. namen nennt Augustinus Venetus de Musis, der berühmte V A. Kupferstecher, ist im ersten Bande unter No. 601,1892,1*28 etc. bereits eingeführt und es ist dort zur Genüge über diesen Meister gehandelt, so dass wir auf jene Artikel verweisen. Mit obigen Buchstaben, leinen verkehrten Initialen, bezeichnete er ein Blatt nach R&fael, eine reiche Arabeske mit einem Satyr und einem Triton. Fol. Die Buchstaben V. A stehen rechts, in der halben Höbe des Stiches, auf einem Schilde. Bartsch beschreib! das Blatt, XIV. 561, alier ohne die verkehrte Stellung des Zeichens zo erwähnen. 1002. Victor Adam. Maler, geb. zu Baris feOl, gest. in Virolbn W/9 / 1HI ' 7, ! " ! ' ) '"' l|os Kupferstechers Jean Adam, Schüler von 1/ ' n - Me . vnio1 ' und Uegnanlt. Er ging von der klassisch- " • e/C/. akademischen Richtung ans, dann aber zux genrehaften 200 VA. No. 100;} — 1009. Darstellung dos Kriegs- und Soldatenlebons übor. Im Musoum von Versailles befinden sieb von ibm eine Koihe von Schlacht- sconon. Danebon malto or auch einfache Bildor aus dem Volksleben. Eine sehr rogo Thiitigkoit ontfaltote Adam als Lithograph, olno Thätig- koit, bei welcher er viel Erfindungsgabe bokundot und die seinen Namon ziomlich populär gemacht hat. Auch stach or nach eigener Zeichnung einige Blätter. Uober letztere, wie über soine Lithographion und die nach ihm von Anderon gestochenen und lithographirton Blittor, geben \V. Engolmann und J. Moyer in der neuen Ausgabe des Künstler- Lexikons Auskunft. Wir habon hier nur noch zu bomorkon, dass sich dor Künstler zuweilen auf seinen Arbeiten dos obigen Zeichens bedionte. 1003. Unbekannter Formschneider, wolohor für den Frankfurter T7D Buchhändlor Siegmund Feyerabend gearboitot hat. Ein Schnitt von ihm, nach dor Zeichnung des Jost Amman, findet sich in dor Foyerabond'schen Ausgabe des Livius von 1568. Fol. Das Blatt stellt Maulius von einem Folson gestürzt dar. Links an einer Säule das Zeichen Amman's und das obige dos Formschnoidors. 1004. Marke auf Kölner Steingeschirren des 16. Jahrhundert«, welche von W. Chatten mitgethoilt wird. 1005. Vincenzo Antonio Bragadin, Münzaufsehor in Venedig, um V. A. B. 1769, zeichnete Goprägo mit diosen Buchstaben. 1006- Marke auf Fayencen eines unbekannten Nachahmers Palissy's. Diesolbo findot sich auf verschiedenen mar- morirten Stücken und oinom Toller mit einer Darstellung dor Kindheit dos Bacchus. c 1007. Marke der Porzellanfabrik von Voillanl in Bordeaux. 1008. Ulisse Antonio Omar, Münzaufsehor in Venedig um 176'.i, V A C bedionte sich auf Münzen dieses Zoich*«ns. 1009. Anton van Dyck, der berühmte Maler aus diu- Schule des Ruhen*i pflegte seino Bilder meist mit dein » ^^ vollen Namen zu bezeichnen. Naglor bomerkt ^k yV J an einer früheren Stelle dieses Werkes, dass N/ \/ ~^^ auf seinen eigenhändigen Arbeiten kein Mono- /\ jL ^k grainm vorkomme, doch findet sich oin solches / \w ^ 1 auf einom Bildo der Drosdenor Gallcrie. Das- -A- T l\ J selbe stellt einen trunkonon Silon, von einem Bacchanten und einer Bacchantin goführt, dar. VA. Nu. 1010 — 1011. 201 ■& W. Bodo: Beiträge zu Burckhardt's Cicerone, 111. Aufl., nimmt an, dass os die eigenhändige Copie eines Bildes sei, wolcbes der Marehoso Marcello Durazzo in Genua besitzt. Dio Composition ist aus oinom Stich von Bolswort bekannt. Das Monogramm scheint authentisch und bofindet sich unten auf dem Bildo. Das zwoite, aus den Cursivbuchstaben A. V. D. zusammengesetzte Monogramm steht auf oinom, nach dorn Meistor gestochenen Blatte William Baillio's. Möglich dass das Zeichon von Lotztororn herrührt. Das Blatt enthält das Brustbild dos George Villiors, Horzogs von Bucking- ham. Kl. Fol. Es gibt zweierlei Abdrücke. Im ersten Drucke sind die oboron Ecken abgerundet; links obon steht Bucquingam A" 1624 und das Monogramm. Im späteren Drucko iindet sich das Bildniss im Vierock; Inschrift und Monogramm fehlen; dafür steht unten im Itando Name und Titel dos Dargestellton, fornor: Van Dycke del. W. Baillie sculp. Published 4. June 1785. Auch Farbendrucke sollen vorkommon. 1010. Im k. Museum zu Madrid bofinden sich zwei Fruchtstücke TM ~T~i c m ^ ne "enstehondor Bezeichnung. Unter letzterer dürfte Vzi.._fcrf(S. J ac0D van ^ 8 0, '" r Essen zu suchen sein, oin Malor, der in der ersten Hälfte des siebzehnten Jahrhundorts tltätig war und namentlich durch Stillleben bekannt geworden ist. 1011. Valerio Belli, auch Valerio Vincentino genannt, Modaillenr, berühmter Steinschneider, insbesondere Krystallschnoidor, welcher 1468, nicht 1470 wio das Kiinstlerlexikon angibt, zu Vicenza oder Pcsaro geboren und, nach Vasari, 1546 gostorben ist. Seino kloinon Kunstwerke bositzon, in ihrer Einfachheit und Reinheit] Vorzüge, welche die Reliefs der grösston Meister seinor Zoit nur zu häutig vermissen lasson. Ucber den Künstlor und seine Arbeiten vorgl. Vasari. sowio die Anmerkungen dor Herausgobor (Ed. L.o- monnier IX, 236). Eines seiner gorühm- toston Werke ist das Kästchen mit den in Krystall eingeschliffenen Passionsgeschichten, welches or für Papst Clemens VII. fertigte und das gegenwärtig in den Uffizien zu Florenz aufbewahrt wird. Ab- Bildungen der Darstellungen, welche das hä 8 t ( .] 1( , n schmucken, Baden sich bei d'Agtncettrt und thoilweiso bei ClOOgnara. Das Berliner Museum besitzt Abgüsse einiger jener Darstellungen in Bronze und Blei. Dioso Abgüsso, in Kuglor's Katalog v ". ( ' r '' m ' r Kunstkammer beschrieben, sind mit: Valerius fa. und V. Vice.ntiano bezeichnet. Auf andoren Arbeiten, «reiche letztere Sammhing von dorn Künstler noch besitzt, wie auf einem Bleiabguss, mit der Anbetung der Hirten, stobt: Valerius F; auf oinom in Blei gegossenen Medaillon, mit der Gofangennehmung Christi: Valerius Vicentinus. Auf den Abschnitt einer bronzenen Medaille, welche Scipio Africanus darstellt, wie er nach der Erobernag Karthagos dem Aluoius die Braut zurückgibt,, liest man: Va. Vi. f. Kin kloinos bronzenes Kelief in der Sammlung Corror zu Venedig, den Jesusknaben unter den Schriftgelehrten darstellend, ist mit VALK. VI. FB. bozeichnot und ein Kelief in Floronz: Paris, welcher der Venus den Apfel reicht, nach einem Krysta »schnitt ans dem Mnseo VA. F. Valerius. fa. VALE. V. VA LR Vi. FE. VALE. VIN.F. Va.Vi.f. / '202 VA. No. 1012 — 1018. Gualdo, mit VALB. VIN. F. Dio Signatur VA. P. steht auf elfter Krystall-Intaglic, welche sich in clor Sammlung Dlaoas befand. Auf oinom Krystallgefass in Borlin, welches in Gold und Emaille gefasst ist und eingeschnittene Darstellungen aus der Geschichte des Jason zeigt, kommen dio Buchstaben VALK. V. vor, 1012. Unbekannter Landschaftsmaler. Naglei- sah das Zeichen auf einer in München in Privatbesitz befindlichen Land- V A lt ' ( sehaft, woleho ihm im Charakter der Niederliindor zu \\~} v~f Anfang des 18. Jahrhunderts gemalt erschien. 1013. Marke, der Fayencefabrik der Amerensie van Kessel zu . Dclft. Sic übernahm um 1876 die Fabrik von S. de Bcrrevolt. zu 1014. Giovanni Lnigi Valesio, Mal»! und Kupferstecher, gob v a t Bologna 15H1 , gest. zu Rom um 1(510, ein Sehülor der V A Y' Caracd, Ist von Bartsch XVIII. p. 213 ff. eingeführt, welcher Schriftsteller 111 radirfe Blätter von seiner Hand beschreibt, womit jedoch die Zahl derselben keineswegs erschöpft ist. Auf einigen kommt das bereits Hand III. 27711, mitgetheilte Zeichen »OPJ auf anderen und zwar auf Büchertiteln stellt die obig« Nanienskürzung. 1015. Robert Duval, Historienmaler, geli. Kill im Haag, gost. tt 1 17-12 als Dircctur der dortigen Akademie, zeichnete zuweilen in dieser Weise. 1016. Giovanni Lnigi Valesio, Maler und Kupferstecher von Bologna, aus der Schule der Cancer, Die mit- XZTO \A®j getheilten Zeichen finden sich auf folgenden Blattern : * L< ' ' Die hl. Jungfrau mit dem Kinde; über ihr ein anbetender Kngol. Venus züchtigt mit einem Bosenbonquei Amor, den sie bei den Flügeln hält. Eine von drei Kugeln gebildete Cartoucho mit dem Wappen des Cardinais Ginnasio. Dio neun Musen das Wappenschild des Cardinais Borghes« (ragend. 1017. Lnigi Valperga di Calaso, Kupferstecher, war um 1778 bis 1811 in Turin thiitig. Die Abbreviatur seines Namens r /-"Vr/».- Sc- findet man auf Zierleisten und Vignetten im Hagiona- ' mento dcl Contc Felke Duiaiulo di Villa. Auf einer derselben deutete der Zeichner seinen Namen durch die Cursivbuch- staben Bs°" d: an. Darunter ist Gianbatista Bouoheron, Bildhauer and Mitglied der Akademie in Turin zu verstehen. 1018. In dieser Weise soll im k. Museum zu Madrid ein sieben .T. .. 7r^\Tf^t7 Vxut hohes Bild bezeichnet sein, welches den VAIn"'/cY K ^"i-z des Phaeton darstellt. Weiteres ist uns y -' L nicht über das Bild bekamt und wir vermögen somit, auch keinen Künstler zu nennen, der unter dieser Bezeichnung zu suchen sein könnte. Vielleicht gehört er den van Eyck's an. welche im 17. Jahrhundert in Antwerpen als Maler th&tlg waren. V A. No. 1019 — 1027. 203 1019. Pieter van Bloemen, genannt Standart, Landschafts-, Thier- Vanblom Pinx " Schlachtenmaler von Antworpon. Man findot ' dicsu Kürzung seines Namens auf gtiohen, welche Thomas Major und B. Guolard nach ihm fertigten. 1020. Jacoh van der Ulft, Maler, geb. zu Gorkum 1G27 und 1688 Vau rPiJfi TP noc ' 1 thiitig, signirto in dieser Weise oin in der UU 'J L - *- Eremitage zu St. Petersburg befindliches Bild. Dasselbe stellt einen Platz in Koni dar. vAfh 1121. Bernhard von Arnswald, Uborstlieutenant, geb. zu Weimar 1807, gest. 1877 als Sehlosshauptmann der Wartburg, ftc ni/C um l ' eron Restauration er sich grosso Verdienste erworben hat. Kr liebte dio Künste und verstand sich aufs Zeichnen und Radiron. In der neuen Ausgabe UM Künstler-Lexikons führt W. Schmidt fünf radirte Blätter von ihm a uf._ Das eine Blatt, ein ungarischer Drahtbindor, ganze Figur, BT. 8, ist in obiger Woiso bezeichnet. Das n. K. bezioht sich auf J. A. Klein, mich welchem das Blatt gearbeitet ist. 1022. Auf einigen Stichen nach Gemälden oder Zeichnungen VA \r vi „■,, •. Remhrandt's van Rhyn ist, der Name des Meister« /uv lilicin m. in Jk , Sül . W( , iw , . mg( , (U ,, l( ,,|. 1023. Unbekannter Maler. Das Zeichen Steht auf ehiem Bildnisse _ mit der Unterschrift,: Beatrix Erncsti I. Vilia IHtol'J\L , »WlJf. t 144:7, in Zimmermanns: Serien Jmaginum ' Do m us Boicac. 1024. Van Valinz, steht auf einem Gemälde der Galerie zu Gotha, weichet einen Aufbruch zur Falkenjagd darstellt,. Hinter dieser Bezeichnung ist Karl van Falens zu suchen. Derselbe, ein Nachahmer Wouvennans, wurde 1664 zu Antwerpen geboren und ist 17;(.'t zu Paris gestorben. 1025. Adam van Oort, Zeichner und Historienmaler. Lehrer des P. P. Rubens, bat liereits Band I No. 1468 eine ausführliche Stelle gefunden. 0 1026. Unbekannter Radirer, dessen Zeichen auf Copieu Rem- r- «. ^ brandt'scher Blätter vorkommt. Man könnte an den von \jf\ -l ; Bartach, Oeuvre de Kcmbrandt. erwähnten Philips Angol denken, wenn sich derselbe van Angel geschrieben hätte. Derselbe wird an einer früheren Stelle unseres Werkes, Hand I, No. 111(1, wo sein aus A P bestehendes Monogramm mitgetheilt ist, irrthümlieh Feter statt, Philips genannt. Weiteres über diesen als Maler, Radirer und Schriftsteller bekannten Angel bietet die neue Ausgabe des Kiinstler- l'Cxikons. 1027. Robert van Audenaerd oder Aoden-Aofli and Auden-Aort, . Maler, Kupferät/.er und Kupferstecher, geb. 1668 zu Gent. VjV.. gest. ebenda 1748, »t bereits von uns eingeführt. Na.di Kreuzers Katalog der Sammlung Sternberg kommt '"» aus den Buchstaben V. A. lt. bestellendes Zeiclien auf einem Blatte v "i'. welches der Künstler, nach einem Stiche Maratti's, von der Gegen- 204 V A. No. 1028 — 1031. seite radirt hat. Es stellt Christus und dio Saraariterin am Brunnen dar. Kl. Qu. Fol. 1028. Giacomo Guarana, auch Varana genannt, Maler und ßadiror von Venedig, geb. 1716, gest. 1770. anfanglich Sob. Varana in. Bicci's, dann J. B. Tiepolo's Schüler. Verschiedene Varana pinx. Künstler haben nach ihm gestochen und auf diesen Blättern ist er öfters Varana genannt; so auf einem Blatte mit der Diana und anderen Gottheiton, von Fr. Bartolozzi. Gr. Fol. und auf einem Blatte mit Hagar in dor Wüste, von F. Berardi. Gr. Fol. Einige von Guarana selbst nach seiner eigenen Erfindung goätzto Blätter finden sich im Künstlor-Lexikon verzeichnet. 1029. Joseph Varin, Zoichner und Kupferstechor, geb. zu Chälons Vavin 1740, gest. zu Paris 1800, wolcher zahlroicho Blättor, einzelne " sowohl, wie solche zur Illustration literarischer Werke, geliefert hat. Einige der Blätter sind mit dorn blossen Goschlechtsnamon bezeichnet, wovon wir hior Act nehmen, um einer Verwechslung des Künstlers mit einem soinor Namensvettern vorzubougen. Es gibt noch drei Kupforstocher Namens Varin. Bio also bezeichneten Blätter, soweit wir dieselben konnon, sind: Vue perspective de la Gare do Paris Do la Foss dcl. Varin sc. Gr. Qu. Fol. Vue du nouveau jardin du Palais royal. Varin fec. Qu. Fol. 1030. V. A. Salvirch, Medailleur, lebte in dor zwoiton Hälfte des 18. Jahrhundorts in Venedig. Er «chnitt den Stempel zu VT_/V.«5*. den 10 Lirastücken von 1797. Dann hat man von ihm eine schöne Brouzemcdaillo auf die Wiederherstellung der Ordnung durch Cocastellio. Der Avers zeigt eine sitzondo weibliche Figur mit Schwert und Waage: V. C. Cocastellio. Com. Praof. Italiao Ordinandae etc. AN. MDCCIX. 1031. Hieronymus Vasallo, Stempekchneider in Genua, 1800—1807, Tri» ti und in Mailand von 1808—181!l, hinterlioss schöne Gepräge. welche zuweilon in diosor Woise gozeichnot sind. Ausserdem bediente er sich noch dos Zeichens H. V. F. 1032. Andrea Vannucchi gen. Del Sarto, Maler von Florenz, 1487—lf)Sl, dessen Monogramm im orsten Vi" >S 'T^VDj&XIII Baml ° unsores Werkes mitgethoilt worden, soll, nach Brulliot, I. No. 731, auf einigon seiner Bilder sich auch dieser Bezeichnung bodient haben. Wir können nicht angeben auf welchen und linden auch anderwärts keine Notiz darüber. 1033. Unbekannter Büchsenschmied. Das Zeichen steht auf oiner tAA- reich ornamontirton Radsehlossbiichso des bayerischen National- "P musoums zu München. Am Kolben bolindot sich das Wappen von Bayorn und der Pfalz, darüber die Jahreszahl 15(11. 1034. Agostino Veneziano, der berühmte Kupferstechor, hat borcits, nebst seinen Bozeichungon, im ersten Bande unseres Workes W ~\f, eine eingehende Besprechung gefunden. Nach Einigen hätte er sich noch des hior mitgetheilten Zeichens bedient. Dasselbe findet sich auf oinem Blatte mit oiner Arabeske, gebildet aus einem nackten Kinde, das dio Armo übor die Brust gekreuzt hat und zwischen zwei anderen Kindern steht, welche es an den Haaren halten. Das Zeichen ist auf einer Lampe obon in der Mitto der Darstellung angebracht. Bartsch XIV.. No. r>74, boschreibt das Blatt, sagt aber, dass V IL No. L086 — 1040. 205 es mit dem Buchstaben A. V. signirt sei; wogegen Brulliot I., No. 7(j5, die obige Bezeichnung darauf fand. Entweder ist dio Beschreibung von Bartsch nicht genau odor es existiwn zwei verschiedene Platton- zustände. Möglich auch, dass das Zeichen: IA. V., d. h. Jacobus »eronensls, wio .). Caraglio zuweilen signirte, zu losen ist. 1035. Unbekannter italienischer Kupferstecher, welcher für ein u o Work iibor Perspective von Carlo Urbini arbeitete. »Fa 1036. Unbekannter dänischer Formschneider, von dessen Existenz wir durch Ch. Molboch (lieber Bibliothokwissonschaft \Q Y^cs=j=» etc. deutsch v. H. liatjen, S. 281) wissen. Man findet das erste Zeichen in einigen Randleisten der gedruckten Seiten folgenden Workos: Passional. Vor Harris Jesu Christi Pinis °c Dods Historie, met jkone oe daylige Vigurer oc christelige Boner huer Christen saare nyttelige at lose. J. Ciobenhaffn, Prentit oc bekostet äff'Lauritz Benedict. Kl. 8. Dieses Werk hat dio Signatur A-Oiij, ist abor ohne Datum. In den Randleisten steht aber die Jahrzahl 1569. B. von Rumohr und J M. Thiele (Gesch. der k. Kupforstichsammlung in Copenhageo S. 41) bemerken ergänzend zu Molboch's Nachrichten, dass in den mit Geist und schönom Zage der Hand radirten (58) Blättern die früheren H. Holbein's Jconos voteris Testamonti, die späteren don verschiedenen Passionen A. Dürer's frei nachgebildet seien. Von unserm Monogrammisten sind daher nur dio Einfassungsloiston. Sein Monogramm fanden abor dio genannten Schriftstoller auch auf dorn •tildnisso dos Johann-Priis til Hesselagor H. 4 Z., 2 L. Br., 2 Z. 11 L. Das zwoito Zeichen mit dorn Schneidmossor fand Börner untor einem wenig schattirton männlichen Brustbildo. Von vorn genommen, befleckt don Kopf eine Haubo mit sclimaler Krempe. Uobor dorn rochton «hre steckt eine kloino Peder, um den Hals bangt oine Kotto und das 1 elzgewand bedeckt nur die linke Schulter. Das Oval stobt in einem ! jn don Kcken verzierten Vierecke, und unten in der Schrifttafel stehon l 'io Buchstaben M. H. Z. G. A. Links bemerkt man das Monogramm, •■echts dio .Tahrzahl 15(17, 8. 1037. Unbekannter Pormschneider. Nach Brulliot, finden sich S von ihm mit diesom Zeichon klcino Holzschnitte in dem ^ ir, in welchem Jahro or boi den Werken dos Agostini Leonard! und des Anatomen G. Bidloo, welche in diesem Jahro erschienen, betheiligt war. Kin eingehendes und gewissenhaftes Verzeichnis« dor Blätter Blootoling's lieferte J. E. Wessoly in Naumann's: Archiv f. d. zeiclm. Künste. Jahrgang XIII. Lotzteror beschreibt 141 Stiche und 128 Schabkunstblätter. Ausserdem führt er noch 81 Blättor auf, woleho or nur in Büchern verzeichnet fand, oder welcho fälschlich dem Moistor zugeschrieben werdon oder zweifelhaft scheinen. Von den Bezeichnungen Blooteling's ist bereits unter dem Monogramm A. B die Rede gewesen; auch verschiedener Kürzungen seines Namens, wie: A. Blooto., A. Blootel, Blotol, Blotolijn etc. bedionfo er sich. Dio hior mitgethoilten Monogramme dos Künstlers sind Blättorn in Schwarzkunst entnommen. 1043. Jan van Brosterhuisen, holländischer Radirer, gob. IMG, tt tj gost. 1G50, ist boreits im ersten Bande unter dem Zoichen B "* behandelt. Seit joner Artikol geschrieben, ist Licht in die damals noch ganz unbekannten Lebensverhältnisse des Künstlers gekommen, ebonso wio man durch van dor Kollon's: Peintro Graveur hollan- dais et Flamand, oinc vollständigoro Konntniss seiner Arboiton erlangt hat. Brostorhitison bozog mit 14 Jahren dio Univorsität Loydon und zoiehnete sich früh schon als Dichter aus. Seine Begabung verschallte ihm die Freundschaft von Hooft, fluygens und Casp. v. Baerie (Barlaous). Nachdem er eine Zeit lang in Heusdon und Amorffoort gelobt hatte, wurde or 1G4G Director des botanischen Gartons zu Breda. Brosterhuisen beschäftigte sich nobon dor Dichtkunst und den Wissenschaften viel mit Arehitoktur und Malerei, mit Zoichnon und Radiren. Von seinen Gemälden und Zeichnungen schoint nichts erhalton. Dio Radirungen, woleho auf uns gekommen, sind nicht ohne Eigenthümlicbkoit in der Behandlung und zeigen oine liebevolle, wahre Wiodergabo dor Natur, insbesondere dor Bäume und Pflanzon. Sie gehören zugloich zu den seltensten Blättorn dor holländischen Schule. Einige, etwa sechs, sind nur in je einem Exemplar, und zwar im Cabinet zu Amsterdam vertreten. VII V B. Ne. Kill .— K»ls. 207 Van dor Kellen beschreibt seohszehn radirte Blätter von ihm. Dieselben sind meist unbozeiohnet. etwa drei davon sind mit dem Buchstaben I!. sijrnlrt, ein lilutt mit: 1ANI BROSTERHV8I PRAEDIA, und eines mit den Buelistabon V. B. Die Bezeichnungen sind kloin geschrieben und ziemlich verstockt angebracht. Brulliot f, 1102, theilt ihm nach Toinecko auch ein aus B It bestobendes Monogramm zu, welches aber nicht aiifzulinden ist. Bas Blatt mit V. B, signirt, führt bei van dor Kollon den Titel: l;'liomme a la main lovee. Links Folson mit Bäumen, ganz vorn bricht s i''b ein liach zwischen den Felsen Bahn. Im Hintergrund, in dor Mitte des Blattes, ein Berg mit einem droithürmigen Schloss. Rechts nn Vordergrand, breiten, über Pflanzen und Gestrüpp, zwei grosse Bäume Ihre Aeste aus. Auf dorselbon Seite, dem Mittelgrund zu, sioht mau 'unter einer Erderhöhung, einen nach rechts gewendeton Mann hervor- kommon, welcher auf der linken Schulter einon Stock trägt und den rechten Arm erhebt, wie um Jemand ein Zeichen zu geben. Dor Himmel 'st unbearbeitet. In der unteren Ecke rechts die obigen Buchstaben. 1044. Veit Baumhauer, Maler dos 16, Jahrhunderte, aus Schwiibisch- Gmünd gebürtig und in Würzburg tbätig gowoson, soll sich, nach einer Nagier'schon Notiz, der Buchstaben VB (odor auch Verschlungen) zur Signatur bodiont haben. Dor Künstler wird von Scharold, Niodermayor it. a. Würzburger Schriftstellern erwähnt, über a °in Zeichen jedoch haben wir nirgends weitere Auskunft gefunden, Nagler bringt ihn mit einem von Bartsch IX p. 571) beschriebenen Bild- niss in Verbindung und scheint anzunehmen, dass lotzteres nach ihm gesohnitten soi. 1045. Jean Victor Bertin, Landschaftsmaler, geb. 1775 zu Paris, gost. 1842. Er war oin Schüler von Honri Valoncionnos und folgte in seinen geschickt componirten Bildern der klassischen Richtung desselben. Das Zeichen findet sich auf oinigen seinor Arbeiten. 1046. Dieses Zoichon, nebst der Jahreszahl 1705, fand Brulliot V ]], auf Stichen nach A. van Ostade, trinkondo Banom vor einor Scbonko darstellend. Der genannte Sehriftstellor nonnt einen van Braen als Stocher und sagt ausdrücklich, dass dorsolbo nicht mit '• van Breen zu vorwcchsoln soi, welchor in einor ganz anderen Manier gearbeitet und auch viel früher, um das Endo des 16. Jahrb., gelobt nahe. Wir mlisson nach Brnlliots begründeter Angabo an oinen Kupfor- stochor Namens van Braon glaubon, haben aber nirgends woitor eine Nachricht über ihn auffinden können. Im Uobrigen wird der zuletzt erwähnte (!. van Broen auch zuweilen Braon geschrieben, wie denn überhaupt bezüglich dosson Namons eine grosso Vonvirrung herrscht, yci Immerzeel hoisst ei Claas van Broon. Do Jongh in seinor Ausgabe 'los Van Mander nonnt ihn Gilles van Breen; Frenzel im Katalog s ternberg: L. Braon und Le Blanc: Qisbort van Breen. 1047. Nach Gorsaint, Hnber und Heller soll ein von P. Verbeek V ]{ sc radirtos Blatt in dieser Weise bozoiehnet sein. Es ist (lies .. ' jedoch nicht der Fall, das inredestohondo Blatt ist mit dorn Y°ll nusgoschriobonon Nainon dos Künstlors signirt. Vcrgl. Bartsch UM. de l'Oeuvre de Kombrandt II, p. 130 und Cat. de Rigal. 1048. Dioso Buchstabon bozoiehnon auf Münzen: V ß Ulrich Butkau, Münzmoistor in Stettin von 1633 bis 1663. , ' ' Valentin Block, Münzmoistor zu Moritzberg von 1618 bis 1622, "»nn bis 1624 Wardein in Göttingen. v. a 208 vi:. NV 1040— 105). Bellagrandi, Stempelschneidei in Ferra», um 1622. Ulrich Brupachcr, Stempelschneidei und von 1714—1746 Münz- meistor in Luzern. 1049. Quirijn van Brekelencamp, Maler, dessen Lebensverhältnisse ._ unbekannt sind. Einige halten ihn für einen Schüler G. Dou's. y # p} # Seine vorhandenen Bilder fallen in die Zeit zwischen 1663 bis 1669. Eines seiner Gemälde, welches einon Eremiten in seiner Höhle knieond vor einom Cruziflx darstellt und sich in der k. Ermtago zu St. Petersburg betindot, ist mit den Buchstabon v. B. und der Jahreszahl 1660 bezeichnet. Zuweilen signirto er auch mit Q. B., wovon bereits die Eedo gowesen. 1050. Dieses unbekannte Monogramm findet sich, nobst einom ■r -j- zwoiton, aus C. C oder einom E bestehenden Zeichon, auf Vj0 einem Holzschnitte, welchor ein sogenanntos Labyrinth dar- • ^r stellt. Das Blatt ist betitelt: Hin schön Labyrinth oder Wunderburg vom Wesen und Lauf der argen und schnöden Welt etc. in eine rechte Form gebracht durch M. Joh, Agri. Spre. Gedruckt zu Wittenberg durch Odbr. Schnellboltz 150H. 30. September. 1052. In dieser Weise ist eino Zeichnung in Tusche, ein männ- \t dpdpui' r i»<„ lichos Bihlniss, in der k. Kupferstichsammlung V J5ü,Kbrlü 1« 1653 m j )res j on si^nirt. Der Zeichner ist jedenfalls Matthias van den Berghe. Eino Kreidezeichnung in derselben Sammlung, das Brustbild eines bärtigen Mannes, boz.: Aet 61 An 1649 W BÜRGE trägt auf der Rückseite dio Inschrift „dit ix Joannes van den bergh Schilder gedaen van sijn soon Mnttijs van denbe.rgh Schilder". Ueber das Original dor orstgonannton Zeichnung s. .lahrb. f. Kunstwissenschaft, Jahrg. V., p. 213. 1051. Jan van der Bruggen, Kupferstecher von Brüssel, geb. 1649, ist bereits eingeführt, s. B. IV, No. 550, an welcher Stelle seine trofflichon Schabblätter, welche noch in das Jahrhundert der Erfindung dieser Kunst fallen, sich verzeichnot finden. Ausser dor dort gegebeneu "\ /"l Zeichen, bediente er sich noch des obigen aus V. B, bestoh- \pj enden Monogrammes. Dasselbe, von einom F und C. P. R *--' begleitet, steht auf einem Blatto, welches, im Stylo Teniors, einon oporirenden Dorfbader vorstellt. H. 10 Z. 10 L., Br. 8 Z. Nur mit dorn Monogrammo bezeichnet ist ein zierliches Blatt, das ein jungos, mit Blumen bekränztes Mädchen am Fenster zeigt. Ov. 8, 1053. Pietor Verbeek, Maler und Radirer von Haarlem, boroits von uns eingeführt. In dor Sammlung dos Frhrn. Rolas du Rosoy befand sich von ihm eine, in diosor Weise signirto Kreidezeichnung: Ein Roiter mit Federhut und geschlitztem Wamme neben soinom Pferde stohend, zur Soito sein Hund. Br. 11 Z 8 L., H. 8 Z. 11 L. 1054. Pieter van Blocmen, genannt Standart, Maler, geb. zu Antwerpen 1649, nach Anderen gogon 1657, gest. ebenda um 1719, bildete sich in Italion und wurde 1699 Diroc- tor der Antworpener Akademie. Die Mohrzahl seiner Bildor leidet an einor kalten, schworen und dunkeln Färbung. Auch artet sein Vortrag biswoilon in das Decorative aus. In der Gemälde-Gallerie zu Augsburg T. CPR HrC. 1054. Pi VB. Nn. 1066- 1060. 309 findet sieb von ihm ein Bild, ein Reitersoharmutzel darstellend, welches rochta in der Koke mit diesem Monogramme bozoiohnet ist. 1055. Unbekannter Maler, welcher gegen Ausgang des 16. .lahr- i hunderte in den Niederlanden thätig war. Nach Waagen's: ^=k Katalog der Berliner Gemäldesammlung Badet sich das Zeichen „ _ auf einem im Jahre 1689 gemalten Hilde, welches den Künstler , 1 mit seiner Familie darstellt, 1056. Marke auf neueren, zu Blois gefortigton Payoncen. 1057. Charlotte von Barkhaus, geborne von Veitheim, in der «weiten Hälfte des IS. Jahrhunderts ZU Frankfurt a. Bf. als Dilettantin \7"D 'wr thätig, Sie malte Bildnisse in Ool und radirte V D. Ibfö •V- IJJS- auch. Von ihren Zeichen ist bereits im ersten Bande dio Bede gewesen. Hier ist nur noch zu bemerken, dass sie auf einigen Radirungen mit Phantasiekltpfen, in li! > sich auch der obigen Signatur bedient hat. 1058. Abraham H. Verhoom oder ver Boom, ein nach seinen Lebensverhältnissen wenig bekannter Landschafts- /^) inaler vmi Haarlom, wahrscheinlich ein Zeit* /. . fVy gmiosse ,). Ruysdaels, Der Künstler hat I yS/l • . bereits Bandl, Nn. 716 Erwähnung gefunden. J Irrthümlich hat man ihm zuwoilen Radir- ^-^ iingen von ('. Vrnoni zugeschrieben. Doch Lassen sieh dem Verboom nur zwei eigenhändige Blätter nachweisen, »Helie Bartsch IV, p, 71 beschreibt und die im alton Drucke ziemlich selten sind. Auf dem einen Blatte, der Weiler, Landschaft mit drei Hütten und links vorn einem hohen Baume, steht üben in der linken Ecke dio hier mitgetheilte Signatur. H. 4 Z. !) L.. Br. ß Z. 6 L. 1059. F. W. F. von Brandenstein, Kunstliebhaber, von welchem \9 man einige vadirto Blätter könnt. Auf oinom dersolbon, nach "^ einer Zeichnung von B. Rode, ein Kindorbacehanal vorstellend, Q, steht unten, links, im Bande die hier mitgetheilte "V< iJOT. ß.c. Bweito Signatur; rechts liest nuiii: Bodo inv. Br. ' J 7 Z. 7 L„ 11. 2 Z. 5 L. Nach Heller: Monogrammen- lexikon pag, .'Sil, soll er auch des ersten Zeichens sich bedient haben, doch sagt der genannte Schriftstoller nicht auf welchen Blättern. 1060. Dieses Zeichen will l'assavant auf einigen Gemälden des Carlo Urhino da Crema, welcher in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Mailand viel beschäftiget war, gefunden haben. Möglich aber, d;iss es das Monogramm des Vicenzo Oiverchio, d. J. ist, auf wolchon Künstler und seine Zeichen wir unter V. I. zu sprechen kommen. •Munognumnl.ten. Bd. V. 14 1k 210 VC. No. 10Ü1 — 1066. ^ 1061. Dieses angedeutete Monogramm mit der JahTzahl 1:657 fand sich, in einem Täfelohen stehend, auf einer Zeichnung'4er ' / SSI ehemaligen Hoohwiesner'sehenSammlung. Vrgl.den Katalog der Sammlung p. i>7. Die Zeichnung war eine Cople von Düror's: Geburt ChriatL Süsgeu, p. 4, will diese Zeichnung auch im Stiche von der Originalseite gesehen haben und genau auch mit obigem Monogramm, Bei Bartsch findet sich diese Copie nicht erwähnt und os schoint fast als habe Sttsgen die Zeichnung irrthUmlicher Weise für oinon Kupferstich angesehen. 1062. Carl Baron von Vittinghoff, Kunstliebhaber, geb. zu Prees- __. bürg 1727, gest. zu Wien 182l>, malte und radirte Land- \Q; •ohaften und Thiere. Von den Zeichen, deren er sich auf soinon zahlreichen radirten Blattern bediente, ist bereit! im zweiton Bando unseres Werkes unter (!. V. die Kode gewesen; auch in der hier wiodergogehonen Weise kommt sein Monogramm vor. 1063. cias Jansz de Visscher, Zeichher, Kupferstecher und Kunst- x -, handler, geb. zu Amsterdam um 1550, gest. um L612j bediente \pr sich dieses Zeichons. Wir kommen weiter unter auf die Signataren Visscliors zurück. 1064. Vincent Goyrand, Kartenmacher, welcher unter der Regierung des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1589 Kilo) in Paris lohto. Er war vermuthlicb auch Formscnnelder so, dass dio Spielkarten, welch* sich noch hie und da von ihm tindon, auch als soin eigenes Fabrikat betrachtet werden dürften. „In Ch&tto's Facts and Speculations of tho origin and History of Playing Cards. London 181.S". sind vier Valets einer solchen Karte abgebildot. In zwei Blättern findet sich das Namensaeichen dos V. Goyrand. Das orsto Zeichen ist links unten im Pique-Buben angebracht, Dieser hält oinon Stab in der Rechten und einen Falken auf der linkon Hand. Oben stobt: VALE8 DEN I OELB8SB, in Irriger Schreibart statt „Valot do Noblosso". Das zweite Schildchen mit V A, anschoinlich V C, findet sieh links gegen unten im Coeur-Buben, dieser hat den Hut untor seinem linken Arme, und das Herz sieht man rechts oben. Links oben stobt« VALE TE | ECOVRT, statt „Valot de Court." Eino vollständige Beschreibung der Spielkarte gibt Chatte nicht. 1065. Unbekannter Meister aus der ersten Hälfte des 16. Jahr- •yrn hundert», Das Zeichen steht auf einem Stiche mit der jagenden Diana: sie schreitet nach rechts und bat zwei Hundt; an der Leino, drei andere noch neben sich. Kechts sieht man einen Hirten boi dor Heordo, links Gebäude unter Bäumen. Br. 11 Z., H. 8 Z. 10 L. Das Zeichen, welcbos sich unten rechts findot, ist mit V. Caooianemicj erklärt wordon; Andero haben dort Stich dorn .1. Bonasoue zugotheilt. Jodoch scheint er, seiner Behandlung nach, koinom dor beiden Künstler anzugehören. 1066. A. van Croos jun., Landschaftsmaler aus dem Haag, war dor Sohn oinos gleichnamigen Künstlers, welche! ebenfalls YTi^ttr) Landschaften mit Figuren malte, aber tiefor steht als dor , Sohn. Soino Bilder sind steif, und grau im Ton. A. van Croos jun. fand auch im Künstler-Loxikon oino Stollo, os ist aber nicht richtig, wenn es dort hoisat, dass die Bilder dos jüngeren van Croos jenen des P. Molyn gleichen. Er scheint ehor don J. Uoth nachgeahmt zu haben, wiewohl nicht mit sonderlichem Erfolge, du er sich nicht von V ß. Nu. 1067 — 1078; -jll der Manier dos älteren van Oroos losmachen konnte. Hm obige Zeichen fand Dr. Goldsohmid in Frankfurt a. M. auf einer skizzenhaft behandelten Landschaft. Bin sorgfältig ausgeführtes Bild «rar mit A V (verschlungen) Croos 1668 bezeichnet, 1067. Unbekannter Künstler des 17. Jahrhunderts, dessen liier \T r> mltgetheilteaZeichen auf einer breit behandelten Radirung " ^ .stebt. Dieselbe stellt eine heil. Familie nebst der heil, Anna dar. lli. 1068. Carl Christian Vogel von Vogelstein, Historien- und Bild- ■V *\ nissmaler, geb. zu Wildenteis 1788, gest. li München 1868, hat bereits mehrfache K.rwiihnunv; gefunden und wir haben liier nur noch der obigen Bezeichnung tu gedenken. Ei sind die Initialen des Künstlernamens, woleho sich In obiger Stellung, d. i. vorkehrt. *Ju i'inoni von ihm radirten Blatte finden. Letzteres stellt die vorstossone Hagar mit Ismaol vor, wie sie händeringend von den Stufen des Hauses liorabsehroitot. Gr. 4. 1069. Martin van Cleef, Maler, welcher, ein Schuler von Franz V C. P'oris, um die Mitte des 16. Jahrhunderts in Antwerpen thätig war, Nach Christ, soll er einige Blätter gestochen haben; die mit einem Allen, der am Bauche ein Medaillon mit den Buchstaben V. CL |*ägt, bezeichnet sind. Von zwei anderen Zeichen dos Künstlers ist bereits im vorigen Bande die Kode gewesen. 1070. Camille van Camp, Kadiror, geb. zu Tongres 1834, signirtc , . mit diesen Buchstaben zwei Blätter, Das eine mit der Unter- V. C. schrift: Nele dolmte attendaü Ulenspiegel, zeigt ein junges Mädchen am Fenster und findet sieh in dor zweiten Ausgabe ( ''' s De Costcr'sohon „Ulenspiegel"- Das zweite Blatt, betitelt: Le secret, Wellt drei junge zusammen plaudernde Frau n in einom eleganten Salon 'I 111 '. Die beiden Blätter, wie vier andere von der Hand des Künstlers. unden sich boschrieben im Peintre-Grai.....r hollandais et beige par ■'• HJppert et .1. Llnnig. I. p. 196—138. 1071. Vincenzo Caccialupi, Münzmeister in Parma, 1037— 1631t, V Q ebenso Vincenzo Canal, ßector der Münze zu Cattaro, 1581—1588, deuteten mit diesen Buchstabon ihren Namen an. 1072. Vittorn Carpaccio, Maler, geb. in Istrien, thätig in Venodig V/~l i • -nir-rw-\-r n" 1 * 01 ' dem Hinflugs der Schulo . Uiirpatlmis MJ)\ V . i|os R gezeichneten Bteohen sind ziemlich dürftig. Als viCfchfT ft&t soin Lehrer gilt P. Soutmnn, in desson Verlag die ersten Blatter Vissoher's erschienen. Im Uebrigsn sei auf Wussin's treffliche Monographie iihcr den Künstler verwiesen, Wussin beschreibt 188 Blätter von ihm. Die meisten derselben sind mit dem ausgeschriebenen Namen bezeichnet; eines Monogramme« bodiente sich der Künstler nicht und nur auf einem einzigon Blatte, dem Porträt dos Michiel Sparenbook van Kranenburgh, schrieb or seinen Namen Visscher zwar aus, aber in obiger räthsolhaftor Weise mit oinem V, das in verschränkter Art noch die Buchstaben J, F und C enthält, V C. Nr. 1080 — 1082. 213 1080. Johann Carl von Till. Maler und Radirer am die Mitte des 17. Jahrhunderts, ist bereits Band II. Nr. 818 eingeführt. f-w Auch dieses Zeichen dürfte ilim angehören. Das V darin be- Xj deutet: v ..... übereinstimmend mit A (von) in dorn unter Nr. 348 v des II. Bandos mitgotheilten Monogramme. Obiges Zeichen, nur etwas kleiner, findet man auf folgonden drei Radirungen : er l'.vangelist Johannes unter einem Baume die Apocalypso schreibend. jW. 8. Ein Ritter mit Dame in Begleitung eines Hundes in einer Landschaft promonirend. 12. Die Ansicht von Wolfenhüttel.' In der Mitte vorn sitzt der Zeichner. Im Rande stehen vier lateinische Verse: ofcracto malo triplici, Vrbs Wolverbyttum arco triumphas etc." Das Reichen und somit auch die genannten Blätter wurden früher von Kinigen dem J. C. Voederer zugeschrieben. Aber selbst der letztgenannte Fospeet rülirt von v. Till ber: es ist nachgewiesen, dass sich derselbe 111 seine,- früheren Zeit in Wolt'enbüttel aufhielt. 1081. Dieses Zeichen, wahrscheinlich ein Künstlerzeichen, steht P auf einem Holzschnitte der ersten lateinischen und doutschen Ausgaben von Sebastian Brand's Narronschiff. •VII Die Darstellung Führt in der deutschen Ausgabe die Unterschrift: Von nuweit Funden. Das Zeichen, welehem die Jahrzahl I liU beigefügt, Ist 1 notih nicht gedeutet, j wie denn Überhaupi die Künstler, welche die Illustrationen zu jenem Gedichte "Werten, noch nicht ermittelt sind. Brand scheint durch einige Aeussc- ningen einen Antheil für sich selbst zu beanspruchen) wieweit aber Weh dieser Antheil erstreckt, ob es nur Andeutungen waren, die er dem Künstler gab, oder 1 ob er selbst Entwürfe dazu zeichnete, inuss dahin gestellt bleiben. Die Holzschnitte rühren von verschiedenen Händen JJ 01 ' and sind von ungleichem Werthe. Einige gehören zu den schönsten Schnitten des 15. Jahrhunderts. 1082. Crispin van Passe, Zeichner und Kupferstecher, geb. am ir,5o n Arnemaiden auf Zeeland, hat bereits, Band II., Nr. 795, eine Stelle gefunden. Den dort mitgetheilten Monogrammen sind noch "«stehende nachzutragen, deren sieh der Kunst hu-am häutigsten bedient. u *t. Es ist jedoch dabei zu bemerken, dass er an einem gleichnamigen, »in 1580 Zl | Utrecht geborenen Sohn einen Gehilfen hatte, der ganz in der "eise des Vaters arbeitete und dieselben Zeichen gebrauchte, so dass es, 8 °hwer ist die Blätter der beiden Stecher auseinander zu halten. Die Oben gegebenen ersten Zeichen stehen u. A. auf einem Blatte mit dem °t. I, ueus, (reicher nach recht* gewendet litzt. 8. Kerner auf einem Blatte aus der folge, welche die menschlichen Lehensaller zum Gegenstände hat. Kund, mit Umschrift, 4. Das Zeichen mit der Jahrzahl ™det sieh miC „j,,,,,,, zar t gestoohenen Blatte mit der Madonna auf '»' m Halbmonde und mit einer Strahlenglorie. Oval, mit lateinischer Umschrift, 4. Das Weine Zeichen steht auf kleinen Blättern, welche jjjjter mythologischen Gottheiten die Jahreszeiten vorstellen. 16, Die »'"'igen Zeichen kommen auf Bildnissen und verschiedenen anderen Dar- 'tellungon vor. 214 VD. Nr. W88 —1090, 1083. Unbekanntes Zeichen auf einem radirten Blatte, angeblich 11:11-11 Kafael. Dasselbe enthalt eine sogenannte Caritas: eine junge sitzende Frau, die zwei Kinder auf dein BohooH hat, Während ein drittes rechts an ihr hinan- klettert. Das Zeichen steht rechts ubon auf deui Blatte; unten sieht man ein zweitos aus 1). L. C. B bostohoniles Monogramm mit dor Jahrzahl 1648, welches bereits Hand II. Nr. B§8 mitgethcilt wordon ist. Die Angaben über die-Monogramme an letztgenannter Stelle sind nicht ganz riohtig, 1084. Ein dem vorhergehenden ähnliches,' aber kloinoros und obonfalls uns unbekanntes Zeichen lindet sich auf einem ~\(Ev radirten Blatte, welches oin nwh rechts gehendes Weih mit Vi/ einem Kisson vorstellt. Nach einem zweiten auf dem Blatte befindlichen Monogramme schreibt Brulliot die Compositum dem Panneggianino zu; doch ist es fraglich, ob die Zeichnung von Letzterem herrührt. Vergl, Band II. Nr. 2325. 1085. Crispin van den Queboorn odor Queboren, Malor und -j- Kupforstocher, in dor erste a Hälfte des fl"Vv r 17. Jahrhunderts im Haag thlltig, bediente \Ia3j v^Q "^€1 sich auf einigen seiner Blätter dieser Mono- ▼ ; vVX ; v^»- gramme Von anderen Bezeichnungen des luinstlors ist bereits Band II die Kode gewesen. Ueber seine Stiche s. auch: v. Ruinohr u. Thielo: Geschichte der k. Kupforstichsamiuluug zu Copcnhagon, p. 88. 1086. Nach Orlandi: Ahecedario l'ittorico p. 511, sollen diese „ > ,, Buchstaben auf alten Kupferstichen mit doni hl. Bartholomäus V c ' • und dem hl. Georg sich finden. Violloicht sind die Buchstaben Vittoro Carpaccio Veneziano zu douten und die Stiche sind nach soinon Darstellungen gefertigt. 1087. Vande, Maler, welcher in der letzton Hälfte des vorigen _^_^ Jahrhundorts an der Porzollan-Manufactur zu Sovres thtttig \/~J war - l' r malte Blumen, auch gehörte die Vorgoldung zu seinem Fach. 1088. Victor Desclaux, franzosischer Kupfersteche/ der Gegenwart, bedient« sich auf folgenden zwei Blättern dieses Zeichens: \T) Le Hellobardier, nach Meissonier, 8. Dio Ermordung iles Herzogs von Guiso, nach Dolaroche, Pol. 1089. Urban Dietz, Schrefbmelster in Frankfurt am Main, gab deutsche und lateinischeSehriftiniistor unter folgen- ■rr. T-) -^TT-v . dem Titel heraus: CALLIGRAPHJA. Schreib- » • ■** ' \L/ • formularbuch Allen Liebhabern der Edlen Federn ^V£ (7\ -jii, Ehren vorgestellt. Nürnberg bey Paulus \S '■ tw '■ Eürsten Kunsthändlern. Durch Urbernum Dietz von Eranlxfurt am Main. Das zweite Blatt ist bezeichnet: J. C. Sattler Scrips. et Sculps., auf anderem Blättern kommen obige Buchstaben vor. 1090. Unbekannte Marke der Fayonoo-Fabrikation von Ronen. VD V U. Xr. 1091 — 1097. 215 1091. V. Degronokel, Maler in Brüssel, wurde um 1810 geboren. Obige Buchstaben stehen auf einer Holzs-hnittvignotte in der Vü von Paul Lauters illustrirton Ausgabe der „Avontures de Tiel Ulonspiegel. Bruxelles 1840." Dieses Blatt stellt oino dicke Biiuorin mit zwei Honkelkürbon dar. Auch der Maler V. Delacroix in Brüssel bedient sich auf Zeichnungen dor Buchstaben V. D. Er arbeitet seit 1810 im historischen Genre. 1092. Unbekannter Goldschmied. Die k. k. Schatzkammer in y i\ Wien besitzt von ihm oinen 'Doppolbecher, an dosson Puss obigo Initialen nebst der Jahreszahl 1595 eingostempelt sind. 1093. V. de Doncker, Zeichner, welcher in den letzten Jahr- T zehenden für französische illustrirte Zeitschriften thätig war. ' • D. Wh fanden sein Zeichen auf Holzschnitten, die A. Etienno ausgeführt hatte. Letzterer hatte mit A. E. signirt. 1094. Unbekannter Maler, welcher, nach einer Notiz Heubel's, l'.auernstücke in der Welse des Ostade mit dieser \TT} A l^T Naiiiensbezeicliniing lieferte. Wahrscheinlich ist letztere ■*- f -L*-i-Jj-i' eine Kürzung des Namons; es fehlen weitoro Andeutungen, um auf den Mahn- zu schlicssen. 1095. Johann Ulrich Loth, Maler, gob. gogon Ende des 16. Jahr- r r . hutiderts zu München, gest. V DAL ER] GVS. Lot. 1<;;S0. »b«ud« L662 Er. war zunächst ein Schüler seines Vaters, eines Glasmalers, dann des P. Oandito und spätor des C. Saracino 111 Venedig. Werke von ihm linden sich in den Kirchen und Sammlungen der bayrischen Hauptstadt und in der Galorio zu Schloisshoim. Unter den Gemälden letztgenannter Galerie seil, nach einem von "•v. Dillig verl'assfon Vcrzeichniss vom Jahre 1880, eine Magdalena in obiger Weise bezeichnet sein. 1096. Dieses Zeichen wurde von Hrulliot auf einem in Oel gemalten liildniss gefunden und von ihm dem Jan van ~V TTO der Bent, einem Maler, der um das Jahr LMti zu \l/)\ Amsterdam geboren ist, zugetheilt, Doch kennt man VL^C/ von Letzterem bis .jetzt nur Landschaften mit Vieh in w der Weise des N. ISerehcm und es dürfte hinter diesem ™°nogramm wohl ein anderer Künstler zu suchen sein. Von den ''"'"eu, ,|e,vn sich van der Bent zu bedienen pflegte, ist im vorigen ö ailde die Rede gewesen 1097. j 8aac Tjamhertus deiner van den Boren van Heemstede, i/ .. . Kunstliebhaber, Sammler und Badifer zu bevden, *• lJ. li. geb. 6. Januar 1811 zu Z.-llommel. Das erste Zeichen T/ steht auf einem nach A. de Lelie rulirtcn Blatte mit V ' U. H, l<\ drei Figuren! einer sitzenden Frau, einer Magd, welche, . mit Fischen v« ..... Markte heimgekehrt, der Rrstoroti Rechnung ablegt, und einem daneben stehenden Knaben. Das zweite deichen findet sich auf dem Porträt G. Dons, nach diesem Meister, im '■ rs ten Plattenzustand. Auf anderen Blättern kommen als Bezeichnung ' ll " Buchstaben .1. L. C. V. D. It. V. IL vor. Vergl. Ohr. Kranim: Leyens en Werken der hell en vlaam. Kunstschilders etc. 216 VD. Nr. 1098—1104 1098. 1 Unbekannter Maler, welcher um Mitte des 17. Jahrhunderts in Holland thfttig war. Sein Zeichen theilt 0. Eisenmann in einem Berichte über die Ausstellung ron Gemälden alter Meister aus dem Wiener Privatbesitz mit. Zeitsuhr. f. bild. Kunst. IX. pag. 60. Das Bild, welches diese Bezeichnung trug, stellte eine holländische Landschaft dar, rechts eine Hütte, von Bäumen umgeben, vorn eine Itofienlacho, hinten Dünen. „In den Mitteln haushälterisch, aber von bedeutsamer Wirkung — sagt dor obengenannte Schriftsteller — gemahnte dieses in seinen Können sehr bestimmt vorgetragene Bild wie eine Vorahnung des Hobbeiua". 39. Ugo da Carpi, dem berühmten Fonnsehneider, wird dieses Zeichen zugothoilt. Unter Hugo ist über don Künstler gehandelt worden, ebenso kommen wir unter VGO auf ihn zurück. Dirk van Delen oder Deelen, Architekturmaler, geb. zu Uensden 1607, gest. nach 1669. Er soll ein Schüler des T"\ T~4 Kranz Hals gowesen soin. In dieser Weise bezeichnete er hj l/J ein in der Kremitage zu St. Petersburg befindliches Bild: Das Innere des Tompols von Jerusalem, mit Jesus Cbriftns und anderen Figuren stal'firt. Marke der I'orzollan-Manufactur zu Vineuf oder VinoVO bei Turin, «reiche 1770 durch Dr. Viftorio Amadeo Gioanotti gegründet wurde. Auf Letzteren beziehen sich die Buchstaben D. Q, VDC. 1100. 1101. & DG 1102. Daniel Georg Vischer, ein nach seinen Lebensverhältnissen ziemlich anbekannter Maler, welcher im 17. Jahrhundert "V ZjO\ w '° ° s scheint zu München thätig war. Nach einem \ f/jf- ß alten Verzeichniss der Schleiseheimer Galerie befanden \_j,/ sich in letzterer zwei auf Holz gemalte Frachtstücke von ihm. Die Bilder trogen das hier gegebene Mono- gramtu. Dassolbo wird auch von Winckolmann: Neues Malerlex. nag, 267 und nach ihm von Brulliöt 1. 1566 b. niitgetheilt, aber von beiden als das Zeichen eines unbekannten Stilllebenmalen. 1103. Unbekannter deutscher Maler des XVII. Jahrhunderts, welcher vielleicht mit dein im vorigen Artikel eingeführten Daniel Georg Visoher identisch ist. Die Augsburger Galerie besitzt von ihm zwei Frachtstücke. Das eine ist auf einem angesiegelten Zettel mit dem hier mft- getlioilten Monogramme bezeichnet. Das gemalte Siegel ist mit demselben Monogramme versohen. Vergl. B. Marggralfs Katalog der genannten Sammlung. Jan van der Heyden, Architektur- und Landschaftsmaler, Wgeb. zu Gornichem 16.-17, gest. zu Amsterdam 1712, Insbesondere berühmt durch seine fein durchgeführten, stimmungsvollen Prospecte holländischer Städte, ist bereits im vorigen Bande unter Nr. 58t; eingeführt und -< J(fS7. 1104. VJX Nr. 1105 — 1109. 217 wir verweisen zur Orientirung auf jenen Artikel. Ausser der dort gegebenen Bezeichnung bediente er sich des hier mitgetheilten Mono- grammesj auch die blossen, nicht zum Monogramme zusammengezogenen Buchstaben VDH kommen vor Von .seinen übrigen Signaturen wird anter VH die Rede sein. 1105. Brulliot und Nagler schreiben dieses Zeichen einem sonst nicht gekannten Kupferstecher Namens van der Harts zu, v.BS&GjfiHA wogegen, und mit mehr Recht, Chr. Kramin die Blättor, auf vvelchon sich dieses Zeichen findet, dem Anthony van der Haer zutheilt, einem am die Mitte des vorigon Jahrhunderts zu Rottordam lebenden Kunstliebhaber. Letztere Blätter enthalten: Landschaften mit Hütten und Mühlen, nach Ruysdael, 4; ferner vier Ansichten UM Utrecht, nach II. Sa Hieven, kl. 4, und zwei Marinen nach P. Ooopse, Vi. 16. Ausserdom kennt man von van der Haer, und zwar mit dem vollen Namen signirt, noch Blätter nach ,T. van der Meer, Weonix und N. Berchem. 1106. Man tindet ein in Kupfer gestochenes Blatt, welches \TO T C 1 C-£- 12 männliche und weibliche Personen onsilbonetto v. o. i.^.^.j. darstl ,ii t H n 7i i | ; ]Jr 17 z 2 L> Dor Zeichner dieser Composition ist nach Börner der Goldschmied Johann Samuel Vigitill in Nürnberg, die Buchstaben I. - erwähnt. 1120. Unbekannter Pormschneider. dessen Zoichon auf Blattern mit Heiligen und Gegenstanden ans der griechischen und römischen Geschichte, wie Mythologischem und Allegorischem stoht. Die Blätter, zu einem Druckwerke gehörend, sollen, wie Brulliot augiebt, nach .lost Amman geschnitten sein. Vielleicht ist der Künstler mit den oben ingel'ühvten Monogrummiston identisch. 1121. Unbekannter Formschneider. Et signirte in dieser Weise eine Titelvignette mit dem Plantinisehen Druckerzeichen in ™. E Heb. ISarradas: Itincrarium Filiorum Israel t'X Aegypto etc. Vt'netüs 0(). \akntinus Ki2it. i. Das Zeichen des berühmten Buchdruckers Ch. Plantin ist eine Hand, die einen ausgespannt« Zirkel P*lti mit der Umschrift: Labore et constaiiüa. Diese Darstellung bat. in der vorliegenden Vignette eine verzierte Einfassungsleiste, unter demselben befinden sieh gegen rechts die Buchstaben V. R als Signatur des tormsehneiders. 1122. Veit Rck, Stadtechreiner zu Strasburg, Ende des id. und Anfang des 17. Jahrhunderts. Er radirte mit Jacob (iuek- \ W °' SI ' 1 » «im) Folg« von 38 Tafeln unter dem Titel: ETLICHE 1 '■ lM ABCfflTECTISCHEB PORTALEN, EPITAPIEN, CAMINEN, VND SCHWEYPPBN ALLEN . STEIMETZEN . VND . 220 VK. Nr. 112:} —1130. SCHREINERN AVCH . ANDERN . DISER . KVNST . LIBENDN . AN . TAG . GEBRACHT . DVRCH . VEIT ECKEN . DER STATT . STASZBVRG . BESTALTBN . VND JACOB GVCKEISEN . BEIDE SCHREINER . VND BVRGER . DASELBST . 150«. Oetruekt zu Collen durch Johan Bussemacher. Das Zeichen dos Veit Eck befindet sich nebon dem des J. Guckoisen nur auf dem Titel. II. um 10 Z. 10 L., Br. um 6 Z. 11 L. 1123. Unbekannter Maler. Im Museum zu Neapol befindot sich Vt^| von ihm ein Bildnisi des Kapellmeisters Gauthier, Halb- Pj figur, welches mit diesen Buchstabon und der Jahreszahl 1583 bezeichnet ist. 1124. Moyse Valentin, Maler, geb. 1600 zu Coloiniers in der Landschaft Brie, gest. in Rom 1632, nach Anderon 1634, VE pinx. Schüler des Simon Vouet, später des Caravaggio, zu dessen bedeutendsten Nachfolgest] er neben Carlo Saracehi zahlt. Er ist in seinen Bildern farbig und ziemlich gewissenhaft. Auch ein radirtes Blatt ist von dem Künstler bekannt, VergL Et. Dnmesnil, VIII p. 168. Verschiedenes ist nach ihm gestochen worden. Auf einem derartigen Blatto von Louis Ferdinand, dem liildniss N. Poussin's, findet sich das obige Zeichen. Mariotto hält, vielleicht mit Eteoht, Valentin für den Vornamen und das E für die Andeutung des jetzt vergessenen Geschlechta- namens des Künstlers: das Moyse sei wahrscheinlich nur die italienische Umbildung „Mosiü" aus dem französischen: Monsieur. Lanzi nennt den Künstler Pierre. 1125. Auguste de Valmont nennt Brulliot eine Dilettantin, deren . w . Arbeiten mit A de V rückwärts versehen sind. Es dürften .0 9o.\J\) unter diesen Arbeiten radirte Blatter zu verstehen sein. 1126. Simon de Vlieger, der berühmte holländische Seemaler, von dessen Bezeichnungen bereits mehrfach die Rede war, hat A^ijg.?. in dieser Weise ein radirtes Blatt signirt. Letzteres stellt zwei in einem Stalle nebeneinander liegende, fette Schweine dar. Die Buchstaben S. de V. verkehrt geschrieben, stehen oben links Bartsch boschreibt das Blatt I. pag. 32 Nr. 16. 1127. Eugen Joseph Verboeckhoven, der bekannte belgische i Thier- und Landschaftsmaler, hat bereits in unserem Werke J?£?\ • \\ mehrfache Erwähnung gefunden. Eine seiner trefflichen ^ Radirungon mit einem nach links gewendeten Pferdekopf trügt an dem Stück Brust, welches unterhalb des Kopfes noch sichtbar ist. die hier mitgotheilte mit V EJ zu deutende Signatur. 12. 1128. Unbekannte Marke auf Fayencen von Valladolid. Wahr- ttti/n i schoinlich der Name des Fabrikanten. 1129. Johann Philipp Veit, Landschaftsmaler und Kupferstecher v .,, von Drosdon, geb. L769, gest. 1H35, hat öfters seine zahlreichen veitll. landschaftlichen Sopiazoiclmungen in dieser Weise signirt. 1130. Hans Ladenspelder von Essen, Zeichner und Kupferstecher, j" welcher 1511 geboren zu sein scheint und von dem noch \/ r Arbeiten ans dem Jahrs 1554 vorkommen. Seine Behandlung*- v-/ weise ist eine sehr ungleiche, und ebenso bediente er sieh der VE. Nr. 11 Hl 118*. 221 verschiedenartigsten Zeichen. Von letzteren ist: bereite an einigen Stellen unseres Werkes 6- 1135. Carlo Saraceni, gemannt nach seiner Vaterstadt Oarlö Veneziano, einer der bedeutendsten .Schüler iiihI Venetiano PINXIT. Nachfolger des Caravaggtd, In der Anima, wie im Pal. Doria zu Rom kann man ihm Künstler am besten schätzen lernen. Sein Monogramm haben wir bereits üanil II. 646 mitgethoilt, wo auch vier radirto Blatter von seiner llaml genannt wurden. Die obige Bezeichnung findet sich auf einem von Premier gestocheneri Schwarzkunstblatt, welches ein Bild SaracenTs In dor Wiener Galerie, eine .ludith, wiedersieht. 1136. Ventura Salimbene, VENTVRA 8. senesis Inventar fecit 1500. Ventura Salimb. fec. 190 IV. genannt il Cavaliere Bevilacqua, Maler, geb. 1557 zu Statt, gest, ebene» Kill!. Verseliieduno seiner Bilder sind durch den Kupferstich vervielfältigt worden. Salimbene hat auch selbst einige Blattei" radirt. Zwoi dieser Blätter tragen obige Vorgl. Bartsch XVtl. v>. Bezeichnung. Rio Bestimmung der li. Jungfrau. Sio sitzt mit auf der Priist gekreuzten Händen rechts auf einer Wölke und richtet die Augen auf Gott Vater, der links oben schwebt. Vor ihr kniet oin Engel in Anbetung, Rechts unten steht: Ventura S. senesis Invontor t'ecit 1500, und im Bande: Tota pulcra amica mea etc. St. Fo. Ro. H. 7 Z. 2 L. u. 4 L. Band, Br. 5 Z. 6 L. Die hoil. Jungfrau mit dem Kinde, sitzend, fast im Profil, nach links sehend. Links im Grunde bemerkt man Joseph, (!oj)io nach Guido Boni. Rechts unten steht: Ventura Salimb. foc, jodoch vorkehrt. FT. P> Z. (5 L., Br. 4 Z. 11 L. Dor erste Plattonzustand zeigt G. Reni's Namen. YEU. 1137. Mit dioson Buchstaben ist auf savoyonschen Münzen die Münzstätte: Vercolli angedeutet. V R. Nr. 11:18 — 1142. 228 1138. Francisous Xaverius Hendrik Verbeeck, Malor, j^ol>. zu Antwerpen 1680, gest. ilasolbst 176Ö als Di- rootor der Kunstakademie. Kr war ein Schüler von I'. Casteols. Silin Bruder Franciscns Bernardlnufs war Bildhauer und zwei seiner Töchter widmeten sioh der Malerei. Beistehende Signatur limlet sioh auf einem Bilde dos Ant- wi-rpiKM- Museums Vergl. den Katalog der genannten Sammlung. 1139. Vernier, ein alter französischer Fnrmschnoider, signirte in dieser Welse ein Blatt, in einer folge von Schnitten, » RRNIE. «'eiche doli Todtontanz nach den Seulptiiron dos alten Kirchhofes dos Innooents in Paris raproduoiren. Die Blattei rühren von verschiedenen Händen her and erschienen zu Tmyos. Näheres über dieselben findet sieb hfl) Paaaavaat, Peintre Gr. I. p. 167. 1140. Franz Edmund Weirotter, Zeichner, Radirer und Land- Verotcr \ ■ Mh&ftsmaler, S 80 ' raInnsbruck 1780, gest. zu Wien 1771. Im Künstler-Lexikon findet stell ein verzelchniss seiner zahlreichen, trefflloh radirton Blätter. Dio hier mitgetheilte Namens- Kürzung findet sieb auf zwei nach den Zeichnungen dos Künstlers von Littret gestochenen Auslohten bei Colli und Coblonz. Fol. 1141. Jacob van Es pder Esson, Malor, welcher in der Darstellung dor todton Natur, in Stilllobon oxcollirt. Von Vli^CJ X' seinen Lebensverhältnissen woiss man wonig, nur, dass or • XLlO.I. in Antwerpen geboren und um 1620 oder 1(121 in die dort ige Lukesgilde aufgenommen worden ist. Nach einer Notiz des Antwerpener Galerie-Katalogs nimmt man an, dass et zu seiner Ausbildung einige Jahre in der Fremde war. Wir theilen seinen Namen jjier mit, da man letzteren leicht nur (Öl eine Kürzung ansehen konnte. "ie Signatur ist oinoin Bilde dos Frankfurter Museums entnommen, welches eine Kitohenhank mit verschiedenen Arten ron Fischen darstellt. 1142. VESPA8IAN.S. l.F. Vß8PASlAN() ST. I. F. Vl 'spasiano ST. I. F. VESPASIANVS. Si I.F VESP. S.I.F. VKS. S.I.F. VES. STR. I.F. VES. STRA. I.F. Vespasiano Strada, Maler und Badirer, geb. um dio Mitte des 16. Jahrhunderts von spanischen Eltern zu Rom, wo er lange Zeit thätig war. in dortigen Kirchen und Palästen findet man Gemälde von Ihm. Seine Radi- rungon, welche Bartsch boschroiht, sind von ungloichom Wortho. Die hl. Jungfrau mit dem Kindo auf dem Schoosso in einer Landschaft sitzend, wio diosos den kleinen Johannes umarmt. Rechts unten: Vespasian S. I. F. Im Rande: Scipio Cornolianu for. H. 8 Z. mit 3 L. Rand, Br 5 Z. 8 L. 224 VE. Nr. 1148 — 1145. Dio hl. Jungfrau auf dem Halbmonde stellend von zwei Engeln in der Glorio unterstützt. In jeder der oboron Ecket) drei Cherubim, Links unten: Vospasiano ST. I. F. II. 7 Z. 1 L., ISr. 5 Z. 3 L. St. Katharina betet knioond das Jesuskind an. Die hl. Jungfrau sitzt mit diosom links auf einer Wolke und darüber breitet sich eine Engelglorie aus. Rechts ist eine Siiule, an welcher ein Vorhang befestig! ist. Links unten: Vospasiano St. I. F., im Rande: Anno Domini 15i)5. S. Catharina. — Joans Orlandi a pasquino for. IL 8 Z. 4 L. mit 4 L. Rand, Br. G Z. 6 L. I. Vor der Inschrift im Rande. IL Mit derselben. Dio Grablegung Christi durch die Engel, Zwei logen ihn in das Grab und zwei andere singen aus einein Ruche die Lamentation, Links unten: Vospasiano St. I. V. IL 7 Z. 1 L., 1fr. 5 Z. 2 L, Dio hl. Jungfrau mit dem Kinde auf Wolken sitzend. Das Kind legt den Arm um den Hals dor Mutter. Dio Glorie besteht aus vielen Engeln, darunter zwei mit gekreuzten Armen in Anbetung. Links unten: Vespasianus S. I. F. tt 7 Z, Br. 5 Z. 3 L. Diese Darstellung existirt noch einmal von der anderen Seite und mit Veränderungen im Grunde, abor ohne jedes Zoichon. Die hl. Jungfrau sitzend mit dem Kinde in den Armen, letzteres hält oinon Vogel. Links unten: Vcsp. S. F., rechts: Scipio Cornelianus for. H. 4 Z. 3 L. mit 8 L. Rand, Br. 3 Z. il L. Dio Verkündigung Maria. Der Engel schwobt rechts mit der Lilio in der Luft und die hl. Jungfrau empfängt kniecnd die Botsohaft, Links unten: Ves. S. I. B\ EL 7 Z., Br. 5 Z. 1 L. Dio hl. Jungfrau sitzend mit dem Kinde, wolehos in ihrem Schoosse steht und einen Vogel hält. Unten links: Ves. S I. F. Die hl. Jungfrau auf Wolken sitzend mit dem Kinde auf dom Schoosso, welches eine Roso hält. In jeder dor oberen Ecken steht, ein Cherubim. Links unten: Vis, Str. I. E. II. 7 /.. Br. 5 Z. 2 L. Das kleine Ecce homo. Pilatus links auf das l'iedestal gelehnt, stellt Christus dom Volke vor. Dieser steht mit gebundenen Banden zwischen zwoi Kriegskneohton. Kniostüok. Links unten: Ves. Stra. I. F. H. 5 Z. 2 L., Br. 7 Z. Unter dem Namen: das grosse Booe homo, ist diese Darstellung, mit einigen Vorändorungon jedoch, noch einmal vorhanden. 1143. Vettor Morosini, Monaaufseher in Venedig, um 17(12, bo- VET M di 011 * 0 s i°b au f Münzen diosor Namensandeutung. 1144. Nicolaes van Verendael, Blumen- und Stilliebenmalfr, auch Thiennalor, geb. 1(J5'.I zu Antwerpen, gest. ebenda um 1717. Er soll sieh diesos, mit Verendaol fecit zu i-rp-7-1 lesondon Monogrammes bedient haben. Man hat, aber \\ / / wohl irrthümlich, zwei Künstler dieses Namens angenommen, von welchen der oine Blumonmalor, der andere Stilllobon- und Tbiormaler gewesen sein soll. Letzterer soll mit einem V. P., d. i. Verendael pinxit, gezeichnet haben. Auf den meisten Arbeiten des Künstlers ist der Name voll ausgeschrieben: V. v. Verendael. Er könnte auch der Monogrammist bei Brulliot I. 2007 und 3017 soin. 1145. Jerome Valet oder Vallet, Kupforstecher, wolchor Anfang des 18. Jahrhunderts in Paris thätig war. Er soll der Sohn eines Wilhelm Valet gewesen soin und sich dieses Zeichens auf Arbeiten bedient haben. Dio Stiche, auf welchen sieb V \<\ Nr. 1146— 1151. 225 dos Zeichen findot, stollon antike Basreliefs das. Er zeichnet« auch mit doli blossen Initialen, wovon weiter unten an welcher Stelle jich auch die Worko genannt linden, zuoenen dio mit obigen Monogrammen signjrten Blätter zu gehören scheinen. 1146. Unbekanntes Zeichen, welches sieh auf einem Schabkunst- blatt in der Münchener rviipferstichsammlung beiludet. Das -j—, Iilatt enthalt dio Büste einer alton Frau nach einem bekannten "VCr Sticho des C. Visselier. Unton stoben zwei lateinische V Disticba : Aonnda ote. H. 5 Z. 9 L„ Br. 4 Z. 3 L. Das Zoiebon wird mit Vaillant gedeutet; doch wird dessen Autorschaft mit Recht angezweifelt. Vorgl. J. E, VVessolv in Naumann's Archiv. 11. Jahrg. p. 20'.». 1147. Friedrich Voltz, TMermaler in Mtlnohen, ist bereits unter -J--J den Initialen FV eingeführt. Das hier gegebene ■jVr ^ Zoiclion mit der Jahrzali] fand sich auf einem kleinen " 17 KSi Bildo, welches in einor Landschaft vor einer Felsen* * ^ wand drei Kühe darstollto. 1148. Dieses Zoiohen stellt auf einem gut radirton Blatte mit zwei in Bliithe stehenden Mohnstauden, welche von ~F 1.6'\% G raJ 3orn lul( l BÜnteni unigobon sind. Links vom v 2 " ~r. — " Monogramme liest man, dass die Zeichnung 1832 nach * dor Natur gefertigt wurde. H. i» Z. i) L., Br. 7 Z. 8 L, Das Zeichen deutet vielleicht auf P. W. Volker jun. iuBorlin. 1149. Urban Felgenhauer, aucli Felgenhewer genannt, Stempol- schueider, zeichnete Gepräge mit diesem Monogramm. Kr war 1681, 1(135 und 1649 in Bonn tbätig. 1652—1654 in Waldoek'sehen Diensten und 1(155—1657 in Höxter. v: W.R Y-I V.l. V.T. H. 1150. Dominicus Vitus, Kupferstocher von VallombrOM, gegen Ende des 16. Jahrb., über welchen wir bereits in YT^Pf ciyf ''ineni früheren Bande Nachrieht gegeben, hat sich v J i -^ /J oö. dieses Zeichens auf einer hl. Familie, nach Bagua- eavallo bedient. Maria sitzt mit dem Kinde auf einer Kuhebank; letzteres langt jiaeh einem Vogel, welchor nach dem rechts neben ihm stellenden Johannes pickt. Links im Grunde ist ein Vorhang '"id rechts sieht man in einen (laden, in welchem Joseph arbeitel, Unten am Sessel ist das Monogramm. Links steht: Bagnacaual inuent, 1,11,1 im Bande eine lateinische Inschrift. II. 5 Z. 7 L., Br. 4 Z. 9 L. 1151. Unbekannter Zeichner, welcher, wie Christ p. 372 angiebt, -v r-T-j mit Tusche ausgeführte Oopien nach A. Dürer in dieser X/V Weise bezeichnete. (Skf "ono*T«minlit«n, lid. v. 15 22G VF. Nr. 1152 — 1159. 1152. Unbekannter Formsehneider, welcher für eine im Jahre 1635 bei Samuol Glone in Strassburg orschionono Bibel arbeitoto. Die mit diesen Buchstaben bezeichneten VF Schnitte sind_2 Z. 6 L. hoch und 1 Z. 8 L. broit. 1153. Marko der Porzellan-Fabrik zu Vineuf bei Turin. VT 1154. Unbekannte Marke auf Fayencon, welche in Moustiers gefortigt .sind. n 1155. Domenico Zenoi oder Zenoni, oin Goldschmiod und Kupfer- Y u stocher, wolcher nach Zani um 1560—1574 in Vonodig v • ^ • arbeitete Man kennt von ihm oinige mit D Z bozeichnoto Blätter, von welchon unter don gonannten Buchstaben beroits dio Rodo war. Aber auch mit dorn Zeichen V. F. d. h. Venetus Focit kommt von ihm ein Stich vor. Letzterer ist nach Eafaol's Carton mit dor Heilung des Lahmon goarbeitot. I. Druck an der Säule: Baphael inventor, und unter dor rechten Hand des Lahmon ganz kloin V. F. II. Abdruck: Jacöbm Laurun exe. H. 9 Z. 8 L.,,Br. 14 Z. 7 L. 1156. Vincenzo Franoeschini, Malor und Kupferstecher, wolchor Y Tfi 1680 zu Rom goboren wurde und lango Zoit in Florenz thätig war. Kr bezoiehnoto soino Sticho häufig mit don Initialon; ebenso gobrauchto er zur Bezeichnung seiner Blätter die Nainonskürzungen: V. Fran. und Vinconzo Fr. 1157. Joseph Varin, Zoichnor und Kupforstocher, geb. zu Y ff Ohälons 1740, gost. zu Paris 1800, arboiteto viol für Bueh- hiindlor und stach auch mehrere grosso blätter mit architektonischen Ansichten und Städteprospccton. Aussordem hintorliess er eine Folge von Blättorn mit Bottlorn und Oarricaturon, dann eine solcho mit Charaktorköpfen. Einige dioser Kiipfo, ebonso oin Blatt nach La Touoho, dio Biisto oinos Mannes in einer Mütze, sind in dieser Woise siguirt. 1158. Nach Hellor, Monogr.-Lox. p. :14(>, soll oin unbekannter pr jji Maler, wolchor in der Woiso A. Watorloo's arboiteto, sich • diesos Zoichons bodiont haben. 1159. Jean Valet oder Vallet und Jeröme Valet odor Vallet, y p zwei französische Kupferstochor, von denen der orstore Anfang des 17. Jahrb., der andore um Anfang dos 18. Jahrh. thätig geweaon soin soll, bodionten sich diosor Signatur. Lotztoro findet sich, den beiden gonannton Künstlern zugeschrieben, u. A. auf don Kupfern folgendor zwei Werko: Iconographia cioe Disogni d'Imagini di famosissimi Monarchi, Kogi, Filosofi, Pooti od Oratori doli' Anticjuitä, cauati da Giov. Angolo (Janini, 1669; Fol. Colunma Theodotiana quam vulgo historiatam vocant ab Arcadlo VF. Nr. 1160—1162. 227 Imperators Constantinopob ereota in honorem Imp. Thoodosü jun. a Gentile Bellino deUneata nunc primum aere sculpta et in XVIII tabulaa distrftuta, Paria 1702. Gr. era. Pol. 1160. Giovanni Luigi Valesio, Malor und Kupferstecher von y V Bologna, ist bereits eingeführt. Nach Malpe soll er Holz- _* schnitte für eine L628 zu Padua gedruckte Ausgabe von Tasso's befreitem Jerusalem mit diesen Buchstaben, welche dann mit Valesio fecit zu deuten waren, signirt haben. Doch scheint sich das /eichen auf diesen Holzschnitten ausschliesslich auf die Veronioa Fontana zu beziehen, von welcher wir unten handeln. 1161. Veronica Fontana, Zeichnerin und Formschneiderin, geb. 1596 y jfi zu Bologna, Tochter des Architekten Domenico Maria Fontana. Sie erlernte die Anfangsgründe der Kunst boi ihrem Vater, später bildete sie sich boi J. Sirani weiter, mit dessen Tochter Elisabeth sie eng bofreundot war. Zu ihren frühesten Arboiton dürfton zwei Vignetten in W. Scamozzi's Idea dcllti ArchitcUura, Venetia 1615, gehören. .Auf dorn Titel des '• und 8. Buches stellt eine mit V, F. bezeichnete Vignotto eine Gemse &uf einem Felsen, von drei Hunden angeheilt, dar. Das Oval ist mit SWe] weiblichen Figuren, welche Messinstriimento halten, und mit zwei Genien vorziert. H 4 Z. (i L., Br. 3 Z. 6 L. Ueber den Dodicationon dor genannten liüchor ist oino cbonfalls mit obigen Buchstaben bezeichnete Eierleiste, wo im Ovale Jupiter auf dem Adler dargostollt ist. Links sitzt Mars hei zwei Gefangenen, rechts Minerva nebon dem Genius der Wissenschaften. H. 1 Z. 9 L„ Br. 6 Z. 9 L. Der Schnitt dieser Vignetten 'st sehr rein und zart und dasselbe sagt Maine von don Blättern der Montana, welche demnach dio Arbeit in ihrem 19. Jahre unternommen hätte. Auch die Holzschnitte in Ta.sso's Ocrunalemme liberata, Padua 1628, 4. welche Malpe dem Francesco Valosio zuschreibt, schoinen der Fontana anzugehören. _ Von ihr sind femer die Holzschnitte im Museo Cospiano, Bologna Kil)7, Fol., sowio das Bildniss dos Grossherzogs Ferdinand III. Auf uiosom Blatte stobt: Voronica Fontana, sculp. omnia. Malpe spricht von kleinen und zarton Bildnisson, dio Brulliot nicht auffinden konnte. Doch erwähnt Lotztoror das Bildniss dos iiorontinischon Dichters Giov. Bat. Andreini, welches dessen Oomüdic: Lo Schiavetto, Vcnczia L638, 8. beigegeben ist. Der Dichter ist in oinem verzierten p i ^ ar 8l e 9tellt, mit dem Fodorhut untor dem rechten Armo und oinor ralme in dor Linken. Das Bildniss ist ebenfalls sohr zart hohandelt. Noch kennt man von ihr den Stammbaum dor Caracci, nach Agostino, wie einige kleine Darstellungen der Maria in einem 1661 zu Venedig gedruckten Bucho über don Dienst dor hl. Jungfrau. 1162. Mathias Nicolaus Marie Dnvivier oder Vivier, Modailleur, y # p geb. 1788 zu Paris. Gabot nennt ihn im Dictionnairo des N ' arl.istcs du 11)'"" Siecio: Vivior, obno den Beisatz Du, wolchor ■Naino auch mit dem hier gogebenon Zeichen stimmon würdo. Letztores sieht auf einer zum Godäcbtniss der Geburt des Horzogs von Bordeaux (Grafen von Chambord) geprägton Medaillo. Dio Buchstaben V F auf Italienischen Münzon sind nicht immer »ls Künstlerzeiohen zu nehmen, sondern sie beliehen sich zuweilen auf ton Iiorontinischon Geschichtsschreiber Benedetto Varchi, gest. 1566. A ul .soiuo Veranlassung sind von mehreren Künstlern Denkmünzon 15* 288 VP Nr. 1188 — 1168. gofortigt wordon, woloho dieso Bezeichnung tragen. Dahin gehören wahrscheinlich folgende zwei Medaillon : Gogosscno Modaille auf Fr. Sfortia, Vicocomes MLI Dux HI. Brust - MM, Itov. Brustbild seiner Gemahlin Maria Galeazzo, unter MCCCQL Villi. auf den Soiton V P. Medaille auf Arnolf Tliodaldi, einen Horentinisohen Edelmann. Kev. Naektor Mann, welcher einen Pfeil nach einer Säulo schiesst, Im Abschnitt: MCCXXV Varchi. Die Jahrzahl ist falsch, da, Varchi um zweihundert Jahro später geboren wurde. Auf den von 10(10 — 1700 thätigon Mailänder Modaillour Johannes Virmara oder Vismara, wie ihn Zani nennt, scheinen sieh diu Buchstaben auf einem Medaillon zu beziehen , welches das Jiildniss des Rcchtsgolohrten Gio. Maria ßidollo zeigt. Obon der Namo desselben, unten VF. Rov. zwei weibliche Figuren, welche sich die Händo reichen. Consociatae. Abgebildet im Museum Mazzuehellianum. 1163. Franz de Paula Ferg, See-, Landschaft«- und Gearemaler, TTT7IT1 8? 0, "'^''' z " ^' on ' « l) - st - z " London 1740, Schüler soinos \ 1^ _T . Vaters Pancraz und dos Joseph Üriont. Von dem Monogramme des Künstlers ist bereits Band II., 2080 f. f., die Rode gewesen. Mit obigen Buchstaben soll er, nach G. v. Dillis: Ver- zeichniss der Gemälde in der k. bayor. Galerie zu Schleisslieim vom Jahre 1830, ein Bild mit einer Soeküste bezeichnet haben. 1164. Frangois do Hülst, Landschaftsmaler' von Haarlem. Nach van dor Willigen: Los artistes de llarlem otc, ly\_ST. 1 6^4-4- le ^ or W&l iu die liukasgilde seiner Vaterstadt getreten, ron 1685—1640 war or Sekretär und später häufig Vorstandsmitglied derselben. Kr starb zu Haarlom am 29. Decombor 1661. Dio hier mitgotheilte Bezeichnung ist einem Bilde der Galerie zu Gotha, ontnommun, einer Strandlandschaft mit einem sich einschiffenden Soldatenzage. Beine gewöhnliche Bezeichnung ist: F. n. Huht, ohno Datum. Nach W.Bodo, Zeitsohr. f, bild. Kunst VII. p. 172, gehen, dio Gemälde des Fr. de Hülst in der Rogel unter anderen Namen, oder man vorwechsolt ihn mit einem Weit jüngeren Maler P. v. Hülst, mit welchem or nicht die geringste Aohnüchkeit hat. 1165. Juan de Valdes Leal, oder wio or sich auch selbst schreibt _ T _ de Baldes, Historienmaler, geb. 1030 in Cordoba, war .ein V"A Schüler von A. del Castülo und starb 1691 zu Sevilla, dein Schauplätze seiner künstlerischen Thiitigkeit. (!. Bermiidez. welcher in seinem Dicclonarlo bist. V. 107 ausführlich über den Künstler handelt, legt ihm drei eigenhändige lladirungen bei, über welche man das Künstler-Lexikon vergleichen wolle. Auch haben Andere viel nach seinen Bildern und Zeichnungen gestochen. Fondi stach ein Bild des h. Bruno im Umriss, nach dem Gemälde in der Sammlung des Baron Spoek v. Sternburg bei Leipzig. Auf dem Bilde steht das hior wiedergegebene Monogramm. 1166. Unbekannter Formschneider, welcher wahrscheinlich Anfang dos 10. Jahrhunderts in Deutschland thätig gewoson ist. "\£ -, ^ J Das Zeichen steht auf einem Blatto mit einem knioendon Eingel. Derselbe, nach links gewendet, hält mit beiden Händen einen Leuchter, Unten links auf einem Stein das Monogramm. II. 9 Z. 11 L., Br. 0 Z. 9 L. ^H< V(.i. Nr. 1167 1170. 239 1167. Vincenzo Francoschini, als Main- und hauptsächlich Kupfer- Y Fruit Stecher Im 18. Jahrhundert zu Florenz thätig, l>o- y 7 ( i ■ . zeichnete mit diesen Namonskürziingeii Blätter in • tj anln «Cm, 2'h. DempsUri a Muscsk Scott de Etruria ret/ali v • ±ran. seid. libris, 1713. 1168. Vincenzo Franceschini, Kupferstecher, ist bereits oben eingeführt. Das zweite der gegebenen Namens- V..F.S. zeichen iindot man auf dem Bildnisse des Michel T Angolo in A. Condtvi's Biographie dossolhon. Dio V.F. Scu.i^\-^ orston Initialen findet man auf Vignetten in demselben Buche 1169. Jacques van Gingelen, Genre-, Landschaft«- und Seemaler, • geb. zu Antwerpen 1810, hat bereits unter den Initialen J. V. G. eine Stelle in unserem "Werte gefunden, woselhst auch einige seiner Kadiruugen aufgezählt sind. Das hier gegebene Monogramm kommt auf Gemälden vor. 1170. Johan Josofszon van Goyen, See? und Landschaftsmaler, bezeichnete seino zahlreichen Bilder und Hand- yTj \ /7~~ Zeichnungen, Wenn er nicht den Name» ans- ]f Ü r sohrieb, in der hier mitgetheilten Weise. Dor im vorigen Jahrhundert gering geachtete, in unserer Zeit aber wieder sehr geschätzte Meister ^^ S~\ ist zu Loydon l. r )'.)(i geboren worden. Er lernte A A bei Sohilperoord, heim Bürgermeister [saas W l T Nikolai van Swanenhurgh, bei de Man, bei Klok, ^*^ ondlich hei Willem Gorritson to Hoorn. Ungefähr neunzehn Jahro alt, untornahm er eine Reise nach Frankreichi zurückgekehrt, gab ihn sein \/7~ Vater nach Haarlein zu ESsajas van de Veldo in ' ^0 YEN die Lehre. Nach einem Jahre kam er als vollendeter Moistor in seino Vaterstadt zurück llml verheirathete sioh 1618 daselbst. Schnell gelangte er au Wohlstand jjjra Ansidien. Im Jahre 1640 gehörte er zum Vorstand der Londoner Maiergüde, Ausser van ihck malte auch B, van der Holst sein Porträt; nach einem anderen Hildniss machte Carl de Moor seino schöne Uadirung. . j""' Tochter van Qoyen's verheirathete sich mit Jan Stoon. Nach '"iihrakcn ist der Meister im April 1666 im Haag gestorben Eine «effliohe Charakteristik van Qoyen's und seiner Eunetweiae lieferte l,r - L. Vosmaer in dor „Zeitschr. f. bild. Kunst", Hand IX. . Van Goyen hat auch radirt. Eino Folge von fünf Blättern, Dorf- an sichten und Marinen enthaltend und mit „Jan van Goyo" bezeichnet, "'"'») ihm angeschrieben. Miste Drucke mit dor Adresse Huyk Allaord, '■ w . Band V. p. 257 ff. und Hand VII. <^ w»^^ ^^ Y~S x-^w \ ''■'"' ' ' °l |onso Naumann's >/^f^ A/ C^t Archiv f. d. zoiohn. Künste, ' :":............... VG. No. 1175. 231 Graf zwischen 1485 und 1400 in Solothum geboren. Dio orsto Jahrzahl, welohe auf soinon Arboiton vorkommt, Ist 150;{. Im Jahre 1507 stand er in Zürich lioi oinom Goldschmied, Leonhard Tüblin, In Arboit. Von • 501) an datirt oino Anzahl seiner Arboiton in Basler Druckwerken und ea wird dahor angenommen, dass or um dioso Zeit sieh in Basol niedergelassen habe. 1511 verehelichte or sich und erwarb das Bürgerrecht daseibat. Das Landsknechtetreiben soiner Zoit, welches Graf so lobendig darzustellen vorsteht, scheint or nach oigonon Erfahrungen und Anschauungen zu schildern. Sein Name findot sich auf dor Liste der Basier, wolcho 1515 mit dorn schweizerischen Heore in der Lombardei gegen Franz I. von Frankreich zu Foldo zogen, ebenso ist ein urkundlicher Belog vorhanden, dass er 1522 mit Gofängniss bestraft wurde, weil or nobst andoron Gesellen „über meiner Herren Vorbott" in don Krieg gezogen war. Grafs Sitten waren nicht dio boston und nicht selten (indet man in den Gorichtsprotocollon jener Zoit soinon Namon J» unsaübore Stroicho und Handel verwickelt. Koino Jahrzahl auf soinon Zeichnungen überschreitet das Jahr 1521), au welchen Umstand man die Vermuthung knüpft, dass or um dioso Zeit gostorbou sei. Ausser den bereits an fruhoror Stulle mitgotheilten, zum Monogramme verschlungenen Buchstaben V G, bediente sich Graf noch dor obigen getrennten Initialen als Zeichen. Letstere stohon auf Sand- Zeichnungen, Kupferstichen, wie auf den Holzschnitten einor Passtons- hdgo. Bei dor ungleichen, thoilweiso noch sehr ungoschickten Ausführung dieser Holzschnitte hat man schon im vorigen Jahrhundort 'lie Frage aufgeworfen, ob hinter den darauf befindlichen Initialen nicht «n anderer Künstor als Urs Graf zu suchen sei. Christ, nach ihm Pavillon, Fucsslin, d'Annuuo erklären dio Schnitte für Arboiton eines Urs Gamporlin oder Gemborlin oder van Goar, Brulliot II. 2058 nennt, auf Hazard's Autorität hin, don Vincent Geldersmann von Mocheln, der Winkler'sche Katalog logt sie demV. Glockenton zu und noch Passavant, ' ■ Gr. II, X31) und III. 424 sucht unter den getrennten Initialon oinen alteren Künstler. Dennoch gehören auch dioso Blätter dem Urs Graf a n, wio von Dr. His ausführlich nachgewiesen wordon ist. Das Buch, wolchos die 25 Holzschnitte diosor Passion enthält, fuhrt don Titel: Der Text des passions oder lydenx Christi auss den vier evangelisten zusammen yn eyn synn bracht mitt schönen Figuren. Strassbnrg. Knobloch 1M6. 1. Dio Juden wollen Josum steinigen, weil er sich für den Messias ausgiobt. Bozoichnot mit V. G. *. Die Erwockung dos Lazarus. Mit undoutlichor Bezeichnung. 3. Dio Hohenpriester und Pharisäer rathsohlagen, wio sio Josum tödten wollon. Mit V. G. 4. Maria Magdalona salbt dem Heilande im Hause Simons dio Füsso. Ohne Zeichen. 0. Christi Einzug in Jerusalem. Mit V. G. 6. Dio Vorlluchung des Feigenbaums. Mit V. G. L Christus, von don Judon im Tompol über seino Porson zur Redo gostollt. Mit V. G. 8. Judas unterhandelt mit den Hohenpriestern und Aoltoston. Mit V. G. '••. Das Abendmahl und dio Fusswaschung. Ohne Zeichen. H>. Christus am Oelborge betend und seino Gofangonnehmung. Mit V. G. 11- Christus vor dem Hohenpriester Hannas, und die Verläugnung •les Petrus. Mit V. G. 232 VG. Nu. 117:). 12. Christus vor Caiphas. Mit V. G. IS. De* reuige Judas will den Hohenpriestern das Geld zurückgeben, Mit V. 8. 14. Christus vor Pilatus. Mit V. GH 15. Christus vor Herode«, Mit V. G. II). Pilatus fragt die Juden, ob er ihnen Christus odor Barnabas breigeben sollo. Im Hintergründe die Goisselung und die Dorneu- krünung. Mit V. G. 17. Eceo homo. Mit V. G. 18. Pilati Handwaschung. Mit V. G. 19. Christi Krouztragung. Mit V. G. 20. Christus am Kreuze, zwischon den Schachern. Mit V. G. 21. Christus wird mit oinom Essigsehwamni getränkt. Mit V. G. 22. Dor Tod Christi wird durch einen Lanzenstich in seine Brust be- stätigt. Den Schachern worden dio Beino zerschlagon. Mit V. G. 23. Bio Abnahme vorn Kreuz. Mit V. G. 21. Dio heil. Frauen am Grabe Mit V. G. Die darauf folgondo Auferstehung ist der Patriot) WO .1. Waghtlin entnommen. 25. Schlussblatt. Christus als Schmcrzonsmann, von den Marterwerkzeugen umgeben. Mit V. G. Dio Höbe dor Holzscbnitto ist 0,215 bis 0,222. Dio Broito circa 0,156, Kino zweito deutsche Ausgabe des Buche« erschien nach Heller 1507, ebenso ist von 1509 eine Ausgabo vorhanden. Dio ersten lateinischen Ausgabun orschienon 1507 und 1508. Auch ein Parisor Nachdruck soll vorhanden soin. Einzelne Holzschnitte dor Folge wurden aueli anderen Workon boigegobon. So sind sechs Bliittor zu einem „Loben Jesu Christi, gezogen aus den vier Evangelisten", benutzt worden, welches 1508 ebenfalls boi Knobloch in Strassburg erschien, Forner kommt in Goilor von Kaisersporgs „Pator noster", Strassburg, Matthias Hiipfuff 1515, das Blatt Nr. 11 vor. Ebonso findet sich die Darstellung mit dorn Vorrath dos Judas, Nr. 8, in Goilors „Passion in Form oinos Gorichts- handels u. s. w.", Srassburg, Johann Grüninger 1609, Noch stehen dio oben mitgothoilten initialen auf folgenden Kupforstichon: Dio Taufo Christi. Oben orschoint Gott Vator in dor Glorie, deren Strahlen auf don Heiland herabreichon. Johannos knioet rechts an Ufer des Jordans, gegenüber steht oin Engel Gegenseitige Copio nach Schongauor. In dor Mitto unton dio Initialen. H. 0,210, Br. 0,141. Christus am Krouzo. Links stohon Johannes, Maria und oino andere der heiligen Frauen; rechts Joseph von Ariinathia, dor fromme Hauptmann und ein Krieger mit Schild und Speer. In der Mitte unton dal Zeichen, H. 0,149, Br. 0,097. Eine dor thörichten Jungfrauen, Brustbild en face. Copio nach Schongauor. Mit don Initialon. H, 0,152, Br. 0,097. Nach Nagln- soll os davon nouoro Abdrücko goben. Christophorus, mit dorn Christuskindo auf den Schultern, nach links durch das Wasser schreitond. In diosom orblickt man ein Moonvoibehen, oinen Schwan und zwoi Fische. Dor Eremit links am Ufer. Mit don Initialon. H. 0,114, Br. 0,092. Zur Ergänzung respeotlve Richtigstellung dos an früherer Stelle über den Moistor, seine Blättor und Zeichen Gosagten soi auf das beschreibende Vorzoichniss seines Werkos hingewiesen, wolches Dr. His in den Jahrb. f. Kunstwissenschaft Band VI. giebt. Das Vorzoichniss VG. No. 1176 — 1181. 988 dürfte noch nicht als abgeschlossen zu betrachten soin. B. Wosscly wägt demselben einen Holzschnitt nach. Letzterer ist in einem Missale enthalten, welche« der Bischof Hioronymus Scultetus von Brandenburg 1>>16 in Leipzig druckon lioss und das 1618 zu Basel in einer zweiton verbesserten Auflago orschion. Das Blatt misst in der Umrisslinie 0(275 boi 0,180 Broito und stellt das Wappen dos gonannten Bischofs ™t den beiden Stiftspatronon Petrus und Paulus als Schildhaltorn dar. s - Kunst-Chronik, lö77, p. 24. 1176. Zeichen des Buchdruckers Valentin Geyssler in Nürnberg. Man findet os auf oinor in Holz geschnittenen Titel- v,. yvj oinfassung in architektonischer Form. Oben im Halb- VI iG ,{re i so hat dor auferstandene Heiland Tod und Teufel .. _| L. . zu soinen Füssen , links und rechts sind dio Figuren ^L \f dor Apostol Petrus und Paulus und unten sieht mau dio oberne Schlange, Abrahams Opfer und Christus am Kreuze. Diese schöne Titeleinfassung dient zu einer Ausgabe der Passion l*jL Solis - Godruekt zu Nürnberg durch Valentin Geyssler 1688 und 10 °». Von diesor Passion könnt Bartsch IX. p. 319 nur 18 Blätter. Unbekannter Kupferstecher, welcher in dor ersten Hälfte des 16. Jahrhundertl in Deutschland thiitig war. Derselbe ist boreits B. III. No. 418 unter seinom Monogramm eingeführt, Soinen an jenor Stello genannten Blattern haben wir hier noch drei anzureihen, welche dio obigen Zeichen tragen, Kind mit dem Dudelsaok von Ornament umgeben. _ Der Triumph dos Bacchus, ein i| ! 0Sl!U beiden von Bartsch beschriebenen Blättern fligt Brultiot hooh ™ Orittes Blatt von domselbon Meister boi. Dasselbe trügt das Zeichen 1 der Jahreszahl 1584, B« ist eineVignette, welche einen Harnisch »0 »Wei Genien mit Blattwerk onthält. Der Grund ist ornamentirt. ir - 3 Z. 11 L., H. 1 Z. 1 L. H78. Unbekannter Büchsenschmied. Nachv. Lober's Beschreibung V. fl dos Wionor kais. Zeughauses v. 1846 sind ein Paar doppolte '..... ' Faustbüoheen mit Badsohlössern und gehauenen Läufen in diosor Woiso bezeichnet. 1179. Dieser Buchstaben bedienten sieh zur Signatur auf Münzen: V (i Voügangus Guglinger, Vorsteher der Münze in Krem- * u - nitz, 1542—1515. y rt Von Gartenberg, Münzdirektor in Krakau, 17115—177L'. '*■ welchem auch das obige zwoito Zeichen angehört, 1180. Zeiohon eines unbekannten Stempeischneiders und Ver- V. G. for %ers von Buchbindcrlileten. Dasselbe ist dem Umbände eines Jenaor Druckos von 1564 entnommen. 1181. Jon. Lor. Jul. von Gerstenbergk, Kupferstecher und Architekt, starb zu Jena 1813. Dio Zeichen kommen auf Blättern in J. G. Lonz Thicrgoschichle, Jena 1783, vor. "■?• *& 234 VG. No. 1182 —11 Sit. 1182. Gräfin von Werthern, geborene von Globig, welche obonso wie ihr Vator, G. v. Globig, zu ihrem Vorgnügen r jaf I radirto. Kinos ihror Blätter, oin Prospeet mit V.U,.uef. «i Sc. s cn i osa iU1 f oinom Berge, ist bezeichnet mit: v. G. dol. ot so. Woimar 1798. 1183. Nach Holler's Monogr.-Lox. p. 347 soll oin unbekannter italienischer Künstler, wolchor um 1700 nach Gennari V. G. i . radirto, sich diosos Zeichons bodiont habon. Hollor moint, dass dio Buchstaben vielleicht auch V C P, wio boroits oben erwähnt, golesen worden kiinuton. 1184. Unbekannter Maler. Das Zeichen steht auf einem sorg- _^ ^_ fältig durchgeführten weiblichen Bildniss im Amalion- 1185. Von Börner wird oin gut radirtea Blatt mit beistohondor Signatur beschrieben, wolches ein liogondes nacktes Kind V. G • l vorstellt. Ein Weib in haibor Figur logt dio Hand auf «Ins Raupt des Kindes und beleuchtet dasselbe mit einer Lampe, Rechts nnten das Zeichen. H. 2 Z. 5 L., Br. 3 Z. 8 L. Es scheint sicli in der Darstellung um Amor und Psyche zu handeln und das Blatt ist wohl dassolbo, wolchos wir bereits unter V. C. J. aufgeführt haben. 1186. Unbekannter Zeichner und Kupferstecher, welcher wahrscheinlich in Lyon lebte. Seine Namonsinitialen stohon 1/ (^ ' /■ llu f oinom Blatte, welches das Wappen dos Cardinais r'iS'J'J' Lud. Grispin von Borgia vorstollt. Man findet os in folgendem Worke: „.Toannis Pnsebii Niorombergii BierO- melissa Bibliotheca. Lugduui 1661." Pol. 1187. Georg Vincenz Kininger, Zoichner, Kupforstecher und Lithograph, gob. 1707 zu Rogensburg, bildoto sich in r ~iy/Z/y^ Wien und starb als Professor der Schabkunst an der ö ~(/L' dortigen Akademie. Arboiton von ihm finden sich im O Künstlerloxikon vorzoiehnet. 1188. Claude Vignon, Maler und Radirer von Tours, gest. zu Paris um 1070. Dio meisten seindr zahlreichen, sehr handwevksmässig behandeltenGemälde sind untergegangen; doch sind vorschiodone Compositionon uns durch Stiche üborliofert wordon. Im Lexikon ist eine Auswahl dor bossoron Sticho nach seinen Werken beschriobon; auch worden dort seine eigenhändigen Kadirungon, nach Robort-Dumosnil, mit zwei von letzterem Schriftstellor nicht erwähnten Blättorn aufgeführt, Das hier mitgothoilto Zoichon des Künstlers, wolches wahrscheinlich oinom soinor Bilder entnommen ist, gibt Lejoune in soinom Guide do l'amateur de tabloaux. Zwei andere Zeichen Vignon's habon wir im II. Bande unsoros Werkes gebracht. 1189. Hugo da Carpi, dor borühmto italienische Formschnoider in Belldunkel, ist bereits Band III. No. 1042 ausführlich be- V Lr 0. handolt. Er bozeichnoto verschiedene soinor Arboiten mit cV/a VH. No. 1100 — 1195. 235 Hugo odor Ugo, Vgn geschnoben. Letzteres Zeichen kommt auf folgenden Blattern vor: 8t, Hieronymua in der Wüste, angeblich nach Tizian, Bartsch X[ l 4. No. 31. I>as Opfer Abrahams nach Tizian. Beseggio (bei Boldrini) 1. Dies ö «tt hat Hugo gemeinschaftlich mit Dom. aalle Greohe gearbeitet. Die Verkündigung nach Tizian, Pass, l>'af. II. p. .".Sit. ., Die Pieta nach Bafael (und Marcanton resp. Agost, Veneto, Bartsch 37). Zaai irrt, dass es Camaleui von diesem Blatte giebt. v gl. Pass. P.-Gr. VI. 230. 1190. Antonio Ugolini, Maler und Kupferstecher von Bologna, y .. ühor dessen Lebensverhältnisse wenig be- r mmus luve: et tscul. kannt ist. Bin Blatt mit vier nackten ., . Genion, zwei nuhon einander über einem Wtass liegend und sieb küssend, zeigt in der Mitte des ünterrandes <»e hier mitgetheilte Bezeichnung. 1191. Johan Jozefszon van Goycn, der berühmte, obenerwähnte N ^ holländische Soo- und Landschaftsmaler, bezeichnete r (jq y zwei in dor Galerie der Eremitage zu St. Petersburg . . befindliche Bilder in dieser Weise. I>as eine Bild Hellt eine Wintcrlandsohaft, das andere eine Flussuforlaiidsehaft dar. Iil! " l( ' Bilder sind von 1646 datirt. •IIJ«. Diese Buchstaben auf italienischen Münzen bezeichnen die V % q tj, Münzstätte: Vercelli und Girolamo Torrato, Jfunzmeister daselbst von 1644—1648. 1"3. Unbekanntes Zeichen, welches sich auf zwei Holzschnitten in Joachim Meyer's Gründliche Beschreibung der freyen Kunst des Fechtens. Strasburg 1570. qu. 4 vorfindet. Die Holzschnitte stellen dar: . !■ Drei Paar Foehtor in einem Saale. Unten rechts das Zeichen. j lt ,,- Zwei Foehtor, wolcho sich in der Führung des Dolches üben, LS, "'""Udo siobt man rochts und links zwei Paare mit derselbon Walle am Pfen. Das Zeioh , n m|lon reohts »eide Blattei haben 7 Z. Broito und 4 Z. (i L, Hübe. "■ Auf solche Weiso bezeichnete oin unbekannter Sammler seine Blättor; man darf daher die Buchstabon nicht auf den Vorfortiger douton. # w». H95. Robert van den Hoecke, wie er sich auf einem Hilde dor -^ Wionor Gallorie schroibt, war Maler, Baumeistor und \ 1 Radirer, Er wurdo 1609 zu Antwerpon geboren und \ I ------ 1 bildete sieh untor soinom Vater Karl; sein Todesjahr \l ist unbekannt, Die Augsburger Sammlung besitzt von -™- -L .ihm oin Bild, welches einen Reiterpolten mit zwoi q , Trompetern am Ausgang eines Waldes darstellt,. Eine uonuanz sprengt davon. Links sitzen Markedontorinnon. Das Mono- fj, !Um 'i dos Künstlers sieht man am Hintorschonkel dos braunen «°n»peterpferd*i, 286 VH. Nu. 1196 - 1200. 1196. Unbekannter Radirer, wolchor untor dorn hior mitgetheilten Zeichen ein bekannte« Blatt dos Wonzol Hollar nach dei rechten Soito . eopirte. Der dargestellte Gegenstand ist ein von einem breiten, "XJ-T gestiokten Bande umschlungener Muß*. Wir finden diese Copie von Parthey nicht erwähnt. Das Zeichen ist vielleicht auch in dio Buchstaben V. J. H. zu zerlegen. w 1197. Jan van der Heiden, der berühmte Architektur- und Landschaftsmaler, ist bereits eingeführt. Ausser den untor den Buchstaben J. V. II. und V. I). H. mit- gothoilton Zeichen bediente er sich -r j- y . ;~\ /" noch eines aus V. H. bestellenden \r — ~J/, /J (yg/pl/ I MoBOgnunmeS. Letzteres steht ii. A. V y (y 7 / au f (jjnoni Bildo im Sttdel'eohen Ju- — S {_/ stitute zu Frankfurt a. M. Die zweite Signatar ist einem Bilde im Museum zu Amsterdam entnommen. Audi rHetcte, V und H zusammengezogen, schrieb or zuweilen seinen Namen, wie auf einem Bildo in der Eremitage zu st. Petersburg. 1198. Nach Iirulliot findet, sich dieses Zeichen auf einem kleinen Gemälde mit der Anbetung der hl. drei Könige In derGalerie "\ /f T zu Sohleissheim. Der genannte" Schriftsteller vermuthet den V-LJ- Jan van den iluoeke unter dem Zeichen, Im Miinnlieli'sclici! Katalog wird das Bild untor den Unbekannten aufgeführt.. Wir wissen nicht, welchem Meister es gegenwärtig zugeschrieben wird. [Jebrigens wäre es auch möglich, dass die beiden Veit Hammer, Täter und Sohn, welche im l(i. Jahrhundert in München thätig waren, sieh dieses odor eines ähnlichen Zeichons auf Gemälden bedient hatten. 1199. Unbekannter Kupferstecher, vielleicht Hendrick Vroom, Dieses Zeichen fand Biirner auf einem gut gestochenen Blatte, H-' dessen Gegenstand ihn auf II. Vroom brachte. Der Stich stellt \Z": oino stürmische Soo mit Schilfen dar. In der Mitte sieht mau ein grosses Fahrzeug, links in einer Entfernung ein zweites und zwei andere zur Rechten. Auf einer rechts schwimmenden Tonne ist das Monogramm angebracht. Links unten in der Vorstellung; Petru* KacrivtH Excudit. gl. <|u. Fol. Moniert Jolissen hat nach II. Vroom gestochen. Wir haben im N. A. Künstler-Lexikon ein Blatt mit einem Kriegsschiff von 1618 angezeigt, es ist aber mit dem genannten nicht zu vorvvechsoln. 1200. Valerins Holbein, ein nach seinen Lebensverhältnissen unbekannter Maler in der zwoiten Hälfte dos VK). Jahrhunderts, In der Sammlung des ll. I ------- 1 Kats zu Köln war ein Bildniss mit V. II. 1562 K \ I "^ bezeichnet; man deutete dio. Buchstaben, ob mit Rocht odor Unrocht mnss dahingestellt bleiben, auf den ObeO genannten Künstler, i.2-6%. VII. No. 1201 —1200. 887 Franz Xaver von Hol'stetten, Landschaftsmaler, geb. ikii zu München. SnitK! Bilder, dU mau his in die 50or o/ Jahre öfter auf dortigen Ausstellungen sah, behandeln meist. Motive ans dem bayerischen Hochlande. l«U(ä. Unbekannter Kupferstecher, welcher zwei Kopien nach \y- __ Hans Selbald Behau in dieser Weise bezeichnete. v Jrl Das eino Blatt, mit. einem Bauern und einer Bäuerin, I . ist die gegenseitige Kopie des licham'schen Stiellos No. 180 joi Bartsch. Die Buchstaben VII stoben rechts oben, links siebt man "lo vorkehrt geschriebene Jahrzahl 1667. JL. 1 Z. st L, Hr. 1 Z. 8 L. Das zweite Blatt, welches Bartsei) nicht n kennen scheint und das '»erst von Brulliot aufgeführt wird, enthält ein Ornament, von Laub- *"ilt, m denen Mitte sich eine Vase befindet. Uobor letztoror ist das Wichen angebracht, jedoch kleiner als auf dem ersten Blatte. Br 8 Z 7 w, H. ll L. 1ä03. Unbekannte Marke auf holländischen Fayencen aus dem ._. 17. Jahrhundert. In Fr. Jaennioke's „Grundnss der Keramik" \7~ T_T wird Jan Gerrits van der lloovo unter dorn Zeichen vor- J-J- mutbet. Ein anderes Zeichen des genannten Künstlers ... theilen wir unter VHG mit, (|. u . u , ,l sollen, als Marke, die Buchstaben V II mit der Ziffer 8 1 wi Fayencen aabekanoten deutsehen Ursprungs vorkommen. ^"4. Marke auf neueren Fayenoen von Palermo. Dio Gegen- \/ [__ I stände, welchen das Zeichen entnommen, haben Vergoldung ' und sind mit Darstellungen s la Watteau decorirt. ^ u «> Diese Namensinitialen, welche auf zwei Stichen vorkommen, "Vr TT sind augenscheinlich verkehrt gestellt und durften "^ .xi sieh auf den bereits eingeführten Nürnberger Ifaler . und Kupferstecher Heinrich Ulrich sen, beziehen. ,. ' as eine fein gestochene Blatt stellt das Wappen derOelhafen von bessert^ 8 ,l: "'' wi " '' s Kais, ' r Fri '' llrich ln im • Tahro 1489 aufge- Löwft "jatte. Im Schilde zeigt sich ein zweigeschwänzter aufgerichteter Löwn ""'• '' l '"' " ;l ''' n '" , ' 1 ' 1 ' Tat», Aul' dem Holme sieht man einen Schil«? ""'' ^'"'"«bom Gelasse. Hin ovaler Lorbeerkranz umgibt den obi, ,'""' °hen sitzen zwei naokte Kinder. Rechts und links stehen W» BiHdistahen. II. 4 Z. 2 L., Br. 9 Z, 10 L, in M , zw, ' ito Jilill < enthalt das ISildniss des Chirurgen Konrad Schurz H1|| ' Min 'Wg. An MDCyjx, Act, suao XXXI. Oval Im Vioreek mit ,l ( '"''"> Schmetterlingen, Büchern, musikalischen Instrumenten etc. in wei hu' H 5 7 '-> ,ir - ;! Vl - !l ''• |,;s *** (,i "" WJWwW* 8 Kopie, -no aber ein anderes Zeichen tragt. ^"6. Stempel auf Zeichnungen aus der Sammlung des englischen •y. Malen van Haaken. Derselbe war ein Gehilfe des Porträt- v . H, nialers Thomas Hudson, in dessen Bildnissen or die Draperie malte. Haaken hesa.ss eino schöne Sammlung von Kunst- ffegenständen 286 VH. No. 1207 1211. 1207. Vitus oder Veit Hammer, Maler, wolchcr 1577 zu München scuii Meisterstück liofcrtr and l(il(i daselbst gestorben ist, \f bediente sich, nach Brulliot, auf einigen kleinen Historienbildern dieser Bezeichnung. 1208. Unbekannter Formschneider, welcher um 1(150 thätig war. In der Sammlung van dei Kellen, welelie im Jahre 1858 in V. XI. Amsterdam zum Verkaufe kam. befanden lieh von diesem Meistor zwei Bliittor, von wolchen das eine oine Bauern- prügelei und das andere einen Dudelsackpfeifer darstellte. Die Blätter werden in dem Kataloge der genannten Sammlung als sohr solten bezeichnet. 1209. Mit diesen Buchstaben zeichneten: David Gerhard von Hachten, Steuipolschneider in Ham- V. II. borg, 1704 —172(>. Dorsolbc signirte O.A. so den Stempol zu einem Frankfurter Roichsthalor als Roformations-Jubol- niihize, 1717. Peter Nicolaus von Haven, Münzmeister in Kopenhagen, 1747 bis 17G1. Derselbe signirto auch: P. N. V. H. Van Hoven, Münzmeister in Fulda, 1765 —1796. Vergl.: Histoire Qumismatique de la revolutioii l'r;nn;;iise p. M. H. (Henin) p. 547. 1210. Johann van Huchtenbnrgh oder Hugtenburch, Schlachtenmaler und Radircr, geb. zu Haarlem 1(140, gest. VTiö.,/. , ~V.1B f. 1733 zu Amsterdam. Er zoiehnoto mit HB, I H B und IV. H B, untor wolchon Buchstaben bereite von ihm und seinen Arbeiten die Rode war. Ebenso bodionto er sich noch des obigen Zeichons V. HB. und zwar auf folgondon Blättorn: Studien von blossirton Kriogspferden. Folge von 10 Blättorn. Im Bande unton in der Mitte: F V Moulon pinx et ex, cum priuil. Eegis, rechte: V. HB. S. Buhondo Soldaten unter Bäumen, rochts ein Wagon von allerhand Gepäckstücken umgeben. Im Bande unton rochts: A F V Moulon jn, et ex, cum priuilegio Eegis, unton links: V HB f. Eino Kavallerie-Attaquo. Im Bande unton links: AFV Moulon Jn et ex, cum priuilogio Regis und rechts: V HB f. Verschiedene Kricgsscenen. Folge von 4 Blättern. Im Bande rochts: AFV Moulon jn, et ex, cum privilogio Bogis und links: V. HB. F. Nur auf dem orston Blatto ist der Name dos Künstlors ausgeschrieben: I Van, huctin, burph xculp., auch trägt dasselbo die Adresso: (i. Scotin, ruo S. Jacques a rEitoilfe. C. P. ß. Verschiedono Landschaften. Folgo von (i Blättern. Jm Bande unten rechts: A. F. V. Meiden jn, et ex, cum privilogio Regis und links: V. HB f. Das erste Blatt trägt die Adresso G. Scotin's. 1211. Carl Wilhelm Freiherr von Heideck, genannt Hoidoggor, k. bayerischer General - Lleutenanl, gel), zu s, / ^'~\ // Saarloben 1788, gost. zu Münehon 1861, ist SS „jf-f, (~)./\. :l ' s Maler und Radirer bereits an vorschiedo- .....i Stellen unseres Werkes behandelt worden. / f-\ i/-* Wir verweisen auf jene Artikel und bomorken V/. fa Öl) • ,inl ' mich, dass er auf einigen Pferde- und [j Bvtiillenstuokes auch der hier gegebenen Zeichen sich bedient hat. w. VH. No. 1212-1219. 239 1212. Leopold von Hohenhausen, ein zu Mannheim lebonder Dilettant, radirto um das Jahr 1758 oinigo Landschaften, wolclio mit di('"'chon. Letzten zoigt links eine Gruppe von drei ' Uk costuinirton Frauen bei einem Monumente, gegenüber eweiMänner " « n «m andern Monumento. 12 18- Hans Veit Schnorr von Karolsfeld, Maler, Zeichner und ßadiror, geb. zu Schnoeborg im Erzgobirge -V-t/6 S. 17(i4, gost zu Leipzig 1841 als Director der ... . dortigon Kunstakademie. Er hinterlicss omo y K J\> ff r, grüS80 A|1/all i ,. ai ,ii r ter Blatter, von welchen * " einige in obiger Weise bezeichnet siud. Marke auf Br^engnUeen einer oeueren Fayencofabrik zu Palermo. V HL 1219. V/v/. 840 VJ. No. 1220 - 1226. 1220. Unbekannter Kupferstecher, wolchor um 1544 thätig war. Derselbe ist boroits Bd. IV. No. 530 von uns eingeführt, an ,• Ar welcher Stelle elf Blätter von ihm beschrieben sind. Letztere VhpJ sind meist mit don Buehtaben J. V. signirt. Es gibt jedoch, aach Bralliot, noch ein Blatt, auf wolchem das Zoiehon in obiger Form als V. J. erscheint. Dieses Blatt onthält in einem Oval eine Landschaft mit oinom in das Meer oinmündonden Fluss. Das Zeichen ist vorn rechts im Schatten eines Felsens, Br. 10 Z., H. 5 Z. 7 L. 1221. Johann Michael Voltz, Zeichner, Malor und Badirer, geb. zu Nördlingen 1784, entfaltete von 1805 an in Nürnberg im T Dionsto des Kunsthandols oine grosso Thätigkoit; 1812 nahm ~V 7~ er seinen Wohnsitz, wiodor in Nürdlingon, wo or 1858 ver- V storbon ist. Voltz war oin vielseitiges Talent und hat sich fast in allen Richtungen der Kunst vorsucht. Von Werth sind seine zahlreichen Zeitbilder aus der Epocho der Napoloon'scheu Herrschaft und dor Befreiungskriege. Man hat über 4000 Blätter von ihm. Vgl. K. Hagon: „Dor Malor Job. Michael Voltz von Nördlingon" (18G3). Voltz signirte mit don Initialen seines Namens, J. V, odor auch mit obigem Monogramme Lotz.teros steht auf Lithographien mit Bildnissen der Mitglieder des bayerisohon Herrscherhauses; ferner auf Kupferstichen von Nilson, welche bayorischos Militär vorstellen. Ebenso iahen wir das Monogramm auf Handzoichuungon, u. A. auf einer solchen, welche die Schlacht im 'l'eutoburgorwaldo vorführte 1222. Unbekannter Maler, welcher "in Polen thätig war. Das Zeichen fand sich auf zwei in der Art Watteau's behandelten Genrebildern, deren Figuren das polnische Cosfcüm trugen. 4> 1223. Unbekannter Maler, dessen Zeichen nebst dor Jahrzahl 1005 Naglcr anf oinom in Wasserfarben ausgeführten Qo- V. 1. mäldo sah. Lotztoros stellte einen Vorbrochor dar, weichet anf dem St. Marcusplatzo gewippt wird. 1224. Unbekannter Formschneider, welcher im IG. Jahrhundert in Deutschland thätig war. Brulliot fand sein Zeichen auf mittel- mässig ausgeführten Schnitten mit Gegenständen aus der Passion. K. 2 Z. 4 L., Br. 1 Z. 7 L. 1225. Unbekannter Formschneider, welcher um das Ende de« 17. Jahrhunderts in Frankreich thätig war. Das sehr kleine und violloicht auch mit V I, zu Lesende Zeichen steht auf einor Vignette dos Dedicationsblattes von L. Doucin: Histoire du Nentoria- nisme. Paris 1(599. 8°. Dio Vignotto enthält das französische Wappen, von Wappenmantel und kriegerischen Attributen umgeben, zu beiden Seiton Lorheerbftume. Das Zeichen findet sich auf dem Wappen-Postamente. 1226. Jan Veenhuysen, Kupferstecher, welohei um Mitte des 17. Jahrhunderts zu Amsterdam Insbesondere für Buch* händler thätig war. Bei C. Kramm linden sich verschiedene Arbeiten von ihm verzeichnet, Immerzeel schreibt don Namen irrig: Veenhuizon. Der Kiinstlor signirt« mit den Buch" staben J. V., welche auch in dor hior gegebenen vorkehrten Stellung vorkommen, Y.\5. ^3 \S VJ. No. 12*7 — 1232. 241 1227. Kin unbekannter Formschneider, welcher um das Jahr 1680 in Frankreich thütig gewesen, soll sich nach Heller, Mnnngranimenloxikon p. 348, dieses Zoichons bedient haben. Weiteres darüber haben wir nicht auffinden tonnen. 1228. Jan van der Buergen, Töpfer zu Dolft am Endo des 17. Jahrhunderts. Er scheint nur als Werkmeister in verschiedenen dortigen Fabriken thatig gewesen zu sein, indem seine hier initgethcilte Marke immer in Gemeinschaft mit dem Zeichen einer jener Fabriken auftritt. 1229. Kl,, unbekannter holländischer Töpfer bedionte sich diesor VI r—r Mx Marke. Man findet dieselbe auf, in lilau verziorten lOCP-^IX Oompotiors in Form von Früchten und auf Tellern mit chinosisehor Vertierung, 1lC3 Gegend. Rechts unten die Buchstabon K I V 1828. II. 3 Z. 8 L., Br. 2 Z. 10 L. 2 Le Corheau et U Renard. Die Fabel vom Fuchs, der durch List dorn Raten den gostohlonon Käso ablocht. Mit don verkohrton Buchstaben V I E und der .Tahrzahl 1830. H. 3Z 4L., Br. 2Z. OL. 3. Le Loup et le Chien. Der Wolf und dor fetto Kettenhund. Ebenso bozeichnot. II. 2 Z. 6 L., Br. 3 Z 4 L. 4. Les deux Muleis, Links liegt dor geschmückte todto Esel, rechts stobt dor bolastoto. Mit dem dritten Zeichen und in der Grosso des obigen Blattes. 5. La Oinisse, la Ch'evre, la Brms en .soeiete avee le Hon. Ebenso bezeichnet, aber olmo f. H. 3 Z. 2 L., Br. 5 Z. G L. 1236. Johann Ulrich Farenberg, Münzmoistor in Cassel, von 1681—97, bodionte sich auf Goprägen dieses Monogrammes. Auch zoiehnoto er zuweilen mit den Initialen. VIF 1237. Unbekannter niederländischer Maler. Das Zeichen stellt auf einem zart radirten Brustbild einet fast von vorn gesehenen Bauern, welcher den Dockolkrug auf dem linken Anno ruhen liisst und mit der Rechten an sieh drückt. H. 3 Z. 1 L„ Br. 4 Z. 4 L. 1238. Vincenzo Francesehini, ein bereits unter FV oingoführtor italienischer Maler und Kupferstocbor aus der Buten Vi. Fr. sc, Hälfte des 18. Jahrhunderte, eignirte in dieser Weite kleinere, für den Buchhandel gearbeitete Stiche. 1239. Jan van Halbeeck, Knpferstccbor, welchor ausser in soinom Vaterlando Holland auch längere Zeit in Baris und ^I 7 " TT f P ('openhagen thiitig war. In der von Joan le Olerc V . -TZ. Ofc^y-. veranstalteten Copio dos VVorkes von Martin do Vos mit Vorstellungen aus dorn Leben dor Anachoreton und Einsiedler soll man dieser Kürzung des Künstlernamens begognon. Ausführlicheres über das gonannte Work, wio übor Halboeck und seine Zoichon findot man an verschiedenen Stollon des zweiton Bandes, K V.T. No. 1240 - 1243. 243 1240. Jan van der Laen, Töpfer zu Delft, um 1(175. Seine Marke kommt auf zahlreichen, fchafls Blau in Blau, theils farbig verzierten Geschirren vor. Aus J. V. L. bestehend, wäre dio Marke bereits anter jenen Buchstaben zu geben gewesen; wir Klauben dieselbe hier am so eher nachtragen zu dürfen, als sie auch an dieser Stelle gesucht werden könnte. 1241. Vincenzo Dandini, Haler, rast, W5 fahre alt tu Florenz 1(175, Schüler soines Urndors Cesare, Vinr T)nr>rJ rnay spater des Cprtona. Man findet bei- «-'M . M/uiv. l . S01lders als Hiidnissmalor VirinQv.4.- im • • geschätzt. Kr war bis um '"OentlUS de 'laiVlXlO. das Jahr 1581 in Venodig y- thätig. Crowo und Caval- "izentius Ofitenus p. easollo vormuthon, dass er vv l,. aus Troviso stammt; 1495 : ,"' er a « Vicenzo von Treviso (oder Tarvixio) anter den Malergesollon ('l'dl . l - ' ''" s STOSsen ßathes aufgeführt. Auf einom Gomiildo in der nennt z "' '''"'" ;l> '"''' d*r Darbringnag dos Jesusknabea im Tempel, mit d.'' , si '' ll: Vi'icmitius de Tarvixio. Später zoiehneto dor Künstler nieii m . UB * men: Catena, was, wie die oben genannton Schriftsteller soll I ' '"■''"'' v '."''''''"' ''"' Goldgeschmeidearbeiten (Ketten) bezeichnen i'er'li' 1 '''"''"' "einer Testamente heisst er „Vicentius piclor a Calhena". Wein anui '' atl '" 11 kommt, wie wir liior zoigon, in verschiedener Schreib- Do« Vn '' '"'' "'''."''' erste Signatur steht auf einem Weihbilde im dritf fl*'* 8 * z " ^'''"'dig: von der zweiten war bereits (lio Eode; dio '.' Bndet sich auf einem männlichen Bildniss der Sammlung Ueau- " INI " zu Parfg, 1243, VINCENTIUS. CEEMEM d'iseii ! lcenzo Civerchio, der .lungere, gebürtig aus Cream, welohef hundert' W '°- sl,iit, ' !| ' '" ]!n ' sriil ' '" '''''' c ' vs(e " l[iil1 ' 1 '' ,|| ' H 1,J - • Talir - AltTi'V ' ' ^' rone 8- AJessandro zu Bresoia sieht man von ihm ein 1,1 ai ' ''''" Leichnam Christi /.wischen dem Apostel Paulus und dem denn''i' f Xl ""' 1 '' 'vorstellend, mit dem Monogramme des Künstlers, aus liiw'l 'ff' 11 ^' u ' IH!|n( ' HIW einem Zirkel gebildet, ausserdem mit obiger h„-„?. , llml der Jahreszahl 1501, Die Form des Monogrammos ist «eltsBaad H. No. 717 gegeben. Zwiaoh ;in< ''' r '' s Gemälde, zu Crema befindlich und den hl. Sebastian cr s '"'" dorn hl. Christoph und dem hl. Rochus darstellend, zeichnete > lehon dem Monogramm, noch mit: Vinciiütx (Xvertut Cremst» civis ™*t Donatm faciebat. 16* 244 V J. No. 1244 — 1249. 1244. Vincenzo Pranceschini, Maler und Kupferstecher, ist bereits r/--. . -c„ „,. ri',. , unter V. P. eingeführt. Noch bediente Vmcenzo Fr. sc. lircnzc. cr sich auf %«£ mdwn dor hio] . n)jt _ Vin. Fr an. scul. getheilten Signaturon. 1245. VIN.. || CI. V. S II BEL IE. S.S ||PI ..IT Vincenzo Foppa, Maler, gob. zu Poppa in der Provinz Mailand, arbeitete zu Mailand, Pavia und Broscia, wo or 1492 starb. Die beigegeben« Signatur, mit Vincen. civis Brixiensix zu lesen, stoht auf einem Tomperabihlo der Sammlung Lochia Carrara in Bergamo. Pas Bild, eine Kreuzigung, ist 14:')(> gemalt, das früheste Datum, welches sich auf den Arbeiten dos Künstlers findet. — Ks gab zu Mailand im 15. Jahrhundert, ausser unserem Vincenzo Poppa, noch einen Bildhauer Ambrogio Poppa, genannt Caradosso, und oinon Malor Bartolommco da Poppa, von welchem man jedoch koinc Arbeiten kennt. 1246. Vincenzo Patanazzi, der lotzto Spross einer bekannten Majolikamalor-Pamilio von Urbino. Seine Vinc'. Pate, da Urbino Arboiton werten als schwach bezeichnet; nach Passeri signirte er eine derselben: Vinc. Pate, da Urbino di eta d' anni tredici 1620. 1247. Zeichen der Schützengilde von Utrocht, welches auf den Schüttorsponningen vorkommt und mit: VIN. HON. URB. TRA. Vinum Honorarium Urbis Trajectctms zu deuten ist. 1248. Diese und ähnliche Abkürzungen findet man auf Blättern in V. Scamozzi's Idea della Architettwa. Ve- Vin S' Ar 0 netia 1615. Die Abbreviatur: Vinc. Scam 1 Manu propria ist auf dem Blatte des zweiten Bandes Vinc" Scann ! mit dem Titel: Inventioni per ornamenti Säle Salotti e S'anzi prinr.ipali. Dieses Blatt ist mit Vinc Sc Ar. oinor Sicherheit und Freiheit behandolt, die nur durch häufige Hebung in Führung der Nadel er- Vinc Scam' Arch reicht wird. Doch schoint die Annahme nicht zu _ i gewagt, wenn man das Blatt dorn Scamozzi seihst Vinc ocam beilegt, da er durch don Beisatz „Manu propria" Manu propria. dieses zu bestätigen schoint. Es ist auch wahrscheinlich nicht das einzigo Blatt des Meisters. 1249. Vicente Victoria, Maler, Radiror, auch Schriftsteller, gob. zu Valencia 1058, gost. 1712 zu Vin" Vict" Valen" In. ctfe. Born. Eom, wo er unter Carlo Maratti sich zum Künstler ausgebildet hatte. Seino meiston Bildor bofindon sich in Spanien. In boistohonder Weise ist folgondos, von ihm eigenhändig radirte Blatt signirt: Die büssonde Magdalena. Sio stützt don linken Arm auf den Todtenkopf, welcher halb von ihrom Gewände bedeckt ist. In der Porno Bäumo und Berge. II 6 '/,. 1 T,„ Br. 4 '/,. 2 L. VK. No. 1250 —125G. 245 1250. Ein unbokannter italienischer Radirer bozoichnoto in Vi™ "■■< t> t> diosor Weiso ein Blatt, welches einen »WC tSoatt"" Pic. Ex. Kampf zwischen zwei Roitern darstellt. Oben links sieht man das Wappen eines Cardinais. H. 21(5 mil., Br. 300 mil. 1«01. Dieso Buchstabon auf italionisclion Münzen beziehen sich vi., auf die Münzstätto Vercelli und den Münzmoistor Johann • »• 1. 1<. Peter Ferraris 1530 — 1542. 1*5(5. Vitale Bolognesi, wolchor in der erston Hälfto des VITatto ^ Jahrhunderts in Bologna malte, bezeichnete oino Ma- ^Ablb donuaniitdorlnschrift VITALIS ■ FEC1T • EOG • OPVS i 1345. Zwei andoro Bildor von ihm in dor Galerie zu Bo- »««Jü?" ini M,,8 oo Christiane dos Vatikan sind mit VIT ALIS • DE- VONONIA signirt. * I behandelt so ziemlich alle Darstellungsgebiete; von dor vor- thoilhaftoston Seito zeigt er sich in seinen Thierstüokon, die durch frischo Naturwahrheit und virtuoso Farbcnbohandlung anziehend wirkon. Ein derartiges Bild: ein Büffel, von einem Tiger überfallen, ist durch H. Browo für eino französische illustrirto Zeitschrift in Holz geschnitten worden, wolchom Blatte das ohigo Zeichen Vorlat's entnommen ist. 1262. Unbekannter, wahrscheinlich niederländischer Kupferstecher. Er bezeichnete mit diesem Monogramme sechs bar- j r Stellungen von Wappen in : Jurisprudentia Heroica sive de Jure M/ Belgarum etc. Brnxellii 1668, Fol, Es sind die Wappen dos Herzogs von Aremberg, der Barono de Sombref, de Uoosf und de Melshroock, wie der Chevaliers Le Boy und de Kierlunts. 1263. Dieses Monogramm bezieht sich auf Leonardo da Vinci, und findet sich auf Mattem, welohe nach seinen Zeich- "\T/~ -. nungen von Carlo Giovanni GerU gestochen worden sind. *^ oi/i. Letzterer doutete seinen Namen durch die Buchstaben C. G. G. an, wie bereits Band II, No. 89 bemerkt ist. Das Work, welches die Blätter enthält, botitolt sich: Disrgni di. Leonardo da Vinci, incisi e pubblieati da C. 0. Gerli, Milancse. Milano 1784, Gr. fol. VL. No. 1364—1370. 247 1264. Marken der im Jahro 1785 von Pauquez gegründeten Porzellan - Fabrik zu Valenciennes. 1787 ging lotztoro auf Fauque«' Schwa- g(ir, L&moninary, über. Dio seltenon Erzeugnisse der ersten Zoit sind mit „Valenciennes" bozoiehnot; spätor erscheinen dio beistohendon, aus den Jnitialon von Fauquez, Lainoninary und Valoncionnes combinirton Markon, JE 1265. Im Monogrammonlex. von J. L. Stellwag III, No. 1008 wird diosos Zeichen dem Pieter van Lint zugethoilt, einem Antwerpener Portrait- und Historienmaler, von welchem wir boreits im vorigon Bands einige endet* Bezeichnungen mitgothoilt haben. Auf wolchon Arboiton dieses Monogramm vorkommt, können wir nicht sagon. 1*00. Mau hat, dieses Zeichen, welches sich auf Convo.rsatinns- stüoken vorlindcn soll, mit Van der Lauen oder Lamen gedoutet. El gab zwoi Gonromalor dieses Namens, laoob und dossen Sohn Christoph van der Lanon. Es muss dahin gostellt bleiben, wolchor von den Künstlorn bior gomoint ist. lioider Arboiton sind selten. 1*67. Unbekannte Marke auf Fayencen, welche in Ronen go- fortigt sind, Anfang dos 18. Jahrhundorts. \E VL L l 1268. Unbekannter Künstler des 17. .Tahrbundorts. Sein Zeiohen steht auf zwoi in Kupfor gotriebonon B,oliofs. Bas oino, mit V. L tlor J«iimU B>. r )5, stellt die Krönung der Maria dar; in dem " anderen Kolief steigt Christus vom Krouzo zu dorn vor ihm betenden hl. Antonius hornioder. 1269. Valerie Laudin, Emailmalerin von Limoges, doronLobons- y t zoit von 1022 — 1082 sich angogoben findet, signirto Arboiten '• in dieser Woiso. 1270. Nach einer Nagler'schen Notiz kommt dieses /eichen auf A , . schön gemalten Abbildungen von Bilanzen und Früchten vor. V \i. Möglieh dass es sieh hier um oino Signatur dos Vincentius Leonardus handelt, oines ziomlich unbekannten Malers, von denen 'fand höchst malorisch goätzto Früchte, wie Limonion, Aopfol etc. si( di in folgendem Bnehe befinden: nesptride« sive de Malorum 248 VI,. Nu. 1871— 1277. Aureorum cultura et usu libri quatuor J». Bapt. Ferrarii Sen. e Soc. Jesu, liomae sumpt. H. Sehens 1646. Fol. Dor Kiinstlor wird in dorn reich mit Kupferstichen ausgestatteten Buche Vicenlim Leonardus pietor genannt. 1271. Unbekannter Kupferstecher. Soin Zeichen findet sich auf folgenden zwoi Blättern: V. Lt. Fin Wuchoror Geld zählend, in reicher Früh • Renaissance- Umrahinung. Mit lateinischen und französischen Unterschriften. H. 7 Z. S L., Br. 8 Z. 10 L. Jagdscene, in derselben Umrahmung wie das vorige Blatt und Gegenstück desselben. H. 7 Z. 2 L., Br. 8 Z. 10 L, 1272. Heinrich Ulrich oder Ullrich, Kupferstecher von Nürnberg, . - welcher seinon Namen zuweilen auch Virich oder Vllrich schrieb, V \ t soll sich auf oinigen Blättern dor hier niitgothoilten Namenskürzung bedient haben. Von seinem ans den Buchstaben H. V. bestellenden Monogramme ist bereits die Rodo gowesen, wobei auch bemerkt worden, dass es zwei Stecher diese! Namens gegeben hat, deren Arbeiten zuweilen vorwechselt werden. 1273. Unbekannter französischer Maler. Das gegebene Zeichen findet, man auf einem Kupferstiche, der Odieuvre'schcn V. L. Pinx. Europe illustre. Der Stich stellt dasBildniss des Henry do Bourbon, Dnc de Montpensier. vor. Links siebt man das Zeichen; rechts bat der Stecher durch ein aus den Buchstaben A. L. bestellendes Monogramm seinon Namen angodoutet. 1274. Dieses Zeichen, dessen Bedeutung unbekannt ist, kommt T auf einiget) Bildnissen vor, wie Brulliot in seinor Table \/j Q Jtx gteörale des monogntmmea No. 13 ( .)s mittheilt. 1275. Lambertus van Eenhorn, Töpfer zu Delft, wolchor im Jahro 1691 die Fabrik „de motale Pot" erwarb. Br lioferto vor- * y± zugswoiso grössere kannelirto Vasen, welche theils in chine- \/x sischor, theils in porsischer Weiso, theils im Gonro von j(_ __ j Roiion, sowohl blau wie farbig vertiert sind. Gleich soinem Vater, Wouter v. F., und soinem Bruder, Samuel v. E., zählt auch er zu den besten Künstlorn Dolft's. Lambort's Marko wird häufig mit dor Fictoor's verwochselt, und ist nur dadurch zu unterscheiden, dass ihr meist die Zeichen der VVorkführor, wie Oornolis und Ary van dor Kloot und Jan van dor Buergen beigegeben sind. Nähoros über die Dolftor Kiinstlor und ihre Marken findot man in llavard's trefflicher „Histoiro do la fai'enco do Delft". 1276. Nicolaas Vleughels, Historienmaler, geb. 1(1(1!) zu Antwerpen, gest. 1737 zu Rom als Director dor dortigen fran- nAintk zösischon Akadonüo. Kr radirte ein kleines Blatt, welches eine vom Rückon gesehono liegende nackte Frau darstellt. Das Blatt trägt rechts unten die hior mitgothoilte Bezeichnung. 1277. Diese Buchstaben auf italienischen Münzen bedeuten: Vercelli, die Münzstätte, und Luici Ferrari, Münzmeister, V. L. V. ir,l.s ir><;i. VL. No. 1278- 1384. 248 I*<8. Unbekannte Marke der Fayoncofabrication von Ronen. um 1773. vu 12 '9- Pierre Vallet, Kupfersteeher zu Paris, dessen aus P. V, bestehendes Monogramm beroits von uns mitge- V-T, :J j-etiifin theilt worden ist, nannto sieh zuweilen auch Vallet / ' lo jeuno, wie man es abgekürzt, auf dem von ihm s ; u . nach Franoois Quosnol gestochenen Plan von Paris n K)'fl 1t r "*n, wolchor im P. gr. francais von Robcrl-Dumcsnil, VI. letzt ' Pi°' 125 ' hosc ' 1 «ouon i»t, besteht aus 12 Blättern. Auf dorn Oun° n i' *° befindet sich das Privilegium vom 4. Januar KKW und (II i no ' s „ p °rträt. Darunter steht auf oinom Täfelohen: v. i: J seculp. "• »• Vallet h jeune. ""• tn Griineison's und Maueh's ,,Kunstlebon Ulms'' wird über TT"i i» ir einige Tafelbilder borichtot, wolcho das Kloster Roggen- V I 1 M '""^ " ,0 ' ^'" DesasB und welche durcli don letzten -"-*- Prälaton dieses Klostors an don Domherrn von Vanotti r\; ., und zuletzt in den Abel'sclien Bildersaal gekommen sind. leseiben zeigen auf Goldgrund Maria, Maria Magdalena, Johannes den obit" ^ ton und st ' H o lo "i l - Auf dem Gewände des Johannes stehen isr°° uc l' s taben, hinter denen jedoch koin Künstlorzcichon zu suchen cW.t S0 " om dio ,len Entstehungsort der Tafoln, die Stadt Ulm an- "outon tollen, 1281 as -- Marke auf Farenoen von Roueii. Es existirt eine grosse, auf einige! Hundert, sich belaufende Anzahl von Markon, wolche Ronen zugothoilt werden. Doch dürften manche davon auf Rechnung auswärtiger Imitatoron der beliobton Verzierungxwoise von Ronen n sotzon soin. Viele Marken auch gehören Malern an und zwar vorzugsweise solchon der Spätzoit. VL '■«<$%. Nach Hellers Monogrammonlox. sollen sich Juan de Valdes- _ Leal und Lucas de Valdes-Leal diosos Zeichens bedient haben. VJ,' Wir haben über beide Künstler schon gebandelt, ob ihnen auch diosos Zeiohes wirklich angehört, können wir nicht sagen. ■Iäöö. Giovanni Luigi Valesio, Maler und Kupferstecher von \/0 Bologna, welcher beroits mehrfache Erwähnung gefunden hat, ^-* bezeichnete mit diesem Monogramme eiuigo von Barsten beschriebene Bliittor, s. P. Gr. XVIII. p, 210. l«o4. Unbekannter Maler, dessen hier gegebenes Zeichen auf ( ~) Landschafton mit Figuren steht. Seino Behandlung erinnert an David Vinckoboons, doch ist er woniger -v .1-7- 1 .(.(*£■ geschickt, als dieser Moister. 250 V.L. No. 1286—1890. 1285. Marke oinos unbokannton holländischen Töpfers, welche sich auf Goschirron mit Vorziorungen in Blau vor- V 1/ T> findet. 1286, Marke auf Fayencen von Rouen und zwar auf Gofiisson mit Lainbroquins, Strahlon, Körben, Guirlandcn 1287. L. v. Reiche, Zeichner und Lithograph, welcher um 1824 zu Berlin thätig war. Er bezoiclinoto soino Blättor mit .zR, diesem Monogramme 1288. Auf zwei dem Allard odor Alart Ciaessen zugeschriebenen Stichen, dio Geburt Christi und Herkules und üniphale darstellend, Badet sich diosos noch ungedouteto Zoiehon. Auf oinigen anderen Blättern des Moistors kommt oin ähnlichos vor, wolches abor bald mit VERICH, bald mit VTRICH geloson wordon ist. Bartsch hat das Zeichen mit Utrecht, dorn Geburtsort dos Künstlers, deuten wollen. Andere scheinen gonoigt, einen Kupferstecher Ulricht anzunehmen, wolcher dio mit obigom Zeichen versehenen Bliittor ausgeführt habe. Vorgl. Passavant: P. Grill, p. 34. 1289. Charles Andre van Loo, genannt Carle van Loo, Maler und Radiror, gob. zu Nico don 15. Februar 1705, gost. don V Jj S), 15. Juli 1705, ist durch eine grosse Anzahl von Gemälden aller Art bokannt, und soino radirten Blättor sind 1861 im Pointro- gnveur l'rancais continuö, par F. do Baudicour II. p. 103 ff. beschrieben. Jenes mit VLS., wolohos Baudicour N. 7 anzoigt, gohört in das Work von A. Watteau, und stellt zwei Theatorliguren vor, don Piorrot und Soapin. Links unten: Wat. F., rechts V. L. 8. H. 324 mil, Br. 225 mil. In Wattoau's Rooueil do tiguros do difleronts oaracteros trägt es dio N. 100. 1290. Vincent le Sueur, Fonneobneider, gob. zu Ronen 1668, -rr T S ^ os ^ ^*^i ( ' m Schüler Papillon's, hat mit diosen Buch- staben verschiedene seiner meist für den Buchhandel goar- boiteten Blätter bezeichnet. Malpo 11. p. 238 ff. giobt über don Künstlor nähere Auskunft und nennt oinigo Arboiton; ebonso Naglor im Lexikon. Wir begegneten dem Zoichon auf Vignetten in Lottres Iuivos, par Mr. d'Argcns. Lausanne 1750, und auf Pflanzonabbildungon in II. L. Bnhatnei's: Traite des arbros et abustes (|iii so eultivont cm ploine teriv. Paris 1755. Zu eisern grossen 'l'lieil dor Holzschnitte diosos Werke! sind dio Platten cinor alten Ausgabe dos Matthiolus vorwondet; dio nouon Schnitte sind ohno Worth. Auf einigen Vignctton steht der Name; Liger und vielleicht ist unter V. L. S. hier nicht V. lo Suour zu verstehen. Noch findet sich das Zeichen auf Vignetten zu: Medailles sur Ies prinoipaux Evoncuionts du Regno do Louis le Grand. Paris 1702. Lettre« historiques. Paris 1729. Abrege do la vio des plus famonx peintres. Paris 1745. Lo Grand Lictionnairo Geographiquo ot critique. VL. No. 1291 — 1*96. 251 Paris l7(is und anderen Werken, Einige derselben sind, wie die Jahrzahlen beweisen, lange nach dem Tode Lo Sneur's erschienen und es ist sehr fraglich, ob man dazu noch Holzschnitte von ihm benutzt bat. Möglich und wahrscheinlich Ist, dass das Zeichen,, auf den Holzschnitten dieser Werke einem anderen Künstler angehört. 1291. Lunas van Uden, d. Jüngoro, Maler und Radirer, geb, zu Antwerpen 18. üctüber 1595, gest. T/"*^ _ daselbst 1672 oder 1C>7.% Schüler V-VlsC CCS • VCLTLS walirsc-.lMUnlic.il seines Vaters, als Meister in die St. Lukasgilde aufgenommen 1626—1627. Rubens benutzte ihn öfter, um die landschaftlichen Hintergründe zu seihen Bildern zu malen, sowie hinwiederum Rubens, auch Teniers und Andere Uden's Bilder bisweilen mit Figuren staffirten. Von seinen Bezeichnungen Ist bereits die Rede gewesen, Wir theüen hier noch oino Signatur mit, welohe sich auf einem Bude d*r Angsburger Gallone befiades, Letzteres stellt eine bergige Landschaft am Meere, mit Gewitterregen, hei untergehender Sonne dar. jOIne ein Mann und eine Krau, gegen den Wind ankämpfend. Das deichen ist unten am Rande» in gelber färbe. 1292. Unbekannter niederländischer Maler, dessen Zeichen von AT T vr Ch. Kramm, De Levens en Werken der bull, en vlaam. V - ij - V. Kunstscbililers, VI. p. I7.S1, nütgcthoilt wird. 1293. Unbekannter deutscher Kupferstecher, welcher unter diesem Zeichen ein Blatt des Hans Seh. Beham von der Gegenseite ^L copirte. Das Original wird von Bftrtsoh VIII. 185 beschrieben. Das Zeichen, welches aus don Buohstaben VLW zu bestehen «meint, befindet sieh oben links, li. l Z, 9 L.. Br. I Z. 1 L. 1294. Lucas van Uden, der oben erwähnt« Landschaftsmaler und Radirer von Antwerpen, ebenso wie der Maler Lucas von L Valkenburg, von Mecheln, bedienten sieh dieses Zeiohens. W" Von beiden Künstlern und ihren Signaturen ist in unsorem Werke mehrfach sidion die l.'ede gewesen, 1295. Dieses unbekannte Zeichen, vielleicht ein Drucker- oder Verleger-Zeichen, steht auf der in Holz geschnittenen Tilcl- j- einfassung einer Schrift dos Oeeulampucliiis: Quod expcdiat ~ ßpistolae et Evaiigelii lectioiiem in Missa .... 1523. 8*. Zu Selten der Titelschrift steht, links ein geharnischter junger Mann (eigentlich Minerva), rechts eine junge Krau mit. .lagd- spiess und Bufthorn /Diana), unten sieht man eine Figuren- gruppe, welche mit einem Schlitten beschäftigt ist. '»heu halten zwei Engel den Schild mit dem Monogramme. & 1io eine ist in Lorsnor's Chronik Taf. I, No. 1!> abgebildet. Man wollte Major's Monogramm auch auf dem Bildnisse des Wenzel Jamitzer wahr« p° ' lmen > allein auf diesem einseitigen Bronzemedaillon steht koin Zeichen. «m ist von Jamitzer selbst 1571 gefertigt. Veit Malers ovales Bildniss- [»edaülon ist von C. M., d. i. Christian Maler, Sohn des Veit. Br ist 1111 02. Lebensjahre dargestollt. 1001. Unbekannter Kupferstecher aus dor Schule dos M. Schon- . gauer. Br lieferte, unter diesem Zeichen, eine gegenseitige V ^T'/A Kopio dos Sehongauer'schon Blattes mit dem St. Christoph. H. 5 Z. 11 L., Br. 4 Z. 2. L. S. Cat. Wobor No. 17. 1002. Diese Buchstaben findet man auf oinem gut radirton Blatte, wolchos zum Andenken an dio Erstürmung v. Castcl- V. Ar «/J. nuovo don 1 Oktober 1G87 bei Q. G. de ßossi orschion. , Bor untero Theil stellt den Golf von Cattaro mit don '"mliardirendon Schiffen und don vonotianisi'hen Truppon dar, und don ««leren Punkt nimmt dio Festung ein. H. 14 Z. 11 L., Br. 20 Z. Börnor glaubt dieses Blatt dem Vincenzo Mariotto zuschroiben zu "Jossen, Diosor lobte damals in Rom und radirte mohroro Bliittor, wie " l P°zzo's Perspoktivo eine Darstellung der Feierlichkeit hei der Wiedor- Sonosung dos Königs Ludwig XIV. lolM. Dieso Buclistabon, auf Münzon befindlich, werden mit Virgil Y Martinesi und Ariani gedeutet, von wolehon ersteror • M. A. Medailleur und lotztorer Münzmeistor um 1731 zu Neapel waren. Io04. Pieter van Mol, Maler, gob. zu Antwerpon 1580, gest. zu V m 11 Tf Baris 1(150. Fr war A. Wolfarts und Rubens Sohülor. 'WollePin, Soine Bilder wurdon ohodom sohr gesucht und gut bo- T _ zahlt und os ist nach ihnen viel gestochen wurden. • i rou stach oino Darstellung, liagar und Ismaol in der Wüste, auf w °lchem Blatte dor Künstler Mollo genannt wird. loOo. Zeichen des Buchdruckers Valentin Nenber in Nürnberg, wolchor boroits 1544 arboitoto. Er vorlegte die Passion von Virgil Solis: Gedruckt zu Nürnberg durch Valentin Neuber. M.D.LXII. Kloinor, zirkelrund, Findet man sein Zeichen in der Ooconomia Christiana von J. Manil. Nürnberg 1668. 8". Io06. Aart van der Neer, dor berühmte Dämmorungsmalor, hat V-k-r in unserem Werke schon wiederholt Erwähnung gofundon. • -INI. Soinon bereits mitgethoilten Zeichen sind noch vorstehende Buchstaben anzureihen, mit donon or ebenfalls signirtc. loU7, Diose Buchstabon stobon auf dem Abdruck oinor Niollo und werden gelosen: VN FONDAMENTO DI FRATERN1TA. Vn. i o. Das Blatt onthiilt oino allegorische Darstellung dor Ein- ß tracht Ein König, von vorn gesohen, sitzt auf seinom Thron R - und hält Theile einer zorbrochonon Ruthe in don Händon. 2.54 VO. No. 1308 — 1314. Links und rochtg sieht nun Krieger mit Standarten und Greise in langen Gewändern, lieber dorn Haupte des König« hängt eine Kugel von der Decke herab. Die obigen Bachetaben stehen an den Stufen dos Thrones. If. S Z. 2 L., Br. 1Z. 9 L. Duchesne, ebenso Ottley erwähnen die Niolle. Lot/.torer hiolt sie für eine Arbeit des Goldschmiedes Porogrini. Wir haben von den Buchstabon hier Notiz genommen , da man sie leicht für ein Künstlerzoiehon halten könnte. 1308. Nach Christ stoht dieses unbekannte Monogramm auf alton Kupferstichen, Bralliot sagt, dass es ihm nicht vorgekommen Q7" sei. Naglet dagegen sucht hinter diesem Zeichen don Vitas Opschen. einen Bildhauer von Augsburg, der in München thätig war und 1608 daselbst gestorben ist. V VO 1309. Adam van Oort, Historienmaler von Antwerpen, dor Lohror des P. P. Rubens, fand bereits unter dorn Monogramme A V.O., i ex Band I, No. 1468 eine ausführliche Mtello. Die liier noch mit- Hj zutheilende Form seines Monogrammes ist oiner Zeichnung entnommen, welche ehedem der Sammlung des Grafen v. Stornborg, später der des Freiherrn Kolas du Rosoy angehörte. Das Blatt zeigt, mit der Foder leicht entworfen, einen stehenden Knaben, welchor ein breites Gewand hinter seinen Bücken halt, während feurige Zungen vom Himmel fallen. Woiter liest man darauf: Fiat Volumta Dem. (sie) und das obige Monogramm nebst der Jahrzahl 1698, H. 7 Z. 10 L,, Br. 6 Z. 9 I. 1310. Unbekannter Zeichner, welchor in dieser Weise Podor- zeichnnngen mit Vögeln und Arabesken signirt haben 1646 BoB < 1311. 0. Vorstermann, ein nach seinen Lebensumständen an- bekannter Maler, von welchem nur folgendes Blatt spricht: V 0. Bin junger Mann im Mantel und mit Federn auf dem Barst, die Flöte spielend. Im 1,'ande holländische Verse: Vcel hebben vermaeefe op dit of dat. te xpeelrn etc. 0. Vorstirmann pinx. L. Vorstermann cum priv. neohts oben das Monogramm V 0, und V L, IT. OZ. 1 L., Br. 7 Z. 1312. Vincenzo Franceschini, Maler und Kupferstecher, welcher ( hauptsächlich als letzterer für Bachhändler in Rom und Vn. Fi. S. Florenz thätig war, bediente sieb auf Vignetten und auf einigen, zu einem Buche gehörigen Stichen mit antiken Statuen dieser Bezeichnung. 1313. Unbekannter Maler, dessen hier mitgetheiltes Zeichen -_ _ siidi auf Arbeiten im Geschmacke A. Elzheimers vor- 1/ S~-> linden soll. 1314. Georg Vogel, Zeichner and Kupferstecher von Nürnberg, ist bereits eingeführt. El lieferte die Kupfer zu Hspor: y « Die Pflanzenthiere in Abbildungen. Nürnberg 1791, und a ' bezeichnete einige Blattei mit dieser Abbreviatur soines Namens. VP. No. 1315—1320. 26Ö vio* Dieso Bezeichnung trügt ein kleiner Holzschnitt mit dorn Volfimvt 0 ., . „ , Bni8tl)il(le eines Mannes. Es ist dos M " öcU aa Harlom. Blattes bereits im vorigen Bande unseres Wp i i Werkes, No. 930, unter denPormsohnitten, SünT l ma " (lom L ' CüstOT zugeschrieben hat, gedacht worden. Dieso Zeh* bcziuht ««» »uf Volkert Klaaszoon, einen alten Maler und »cnner von Haarlom, welcher sich boi van Mandat erwähnt findet. iD - Dieso beiden Zeichen findon sich auf oiner Schlussvignette U Q c( v i' 1 Georg Scheror's Kinderliedern, 184(i. Das erste l pcriw gehört Moiiz von Schwind an, Während das zweite Zeichen sich auf Engen Neurenter beziehen dürfte, (jjj'l. Von beidon Künstlern ist boreits in unsorem Werke mehrmals die ltedc gewoson. I& '*'• Ulrich Ori, oin uns unbekannter Künstler, soll, nach oinor flüchtigen Notiz Nagler's, sich dieses Zeichons bedient haben. 318. Buchdruckerzeichen dos Aureolo Pincio Veneto. Derselbe war gegen Mitte dos 18. Jahrhunderts in Venodig thStig, 131 9- Nach Hollor, Kunst - Nachrichten 182G p. 31, soll sich dieses Monogramm auf einem Gemälde im gothischon T 7~\ Banse zu Würlitz befinden. Das Bild stellt dio heil. I Z""^ Jungfrau mit dein Kinde dar, umgehen von zwoi Hoi- ---- f/-< ligen. Nagler Bd. I. dss. Werkes, No. 1498, glaubt ' dieses Bild auf das Monogramm, wio auf die an dio q. T . van Kyck'sche Schule anklingende Behandlungsweise hin, der 8D '*° W^to zuschreiben zu dürfen, welchem Meister er an tbe'l?° nann * on ^°H° auoa dio Anbetung der Münchener Sammlung zu- iod v, e * z * er8S Bild» das lange als ein Job. van Eyck galt, wird hm t gegenwärtig mit mehr Rocht für eine Arbeit des Gcrert Hore- neroseho» Vorgl. ß. MargtaiFa Katalog der a. Pinakothek. Mbensu dl" ff ""B""«-»! pj' ., Nagler's Lesart des Monogramms auf dem Dossauer Bild: Vitte das" 1 *r "' cllt sticl,1 ialtig orweison. Es ist übrigens zu bemerken, 8 das Monogramm boi einer neuerlichen, im Interosso unseres Buches ^^genommenen Untersuchung dos Bildes auf lotztorom nicht mehr auf- lon war. M worden ist. .'.'"'e' 1 war. Möglich, dass os gelegentlich oiner Restanration über 20. Marken dor Fayoneofabrik der Wittwo Perrin (Vouve Porrin) in Marseillo, um Mitte dos vorigen Jahrhunderts. V> \p 256 VP. No. 1321 — 1327. 1321. Nicolaes van Verendael, Blumen-, Stilllebon- und Thior- raalor, geb. 165!) zu Antwerpen, gest. obonda um 1717. Der Künstler soll sich dieses Zeichens besonders auf Thier- stücken und Stillloben bedient haben. Unter den Buchstaben V, F. ist boroits von seinen Monogrammen die Rede gewesen. 1322. Unbekannter Goldschmied, welcher im 17. Jahrhundort E wahrscheinlich in Flandern thätig war. Sein hier mit- . , //^of gothoiltos Zeichen fand Brulliot auf oinom Relief in V / Silber, welches die Anbetung der Könige darstellte. 1323. Anton Joseph von Prenner, Maler, Zoichnor und Kupferstocher, geb. zu Wien 1689, wio aus einer Angabo in V 1 inc soulom „Prodromus" ersichtlich, und nicht 1608 wio das Kiinstlor - Lexikon und Brulliot irrthümlich angehen. __ O Er starb 1711. Uobor Pronner's radirte und geschabte "V J ■ Arbeiton, welche or thoils in Sammliingon, tbeils in einzelnen Blättern publicirto, verbreitet sich das Lexikon, y j) "Jn. Di° hier wiedorgegobonen Zeichen stehen auf Nachbildungen von Gemälden der Wiener Gallerie. 1324. Französischer Formschneider aus dor Mitte des vorigen Jahrhundorts, wahrscheinlich V. Pegaut. Man findet ziemlich .V. P. geringe Arbeiten von ihm in verschiedenen Büchern jener Zeit. U. A. in L'Ecole de la Chasse aux Cfiirns Conraus Par Mr. Le Verrier de La Conterie. Bauen 1763. 8". Einige Blätter mit Gegenständen, welcho sich auf die Jagd beziehen, sind mit VP, andore mit V. Pegaut bezeichnet und es ist anzunehmen, dass lotztorer Name auch hinter obigen Buchstaben vorborgon ist. Die übrigen Darstellungen in dorn Buche sind von Caron und P. Villeroy. 1325. In dor Ambrasor Sammlung sind zwei handschriftliche Bände mit Mossen, unter dorn von späterer Hand geschriebenen V. P. Titel: Invictissimi Romanorum Hungariae et Boemiae Regit. Liher Missarum quintus et eextus. Dieses reich mit Bildern geschmückte Work ist vor 1516 angelegt worden. Die orste Seite des zweiten Bandet ziert eine schöne, sehr zart durchgeführte Darstellung der Auferstehung in der Art dos Hans Memlinc. Auch haben dio orston Seiten prachtvollo, aus Thiorcn und Blumon bestehende Randverzieriingeu. Ein anderes Bild zeigt einen knienden Mann im Polzrock mit dem St. Ulrich. Ueber doni darunter befindlichen Wappon stobt V. P., womit dor Stiftor oder vielleicht auch der Künstler angedeutet sein könnte. Der Charakter der Malereien doutet auf dio flandrische Schule. Vergl. v. Sacken; die Ambrasor Sammlung, II. 203. 1326. Zeichen oinos unbekannten Sammlers. V. P. 1327. V. Pedersen, Zeichner und Maler, oin Däne von Geburt, machte seine Studien in Dresden und lioss sich dann zu Leip- V^f 5 zig nieder. Hior fertigte er violo Zoichnungen zum Holzschnitte, besonders zur Illustration der Worko des H. C. Anderson. In den gesammelten Märchen dossolben, Leipzig 184!), sind 112 Holzschnitte von K. Krotzschmar nach Zeichnungen von Podersen. Dorselbo Kiinstlor VP. No. 1828 — 1882, 257 liefertet auch dl« Illustrationen zu Anderson'» gesammelten Wirken. Leipzig 1856. Sie sind mit 75 Holzschnitten geziert Auf vielen Blattern li ii'ii'i man die Initialen. Pedefsen lebte spater in Kopenhagen. 1328. Unbekannte italienische Marke auf einem Majolika-Teller der Sammlung Melton, mit Alexander am Grabe des » / !j \ Achilles im urbinatischen Stvl. 1329. Diese Zeichen worden dem Philipp Uffeiibach zugetbeilt, l ____ einem Maler und Kadiror, welcher in ihm Pl? \ -o 9^ "P letzten Dooennien des lli. Jahrhunderts zu l ^B ) -$? CS ^9 Frankfurt a.M. tbäjfag war. Derselbe ist bereite unter No. ;).'!(>7 des vorigen Hundes eingeführt. Die radirten Blätter, auf welchen die beistehenden Zeichen vorkommen, weichen etwas von der gewöhnlichen Behandlungsweise Uffenbachs ab und es wäre nicht unmöglich., dass sie von anderer Hand, vielleicht vnn der G, Koller'«, nur nach Cffenbaeh'sZeichnungen gefertigt sind. Keller hat Manches nach ihm radirt. Bio Blätter, auf welchen obige Zeichen sich linden, sind folgende; 1. Eroberung der Sttat Ardret Durch den Erz Herzog vnt Cardinal von Ostereich den 23 May Ao 15L>6. Links unten das erste Zeichen. II. 6 Z. 1 L, Br. 11 Z. 2. Contrajaclur der Gewaltigen Vcstung Agria oder Erla in Vngern so Vom Türken belagert Vnd dm Vi. Octob : 96. ingenomm als durch di Ziffern in der Belatis Erklert. Rechts unten das zweite Zeichen und im Bande dio Zahl 81. Die ersten Abdrücke sind vor der Ziffer 81. FT. 8 Z. 8 L., Br. 10 Z. 9 L. 8. Welcher gestatt der Erts Herzog vnt Cardinal von Osterereich (sie) die statt Ililst In Flandern belchgert vnt Ingenommen Den 1 Aug. Ao 1506. als die Ziffern trillern werden. In der unfern linken Ecke das drifte Zeichen. II. 7 Z., Br. L2 Z. I L. 4. /Schlacht zwischen den Christen vnd Tvrcken vor Kerestur. 2. weil von Erla. D. 26. Octobr Ao 96. Unten neben der Sohrifttafel das vierte Zeichen, II. 7 Z. 8 L, Br. o Z. 10 h. i PI. 1330. Marke des Belfter Töpfen Paulus van der Bnrgh oder Verbürg, Besitzen der Fabrik „de vergolde Blompot" in der zweiten Hälfte des IS. Jahrhunderts. ^ 1331. Marke des I »elfter Töpfen Pieter van Boome, \ sicher in -»_ .^^ der zweiten Hälfte dos vorigen Jahrhunderts tnätig war. t~~/ß Er war Eigenthümer der Fabrik „de Pwrceleyne lies." 1332. Pieter van der Werff, Portrait- und Historienmaler, geb. tu KraUnger-Ambacht 1665, gest. zu Rotterdam 1718. Schuler T soinos Bruders Adrian. Monogrsmmiit«. B<1. V. J7 258 VP. Xo. 1833 —184a 1333. Dieses Monogramm kommt auf oinor ovalon Modaillo vor, welcho (las Profilbildniss eines Hans Potzoldt enthält. YTF. idoa- Bnilliot ist geneigt den Hans von der Pütt oder Pütt < unter diesem Zoiehen zu suchen, einen Medailleur, welchor von 1G18—1(141) arbeitete, und dor boreits von uns, Band III, No. 1656, erwähnt worden ist. 1334. Unbekannter Formschneider, dessen /eichen Brulliot auf einom Brustbild des Johann Uns fand. Letzterer ist unter "VT» einer Art Bogen im Profil dargestellt und nach rechts go- \r^ wendet. Kr trägt cino Mützo und einen Pelzrock. Links vom Porträt liest man : JOHÄ , rechts H VS und darunter in grossen Ziffern: 1537. .Das Künstlorzeiclion stoht unten links. H. 9 Z. 1 L., Br. 8 Z. 5 L. Brulliot bemerkt, dass das von ihm bosebriebono Blatt möglicherweise nur das Fragment einer grossen Darstellung gewesen sein könne. 1335. Unbekannter Kupferstecher, welcher im 16. Jahrhundert, nicht in Deutschland, wie Bruillot annimmt, Bondern wohl in Italien thätig war und wahrscheinlich dor Schule von Mantua angehörte. Man kennt voiv ihm ein Blatt mit dem römischen Alphabet. Die Buchstaben bestehen aus Arabesken, zwischen denen sich groteske Figuren befinden. Das Zeichen ist in der Mitte unten im ltando. H. 15 Z. 4 L., Br. 8 Z. 5 L. ? 1336. Franz de Paula von Reichel, Kunstliebhaber, von Straubing gebürtig und am 1H04 in Augsburg gestorben. \lQO Kr malte Bildnisse in Miniatur und hat auch einige Blätter radirt, welche mit F K oder P II oder auch, nach Brulliot, mit den hier wiedergegebenen Mono- \>D grammen signirt sind. ^ 1337. Unbekannter italienischer Radirer des 17. Jahrhunderts, P^ dessen hier gogobones Zeichen auf einem Blatte mit ' D — oinem antiken Opfer, in 4, sich vorfindet. W 1338. Unbekannter Zeichner unseres Jahrhunderts, welcher sich diosos Monogramms auf figürlichen Darstellungen bediente. 8 ^L 1339. Crispin von Queboorn, Maler und Kupferstecher, über dessen Bezeichnungen bereits an einigen früheren Stellon unseres Werkes borichtot worden ist, bediente ü sich auf Stichen noch der hior wiedergegebenen Monogramme. 1340. Dieses unbekannte Monogramm steht nach Merlo's „Nachrichten von dem Leben und den Werken Kölnischer Künstler" auf einem Kupferstiche, welcher ein Wappen enthält mit der Schrift: Scutum Gtntilium Jiix Guil: ä Lutzeuraedt Colo- niens. Ord: SS: enm: S.Aug:. Das Blatt gehört zu einer W80 in Köln gedruckton Gelegenheitsschrift. Noben fem Monogramm sioht man noch dio Buchstabon: Sc. (Sculpsit.) Vit. Nu. in II -■ 134!!. 36Q Ganz dasselbe Zeichen befindet sich auch auf einem Holzschnitte, dor Titel-Vignette zu Oasp. Ena: Thaumaturgus Mafhemattctu. 8°. Coloniao 1051. Das Blatt, welches Merlo nicht zu können scheint, stellt einen bärtigen Mann dar. Dersclho ist als Archimedes bezeichnet und zieht dio vor ihm liegende Erdkugel an einer Ketto an sich, während auf dorn Boden mathematische Instrumente umhorliogen. Beide Blätter gehören sicher einem und demselben Künstler an, dessen Name jedoch nicht bekannt ist. 1341. Dieses Monogramm hodeutot Rafael von Urbino. Ks steht auf einem gestochenen Blatte mit Merkur, welcher durch \r\ r den Himmclsnium schwellt, um dio Psyche zu suchen. \k/ Copio nach Mark Anton. Bartsch No. 343. Der unbekannte «W* Stecher doutote rechts unten, neben dem obigen Monogramm, seinen Namen durch die zusammengezogenen Buchstaben MBI und Wü an, welchem Zeichen die Jahreszahl 17!)i) beigefügt ist. 1342. Dieses Zeichen findet sich auf einigen Stichen dos ,T. van do Volde und bezieht sich auf keinen Künstler, sondern auf den holländischen Dichter van Rhein, wolcher dio Verso lieferte, dio unten auf einigen Blättern van de Veldo's stehen. Man hat das Zeichen n. A. irrthümlieh schon mit van ßyn, d. i. Beinbrandt van Ryn gedeutet, was uns veranlasste, von ihn hier Notiz zu nehmen. m 1343, Ersteros Zeichen, dorn Jacob Ruisdael gehörend, ist bereits, wenn auch ungenau, unter den Buchstaben I K init- C7\ getheilt Worden. Wenn an jener Stelle, No. 320 des vor. St^ Bandes, gesagt wird, der Künstler habe sich nie van liuis- , J\^ dad geschrieben, so ist dem gegenüber zu bemerken, dass allerdings in den vorhandenen archivalischon Nachrichten ^>v der Na8W immer ohno das van vorkommen soll, dass aber t/tJ lotztorcs in don Bezeichnungen vorschiodonor Bilder dos V) Jacob sowohl, wio dos Salomon Ruisdael sich nachwoison 'S \ liisst. Ks ist kaum anzunehmen, dass allo diese Bezeichnungen gefluscht sind. Jedenfalls kann man das obige Zeichen auch V R leson und an dieser Stelle suchen; es war daher hier zu wiederholen. Das zwoite Zeichen, welches häufig mit dorn Jacob Ruisdaol's verwechselt wird, gehört dem Landschaftsmaler Jan Reynier van oder de Vries an, einem Künstler, über welchen ebenfalls schon unter den Buchstabon I R gohandolt worden ist. Roynier, dessen Lebonsvorhält- nisse wenig bekannt, scheint ein Schüler Ruisdaol's gewesen zu sein oder dürfto sich wenigstens nach den Bildern dieses Meisters gebildot haben, Und nicht nur dio Aohnlichkeit der beiderseitigen Monogramme, sondern insbesondere auch dio Aolmlichkoit der künstlerischen Behandlungsweiso Wlgt zur Verwechslung ihrer Bilder bei. Das Monogramm Ruisdael'« haben wir einem Bilde dor Dresdener Galerio entnommen. Das Monogramm koynior's boiindot sieh auf oiner Landschaft mit Jagd im Musonm zu Brüssel. Die Figuren in lotzterom "ilde sind von Asselyn. \1* 260 VE. No. 1344— 1:551. \ft ^ 1344. Unbekannte Marke auf einem im Germanischen Museum zu Nürnberg befindlichen, mit dorn Wappen der Imhof gozierten Fayence-Teller vom Jahre 1560. Wahrscheinlich aus M omnii ngon herrührend, welches im Iß. Jahrhundert mit Renaissanceornamenten, häufig auch mit Wappen ilncorirte, meist blau verzierte Fayence-Teller und Bohüsseln geliofert hat. 1345. Auf Weigol's Autorität hin theilt Bnilliot dieses Mono- P'iuiiin als dasjenige des Landschaftsmalers Salomon van Rombouts oder Rombout mit. Ms wird nicht getagt, wo dasselbe steht. Uober den genannten Künstler und seine Signataren haben wir bereits unter No. 21)0 dieses Bandes gehandelt. 1346. Ignatius Joseplms van Regemorter, Landschafts- und Gonremalor, geb. 1785 in Antworpen, bediente sich dieses Monogramms. Bei Immerzeel und Kramm findet man Näheres über dos Künstlers Leben und Schaffen. Vi 1347. Auf Münzen für Urbino ist mit diesem, aus V und 1!, be- 0 stehenden Zeichen die Münzstätte dieses Namens angedeutet. 1348. Victoria, Königin von England, hat,,, wie bereits unter dem Monogramme V. A. mitgetheilt, verschiedene Blätter radirt. V. R. Einige derselbe« sind mit V. lt., d. i. Victoria Regina, bo- zeiohnet. In dem Wcigel'schou Kunstoatalog worden folgende Blätter als Arbeiten der hohen Dame genannt: Mutter mit Kind bei einem Vogelbauer. ilalbligur. Victoria. V.R. (vorschlungon) del. et seit. 1841. 8. Liegendes Kind mit Ball. Victoria 1841. Qu. 8". Sitzendes Kind mit Rose. Victoria 1841. Qu. 8. Nenne mit Rosenkranz auf dem Haupte. Ilalbligur. Alb. (Prinz Albert von Sachson-Coburg, Gemahl der Königin) inv. 1841. 8. Studionblatt mit Bitterkampf und swei Köpfen. V. R. Sept. 1. 1840 after Alb. (Prinz Albert) W. G. Qu. 4. Hundekopf. KOS. V. R. dol. 1840 ot seit. 1841. Qu. 8. 1349. Unbekannter Formschneider, welcher in Frankreich in dor letzten Hälfte des vorigen Jahrhunderts thäfig war. Man findet v R das Zoichon auf Vignotten, u. A. in Foraud's Uictionnairo Ori- tique de la Langue Franchise. Marseille 1787. 4°. 1350. Unbekannter Maler, welcher mit diesem Zeichen Arboiton in dor Richtung Watteau's geliefert bat. VJL 1351. Unbekannter Formen- oder Stempelschneider, welcher für Buchbinder thiitig war. 8eii Zoichon, aus den Buchstaben V R V. 1{. bestehend, findet sieh auf oinem mit figürlichen Darstellungen geschmückten Kinbande von 1575. Letzterer hatto zu folgendem Buche Verwendung gefunden: In Matthaum Evangolistam Knarratio, ox praeloctioiuhus Dav. Chytraei. 1775. 8". VII. Nü. L862- 1:357. 261 1352. Zeichen auf fei iateinmontv} hier Majolika -Schüssel im Musee Clan; zu Paris, ani' welcher der Raub ilor Helena dargestellt uml die Im Katalog der genannten Sammlung als Montofeltro Gefäss bezeichnet ist. Nach Andere]) stammt das, in dor Art dor l'vbino-Vason behandelte (Jel'fiss aus Montelupo. Die "Bezeichnung lautet: Vrato Delina fate in monto. \im 1353. Ferdinand de St. Urbain, Stempelschneider, L654; gest. ebenda 1738. job. in Nancy, ( 1354. Alfonsö Patanazzi, Majolika-Maler von Urbino, dor iiltosto und namhafteste Öpross dieser Vf. . T^^v-f r- Künstlerfamilie, dessen Lebens- Tü\T\\ / CKCX. TVCt ss^t die dorn Zeichen boigo- . . . _ ,_ . gebene Jahrzahl andeutet. 1355. Zeichen Vi F uf Faenza-Majoliken des 16. Jahrhunderts. Kaenza gehölt zu den ältesten italienischen Majolika- Werkstätten. Die Früheste Majolika, ist eine von .laei|uemart, Chaffaglio zugesprochene Votivtafel v. .1. 1175. An diese reiht sieh eine thronoiido Madonna mit Jesuskind von 1477 in der Sammlung Cook und eino mit 1482 bezeichnete Faenza - Schüssel in der Sammlung Correr in Voncdig. Nicht nur farbig reich verzierte, sondern auch ganz weisse Geschirre hat Faenza geliefert. Im .1. 15(17 brachte ein Schill' u.A. drei Truhen mit weissen und bemalten Kaenza-Goschirron nach Rotten, Von diesen Geschirren be- lindon sich in Sovros einige. Stücke, welche die hier mitgetheilton Zeichen tragen. 1356. Marke der Porzellan-Fabrik zu Frankenthal. Das 1; in dem Zeichen bezieht sich auf den Maler Itinglor, der um 1752 Mitbesitzer der Fabrik war. Dor anderen Marken, deren sich die Manufacfur noch bediente, ist bereits früher gedacht worden. 1357. Unbekannter Zeichner, welcher mit diesen Buchstaben eine auf Pergament fein ausgeführte Federzeichnung signirte. Dieselbe 88B VS. No. 1358— VMM. V It Y° stellt eino Frau mit dorn Kinde auf dem Arme, in einer Landschaft schreitend, dar. Das Kostüm der Frau ist aus dorn Anfang dos 17. Jahrhunderts. 1358. Urs oder Ursus Graf, Zeichner, Formschnoider, Goldschmied und Medaillour von Basel, ist boroits oingc- t rprj führt. Diu hier mitgetheilton Bezeichnungen kommen V IAO« auf zweien seiner Holzschnitte vor. Die orste Bezeichnung findet sich auf einer Titol- \'|)OVTQ oinfassung, und zwar einer Seitonloisto, dio in vor- V I.Uj V O« schiedenen Druckworkon aus dor Offizin des J. Frohen verwendet ist. Auf einer reich vorzierten Säulo stoht Eva, die Schlange in dor Hand haltend. Im oberen Thoilo der Säulo stohon dio Buchstaben M. V. A. unter einandor. In der Mitto dor Säule liost man VHS. H. 0,272, ßr. 0,089. Dio zweite Bezeichnung tindot sich auf folgendem Holzschnitt. Dor Papst auf soinem Thron sitzond, empfangt oino Deputation vonRechts- gelohrton und München. Der Vordorste, welchor vor ihm kniet, deutot auf ein Buch, wolchos dor Papst offen auf den Knieon liogon hat. Von dorn Buch geht oin Ast aus, wolchor fünf, den Inhalt des Buches andeutende Darstellungen umrahmt. Zu beidon Seiten kandelaborartigo Ornamente, wovon dasjenige links den Nanion VUSVS zeigt. Darüber in einem bogonartigon Krios, sieben gelliigolto Knaben. Auch dio boiden Zwickel des ISogens sind mit jo oinem Knabon ausgefüllt. Das Monogramm des Künstlers befindet sich am Thronhimmel des Papstos. H. 0,235. Br. 0,195. Dio Holzschnitto wurden als Titel in folgenden Worken verwendet: 1) Clomontis Quinti Constitutionos in concilio viononsi edito. (Dor Namo des Papstos Clomons V. steht in rothon Lottom übor dem Holzschnitt). 2) Sextus doeretalium libor a Bonifacio VIII in Concilio Lugdunonsi oclitus. (Dor Holzschnitt trügt hier die Ueborschrift: Bonifacius VIII). 3) Gregorii IX Decrotalium über aecuratissime ommondatus cum con- eordantlls, annotationibus et additionibus marginalibus. (Uobor dorn Holzschnitt in rothon Lettern: Grogorius IX). Die genannton Werko gingon 1511 aus dor Offizin der voroinigton Buchdrucker Joh. Amorbach, Potri und Frobon hervor. His No. 281. Passavant 132, No. 21. 1359. Bernardino Orsi, Maler, welchor um 1511 zu Beggio thätig war. Dorsolbo bezoiehnoto in diesor Weiso oin in VP^JO F 1 '' ol ^ ro sdenerGalorio befindliches Gemälde, das die V .IAO". -1. • Bildnisso einos italienischen Fürsten nebst Gemahlin enthält. Nach dem Katalog der Sammlung hat das Bild folgondo Inschrift: ALBERTO. PIO. P. MVTINiK ET REG1I PRO. FEDERICO IL IMP. PERP. v„VIO. LVCRUTl/K Q. OONZAG7K MANTV7I0. MARCHIONIS. F. l-IIVS VXORI. ANNO. MCCXXXXVIL 1360. Unbekannter italienischer Majolikaarbeiter, dessen hier mitgothoiltes Zoichen sich auf einem Toller dos Sonth- Konsington-Musoums vorfindet.' V8. Nu. 136 1864. 268 y* 5 1361. Mathias van Somer, auch Somr, Somern und Sommern Zeichnet und Kupforstochor, am Mitte dos 17. Jahrhunderts in Rotterdam, Nürnberg und Köln thätig, ist beroits untor dorn Zeichen M. V. S. oingoführt. Dos hior gegebenen Monogrammes bodionto or sich auf Blättern mit Bildnissen \ fr r .. i u: leones omnium electorum priiicipum - ad Comitia \p jzcCt praesentia legatoium ac deputatorum ad vivum exprtssac a M. van Sommern. Ratisbonae 1667. kl. fol. 1362. Sebastian Vrancx, o'm bereits mehrfach von uns erwähnter holländischer Major. Nach dorn Barthel'schon Katalog der Q* . liruunscliweigor Galerie, soll or ein üemäldo dor genannten Ji/ Bammlang in dieser Weise, d. h. mit einem verkehrton V und einem S. signirt haben. Das Bild führt eine hiigeligo Landschaft vor, in wolchor ein Wagen von Räubern angefallen wird. 1363. Valerio Spada, ein, nach seinen liehensvorhältnissen ziemlich unbekannter Maler und Uadiror, wolchor um Mitte des S\Y 17. Jahrhundorts in Florenz und wie es schoint eine Zeit G""f/J lang auch in Innsbruck thätig war. Das hier gegebonu Monogramm, zuweilen auch noch mit den anderen Buchstaben des Künstlernamens: pada verbunden, findet man in verschiedenen, zu Moronz orsehiononon Werken. Einige derselben sind im Lexikon genannt., 1364. Virgil Solis, Zeichner, Maler, Kupferstecher und Radiror nach Einigen auch Form- Schneider, gob. IT) 14 zu Nürnberg, gest. daselbst 1562, war einer der fruchtbarsten Künstlor des 1(5. Jahrhunderts. Dio wolligsten Spuren hintorlioss or als Maler. Sandrart rühmt ihn vor- nehmlieh als Illuminirer von Knpferstichen und Holzsehnit- t ton. Exemplare dioaar Art A <)\ kommen jedoch höchst selten ^3r vor. Sohr zahlreich dagegen sind dio Arbeiten auf Kupfer und Holz mit dem Zeichen dos Künstlers. Indessen ist deren Ausführung oino viol zu ungleiche und dio Zahl der Blatter eine zu grosse, als dass er sie alle mit eigener Hand ausgeführt haben könnto; zudem ist es sohr fraglich, ob or selbst in Holz geschnitten bat. Jedenfalls hatte or violo Schülor und Gehilfen, welche nach seinen Zeichnungen arbeiteten. Bartsch, IX, 246 ff. beschreibt von Solis 568 Kupferstiche und fassf die Holzschnitte in 10 Nummern zusammen, Dieso Verzeichnisse sind durch Passavant, IV, 115 ff. und durch Naglor, im Künstlorlex., vervollständigt worden; ebenso lioforton die Kataloge von Reynard, Weigol, Drugulin u. A. Nachträgo und namentlich ist es das Interesse unserer Zeit für Orna- mentstiche, Weiches Immer neue Zusätze zu Tage fördert. tifir \f 264 VS. No. 1864. Bor Künstler pflegte seinen Namen auf seinen Arbeiten durch ein Monogramm, d. h. hier durch die verschlungenen Anfangsbuchstaben seines Namons oder durch die einzeln gestellten Initialen V S anzudeuten, Das oben mjtgetheilte erste und dritto Zeichen Fanden wir auf Sandzeichnungen. Das zweite Zeichen wird, als einem Gemälde entnommen, von Brulliot mitgetheilt; ebenso dürfte «las letzte, welche* in Lejeunes: Guide de L'amateur de tableanx wiedergegeben wird, von oinem Bilde stanimoii. Die übrigen Zeichen kommen anf Stichen und Holzschnitten vor. Wir gobon in Folgendem einige Zusätze zum Peintru-Gravour von Bartsch und l'assavanf, wie z\i dem Verzeichnis« der Arbeiten des Solis im Kiinstlor-Loxikon. Kupfurstic h e. Nach No. 106 boi Bartsch ist einzuschalten: Ceres, nackto Figur mit Fruchten in der Beeilten. Mit Architektur. I). Q, OK HKS. Das /(Midien Übel der Tliür eines Hausoa. Zu B. No. 221. Bio Astrologie, nackte weibliche Figur mit dem Globus auf der linken Achsel und mit einom Schilde, auf welchem Zirkel und Winkelliackou zu sehen. Astrologin. Oben rechts das Zeichen. B. No. 862—868 Arohitektenisohe Darstellungen. 13 Blatter mit dem Titelblatte, Letztens stellt oin mit Frnchtgewinden und Trophäen geziertes Thor dar, In dosson Oeffnung auf der Tafel steht: VirgilUus Sollit v<~> Nvrnhrrg Wünscht - Bern Frevndtichi': Leser Hau. Nachdem mir diu lluchlin von den alten gehenden furkunu ist etc. etc. Das Buch nber kompt her vf> einem Kunstreichen man Lenn- hanlo Theodorico (L. Thiry) etc. etc. II. 5 Z. 7 L., Br, 8 Z. i) L. Solis spricht in diesem weitschweifiger) Titel ron einem Jaöobus; os ist dies Jacques Androuet du Ceroeau. Lipowsky meint, diese Darstellungen, wenn er von Ansichten antike]' Gebäude nach den Zeichnungen eines Solicho rodot Unter [atzerem ist V. Solis zu verstehen. B. No. 4t)8 — 27. Bildnisse der Ki'mi^e von Frankreich. Bartsch gibt die Zahl derselben nicht richtig an. Von Solis sind 22 bezehh- noto und 14 unbozeichnelo Blätter. Von J. Amman 4 bezeichnete und 22 unbezeichnete. Mit der Titelvignette Amman'« enthält die Folge im Ganzen t;.'> Blätter. B. No. 4G8. Verschiedene Vögel, Ks existirt von diesem Blatte eine treffliche Kopie von der Gegenseite mit, dein Zeichen des V. Solis, welches man oben links sieht. Bas Jesuskind mit Kreuz und Weltkugel auf der Schuller, schwebend. In der Ferne eine Stadt am Wasser. Link* unten in der Ecke das Zeiohen. II. 8 Z. 1 L., Br. 2 Z. 4 L. Das Jesuskind mit Kreuz und Siegesfahne aufwärts schwebend, zwischon einem sitzenden und einem die Laute spielenden Engel. Unten sieht min eine Stadt und ohen steht in der ( 'arlouidie : l'AX -VOBIS. In der linken Ecke obon das Zeichen, H. 4 Z. 9 L., Br. 3 Z. 5 L, Ks kommen sehr retouohirte Abdrücke vor. König Artus in Rüstung, Auf dem Schilde sind droi Kronen und links in der Bütte sieht ein ß. Untor der architektonischen Einfassung: KVNNK.i Ab'TVS. Das Mogramm rechts auf einem Steine. H. 2 Z. 1—2 L„ Br. 2 Z. 2 L. Kiu auf dem Bette ruhendes nacktes Weih in Verkürzung, Rechts ohen liehen dem Vorhang sitzt, auf dem Fenstersims ein Papagei. Kechls VS. No. DSU!. 36t unten in der Ecke ilas Monogramm. II. 2 Z. 10—LI I«., Br. 4 Z. 10-11 L. Kin betrunkener, nach links hin taumelnder Schalksnarr, welcher daa Genossene wieder tob sich gibt. Ihm folgt ein sweiter Narr mit einer grossen Brille auf der Nase. Eine sein- Bohmutzige Darstellung, mit den Initialen bezeichnet. H, 2 Z. 1 IV, Br. 3 X. 3 L. Uns von Bartech No. 525 beschriebene, mit dm' Nummer 5 bezeichnete Blatt gehört zu einer Folge, von weloher Börnor noch folgende Blätter könnt: 4. Ein Becher mit Docke!, auf welchem ein Laubbüschol. Der Untere Thoil ist mit Fruehtfostons, einem Fische, einer Sehlange, einem Frosche u. a. Thieren geziert. Am Deckel steht: Schmc (Schmecke). H. 8 Z. 10 L., Br. 4 Z. 8 L. 7. Kill bochorähnliches Gefäss nul' hohem Kusse mit Deckel, aul' lotztorom die Figur du Heilandes. Am Fasse Adam und Eva mit der Schlange. Mit Schrift: Leuchter, salcs etc. In gleicher Grösse mit dorn vorigon Blatte 8. Bocherälmliches Gefäss mit Deckel auf hohem Fusse. Der Griff des Deckels gleicht einem Leuchter, auch ist demselben das Wort. Leuchter boigesotzt. II. 6 Z. 10 L, Br. 4 Z, 7 L. 11. Kino Kanno, deren Handhabe mit einem Seepferd geliert. H. 8 Z. 11 L., Br. 4 Z. 8 L. 18. Verzierte Dolchschoide, auf wolchor eine Figur mit Schild und Fahne. Zu Seiten des gekrönten Hauptes der Figur: 1 CK (Jul. Cäsar). H. 8 Z. 10 L, Br. S Z. 8 L. 19. Thoil einer Vorziorung mit einer Tenne, welche eine Masko in der Kochten und Friichto in der Linken halt. H. II Z., llr. 4 Z ü I,. 20. Zwoi. übereinander gostellte roieh verzierte Dolchgrilfe. Dor Knopf dos oboren wird von zwoi auf Adlern reitenden Satyrn gebildot. II. '•• Z. '.) L., Br. 4 Z. 8 Li 22. Zwoi birnenförmige Becher mit Deckst auf hohem Fasse. Die Handhabe bildet eine Schlange. Auf dem Deckel ein Satyr mit Füllhorn otc, H. 8 Z. 1) L . Br. 4 Z li L. 24. Kin Abondinahlkolch, am Kusse mit Ghernbsköpfen, lieber den Kelch die mit dem Schweisstuche gelierte Hostiensehachtel. II. 8 Z. '•) L., Br. 4 Z. 7 L. Fries mit droi Medaillons, in welchen weibliche BiUten. In den Ornamenten siebt man einen Atl'en. oinon Papagei, eine Knie und einen i^uchs. H. 108 mm., Br. 32 mm. Fries von Laubwerk mit einem Medaillon, eine Frauenbüste enthaltend, und der Unterschrift: 1VST1NA. C. Zu den Seiton. V. S. H. 25 mm, Br. 167 nun. Fries mit einer Vaso, aus deren Kuss rechts und links Laubwerk emporsteigt, in welchem man verschiedene Thiere (Hirsch, Sand, Löwe) bemerkt. An der Vase das Zeichen, Dor Grund ist weiss. H. 84 mm., Br. 169 mm, Fries mit Bliitterwerke und Zweigen, Welche aus den Schenkeln eine« Weibes hervorgehen, Links hascht ein Hund nach oinem Vogel mit Manneskopf, rechts bowegt sich ein Hase nach einem ähnlichen "hi manschen Vogel. H. 22 mm., Br. 168 mm. Drei Laubwerkfriese übereinanderi im oberen zwei Frösche, im mittleren Eidechse, Schlange und Houschrook. Im unteren links V, ''''''bis S. II. :(7 nun., Dr. 181 mm. Fries von lierliohen) Lederwerkomament, weiss auf sohraffirtew Grunde, in welchem gegen die Mitte V. S. II. :!,'l mm., Br, 1(17 nun. ätfö VS. Na 1864 Zwei Bordüren, bestehend aus leiohten moreskisohen Verschling- ungen, «reiche in der Mitto dio Form der Ziffer 8 bilden. Unton das Zeichen. IT. .'!;! nun., Br. 166 nun. Kino Glesskanne, deren Bandhabe aus einen Löwonkopfo und zwei Widdorhörnern gebildot ist. In der Mitto obon das Zeichen. H. 214 mm., Br. 158 mm. Vaso mit Dockol und zwei kleinen Handhaben, goziwt mit zwei weiblichen Figuren und obon so violon vorsoblungonon Eidechsen, Links oben das Zeichen. H. '215 mm., Br. 118 nun. Ein Becher mit Deckel, auf welchem oino nackte weibliche Figur stobt. .Sie trägt' einen Korb mit Erachten auf dein Kopfe. Links oben du Zeichen. H. 2;i2 mm. Kino Giesskanne mit Henkel, auf welcliom ein bärtiger Satyrkopf angebracht ist, dessen Ohren in Laubwerk enden. In dor Mitte unten das Zeichen. H. 159 mm., Br. 168 nun. Schalo, von einem Satyr getragen, welcher zwei Delphine unter dorn Arme hat. Don Henkel bildet ein Triton mit Dreizack. Kochte obon stobt: Schneck, unten nach links: lforico. Unter diesem Worto das Zeichen. H. 98 nun., Br. 58 mm Dieses sobr schöne und seltene Blatt bildet No. 3 einer Folg« von 4 Blättern mit Vasen nach don vier Ordnungen der Architektur. Eine Vase, deren Hals mit oinom Widderkopf geziert ist. Am liniiebe sind zwoi Adler dargestellt, getrennt durch dio Masko oinos Löwen. Am Kusse V. S. H. 81 nun., Br. 54 nun. Verschiedene Details für Bildhauer, 11 Darstellungen, darunter ein Widder köpf, ein Che* üb, eine Schnecke, ein Pferd etc. Unten rechts und links V. S. H. 100 mm., Br. 89 nun. Ein Blatt mit zehiv Motivon für Goldsclnniode. Obon drei Frioso, unten droi punktirto Skizzen, dann Ohrengehänge, Hinge. Unton gegen links das Zeichen, H. 88 mm., Br. 118 mm. Ein Blatt mit 21 ornamcntliehen Vorbildern in Ovalon und Kunden, von feiner und geistreiehor Zeichnung. Das Zeichen in der Mitte obon. H. 84 mm , Br. 108 mm. Ein Ohrengehänge mit Blätterwerk auf schwarzom Grunde. Unton gegen dio Mitte oino Vaso und V. S. Dazu gobört oin unbekanntes Gogonstück. Ein Frios, welcher zu beiden Seiton verlängert worden kann. Er zoigt Laubwerk in der Weise von Cartouchett, untermischt mit Figuren und Thiorcn. Unter diesem Mustor ist oino Borduro von feinem Blättor- work. Zu den Seiten V. S. H. 57 mm., Br. 84 mm. Der achte Thoil oinos kreisrunden Frieses. Man bomorkt in don Ornamenten rechts und links zwei aus Blumenkelchen hervorkommende bizarre Gestalten. In dor Mitte unten das Zeichen. Der sochsto Tbeil oinos runden Frieses als Vorzionmg einer Schüssol. In der Mitte eine Fraiienbüste in einet' Einfassung zwischen zwoi Genion. Mit V. S. H. 48 mm., Br. 88 mm. Dor fünfte Thoil einer Bordüre für eine Schüssol. In der Mitte oin sitzendor Satyr; zu den Soiton sind zwoi zur Hälfte ornamontirte Ovale. M. V. S. H. 47mm., Br. 87mm. Der sechzehnte Thoil oiner Borduro für eine festonuirto Schüssol. In dor Mitto dio Figur der Justitia in Einfassung. Unton im Kando das Monogramm. H. 57 mm., Br. 83 mm. Eino Dolchschoido. Unton zeigt sich eine Vaso mit Laubwork welches auch don übrigen Kaum ausfüllt. Obon siebt man einen gehörnten Frauenkopf und die Buchstabon V. S. H. 107 mm., Br. oben ;!2 nun., Unten 19 mm, VS. Nu. 1894. 2(i7 Kino Scheid« mit Blätterwert auf schwarzem Grunde. In den Ornamenten zwei Pferdeköpfe. Unten V. S. Dio Spitzo oinor Dogenschoido von beiden Seiten. Auf der einen Seigt sich dio nackte Fortuna auf der Kugel im Moero. In der Mitte unten das Zeichen. Zeichnung zu einer Schoido von beiden Seiten. Auf der oinon sieht man einon Fahnenträger, auf der anderen Blättorwork. In der Mitte unten das Zeichen. Drei Oborthoilo einet Schoido mit Blättorwork auf woissom und schwarzem Grunde. Dieses Blatt gohört zu einer Folge von 12 Blattern. Zeichnung zu oinom Ohrongohängo von beiden Soiton. Die Vorderseite ist mit Stoinon geziert und in den Zierwerken boinerkt man zwei Figuren. Mit dorn Monogramm. II. 50 mm., Br. 85 mm. Zoichnung zu oinom Ohrengohängo mit fünf Steinen. In den Ornamenten vier Figuren. Links unton das Zeichon. II. 87 mm., Br. 48 mm. Diese beiden letzten Blätter gehörten zu oinor Folgo von 10 Blättern. Mustor zu zwei Zicrworken im maurischon Style, die Flächen umrissen. Das Zeichen steht zwischen beidon Feidorn. Die fünf Säuionordnungen auf einem kleinen Blatte, mit dem Titel oben rechts: Die V. Sovllo Dor Arehitektvra V. S. N. H. 103 mm., Br. 81) mm. Zweihenklige Vase mit Cherub und zwoi Löwonköpfon. Rechts ein Säulonfuss. Das Zeichen links. H. 79 mm. Br. 29 mm. Doppelpoeal. Auf oinom Wulste dos unteren Pocals droi leoro Schilder, auf einem dos oberen droi Widderköpfe, Links das Monogramm. Fol. Poeal mit Dockol. Am Knaufe zwoi Satyre. Das Zeichen links ohon. Fol. Deckolbocher mit droi Mascarons, am Fusso zwoi Tritono und droi phantastisch« Fischo. Oben links das Zoichon. Fol. Schalo mit zwoi Honkeln, in der Mitte oin Maskonschild; der Dockol ri >chts unton nebon dor Schale. Dal Zeichen links nach dor Mitte zu. Qu. Fol. Holzschnitte. Passio vnsers Herren Jhc.su Christi. Auss den vier Evangelisten 9ezogen etc. Am Schlüsse: Gedruckt zu Nürnberg, durch Valentin Ueyssler. Anno MDLIII. kl. 4. Auf dorn in Holz goschnittenon Titel sieht man unten dio Kreuzigung, ohon dio Auforstohung und rochts und links die Apostel Petrus U| ul Paulus; das Ganzo durch architektonische Zierrathen verbunden. Obon stohon auch dio Buchstaben V. G., welcho sich auf Valentin «oyssler beziehen. H. 4 Z. 9 L., Br. 3 Z. 4 L. Das Werk enthalt 60 Holzschnitte mit erläuternden Bibolstellon und mit Geboten. Bartsch beschreibt diesos Work nicht, es scheinen aber jene Blättor «*ki zu gehören, welche er No. 4, 1—18 aufzählt. Heller zeigt einige Unter den Copion nach A. Dürer an. Eino spätere Ausgabe mit dor gleichen Anzahl von Holzschnitten erschion unter folgondem Titel: Passio vnsers HErren Jesu Christi, auss den vier Evangelisten 9fzogen. Mit schönen, Figuren gezieret. Auch mit schönen christlichen, andächtigen Gebeten, — Gedruckt zu Nürenberg, durch Valentin Geyssler. Im Jahr , M. D.LVIII, 8. Boiden Ausgabon ist ein Werkelten mit Holzschnitten beigebundon, wolcho dio 12 Apostel in Landschaften stehend vorstellon. In den Mittel- odor Hintergründen ist der Tod eines jodon abgebildet. H. 4 Z. * L., Br, 3 Z. Dieses Work hat in dor Ausgabe v, 1553 folgenden Titel: 268 VS. Nu. 1864. Das Symbolum der heyligen Apostel. Ausgelegt durch I). Mar. Luth. In der Ausgabe von 1566 ist das Booh betitelt: Das symbolum der Heyligen Apostel, darinnen der grund vnsers Christlichen ghtubens gelegt ist. Gedruckt zu Nürenberg durch Valentin Oeyssler. • Bartsch kennt diese* Werk nicht. Di« Blattei der Passion sind mehr oder weniger nach don Hoksohnitten der kleinen Passion von Dürer oopirt, Sio scheinen anfänglich als Bilderfolge ohne Text ausgegeben worden zu sein, weil weder Bartsch noch Heller des Textes auf der Rückseite gedenken. Wir gehen in Folgenden) ein Verzeichnis« der Blätter, 1. Die Erschaffung der Welt. Rechts unten das Zeichen. ■ 2. Die Erschaffung des Menschen, Links unton das Zoichen. :>. Eye. hricht dio verbotene Frucht. Links am Baume das Zeichen. 4. Die Vertreibung aus dem Paradiese. Oben in dor Mitto das Zeichen. Solis benutzte ans Dürer's Blatt No, 18 nur die Aermel am Gewände des Fngols. 5, Die Sündtluth. Links unten das Zeichen. (i. Lotb zieht aus Sodoma. Links unten das Zeichen, 7. Die Israeliten speisen das Ostorlaimn. Unten in der Mitte das Zeichen, iS, Der Durchgang durch's rotho Meer. Links unten das Zeichen. '.). Moses empfangt die Qesetetafeln. Unton in der Mitte das Zeichon. 10. Das Mannasammeln, unten rechts das Zeichen. 11. Die oherne Schlange, Oben am Kreuzessi,aiume das Zeichen, 12. Dio Verkündigung Varia. Am Botpulto das Zoichen. 13. Der Bestich dor Maria bei .Elisabeth. Links unter dem Fenster das Zeichen, 11, Die Anbetung der Hirten. Unten rechts das Zoichen. Meist gegenseitige Copie nach Dürer No. 20. 15, Die lieselmeidiing Christi. Unten gegen links das Zeichen. l(i. Die Anbetung der Könige. Unten links das Zeichen. 17. Dor Kindermord, Rechts oben an dor Saide das Zeichon. 18. Die Reinigung Maria. Rechts oben an der Säul« das Zeichen. Dio Figur dor Maria scheint aus Düror's Folge aus dem Lobon Marions entnommen zu sein. 19. Jesus als Knabe im Tempel lehrend. Links unton das Zeichen. 20. Johannes prediget. In der Mitte unten das Zeichen, 21. Die Taufe Christi. Rechts unten das Zeichen. 23. Christus vom Satan versucht. Rechte oben das Zeichen. 2;i. Die Hochzeit zu Cana, Links oben das Zeichen, 24. Horodias mit dein 1 raupte des Johannes. Links gegen dio Mitto das Zeichen. 25. Der Einzug Christi in Jerusalem. Oben in dor Mitto das .Zeichon. In der Anordnung ist Dürer's Compositum von der Gegenseite beibehalten, B. 22. 21!, Die Fusswaschung. Oben in dor Mitte das Zeichen. Die Figuren dos Beilandes und des hl. Petrus sind Dflret entnommen^ B. 25. 27. Das Abendmahl. Das Zeichen rechts unten. 28. Christus am Oelborg. Links unten das Monogramm. Gegenseitige Copie dos Blattes von Dürer, I!. 26. 29. Dio Gefangennehmung. Links unten das Zeichen. Die Figuren des Petrus und Mah hus nach Dürer, B. 217. •'iO. Christus vor Oaiphas. Das Monogramm links unten. Die Figuron des Heilandes, des bohen Priesters und des vorderen Kriegskneontei sind nach Dürer von der Gegenseite, II. 2'J. VS. Nn. 1884. £269 31. Christa« vm Pilatus, Links unten das Monogramm'. Gegenseitige Copie nach Dürer, mit einigen Veränderung«», 1>. 31. 32. Christas vor Herodesi unten gegen links das Zeichen, Die Figur des Heilandes ist ans Dürcr's Blatt, B. 32. 33. Die Gcissolung. Links unten gezeichnet. Christus un(>. l'ilatus wäscht, dio Hände. (Inten gegen links das Zeichen. Meist gegenseitige Copie nach Dürer, li. 86, 87. Die Krouzsohloppung. Links unten gozoiehnot. Griisstonthoils nach Dürer von dor Gegenseite, B, 37. 38. Christus an's Kreuz genagelt. Ohne Zeichen. Die Figuren des Heilandes und eines bohrenden Henkers aus Dürer, 1!. .'Sit. 3it. Christus am Kreuze sterbend. Unten in der Mitte das Zeichen. Dor Heiland, die Magdalena, Sei'links vorn stehlende Soldat und die Frau rechts vorn nach Dürer, B. 40. 40. Die Kreuzalmohmung. Unten gegen rechts das Zeichen. Gegenseitige Copie nach Dürer, mit Weglassung einer Frau, B. 43. 41. Dio Grablegung. Links am Grabe gezeichnet. Gegenseitige Copie nach Dünn- mit geringen Veränderungen, B. 44. 42. Christus auf dem Grabe steheUd. Links unten das Zeichen. Die zwei vorn befindlichen Wächter nach Dürer und theilwoise auch dor Christus, B, 45. 43. Dio droi hl. Frauen am Grab«, An letzterem das Zoiclion. 44. Christus als Gärtner vor der Magdalena. Mit dem Monogramm auf der Schaufel. 45. Thomas befühlt die Wunde des Herrn. An Düror's Blatt, erinnernd. Oben gegen rechts das Zeichen, * 4ti. Dio Himmelfahrt Christi. Unten in der Mitto das Monogramm, Dio zwei vorn rechts und links knioondon Apostel dem Dürer nachgeahmt, B. 50. 47. Die Urseheinung des hl. Geistes. Unten gegen die Mitle das Zeichen. Gegenseifig nach Dürer, B. 51. 48. Dio Jünger ziehen in alle Welt. Rechts unten gezeichnet; 4!>. Christus am jüngsten Tage. Ohne Zeichen, fast gänzlich nach Düror, B. 52.' • r >0. David im Gebet, in Wolken diu- Heiland. Das Zeichen links unten. Passio vnserx Herren Jhesu Christi, Auss den vier Euangelisten gezogen. Mit schönen Figuren geziert. Auch mit Christlichen, vnd schönen andechtigen Gebeten . Gedruckt su Nürnberg durch Valentin Neuher. M.D.LX1L 8.' Dieses Werk enthält 50 Blätter, darunter wahrscheinlich die von Bartseh No. 1(1—52 im Werke Dürcr's erwähnten 21 Gopten nach dem letzteren, nämlich nach der kleinen Holzsehnittpassion. Im Werke des virgil Solis weist er unter No. i; darauf bin, und wahrscheinlich nach 'Inn sfthlt Heller diese Copien auf. Keiner der genannton Schriftsteller erwähnt des Textes auf der Rückseite, wie ihnen auch das Buch un- ''okannt ist, in welchem die Blätter vorkommen* Sie irren auch beide wrin, ihiss sie 24 Copibn nach Dürer annehmen, indem sich deren nur '2 als Nachbildungen erweisen. Auch sind die Gopten nicht alle nach •l (, r kleinen llol/selinift|iassion gofertiget. Nur 12 Blätter sind dieser Passion entnommen, und 11 solcho nach don Kupferstichen ausgeführt. 270 fg. No. 1964 1 las Blatt No. 24 bei Bartsch könnte die Vortroibung aus dem Paradiese sein. Von (Jon Copion der obon erwähnten, bei Valontin Geyssler ge- ilruckton Passion unterscheiden sich dieso Blätter durch dio Grosso. Sie sind nur 3 Z. hoch und 2 Z. 3 L. broit. Copion nach der kloinen Holzschnittpassion B. No. 20, 22, 24, 25, BS, 33, 89, 40, 49, 50, 51, 52. Copien nach don Kupferstichen B. No. 4, 5, 6, 7, 9, 10, 11, 12, 14, 15, 17. Diesem Werke ist noch folgendos boigodruckt: Bas Symbolum der Heiligen Apostel, darinnen der grundt vnsers Christlichen Qlaubens gelegt ist. Borna. 10 u. s. w. Dieses Credo ist mit 12 kleinen Apostelfiguren geziert, welche aber ohne Zeichen sind. Am Schlüsse sieht man in einem Ovale die Anbotung der Hirten und die Taufo Christi mit dem Druckorzeiclion dos V. Nouber. H. der Apostel- figuron 2 Z. 4 L., Br. 1 Z. 5 L. Kindergesänge von Niclaus Herman, Cantor zu Joachimsthal, 15G0, von PI. Kbor herausgegebon. In diesem Workchen kommen ebenfalls verschiedene Holzschnitto von Virgil Solis vor, darunter dio Geburt und dio Taufe Christi. H. 3 Z. 2 L., Br. 2 Z. 3 L. Ferner Vortollungon aus der Kupforstichpassion von A. Dürer. H. 3 Z. 3 L., lir 2 Z. 3 L. Bartsch No. 4, 5, 6, 7, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 17, 32. Esopus Teutsch, das ist: Das ganzo Leben und Faboln Esopi, mit sampt den Fabeln Ariani otc. — Mit schönen Figuren goziorot. Frankfurt a. M. N. Basse 158!) — Von Beinicken Fuchs. Ander Thoil des Buchs Schimpf und Ernst etc. Franckfurt a. M. N. Basso 1581. 8. — Dio Holzschnitto zum Aosop sind dio von Bartsch No. 8 beschriebenen, die zum Reinecko sind Bartsch unbekannt. In R. Woigel's: Kunstlagor- Oatalogen finden sich noch oinige andoro Ausgaben vorzeichnet. Drei Holzschnitte, welche die vorschlungonon Buchstabon VS nebst der Jahrzahl 1533 tragon und sich bei Bartsch nicht beschrieben finden. Die Blätter, von 7 Z. 5 L. H. und 5 Z. Br. scheinen einor grössoron Folgo anzugehören: 1) Dio Geburt Christi. In der Mitto liegt das Jesuskind in einem Korbo. Links kniet Maria mit gefalteten Händen und rechts Joseph, hinter wclphom man zwei andoro Männer bemerkt. Don Hintorgrund bildet eino vorfallono Hütte. Ganz im Hintorgrunde sioht man dio verkündigenden Kugel boi den Hirten. Das Zeichen unton links am Gowande der Maria. 2) Die Anbotung der Hirten. Rechts in einem Gebäude kniet Maria mit über dio Brust gologton Händon nobon Josoph. Vor ihr auf dem Boden liogt das Kind. Links zwei Hirten, von welchen der eino, mit oinom Dudolsack, kniet; dor andere, mit oinom Stock in der Hand, stobt. Im Hintergründe ein Kugel. Das Zeichen gogon dio Mitto zu über dem Gewölbe, auf welchem sich das Gobäude orhebt. 3) Dio Anbotung der hl. drei Könige. Links sitzt Maria mit dem stohondon Kindo auf dem Schooss. Rechts bringt einor dor Könige knioend soino Geschonko dar, während die beiden anderen im Hintergründe an der Tliiir stehen. Das Zeiehon ist unten rochts auf einem Steine. Ein Reiter von vier Hollebardiors bogloitot. In der Mitto liost man unton: Gedruckt zu Nürnberg durch Wolfgang Strauch, Formschneider 1570; obon: Von Gottes Gnaden Wilhelm, Herzog zu Jülich otc, H. 10 Z. 9 L., Br. 12 Z. 9 L. — Dieso Darstellung wnrdo auch zu einem Bildnisso des Horzogs Friedrieb von Sachsen benutzt, indom ein älterer Kopf in dreiviertel Ansicht eingesetzt wurde. Frios, an dessen oinom Endo oin Mann in Rüstung dio Laute spielt, währenil an dem andern Endo eine nackte Harfnorin sitzt. In der Mitte VS. No. IHM — 1:-!(!7. J71 führen theilweiso geharnischte Kinder oinon Ringeltanz auf. Links davon furnieren zwei Kindor in Laufkorben, rechts andere Kinder. Mit Monogramm. H. 1 Z. i) L, Br. 11 Z. 1 I. Landschaft mit der Rückkehr des vorlornon Sohnes. Er kniet mit orhohenon Händen rechts, dor Vater mit den Hausgenossen stoht vor den Gebäuden. Unten rechts das Zoiehen dos V. Solis, links das des Eormschnoiders H. W. G. H. 8 Z. 9 L, Br. (i Z. 4 L. Let/.torer Fonn- schnoider hat noch verschiedene andere Blätter nach nnsorem Meister ausgeführt. S. No. 1722 dos HL Bandes unseres Werkes. Landschaft mit dem hl. Hieronymus. Derselbe befindet sich links vor einer Grotte mit dem Liiwon. Im (.Irunile zeigt sich eino Stadt mit Thürmon nnd ganz in der Porno sind Burgen auf Felsen. Hechts auf dem Felde bemerkt man oinon Roitor und oinon Fussgängcr. Ohne Zeichen. H. 3 Z. 9 L, Br. 6 Z. 4 h. Das Wappon der Pfinrfng. Links Minerva, rechts Mars; oben halten zwei genügolte woiblicho Genion oine Oartouche mit einem Medaillon, worin Horatius Codes abgebildet ist. Unten auf einer Tafol stoht: Patriae et Amioi. Fol. Es gibt von diesem Blatto eine von Andr. Khol gestochono, gleichseitigo Copio. Laubwerkornamont auf schwarzom Grunde. Unten in der Mitte das Zeichen. Zu einem Buche gehörig. Qu. 8. Ornament. Zwei woiblicho Halbhguron, in einer Hand oinon Watt- artigen Fächor, in dor anderen Laubwerk; auf schwarzem Gründe. Unten in dor Mitte das Zoiehen. Aus einem Bucho. Qu. 8. 1365. Unbekannter Maler oder Formschneider. Von ihm sind dio Bilder der Holzschnittbibol unter folgendem Titel: Die pA gantze Bibel der ursprünglichen Ehräischen und Griechi- IS 7 x$^ sehen waarheyt nach, au/f's aller traulichst vertcutschet. ^ Gedruckt zu Zürich hei Christoffel Froschauer, im Jar als man zählt M.D.XXXI. Fol. Kino zweite Aullage erschien L54(i. Dio violen Bilder in qu. 4 gehoron der Holboin'sehon Schule odor doch oinem Nachahmor dieses Meistors an; darunter sind Oopien nach Holboins alttestamentarischen Bildern 'und der Apokalypse, Einige Blätter tragen die obigon, doni Monogramme dos Virgil Solls sehr ähnlichen Zeiclien, doch scheinen diese Bilder ihm nicht anzugehören. 1366. Ventura Salimbeni, genannt il Cavaliere Bevilacqna, Malor und Itadirer von Siena, 1557—1(!13, ist bereits eingeführt. Das hier nütgothoilto, auf ihn bezügliche Monogramm bo- lindet sich auf einem Stiche in Fol., welchen Job. Baltasar Probst nach oinem seiner Gemälde gefertigt hat. (gegenständ der Darstellung ist: Kaleoniori, der auf Bitten soinos Bruders und seiner Tochter Juliana dio Kircho St. Annunziata baut. 1367. Dieses Zeichen findet man auf einer in Holzschnitt ausgeführten Titel-Vignette zu: Marci Antonii Coccii Sabellici Q exemplorum libri ilecem. Die Vignette zeigt einen verzierten \S> Wagen mit einer Dame in demselben; zwei Männer im Co- yr stüme des IG. Jahrhunderts schieben den Wagen vorwärts, während sich zwei andere dagegen stemmen. Quer in der oboren Ecke steht: Clio histo \ rie preses. H. 2 Z., Br. 4 Z. 2 L. Das Monogramm ist vielleicht ein Buchdrucker- oder Verleger-Zeichen, e« kann sich jedoch auch auf den Verfasser dos oben genannten Werkes, Marc Anton Coeeius, beziehen. Letzterer wnrdo i. ,T. i486 zu Viconaro lfo5 272 VS. No. 1368 — 1372. geboren. Sein Lehrer Pomponius Laetus zu Rom legte ihm den Namen Sabellieus bei. Coccius war Geschichtsschreiber. Die Clio histnriac praeses, welche in der Vignette dargestellt ist, deutet auf des Coccins Literaturfach hin, und das aus den Buchstaben S. und V. gebildete Monogramm könnte Sahellicus Viconariensis zu lesen soin. Andererseits spricht Mi dio Annahme, dass wir es hier mit einem unbekanntes Bucharockerieiehen zu thun haben, der Umstand, dass man die Vignette mit dem Zeichen auch noch auf den Titeln anderer Druckwerke findet, wie in der Titeloinfassung zu dem Dialogi pueriles 8°. 1368. Siegfried Viegelman, ein aus Hamburg gebürtigerGenre- 5 maier, welcher 1S27 in Münchon jung verstorben ist. Das -r Zeichen stoht auf liildern mit ländlichen Seonen aus / Bayern und der Schweiz. 1369. Unbekannter alter Kupferstecher, unter dessen beistehendem Zeichen . Hcineke, Neue Nachr. p. 384, oin Blatt in t° mit ■\Sr der Kreuzabnahme beschreibt. *^ Nach einem Katalog von Fra.uonholz in Nürnberg aus dem Jahre 1801 findet sich dasselbe Zeichen auch auf einem gestochenen lilatte, welches eine sitzende Prau nebst einen Kinde an einem Brunnen darstellt. Auf einem Bande Host man Obedientia etc. darüber steht das Zeichen. 8. 1370. Werk- und Städtezeichen, welche sieh auf einer kunstvoll gearbeiteten Itiistung des 16. Jahrhunderts vor- r ^ | Hj?^^ liuilen. Das erste Zeichen mit V S und Helm, tvÄs] \v>jW einem unbekannten Plattner angehörend, Ist auf \J/ \^/ jedem Hauptstücke der Rüstung, das zweite Zeichen dagogen nur einmal eingeschlagen. 1371. Virgil Solis hat bereits oben eine ausführliche Bosprochung gefunden und es sind dort dio verschiedenen Formen Sinnes 3rr r' Monogrammes wiedergegeben worden. Hior haben wir es mit den Initialen zu thun, deren er sich obonfalls häufig zur Signatur bediente. V &■ Das erste Zeichen steht auf einem Kupferstiche, welcher acht weibliche Brustbilder mit verschiedenem Kopfputa enthält, lieber den Köpfen: Flandern, Sachsen, Frankreich, Jlixpania, l'revsen, Nidlant, During, Meisen. Dann liest man noch auf dem Blatte: Manier oder Tracht. Darunter befindet sich das Zeichen. H. 1 Z. 2 L„ Br. 5 Z. 9 L. Das zwoito Zeichen, aus den einfachen Buchstaben V S. bestehend, kommt auf zahlreiohon Stichen und Pormsohnitten vor. 1372. Diese Initialen findot man auf einem gut gezeichneten und ziemlich ausgeführten, radirten ülatto, welches oinon bejahrten, bärtigen und einen jungon Mann hinter einem \/ if. platten, zum Tische dienenden Steine zeigt. Der links befindliche Alte hat eine Pelzmütze auf 'dem Kopfe und halt mit der Linken eine Korbflasche, während der junge Mann zu singen schoint. Er trägt eino mit oiner langen Feder gezierte Mütze, and fasst mit dor Linken oin gefülltos Glas. Der Hintorgrund ist grösstenteils mit einer waagrochton Strichlago ühorzogon. H, 3 Z. 4L., Br. 6 Z. VS. No. 1373 — 1378. 273 Diosos schöne Blatt ist von einem italienischen Meister aus der früheren Zeit dos 17. Jahrhunderts. Kr hat die Nadel mit einer Fertigkeit geführt, welche glauben liisst, dass dioss nicht der erste und einzige Vorsuch war. Hechts unten an dem beschatteten Storno ist noch oin zweites, aber undoutliches Zoichon, welches aus C P zu hostohon scheint. 1373. Bin unbekannter Kupferstecher, dor älter als Virgil Solis ist, hediento sich dieses Zeichens auf oinom Blatte, welches \/«/" don Apostel Paulus darstellt. Kniostück, mit horizontal überarbeitetem Grunde. H. 2 Z. 8 L., Br. 2 Z. 1374. Jean Vauquer, Zeichne] und Kupferstecher von Blois ist boroits eingeführt. Das hier gegebene Zeichen steht auf j, ~ Blattern mit Qoldschmiedsmugtem, Der obere Theil der- V • J • selben onthält oin reiches Blumen- und Groteskenwerk, dor untoro Tlioil dio Bossins zu Dosen, Uhren und dorgl. 1375. Ein Valerio Spada soll am 1672 Sohreibmeister oinos Prinzen von Toscana gewesen sein und ist jedenfalls mit dem von uns oben unter No. 13G3 eingeführten Maler iinil Radirer *• o. identisch. Mau (indot von ihm ein Werk von 7o Blättern, welche in Federzeichnungsmanier verschiedene Compo- sitionon, Ornamente, Arabesken u. dergl. als Muster für Sohönschreiber enthalten. Die Bliittor 33, 34 und 35 zeigen Schrift in Oartouchen, wolche in Holz goschnitten sind. Sie tragen die obigen Initialen. — Noch ist uns oin Alphahot auf zwei radirton Blättern mit 22 Bgürlichen Darstellungen bekannt. Jede hat einen leeres Kaum für den Buchstaben. Auch auf diesen Blättern lindet man die Signaturen Spada's. 1376. Valentin Sezenius, Goldschmied und Kupferstecher, welcher in dor ersten Hallte dos 17. Jahrhunderts in Deutschland und, tt r< nach Einigen, auch in Italien thätig war. Sein aus den *»> Namcnsinilialon bestehendes Zeichen soll sich, nach ('brist und Brulliot, auf den Blättern oinor Folge mit Goldschmiedsverzierungen vorfinden. Wir ■ kennen die Blätter nicht. Vielleicht ist es Gelehrten „zur nothwondigen Vorthoidigung des ovangolischon Augapfels, nämlich der wahron, reinen ungoänderton Augsburg'schen» Oonfession". Tontzol, Tab. 44. Dio ersten Buchstaben gehören wohl doni Erfinder an, mög- licherweiso oinom Gelehrten, dio andoron dem Sebastian Dadlor, einem Medaillour, über wolchon untor No. 4024 dos IV". Bandes gehandelt worden ist. 1392. Nach Malpß, II. p. 228, soll Virgil Solis mit diesen Buchstaben einige Arboiton signirt habon. Dio Buch- V. S. N. staben worden mit Virgile Solis Norimbergen.iis go- deutot. 1393. Mathias van Somer, ein bereits eingeführter Zeichner und Kupferstecher des 17. Jahrhunderts, signirte in dieser Weise \!?oi»r.T ein Blatt mit einem Bildnis» in: Türkische und Ungarische Chronicon — Nürnberg. 10G3. Fol, 1394. Valerio Spada, ein boroits oben unter seinen Initialen j- _ eingeführter Stecher, welcher im 17. Jahrhundert für lloron- ®f a: tiniseho Buchhändler gearbeitet hat. Beistehende Signaturen (^j,?- sind den Vignetton einor naturwissenschaftlichen Schrift entnommen, dio 1667 in Florenz erschion. Die Vignetton bo- \Sf* stehen aus Blattvverkornamenten mit Früchten, Kindern, Vögeln yji , und physikalischen Instrumenten. 1395. Diese Buchstabon linden sich auf Stichen nach Zeichnungen Salimbeni's und werden mit Ventura Salimbeni V S S. Senensis goloson. 1396. Valentin Teirich', Architekt und Schriftstollor, geb. am rr _ r _^ 23. August 1844 in Wien, gostorbon obonda am cwj cTCo 8. Fobruar 1876, wolchor sich durch vorsehiodeno * « Publicationon kunstgoworblichor Gegenstände älterer V T. No. 1307 - 1403. 277 und neuerer Zeit einen Namen gemacht hat. Die beiden Zoichon sind den Abbildungen entnommen, welche Teirieh einem in der „Zeitschrift f. bild. Kirnst" JJ. V. veröffentlichten Aufsatz über „Das Grabmal in der toskanisonen EVünronaissance" beigegeben bat. 1397. Dieses Zeichen, welches jedoch vielleicht auch N. T. zu loson, fand Ch. Kramm auf dem geätzten Titelblatte folgenden V. T. Druckwerkes : Berigt om konstige Lugt- en Waterwerken te maken. Door D. L. Ph. Dr. Te Utrecht, by Joannes Esvclt, 1735. 1398. Veit Thieme, Hofmaler zu Weimar, um 1570 thätig. Sein Zeichen kommt auf einem Holzschnitte vor, welcher V. T. das lüldniss Johann Wilhelm Herzogs von Sachsen enthält. Das Porträt befindet sich in einer ('artoueho mit dor Inschrift: HEB REGHER MICH DVRCH DEIN WORT und ist von einer architektonischen Minfassung mit den allegorischen Figuren Snes und Fides eingeschlossen. Unton hangt ein Tepploh mit seinen verschlungenen Namenszügen und D 8, 1570 (Dux Sazoniae), Darunter an oinor verzierten Schrifttafel der Titel. In der Mitto unter diesor Tafol ist Tlüemo's Zoichon V. T, angebracht. 1399. Madcmoiselle Vautrin, spätere Madame Gerard, war als . lilumoumalerin für die Manufactur zu Sevros thiitig ~E und bediente sicli dieses Zcichons. Y^ 1400. Friedrich Julius von Tschiersky, Liebhaber, Zeichnor und Radirer, geb. 1777 zu Peilan in Schlesien, gost. in Dresden y 'p j- als k. s. Kriogsratli. Kr war ein Sehülor von Klongel und '<* hat nach diesem und nach J. G. Wagner u. A. wie auch y f nach oigenon Zeichnungen etwa 20 Blätter radirt. Line ' j Landschaft, mit Häusern und einem Tluirm im Hintergrunde, nach Natho, vom Jahre 178(i, qu. 12 und vier Landschafton mit Figuren und Vieh, vom Jahre 1804, qu. fol. sind in obigor Wuiso bezeichnet. 1401. Nach Hellor's Monogramnilex. soll Daniel Vertangen sich dieses Zeichens bedient haben; Letzterer, gob. 1598 \l T ( " V un " ail "' S 08 *' 1^57 zu Graveuhago, war oin V . 1 vj. 1 • Schüler O.l'oelonburgs, dosson Arbeiton zuweilon mit den soinen verwechselt wordon. 1402. Unbekannter deutscher Kupferstecher aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Hrulliot sah von ihm oin "oy /■ , Dorträt in einem, von Ornamenten und allegorischen "' l i/cc . /6/?. Figuren umgebenen Oval. Die Unterschrift lautete: Michael Buo Lcclesiastes Wechmariensis, ao- tatis 59. Das Zeichen mit der .lahrzahl befand sich unten in den Ornamenten, 4". 1403. Johann Heinrich von Uslar, Mflnzdireotor in Hildosheim, y ,, 17(14 -1784, bediente sich auf den unter seiner Loitung ge- ■ u * prägten Münzen dieser Zeichen. v.U. 278 VV. No. 1401 — 1409. 1404. Zoiohon eines unbekannten Formschneiders, welehor für Buchbinder thätig war. Ein Einband von: Decisiones am- u y pliss. Senatus medidlancnsin aliorumque magistratuum etc. V . V . Francofurti 1600, onthält auf der oinon Soito das kaiser- liohe Wappen und Köpfe in Medaillons eingoprosst, auf der anderen Soito das kursächsieche Wappen und unten die Buchstaben VV als Zoichon dos Formschnoidors. Donsolbon Buchetaben, aber verschlungen, begegnet man auf einem um 1579 verfortigton, mit Piguron geschmückten Einband von: Oper um Jo. Brentii Tomus 3. Tubingae 1558. Pol, 1405. Violanta Vanni, Kupferstecherin von Florenz, wird als Schülerin des R. Strange aufgeführt, welche! um 17(>0 in V. V. Florenz thätig war. Nagler, der verschiedene Arbeiten von ihr im Künstlorloxikon aufführt, vermuthot dass sio dio Gattin oder Schwerter des Kunsthändlers Giuseppe Vanni gewesen, in dessen Vorlago oinigo ihror Bliittor erschienen. Die Künstlerin soll sieh des obigon Zeichens bedient haben, doch wird nicht gesagt, auf welchen Arboiten. 1406. Unbekannter italienischer Formschneider. Sein Zeichen stellt sohr undeutlich auf einen- Vignotto zu Niecollucci: De Biscursi Folitici e Militari. Venetia 1648. üio Vignotto zeigt yv^ die Hoffnung in oincr Landschaft stohoml; die aus Karyatiden und Gowindon bestehende Einfassung hat die Inschrift: Spes mea in Deo est. 1407. Unbekannter Radirer, wolchor gogen Ende dos vorigen Jahrhunderte In Deutschland thätig war. Das Zeichen Endet y, sich auf einor radirton Vignette, welche eine Landsohaft mit v Je. Wald und Wassor in Mondhelouciitung darstellt; darunter steht: „Ich bin das nicht, ivas ich scheine." Die Vignette gehört zu einem 1788 in Halle in zwoiter Auflage orschiononon Buche, betitelt: Anweisung zur populären Menschenkunde. 8". 1408. Adrian van de Velde, dieser reichbogabto, violsoitigo Künstlor, hat bereits, nobst sohlen Signaturen, an früheren Stollon unseros Workos oingohondo Besprechung gofundwn. Die hier mitgothoilto Bezeichnung trägt ein seltenes Blättchon, welches oin liogondes, nach recht« gerichtetes Schaaf vorstellt, dessen Kopf von vorno zu sollen ist. Vor ihm liegt rechts am Bodon oin dürrer Baumzweig und in der Luft sind filnf Vögel, Links oben in der Radirung stohon die Buchstaben VVA. kloinor noch als diesolben von uns wiedergogobon. II. 1 Z. 3 L., Br. 2 Z. Auf dieso Soltonhoit macht R. Woigol Suppl. au P. gr. 1. p. 29. aufmorksam, aber ohno gonauo Angabe dos Zeichens. El findet grosse Aohnlichkoit mit don Arboiton des J. van dor Meer de Junge. B. P. Gibbon hat 1830 für Mr. J. Sheepshanks oino treffliche (Jopie gefortigot und zwar nach dem Exemplar im Museum zu Amsterdam, Die Copio hat ebenfalls obige Bezeichnung, 1409. Vincenzo Vangelisti, Kupferstecher, geh. 1741, nach Anderen 1738 in Florenz, gest. 1798 in Paris, Er war ein _ Schüler von Wille und arbeitoto ausser mit dem Grab- V • VttHflcl. stichel auch in Tusch-, Punktir- und CJniyoiiiiiaiiier. Im Lexikon ist oin grossor Thoil seiner Arbeiten aufgezählt. Auf oinigen Blättern stehen die Initialen; VM VV. No. 1410—1414. 279 obenso kommt die hier wiodergogebono Abroviatur dos Namens als Signatur vor und zwar auf »Sticlion nach Skizzon Ant. Dom. Gabbiani's in folgendem Work«: Raccolta di cento Pensieri diversi di Anton Domenico Oabbiatii etc., f'atti intagliare in ram« da Ignazo Enrico Hugford etc. Fol, 1410. Vicenzo Vangelisti, der oben eingeführte Kupferstecher. V. . bezeichnete auch einige seiner Blätter mit den initialen »• ' . seines Namens, welchen ein I, d, i. Incidit, oder ein Sj . d. i. Soulpelt, beigefügt Ist, Die beiden diöht neben ehk« V \ .$, andor stohondon V werden liäulig für ein W ungesehen. 1411. Unbekannter Maler, welcher in dieser Weise ein im k. Museum zu Haag befindliches. Bild signirt hat. Dasselbe stellt das Atelier des Anwies dar. Letzterer sitzt vor oiner Staffelei und malt das Porträt der Compaspe, der Geliebten Alexanders, welcher hinter dem Maler steht. Noch sieht man verschiedene andere Figuren, während der liehe Atelierrauni mit Gemälden, Büsten n, dergl. geschmückt ist. Mit demselben Zeichen und wahrscheinlich von demselben unbekannten Maler kommt noch eine ähnliche Arbeil im k. Museum zu Brüssel vor. Dieselbe stellt das Innere einer Ueinälde- Gallerle dar und ist mit verschiedenen Figuren stallirl. Letztere sind thoils mit der Betrachtung der Kunstsachall, theils, um einen Tisch gruppirt, mit Büchern, Landkarten u. dergl. beschäftigt. Links, anf den Scheiben oinos Fensters, sieht man die beiden Zeichen. Früher wurde das Gemälde dem Sebastian Francs:, dann dem Fr. Pourbus und Jan Brueghel zugeschrieben. Ebenso wollte man die Buchstaben M V V, in welche sich das obige erste Monogramm zerlegen lägst, auf Martin van Valckonboreht deuten, der sich jedoch gewöhnlich eines anderen, an oiner früheren Stelle unseres Werkes bereits mitgetheilten Monogramme« zu bedienen pflegte, Beber letzteres Bild s. Catalogue doscr. et bist, du Musee royal de Belgiipio, p. Edouard Felis. 1412. Unbokannter Maler, dessen Zeichen Nagler auf einem, im Privatbesitz zu München befindliehen schönen Soe- stück sah. Lctzteros stellt eine leicht bewegte See, auf J/ Jf C* welcher mehrere Sehill'e gehen, dar. Unten im Wasser auf einem kloinon Balken waren die Buchstaben V. V. S zu loson. 1413. Joachim Uitenwaal, Utonwael, Vtenwael oder Wtenvael, Wfr W pI Maler, geb. zu Utrocht 1668, gest. 1604, bediente sich KKaet dieser Naincnsbezeichnung auf einigen seiner Bilder. 1414. Diese Buchstaben linden sieh als Kuiisflorzoichen auf Stichon , , x mit historischen und allegorischen Gegenständen in 8° und V .y.V. werden mit Vincent van der Vinne erklärt. V.\ZV. 280 W. Xo. U15—1418. 1415. Unbekannter Bildhauer, desson hier mitgothoiltes Zeichen am Papponhoimaltar im Domo zu Eiohstädt stoht. .. >. Dor Altar ist aus Solonhofor Stoin unil onthält y^ in dor Mitto die Kreuzigung in violon Eigitruhon. "■* T ij \\^/" Die Einfassung bilden Hoiligo untor Baldachinen. V n W Kino Inschrift bosagt, dass oin V. W. zwischen •^ 1456 und 58 diosen Altar auf Koston droior Dom- horrcn gemacht habe. Im Kunstblatt von 1835 findet sich das Work eingehend boschriobon; obonso wird os von Signart in seinor Geschichte dor bild. Künste im Königreich Bayern erwähnt, welchor den Bildhauor Ulrich Wolf untor dem Zeichen vermuthot. 1416. Diese Zeichen, anschoinond aus zwei inoinandor gestellton V, oder oinom W, und X II bostohond, wordon VK r 1 von Orlandi, Christ und nach diosen nocli von /X \^\ anderen mitgotheilt. Sio sollen sich auf oinom / V. 1 I Blatte mit der hl. Veronica vorlindon. Ein derartiges Blatt trägt das Zeichen des Wolf Hammer, wolchos dorn liier gogobonon dritton Zoiehon naho kommt, und os ist wohl möglich, dass dio bohlen anderen Monogrammo nur schlechte Copion dossolbon sind. VW1 1417. i 1417. Unbekannter, wahrscheinlich italienischer Künstler dos 17. Jahrhunderts, von welchem sich im Kupforstich- kabinot zu München Handzoiclujungon mit dieser Signatur befinden, Diosclbon sind mit Tusche und im Gosohmacko dos Piotro da Cortona ausgofülirt. 1418. Wallerant Vaillant, Maler, Zoichnor, Badiror und 1ns- bosondoro Schabkünstlor, geb. 1628 zu Lille, gest. 1(377 zu \I\1\J Amstordam. Er bildete sich unter E. (Juollmus als Porträt- VW' malor aus, kam dann 1656 zur Kai'sorkrönung nach Frankfurt, wo or zahlreiche Aufträge und hoho Gönner fand, dio ihn veranlassten, nach Paris zu gehen. Nachdom er dort viole Grosse des Hofes porträtirt hatto, kohrto or um 1602 nach Amstordam zurück. Kr war Hofmaler des Wilhelm Eriso, Statthaitors von Friosland. Auch der Bruder Wallorant's Jan, wie soino Halbbrüdor Jan, Jacquos und Andreas, habon sich mehr odor wenigor als Maler und Stocher bekannt gemacht. Xehcn einigen Gomählon sind zablroicho, moist mit schwarzer Kreide ausgeführte Zeichnungen auf uns gokommon. Das Dresdener Kupfcrstichkabinet besitzt zwölf Porträtzoiehnungen aus der Frankfurter Zoit des Künstlers. Aussordom kennt man 7 radirto Blätter und 20(> Scdiwarzkunstblätter von ihm, wolcho J. E. Wossoly in oinor Monographie sorgfältig boschriobon hat. Hauptsächlich sind es dio Schwarz- kunstblättcr, wolcho don Xamon dos Künstlers in dor Kunstgeschichte lebondig orhalton habon. Vaillant wurde durch don Prinzen Buprocht von dor Pfalz mit der von Ludwig v. Siegen erfundenen Schwarzkunst odor Schabkunst vortraut gemacht und, diosolbo woitor entwickelnd, war or oinor dor Ersten, wolcho die Tochnik künstlerisch handhabton. Dor Meister schrieb soinen Xamon auf verschiedono Weise, bald W. Vaillant, bald Vailland oder Vaillandt, auch WB Vaillant. Auch eines Monogrammcs bodiente or sicli, das öfters weiss auf dunkelm Grunde VW. No. 1419— 1421. 281 erschoint. Dassolbo, V W odor richtiger W V zu loson, ist oben mit* getheilt, doch kommen wir auf dassolbo, wie auf die Initialen, unter W V zurück. Mit den Buchstaben V. W, wolclio hior noch in Betracht kommen, signirte er nur oin Blatt: dio junge Zeichnerin, boi Wossely No. 23. 1419. H. von Wiering, Formsehneider in Hamburg um 1685, Ist boroits untor soinem aus 11. W bestehenden Monogramme ■\Y» p oingefülirt. Auch boistehondes Zeichen wird ihm zugetheilt. ^ w "V Dassolbo ündot sich auf oinom Blatte, wolches einen Neger in Begleitung eines Dionors darstellt. 1420. Unbekannter Formschneider, welcher um die Wende des 16. zum 17. Jahrhunderts gelobt zu haben schoint. \l\i\i \XX/ Arboiton von ihm, wolclio Gegenstände aus dem alten Vy . VW Testamente onthalton und dio orston Zeichen tragen, befinden sich in einer Ausgabe der Luthor'schen Bibel, \/ \V' wolclio 1670 boi C. Kndtor in Nürnberg erschien. V XV Das lotzto Zeichen dürfte demselben Künstler an- gohören. Es stoht auf oinom Blatte, welches fünf Fische darstellt, links nuten. Oben liest man: Die W seitzahm gezeichnete Fische, femer in dor Eeko, rocht« : Fol. 63, was anzudouton scheint, dass dio Darstellung zurUlustration eines naturgoschichtlichon Werkes diente 1421. Urban Wyss, Sohroibokünstlor und Formschnoidor um die Mitto des 16. Jahrhundorts. Fr war Schulmeister in Bischoffszoll und wohnto später in Zürich. Das hior mitgotheilte Zeichen stoht auf dorn Titol soincs Schriftbuchos von 1648, welcher oino Schule vorstellt und dio Inschrift trägt: Dous Nobis — Contra Nos. Mit der Einfassung 4 Z. 3 h. hoch und <; Z. 8 li. breit. Dio Vorschriften sind in Holz geschnitten. Sio orschienon unter dorn Titel: Libollus multa scribondarum litorarum gonora com- pleotens otc. Qu. 4. Wyss widmete soin Werk dorn Ludimagistcr Job. Frisius in Zürich. Aus oinor Stelle dos Vorwortes kann man schliossen, dass Wyss dio Holzschnitte solhst gefertigt habe j Breitkopf, Goschichto der Schreibkunst p. 57, will aber dio Ausführung auf Holz dem Jost Amman und dorn 0, Stimmor zuschreiben, deren Monogrammo auf dorn Schlussblatto vorkommon sollon. Nacli Passavant wäro das Schriftbuch «w Nachahmung oinos italiouischon Workos von Giov. Batt. Palatino. Mino zwoito Arhoit von Wyss führt den Titel: Von Mancherlei Ge- schriffton oin zierlich | nüw fundaniont Biichlo, Yode hosonder mit Ihrer «gentlichen Pnnctur, Buclistaben, vnd Alphabot zu vnjterwysung meu- goklichon Innsondors aller blüon|don Jugondt zu nützlicher dienstbarkeit, durch Ur|banum Wiss disor Zyt Sosshaft zu | Zürich geordnet vnd vss- pgangen, In einem Oblongum folgt dieser Titolschrift dio Abbildung ( 62. Am Scliluss heisst os: In dem Jar als man zalt nacli Jesu vnnseri Heben Serben vnd seligmaohen gehurt 1656 hab Ich Vrban Wyss Bechenmeyster diso Geschnitten vollendet, 1422. Unbekannter Maler aus der Schule von Franz Kranokon dorn Jüngeren. Das Museum zu Haag besitzt von ihm V-\\ r ein paar kloine Historienbilder, von welchen das oino yv , die liier niedergegebene Signatur trägt. Das Bild stolll den Molchisodoeli dar, wio er dem Abraham Brod und Wein hiotot. 1423. Unbekannter Formschneider, wolohor in der zweiton Hälfte des 16. Jahrhunderts thätig war. Bartsch, IX. p. 564, y \ty kennt nur ein einziges Blatt um ihm, «Teiches ihm wie aus oinom Bticho goschnitton vorkam. Letzteres hat don Titel: Della Gaudllcria das ist: Gründtlicher und auszführlicher Bericht von allen, was zu der löblichen Beuterey gehörig, und einem üavallier su wissen von nöthen: Insonderheit von Turnier und Hitler spielen etc. etc. durch den weiland Woledlen etc. Georg Engelhart Löhneyss, auf Beinlingen und Newndorff Erbgesessen, etc. Gedruckt zu Bem- lingen 1634. Fol, Diess ist die dritte Aullago, und daher sind die Stöcke viel früher geschnitten. Das Bttch enthält ein gestochenes Titelblatt und auf der Rückseite desselben das radirte Bildniss des Verfassers mit den Ahiien\va|!|)on in vorziortor Einfassung. Ausserdom ist es mit neun grossen Holzschnitten und einer Menge von kleinoron in don Text eingedruckten Darstellungen geziert. Dazu kommen zwei radirto Foliobogen von anderer Hand und viel« schlechte gestochene Blätter, wolcho der dritten Auflagt beigefugt wurden. Vgl. Graf Axel Biolke in Naumann's Archiv II. S. 253. Holzschnitte in Folio, theils in zwoi Blättern. 1. Wie oino Bahn sol geziert und zugoricht seyn. Ohne /eichen. 2. Wio der Zug zum Kingronnen soll auff dor Bahn ziehen. Ohne Zeichon. :!. Eampfl mit, den Werll'-Angeln. 4. Bas Kopffrennon. Mit dem Monogramm I, G, jenem dos unbekannten Zoichnors. # 5. Das Quintanrennon. Ohne Zeichon. <>. Das Balgenrennen. Links unten V. W. 7. Das Froyturnior. Bioehts unten in der Ecke anscheinlich 1) W. Graf Bielke möchte 0 W losen, man vergleiche abor das Facsimilo unter D W. Bd. II, No. 14(!0. - Auf Seite 209 und 214 kommen zwei Holzschnitte mit Pferden vor, welche mit oinom aus WD bestehenden Monogramme versehen sind, und dosswegon losonwirDW. 8. Das Scharfrennen und Krondolstochen. Vorn an dor Tribüne dor Kampfrichter V W. '.I. Die Schlittenfahrt und dor Maskonzug auf dorn Platze vor dorn fürstlichen Schlosse. Heim Portale des Schlosses V. W. Dioses Blatt heschroiht Uartsch. H. 13 Z. 5 L., Dr. 1'.» Z. 2 L. R a d i r u n g o n. 10, Anlfzug zum Fussturnior. in vier Reihen quer über das Papier. Ohne Zeichen. 11. Das Fusslurnier, in drei Ablhoilungen übereinander. Ohne Zeichen. VW. No. 1424 — 1420. 283 1424. In diosor Woise ist oino Handzeiehnung signirt, woloho sich friihor in dem Cabinet dos Fürsten v. Sehwarambcrg und V VV "dann '" der Sammlung dos Frhrn. du Rose; befand. Die • '' • im niederländischen Geschmacke mit, Bister ausgeführte und mit Woiss gehöhte Zeichnung stellt das [nnere oinor Küche dar; die Köchin ist. von zwei Händen umgeben und mit de« Haushalt beschäftigt. Man schrieb die Arbeit dorn Joost van Winghen au, dosson Monogramm wir liand III, No. 171!) gogebcn haben. 1426. Arnold van Westerhout, Zeichner, Malm- und Kupfer- v stochor, geh. llitii; zu Antwerpen, gest. 1700 zu Koni, wo V W je er eine Kunsthandlung gegründet hatte. Im Kunst lorloxikon sind gegen 64 Rätter von ihm verzeichnet. Auch war l>o- roits Band I, No. 121(1 dieses Werkes von seinen Bezeichnungen die Rede! Mit den obigen Buchstaben hat er verschiedene Bildnisse signirt. 1426. Antonius van Ysendyck, Maler, geh. zu Antwerpen 1801, war Schüler des Van Uree und wurdo 1840 Direktor der Akademie in Bergen. Et malt roligiöso Dar- stollungon. Vgl. Immorzool und das Künstlor-Loxieon. 1427. Unbekannter Formschneider, welcher um 1510 in Venodig gelebt haben dürfte. Er schnitt die von vior l'ilasterii ■\r\rj3 getragene Bordüre des grossen Fries, welcher nachlizian's * Y 7 Zeichnung den Triumph Christi vorstollt. lieber diosos Werk bandelt Dr. II. Sogolkon in Naumann'» Archiv V, S. 198 ff. Er schreibt den Schnitt der Bilder dorn Jakob do Barbary zu. Die obigon Buchstaben sind in einem Täfelohen am viorton I'ilastor eingeschnitten. Der erwähnte Schriftsteller will das Zeichen auf Johann Hamann von Laiidoja (nicht Zandoja, wie Zani und Brnlliot schreiben), gonannt Hertzog, ilouten. Letsterer war Gohilfo des Luc, Antonio (liunta, boi welchem der Triumph Christi in zweitem Schnitte in acht Blättern orachion. Hertzog war Buchdruckor und als solclior auch dos Schneidens kundig, wenigstens für Buchstaben und Verzierungen. Sein Namo kommt in Druckwerken des Giunta vor; wie abor dio beiden ersten Buchstaben auf ihn sich beziehen sollen, können wir nicht einsehen, Mino Beschreibung des Holzsehniffuorkes haben wir bereits No. 894 des vorigon Bandes gogoben. 1428. Jan den Uil, ein durch Bartsch, IV. 186 IV. , bekannt A7it1 gowordonor Malorradirer, schreibt soinen Namen zuwoilon Vil v J l « oder Vyl. 1429. Dieses unbekannte Künstlerzeiohen steht auf einem der Kupfer in B. Chassanäfs: Catalotjus gloriae mundi. Das Blatt v Z, stellt in zwei Reihen von Figuren auf einem reichen landschaftlichen Hintergründe, nach Androscu, den Adel oder Mann von Stand verschiedener Nationen dar. Oval in einem Viereck mit vorziorten Winkeln. Unton links und roclits an den Vorzierungsvoluton sieht man dio Buchstabon I. A., welcho Jost Amman bedeuten, und otwas tiefer das unbekannte Zeichen V Z. H. 9 Z. 10 L., Br. 13 Z. 2 L. Becker betitelt das Blatt: „Vorsammlung von Männern verschiedener Nationen." 284 VZ. No. 1480—1481. Passavant führt os unter dem Titel: „Vonotianisclio Sonatoren empfangen zwei türkische Gosandte" auf, 1430. Mit dieser Signatur iahen wir einige Bleistiftzeichnungen, darunter, ein kleines m&nnliobes Bildrdss. Dio mitgotlioilton ■? Buchstaben hatten den Zusatz: Paris. ]>as Zeichen dürfte 1 ■ sich auf von Zychlinsky bezieben, einen in Paris lobenden Malor aus Sachsen. 1431. Dioso Buchstaben standen auf oinoin Geniäldo dor Gallerio liayntiin, welche gegen Mitte diesos Jahrhundorts in London V /i N. versteigert wurdo. Das Gemäldo, ein Ecoe homo, wurde dorn bereits von uns eingeführten Sebastian Vrancx zu- gethoilt und hinter obigen Buchstaben die Bezeichnung seinos Namens gesucht. w. 1432. Unbekannter Kupferstecher, welch«! gogon Endo des 16, Jahrhunderts in Deutschland thätig war. Man kennt von ihm ein Matt mit dem hl. Stephan. Derselbe sitzt im Bischofsornat, nach links gewendet. auf einer ]!ank und hält mit beiden Händen eino auf soinen Knioou stebendo klcino Kirche, in deren Dach eine Axt eingeschlagen ist. Das Zeichen befindet sich rochts an einem Baumstamm. Brulliot und I'assavant boschroibon das niolloartig behandelte Matt. Erstoror Bieint, dass das Zeichen ein verkehrtes gothisebes A zu sein scheine. Letzterer sagt, dass dor Buchstabe die Namensinitiale des Heiligen sein könne. H. 2 Z. 4 L., Br. 2 Z. 1433. Jaoob Wanuenwetsch, ein Glasmaler in Basel, dosson Lebenszeit von 1686—1074 angegeben wird, soll sich dioses Zeichens bediont haben. Vergl. Kunstblatt 1832, p. 41<>. 1434. Michel Wohlgemuth, geb. 1434, gost. 1511) zu Nürnberg, dor Lohrmoister Düror's, wird in älteren Monogrammon- Vorzoicbnissen unter beistehenden Zeichen genannt. Während das erste Zeichen, ohno woitoren Nachweis, -v-j als auf Kupferstichen belindlich, von Christ mitgethoilt _ W wird, soll das zweite, nach Meusol: Archiv für Künstler u. Kunstfr. 11. p. 14, r >, auf einem Gemälde, mit einem predigenden Johannes, stehon. Wir haben übor letzteres (jomälde nichts Näheres in Erfahrung bringen können, |/]/" und es dürfte wohl auch kaum dem oben genannten Moister angehört haben. Seine vorhandonen und beglaubigten Bilder sind unbozoiehnot. Was sodann die Kupferstiche Wohlgemuth's betrifft, so wurdon vor Bartsch, im 17. und 18. Jahrhundert, verschiedene, unten mit dem Buchstaben W gezeichnote Blättor ihm zugotheilt. Auf dio Autorität von Bartsch hin verschwand jedoch Wohlgemuth aus dorn deutschen Peintre-Graveur und musste seino Stelle einom unbekannten Moister, Wenzel von Olmütz, einräumen. Neuordings ist man bomiiht, dem Nürnberger Meistor das Seine zurückzugeben. Namentlich war es M. l'hausing, der in soinom trefflichon Bucbe über Dürer auf dio kupfer- steeborische Tbätigkeit Wohlgemuth's von Neuem hinwies, indem er in Jotztoro den Schworpunkt von dos Meistors eigenhändiger Kunstübung lo &to und zugleich verschiedono jener altdeutschen Kupferstiche, wolcho unten in der Mitte mit dem Zeichen W versehen sind und von Bartsch im w 280 W. No. 1434- M37. dem Wenzel von Olmütz zugeschrieben worden, wieder für Arbeitern Wohlgomuth'.s und seinor Werkstatt erklärte, Es handelt sich dabei zunächst um die Stiche, in welchen der Meisten- W mit Albreclit Dürer dieselben Vorwürfe behandelt. Man hielt, nach Bartsch, die Blätter des Ersteren für dio Copien und die dos Letzteren für die Originale, Während man jetzt das iimgekohrto Verhältniss anzunehmen geneigt ist und diese Blättor, wie dio vior Hoxon, der Raub der Amyone, die kleine Reiterin u. A. für Arbeiten Wohlgemuth's hält, nach welchen der junge Dürer gestochen habe. Auch schreibt man mit ziemlicher Bestimmtheit dorn Moistor das unter dorn Namon ,, Papstesol" bekannte satyrischo Blatt zu. Vergl. Passavant II, p. 135, No. 75. Auch auf die Entwicklung der Nürnberger Holzschneidorschnle soll Wuhlgomuth, wie der oben angeführte Dürer-Biograph darlegt, von grossem Einlluss gewesen sein. Abgesehen von der frage, ob er selbst das Schneidemesser geführt, so hat er doch jeden Falls als Zeichner auf den Holzschnitt seinerzeit eingewirkt. Man nimmt an, dass or süinintliche Zeichnungen zu den Schnitten in dorn 1491 durch Kohurger veröffentlichten „ Schatzbohaltor des Betahthums des ewigen Hoils and Seligkeit" geliefert habe; ebenso war or an Schedel's „Nouor Welt- chronik" mit seinem Stiefsohne Wilhelm Pleydendorf betheiligt, wie am Schlüsse dieses Werkes ausdrü<;klich gesagt ist. Dio Holzschnitte in beiden Werken sind unbezoiehnet. Gleichwohl wird im Schatzbohaltor «las grosse verzierte W auf dem Bannet in der Darstellung vom Einzüge Jophtas, dor neunzehnten Figur, wio Passavant annimmt, nicht anders als auf Wohlgeniuth zu deuten sein; oinen gleichen Sinn möchte, nach Tbaussing, auf der achtzigsten Figur das Fähnlein mit dem W zwischon den zwei anderen haben, die je mit dem orston und dem letzton Buchstaben des Alphabets goziert sind. Dasselbe gilt, wie dor letztgenannte Schriftsteller moint, violloicht von dem Wimpel auf dem Zelte der achtundfünfzigsten Figur, nur erscheint der Buchstabo dort von dem Holzschneider verstümmelt. 1435. Dieses Zeichen wird von Christ dem Nicolas Hirschvogol odor, da dieser Nanu: ganz unbekannt ist, wohl vielmehr i dem Augustin Hirschvogel oder Hirsvogel zugetheilt, dessen .v T 77 von uns bereits Band III. No. 580 mitgotheiltes Monogramm V V eine grosso Ueberoinstimmung mit orstorem zeigt, so dass man annehmen könnte, dassolbo soi hior gemeint. In einem uns vorliegenden handschriftlichen Monogrammen-Verzeichnisse wird das obige Zeichen einem Maler Augustin Scherge! oder A. t<-11 Schergel zugeschrieben, 1436. Dieses noch angedeutete Zeichen steht auf einem gestochenen Blatto des Meisters E. S. vom Jahre 1466. In oiner Kapelle J- sitzt Maria mit dorn Kindo, welchem sie mit dor rechten Hand Vv eine Birne darreicht. Hinter der Madonna stoht rochts ein Engel, links oin Bischof. Das Blatt, von Bartsch unter No. 36 beschrieben, ist unter dem Namen die kleine Maria von Umsiedeln bekannt. 1437. Marko auf Erzeugnissen der Porzollan-Manufactur zu Vicenza. . djL V<7^ . Jahrhunderts, dessen Monogramm in Trautnunn's: Kunst und Kunstgewerbe nül- gotheilt wird. Dasselbe soll sieh auf aiiier Tischplatte mit dem Wappen Tirols befinden. 1439. Wenzel Jamitzor, auch Gamitzer oder Jamnitzer n- sehriehen, Goldschmied und Kupferstecher, geb. 1508 zu Wien, gost. am lö.December 1588 zu Nürnberg. Kr wurde in lotzt- }flf genannter Stadt 1584 Meister, 1566 wurde er zu einem Go- nannten des grösseren Itaths gewählt und ging als solcher soit 1571 aus dorn Handwerk der Goldschmiede zu B&th, wes- halb er soit diesem Jahr amtlich den Titel „Herr" bekam. .lamitzer gilt mit Recht als der griisstc deutscho Goldsehniied. Kr brach vollständig mit der Gotliik und schloss sich der italienischen Renaissance an, Innerhalb wolchor or, unter allen seinen Kunslgenossen, am originellsten und anmuthigsten sich zu bewegen weiss. Die Marke, Welche er seinen Arbeiten einschlug, ist ein Löwonkopf on face. Siehe hierüber R. Bergau's Aufsatz: Zur Kenntnis« der Nürnberger Goldschmiede dos 16. Jahrhunderts in der Kunst-Chronik, Jahrg. XI. No.40. Uas k. Grüne Gewölbe in Dresden besitzt ein Schmuckkästchen, welches in seinem architektonischen Aufbau, in dem für den Meister charakteristischen Triglyphonfrios, wie in der Formgebung der auf dem Kastondcckcl ruhenden weiblichen Figur, in dor Ausführung des zierlichen Ornaments u. s. w. eine grosso Uoberoinstiinmung mit don vorhandenen beglaubigten Arbeiten .Taniitzor's zeigt. Auf diesem Kästchen lindet sich nebon dorn offiziellen Boschauzoiehon N die Marko dos Meisters eingoschhigon, bestehend aus oinom Sohildohcn mit dein allerdings sehr undeutlichen Löwenkopf und dem Buchstaben \V darüber» 1440. Unbekannte Marke, welche sich auf einer Nautiluskanne aus dem IG. Jahrhundert in der k. k. Schatzkammer zu Wien 4ff± vorlindet. Die Schnecke zeigt eingeschnittene phantastische W^M Thiergestalten. Die Fassung ist, aus vergoldetem Silber, theil- weiso bemalt. Don Stengel des Kusses bildet eine Sirene, auf dor Voluto der Schnecke stellt eine Venus. Ob das auf dem Bande des Kusses eingestempelte Zeichen, welchem noch ein zweites hgurativos Zoichen beigegeben, die offizielle Innungsmarke oder dio Marke des Moisters ist, muss dahingestellt bleiben. Vergl. Q. Leitnor's Beschreibung der genannten Sammlung. 1441. Unbekannter Kupferstecher dos 15. Jahrhundorts, früher zuwoilon irrthiimlich .). VValch, auch Wohlgemutb ge- ~W" /\ nannt. Bartsch nennt den Moistor originell und bo- + dauert, dass sein Namo nicht bokannt ist. Auf einem seiner Stioho mit einem Schilfe Bartsch No. 22 kommt - yv, . ein holländisches Wort vor und Passavant folgert daraus, T dass dor Moistor oin Holländer gewesen sei. Billige soiner Blätter, bei Bartsch No. 24 — 31, sind radirt, and er dürfte dor orsto holländische Künstler geweson sein , welchor sich dor Radirnadol bodionto. Bartsch VI, p. 66 beschreibt 31 Blätter von ihm, worunter ein Blatt No. 23 oino Copio von No. 112 dos Moisters E S ist. Passavant III, p. 280 fügt noch 35 Blätter, inclns. eines Holzschnittes, hinzu. Ausserdom rinden wir oin Blatt mit gothischem Laub- workomamont, Pol., im Katalog dor Ornamontstich-Sammlung des österr 2S8 W. No. 1442 — 1447. Museums f. Kunst u. Industrie vorzeichnot, welches weder Bartsch noch Passuvant bekannt ist. Auf violcn dieser Blätter stellen die obigen Zoichen. 1442. Das Sammlor-Zeichen Willenove's, welchos hollblau oin- s —x gestempelt u. A. auf Mariotte'schen Zeichnungen vorkommt. (w) 1443. Carl Wenng, Maler und Lithograph, welcher, von Ni'uil- lingen gobürtig, in der orston Hälfte des 19. Jahrhunderts in Stuttgart und München thätig war, signirte einige kleine, uach eigener Zeichnung lithographirto Blätter in dieser Weise. 1444. Unbekannter Kupferstecher aus dem Anfang dos IG. Jahrhunderts. Man besitzt von ihm oin Blatt mit oinem Laub- /^jg ornamont, welches aus oinor Vaso emporwächst. Monogramm t w und Jahrzahl zu beiden Soiton der Vaso. H. 2 Z. 2 L., Br. 1 Z. 2 L. Vergl. d. Katalog d. Ornamontstich-Sammlung dos k. k. österr. Museums f. Kunst u. Industrie, p. 1.'!. 1445. Marko der Anfang dos 18. Jahrhunderts in Schreitzheim __ boi EUwangen von Wintergursit errichteten Fayencefabrik, aus welchor hauptsächlich zahlreiche Scrvicestücko mit als Thioro, Früchte u. dergl. modellirten Deckeln horvor- gegangon sind, deren sich cino Anzahl, mit B bezeichnet, tauf der Favorito boi Baden bofindon. Andoro derartigo Stücke sind mit dem Buchstaben W gezeichnet, übor welchem einige Striche eino Art Pyramide bilden. Jacquomart erwähnt noch oinos ans dem Buchstaben S bestellenden Zeichens. JQL 1446. Unbekannte Marken auf französischen Fayencen, von denen die ersto auf einem Compotior mit Bouquots im Gonre von Strassburg, die zwoito auf einer Suppenschüssel mit beblätterten Zweigen, mit Früchten, Bouquots und kleinen Blümchen im Genre von Rouon sich vorfindet, w w 1447. Caspar Meyer, Töpfer in Zürich, geb. 1522, gost. 1593, zoiehneto mit dem Buchstaben M, wolchor aber öftors verkohrt gestellt ist, wie hier angogobon, so ilass das M als W erscheint. J5 92 ^XZ w \V. Nr. 1448 — 1453. 289 1448. Marken der Porzellanmanufaetur zu Berlin. Die Fabrik wurdo iiral750 von Wilhelm Kaspar Wegely errichtet, Wprosperirte aber anter demselben nicht sonderlich; orst in der Zeit dos siebenjIhrigen Kriogos, während die Meissner Mannfactur feiorto, begann sie aufzublühen. Die seltenen Arbeiten der orston Zoit, dor Wogoly-Periode, von denen verschiedene das Museum der Mannfactur '/n Berlin noch besitzt, sind mit W oder WK bezeichnet. x y\ • X Auch die ältesten Erzeugnisse der 1718 ont- \/ yr standenen Wiener Porzellanmanufaetur sollen mit dem Buohtaben W gezeichnet sein. 1449. Marke der Porzellanmanufaetur zu Weesp bei Amsterdam! Die Fabrik wurde 17(i4 durch den Grafen Gronsvcldt- Diepenbroek gegründet und war die erste Porzellan- Fabrik Hollands j obgleich sie treffliche Arbeiten lieferte, mussto sio jedoOh schon 1771 ihren Botrieb wieder einstellen. 14.)0. Diese unbokannto Signatur, einem Zeichner oder Formsehneider angehörend, findet sieh auf dem Holzschnitt eines Kalenders von 1518, Gegenstand der Darstellung ist ein lütter, welcher sein Schwert gegen don Gott der Liebe zieht, der ihm von einem Weibe entgegengebracht wird. Auf dor Schabrake des Pferdes stellt der Buchstabe W. Der mittel- massige Holzschnitt bildet don Schiusa des Kalenders; ebenso iindot sich an dor Spitzo desselben ein derartiges Bild mit dor Anbetung dor Könige. Gedruckt ist dor Kalender von Wolfgang Hubor in Nürnberg. Pol. obl. 1451. Unbekannter Formschneider, welcher in der zweiten Hälfte dos 16. Jahrhundert« thäfig war. Das Zoichon stellt auf dorn MBildniss eines Gelehrten und Ist bereits unter Nr. 1440 dos vorigen Bandes mitgetheilt, wo auch das erwähnte Büdniss beschrieben worden. An joner Stollo ist das Zeichen für ein umgekehrtes M genommen; da man dasselbe auch, wie von einigen Seiten geschehen, als ein W deuten kann, so glaubton wir os liier wiederholen zu sollen, 1452. Unbekannter Meister dos 16. Jahrhunderts, welcher dem Styl seiner Oomposition nach der oberrheinischen "AT//" . Schule angehört, vv* 1515. Bartsch VII. p. 455 beschreibt oinon Holzschnitt, auf welchem sieh das nebenstehende Zei- chon mit dor Jahrzahl befindet. Dm Blatt führt die hl. Jungfrau, auf 'lor Mondsicbol stohond, vor. II. 7 Z., Br. 1 Z. 10 L. Nocli giobt Passavant HI. p. .'S.% von einem zweiten Holzschnitt "dt obigem Zeichen Kunde. Letzterer stellt den Erzengel Michael dar. Er steht, stark bewegt, auf AVolkcn und hält in dor rechten Hand ein Bohwert, in dor linken cino Waage. In der einen Sehaale derselben befindet sich ein Gerechter im Gebet, in der andern ein Teufel. H. 7 Z. H L., Br. 5 Z. Exemplare dos Blattes besitzen dio Albortina zu Wien ""d die Frankfurter Sammlung. 1453. Unbekannter Kupferstecher, von wolchom man folgendes "Utt kennt: Ein Soldat hält das Pferd eines nach rechts sich wendenden Monogrammluten. B<1. V. 19 290 w. No. 1464 — 1460. "TSZV" Fahnenträgers am Zufiel. Links oben sioht mim, sehr sehwach ^^ gedruckt, in einem Täfelchen das Zeichen. H. 2 Z. 3 L,, Kr. 1 Z. 6 L. liartsoh, welcher IX. p. 53 das Blatt be- ichreibt, glaubt, data es (!opie nach oinem unbekannten Meister des 1(1. Jahrhandertl sei. 1454. Unbekanntor Kupferstecher, dessen Lebenszeit durch die dem Zeichen beigegebene Jahrzahl angedeutet wird. "\^/y r > 152/?. letzteres findet sieh auf einem Blatte, welches Christus stehend zwischen zwei Bäumen darstellt. El hält in der Kochten oin Buch und stellt den linken Fuss auf dio Weltkugel. Im Hintergrunde KT -------- sr 7' sieht man die Mauern eines Klostors. Dio Ausführung ist eine andoro und namentlich auch weniger gute, als dio der Blätter, welche man dem Wenzel von Olmiitz zuschreibt. H. 3 Z. 9 L., Kr. 2 Z. 5 L. Noch wird demselben Stocher, von Tassavant, P. Gr. III. p. 96, oin radirtea Blatt zugetheüt. Dasselbe enthalt ein männliches Brustbild, im Profil und nach rechts gewendet. Dor Kopf ist mit einem Barett bedeckt und dio rechte Hand kommt ans dem Mantel hervor, in den oberen Eoken sieht man das von uns oben mitgotheilte zweite Zeichen. II. 8 Z. 4 L., Kr. 2 Z. 10 L. 1455. Zeichen eines unbekannten Kunstsammlers. Kr druckte )s mittelst eines Stempels seinen Blättern auf. ~W; w • 1456. Vavasseur, Maler, welcher in der letzten Hälfte des vorigen Jahrhunderte für die PerzeUanmanufaetuz zu Bevrei "\V\7~ thätig war. Fr malte hauptsächlich Arabesken und bediente sich auf seinen Arbeiten diesos Zoichons. 1457. Marke auf Strassburger Fayencen, welche, wie man rer- muthet, dem Heinrich Wackenfeld angehört. Derselbe kam um 1720 aus Ansbach, wo er in der dortigen Fabrik gearbeitet hatto, nach Strassburg und assooiirto sich hier mit dorn Fabrikanten Karl Franz Hannong. 1458. M. Wenzel, Maler, Welcher in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Dresden thätig war, hat Blumen- ~\~\~T~~r' und Fruchtstiicke in dieser Woiso signirt. L. Nader hat \ \/ / nach seinen Zeichnungen ein Panorama, von Neapel in \/\/ vier Blättern lithograpHrt. In späteren Jahren war der Künstler an der polytechnischen Schule zu Dresden angestellt und beschäftigte sich hauptsächlich mit dorn ornamentalen Fache, 1459. J. Westphal, ein Gonrcmaler, hatte in dieser Weiso Bilder signirt, wolcho Brulliot auf der Kerliner Ausstellung von 1832 sah. Der Künstler ist im Uebrigen unbekannt. w; I&32. 1460. Stempel des berühmten englischen Sammlers Samuel Wood- Wburn. Das Zeichen lindet sieh weiss eingedruckt auf Hand" Zeichnungen und Stichon, welcho ebodom dor Woodburn'sclien Sammlung angehörten. W. No. MGI — 1462. 391 1461. Otto Wagner, Maler, insbesondere Architekturmaler, auch ßadiror und Lithograph, geb. 1803 zu Torgau, gest. 18C1 zu WDrcsdon, bediente sicli zuweilen dieses Zeichens. Wir sahen os u. A. nebst dor Jahrzahl 1885 anf einem skizzenhaft bebandelten Oelgemälde, welches eine mit zwei Mönchen staffirte Gruftkirche darstellte Häufiger aoeh zeichnete der Künstler seine Bilder mit einem Monogramme, welches wir untorWü goben, an welcher Stollo wir zugleich ausführlicher über des Künstlers Thätigkeit beriuhton werden. 1462. Wenzel von Olmütz, ein nach seinen Lebensverhältnissen anbekannter Goldschmied und Kupferstecher, welcher gegen Ende W des 15. Jahrhundert« zu Olmütz in Mähren thätig gewesen soin soll. Demselben werden von Bartsch, VI. p. .'11911'., 57 Blätter -nrr zugetheilt, Passavant, III. p. 183 ff., fügt noch 25 andere Diättor hinzu. Die Platten sind theils und zwar meist unten in der Mitte mit dem Buchstaben W, theils gtr nicht he- ^ f ' zeichnet und nur auf einem oinzigen Stiche, dorn Tod dor Maria, nach Sobongauer, I'.. No. 22, ist der Name dos Wenzel von Olmütz uoben dor Jahrzahl 1481 voll ausgeschrieben. Bartsch glaubte in diesem Namen dou des unbekannten Meisters w gefunden zu habon, in welcher Annahme er durch einen in der Albertina befindlichen Abdruck des von Schongauer ebenfalls gestochenen Schmerzensmannes, li. No. 17, bestärkt wurde Auf diesem Blatt ist durch eine Hand des sochszohnten Jahrhunderts bemerkt; „Dieser Stecher hat Wenzel gohoisson, ist ein Goldschmied gewesen." Die 82 Blätter, welcho Bartsch und Passavant dorn Meister zugetheilt haben, zeigen oino sobr ungloieho technische Behandlung und die verschiedenartigsten Vorbilder. Während einen grossen Thoil des Werkes Oopien, nach Schongauer insbesondere, sodann nach dem niederländischen Moister vom J. 1480 bilden, auch zwei Reproductionen altkdlnisoher Gemälde sich darunter befinden, ist der andere Thoil unter dem Einflüsse der mitteldeutschen, fränkischen Kunst entstanden. Vor Bartseh hat mau die Blätter verschiedenen Meistern zugeschrieben, so namentlich oino Anzahl dem Wohlgeiuiith. Auch später haben sich einzelne Stimmen gogon die liubrieiriuig von Bartsch erhohen. Abor erst gegenwärtig ist man wohl allgemein zu dor Ansicht gelangt, dass unter dem Zeichen W nicht e i n Moistor, sondern mehrere, unter einander wesentlich verschiedene Künstler zu suchen sind. Fast könnte-man unter dem Zeichen nur ein Verlogerzoichon vormufhen. Die zur Zeit noch ungelöste Frage nach dou Autoron dor verschiedenen Blättergruppen, in welcho das bisbor dorn Wenzol von Olmütz zugeschriebene Werk zerfällt, ist nouor- dings hauptsächlich durch Thausing's Untersuchungen div Verhältnisses zwischen dem Meistor W und Dürer wieder angeregt worden. Ausser Thausing's Buch tlber Albrecht Dflrar vergl. namentlich auch A. Springer'a Abhandlung über den Meister W in der Zeitschrift f. bild. Kunst, XII, P. 1 ff., wie Ch. Ephnusi's Monographie über Jacopo de Barbari. Das Zeichen W findet sich auf folgenden, von Bartsch und Passavant eingehender boschriebenon Blättern: Loth und soino Töchtor. In dor Mitto das Zeichen. H. 7 Z. 9 L., B r. 5 Z. 8 L. Die Verkündigung Maria. Nach Schongauer. ]n der Mitto das Wichen. H. 5 Z. 11 L., Br. 5 Z. 8 L. Dio Geburt Christi. Nach Schnnganor. In der Mitte das Zeichen. "• 9 Z. 9 L„ Br. 6 Z. 4 L. 19* 292 W. Nr. 1488. Dio Passion Jesu Christi. Folge von 12 Blättern, nach Sehongauor. Auf jedem Blatt steht unten in der Mitte das Zeichen. B, GZ., Br. 4 Z. 3 E. 1. Christna am Oelberge. 2. Die Gefangennehmung, 3. Christas vor dem hohen Priester. 4. Die Geisselang. Es giebt von diesem Blatte Abdrücke in grünem Ton. 5. Bio Dornenkrönung. C. Christus vor Pilatus. 7. Bio Ausstellung vor dem Volke. 8. Bio Ereuztragung. 9. l>io Kreuzigung. 10. Bio Grablegung. 11. Die VorhÖlie. 12. Bio AuCorstohung. Bas Abendmahl. Bas Zeichen stellt unten in der Mitto und erscheint weiss auf schwarz, in einer von den Zeichen anderer Blatter abweichenden Weise. II. G Z. .'! L., Br. 5 Z. 4 L. Bor dornengekrönto Christus, links Johannes, rechts Maria, nach Schongaurr. Links unten das Zeichen. IT. 7 Z. 4 L., Br, 5 Z. 7 L. Die Krouztragung. Nach Schongauer. Gegen die Mitte das Zeichen. H. 10 Z. 10 L., Br. 16 Z. G L. Spätere Abdrücke der retonohirten Platto sind mit A. G. bezeichnet. Vergl. Band r. No, 618 antares Werkes, Christus am Kreuze. Nach Schongauer. Unten nach links das Zeichen. H. 4 Z. G L„ Br. 3 Z. 1 L. Christus am Kreuze, daneben Maria im Mantel und Johannes. In der Mitto unten das Zeichen. H. 3 Z. 11 L., Br. 2 Z. 9 L. Christus von don Seinen beweint. In der Mitto unten das Zeichen. IT. Q Z. 4 L., Br. 3 Z. 7 L. Der Holland, en face und segnend dargestellt. Nach Sehongauor. Union das Zoichon. H. 3 Z. 2 L., Br. 2 Z. 2 L. Bio Madonna, sitzend, mit zwoi über ihr schwebenden Engeln, welche oine Krone halten. Unten das Zeiehon. Rund. Durchmesser 3 Z. 4 L. Dio Madonna, stehend und iimgebon von einer Glorie und einer Rosenguirlande. In der Mitte unten das Zoichon. H. 6 Z. IL., Br. 4 Z. 4 B. Dio Madonna mit dem Papagei. Nach Sehongauor. Das Zeichen unten in dor Mitto. II. 5 Z. '.) B , Br. 4 Z. Die Madonna mit der Meerkatze. In dor Mitto unton, besonders schlank und zierlich, das Zeichen. H. 7 Z., Br. 4 Z. G B. Der Tod der hl. Jungfrau. Nach Schongauer. In der Mitto unton steht: 1481. WENCESLAUS DE Olmvcz IBIDEM. II. '.) Z. 5 L., Br.GZ. 2L. Dio Marter dos hl. Andreas. Nach Stephan Lothener, dem Heister des Kölner Dombildos. In dor Mitte unten das Zoichon. H. 5 Z. 10 B., Br. 4 Z. 2 B. St. Atigustin. Nach Sehongauor. In der Mitte unton das Zeichen. H. 3 Z. 4 B., Br. 2 Z. Das Martyrium dos hl. Bartolomäus. Nach dorn Meistor des Külnor Dombildos. In dor Mitto unten das Zeichen. H. 5 Z. 10 B., Br. 4 Z. 2 B. St. Christoph mit dem Kinde. Nach Schongauer. In der Mitto unten das mit Doppelstrichon geschriebene Zeichen. II. G Z. 2 B, Br. 4 Z. IB. St. Georg mit dorn Braehon. Nach Sehongauor. In dor Mitto unton das Zeichen. IT. 2 Z. 1 B., Br. 2 Z. 9 B. W. Nr. 14(52. 293 St. Georg mit dorn Drachen. Im Grundo roehts dio Prinzessin. Unten das Zeichen. Imitation dos Sohongauer'sohen Blattes, Bartsch, 51. Bund. Durchmossor 2 Z. 2 L. St. Paul mit Buch und Schwert, In der Mitto unten das Zeichen, lün lle.xagon. Durchm. d. Höhe 7 Z., Br. unton 4 Z., oben 2 Z. 5 L. St. Sebastian am Baume. Gegenseitige Copie nach Schongauer. In der Mitto unten das Zeichen. & 5 Z. 9 L„ Br. 4Z. St. Sebastian am Baume, mit zwei sehiessonden Senken und zwei anderen orientalisch gekleideten Männern. In der Mitto unten das Zeichen. II. 3 Z. 7 L., Br. 5 Z. 2. L. Es glebt neuere Abdrücke St. Sebastian am Baume, Unton, bei dem linken Passe des lloi- ligen, das Zeichen. II. 8 Z. 7 L., Br. 1 Z. 6 L. Dor segnende Christas und die zwölf Apostel. Folge von 18 Blättern nach Schongauer. Mit dem Zeichen. B. 8 Z. 8 L., Br. 1 Z. 10 L. Das Blatt mit dem Apostel Paulus, welches Bartsch nicht vorgekommen ist, weicht etwas von dorn Originale ab, ebenso in den Maassen von den übrigen Blättern der Folge, Das Exemplar, welches sich in der Sammlung dos Herrn F. Buisch in Augsburg befand, hatte .') Z. 7. L. Plattonhöhe und 2 Z. Breite. Der Apostel ist nur wenig nach links und fast on face dargestellt. Daumen und Zeigefinger der rechten Band ruhen auf dem Schwerte. Dor Mantel fällt theils über den rechten Ann in Kaiton herab, theils wird er v.....lein linken Arme und dem Buche zusammengehalten. Auch die geraden Falten des Untorgcwandos sind trefflich gelegt. Das Vordorhaupt ist kahl, das linko Ohr jedoch ist von Locken bedeckt, welche an der rechten Schläfe nur spärlich hervortreten. Das lange Barthaar ist sorgfaltig geonlnot und erscheint mit dem ausdrucksvollen Kopfe in merkwürdiger Rundung, Der Heilige stellt auf einem schaftirfen Hügel, dreht aber den linken Fuss auffallend auswärts. Unton am Hügel ist das Zeichen. St. Poter und St. Johannes. Üben gegen die Mitte das Zeichen. Bund. Durchmesser 1 Z. 10 L. St. Philipp. Nach Schongauer. Unten das Zeichen. ff.8Z.6L., Br.2Z. Sta. Barbar*. Das Zeichen unten in der Mitte. H.8Z.6L., Br. 2 Z. Sta. Ursula. Das Zeichen steht in der Mitto dos getäfelten Bodens. II. 1 Z. '.) L., Br, 2Z. 11 L. ROMA CAPUT MUNDI. Ein monströses Weib mit einem F.sols- kopf, Bocks- und K'rallenfuss etc., im Hintergründe Kngelsburg und Torro di Nona, bezeichnet Janvarii 1490 W. B.4 Z. 7 L., Br. 3 Z.9L. Viin diesem Blatte, welches unter dem Namen der .,Papstesel" bekannt ist, existirt auch eine alto Copie in Holzschnitt. Der wildo Mann mit zwei Wappenschildern, Nach Schongauor. In der Mitte unton das Zeichen. Bund. Durchmossor, ohne den Rand, 2 Z.!) L. Dio sitzende Frau mit dem Wappenschilde. Gegenseitige Copie nach Schongauer. In dor Mitte unton das Zeichen. Rund. Durchm. 2 Z. '.I L, Der Engel mit dem Wappenschilde. Gegenseitige Copie nach Sohon- gauor. In der Mitte unten das Zeichen. Bund. Durchm. 2 Z. 9 L. Dor Bauor mit dorn Kierkorb und die Däuerin. In der Mitte unten das Zeiohen, H. 3 Z., Br. 2 Z. 2 L. (V) Dio kleine Reiterin, welche die Hechte auf die Schulter eines neben ihr schreitenden Bewaffneten sfüzt. In der Mitte unten das Zoichon. II. 3 Z. 11 L., Br. 2Z. 10 L. Dor Traum eines Alten, dem Venus und Amur, letzterer auf Stclzon, erscheinen. In der Mitte unten das Zeichen. II. 7 Z. 1 L., Br. 4 Z. 4L. Der Spaziergang, ein Liebespaar mit dem lauerndon Todo im Hintergründe. In der Mitto unten das Zeichen. H. 7Z.2L., Br. 4Z. 3L. 294 W. Nr. 1462 — 14(53. Das Liobospaar, auf einer Bank ritzend. Nach dorn niederländischen Meistor von 1480. In dor Mitto unten das Zeichen. I L 6 Z. 2 L., lir. 4Z. 1L. Noch giebt es zwei andoro Copion dieses schonen Blattes, von Barthol Schön und J. van Meckenon. Die vior nackten Frauen oder Hoxon. Unten das Zeichen. Böhe, ohno die Einfassung, 7 Z., Br. 4 Z. 11 L. Es giebt neue, aber schlechte Abdrücke Dor Raub dor Amyono. In dor Mitto unten das Zeichen, IL 9 Z. 5 L., Br. G Z. 5. Dio Goldwägcrin, Halbfigur, hinter oinom Tisch mit Gold und Schmucksachen. Nach oinom unbokannten niederländischen Original. In dor Mitto unten das Zeichen. II. 8 Z. 2 L., Br. 2 Z. 1 L. Dor Orientale mit seiner Familie. Gogonseitige Copio nach dem Meistor von 1480. H. 8 '/,., Br. 2 Z. 3. L. Aristotolos und Phyllis, oino jungo Frau, wolcho auf dem Kücken ihres alten Mannes roitot. Nach dem Moistor von 1480. II. 4 Z. 2 L., Br. 3 Z. 1 L. Dor Gcwaltthätigo, wolcher zwischen soinon Füssen oin nacktes Weib hingestreckt hält. Kino andoro bekloideto Frau kommt letzterem zu llilfo. Mit dem Zeichen, II. 11 Z. 10 L., Br. 8 Z. 3 L. Dio Lautenspielorin. In der Mitte unton das Zeichen. 11. 5 Z. 2 L., Br. 3 Z. 6 L. Schon Bartsch nennt das Blatt zweifelhaft, da es in Zeichnung und Stich sich von den übrigen Blättern auffallend unterscheidet. Dor Koch und die Köchin. Mit dorn Zeichen. H.4Z. 3L., Br.2Z.10L. Kopf cinos magern Mannes. Er ist nach rochts gewondot und trägt oinen langon Bart und eino Art Mütz'e. Links das Zoichon. II. 2 Z. 7 L„ l!r. 1 Z. 10 L. Bin I'oc.al. Darunter das Zoichon. H. 9 Z. 2 L., Br. 4 Z. I) L, Der obero Thoil eines gothischon Ostonsoriums, mit der Jungfrau und tloni Heiland. Am Pfoilor das Zoichon. II. 14 Z. 7 L., Br. .'1 '/,. 1463. Antoine Watteau, gob. 1684 in Valeneionnes, gost. 1721 in Nogont, gilt mit Kocht als einer der be- -\liy r VXy \T/ gabtestou, liebenswürdigsten und geistvollsten Vv ^ "• Maler Frankreichs. Von oiner wunderbaren Leichtigkeit des Schaffens, hinterliess or hoi *$/^qC ^(/. -{-. soinem frühen Todo gogon 1000 Gemälde, J ' Zeichnungen und Skizzon. Darunter sind os .y. besonders soine amusements ohampetres, in yvO dtJl . denen sich sein Talont am glücklichsten und vortheilhaftoston entfaltet und die seinen Ruf Wahren worden. Die meisten und besten Bilder Watteau's besitzen Paris, St. Petersburg und Berlin. Ein Verzeichnisa seiner Arbeiten lieforto Edmond de Goncourt unter dem Titel: (Jataloguo raisonne de l'oeuvre peint, dessine et gravi'. d'Antoine Watteau. Paris 1875. Was die Bilder betrifft, welcho sich in Berlin und Potsdam befinden, SO ist ein Aufsatz von R. Dohmo: Zur Literatur über Antnine Watteau, in Lützow's Zeitschrift f. bild. Kunst, Bd. XI p. 80, einzusehen. Von seinen Zeitgenossen nach Gebühr gewürdigt, sank der Meister nach seinem Todo rasch in der Gunst der Liebhaber, Während der Revolution und dem ersten Kaisorroich wurden Spottpreise für seine Bildor bezahlt. AJhnälig stieg die Worthschätzung derselben wiodor und um Mitto diosos Jahrhundertl erzielton gute Bildor Proiso von c. 50,000 Frcs. Auch als Badirer hat sich Watteau vorsucht. Doch sind soine, thoilwoiso von Thomassin vollendeten Blätter ebon nur als Versucho zu W. Nr. 1103 — 1464. 295 bezeichnen, in oinor Technik, woleho dem Künstlet nicht geläufig war. Goneuurt nennt, als Blättor von seinor Hand, folgende: La Troupo italienne (dio italienische Sohauspielertruppe). Hs giebt 5 Plattonzuständo. Der 8. Zustand bat unten die Inschrift.: Point et gravi a l'oau forte par Wattoaux ot retouohe au burin par Simonneau ralne. Im 5. Zustand, mit der Adresse von F. Choreau, Ist der Maler- namo in Watteau corrigirt, H. 28 c,, Br. 20 c, ßobert-Dumesnil, welcher in seinem P. Gr. fr. 11, 182 ebenfalls dos Meistors Work beschreibt, zählt dieses Blatt nicht zu don eigenhändigen Radirungen Watteau'a Es existirt eine Copie des Stiches. Das Originalgemäldo befindet sich im Besitz des Herrn Edmond de Rothsohild. Reorue allant jolndre lo regiment. Ein von Thomassin vollendetes Blatt, von Welchem man I! Plaflonziisfäude kennt. H. 85 c., Br, 35 c. Das Originalgemälde befindet sich gegenwärtig im Besitze des Herrn M. A Sichel. IVIIonuno aeenude. Lo Promeneur vue de face, L'Homme appuyö, Lo Promeneur vu de proftl, La Komme niurolianl B gauohe, La l'Vniiue marohant au fond. La Komme assiso. Diese7 Blätter, deren II. II o, und Br. 7 c. beträgt, gehören zu der Folge von 11 Figuren, betitelt: Figuros do modes, dessinSea et graveea a l'oau forte par Watteau ot termineea au burin par Thomassin le Bis. Watteau's Arbeiten, Gemälde und Zeichnungen, haben durch zahlreiche und vorzügliche Stecher Nachbildung und Vervielfältigung gefunden. Das gesammte nach dem Meistor gestochene Oeuvre umfasst nach (.loncourf 795 Nummern. Darunter ist namentlich diu Publioation horvorzuhobon, durcJi welche Julionno, der Freund und begeisterte Verehrer dos Malors, dessen Andenken feierte, l>iese aus 860 Blättern bestehende Sammlung erschien unter dem Titel: Figuree de difförenta caraoteres, de paysages et d'itudes par Antoine Watteau tir^es des plus boaux cabinots do Paris. Ohez Audrain aux Gobiina et choz Cheroau, Die Künstler, welche die Blätter radirten, sind: Jean Audran, Benoit Audran (der Sohn), Boucher, Cars, Oaylus, Coohin, Larmes'sln, Scotin, Surugue, Sylvostro, Thomassin, Tremoliere, Oarlo Vanloo, M. do Julionno u. A. Watteau hat, seine eigenhändigen Arbeiten entweder gar nicht, oder mit dem ausgeschriebenen Namen bezeichnet; dagegen bedienten sich die Kupferstecher, woleho nach ihm arbeiteten, verschiedene! Buchstabenzeichen, um soinon Namen anzudeuten. Häufig kommt der Buchstabe W vor, besonders in der genannten Julienne'sohen Collection: Pigures do difförenta oaraoteres etc., welchem Werke die oben von uns uiilgofhoilten Zeichen entnommen sind. Auf andere derartige Chiffoni koimnon wir unter WA zurück. Hier mag nur noch bemerkt sein, dass die Schreibweise des Malernamens da, wo letzterer von den Stechern ausgeschrieben wird, ebenfalls eine sehr verschiedenartige ist. Man lindot: Vateau (Nr. 25 bei Gonoourt). Vatteau, Wattau, Watteau. Wattau (Nr. 784 bei Goncourt) oto. 1464. Johann Georg Wille, Zeichner und Kupferstecher, geb. in einer Mühle bei Gtessen 1715, gest. zu Paris 180s, ist he- \X/ roits unter soinon Initialen ,1 G.W, eingeführt und wir vor- ■ weisen darauf. Auch eines aus dem Buchstaben W bestehenden 296 W. Nr. 1465 — 1468. Zeichens bodiente er sich, wolchos zuweilen vorkohrt und überhaupt meist nur auf don orston Abzügen folgonder Sticlio sich flndot: Mario Josopho do Saxo, Dauphino de France. Nach Daniol Klein. Kl. Pol. Francois do Noufvillo, Duc do Villoroy, Marechal do France, Nach Jean Chovalicr. Fol. Nicolas do Largillioro, Malor. 4. Ifcnri Liebaux, Goograph. Nach J. Chovalier. Fol. Bornard Forost do Bolidor, Mathematiker. Nach L. Vigeo. Gr. 4. Charlos Etionne Brisoux, Architekt. Fol. Piorro Boudon, Chirurg. 8. Ciaudo Nicolas Lo Cat, Chirurg. Nach Thomas Thomiors. 4. Francois Chicoynoau, Mcdicinor. Nach Piorro le iSuour. 4. Cort Sivorson Adder, Gross - Admiral von Dänemark. Mit dem Zeichen W auf don orsten, sehr seltenen Abzügen; auf späteren steht: Will of: sculp. 4. Brustbild eines Kriogors in Harnisch, Holm und Mantol. Leicht radirt und unvollendet. 8. Cat. Otto. Dor Tod der Cleopatra. Nach C. Notscher. Fol. Lo Marechal dos Logis, oder Louis Guillot, wio or im Walde ein Mädchen aus den Händen zwoior Räuber bofroit. Gr. Fol. 1465. Hans Jörg Wannenwetsch, Malor von Basel, war in der zweiten Hälfte dos 16. Jahrhundorts thätig. Es ist bereits \>^; von ihm und seinen Zeichen im III. Bande die Rcdo go- weson; moist bodionto er sich oinos aus H I W bestehenden Monogramme!, aber auch der Buchstabo W allein kommt auf Zeichnungen zu Glasmalereion vor. 1466. Johann Georg Wagner, als Landschaftsmaler und Eadiror in don 60or und 70er Jahren dos vorigen Säculums in Meisscn thätig, hintorlioss bei seinein frühen Todo eine grosso Anzahl von Gouachegemälden und Zeichnungen, von wclchon vor- \/y schiodono in Kupfor gostochon worden sind. Bio eigen- v<^T bändigen Eadirnngen wagner's sind moist ohne Namen. Ein Blatt ist mit dorn Buchstabon W signirt. Dassolbe zeigt einen borittenon Hirten, welcher droi Ochsen vor sich hertroibt. Woitor- hin sind grosso Bäume und Hütton. Links vorno das Zoichon. Ebenso sind auch oinigo soinor in Tuscho und Bistor ausgeführton Zeichnungen signirt. 1467. Unbekannter Kupferstecher, vielleicht Philipp Waldmann, wolchor zu Frankfurt a. M. um 1630 thätig war, . Diese Buchstaben, auf wolcho Bvulliot II, 20'.i7 Vv / / w W nurim Allgemeinen nach Heller aufmerksam macht, findet man auf mehreren Blättorn aus dem Verlage von Paul Fürst in Nürnberg. Sic kommen in Meissner's „New Politischen Statt rnd Emblematabuch etc." vor. Biosos Work ist abor zuerst bei Eberhard Kieser in Frankfurt erschienen, welcher don viorton Tlioil des zweiten Buches dem Pli. Waldmann go- widmet hatte. Um 1638 gab P.Fürst dio Fortsetzung dieses Werkes heraus. 1468. Franz Edmund Weirotter, Landschaftsmaler und Badirer, geb. zu Innsbruck 1730, gest. zu Wien 1771, hintorlioss eine grosse Anzahl trefflieb radirter Blätter mit Landschaften, Architekturen u. s. w., von wclchon einige mit F. E. W., andoro nur W w AV. Nr. U69—>H72. 2JI7 mit dorn Buchstaben W. bezoichnot sind. Lotztoror Buchstabe steht vi. A. auf kloinon Radirungon 2 Z. (i L. Höhe und 1 Z. 11 L. Breite, wolcho vorschiodüno Dorfpartieen wiedergeben, ebenso auf dm- Darstellung oinor Grotto, in 8. 1469. Carl Wilhelm Weisshrod, Zeichner und Radirer, geb. zu Ludwigsburg 17 IG, gest. 180(i zu Hamburg, hat bereits unter *W. Buchstabe AV steht auf oinom mit der Feder auf Stoin gezeich- neten Blatte in folgendem Werke: Spccimens of Folyautography Consisling of Impressions taken from Original Drawingn made purposely of this Work. London 1803 by F. Andre Fatenta etc. gr. qu. fol. Diesos Work enthalt 12 Blätter von verschiedenen Künstlern, Jones mit obigem Zoiehon stellt eine Landschaft dar, welche in der Woise Salvator Rosa's behandelt ist. Aul' einem Hügel rechts im Vorgrui nie stehen zwei Bäume neben einander, doron Stamme jedoch entgegengesetzte Richtungen haben, Ein drittor schwächerer Baum Ist abgebrochen, Links bespült AVassor einen Felsen und zieht sich Im Vordergründe bin. Auf einem zweiten Felsen steht ein Mann. Rechts gegen unten bemerkt man das Namonszoiclion. H. 11 Z. 1 L., Br, 8 Z. Das Blatt ist geistvoll und gewandt gezeichnet, dio Aotzung des Steins ist aber nicht ganz gelungen. Die Andeutung der Wolken, sowie die Umrisse und Details des entfernteren, Von links nach recht.. sich hinziehenden und dio Landschaft Bohliessenden Felsen sind grossen- thoils verloren gegangen. Das Werk über Folyautography, wie man in England die Lithographie nannte, ist, höchst selten. William John Wallis, ein Landschaftsmaler von Ruf, über welchen das Künstler-Lexiken Auskunft giobt, dürfte der Zeichner und wahrscheinlich auch der Lithograph des lilattes sein. 1472. Anton Wachsmann, ein sohlesisoher Zeichner und Kupferstecher, war Ende des vorigen und Anfang dieses Jahrhunderts thätig. Im Ktinstler-Lexikon sind verschiedene seiner Arbeiten '"? aufgeführt,. Das Zeichen W lindet man auf Blättern in folgendem Werkes Verzierungen aus dem Alterlhiim, bearbeitet und herausgegeben von V. Bussler in Berlin, 4, 298 W. Nr. 14T8- 1479. 1473. Nicolas Francois Xavier Willemin, Zeichner and EUtdirer, wie auch durrh voi'scliicdunc l'nbliciilioiion als Arohäolog bo- rkannl, gest. zu l'aris 1889, signirto in dieser Weise einige seiner Blätter. Letztere geben Bandzeichnungen verschiedener Moister wieder. 1474. Franz Walther, auch Walter geschrieben, geb. 1764 in Strassburg, gest. ebenda 1790, war eigentlich Kaufmann, zu- \k/, gleich alier ein so vnrirefflichor Landschaftszeichner, dass ihn die französische Akademie zu ihrem Mitgliede ernannte. Er lieferte unter Anderen die Zeichnungen und Kupferstiche zu rO Grandidier's: Vliespittoreegues del'Alsace, Strasbourg 1785. 4. Die Stiche sind thoils mit dem ganzen Namen, thoils gar nicht, tlieils, wie z.U. Girsperg, Kaisersberg und Münster, nur mit dem Anfangsbuchstaben des Künstlernamens, einem W, bezeichnet. 1475. Johann Weichard Valvasor, Freiherr von Gallone etc., stand anfänglich in kaiserlichen Kriegsdiensten und beschäftigte \w sieh später mit Literatur und Kunst. Er gab gegen Ende des Ki. Jahrhunderts einige mit Kupferstichen luustrlrte Werke heraus, zu denen er auch die Zeichnungen lieferte. In einem dieser Werke: Die F.lurc des Eertogthums Crain etc. Leybaeh 1580, findet sich eine von ihm gezeichnete und von Paul Ritter gestochene Ansieht des Schlosses Ebensfeldt, welche mit dem Buchstaben W, signirt ist. 1476. Fritz Waibler, Maler and Zeichner der Gegenwart, Jn der „Kinderlaube", Verlag von (J. welcher um 1751 dio Fabrik gründete. W. Nr. 1480— 1488. 299 1480. Mit diesem Zeichen soll, nach Brulliot, einer der Wattier's soinon Namen angedeutet haben. Der genannte Schrift- I C K stoller kann nicht tagen, ob Edcuard oder Emile ( l\/ Wattior; boido sind französische Künstler unserer Zeit, \ Y von welchen der leztero dor namhaftere ist. 1481. Johann Amand Winck, Blumenmaler von Kieinstadt, welehor seino Kunst in Milnebcn ausübte und 1820 daselbst gestorben ist. Er bezeichnete seine. Blumen- und Frachtstücke häufig mit den Initialen J. \V., oder auch nur mit dem Buchstaben w. 1482. Johann Paul Waxschlunger, Malor, gest. in jungen Jahren zu München 1724. Er war ein Schüler seines —^ ^/ w Vaters J. (). Waxxehlunger und malte wie dieser Land- | ll / sehal'ten mit Thicren, insbesondere .lagdstiickc, dann [/[/ auch Blumen, Eriiehto u. t. w. Zudem hat, man von ihm eine Folge von vier geschickt radirten Blättern, Welche todtOS Wild von Hunden bewacht darstellet]. (Ju. Pol Das obige Zeichen Badet sieh auf Jagdstüoken. 1483. Friedrich Moritz Wendler, Maler und Zeichner, geb. 1811 ZU Dresden, gest. ebenda, 1872. Wir .sahen das Zeichen auf . kleinen launigen Genrebildern, ebenso auf Oarioaturen, welche der Künstler wohl selbst auf den Stein gezeichnet hatte. Zuweilen uieli zeigen seine Signaturen das K des ersten Vornamens mit dem Anfangsbuchstaben des Familiennamens verschlungen. 1484. Marken auf Arbeiten der Gold- und Silberschmicds- Inmmgon von Choster, Bieter, Nowoastlo-Upou- 5TjftPt Tyno, Birmingham, Sheffield, Edinburgh, Glasgow VIXlv -\t7" und Dublin. Wie bereits an früheren Stellen dar- Yv gelugt, benutzton die genannten Innungen die AA7 liuchstaben des Alphabets als Besehauzoichon, "" wie zugleich als Zoichen für dio Entstehungszeit, der Arbeiten. 1485. Unbekannter Pormschneider, welehor in den orston Do- cennien des Iß. Jahrhunderts für verschiedene Buchdruckereien ^YV Lübeoto, besonders für die Offlein von Stellen und HansArndes thiitig war. Der Künstler gehört dor oberrheinischen Schule an und kommt mitunter dem Moistcr dor (.Irüuinger'sclion Uflicin nahe. Von seinen Holzschnitten zeichnen sich hauptsächlich die des 1518 von Haus Armlos gedruckten nygc Kalender aus, welche die Planeten als mythologische Figuren, die Temperamente der Menschen, arztliche Verrichtungen u. s. w. darstellen. II. und Hr. 3 Z. G— 7 L. Das Monogramm findet sich auf dem ersten Blatte, der Planet Saturn. Min andoros Blatt ist, U II gezeichnet. Näheres über den Kalender findet man in Naumann's Archiv, Jahrg. IV, p. 90. 1486. Dom Jakob Walch wird von Murr, Cabinet l'raun p. 58, um oino mit Braun getuschte und mit Weiss gehöhte Zeichnung \\r zugotlieilt, welcho einen Hexensabath vorstellte und mit dem '' Buchstaben W und der Jahrzahl 1500 Jjozeichnet war. Es ist, von J. Walch bereits in unsorom Werke dio Kode gewesen, Auch f- .'500 W. Nr. 1487 — 1491. wurdo in oinora Artikol über Jacopo de Barbary , Bd. III Nr. 1842, E. Harzon's Ansicht mitgothcilt, dass dio beiden Namen Walob und Barbar? cinor Porson angobörton und dass dor Italiener Parbary wiih- rond seines Aufonthaltos in Nürnberg dort Walch, d. i. der Walscho oder Italiener genannt worden soi und sieh schliesslich auch selbst so genannt habo. Dieso Annahino bat durch neuere Forschungen immer inohr an Halt gewonnon und man glaubt gegenwärtig wohl allgemein an die Identität der beiden Künstler. 1487. Friedrich Walthard, ein Zeichner und wohl auch Malor, TV welcher, wio es scheint, in der Schweiz thätig ist. ■ Er illustrirte " • mit G. Bora und A.Anker: Sechs Erzählungen aus dem Emmen- Ihal von Jeremias Gottheit*., Berlin und Bern 1871. Von den zahl- reioben Holzschnitten dieses Buohes tragen verschiedene die Buchstaben W., das Zeiohen WaKhard's. 1488. Claude Henry Watelet, Schriftsteller, Maler, Kupferstecher und Badhrer, geb. 1718 zu Paris, gost. ebenda 1780. Von seiner ... vielseitigen Thätigkeit giebt das Ktostlorleiikon Auskunft. Man "• kennt ungefähr 300 eigenhändig radirte Plätter von ihm, worunter zwei mit einem W gezeichnet sind, Das eine Blatt) kl. Fol., stellt dio Zauberin la Strogna in einer Landschaft mit Ruinen dar und trägt dio Bezeichnung W* in F*-Mai 1783. Pas andere, ebenfalls mit W signirto Platt enthält dio (Jaricatur auf einen Ludwigsritter. PoL 1489. Gottlieb Weite, Maler und Radirer, war in der zweiton Hallte des vorigen .Jahrhunderts in Mainz, seiner Geburtstadt, W. wie in Frankfurt a. M. und schliesslich in den Ostseeprovinzoii, wo er um 171)0 in einem Dorfs bei Iteval gestorben ist, thätig. Er malte Bamboociadon und allerhand Gonrescenon, zeichnete Carica- (uron und radirte, Gwinner giebt in seinem Buche über Frankfurter Künstler das vollständigste Vorzoiclmiss der Welto'schon Padirungen, er beschreibt . r >8 Plätter. Einige derselben sind unbezeichnet, andere tragen den vollen Namen und folgende zwei Plätter sind mit dem Buohstaben W signirt: Ein nach rechts schreitender Pauor, welcher ein Bündel Hobs unter dem Armo trägt. H. 3!) mm., Pr. 29 nun. Hinter einem Ifaumo kauert ein Mann, als wollte er sieh verbergeni ihm zur Seite liegt eino Flinte. II. 7G mm., Hr. 101 nun. 1490. Albert Ferdinand Welzel, Kdolstoinsehnoider, war, naoh- doiu er in Porlin und Paris gearbeitet, längere Zeit in Dresden w. thätig, wo er am 5. April 1878 in dor Pliit.be seiner Jahre gestorben ist. Er gehörte zu den Wenigen, welche die von unserer Zeit so vernachlässigte Uthoglyptik noch künstlerisch ausübten. Das k. Grüne Gewölbe besitzt von ihm einige gut geschnittene Intaglien, darunter einen Rauehtopas mit einem balzenden Aiierhahn, welchor unten mit der Initiale des Künstlernamens signirt ist. 1491. Unbekannter Maler, nach wolohom sin Bildniss des Philippe de Commines, Seigneur d'Argenton (1609) von M. Aubort Tl/ - . in der Enrope illustre gestochen ist. Letzteres bereits • -'"'■'■• mehrfach erwähnte Werk ist die, auch unter dem Namen des Oilieuvre'sclicn Werkos bekannte, wichtige Porträt" folge von o. 600 Plattem, welcho in den Jahren 1766 — 1768 zu Paris erschien. Es sind für dioselbe nicht nur früher gostochono Platten von w W. Nr. 1492 — 1500. 301 do Lon, Mollan, Edelinck, Drevet benutzt, sondern auch noue von den besten Künstlern der Zeit, wie Balechou, Fioqaet, Sohmldt, 'Wille u.a. gestochen worden. 1492. Unbekannter, wahrscheinlich französischer Maler, nach «reichem Aubrier folgendes Blatt gestochen hat: Caesar W. j>. Borgla, natttrlloher Sohn dos Papstes Alexander VI. Kl. 4. Der Name dos Malers lindet sieh darauf durch den Buchstaben W angedeutet. 1493. Stempel des Kunsthändlers White in London. Man Badet \V7 '' IW Welchen au '' Verlagswerken des genannten Kunsthändlers, vv es erscheint weiss auf schwarz. 1494. Thomas Wijck oder Wyck, Maler und Badirer, von Haar- lem, hat bereits Besprechung gefunden. Auch mit dem einfachen "• Buchstaben W signirte er. So zunächst eine seiner Badlrungen, die Spinnerin, Nr. 1 boiBartsoh, welcher jedoch einen Abzug ohne das Zeichen ?or sich hatte. Sodann auch ein Dild in der Sammlang Neven zu Köln. Das Bild stellt eine kranke Prau in einem Lehnstahl dar, welcher ein Arzt den l'uls fühlt. Auf einer am Fenster stehenden Arznei- Hasche ist das Zeichen angebracht. 1495. Michael Wutky, Landschaftsmaler, geh. zu Krems 1738, gest. zu Wien 1822, signirte durch ein W zwei Aliend- Landsohaften in der ftirstl. Liechtenstein'sohen Bildergalerie zu Wien. 1496. Unbekannter Kupferstecher, welcher folgende drei Blattei- tjt in Tuschmanier, nach J. F. Barbieri, gen. Gueroino da Centn, '' • *°, in dieser Weiso bezeichnete: S. Bocco inoarcerato. Gr. Fol. La oatedra dl S. Pietro. Gr. Pol. Cephalus beweint die getödtete Procris. Qu. Fol, 1497. Philipp Wouverraann, Pferde- und Bataillenmaler, geh, zu Haarlem 1(520, gest. 1668, ist horoits eingeführt. Im Katalog W". ^i'f Sammlang Rolas du Böser wird von ihm eine leicht und moistorhaft behandelte llanilzeiehnuug in Bister aufgeführt, welche einen stehenden flämischen Gaul mit zerrissenem Halfter darstellt. Dieselbe, die Copie einor Stoop'schen Kadirung, ist bezeichnet: W. 165.. Br. 6Z.8L., H. 4 '/,. 4 L. 1498. Nach Christ. ]>. 378, bediente ein Strassburgor Künstler Namens Widitz sich dieses Zeichens. Wahrscheinlich ist luor ■vjrj- dor Zeichner und Maler Hans Weyditz gomoint, wolchor für das **• 1530 zu Strassburg bei J. Schott erschienene Brunfolsische Contra fait-lvrüutorbuch und andero "Werke gearbeitet hat. 1499. Jan Wierx, Kupferstecher von Amstordam, kommt bereits zu wiederholten Malon vor. Wir bemerken hier nur, dass w. er mit dem Buchstaben W kleine Sticho mit Hoiligon und überhaupt mit Gegenständen aus der biblischenGesohiohte signirt hat. Seine Arbeiten sind oft schwor von denen soinos Bruders Hioronymus zn unterscheiden. 1500. Kin unbekannter Maler, bediente sich, nachBrolliot, dieses Zeichens auf Gemälden im Gesohmaoke Poelenburg's und dos ■T. van der Lys. w 302 VV. Nr. 1501 — 1505. 1501. Clemens Wenzeslaus Fürst von Metternich-Winneburg, der berühmte Staatekanzler dos Hauses Oesterrelch, geb. 1773 in W, Coblonz, gest. 1869 zu Wien, beschäftigte sich in seinen Massestunden viel mit der Kunst, indem er u. A. eine Roilio von Blättern radirte. Ein derartiges, nach S. Gossner gearbeitetes Blatt in 8., welches eine Landschaft mit zwei jungen Frauen darstellt, ist mit W signirt. Auch dor Buchstaben M und M W hodionto er sich zur Bezeiohnnng seiner Arbeiten, wie bereits an froheren Stellen dieses Werkes bemerkt werden ist; 1502. Unbekannter Landschaftsmaler. In dor Sammlung du Jlosoy befand sieh ein Oelgemälde, wolchos mit W und einigen W folgenden undoehilfrirbaren Buchstaben gezeichnet war. Das Bild, von markiger Farbenbehandlung und angenehmer Totalwirkung, war im Geschmack des Horman van Swanefeld com- ponirt. Tm Vordergründe, welchen ein Flosa durchströmt, sah man anter hohen Bäumen drei orientalisch gekleidete Männer wandeln, während auf dein jenseitigen Wer die alten Bauwerke einor Stadt hervortreten, die durch einen bergigen Hintergrund begrenzt werdon. 1503. Wilhelm von Kobell, Maler und ttadirer, gob. in Mannheim 17, gest. in München 1855. Schüler soinos Vaters, Mldete "II/" er sieh in Mannheim und Düsseldorf vorzugsweise durch Oopiren * niederländischer Bilder, wio von Wouverrnann's, weiter aus und siedelte dann nach München über, wo er 1808 zum Professor an der Akademie ernannt wurdo. Er erhielt hier verschiedene Aufträge zu Schlachtbüdern, zu denen er 1809 und 1810 die Sudion in Wien und Paris machte, Vortheilhafter jedoch als durch soine Oelgemälde ist der Künstlei durch Badirungen und besonders durch soino der Individualität der wiodorgegebenon Meister entsprechenden Aquatiiila-Blätter bekannt. Wir kommen auf diese Arbeiten, wie auf die mannichfaltigen Signaturen, deren sich Kobell hodionto, zurück und bemerken hier nur, dass er ein radirtes Blatt, cino Eisgangxsccne, mit dem Buchstalion W bezeichnet lud. Das Blatt wird, nebst oinom zweiten, unter dem Titel: Dio Uoberseliweininungon des Neckar 1781, von Androseu, unter Nr. 51 und 52, boschrieben. Letzterer sagt, dass nur das eino Blatt, Nr. 51, bezeichnet sei; das von uns mitgethoilte Zeichen W. auf dem zweiten Blatte, Nr. 52, scheint dem genannten Schriftsteller entgangen zu sein. Heide Blätter sind übrigens sehr selten. 1504. Georg Wcckhard, Elfenbeindrechsler, angeblich aus don Niederlanden, wurde von Kurfürst August von Sachsen in dor vv. zwoiton Hälfte dos 16, Jahrhunderts nach Dresdon berufen, wo er sahireiche Werke für den genannton Fürsten, der oin grosser 1'reinid der Elfenbeinarbeit war, ausführte. Diese VVorko werden im Grünen Gewölbe aufbewahrt und sind ontwoder mit einein O W oder auch nur mit W signirt. 1505. Zeichen eines unbekannten Kunsttischlers. Dasselbe soll, wio uns mitgetheilt wurde, auf sogonanntor Bouloarbeit aus Y\7 dem vorigen Jahrhundert sich finden. Letztere ist bekanntlieh v * • eine aus ausgeschnittenem und mit Messing eingelegtem Schild" krot bestehende oder auch umgekehrt behandelte Möboldeco- rationsweiee, welche zur Zeit Ludwigs XIV. durch don Tischler Ch. A. Beule (nach Einigen: Buhl) aufkam. W, Nr. IÖ06 — 1611. 808 1507. Der Buchstabe W, mit dem österreichischen Adler dar- "W. über, kommt als Bcscliauzeiclicn der Wiener Gold- und Silber- schmiede-Innung vor. 1506. Marke der Gold- und Stlberschmiede-Innung zu Lille W. (Frankreich). Vergl, W. Schaffer's: Hall-Marks on Plate, 1508. Unbekannter Goldschmied, welcher Ende dos 10. Jahrhunderts in Nürnberg thätig war, Die Marke findet sich, nebst W. dem Nürnberger Besohauzeichen, auf einem Pocal Im k, Grünen Gewölbe sni Dresden. 1509. Marke eines unbekannten Plattners, welche sioh auf einer \y # Rüstung der Spengler'schen' Sammlung in München vorfand. Die genannte Sammlung ist im J, 1S77 veräuesert worden. 1510. Unbekannter Stempelsehnoider, welcher für die Buoh- binder thätig war. Sein Zeichen steh! auf dem 1682 gefertigten, W. mit allerhand Zierwerk ausgestatteten Einbände von: Das ganze Testament; so durch den Hoohgelarten L. Hieronymum Eraser vertoutscht — o foelix Colonia MCCCCGXXIX. Fol, 1511. Der Buchstabe W kehrt häufig als Zeioben auf Münzen ... wieder. Nur als Zeichen der Münzst&nde, wie der Münzstätte **• und der Münzbeamten und Stempelschneider sei seiner Bedeutungen hier gedacht, tm tJebrigon sei auf Schlickeysen's: Erklärung der Abkürzungen auf Münzen ete, Verwiesen, Als /eichen der Münzstände, der Personen ti iid Länder und Städte, voii welclien die Münzen ausgegangen sind, bezieht sioh der Buchstabe auf Walderaar, König von Schweden, 1250 -1279; WeueeslausI, Gral' von Luxemburg, 1888 1388; Wladislaus n, König von Böhmen, 1471 —1516; Wilhelm VI, Graf von Henneberg, 1486 — 1659; Wigilius, Bischof von Passau, 1500 — 1517) Wolfgang, Herzog von Zweibrücken, 1682- -1569; Wolfgang, Herzog von Braunschwoig-Lüneburg, von der Grubenhagen'- sehen Linie, 1667 — 1696; Wilhelm V, Herzog von Bayern, L579- 1697; Wolfgang, Erzbischof von Mainz, L68S 1601; Wilhelm, Graf Fugger, 1601; Wilhelm. Graf von Sayn-Wittgenstein, 1628; Wilhelm, Landgrafen von Hessen II, 1471 — 1509; VI, 1650 —1663; VII, 1663-1670; Wilhelm l, König der Niederlande, 1815 —1840, and Wilhelm, Koni« von Württemberg, 1816 1868. Ferner auf: Waldeck, Weissenburg Im Klsass, Werdo, d.i. Donauwörth, Werl, Werne, Wernigerode, Wimpfen, Worms, Wratislavia, d. i Breslau. WschOWa, d.i. Kraustadt, und Würz- hurg, Was sodann die Münzstätte betrifft, so bedeutet der Buchstabe auf ungarischen Münzen: Vissegradum; auf polnischen am 1440: Wschowa (Fraustadt), von 1601 an: Wilna; auf französischen, vomAn- fange dos 18. Jahrhunderts an: Lille; auf schlesUchen: Wratislavia (Breslau); auf preussisohen, von 1741 — 174',) desgleichen; auf eleve- Bchen: Woscl; auf weimar'schen Klppermünzen: Weimar; auf sächsischen: Wittenberg; auf Münzen der Stände des fränkischen Kreises: Wertheim; auf österreichischen: Wien; aufwürzburgisohen: Würzbarg. Von Btempelschneidern und Münzbeamten endlich zeichneten mit dem Buchstaben W: Jean Varin, Stempelschneider, geb. zu Lüttioh 1604, lebte violo Jahre In Paria und binterliess eine bedeutende Anzahl von Medaillen auf wichtige Ereignisse. Einige sind auch mit J. V. bezeichnet. Erstarb 1ii7'..'. 804 Nr. 1611. Hans Jacob Wolrab von Regensburg, lobte als Stompolschnoidor in Nürnborg und war um 1073 Münzmeister dos fränkischen Kreises, Er starb 1(590. Wolrab fiilirto in Deutschland die Eandschriften auf Denkmünzen und Münzen ein. Auch dio Signatur H.I.W. Kommt vor. Julius Zacliarias Wefer, Münzmeister in Stollberg 1073, in Kllrioh 1 (i73 — 1070 und in Mühlhaosen 1676, zeichnete Gepräge mit J. Z. W. oder auch nur mit einem W. Jobann Gottfried Wicliniannsliausen, Münzmeister in Gotha, 1083 —1(590. Christian Wermuth, Stempelschneider, geb. zu Altenburg 1661« gest. 1723 zu Gotha, wo er lange 'Ac.it thätig war. Ucbor den Künstler, soino zahlreichen und sehr ungleichen Arbeiten, wio über dio verschiedenen Zeichen, deren er sieh bediente, Ist bereits an früheren Stollen unseres Baches die Rodo gewesen. Christian Winnecke, Münzmeister in Kopenhagen von 101)0—1700) unter der Regierung des Königs Christian V. Sein gleichnamiger Sohn stand von 1700 — 1717 in Diensten der Könige Friedrieh IV. und Christian VI. Daniel Warou, Stempeleohneider aus Stockholm, war um 1685 In Dresden und 1713 in Wien thätig. Er starb daselbst 1730. Peter Paul Weraer, ein geschickter, für verschiedene Höfe beschäftigter Stempelsohneider zu Nürnberg, geb. 1689, gest, 1771. Er signirte auch zuweilen: P, P, W. Georg Wilhelm Wahl, arbeitoto um 1720 als Stempelschneider in Hamburg an ging später nach Kopenhagen, wo er von 1702— 1704 Münzmeieter war. Johann Heinrich Werner, Stompolschnoidor in Erfurt, 1732—1702. Johann Georg Wächter, Stempelschneider, gob. in Heidelberg 1724, von 1741—1791 war or in St. Petersburg thätig. Adam Rudolf Werner, HofmedaiHeur in Stuttgart, wo er 1780 starb. Dor Künstler ist bereits untor A. R. W. eingeführt. Peter Christian Winslöw, in Kopenhagen von 174") —1752 als Stempelschneider thätig. Wermuth, Münzmeister in Hildburghausen, 171(5 — 1718. Carl Johann Wikmann, Stempelschneider in Stockholm um 1745 bis 1780. Im Künstler-Lexikon sind innige seiner Medaillen namhaft gemacht. Franz Xaver Würth, Stempeleohneider in Wien, 1745 —1790. Christian Siegmund Werner, Stempelschneider in Dresden, 1735-1791. Anton Wideinann, Stempelschneider, gob. 1721 zu Dachs in nehmen, arbeitete am 1754 in Wien. Johann Heinrich Wolf, Stempelschneider, in Kopenhagen 1700, in Altona 1771 — 1779. Jeremias Paul Werner, Stempelschneider in Nürnberg von 1730 bis 1790. Wörschler, Münzmeister in Durlach, 1700 — 1779. Eberhard WyoD, Stempelschneider in Cöln, 1764—1766. Johann Weichinger, Stempelschneider in Zweibrttoken 1705 und Münzmeister 1770—1790. Unter dem Zeichen J. W. sind einige Arbeiten von ihm aufgezählt. Westphal, Münzmeister in Sehwahach um 1781. Carl Wielandy, Stempelschneider, gob. zu Genf 1747, machto seino Studien zu Paris und fand dann 1798 an der Münze in Genf eine Anstellung. Nach Schlickeyson starb er orst 1837. WA. Nr. 1512 — 1510. 305 Johann Ludwig Wagner, Stempelsohneider in Stuttgart 1798—1845. Friedrich Welle, Münzmoistor in Arolsen 1807 —1829. Thomas Wyon d. J., Stempelsohneider, geb. 171)2, gost. 1817. Verschott, Münzmoistor in Antwerpen 1814. Albert Wagner, Stempelsohneider in Stuttgart, soit 182G. Welckner, Stempelsohneider in Clausthal, soit 1838. 1512. Unbekannter Formschneider, wolchor in der zweiten Hiilfto • dos 16. Jahrhunderts wahrscheinlich in Sachsen thätig war. Sein W. Zoiehon stobt auf Nachschnitten von Holbein's Todtonbildern in einer Wittenberger Aasgabe dar Imaginea mortis etc. vom J. 1590. 1513. Unbekannter Kupferstecher, wolchor in dor ersten Hälfte des 17. Jahrhundorts in Deutschland thätig war. Man findet von W. ihm zahlreiche Ansichten von Städten, Schlössorn u. s. w. in D. Meissners: Thesaurus Philo - Politicus d. i. politisches Schatz- hiütlein. Frankfurt 11120 —1630, 4. In einer späteren Ausgabe führt das Work den Titel: Sciographia Cosmica — Nürnberg, Faul Fürst, 1G38, 4. 1514. Unbekannter Lithograph ans der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts, Er signirto mit dem Buchstaben W, zwischen dio 18W3G. Jahxmhl 1836 gestellt. einBlatt, wolchos dio nach links gewendete Büste eines Marines mit umgeschlagenem Mantel darstellt. Darunter oinc faesimilirto Schrift in zwei Zoilon: Adscriptus terrae . . . levis! 4. w 1515. Diosos Zoichen bezieht sich auf koinon Formschnoidor, wie man irrthümlicb angenommen bat, sondorn os gobürt dorn Kölner Bnohhäadler Franz Birckmann an, Die Blätter, auf welchen es vorkommt, rubren von verschiedener Hand her. Das bei Brulliot I, 771 boschriobono Blatt mit den drei Königen, St. Ursula und don Macbabäeru findet man, nach Morlo, zu Parisern Drucken verwendet, dio auf Birckmann's Kosten ausgeführt wurden. 1516. Unbekanntes Zeichen. Auf der Stadtbibliothek zu Zwickau befindet sich ein Exemplar der ars moriendi mit rohen Holz- ^k schnitten, aus Ende des 14. oder Anfang des 15. Jahrhunderts, \X/ Dieser Band enthält zwei bomerkonswertho grosso Blätter von geschrotoner Arbeit. Das erste stolit oben Maria in der Herrlichkeit zwischen dem Krzongcl Michael und dem hl. Georg, "nten rechts Betende, links oino Prodigt dos hl. Jacob und ganz unten, au Wappen bohandelt, dio Marterwerkzeuge mit dorn Spruchzettel: Spes christiana vor. Mit dorn zierlichen Bande ist das Blatt c. 5 —GZ. breit Und 9 X, hoch. Das zwoito eben so grosse Blatt zeigt oben dio Anbetung der Könige, unten die Maria, von Schützlingen verehrt. Auf ojnera Spruchzottel: Ima permutal brevis hora summis. Ganz unten, oino Frau mit einem Hoiligenschein und sieben Porsonon in einem *»uerkesse] im Gebot. Das Ganze ist von einer Architektur im italienischen Geschmack mit drei Ordnungen von Säulen eingefasst. Oben r °chts drei Kronen, nnton Hermelin, gegenüber obiges Monogramm wahrscheinlich das des unbokannten sächsischen odor fränkischen Form- s °hnoidors. Vorgl. Waagen: Kunstw. u. Künstlerin Deutschland I, p. 71. UoaogTumauitan, Bd. v. 20 806 WA. Nr. 1517 — 152:3. 1517. Wilhelm Amberg, Genre- und Bildnissmalor, gob. 1822 in Berlin, gebildet auf der Berliner Akadomio und im \ a / Atolior Herbig's wio in dem von Begaa. 1844 ging er /'Vo/ »2 nach Paris zu L. Oogniot und kolirto dann, nach ü jyv\. T oinem Studienaufenthalte in Italien, in seino Vator- stadt zurüek, wolchor or ein Altarbild für die Gor- traudtenkircbo gostiftot hat. El ist Professor und Mitglied dor Berliner Akademie. Viele soiner beifällig aufgenommenen Gonrebildor sind, von ihm solbst auf Stoin gezeichnet, in Album-Publieationon, namentlich in dor Zeitschrift „Argo" veröffentlicht. Auch Andoro haben nach seinen Arboiton gestorben und lithographirt. Bas obigo Monogramm dos Künstlors zwischen der Zahl 57 sahon wir auf einem in Oel gomalton Bildnisse, auch auf andoron Gemälden Amborg's mit anderen Jahrzahlen kommt es vor. 1518. Unbekannter deutscher Kupferstecher, wolchor in diesor Weise ein Blatt mit dem hl. Andreas bozoiehnot hat. Dor Heiligo hält ein Krouz in dor linken Hand. Vor ilim kniet oin junger Mann mit einom Bande, auf wolchem die Worto stehen : Sante Andrea ora pro me. Das Blatt ist niellonartig behandelt. Medaillon, Durchmossoi' 1 Z. 9 L. ■$Zc y& 1519. Ganz ähnlicho Zoichon, wio diosos hier, oder das unter der vorhorgohonden Nummer mitgetliflilto, findon sich Band I. unter den Buchstaben AW, worauf wir Nachschlagondo aufmerksam machen wollen. Das dieses Hinwoisos wogen hier wiederholte Monogramm gohört dem Anton Woensam, gewöhnlich Anton von Worms genannt, an. w. 1520. Anton Wyttenbach, Thior- und Architokturmalor, gob. zn Trier 1812, gost. obonda 1845. Bf bildoto sich in Düssoldorf aus und war dann hauptsächlich in 40 9 C München thätig. Dom beistehenden Zoichon bo- gegnet man auf seinon Bildorn. 1521. August Wegert, Porträt- und Historionmalor, gob. zu Berlin 1801, gest. daselbst 1825. Er war oin Schüler Schadow's -^ » y- und zeigto in seinon Arboiton, von donon einige das \ / A / hior mitgothoilte Monogramm tragon, viol Begabung. V V Bin früher Tod lioss sein Talont nicht zur vollen Entwicklung gelangen. 1522. Unbekannter Kupferstecher. Das Titelblatt zu Hioronymi Savonarolao: Triumphus Crucis. Antwerp. 1533. 12°, wolchos einon Geistlichen knioond vor dorn Crucifix darstellt, das Cherubim umgeben und über das ein Engel eine Krone hält, zeigt unten links innerhalb starkor Schraffirung sein obige 3 Monogramm. 1523. Unbekannter Kupferstecher aus der orsten Hälfto dos 17. Jahrhundorts, von wolchem folgondos Blatt vorhanden ist: Ein alter WA. Nr. 1524-1529. 307 -/ von ( ' on Künstlern, die nach ihm stachen, Wct. wet-aus. . lllcll ( | m ,.|, dM z,,;,.,,,,,, Wa angedeutet und zwar auf Blattern dor schon erwähnten 0 . Publication Julionne's: Figuren de dilleronts \X/ fo -Q caraetöros etc. 1527. Unbekannter deutscher Kupferstecher, von welchem Hoineko: N. Nachr. v. Künstlern p. 387, oino Folge von W. A, Aposteln, in 8°, auffahrt. Hellor, Monogranimonlox. p. 354, berichtet ebenfalls von einem deutschen Kupforstoohor, der Um 1500 thätig war und sich dieses Zeichen« bodiente. Es ist wahrscheinlich dcrsolbe, von welchem Heineke spricht, 1528. William Aikmann, Maler, geb. zu Clairnoy in Schottland 1.682, gost. zu London 1731. Ursprünglich von seiner Familie W. A. für das Rechtsstudium bestimmt) widmete er sich jedoch in London, unter Leitung von Giovanni Battista, Modina dor Maloroi. Im Jahro 1707 ging er nach Rom; oho er 1712 in seine schottischo Heimat zurückkehrte, besuchte er noch Konstantinopel und Smyrna. Später wendoto er sich von Edinburgh nach London, wo er als Porträtmaler vielfache Beschäftigung fand. In seinen Bildnissen, von denen verschiedono gestochen worden sind, nähert er sich dor Manier G. Kneller's. Dor Künstler radirto auch und zwar hat man folgende zwoi, mit seinen Initialen bezeichnete Blätter von ihm: Goorg Edwards, Naturforscher, in oinom Oval, umgoben von Vogol- fedom otc. W. A. fecit. Kl. 4. Bildniss eines jungen Mannes mit einer Perücke, angeblich das cinos Apothokors Harrison. W. A. delin. Kl. 4. 1529. Abraham van Werdt, Pormschneider, arbeitete um 1660 bis 1680 in Nürnberg. Bd. I, Nr. 1478 unseres Werkes ist ^HiK boroits soin Monogramm mitgctheilt. Gewöhnlich zeichnete ^ or nur mit don Initialen A W, welchen das Schnoidemossor beigegeben. Zuweilen kommen dio Initialen, wio hier angegeben, auch vorkohrt vor, so auf Blättern zum: Orbis sensualium Piclus dos Comonius. 20» 308 "WA. Nr. 1530—1534. 1530. Stempel eines nouoren Kunstsammlers. Man bogognet dem Zeichen häufig auf Dürer'schon Blättorn und wahrscheinlich ist es dor Stempel, mit welchem Professor Dr. W. Ackermann in Dresden die in soinem Besitze befindlichen Kunstsachon bezeichnete. Ackormann sammelte vorzugsweise Dürer und desson Schule; seino reiche Sammlung wurde im J. 1853 in Leipzig versteigert. 1531. Maximilian Joseph Wagenhauer, Landschaft»- und Thier- malor, auch Lithograph, geb. in Grafing mu7 /} bei München 1774, gest. in München 1829, -/A\%y(y0?7^ Schüler von Dornor son. Nachdom er anfänglich {/ das Geschichtsbild gopflegt, wondoto er sich später ausschliesslich der Landschaft und dem Thiorstück zu. Die hübschon Arbeiten, dio or /v /) auf letzterem Gebiete lioferto, erfrouton sich einor \A/ // sohr beifälligen Aufnahmo. König Max I. zeich- » yCLClJtyy. nete ihn mohrfach aus, ornannto ihn zum Hof- f malor und Galorio-Inspoctor. Einige soinor Bildor (J sind gostochon und lithographirt worden. Er selbst beschäftigte sich viol mit der Lithographie und im Künstler-Lexikon finden sich zahlreiche, von seinor Hand in dieser Technik ausgoführto Blätter verzeichnet, darunter mohroro Folgen von landschaftlichen Blättorn für Untorriehtszwocko. Dio Zeichen, deren or sich auf seinen Arbeiten bediente, sind sehr verschieden gebildet; die hier mitgethoilton sind Gemälden und zwar Thierstttcken entnommen. 1532. Diese Bezeichnung findet sich als Malernamo auf oinom gestochenen Blatte, wenn wir nicht irren, von J. M. Proy. Wagnerin. Unter diesem Namen ist die Malerin Maria Dorothea Wagner zu suchen. Diosolbo, geb. 1728 zu Dresden, gest. 1788, war die Schülerin ihros Vaters, des Miniaturmalers Joh. Georg Dietrich und Schwester des berühmten Christ. Wilhelm Ernst Dietrich. Sio hoirathete den Maler .loh. Georg Wagnor, einon Schüler ihres Vators, und war die Mutter Joh. Georg Wagnor's dos Jiingoron, oinos bogabton Landschaftsmalers, der jung, 1707, in Meissen starb. Dio Wagnorin, wio sie von ihren Zeitgenossen genannt wurdo, malte kleino historische Bildor und Landschaften. Einige Künstler haben nach ihron Bildorn und Zeichnungen gestochen. Zuwoilen bozoiehnoto sio ihro Arbeiten: M. I). W, wie u. A. eine Landschaft in dor k. Gemälde- Galerie zu Dresden. 1533. Wagwer steht statt Wagner auf einom radirton Blatte, wolches ein landschaftliches Motiv aus dem bayerischen Hochlando mit einor Mühlo im Vordergrund vorführt. Dor Künstlor ist Carl Wagner, wolcher als Hofmalor und Galorioinspoctor 1867 in Moiningon vorstarb. Die Kadirungen, dio or hintorliess, sind moist mit dorn vollon Namen oder mit den Initialen C. W. bezeichnet. 1534. Johann Philipp Walther, Zeichnor und Kupferstecher, -^V7- rw^Ti wurdo 1798 zu Mühlhauson in dor Oborpfalz ^^y*-»\JL* TR,,, geboren und machte seine Studion in Nürn- WA. Nr. 1535—1538. 309 borg unter A. Reindel. Näheres (ibor ihn und soino Arboiton flndot sich im Künstlor-Loxicon XXI, p. 110. In der angegobonon abenteuerlichen Wciso bezeichnete er oinon immerwährenden Wandkalender in Form einos Altaraufsatzos mit oinor Art Fronton in der Mitte. Oben ist der Koichsadlor mit dorn Niirn- bergiechen Stadtwappen za boidon Soiton, und an der Brost des Adlers befindet sich oino Sehrifttafel für dio Jahrzahl. Das Tableau ist reich verziort, und dio Zeichnung hat das Ansehen, als soi sio mit oinor breit geschnittenen Feder und Tinto gomacht, in malerischer, ungo- zwungonor Woiso. Heinrieh Walthor, der Sohn dos Zeichners, hat os in Holz geschnitten. H. 12 Z. 4 L., Br. 18 Z. 5 L. 1535. Untor diosor Bezeichnung, welche auf einom von G. F. Schmidt und J. G. Wille gostochonon Bildnis* Philipps V. Wanloo pitl von Spanion stobt, dürfto dor Maler Louis Michel van Loo zu suchon sein. Dorsolbo, oin NelTo des bekannteren Charles Andre van Loo, war Hofmaler dos genannten Königs. Der Name kommt in obiger Weise geschrieben nur im dritten Zustande der Platte vor, auf den früheren Abzügen steht: Vanloo. Der Konig ist im Cuirass und mit dem (Jonimandostab dargestellt. Darunter das königliche Wappen. In der ligiirirtcn Einfassung um das Portriit liest man: Offcrebat Antonius Josephus Diaz hispalensis. Unton: Wanloo pin — Schmidt sculp — effigiem — Cars ex. Schmidt hat don Kopf gestochen, allos andere Wille. 1536. Diese Signatur wird auf einen ziemlieh unbekannten Malor Pieter van Toi bezogen. Dieselbe findet sich auf Wantol pinx einem von Duflos jun. gestochenen Blatte Letztere« stellt einen Schuster dar, welcher sich in soinorWork- statt mit einer Frau unterhält. Naglor erwähnt noch einen zweiten, nach diosem Moistor von P, G. Langlois 1782 ausgeführten Stich mit einer Köchin, die am Fonstor Hüben zuputzt. Das Original, im Charakter Q. Do WS, soll sich in der Gallerte des Palais royal befunden haben. Wahrscheinlich gehört der Malor zur Familio des bekannterenDominicus van Toi, wolchor in dor ersten Hälfto des 17. Jahrhunderts thätig war. 1537. Den obon lnitgetheilten Zeichen für Antoine Watteau's Namo sind noch boistohonde Kürzungen anzureihen. Dio- solben linden sich ebenfalls auf don radirten Blättern Cl 1)~\)n-h der: Figuros do differonts caracteres, betitelten Samm- y yCL(y lung, und zwar hauptsächlich auf Blättern von Boueher, CajjuS, L. van Loo und Tremolior. Lotzteror schreibt den Malornamon auf zwoi Blättern auch: Vatau. ^KSQn+o P Ausser in dei genannten Sammlung lindet sieli der TSo ttlc. -V- Name Wattoau's mich auf zwei imitirten llothstift- zoiohniingen von Demartoau durch obigo Kürzungen n- angedeutet, Dor Stecher signirte mit oinom D. (4/citt. Kbonso kommt dio Abreviatur: Watt, noch auf zwoi Facsimiles dos wonig bekannton Stechers Gonord vor, wolchor mit Oon. fec zeichnoto. 1538. Diese Signatur lindet sieh auf zwei militärischen Sconon, , wolche unter dem Titel: Conduite d'une vivanäiere et Watteau P. Muletier allant a Varmce, von Dunin gostochon worden sind. Dio Signatur bozioht sich jedoch nicht auf don berühmten Antonio Wattoau, sondern auf einon Ohoim dossclbon, welcher 'ö Lille als Malor thätig war und nicht mit orsterom vorwcchsolt worden 310 WA. Nr. 1539 — 1545. darf. Wattoau, der Oheim, hat übrigens sehr selten scino Bildor be- zoichnot. 1539. A. von Waidenburg, ein Landschaftsmaler, welcher gegenwärtig in Karlsruho thätig ist. Wir salicn auf der Dresdener Kunstausstellung von 1877 ein Gemälde von ihm, welche« dieses Monogramm. trug. ¥ 1540. Adrian Waterloos, Stompolschnoidor in Blattei, um die Mitte des 17. Jahrhunderts, bedionto sich auf Goprägon diesos Zeichens. \M p In derselben Woiso, mit den zusammongczogouon Buchstaben W A, aber ohne das F (Fecit), zoiohncto auch Wolfgang Albrecht, wolchor von 1601—1624 Münzmoistor in Saalfold war. 1541. Heinrich Angnst von Watzdorf, oin geschickter Dilottant, wolchor, aus Groitz gebürtig, als Offizier in kurf. sächsischoni VAV Dionsto stand und zu Dannstadt 1824, nicht 1815, wio Naglur V ' angiebt, gestorbon ist. Er malto und radirto. In seinon Bildern, meist Landschaften mJtThieren, oiforto erinKlongol'- schor Woiso den Niederländern nach. Soino Baalrungen sind zuweilen mit don Buchstaben A. v. W. oder mit einem ebenfalls im orston Bande unsorcs Werkes boroits mitgotheilton Monogramm signirt. Kino noch andere, die obigo Form seines Monogramms fanden wir auf einem Bialte in der Sammlung dos Prinzen Goorg von Sachsen, welches zwei Binder auf oinom Hügel darstollt. 1542. Dioso Buchstaben, welcho auf einigen alten Holzschnitten , . , vorkommen, beziohon sich auf "\WF~ A ^v. 'rt A II x, koinon Künstler, sondorn sind * W* Jrk.^ £/ * JL * mit Wolfgang Abt zu Tegern- see zu loson. Untor dorn go- nannton Abto gingon vorschiodono Kupforsticho und Holzschnitto aas Klostor Togcrnseo horvor. 1543. Jacob Becker, Genromaler, gob. 1810 zu Dittolshoim boi Worms, bildoto sich in Düssoldorf untor Schadow aus und wurdo spätor Profossor am Städerschon Instit\ito in Frankfurt a. M. Nach Brulliot bodionto or sich auf Arböiton soinor orston Zeit dioses Monogrammes, welches mit Becker von Worms zu loson ist. Auch oin, aus don Buchstabon J.B.W. bostohondos Monogramm soll, nach dorn genannten Schriftsteller, auf don früheren Bildorn Bockcr's vorkommen. 1544. Wilhelm Bracht, Historionmalor, gob. zu Goch bei Cleve 1807, studirto in Düssoldorf und spiitor in München TD unter Schnorr. Das Zeichen steht auf Gemälden, welcho ■» -Cv t biblische Gogonständo bohandoln. /8VVÄ9 1545. In der Sammlung Derschau zu Nürnborg befanden sich Glasmaloroion, wolcho diesos Monogramm und die Jahrzahl \ \7 T\ 1594 trugen. Wio ausKugler's Beschreibung der Berliner \X f~\ Kunstkainmor horvorgeht, bositzt Berlin gegenwärtig diese v *—* Malereien. Dor genannte Schriftsteller berichtot übor ein $ WB. Nr. 1646—1648. 311 Glasgoinäldo von 10 Z, Höhe und 8 Z. Breite. Dassolbo stollt die Krönung der Maria dar. In der umgobondon Architektur sioht man an don Soiton: Petrus und Paulos, unter denselben: die Heiligen Gallus und Ottmar, und üben: St. Hioronymus vor oinom Kruzifix, Kino Inschrift unten enthalt dio Namen der Stifter und die Jahrzahl 1594. Auch findet sich ein aus dun Buchstaben \V B gebildetes Monogramm darauf. 1546. Willem van Bemmel, Landschaftsmaler und Badiror, der Stammvater einer zahlreichen Künstlorfamilie, geb. zu Utrecht VVD 1680, gest. zu Nürnberg 1708. Kr war ein Schüler des Hernian Saftlevon und vollendet* soine Studien in Italien, Seine Bildor sind zuweilen mit oinom derartigen Monogramm bezeichnet. So u. A. oino Abendlandsehaft vom J. 1680 in der Dresdener Goniäldo - Galorio. Das Gegenstück, oino Morgenlandschaft vom J. 1661, in derselben Sammlung trügt die einfachen Initialen. Auch stollt das Monogramm auf verschiedenen landschaftlichen Blättern, welche Georg und Klias Beck, Thollot, Dietrich u. A. nach ihm gostoehon haben. 1547. Johann Wilhelm Bauer oder Baur, Miniaturmaler und Ra- ilii'er, geb. zu Strassburg 1600 oder lülO, gost. zu Wien 1640. Kr staubte in Italien und arbeitete in der Folge als kaiserl. Hofmaler viel für den lief Kaiser friedlich III. Das gegobeno Monogramm kommt auf den zablreirhen, gestochenen Blättern des Künstlers vor; auch auf Gemäldon soll es stohen. Blätter von Bauer sind namentlich in der Albertina und im Louvre zu finden: Ansichten aus ltalion, Bildor dos dortigen Volkslobons, Sclilaehtstücke, Seohäfon u. s. w.; ausserdem hat man von ihm Illustrationen zu Ovid's Metamorphosen, oino Folge von 150 Blättorn in 4, woleho von M. Kassel copirt wurden. A. Weltmann spricht sich, in seiner: Goschichto der deutschon Kunst im Elsass, sehr anerkennend auch übor dio Miniaturen aus, dio das Louvro von dorn Künstler besitzt 1548. Willem Baytewech oder Buytenwecli, Maler und Kadiror, geb. zu Rotterdam um 1690, nicht wio \V/? Wä* f ec - im erston Bande unseres Workos gesagt viLJ i 8 t: 1(500. Nach van den Eijnden und _ . van dor Willigen arboitote or um 1615 WB ■* WB "?i • n0( .,h i„ Hawlem, um 1040 wohnte er in Amsterdam. Seine Arbeiten gohöron der Pachtung soiner Haarlomor Zeitgonosson , Er. Hals, P. do Molijn, Bsajas und Jan van do Voldo, an und insbesondere auch scheint Gol'tzius von Einlluss auf ihn gowoson zu sein. Gomäldo von Buyte- wech kommen höchst selten vor. In Parthoy's: Deutschem Bildersaal findet sich ein Bild mit einem Eremiten erwähnt, welches mit dorn Monogrammo dos Künstlers bezeichnet ist. Häufiger kommen Zeichnungen von ihm vor. Eino derselben, das anatomische Theater zu Loydon darstellend, ist mit den Initialen W. B. signirt. Dio figuron- roicho Darstellung boiindot sich jetzt im Museum Boijman's zu Rotterdam und soll dort dem Franz Hals zugesehlieben werden. Was dio Badirangen des Meisters anlangt, so beschreibt van dor Kollen in soi- notn P.-Gr. holl. et Kam. I, p. 116, folgende 37 Bliittor, von denon violo das oino oder andere dor obon mitgetheilten Zeichen tragen. 1) Bathseba, Toillotto machend. Mit dein Monogramm des Meisters. H. 154 mm., Br. 104 mm. 312 WB. Nr. 1540 — 1550. 2) Bathsoba ompfängt oinen Boten des Königs David. Unten kloin das Monogramm. H. 170—171 mm., Br. 154—155 mm. 3) Bathsoba, don Briof Davids lesond. In dor Mitto unton : WB foc. H. 161 mm., Br. 149 mm. 4) St. Simon. Ohne Zeichen. H, 170 mm., Br. 73 nun. 5) St. Francisous. Mit dorn Monogramm. H. 122 mm., Br. 68 nun. 6) St. Franciscus. Ohno Namen und nur mit dorn Monogramm dos Vorlegors J. L, Vischor. H. 122 mm., Br. 68 mm. 7) Dor "Wallfisch. Das Monogramm links vorn auf oinor Tonne. Br. 311 mm., H. ohno Cartoucho und Unterschrift, 162 mm. 8) Allogorie, auf dio Goschichto dor Niederlande sich beziehend. Mit dorn Monogramme Das Blatt dionto als Titelblatt oinos 1615 vor- öffontlichton Pamphlets. Br. 176 mm., H. 134—136 mm. 9) Dor Kanonier und dio Marketenderin, Mit dorn Monogramm, H. 141—142 mm., Br. 93 mm. 10) Das Liebespaar. Ohno Bezeichnung. H. mit dorn Plattenrand 201—203 mm., Br. 158—160 nun. 11) Der Flötenbläser. Bez. W. Buytonwoch 1506. 12) Eino Rheinansioht. Mit dem Monogramme. 13) Dor Mann mit dor Lanzo. Ohno Namen. H. 127 mm., Br. 71—73 mm. 14—20) Costümo von Edolleuton. Folge von siobon Blättern, wolcho mit don Buchstabon W.B.W, signirt sind. H. 190—198 mm., Br.71—73 nun. 21—27) Costümo von Edolleuton. Folgo von sioben nicht numo- rirton Blättern, gogenseitigo Wiederholung der vorigen Folge. Ein Blatt ist mit W.B. W. bozoiehnot, dio übrigon mit W. B. foc. H. gegen 161 mm , Br. 66—69 mm. 28—37) Landschafton, Folgo von zehn Blättern. Mit Ausnahme dos orston Blattes, wolchos, noben der Adrosse C. J. Vischer's, don vollon Künstlernamen trägt, zeigt die Folgo das Monogramm, Hr. 117—126 mm., H. 84—89 mm. Noch werden von van dor Kolion oinigo zweifelhafte und irrthiimlich dorn Meistor zugeschriohono Blätter genannt. Gostochon nach Buytewech haben Esajas und Jan van de Voldo, C. van Kittensteyn, G. van Schoyndol und 0, Koning. Dio Bezeichnung W. B. Inv. findet man auf einem von ,T. van de Voldo gostochonon Blatte, oinor Maria mit dem Kindo. H. 121 nun,, Br. 83mm. Ebenso stobt WB invent auf einem ebenfalls von Velde gostochonon Blatte aus oinor Folgo der vier Elomento. Das Blatt, in Fol., behandelt das Elomont des Wassers. 1549. Unbekannter Maler aus dem Anfang dieses Jahrhunderts, . ,_ von wolcbem Nagler eine mit diesem Monogramme bozeich- WB . no to Landschaft sah. 1550. William Beechey, Ifaler, geb. zu Burford 1753, gest. zu llampstoad 1839. Er erhielt soino künstlerische Aus- \AM ;7flfl bildung in London und wurdo dort rasch oinor dor \\y i / )y gesuchtesten Porträtmaler. In der Folge wurdo or Mitglied der k. Akademie, Maler dor Königin und schliesslich, wie soin College Jossna Reynolds, in don Bitterstand or- liobon. Während der vionindsoe.Iizig .Jahre seiner künstlerischen Thätig- koit hat der Künstler 362 Bildnisse Öffentlich ausgestellt. Arbeiten von ihm sieht man in dor National-Gallorio zu London und in I lumpton Court. Das obige Monogramm mit dor Jahrzalil 1799 fanden wir auf dein von It. Cooper in punktirtor Manier gostochenon Porträt Boechey's. W B. Nr. 1551 —1552. 313 1551. Wilhelm Busch, Zeichnor, gob. 15. April 1832 in Wiodon- sahl (Hannovor) ist in München thätig. Er lieferte oino grosse Anzahl von humoristischen Bilderbüchern mit solbst- \ M/\ verfassten Vorson, wie Eis-Peter, Max und Moritz, Antonius \J_j von Padua, dio fromme Beiehe, Bilder zur Jobsiade, Kritik dos Horzons u. s. w. Dio grotoskon Bildor sind in Holzschnitt ausgeführt und auf einigen derselben fanden wir das hier mltgothoilto Zeichen. 1552. William Baillie, Kupferstecher, Kunstsammlor und Kunsthändler, gob. in Irland gogon 1730, C\ t s~\ rv 5V->v diente oino Zeitlang in dor englischen f')\j J^r°\^ Armoo und wird daher, nach soinor "0 kJ Charge, gewöhnlich „Capitain Baillio" genannt. Um 1700 schoint or den s- —s. y ----- -. Militärdienst quittirt und sich ganz ^YPjP) i A 0 u) c ' or Knpferstecnerlrunst gewidmet zu $Y)\ ' f ^M"< hsbeäi Er lieferte bis nun Jahre 1787, welches das letzte Batuni auf seinen Arbeiten ist, zahlreiche Blätter in Aetz-, Kreide-, Tusch-, Schab- und Farbenmanier, wovon gogon 14 nach eigener Erfindung, während die übrigen nach versehiodenon italienischen, holländischen und brabantischen Meistern ausgeführt sind. Sein Work ist neuerdings, als aus 100 Nummern bestehend, von E. Knioff in dor neuen Bearbeitung dos Künstlor-Loxikons II, p. 549 ff. eingehend beschrieben worden. Mit dem Verlage seiner Kupferstiche verband Baillio einen ausgedehnten Kunsthandel. Auch galt or in London als Autorität in Kunstsaclien und noch houto erhöht soin Sammlorzoichen auf Bandzeichnungen und Kupferstielion den Werth derselben. Das orwähnto Sammlorzoichen Baillie's besteht aus don zusammengezogenen Anfangebuchstaben dos Vor- und Familiennamens. Ebonso bediente or sich dieses Monogramme»;, mit Varianton, wie wir oben Wigen, auf soinen eigenhändigen Arbeiten. Dom Monogramm sind zuweilen noch die übrigen liuehstabon 'des Familiennamens angehängt. 8. das obige letzte Zeichen. Auch schrieb or seinen Namen einfach Und ganz aus 'und sotzto demselben öfters dio Abkürzung seines militärischen Titels, wio C. oder Cap': (d.h. Kapitän) vor. Die obon Sogohenon, aus don Buchstaben W \ind B bostohendon Zeichen sieht 'uan auf folgenden, von ihm gostochonon Blättern: Maria mit dorn Jesuskind, das ein kloinos Krouz hält, NachB. Luti. Mit dor Jahrzahl 1767. Tiisehmaiiior. Fol. III. Familie mit dem kleinen Johannes. Nach B. Sehidono. Goschabt. Fol. Christus und die zwei Junger zu Ennnaus. Nach eigener Er- Bndung in Rembrandt'scher Manier radirt. Mit lateinischer Unterschrift. Fol. Sofonisba Ajiguisciola, Balbfigur vor der Staffelei sitzend. Nach '''i' Belbst. Schabkunstblatt. Pol. Daniel Brown, Kornot, stehend. Im Hintergrund ein Keitorgefeoht. Mit der Jahrzahl 1760 und einer Inschrift, welche besagt, dass das «latt in vier Stundet) gezeiohnet und radirt worden. 4, Siamesischer Priester. Ganze Figur, stehend. Nach Rubens. Kreidemanier. Pol. 314 WB. Nr. 1558—1555, Jarnos Tuyner, reicher onglischor Bottier. Brustbild. Nach N. Hone. Oval. Eadirung. 12. Jan Yytonbogaert, Stouoreinnchmor zu Amsterdam. Copie dor Rombrandt'schen Radirung, B. 281. Fol. ßoitorgofecht an cinom Flusse in bergiger Landschaft. 1762. In Eembrandt'scher Manier radirt. Qu. Fol. Altor bärtiger Mann, die Hände vor der Brust in die Aermol gesteckt. Nach Kombrandt radirt, Gr. 8. Alter bärtiger Mann, iiv oinom Polzrock und mit güldener Kette, Brustbild. Radirung in Rombrandt's Manior. H. Ol mm., Br. 72 nun . Dorsolbo alto Mann, trägt oinon woisson Homdkragen und Boot ohne Polzvorbrämung. Aehnlich radirt. H. 131 mm., Br. 98 mm. L'Histoiro touchanto. Fin junger Mann liost, an einem Kamine, einem ältoren ihm gegenübersitzenden Manne vor. 1767. Nach einer Rembrandt'schon Zeichnung. Radirung. Qu. Fol. Zwei Bauorn am Kamin, dor oino hält einen Krug, der andere eine Pfeife. Nach A. v. Ostado. liadirung. 4. Baucrnstubo mit fünf Figuren um einen Tisch. 1765, Nach A. v. Ostado. Radirung. Fol. Vai\ Kauchor. Nach Com. Dusart. Tuschmanior. 12. Bin Trinker, vom Riickon gesehen. Nach C. Dusart. Seitenstück zum vorhergehenden Blatt. Mvening. Ansicht cinos Dorfos an einem Flusse. Neben dem Monogramm, stellt: Leyden 1705. Nach Rombrandt. Tuschmanior. Qu. Fol. obon abgorundot. Paysago aux trois arbres. Gcgonsoitigo Copie der unter diesem Namon borühmton Rombrandt'schon Landschaft. B, 212. Qu. Fol. Die Muschel oinor Olivonschnecko. 1761. Radirung in Rombrandt's Manier. Qu. 8. Zwoi Genion halten ein aufgeschlagenes Buch, mit der Inschrift: Amusem 1 :* of Capt. Will. Baillie. Nach cigonor Erlindung. Titelblatt für seino gesammelten Worko. Radirung. Kl. Fol. 1553. Johann Wilhelm Baumeister, geb. 1804 zu Gmünd, bildoto sich in München zum Maler aus, wondote sich aber später dorn Studium dor Thior- hoilkundo zu und starb als Thiorarzt 1848 zu Stuttgart. Fr hat verschiedene Schrifton über Viohzucht und Thierhoil- kundo publizirt, wolchon Abbildungen nach seinen Zoiclmungon boigogobon sind. Auch zu andoren dorartigon Werken lioferto or dio Illustrationen, so zu Horing's Yorlosungon übor Pfcrdeanatomio, wolcho boi Ebner in Stuttgart orschionon. Auf don lithographirton Abbildungen dieses Werkes stohen dio hior mitgetheilton Zoichon. Auch oinigo radirto Blättor hat Baumoistor hinterlassen. 1554. Willibald Banwart, Kunstliebhaber zu Münchon, litlm- graphirto um das Jahr 1820 zu seinem Vorgnügon oinig" S~f Ch BBittor nach M. Wagonbauor. Auf oinem dorsolbon, welchos ^LAy) zwoi Kiiho, ein Kalb, oino Ziege und ein Sehaaf unter ein (s ^ J paar Bäumon darstollt, Fol,, stoht unten rechts das hior mitgothoilto Monogramm. . 1555. W. von Breitschwert, ein Künstlor dor Gegenwart, bodionte sich diosos Zoichons auf den Illustrationen oinor komischen Kinder- ^. schrift aus dem Vorlag von A. Hofmann u. Comp, in Borlin. P'° y Illustrationen sind in Holzschnitt ausgoführt. WB. Nr. 1556 — 1503. 315 1556. William Blake, Malor und Kupforstochor, geb. 1758 in London, gost. daselbst 1827. Uobor dio oxtravaganto, phantastisch schwiirraoriseho Richtung dos Künstlors, der auch als Dichtor auftrat, möge man das Künstlor-Loxikoti nacli- loson. Hior habon wir os nur mit den Signaturen zu thun, wolche auf seinen bizarren Compositioncn vorkommen. Das hior mitgothoilto Zoiohon fanden wir auf soinou radirton Randzeich- nungon zu Young's: Nachtgodankon, eino solteno Ausgabe in Fuliu, welche 1797 orschion. Kr illustrirto noch das Buch Hiob, llayleys Thiorballaden u. s. w. 1557. Unbekannter Kupferstecher, welcher im 15. Jahrhundort thiltig war. Mau könnt von ihm das Brustbild eines W/cr 7 T> pbantastisch geschmückten Weibos, ein in der Manier Vv -P Jj dos jüngeren Roger van dor Weyden trefflich ausgeführtes Blatt. Das darauf befindliche und hior niit- getbeilte Zeichen scheint von oincr späteren Hand her- zurühren. IT. 4 Z. GL., Br. 3 Z. 3L. Passavant II, p. 270. beschreibt den Stich nach dem in dor Berliner Sammlung belindliehen Exemplar. Kbonso findot or oino frülioro Erwähnung im Oatalog Wilson Nr. 980 und in Duohosno's: Voyago d'un Ioonoplnlo. An beiden lotzteron Orton jedoch wird das Zeichen ungenau wiodergegobon. 1558. Willem van Bemmel, der obon unter seinem Monogramm oingeführto Landschaftsmaler, hat in dieser Weise einige w 71 r -t- s °i nor Radirungon signirt. Auch auf Gemälden und Jtcit Handzeichnungen bodionto or sich dor Initialen als Zeichen. 1559. Wilhelm Boshart, Landschaftsmaler, geb. 1815 in München, gost. obonda 187K. Kr hatte sich anfänglich der Pharmacio gewidmet, wondoto sich aber gogon 1844 ausschliesslich W. Ii. der Kunst zu, und zwar untor Sa. Schloich's Leitung dor Landschaftsmalerei. Wir sahon Bilder, wolcho mit don lnitialon seines Namons bozoiehnot waron. 1560. W. Brown, ein goschickter, englischer Rdolstoinschnoider dor neuoron Zoit, hezoiehnoto soino Arbeiten mit W B, odor W. B. W B focit. 1561. Zeichen oinos unbekannten Kunsttischlers. Nach einem Kunstauctions-Katalog von .1. M. Heberle (II. Lembortz) in W. jj. Köln, steht dasselbo auf (johäuson von Standuhren, woloho mit sogenannter Boulearbeit, in Sebildkrot und Mossing, geschmückt sind. Dio Arbeiten stammen, nach dem genannten Katalog, aus dorn Anfang unteres Jahrhundorts, dor Zoit dos Kmpire's. 1562. W. Bryer, oin goschicktor onglischor Formschnoidor dor Gogonwart, soll Blätter mit den Buchstaben W. B. gozeichnot W B. haben. 1563. Willem Bai, Formschneider, geb. 1808 in Rotterdam und ti 7 spätor in Dolft tbätig, bozoiehnoto Blätter soinor Hand mit yy. li, (i on Initialen. Immorzool führt vorschiodono Bücher auf, in wolchon sich Arbeiten von dorn Künstler befinden. 316 WB. Nr. 1564— 16fi9. 1564. Unbekannter Maler, dosson hior mitgothoiltos Zoichon auf oinom Bildo mit einem Liobospaar vorkommt. Das Ge- -iir r> -. mäldo ist in dor Weiso dos Palamedos behandelt. Dor VV . 1). /. Künstler soll Willom Hartz hoisson und ist somit wohl jonor W. Bartsius, dosson Name Waagen (s. Knnstworko u. Kiinstlor in Doutscliland 1, 115) auf oinom Bildo in dor Bambergor Galorio sali. Es stollto cino Lautenspiolorin dar und war in dor Art dos I'alamodes trefflich gomalt. 1565. Unbekannter Formschneider oder auch Zeichner, wolohor mit dioson Buchstabon oino biblische Darstellung signirte. W" B Diosolbe gehört oinor, wahrscheinlich in I'olon voranstaltoten Bibolausgabo an. Dio Platton zu den Holzschnitten dieser Aufgabe wurden in don 40er Jahren in Craeau von dorn Univorsitäts- Bibliothokar Muczkovski wieder aufgefunden, wolohor Abdriicko anfertigen Hess und diosolbon in oinom Worko voröffontliehto. Das "Work ist äussorst seiton und uns nicht zur Hand. Wir könnon nur sagon, dass das mit W B bozoiehnoto Blatt in lotztorom Work Nr. C80 ist. Auch dor Buchstabo W allein kommt als Künstlorzoichen auf jenen Holzschnitton vor und zwar auf dorn Blatto, welehos in dor Piiblication Muczkowski's dio Nummer 134 hat. 1566. Bartholomäus Ignaz Weiss, Malor und Racttrer, geb. zu Miinchon 1730, gost. obonda 1815. Derselbe, wolohor \Y/ £R boroits B. I Nr. 1913 Besprechung gofundon, bodionto ^^ CD sich auf seinen zahlreichen Uadirungen, nicht selten zum Zweck dor Täuschung, dor vorschiodonston Signaturen. Auch das hior mitgotheilte Zoichon soll, naoli Brulliot's: Table generale dos monogrammos No. 762, auf oinom soinor Blättor sich linden. 1567. Willem van Bemmel, der oben erwähnte Landschaftsmaler und lladiror, signirto Bildor auch in dieser Woiso, wio l/l/j? erriet- * B. oino Landschaft mit oinom Koitorzug in dor kaisorl. Galorio zu Wion. 1568. Peter Weinher oder Weiner, Miinzwardoin und Kupferstecher zu München in der zwoiton Hälfte dos 16. Jahrhunderts, hat bereits im vorigen Bande Erwähnung gofundon. Aussor don dort gogebonon Zeichen kommt auf seinon Stichen noch das hior mitgothoilto, aus don Buchstabon W B V bostohondc, Monogramm vor, welehos mit Weinherus Bavarus Fecit zu loson ist. 1569. W. Basse, ein Kupforstochor, dosson Lebensverhältnisse unbokannt sind. Brulliot glaubt, dass dor Kiinstlor flamm* ■\\n ip ländischon Ursprungs sei und im 17. Jahrhunderte geblüht habo. Seino Arboiton bostehon in kleinon Landschaften und Historien. Das hior mitgothoilto Zoichon findot sich auf oinom Blatto mit dem Opfor Godoon's. H. 9 Z. HL., 1fr. 7 Z. '■) !<• 10s giobt vorschiodono Abdrücke mit don Adressen dos Hondius, Allaert und R. J. Ottens. Bei dor Aohnlichkoit dos Monogrammos mit dem W. Buytowoch's, wird das Blatt irrthümlich zuwoilon lotztorom Künstler zugetheilt. Man könnt noch einen mittelmässigon Kupferstecher, Namons Martin Basso oder Baos. Von domsolben kommen oinigo Blättor mit don Jahrzahlen 1591 und 1622 vor. € WC. Nr. 1570 — 1575. 3 17 1570. unbekannter Zeichner, um 1740 zu Prag thätig. Haller, J welcher das Zoichon in »einem Monogrammlex. mitthoilt' sagt nicht nach welcher Richtung bin der Künstler lli'it.id* war SXB, thätig war. 1571. Dieses Zoiohen, Willem Buytewech bedeutond, steht auf einem von G. van Scheyndol gostoohonen Blatto. j , _ Dassolbo stellt oinc holländische Fischersfrau dar, )urtt.inV J . welcho einen Korb in dor oinon und in der andoron " Hand einon Fisch trägt. Im Rando steht: Sic piscatoris Conjux etc. Die hier nütgetheilto Namons- kürzung findet sich unten links, darüber hotindon sich die Initialen des Stechers G. V. B. fe. It. 6 Z. 11 L., Br. 5 Z. 1 L. Das Blatt gohort zu einer Folgo von acht Blättern, wolcho Costiimo holländischer Bäuorinnon darstellen. Es giobt kleinero Oopicn von oinzolnon Blättern diosor Folge iu den Sammlungen zu Berlin und Miinchon, aber oline den Namen des Copisten. 1572. Unbekannter deutscher Zeichner oder Radirer. Man findet 'Vi ab. die gogebonen Buchstaben in einer verzierten Cartoucho B XI auf einer Itadirung, welche am Sehlusse folgender Broschüre 15 2.1. vorkommt: Zwei Bruchstücke einen unbekannten mittelhochdeutschen Gedichtes. Mit Dodikation an Ho ff mann von Fallorslebon. Diosos Gedicht, mit welchem Hoifmann mystificirt wurde, handelt von einem jungen, auf „auienturon" ausziehenden Helden Waltram. Das Blatt stellt in sicher radirton Umrisson den Waltram vor, wie er in oinor unwirthsamon Gegend mit seinem grossen zweibändigen Schwerte zwei im Kampfe bogriffeno Hirsche tödtet. Der Kiinstlor wollte oine alto Zeichnung odor Miniatur nachahmen , os ist ihm abor zu viol Modernos hineingekommen. Unton steht: hie tötet waltram zwen hirze. H. 3 Z. G L. Br. 5 Z. 1573. Willem Buytewech, der oben eingofübrto, holländische Maler und Radiror, bat die sieben Blätter einer Folge, W. H. W. welche Oostüm'o von dänischen, deutschen, onglischon, italienischen, französischen, schottischen und spanischen Kdollouton darstollt, mit W. B. W. fec. odor fecit bozoiehnet. Kbonso trägt ein Blatt mit dor Unterschrift: Enghels Eedel Man, in der ebenfalls oben boreits aufgeführten Wiederholung der erstoren Folge, die Üezoiehnung: W. B. W. 1574. Carl Wohnlich, ein Münehonor Malor der Gegenwart, Schuler ¥von Ph. Folz, hodiont sich dieses Monogrammes. Wir sahen dasselbo, zwischen dor Jahrzahl 1857 befindlich, auf oinom Oelgomäldo, welches Frithjof und Ingoborg darstellte. 1575. Carl Werner, namhafter Aquarellmaler der Gegonwart geb. 1808 zu Woimar, studirto in Leipzig unter f~* Schnorr und ging dann zu soinor woitoron Ans- / ü Xt? /"o t bildung nach Münchon. Im J. 1831 nach Sachsen VV ^ "* zuriickgokohrt, lioferte er oine grosso Anzahl von Zeichnungon für Puttrich's: Denkmälor dor Bau- 318 WC. Nr. 1576 —1578. r* Kunst. Später weilte er wiederholt und längero Zeit in Italien, W besuchte Aegypton, Syrien, Griechenland, wo er ein reiches Studienmaterial sammelte, wolchos er in grossen Aquarellen bearbeitete, Meist sind es Architekturen oder Landschaften mit charakteristischer Staffage, wolcho er in denselben vorführt. Seine mit Sorgfalt und vollendeter Tochnik behandelten Blättor fanden namentlich in Kngland, des llauptphVgcstätto dor Aquarellmalerei, eine sehr günstigo Aufnahme. Dor Kiinstlor lobt gegenwärtig in Leipzig. Die obigen Monogramme sind Arboiton seiner Miinchonor Zeit entnommen. Seine spätoren Aquarcllon sind meist mit dorn vollon Namon bezeichnet. Selten kommon die Initialen vor. 1576.. Cäsar Willich, Maler, gob. 1825 zu Frankenthal in der Rhoinpfalz, bildete sich auf der Berliner Akademio unter W Schlesinger und in München unter Schorn zum Künstler aus. Die politischo Bowegung in den Jahron 1848 und 1849 veranlasste ihn, seinen Aufenthalt eine Zeitlang' in 1 H 6 3 '' or Schweiz zu nehmen. Im J. 1856 bogab er sich nach Antworpen, später nach Paris, wo er einige Zeit im Atolior Oouture's malte. Von 1858 bis 1861 weilte er in Italion und nahm dann seinen Wohnsitz in München. In seinon Bildern behandelt dor Künstler Gegenstände aus dor Mythologie, Geschichte und dem Alltagsleben. Soin obiges Monogramm ist einem kloinen Gemälde entnommen, wolchos eino Römerin darstellt, die oitio Treppe herabsteigt. 1577. Unbekannter Formschneider, wolchor in dor zweiton Hälfte des 16. Jahrhunderts thätig war und u. A. Blätter nach Tobias .v_ Stimmer'sclien Zeichnungen ausführte. nV/ Irregeleitet durch dio incorroktc Wiodorgabo dos Mono- graniines boi Brulliot, ist dassolbo von uns, oben unter Nr. 1193, an falscher Stelle und in falscher Form gegeben wordon. Es hestoht auch nicht aus don Buchstaben W G, wie Beckor moint, sondern aus W C, wie hier gezeigt. Wio boroits mitgethoilt, lindot sich das Zoichen auf zwoi Darstellungen in Joachim Moyor's: Fochtbuch, Strass- luirg 1570. Violleicht ist unter dorn Zeichon C. Wunderdinger vorborgon, welcher in Basel thätig gewesen soin soll und von dem Holzschnitte im Künstler- Loxikon erwähnt wordon. 1578. Conrad Wiessner, geb. 1796 zu Nürnberg, war daselbst, wie auch in Wion, Rogonsburg, Obcrstoin und Birkonfold *jfö als Maler, Zeichner, Kupferstecher und Lithograph thätig. Uobor dio Lebensverhältnisse des Künstlers ist unter den < , ecit Initialen C. W„ Band II Nr. 823, ausführlich horichtet ™ / wordon; wir verweisen darauf und goben hier nur noch zwoi Zoichen, doron or sich obonfalls bedionte. Dieselben stohen, wio jene Initialen, auf don Blättern einer Folgo von Thioren, wolche Wiessner nach Heinrich Roos radirte. Dio aus acht Blättern bestchondo Folge orschien 1821 bei Herzborg in Augsburg. Don im Künstlor-Loxikon verzeichnoton Blättorn Wiossnor's können wir noch folgendo Radirungon anreihen, wolche zu unsorer Konntniss gelangten: Zwei Landschafton mit Häusorn auf einer Platte. Erster Versnob des Künstlers aus dorn Jahre 1812. 8. Dor Bauernknabo mit der kloinon Schafhcorde. Qu. 16. WC. Nr. 1579 — 1583. 319 Dio Folsenlandschaft mit dorn Ziogonhirten. Qu. 8. Dio Folsenlandschaft mit dorn Wasserfall und dem Hirten auf dem hohen Ufer. Nach P. Koboll. 12. 1579. Wilhelm Camphausen, Maler, Zeichner, Badiror und Lithograph, gob. 1818 zu Dusseldarf, wo er noch gegenwärtig hauptsiiehlich als Darsteller militärischer Sconon thiitig ist. 4^y£ Ks is bereits übor den Künstler unter dorn Monogramm C W. "v (-? • ausführlich gehandelt worden und wir verweisen darauf. In dor hier gegebenen Form fanden wir das Monogramm auf lithographirten Abbildungen, wolche demBucho: Das Institut dar Chirurgen-Gehilfen oder Krankenpfleger etc. von A. L. Eichtor, Düsseldorf 1847, beigegeben sind. Ebenso Kommt es auf Illustrationen in den Düsseldorfer Monatxblättern und auf Aquarellen dos Künstlers vor. 1580. Unbekannter Kupferstecher, wolchor oinon Stich des Lukas van Loydon: die Frau mit dorn Htindo, von dor Gogon- i *> nit se '^' 0 c °pirt hat. Das Zoichon ist unton links. H. 3 Z. 10 L., • / u 3 Dr. 2 Z. 8 L. Drulliot III, App. Nr. 188, liest dio den Bueh- ^_C>> staben boigogobono Jahrzahl mit 1503 und bezweifelt somit, >\Xr (biss das Blatt unsoros Monogrammisten die Copie sei; dio Zahl ist jedoch, wio schon von Passavant bemerkt worden. mit 15013. d. i. 1513, zu lesen. 1581. Unbekannter deutscher Kupfersteeher, dessen Lebenszeit die dorn Zoichon beigegebene Jahrzahl andeutet. Kr signirte £ in diesor Weise oin Blatt, wolches oin Kind, auf oinem >y, Todtenkopfo ruhond, vorstellt. Das Zeichen mit dor Jahrzahl steht unten links. Br. 1 Z. 10 L., H. 1 Z. 3 L. (üirist spricht von diesem Zoichon, thoilt es aber ohno allen Grund dem Wohlgemut!) zu. fflf 1582. Unbekannter Kupferstecher, von welchem Bartsch, P.-Gr. VIII, p. 18, die lnittolmässigo, gogonsoitige Copie oinos (^ Stiches von Lukas van Loydon bosebroibt. Der Stich stellt \)// einen Soldaten mit oinor Fahne vor. Das Zeichen hofindot ^ sich unton in dor Mitte. II. 4 Z. 2 L„ Br. 2 Z. 6 L. Drulliot, I. 1500, fand dasselbo Zoichon auf einer gegenseitigen Copie dos Püror'schen Stiches mit dem hl. Georg (Bartsch Nr. 54) und glaubt, dasB os domsolbon Künstler angehört. 1583. Unbekannter deutscher Zeichner oder Formschneider, aus dor ersten Hiilfto des 16. Jahrhundorts. Dem Monogramm , begegnet man auf oinon) schönen Holzschnitt, welchor den -t r\ Traum dos Nabuchodonosor vorstellt. Links in oinor Nischo WJ des Palastos sieht man don König im Botto liogen, rochts *"^ steht cino kolossalo Figur mit Scoptor und Schild. Auf lotz- terom bomorkt man das Monogramm WC, oben gegen links '" der Luft findet sich noch oin zwoitos, aus FHS bostohondos Zoichon. Unter lotztoron Buchstabon ist boroits an einor frühoron Stolle unsoros Wcikes von dorn Blatte dio Eode gowosen. Ks ist dort schon bomorkt, dass diosor Holzschnitt auch in verschiedenen Wittonborgor Druckworkon aus dorn Lufft'schon Vorlage vorkommt. 320 WC. Nr. 1584-1588. 1584. Thomas Christian Wink, Maler und Radirer, gob. zu Eichstiidf 17.'!8, war anfänglich ein Scliiilor seines Bruders Chry- sostomus, arbeitete dann an verschiedenen Orten und lioss \Y/") sieh schliesslich in München nieder, wo er 17G!> kurfürst- lichor Hofmaler wurde and 17Ü7, nicht 1812, wie Brulliot irrig meint, verstorben ist. Wink lioforte zablroicho Cartons für die von Max Emanucl wieder in das Leben gerufene Münchener Gobelin-Manufactur. Auch sind noch verschiedene Wandmalereien und Altargemaldo von ihm in München vorhanden. Zimmermann und Jung- wirtli stachen einige seiner Belllgenbilder, Was seine Radlrnngen betrifft, so zählt Nagler im Lexikon deren sieben auf. Das obige Monogramm Bindet sich auf einem Blatte mit einer allcgorischon Darstellung. Die Malerei sitzt vor der Staffelei und malt die Fortuna. Diese Gruppe ist von anderen allegorischen Gestalton und Genien umgeben, oben in Wolken orschoint Minerva. Unten nach links das Monogramm. Kl. Pol. Noch kommen folgende zwei Blattet mit den verkehrten Initialen WC vor: Dio Himmelfahrt der Maria, Entwurf zu dorn Altarbilde in der Kircho zu ßchoyern. Die Heilige wird in den Himmel aufgenommen, unten stehen dio Apostel und die heil. Frauen. Hoch Fol. Dio Künsto und Wissenschaften in ihren Beschäftigungen unter dem Schutze der Minerva. Christian Wink mv. et sculp. Mon. Links unton im Rande: 0. W vorkehrt. Pol. Im ersten Drucko mit dem Monogramm, dann mit dor Jahrzahl 17G8. 1585. William Caxton, Buohdrucker, waloher, Anfang des IG. Jahrhunderts in England thatig war. Sein Zeichen ^YVj ~&7 (" steht auf dorn letzten Jilatte oinos mit Holz- ^J-J*J ' y^- V-y' und Metallsehnitten ausgestatteten Buches von 151G, betitelt: Nova legenda Anglie etc. 1586. Dieses Zeichen steht auf einem in Tuschmanier geätzton Blatte, welches drei Damen vorstellt, die bei \v/*P rr •/ n\ Kerzenbeleuclitung an einem Tische Karte VT'\f: ogrunmiitea, Bd. V. 21 322 WC. Nr. 169&—1699. WC€- 1595. Dieso Buchstabon stehon unter oinora Bildnisse des Veit Holzschuhor, Brustbild in einem mit Säulen versehenen Zimmor. Im ersten Drueko steht unten: Thomas Hirsch- man sculpuit 1670, im zweiton an der Stollo diosor Schrift: Vitus Holtzschue.rus A. Neuburg — denatux MDXXC. Die XXI. Nov. Dieso Abdrücke habon obige Initialen, wolcho aber koinon Künstler andouten dürften. 1596. Wilhelm Chodowiecky, der als Kupferstecher bereits obon erwähnte Sohn dos berühmten Daniel Chodowiecky, be- »"flW/i diente sich noch dieser Signatur. Dieselbe, steht auf ■/"' einem, von ihm, nach der Zeichnung seines Vaters ge- stochonon Blatte im Almanac de Gotha von 1789. Das Blatt stellt Friedrich den Grosson dar, wie or sich den Sarg des grossen Kurfürsten öffnen lässt. Noch gehört dem Künstler das Kupfer Nr. 7 an, welches schwach eingekratzt seinen Namen W. Chodowioci (sie) enthält. 1597. Diese Buchstabon, nebst der Jahrzahl 1586 stehon auf einom soltenon Grabsticholblatt, welchos die h. Jungfrau W. C. I. li. 1'. mit dem Kinde auf den Knieon darstellt. Brstere ist sitzend und im Profil dargestellt. Das Jesuskind hält an einom Faden oinon kloinen Vogol. Don Grund bildet ein Zimmer mit Thür und Fenster. Hechts unten dio obigon Buchstabon. IT. 10 Z., Br. 8 Z. 2 L. Bartsch, IX p. 578 boschreibt das Blatt, aber ohne die Buchstaben erklären zu können. In Holland übersetzt man sio mit: Wilhelmus Olivensit inveuit et fecit. Doch will dio Lebenszeit dos Wilhelm van Cloof, eines Bruders von Heinrich und Martin van Oloof, nicht rocht mit der Jahreszahl stimmen, welche dem Zeichen beigegeben ist. Mola' hat die Lesart Hazard's für sich, welchor die Inschrift mit Wenceslaiis Coeberger invenit et fecit erklärt. Letzterer Malor, oin Antwerpener, war Schüler des Martin de Vos und hatte Italien besucht. Er lebte gegen Kmlo dos 16. Jahrhunderts und könnte hier wohl in Frage kommen. 1598. A. W. Graf von Meilin gab folgendes Work heraus: Versuch einer Anweisung zur Anlegung . . . der Wildbahnen. ■y C jl Berlin u. Stettin 177f). 4. Die 118 Kupfer dieses Werkes, Jagdgegenstände enthaltend, sind von dorn Grafen gezcicbiiet und theils auch von ihm selbst, thoils von Halfponny, lliedingcr und De Sevo radirt. Billige Blätter sind WO M bezeichnet. Auf andoron steht, wie boreits an oiner früheren Stollo gesagt: 0. M^ odor C. W M. Der Buchstabe 0 in den Zoichon bedeutet: (!omos. 1599. Wendelin Dietterlin, Maler, Architekt, Bossiror und liadiror, geb. 1550 zu Strassburg, gost. ebenda 1699. l ,oS Künstlers Gomälde sollen hauptsächlich in Fresken bestanden haben; jedoch sind koine derartigen Arbeiten von ihm auf uns gokommon. Sandrat* rühmt besonders seinen Elias auf dem feurig 1 '" Wagen, welcho Composition M. Groutor 1589 m Kupfer gestochen hat. Auch von seinen Staffele 1 ' hildorn existirt nur oin einziges bezeichnetes Gemälde im Wioner Bolvodore, die Berufung ''es Matthias in reicher Architektur darstellend. D il8 Bild trägt das dritte der von uns gegebenen Zoichon. A. VVoltmann, in seiner (Joschiehto der WD. Nr. 1699, 323 deutschen Kunst, im lOlsass, glaubt dorn Kiinstlor auf Grund dos letztgenannten Bildos noch ein paar andoro zuschreiben zu Können. So ein kleines Bild desselben Gegenstandes mit schöner Säulenhalle im Ainalien- stift in Dossau und ein kleines Gemälde in der Saram- xv/^ long der Patriotischen Kunstfreunde in Prag: Christus Wd/ mit Martha und Maria. Der Ruhm Diottorlin's gründet sieh jedoch hauptsächlich auf soin Buch über Architektur, ein Buch, aus welchem soinor Zeit Maler, Architekten, Bildhauer undSchroiner ihro Motive holton und das gegenwärtig wioderum von don Kunstliebhabern sohr gesucht und zu hohen Proison bezahlt wird. Letztores Work erschion zuerst in zwoi Büchern 1593 und 1504. Das erste Buch, zu Stuttgart gedruckt, führt den Titel: ARCHITEC- TVRA vnd Ausstheilung der V Seüln. Das Erst Buch Durch Wendel Dietlcrlein Malern vonn Strassburg 1503. Mit M: kay: Mt: gnaä vnd Freyheit auff 10 Jhar. Unten das Motto: Profert, commutat, concludit et omnia tempus. Uadirtor Titol, 1 131. Dodication an den herzog], uürtembergischon Pfleger Conrad Schlossborger, 1 Bl. kurzer Vorbericht an den Leser und dann 40 numorirte Platton. Der Text steht auf besonderen Blättern, Von diosom Buch giebt es auch eine httoinischo Ausgabe mit dorn Titel: ÄRCHITECTVEADequihqCöltun- narum Simiuetrica distributiono et variis earundom' oruamontis Liber 1. Per Vuindelinum Dieterlin pictorem Argentinensom M. D. XCIII ote. Mit lateinischem und französischem Text, Das zwoite Buch, 1594 zu Strassburg gedruckt, hat den Titel: AltCHITKCTV.R von Portalen vnnd Thürgorichton mancherloy Arten. Das Annder Buch. Durch Wendel Diettorlin etc. Unten dasselbe Motto wie bei dorn ersten Buch. Mit 2 Bll. Text und 58 Platton. Von diesem Buche giebt es ebenfalls eine Ausgabe mit lateinischem und französischen Texte und folgendem Titel: Architectura do postium sou portaliuin liber II. Authoro Uendelino Diotterlin, cive ot pictore Argentonxi 1594, und, wie die dos ersten Buchos, mit der Adresse von B. Jobin's Erben, Eine zwoito Ausgabe orschion 1598 zu Nürnberg. Sie trägt Diottorlin's Porträt an der Spitze, ist umgestaltet und vormehrt und beide Büchor sind zu einem oinzigon Work vorschmolzen. Mit oinor Dodication jjn Dan. Soriau, Architekt und Maler zu Hanau, und einer Vorrede. ■D'is Ganze ist in fünf Büchor getheilt, von welchen jedes einen besonderen Titel hat und von oinor Säulenordnung handelt. Die 209 Blättor, wovon 198 Kupfertafeln, 3 Wiederholungen der beiden Titolblättor und ^.Typen-Textblättor, sind meist numorirt. Eino eingehende Boschreibung dieser Ausgabe hat Androson in soinom: Doutschen Pointro Graveur geliefert. Noch borichtot Brunet, dass in demselben Jahre eine zweite Auflage mit vorändertom Titel und Verschiedenheiten im Toxto erschienen sei; obonso dass es eino Ausgabe dieses Jahres mit lateinischem **xt und Titel Hebe: doch wird dio Echtheit dieser Ausgaben ango- «voifolt. Eino dritte Ausgabe wurdo 1655 durch Paul Fürst zu Nürnborg bo- 5f} r gt, Mit anderem, von unbokannter Hand in Diottorlin's Manier rudirten |»W| ARCH1TKCTVUA Von Ausstheilung, Symetric vnd Proportion ^°r fünfT Beulen, Vnd aller Darauss volgonder Kunst-Arboit, von Fenstern, ( 01, 828 Wlt. Nr. 1015-1019. Pol. 2 Thcilo. Dilioh's Zeichen kommt jodoch nur auf dem ersten Holzschnitt mit dor Darstellung dos Paradieses Vor. Ferner in dor Beschreibung dor Ritterspielo boi dor Kindtaufe der Landgrälin Elisabeth von Hosson zu Cassol 15%; ein Praohtwcrk, Fol., von welchem dio orsto Ausgabe 1598 und eine zwoito 1001 orsehien. Ebenso linden sich zahlreiche Kadirungon von seiner Hand, Karton, Ansichten, Trachten, in der von ihm vorfassten hessischen Chronik von 1005, 2 Th. 4°, in dor Chronik von Bremen von 1003, 4. und in der Chronik von Ungarn von 1000. 8. Eine zweite Ausgabe der letztgenannten Chronik erschien 1000. Sie unterscheidet sich von dor ersten dadurch, dass sie mit „einer newen Boschreibung vnd warhaffton abriss dor jetzigon Stadt Constantinopel" vormehrt wordon ist. 1615. Carl Wilhelm Doli, Medailleur, widmete von 1813 an dem grossherzoglich badischon Hofo soino Kunst, und starb zu W. I). Carlsruho 1848. Er schnitt Stempel zu Münzen und Medaillen und zeichnete zuweilen W.D oder auch C.W.D. 1616. Nach Hazard soll dieses Zeichen dein Wondol Ditterlin Bott von Strassburg Angehören. Es ist mit diesem Namen wahrscheinlich Wendelin Dietterlin gemeint, von welchem "W//ä? Künstler oben beroits ausführlich dio Bodo war. Sollte das Zeichen'demselben angehören, was wir jedoch bezweifeln, so könntet) wir dio Bodoutung des Wortes „Bott" nicht finden. Vielleicht aber ist unter dem Monogrammo Bartholomäus Dietterlin verborgen, über dessen Abkunft ein seltenes Blatt mit einer Himmelfahrt Kunde giebt. Unter der tigurenreichon Darstellung liest man: Windelinus Dietterlin, patir invenit. Hilarius Dietterlin, filius exeudit. Bartholomäus Dietterlin, nepos aeri ineidit. 1617. Willem de Leeuw, Kupferstecher, geb. 1G02 zu Amsterdam, Schüler des P, Soutman, ist durch soino schönen Ar- W de L fec, beiten nach Kubons, Bcmbrandt, Livens u. s. w. rühmlich bekannt. Die mitgotheilte Signatur giebt Malpe; sio soll auf einem nach Niolant gestochenen sehr seltenon Blatte sich vorfinden. Letzteres «tollt eine Tyroler Landschaft dar, im Vordergrund« sieht man links Ituiucn und Wasserfälle. 1618. Wolfgang von Kempelen, geb. zu Prosburg 1734, gost. als Hofrath 1804 zu Wien, hat sich durch seino mochani- . . .X» sehen Erfindungen, wie durch oino Schachmaschine, VvCUj ih-So eine Sprachmaschine u. s. w. einen Namen gemacht. 17 7 f- Auch war er durch seine geselligen Talente am Hofo der Kaiserin Maria Theresia eine beliobto Persönlichkeit. Ausser mit Mechanik, pflegte or sich in seinen Mnssestundon auch mit Kadiron zu beschäftigen. Man kennt von ihm eino mit Figuren zu Fuss und zu Pford staffirte Landschaft nach Christian Brand. Links unten am Bande steht C. Brand prof. inv. et dcl., rechts W do K. sc. 1770. Br. 8Z. 3 L„ H. 3Z. 10 L. Dor Katalog dor Kupferstichsammlung des Marquis do Malaspina di Bfenazaro führt noch ein zweites radirtos Blatt Kompelons auf, eine Ansicht von Schloss Scharfenberg bei Drosdon, nach Ehrlich. Wir können jedoch nicht sagen. wie es signirt ist. 1619. Diese Signatur, welchor noch dio Jahrzahl 1039 beigefügt ist, soll auf einem, nach Mirevold gestochenen liilduiss dos Christopher w> f WD. Nr. 1680— 1628. 829 1,'adniwit (?) stehen. Min würde ohne \ Yn Weiten« dein Willem Jakobsz. Dcll't VV-> clpIlUS fecit. dio Signatur zufheilon können, wenn nicht dio auf dem Blatte befindliche Jahrzahl dagegen spräche. Der genannte Künstler soll bereits 1038 gestorben sohl. Es wäre somit möglich, dass wir es hior mit dorn Sohn desselben, Jacob Willemszen van Delft, zu thun hätten, weichet von 1619 bis 18dl getobt und ebenfalls in Kupfer gestochen hat. 1620. Auf einor sehr seltenen Badirung mit einer Bcttlergostait: Marc Poterman de Vostonvillo, stellt W. dol.lt sculp. aqua forti unten: Wille dol. et sc. Paris 1720. Paris um. Nacl1 Clu I j0 H' auc: Catalogue de l'oeuvro do J. G, Wille, ist jedoch das Platt von Johann Heinrich Rode, oinom Brudor von Chr. 1!. Kode und Schüler Wille's, ausgeführt. Man findet nämlich auf dem Stock, welchen dor Bettlor in der Hand hält, noch obige zweite Inschrift. Demnach scheint nur dio Zeichnung von Wille herzurühren. 1621. Unbekannter Maler, welcher im 18. Jahrhundert in Deutschland tliätig gewesen ist. Sein Zeichen steht, nach Brulllot, auf skizzenhaft behandelten Federzeichnungen, die Motivo der norwog'schen Gobirgsnatur vorführen. 1622. Wilhelm Dolle, ein mittelmässigor, englischer Zoichner und Kupferstocher, welcher gegen Mitte dos 17. Jahrhunderts W, J). Y. tliätig war. Er stach Bildnisse und Bücherverziorungon; einigo seiner Bildnisse linden sich im Künstler-Lexikon vorzoiehnet. Polio soll mit den Buchstaben W. D.F. zuweilen signirt haben. 1623. Wilhelm de Haen, Kupferstecher, welcher zu Anfang des 17. .lalirhundorts, nach Einigen, in Köln tliätig gewoson "WTD-H 80 " 1 s "^ - ^ r C0 Pi r t° die Leidensgeschichte Christi naoh den Kupferstiches Albrecht Dürer'« für ein Gebetbuch, ■ir Kreuzabnahme. Oben nichts: Wilhelm d. Haen | Kill. Die Grablegung. Obon rechts: WDH, Die Auferstehung. Gegen rechts unten: W. D.H. Nocli enthält das Buch folgondo Sticho: David, welchem ein Engel [erscheint, llnton links: Guiliolm hanius | fecit. Maria, eine Stonienkrune auf dem Haupte, mit dem Josuskindo auf dar Mondsichel stehend. Unten links: WDH, rochts Dürer's Monogramm mit der .lahrzahl l"i08 darüber. Noch worden in J..1. Morlo's: Kunst und Künstler in Köln, folgende Sticho als Arbeiten do Haon's aufgeführt: Das Pfingstfest. Nach dor eigonon Erfindung dos Stechers. Maria mit dem Kinde in Wolken stehend. Unten: Wilholm, D. Haen focit. s. Cornelius Jansenius I. Hpiscopus Gand. Brustbild. Oben links: Guiliolm Lantus fecit. 4. 1624. Willem de Leeuw, Kupferstecher von Amsterdam, ist bereits oben erwähnt. Soino Blatter werden öfters mit "\ <. ä r donon dos Gabriel de Leeuw verwechselt. Einige tragen **•-' / dio liior lnitgetheilton, aus don lliichstaben W d. L gebildeten Monogramme. 1625. Unbekannter Maler des 17. Jahrhunderts. In dor k. Gemäldegalerie zu Augsburg befindet sich von ihm W-rv T~"\ ein Bild, welches rechts unten in der Ecko das . \J. \J Zeichon W. I). und P (Pinxit) trägt. Das Bild stollt einen Mann und oino Erau in rittorlichor * Kleidung dar, welche beschäftigt sind, allorloi Schmuck, Gold- und Silbcrgerütlio, auf einer mit rothem Teppich be- logten Erhöhung in einem kollerartigen Lokale niederzulegen. 1626. Willem de Poorter, Maler, welcher um Mitto des 17. Jahrhunderts zu Haarlem thätig war. Man vor- ji/ T^w T~\ nuithot einen Schüler Bombrandt's in ihm. l/f/ j JJ /"* t Dio k. Gomälde - Galerio zu Dresdon besitzt drei Bilder von dem Künstler, dio Königin Saba vor Salomo, die Ehebrecherin vor Josus und Simoon mit dem Christkinde. Die beiden erstgenannten Bilder sind mit den Buchstaben VV. D. P. bozoiehnot, auf dem einen Bilde ist noch die Jahrzahl 1045 hinzugefügt, Dor Künstler malte auch Stillloben. -In dor horzogl. Sammlung zu Draunschweig befindet sich ein derartiges Bild von ihm. Auf oinor Steinplatte liegen Thoile einer Küstung, ein Todtonkopf, oino Fahne, oine Trompete, oino Krone, ein Scopter u. dorgl. Auch diesos Bild trägt die obigo Bezeichnung. 1627. Unbekannter Goldschmied und Kupferstecher, wolchcr um 1610 in Deutschland arboitete. \U T\ p Es giebt von ihm eino schöne Folge von wenigstens ■*■ sechs Blättern mit Ohrgehängen in Ovalen, weiss aui schwarzem Grunde. II. c, 98—1(10 mm., Br. 60— 70 mm. WK. Nr. 1628 ICH. 3.'U 1628. Buchdruokerzoiohon des Wolfgang Eder, welcher in den letzten Docennicn dys 1(1. und in dun ersten des 17. Jahrhunderts zu Ingolstadt thätig war. Das Monogramm pflegt auf einem Hügel (Droiberg) neben dor allogorischou Gestalt der Gerechtigkeit zu stoben. & 1629. Zeichen dies Buchdruckers und Buchhändlers Wolfgang Endter in Nürnberg. Man findet es auf Holzschnittvignetton mit Figuron und dem Motto: Persevera usv/tte ad finem et coronaberis. 1630. Nach Brulliot kommt diesos Zeichen auf Bildnissen vor _ und dor genannte Schriftsteller vormuthel. dass letztere / u D 7 vo " °' uorn Maler deutseben Ursprungs herrühren, der „y I in Venedig seine Studien gemaebt. El wäre möglich, *■— / \ ^*— * 'biss wir es hier mit Wolf Eisenmann aus Nürnberg "\ yf Jj ' zu tbnn haben, welcher in don Jahren .1(107—1611 im \\f Domo zu Würzburg malte. 1631. Stempel des englischen Kunstsammlors W. Esdaile, wolchor damit die in soinom Bositzo befindlichen Blätter bezeichnete. Die Sammlung diosos Mannes bewahrte intorossante und 'fW> selteno Werko, wir wollen nur auf einen Holzschnitt des Jan Livons aufmerksam machen, lieber diesos Blatt haben wir unter 1 L gehandelt, und dabei auf die Oopio in B. Wcigel's Prachtwerk: Holzschnitte berühmter Meistor etc. Heft XI. hingewiesen. Sio giobt das Brustbild eines Mannes mit abwärts gerichtetem Kopfe, welcher im Profil nach links gewendet ist. Dio linke Seite dos Kopfes ist mit einem schwarzen Kftppöhen bedeckt, und über die rochte Achsel dor Mantel goworfen. Links im beschatteten Grunde stehen die Buchstaben I L, und in don sohr seltenen Probedrucken rechts unten, nahe am inneren llando der Einfassungslinie, dor Stompel dos W. Esdaile. Lotztorer war einer dor frühoren Besitzer des Originalschnittos, nach wolohom das Blatt copirt wurde. Dor sorgsame Copist hat auch Es- dailo's Zeichen nachgebildet, welches aber weggeschnitten wurde. Dess- wegen dürfton die Abdrücke mit demselben höchst seiton sein. 1632. Marke, welche auf Erzeugnissen dor, 1750, von Wilhelm _ Kaspar Wogely zu Berlin (Neue Friodrichstr.) gegründeten vV u. Porzollanh'ibrik vorkommon soll. 1633. Dieses Zeichen sahen wir auf einer, in Privatbesitz befindlichen, Hott gemalten Gofechtssconc aus einer neueren östor- W. E. reichisohen Campagne. Die Behandlung, in Vorbindung mit dem Zeichen, liess uns auf Wilhelm Emele als den Autor des Bildes sehliosson. Das Monogramm dioses Bataillenmalors. welchor gegenwärtig in Wien thätig ist, haben wir bereits Band II, Nr. 180H gegeben; möglich dass er zuweilen auch, wio hier, mit den neben einander gestollton Initialen signirt. 1634. Werner Eberhard, Münzmeistor in Minden 1673, in Crossen ... „ 1674, >n Dönütz 1674- 1680, zeichnete Gepräge mit, diesen • '''• Buchstabon. 882 WE. Nr. 1685 1641. 1635. Unbekannter Form- oder Stempelschneider, welchor für Buchbinder thätig war. Sein Zeichen steht auf dem Leder- -iiir -iTi einbände einer lateinischen Handschrift von Luther's: Oolloquia VV . Li. j n (jpj. Uriivorsitäts-Bibliothek zu Erlangon. Auf dorn Bandes sind Figuren eingedruckt. 1636. Unbekannter Formschneider, welcher für Buchbinder die Steinpol zu Vorziorungon lieferte. Das Zoichen findet sich VV. B. B. eingepresst auf einem Einbände der Plnntinisohon Bibel vom Jahre 1580. Der Einband ist im Jahro 1584 gefertigt. Die eine Soite des Bandes ist mit kleinen Köpfen, Blumen und einzelnen Theilen dos kursächsisehen Wappens verziert, die andere Soite mit dem auf einer Kugel stobondon geflügelten Glück. 1637. Christian Wilhelm Ernst Dietrich, Maler und Radirer, geb. zu Weimar 1712, tfost. /m Dresden 1774, hat bereits Hand II dieses Werkes mohrfacho Erwähnung gefunden. Aussor den dort mitgothoilton Zoichen bo- diente er sich auf einem sehr soltenen radirten Blatto auch noch der obigen Signatur. Das von Link unter Nr. 25 beschriebene Blatt stollt Christus vor, U/.E.D.f wie er der Magdalena als Gärtner erscheint. 3 L„ Br, 4 Z. 6 L. H. 5 Z. 1638. Unbekannter Radirer, welcher gegen Endo des 18. Jahr- iiunderts in Deutschland thätig gewogen zu sein scheint. \XÄ' Man kennt von ilun einige kleine, unbedeutende Landschaften mit dem gegebenen Monogramme. 1639. Wilhelm Ernst Wunder, Maler, geboren zu Kranichfeld in Thüringen 1717. Er studirto anfänglich in Jena Thoologie, widmete sich aber dann unter Anleitung soines Vetters, des Hofmalers Rontsch zu Weimar, der Kunst. In der V 1' /y Folge wurde or Hofmaler zu Baireuth und von dorn Mark- yy grafen Friederich vielfach beschäftigt. Er malto Thoater- docorationen, Plafonds in verschiedenen Kirchen und Schlössern, danoben auch Bildnisse, Genrebilder, Landschaften und Blumen- stücke. Wunder starb 1787 in Bairouth. 1640. Unbekanntes Zeichen, wolchos wahrsclieinlich oinom deutschen Künstlet angehört. Brulliot fand dassolbo auf Hand- zoiehnungen mit Gegenständen aus der biblischon Gc- WE K /(> os schichte. 1641. Unbekannter nordischer Künstler, auf welchen ftumohx und Thiele in der Geschichte dos Kupferstichen binots zu Coponhagon aufmerksam machen. In dieser Sammlung ist ein Blatt, wolchos ein Feuerwerk mit oinein von Löwen gezogenen Triumphvvagon darstellt. Es ist in rohostor doch eigenthümlichor Weise radirt und trägt die Bozoichnung: WolL inv:, daneben stobt noch ein zweites Monogramm. H. 8 Z. 6 L, Br. 9 Z. ü L. -;ÄeS^ WE. Nr. 1642—1647. 333 1642. Diese Buchstabon, wolche die Kürzung einos Künstlernamens zu sein scheinen, stehen auf dem Blatte einos italieni- NY/ F M W C scnen Kupferstechers. Dasselbe stellt Paris und w LINnl; Ononono dar. Erstorer ist mit Bogen und Kocher ' r \, 0 Q bewaffnet und führt einen Hund an dor Loino; er ergroift den Ann der Onenone, wolche man im Prolil sieht. Den Hintergrund bildet ein dichtor Wald. Die Buchstaben WEN HG sieht man oben links, dio Jahrzahl 1509 rechts und in zwei Tafelchen liost man: PAUIS, EGENOE. ßr. 9 Z., H. 8 Z. In seiner Stechwoise erinnert das Blatt an Copion, die man nach Mantogna und Zoan Androa hat. 1643. Unbekannter alter Sammler, welcher die in seinom Besitzo befindlichen Kunstgogenstiindo in dioser W-t-^ -|-v t s-~j Weise bezeichnete. Das Zeichen steht auf . Jjj I Lj.w, der Kücksoite von zwei Holboin'schon männlichen Bildnisson, von denen das eino bei Mr. .T. E. Millais in London, das andore im Haag sich gegenwärtig befindet. Vorgl. Jahrbüchor f. Kunstwissenschaft V. p. 203. 1644. Anna Maria Werner, goborno Hayd, war oine geschickte Miniaturmalorin. Sie war als solcho anfänglich in ihrer Wprnorin Vatorstadt Berlin thätig und siedolte später mit ihrem W ernenn. Gatten, dorn Maler Christoph Joseph Werner nach Drosdon über, wo sio 1753 gostorbon ist. Nobcn Miniatur- bildnisson lieferte sie zahlreiche Zeichnungen, u. A. die Zoichnungon für Lc Plat's: Rocueil de Marbros antiques de Drosde. Auf den nach ihr gestochenen Blättern findet man sie öfters kurz nur als die Wernerin bezeichnet. So auf oinom grossen, von Chr. Ph. Lindomann 1789 gestochenen Blatte, welches ein bekanntes Schaustück dos Grünen Gewölbes: den Hof dos Gross-Mogols wiodergiobt. 1645. Dieses Monogramm wird von Christ dem Pierre Woeiriot zugethoilt, oinom Zeichner, Kupferstocher und Porm- r ^ schnoidor des 16. Jahrhundorts, übor dossen Signaturen rf\ wir bereits unter P W borichtet haben. Das hier ge- -» \\f T~' gebeno Zoichon ist uns nicht vorgokommon. Sicher \l/\j gehört es oinom anderen Künstler als Woeiriot an. 1646. Dioso beiden Zoichon hndon sich auf einor Donkmünzo auf dio Vermählung dos Kaisers Joseph I., von 1699, und bo- W. E. T. ziohon sich auf Wilhelm Ernst Tentzel und Christian Werranth. Erstorer ist dor Veranstalter, Letztorer der 0. W. Vorfertigor dor Denkmünze. 1647. Wilhelm Eduard Tischbein, Zoichner und Maler, ein Sohn Christian Wilhelm Tischboius, wurde 1791 zu W. E. T. /. 1807. Breslau geboren und znm Kaufmann bestimmt. Er wendete sich jodoch später der Kunst zu und malte in Hanau, wo or eino Stollo als Zeichnenlehrer fand, Bildnisse, Landschaften und Thiorstücko. Die Sammlung ßolas du Kosey bosass von ihm oino Tuschzoichnung mit weidenden Pferdon und andorem Vieh, Welche obige Bezeichnung trug. \M 334 \VP. Nr. 1G48 —1054. 1648. J. Wright und W. Folkard, englische Konnschneider nnsoros Jahrhunderts, deuteten auf Blättern, wolcho sio gemeinsam W et F ausgeführt, ihre Namen durch diese Buchstaben an. Von beiden Künstlern ist in unserem Bucho bereits die Kode gewosen. 1649. Unbekannter Maler, welcher um die Wende des 15. Jahrhunderts thätig war. Es worden von ibm Gomäldo mit historischen Gegonstiinden aufgeführt. Vielleicht ist unter dem Zeichen Wernhard zum Hirzon zu suclion, der untor dem Jahro 1487 seinen Namon in's Buch der Zunft zum Himmel in Basol eintragen lioss. 1650. Unbekannter Formschneider, welchor gegen Ende des IG. .Jahrhundorts wahrscheinlich in Hachsen thätig war. Man hat von ihm ein Bildniss des Kurfürsten August V5* T von Sachsen, Halbfigur, nach rechts gewendet. Kr hat dio x== *^ oine Hand am Schwertgriff, während or dio andere in die Seite stemmt. Das Zeichen dos Formschneidors ist rechts im Grund in halber Plattenhöhe angebracht, das dos Zeichners, aus Z W bestohond, am Fan einer Säulo. Oben im Bande Host man: VERA IMAGO, ILLVSTRI8SIMI PRINCIPIS AC DOMIM1 , DOMINI AVGVSTI otc. und im Bande unten stoben vier lateiniseho Verso : Kx- prhnit Avgvsti etc. Höhe ohne den Rand 4Z.5L., Br. 3 Z.4L. 1651. Unbekannter Zeichner aus dorn 17. Jahrhundort. Freiherr v. Aretin bosass von demselben ein getuschtes Blatt, welches ein Stück' einet Darstellung des jüngsten Gerichts oder der Auferstehung entbiolt. Neben dorn, aus den Buchstaben W F gobildoten, Monogramm stoht nocl): fecit in Maran Anno 1046. 1652. Friedrich Wagner, Zoichnor und Kupferstecher, gob. zu Nürnborg 1803 und soit 185(! in München thätig, ist im Kiinstler-Loxikon XXI, p. 55 ff. ein ausführlicher j L j Artikel gowidmot. Ebenso ist er in unserem Werke 19 rJSi 20. ""tor don Initialon F. W. oingoführt. Es erübrigt nur noch hior zu bemerken, dass er sich auf Zeichnungen seiner Frühzeit dos beistehendenMonogrammos bediente. 1653. Unbekannter Maler, welchor um dio Mitte dos 17. Jahr- bundorts thätig war. Nagler sab von ihm eine schöne, in der Woiso C, Notschcr's boliandelto, colorirto Zeichnung, welche oine vornehmo, musicirende Gesellschaft U im Freien vor einem Landhause darstellte. Die Zeichnung trug das hior wiedorgogobono Monogramm. 1654. W. H. Freeman, Zoichnor und Maler, machte soino Studien in Paris und unternahm dann Beiwon nach Italion und • _ . .._ Griechenland. Er malto Landschafton und architektonische HA W> Ansichten. Im Jahre 1848 hrachto er in Paris oino Ansicht dos Parthenon zur Ausstellung. Freeman liofortc auch Zeichnungen zur Illustration von französischen Werken, wie für die Pariser illustrirto Zeitung. Auch in don Jahrgängen 1854 u. 1855 des Almanach du Magazin pittoresque sind Holzschnitte nach seinen Zeichnungen. Man findot auf Blättorn dieser Art die gegebenen Zeichen, auf anderen Holzschnitten besteht das Monogramm aus W H P. w WA WF. Nr. 1G55 —16(52. 335 1655. Unbekannter Zeichner und wahrscheinlich Maler, von welchem sich in der Kunstsammlung du liosoy eine, aus D. •p-, Chodowiocky's Sammlung staminoiido Handzeiobnung mit die- £ sum Monogramme bofand. Diosolbo stellte, nach dem Kata- \A/" löge orstoror Sammlung, oino Begebenheit aus der alten Geschichte dar. Ein Machthaber, thronend, spricht mit ge- bietendor Gebordo in einem vor ihm Stehenden, der, von den Soinigon gefolgt, ihm mit Festigkoit zu antworten schoint. Mit stumpfen Fodorschraffirungon und mit Indigo lavirt. Br. 13 Z. 6 L., H. 8 Z. 1 1,. 1656. Unbekannter Kupferstecher, dossen hier mitgethoiltes Zeichen auf einom in Punzonmanier ausgeführton V T ST) >\ Blatto in 8. stobt. Dasselbe stellt eine Landschaft ™ 1 c t ' vor, in welcher sich links zwei Männer unterhalten, während ein dritter am Ufor des Flusses fischt. Das Zeichon nobst dor Jahrzahl 1465 sieht man unten links. Dieselbon Buchstabon kommen in dieser Weise auch auf Blättern mit Goldschmiodsarboiton vor. H. 4 Z., Br. 5 Z. 4 L. 1657. Wallerant Vaillant, Maler, Kadirer und insbesondoro __________ Sehabkiinstler, geb. IG23 zu Lille, gost. 1(177 zu Amsterdam, bediente sieh auf einigen seiner geschätzton Schwarzkunstblättor dieses Zeichens. WA W.$. 9 1658. Unbekanntor Waffenschmied, wolchor gogon Endo des 15. Jahrhundorts in Frankreich thätig war. Sein liier mitgethoiltos Zeichen steht über einem grob gravirten, wapponartigon Bildo auf dem Eisen einer sichelartigen Waffe in der Sammlung des Prinzen Karl von Proussen. Dio Walle wird in dor Hiltl'sehon Boschreibung der genannton Sammlung als eine Iso Gisarme bezoiebnot, d. i. eine Waffo mit gekrümmtem Eisen zum Schneiden oder Ziehen und Stossen, welche in Deutsehland häufig Gläfe oder Kosssehinder genannt wird. 1659. Unbekannter Kupferstecher, wolcher zu Anfang dieses .Jahrhunderts thätig war. Er bozoiehneto in dieser Woiso 'fTJT' eine Kupfertafel, Tab. X, in Langsdorf: Erläuterungen höehst- wichtigor Lohron der Tochnologio. Heidelberg. 1807. 8. Auf anderen Tafeln des genannten Werkes steht das demselben Stecher angehürondo Zoichen J. W. F. Dor Buchstabo F. ist mit Foeit zu lesen. 1660. Woldemar Friedrich, ein Zoichnor in Leipzig, welcher für die ülustrirte Literatur der Gegenwart thätig ist. Auf den Holzschnitten verschiedener Bücher und Zeitschriften begegnet man seinem Zeichen. 1661. W. Folkard, ein englischer Formscbnoidor unseror Zeit, ,_^ dessen hier wiedergegebener Signatur wir auf Blättern in W37~ g jj jjall's Book of british Ballads. London 1842, begegneten. 1662. William Faithorne, Miniaturmaler, Zoichnor und Kupferstecher zu London in dor zwoiton Hälfto dos 17. Jahr- WF fecit. hunderts. Das orsto Zeichen steht auf einom von ihm gostochenen Titelblatt zu Antonii Le Grand historia W- Fa .Inu. naturae. Lond.1650. Dom zweiton Zeichen begegnet m i 886 WF. Nr. KJG3 -1668. man auf dorn geharnischten Brustbild König« Karl IL, welches J. Chantry nach dein Kiinstlor gestochen hat. Der Stecher deutete .seinen Namen durch die Abbreviatur ,1. Oh. au. Hand II, Nr. 1848 diese« Werkes ist eine grosse Anzahl von l>'aithorne's eigenhändigen Stieben verzeichnet. 1663. Wilhelm Frommer, Maler und Kupferstecher zu Augsburg um 1C>40. Kr signirte mit diesen Buchstaben eine Kadirung W 1'. in 12., welche das Brustbild eines bärtigen Mannes in dreiviertel Ansicht und nach rechts gewendet, enthält, Der Mann trägt einen Hut und eine goldene Kette. Man bat dasselbe Brustbild noch einmal von der Gegenseite und viel geschickter behandelt, so dass man das Frommer'sche Blatt für die Copio hält. Man kennt noch zwei Blätter von dem Künstler: eine Allegorie, betitelt: Ars belli et pacis, Fol. und ein Blatt, welches er 1038 bei Gelegenheit der Aufstellung der Marien-Säule auf dem Platze zu München, in Qu. fol. stach. 1664. Johannes Weder, welcher sich auch Oiov. Balt. Wedder geschrieben hat, arbeitete als Gommenschneider in der zweiten W. F. Hälfto des vorigen Jahrhunderts zu Kein. Nach Goethe befanden sich von ihm Arbeiten unter den von Hackort hinter- lassonon goschnittenen Steinen. St. Petersburg besitzt zwei Sardonix- Cameen, Poter I., belorboorter Prohlkopf, bojeichnet Weder. F. und die Kaiserin Katharina in ähnlicher Auffassung, bezeichnet W. F. 1665. Dieser Zeichen auf Münzen bedienten sieh: Wolfgang Frömmel, Münzmeistor in Gehren 1620, in Nou- W. F. stadt a. d. Heide 1622 und 1623. Wilhelm Feser, Münzmoister in Würzburg 1746—1748. Ausserdom haben mohrore der oben unter W. namhaft gomachten Stempelschneider W. F. gezoiehnot, wo dann der Buchstabe F für Focit zu nehmon ist. \& 1666. F. W. Brandshagen, Kupferstcehor, wolchor im Anfange des 18. Jahrhundorts zu Lemgo thätig war. Er lieferte einen grossen Thoil der Abbildungen in E. Kämpler's Amnenitatum l'Aoticarum Politico-Pbysico-Modicarum Fasciculi V. Lom- goviao 1712. 4. Auf dieson Blättern kommt das aus W L B bestehende Monogramm vor, auf anderen die oinfaohon Initialen F. W. B. mit dorn Beisatze fecit odor sculpsit. 1667. Wilhelm Friedrich Gmelin, Kupfersteeher, geb. zu Badcn- woiler im Breisgau 1745, gest. zu Korn 1821, ist y namentlich durch seine Ansichten aus Rom und dessen 1/y f f 1 Umgegend bekannt. Wir sahon einigo in Sepia, aus- '' -* y ' geführte, landschaftliche Zeichnungen, wolche mit seineu Initialen signirt waren. 1668. Wilhem Fries, ein Landschaftsmaler, welcher in den 50er Jakren in München thätig war und von \\y Tj* 2 n f f wolchem wir, unter diesom Zeichen, ein VV« f /aJ)V kleines Gemälde mit dor Ansicht von Nago am Gardasoe sahen. WO. Nr. 1669 — 167B. 3.37 1669. Wilhelm Friedrich Wulff, Kater, geb. zu Hamburg 1808, war ein SohUler von Bendixen und bildete sich dam) W F \V '" "(Inehen weiter, Kr stellte dort um dai Jahr 1832 einige kleine, in Dörner's Manier gemalte Landschaften aus. welche mit seinen Namensinitialen bezeichnet waren. Später ging der Künstler in seine Vaterstadt zurück, wo er Landschaften, Seestucke und Architekturen malte, auch einige radirte und lithographirte Blätter lieferte. 1670. Wolfgang Resch, Fnnnsehnoider und "Verleger, welcher in du ersten Hälfte des K!. Jahrhunderts.in Nürn- \\F V y \f hn-fx thätig "'in'. Nach Bartsch bediente er sich yv. X. *i. rs. ,1,,,. u,i C ],staben WB zur Signatur; auch das hier gegebene Zeichen wird Ihm zngetheilt. Ms findet sich iiui' einem Blatte mit dem lUldniss Kaiser Karl V., Brustbild im Profil nach rechts gewendet. Medaillon mit der Umschrift: Karolus erweiter Römischer auch zu Iliapanien, Neapolis, Aragon, Sicilien Wind Granaten etc. König. Ertzherzog zu Oesterreich etc. seines alters Im XX Jar — 1519. in der Mitte unten: w. K. 2. N. fd, h. Wolfgang Formschneider, oder auch focit, zu Nürnberg), H. 5 Z. 10 L., Hr. 4 Z. 5 L. 1671. Unbekannter Pormschneider aus der Schule des A. Altorlbr. Seinen hier gegebenen Initialen begegnet man auf folgendem Blatte : St. Johannes unter einem Baum schreibend. Links in Wolken erscheint Maria mit dem Kinde; nach derselben Seite breitet sich oine gebirgige Landschaft aus. H.5Z. 2 L., Br.12Z.10L 1672- Georg Wiesend, Kunstliebhaber, 1807 in Kufstein in Tyrol geboren, lebte in den 50er Jahren als k. bayoriseher Landrichter in Burghausen und beschäftigte sieh viel mit Malerei. Steine Bilclor, welche meist Motive aus dem bayerischon Hochlande behandeln, tragen häufig das gegebene Monogramm. 1673. Unbekannter Kupferstecher, welcher in diosor Woiso oine Copie dos Dürer'sohen Blattes; der Dudelsackpfeifer, Nr. 91 bei Bartseh, bezeichnete. Das Täfelchen, mit den Buch« staben WG und der Jahrzahl, findet sich unten rechts an einem Baume. H. 4 Z. 3 L., Br. 2 Z. 8 L. Das Blatt konnte dem Wilhelm Gump angehören, einom Maler, dor um 1750—1790 in Miinchen für den Hof thätig war. 1674. Wilhelm Georgy arbeitet gegenwärtig in Leipzig als Zoieh- nor für den Buchhandel. In Fried, v. Tschudi's: "WT (v^ft Thierlobon dor Alpenwelt, F. A. v. Heyden's: V.U.. yv Lf. jj m -^ort ( | or p rau uiu j zahlreichen anderen Bachern begegnet man seinen Zeichen. Auch als ß!ß • ^^y Holzschneider scheint der Künstler in früheren Jahren thätig gewesen zu sein. 1675. Wilhelm Gail, Architektur- und Genremaler von München, hat boroits Band III, Nr. 480 Erwähnung gofunden. Neben Gemälden in Ool und Aquarell kommen von ihm Zeichnungen und Lithographien vor mit Ansichten aus Frankreich, Italien und Spanien. Uonogtsauniiten. Bd. v. 22 WG ^ 888 WG. Nr, 1676 — 1688. 1676. Unbekannter Zeichner oder Formschneider, ilosseii hier mitgotheilte Signatur, nach (.'.brist, auf gut gezeichneten \\ . (jr. und zu Amsterdam beiDanckerta Im Jahre 1698 gedruckten Holzschnitten sich befinden soll, 1677. Auf Münzen ist mit diesen Buchstaben Würzlmrg als Münz* ... „ statte angedeutet. 1678. Maximilian Joseph Wagenhauer, welcher als Thier- und Landschaftsmaler in München thütig war, hat in diesom u t y Bande bereits mehrfache E&rtfjtnnung gefunden. Auch yl/. fCf des hier gegebenen Zeichens bediente et sich und zwar T ineist auf Zeichnungen unil Xaturstudien. 1679. Wilhelm Groos, ein Düsseldorfer Genre« und Landschaftsmaler, 182(i in Giessen geboren, bezeichnete * kT r I in dieser Weise ein von ihm radlrtes Blatt, /* T)dr Dasselbe stellt eine Landschaft dar mit einein l r. J Hirtenknaben, der in die Kerne blickt, 8. 1680. Unbekannter Kupferstecher nm 1(115 In Nürnberg thätig. Kr ist der von Brulliot, lt. 2732, nach Heinehe ei- \S/ Cl F wähnte Künstler und hat mit den hier gegebenen Initialen folgende Blätter lignict: VC' G F / • Cornelius Gaymox. Pietor et Sculptor. Natus 'J c ' Noribergae 15!)4. Denalus Antwerpiae 1615, IL 3 Z. 11 L., Br. 3 Z. 2 L. Melchior Kautz. Aetat. suae 24 Noribergae. Nach einem unbekannten T W. H. 4 Z. 2 L., 13r, 8 Z. 8 L. Johann Mond, Viehhändler. Halbe Figur, Duron das Fenster siebt man eine Landschaft mit Vieh. H. !> Z. 9 I,., Bt.8Z.11 L. 1681. Unbekannter schwedischer Kupferstecher, um 1660. Von ihm ist das Brustbild der Königin Christina von fyO'C'^'/' Schweden mit palmentragenden Kngelchou in der: /'••/' -' Confeasioni Fidei — — a J. P. Saumano. Stok- holmiae MDC. LI. 4. 1682. Johann Georg Waxschlunger, Landschafts- und TMermaJer, war in der zweiten Hälfte dos 18. Jahrhunderts in v '*\ \ Kogensburg und später in Manchen thütig. Kr malte WO P, hauptsächlich Wild- und Jagdstüeko. Auch radirto er. Man hat von seiner Hand vier Blätter mit Waldpartieii. erlegtem Wildo und Jagdhunden. Qu. Fol. Auf einem dioser Blätter, mit einer Gruppe von fünf Jagdhunden, sind unten b* dem rechts liegonden Hundo die Initialen des Künstlernamen! verkehrt einradirt. Br. 7 Z., H. 5 Z. 2 L. 1683. Wolfgang Kilian, Zeichner und Kupferstecher, wurde l. r >8l zu Augsburg geboren und gloicli seinem Bruder Lukas ^ jt von I). Oustos, seinem Stiofvater, unterrichtet. Er gnig WVJ..K. ,] ann nach Italien und mag dort grösstenthoils die Blätter nach venetianischen Meistern gestochen haben, Wir. Nr. 1(181 1689. 339 «reiche man von ihm beutet, l>on Hauptheil seines Werkes bilden meist etwas zu flüchtig gearbeitete Porträts. Er starb 10i>2. 1684. Wolfgang Kilian, der oben genannte Nürnberger Kupferstecher, bediente sieh auf Blättern., ii.- selben sind mit: Wolfgang Kilian excudif, Wolf- gang Kilian feil und Wolfgang Kilian fecit IV«- delicorum oder auch Veroiiae zu lesen. WG. K. E. W G. K. f. WG.K.F.V 1685. Walter GL Mason, englischer Formschneider unserer Zeit. Kr trng zur Illustration verschiedener Werke bei. w- G.M. 1686. Unbekannter Goldschmied, von welchem sieh in der hrfrsogl. Sammlung zu Gotha zwei tränierte Messersoheideti l>e- W. U. W, linden. Letztere tragen das beistehende Zeichen nebst den Jahnahlen 1589 und 1691, Es ist möglich, dtos unter diesem Zeichen Georg Weckhard zu wichen ist. welcher als das Unde des 16. Jahrhunderts in Dresden thiitig irai-. < joldsehmioil um 1687. Ein WG. W. W. 1688. unbekanntes Zeichen, welches, nach Brulliot, auf einigen von Lucas Kilian gestochenen Bildnissen sich vorfinden sott. Vielleicht beziehen sich die Buch- stallen auf den Maler oder Zeichner der Bildnisse, Unbekannter Zeichner oder Formschneider, welcher im Anfange des 17. Jahrhunderts thätig war. .Sein Zeichen, in einem verzierten Schilde auf schwarzem Grunde, steht auf dem Blatte. JA' eines schönen und seltenen Bolsschnitt- werkes, das sich betitelt: 861, Schön newen Modelbuch. Von soo schonen auss- erwehlten kunstlichen so rvol Italienischen, Französischen, Niderlandischcn, Engcllandiichen als Teutschen Modeln, Asien ----------. Liure des Modeies, fort utile a tous ce.ux qui besoignent ä Vesguille. In der Bordüre dieses Titel sind Stieltet dargestellt, Auf dem letzten Blatte steht: Francfurt am Mayn bei/ Sigismund Latomus 1605. H. der Blatter 2 Z. 9 L. — 8 Z., Br. 4 Z. 3 L. -4 Z. In der Sammlung Roynard befand sich ein Exemplar dieses Werkes. welches aus 102 Blättern bestand. Ein zweites Exemplar, ehedem im Besitze des Frhrn. v. Aufsess zu Nürnberg, zählte ITifi Blätter, 1689. Jeremias Wechinger, Maler von Ansbach, welcher 1571 Bürger zu Nördlingen wurde. Er malte in letztgenannter Stadt- im .1. 1594 die Facade des Ilatli- liausos, auf wolchoArboit Fiorillo 1. 334 aufmerksain macht. Ausser dieser Wandmalerei kennt man von ihm, durch Nagler, noch ein Tafelbild mit. dem Abendmahl, welches der Buchhändler Hoss in Ellwangen hosass. Unter den Aposteln kommen auf dem Hilde Luther, Molanchton und Zwingli vor und wahrscheinlich sind auch die anderen Figuren Portrait«, Wie die Wandmalerei, so trügt auch das Tafelbild das obige erste, aus den Buchstabon HW bestehende Monogramm, welches Mensel, Museum X. 881, irrig auf Wilhelm Horlein trotttot. Dali unser Meister Jeremias heisst, 22* MW 340 WM. Nr. 1890 1693. behauptet Fiorillo; das H in dem Monogramme müssto demnach inil Mioromias erklärt werden; vielleicht aber hioss Wechinger Ilicronrmus. Dass der Ansbacher Wechinger du letztere Bild gemalt hat, dafür schoinon auch die über ilem Monogramme angebrachten Buchstaben ()N zu sprechen, indem darin die Bezeichnung der Stadt Onotebaoh d. i. Ansbach tv erkennen ist; unter dorn Monogramme sieht man eine Rule von anderen Ideinen Vögeln umgeben. Das /weite Zeichen stoht auf einem Blatte, das, wie Brulliot annimmt, Peter Weinher nach Wechinger's Zeichnung gestochen habe. Nagler im Knnstler-Lexikon, möchte dagegen den Stich für eine eigenhändige Arbeit Wechinger's ansehen. Das Blatt enthält eine Waffen- Trophäo in runder Einlassung, dabei vier Genien und zwei weiblich« Eignren, welche die Zeichen des bayerischen Wappens tragen, Die Trophäe ist an einem ornamentirton Pfeiler angebracht, Oben ist, ein Täfelchen mit der Jahrzahl 1550, und in der Cartonohe über dem Täfeleben steht: Mit der Zeit. Kine zweite dartouobo in der Breite des Blattes wird von zwei Satyrn gestüzt. Dieselbe enthält in der Mitte eine männliche Büste und über dieser das Monogramm Midie der oben abgerundeten Platte IS /., Br. 8 Z. Noch beschreibt Nagler Billige Stiche mit Wappon, die Wechinger zugethuilt werden könnten, doch gehören diese wohl eher dem Peter Weinhor an. 1690. Carl Hermann Wiedemann, Zeichner, geb. zu Dresden 1822, gest. dasolbst 185$. Kr studirte unter Gottfried Senvper die Arehitoktur und widmete sieh später als Zeichner ausschliesslich dem Kunstgewerbe, Seine phantasievollen und trefflieh gezeichneten EntwOrfe für letzteres Fach wurden sehr beifällig aufgenommen. Vergl. Nr. 8 des D. Kunstblattes von 1866, Viele derselben tragen das hier gegebene Monogramm, dem häufig noch die Jahrzahl beigefügt ist. 1691. Unbekannter Formschneider, welcher in dor zweiten Hälfte des lü. Jahrhunderts nach Zoichnuugon Franz Friedrich'-) VV/-I gearboitot hat. Das Monogramm steht, neben dem Zeichen e^s»^. des letztgenannten Künstlers, auf oinom Blatto mit dem Wappen dor Kurfürsten von Brandenburg. Kino Cople dioses Blattes findet sich, naeh Passavant, in den Annales MarchiM Brandenburgicae 1598. 1692. Unbekannter Formschneider, welcher nach Zeichnungen des Tobias Stimmer gearboitot hat. Man findet ____^ X\T£T sein Zeichen auf einigen Darstellungen der von KK * pt ' i ~W v 2 Bartsch IX. p. 350 Nr. 66 beschriebenen Folge: Künstliche wohlgerissene Figuren und Abbild' ungen etlicher jagdbaren Thiere etc. Von den beiden berühmten Malern Tobias Stimmer und Christoph Maurer zu Zurch gerissen. Strassburg 1605. Bei Johann Carolo. 4. 1693. William Howard, Kupforstocher, welcher in dor zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in London thätig war. Er eiferte dem W. Hollar nach, ohne ihn jodoch zu erreichen, und bediente sich auch, wio man hier sieht, oinos ganz ähnlichen Zeichens. Auch den blossen Initialen bogegnet man. Fi' 1 zweites Monogramm, dessen sich der Künstler noch bediente, ist bereits Band III. Nr. 1G76 raitgetheilt worden. w WH. Nr. 1694 — 1897. 341 1694. Unbekannter Formschneider, welchor im 16. Jahrhundert in Sachsen thätig war. Wir konnon von ihm ein Wappen mit V4H der Umschrift: Insignia Geiitilitia Nobüium a Beust. Dassolbo befindet sich in oitiem juristischen Tractat dos Joachim von Beust unf Blanitz, Leipzig 1597, 4°. Dio Schrift enthält ausserdem noch das iu Holzschnitt ausgeführte Bildniss des gonannten Verfassers, welches jedoch mit CK und HH bezeichnet ist. 1695. Wilhelm Hensel, Historien- und Porträtmalor, gob. zu Trebbin 1794, gest in Berlin 1861. Untor H W, / g %% Band 111. Nr. 1672 ist bereits ein Monogramm Wr dos Künstlers niitgotheüt. Ausserdem bedionto "Wy er sich noch der hier gegobouen Zeichen, wolcho / auf Zeichnungen und Badirungen vorkommen. Untor Andorn findet man dieselben in folgendem, \ * r aus 12 Hlätloru bostohenden Werke : Bio lebenden V\/ Bilder und pantomimischen Darstellungen bei dem Festspiel Lalla llookh, aufgeführt am 27. Jan. 1821 auf dem Königl. Schlosse in Borlin, gestochen von T, Moyor, Mosos und F. Borgor. 1696. Willem Bieter Hoevenaar, Maler, gel), zu Utrocht 1808. Dieser Künstler malt meistentheils Interieurs mit Figuren in altspanischer otlor holländischer Tracht, sowohl in Oel, als in Aquarell. Vergl. Immorzeol: De Levon's on Werkon der hol. en vlam. Kunstschildors etc. 1697. Wenzel Hollar, einer der fruchtbarsten und geistreichsten Kupferstecher, wurde 1607 zu Frag goboren. Kr war IaH ■ bOl■ ursprünglich zum Kechtsgolohrton bestimmt. Als aber ** seine Familie in don Kriegswirren joner Zeit vorarmte, ging or, seiner Neigung zur Kunst folgend, 1620 nach \vz/ Krankfurt zu Matthäus Morian , untor dessen Leitung er sich zum Kupferstecher ausbildoto. Zu seinen orston Blättern gehören eino Maria mit dem Kindo und ein Kcce homo. Dann bereisto er Deutschland und stach verschiedene Städteansichten, die sehr boi fällig aufgenommen wurden. In Köln traf er 16843 mit dem Grafen Arundel zusammen, der ihn in soino Dienste und mit nach London nahm. Er stach hier zunächst einige Gemälde der Arundel'sohon Galerie, sodann eine Reihe von Hildnisson, darunter die der königlichen Kamilie: 1689 erschienen die 28 Blätter des Omatus nmliobris Anglieanus, denen er 1648 44 die übrigen Folgen weiblicher Trachten anreihte. Der ausbrechende Bürgerkrieg, in welchem er als Boyaliet sich Verfolgungen ausgesetzt sah, zwang ihn, England zu vor- uwien, Er Hob nach Antwerpen, wo or acht Jahre weilte. 1669 kehrte der Künstler nach London zurück. Hier hatte zwar dor Sturm der Revolution sich gelegt, aber die bald darauf einziehende Best, wie die grosso Fouorsbrunst. welche dio Stadt verwüstete, licsseiv das Interesse a n der Kunst nicht aufkommen. Trotz der ungünstigen Zeitverhältnisse v orheirathete sich Hollar 1665 zum zweiten Male, aus welcher Ehe 'Hehrere Kinder hervorgingen. Im .1. 1669 reiste er im Auftrag der Regierung als Zeichner nach Afrika, um Tanger aufzunehmen, und in »einen letzten Jahren beschäftigte er sich viel mit denn Stich architektonischer Blätter für Dugdale's und Thoroton's Werke. Trotz seines 342 WH. Nr. 1697. ausserordentlichen Pleisses starb der Künstler am 25. März 1677 in tiefster Armuth. Seine sorgfältig und fein durchgeführten .Blätter, unter welchen selbst die seines spätesten Alters noch eine grosse Vollendung zeigen, sind meist mit dor Radirnadel gearbeitet, wobei or zuweilen nur sich des Grabstichels als letzte Hilfe bediente. Bei don Vorzügen seinor Arbeit bedauert man, dass er nicht immer nach guten Vorlagen hat stechen können, Kr behaudolto in soinon Platten fast alle Darstollungs- gobiete. Am vorthcilhaftesten zeigt sich seine Kunst in seinen Bildnisson, insbesondoro wo er nach eigener Zeichnung arbeitote. Soine schlichte und dabei üboraus treue Naturauffassung giebt auch soinon Landschaften und Seestückon einen grossen Werth. Kbonso werdon soino Fraucn- trachten, in denen er solbst dio Natur dor Stoffe prächtig wiederzugeben verstand, nio ihron Reiz verlieren. Das erste Vorzeichniss der Hollar'schcn Arbeiten lieforte Georgo Vertue: A Desoriptioli of tho works of . . . . \V. Hollar. Loudon 1745 und 175!l. Dieses Buch ist sehr solton geworden und wollte zudem den Anforderungen unserer Zeit nicht mehr entsprechen. Um so willkommener war daher die treffliche Monographie von Gustav Parthoy, unter dorn Titel: Wenzel Hollar. Beschreibendes Vorzeichniss seinor Kupferstiche. Berlin 1853. Mit einem Nachtrag von 1858. Parthoy beschreibt in seinem Buch 2788 Blätter dos Meistors. Was die Signaturen auf den Hollar'schen Blättern betrifft, so schreibt der Künstirr seinen Namen, wenigstens den, Gcsrhloelitsnam.cn J meist aus; zuweilen nennt er sich dabei: Scenographus regis etc., ebenso fügt er manchmal, sein Vatorland andeutend, noch das Wort Bohemux bei. Die Botschaft exeudit kommt, nach Parthoy, nur auf einem einzigen Blatte vor. und solbst da nur auf don orsten Drucken. Hollar scheint sich nio mit dem Verlago seiner Arboiton befasst zu haben. Noch bodiento er sich zu seinor Namensbezeichnung eines aus don Buchstaben WH gebildeten Monogrammes oder der einfachen Initialen. Mit dem Buchstaben H allein sind nur einige wenige Blätter in der Folge der chinesischen Städte signirt. Dio Blättor, auf welchen das Monogramm in der oben gezeigten Weise vorkommt, sind: Der hl. Doicola. Parthoy 169. Dio Blätter des Todtentanzos, nach Holbcin. P. 233 — 262. Ueber diesen Todtentanz haben wir Band III Nr. 731 gehandelt. Zwei Blätter der kleineren und zwei der grosseren Kupfer zun' Aesop. P. 372, 37'.», &9Ö, 406. Zwei Blätter in der Folge: Die. Matrone von Kphosus. P; 112, 418- F.in Blatt in dor Folge: Der Bauer und dor Ksel. P. 41!). Die Hinrichtung des Grafen von Strafford. P. 552. Dm Trio. P. 5H1. Ivs giebt davon einen rohent rergrewert»* Nachsfieh. Ein Blatt in der Folge der Jahreszeiten in Landschaften. M*f v. d. Veldc. P. 618/ Ein Blatt in der Folge der Jahreszeiten als Sfrassliurger An* sichten. P. 625, Kin Blatt in der Folge der Jahreszeiten, Landschaften in Q" li *" draten. P. 626. Sieben Blätter in der Folge der /.w.ilf Monate, nach v. d. veld«. I'. 630, 631, 633, 635, 636, 641. Ansicht von Heidelberg. P. 858. Ansicht von Kronenburg. 1*. 860. WH Nr. 1698 — 1701. 343 Ansicht von Mediingen. P. 866. Plan von München. P. 871. Ansieht von Viterbo. P. 1123. Don Goncalo Fernandos de Cordova. In der Folge der sechs Heiter. P. 1332. Frauonhildniss mit Stirnnadol und Scheibenkragon. P. 1652. Karl I von Kngland, zu Pferde. P. 1686. Det gezähmte Flephant. P. 2110. Buchtitel zu: The eausos of tho Docay of Christian Pioty. P. 2653. Zwei Platter. Grosso Anfangsbuchstaben mit verziertem Felde. P. 2707, 2712. Auf zahlreichen anderen Blättern sind dem Monogramme noch die übrigen Uuohstabon dos Familiennamen! hinzugefügt. 1698. Ein uns unbokaiinter Formschneider in Berlin, dessen ,/.. .,u Zeichen auf Holzschnitton det „Kladderadatsch" Wy. VV^n . W ' von 1853 vorkommt. 1699. Wolf Hammer, Kupferstecher, wolchor in dun letztet 25 Jahren des 15. Jahrhunderts in München thätig «rar; \V/«A X-T In der Zeichnung und Stoehwoiso nähert er sieh dein Martin Schongauer, obgleich seine Manier etwas unbeholfen bleibt. Auch hat er einige Blätter diese« N^ "^K \^\ .Meisters, wie aueli A. tilockonfon's copirt. Kammer war unter Anderen für Michael kyser oder Bener in Eichstädt thätig, aus dessen Bnolidruokorei in den achtziger und nounzigor Jahren des obengenannten Säoulums verschiedene mit Kupferstichen gezierte canonische Bücher hervorgingen. In den Statuten dor Diöcose von Fichstädt von 1483, wie in dem Missalo von Fiehstädt finden sich zwei Blätter von ihm. Bartsch, VI. p, 400-405, und Passavaut, II. p. 12!) — 132, besclirciben 33 Blätter dos Meisters. Auf vielen dcrsolben steht das obige erste Zeichen; das zweite befindet sich auf einem Blatte der Pariser Sammlung. Dasselbe stellt die hl. Verenica dar. Man sioht das Zoichen unten links auf dem Blatte. 1700. Man sioht diese Buchstaben zu beiden Seiton eines Baumes auf einer sehr mittelinässigen Holzschnittvignotte, welche «^ .. ausserdem noch zwei Darstellungen aus der Geschichte W ^ des Horkules enthält. EL 1 Z. 3 L . Br. i Z. 7 L. Die Buchstaben, mit W II zu lesen, dürften sieb auf keinen Formschnoidcr, sondern wahrscheinlich auf den Buchdrucker Wendel Hom in Frankfurt a. M. beziehen. Bürner erwähnt einen aus einem Rucho geschnittenen Abdruck mit der Aufschrift: Gedruckt zu Frankfurt am Mayo bei Wendel Born im Jar K.D.LXXXV. Die Inifialen sind durch Lettern eingedruckt, 1701. Unbekannter Maler, dessen Zeichen Naglet auf einem Bilde in einer Münchener Privatsammhuig sab. Auf dorn Bilde wurden, durch einen schwer ziehenden Gaul, Waaren nach einem Schiffe gebracht, welches links am Ufer lag. Auf einem der Waarenballon \\ » . H war das gegebene Zeichen angebracht, \\/X 1^ 1 Das ziemlich grosse Bild schien gegen \j\m II Ende des 17. Jahrhunderts gemalt, und * "■ I erinnerte an Wouwerman's Bohandlungs- woisc. 344 WH. Nr. 1702 — 1707. 1702. Unbekannter Maler, welcher in der zwoiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Holland gelebt zu haben seheint. Er malte in der Weise des Peter van Bloomen. WH 1703. Wolfgang Hamer, Zeichner und Fonnschneider, welcher um das Knde des 15. Jahrhundorts in Nürnberg thätig war. »v/ U Seine Lebensverhältnisse sind unbekannt und nur einige Holz- \' schnitte sprechen von ihm. Zunächst wird im Katalog der Dersohau'schen Sammlung ein Blatt mit dem hl. Minus aufgeführt, welches mit dem vollon Namen: Wölfgangk Hamer bozoiehnet ist. Sodann werdon von Brulliot droi, nur mit dem Vornamen Wolfga n 9 signirto Holzschnitte beschrieben, auf die wir weiterhin, unter den Buchstaben W 0, zurückkommon. Und endlich glaubt. PaSMVant dem Meister noch ein im Kupferstichkabinet zu Paris befindliches Blatt mit obigem Zeichen zuthoilon zu können. Das Blatt stellt Jesus, Abschied von seiner Mutter nehmend, dar. Kino der hl. Fronen kniot rechts, während mau links im Grunde die Apostol sieht, Auf einem Bpruohbande steht: C lidiov fön friit irt) oid) nUtnet fcljn. — il)« jpviul) humö ued) miim Stattet cnifolcu fin. IJnton das Zeichen. 8. 1704. Unbekannter Zeichner, welcher Anfangs des 16. Jahr' hunderte wahrscheinlich in der Schweiz thätig Wii _ war. Im Museum zu Basel befindet sich von • lt '"O ihm oino Handzoichnung mit dem St. Christoph als Bitter. Dieselbe trägt die beistehende Signatar nebst der Jahrzahl 1513. Kl. Pol. 1705. Unbekannter Fonnschneider dos 16. Jahrhunderts. Sein Zoichon, welches verkehrt zu stehen schoint und wohl 11 " \\j n zu losen ist, befindet sich auf einer Darstollung der Be- . " . VI sehneidung Christi. Das Blatt, welches wir sahen, gehörte zu einem Buche in 4. 1706. Unbekannter Zeichner, welcher in Deutschland thätig war. Zu Erlangen beladen sich von ihm Kreidezeicb" ■ . / ij Illingen, weiss gohöht und meist auf rothbrauneöl vV ri • 'j'ü Papior, unter welchen ein männlicher Kopf DM* halbgeöffnetem Munde und zwei weibliehe Brustbilder die gegebene Signatur tragen. 1707. Wolfgang Hauber od« Haber, .Maler, Zeichner und, wie man anzunehmen pflegt, auch Formsohneider, in der J S~ \0 erst«« Hälfte des Hi. Jahrhundert«. Seinen Arbeiten nach ist er ein Schüler Allierl Altiltirl'ei's und » K! • "W'H - dieser wahrscheinlich aus der (legend von Regensburg gebürtig, Heide Künstler wurden früher irrl lniinli
  • Germanischen Museum zu Nürnberg befindlichen identisch zu sein. WH. Nr. 1708 — 1710. 345 Ferner besitzt das Berliner Kupforstieh-Cubinet eine Tuschzeichnung mit dorn St. Christoph. wolcho mit W H und der Jahrzahl 1513 bezeichnet ist; auch in der Sammlung zu Erlaugon soll sich eine derartige Zoiclmung vom J. 1522 finden. Ausserdom wird in einer handschriftlichen Notiz Naglcr's noch oinor Handzoichnung in dor Sammlung Wolfoggor gedacht, wolcho die Bezeichnung: Huber zu Bassau 1544 tragen soll. Die Holzschnitte, wolcho mau dorn Moistor zuschreibt, sind zum grossten Theil mit W H gozoiehnot. Bartsch, VII. p. 485, boschroibt deren, aber als von einem Anonymus, neun; Passavant, III. p. 305, kennt noch sechs andero Blätter, Eines daruntor, das Urtheil des Paris, Bartsch, Nr. 8, hat, aussor dem Zeichen W H, noch den Buchstaben 6 als Holzschneiderzoichen, wolcher Umstand gegen die Annahme zu Sprechen scheint, dass Huber die ihm zugoschriebenen Holzschnitte eigenhändig ausgeführt habo. 1708. Wenzel Hollar, der berühmte Kupferstechor, ist bereits olicii unter seinem Monogramme oingoführt. Der hier ge- -\\7 if gebonen Initialen bediente er sich auf folgenden Blättern: TV K Abraham empfangt die drei Engel. Parthey 60. Abraham bewirthet die drei Engel. P. 61. Christus am Oelborgo. Nach Palma. P. 80. «) Ein Blatt in der Folge: Die Matrono von Kphosus. P. 111. Vier Engel mit dem Kreuze des Heilandes. Nach A. v. Avont. P. 4117. Der Flussgott und die Kinder. P. 526. Zwei Blätter in der Folgo dor chinesischen Städte. P. 1152, 1166. Hügollandsohaft. P. 1228. . William Lilly, Brustbild. P. 1460. Adam Schaligor, in ganzor Figur. P. 1501. FrauanblldnisSj nach Uiler, mit Mühlsteinkragen. P. 1654, Titel zu der Aula Veneria; ganz in Kupfer gestochon. P. 1805. Kopf einer Negerin. P. 2006. Dor alte Vicokönig von Kanton. P. 2011. Das Kauschen. P. 2134. Vier Retter. I'. 2140. Zierleisten. Fünf Kinder mit oinom Ziegenbock. P. 2586. Zwei Blätter. Grosso Anfangsbuchstaben mit verziertem Felde. P. 2704, 2716. 1709. Friedrich Wilhelm Heine ist als Pftrde- und Bataillen- maler, wie insbesondere auch als Zeichner für die illustrirte Literatur gegenwartig in Dresden thätig. HJn dem Buche: Pferd und Fahrer oder die Fahr- ü)u schule in ihrem ganzen Umfang'', vom Stallmeister '7* Th. Heinzo, Leipzig 1876, linden sich zahlreiche Holzschnitte, zu welchen er die Zeichnungen geliefert, Vwle Abbildungen sind W. H. signirt, einige andere auch mit den Buchstaben .1. W. H. \ 1710. Wilhelm Hasemann, Qenremakr, welcher gegenwärtig in Weimar seine Kunst, ausübt. Seine Signatur ist einem nach H seiner Zeichnung gefertigten Holzschnitt entnommen. Letz« lerer hat die Unterschrift: Der verunglückte Brief, und findet sich in der illustrirfen Zeitschrift: Daheim, Jahrg. 1875, Ks iat wahrscheinlich, dass der Künstler auch noch andere Arbeiten in dieser Weise bezeichnet hat. 346 WH. Nr. 1711 — 1715. 1711. Unbekannter Kupferstecher des 18. Jahrhunderts, welcher sich in H. Bromley's Catalogue of engraved british por- \\T JJ triits etc. erwähnt findet. Er stach, nach N. Dance, das ' • Porträt des Piorre Stephens, Medaillon, oben mit zwei Genien geschmückt, 1., und zeichnete dassolbo mit don Buchstaben W H und der Jahrzahl 17(31. 1712. Carl Wilhelm Hahn, Genremaler, geb. 1829 zu Eborsbach in der Oberlausitz. Er besuchte die Kunstakademie zu W Dresden und wendete sich später nach Düsseldorf, wo er • -"■• meist landliche Scenon, namentlich solcho mit Ackorgäulen, malte. Wir sahen oin derartiges bübschos Bildchon aus seiner früberen Zeit, welches mit W. H bezeichnet war. 1713. William Hogarth, boriihmtor Zeichner, Maler und Kupferätzer, geb. 10. Decembor 1G97 zu London, gest. 2(>. October W H. 17G4 zu Leicesterficlds, begraben zu Chiswiek, Er ist einer der originellsten und zugleich nationalsten Künstler Englands. In seinen frühesten, gestochenen Arbeiten, Vignetten u. dergl., nahm er Jaques Callot zum Muster, während er als Maler eine Zeit lang sicli der Leitung von Jarnos Thornhill, seines spätoren Schwiegervaters, überlioss; aber eine gesunde Natur, wollte ihm die In Manier befangene englische Malerei nicht behagen, und keck suchto der rcicli begabte Künstler seinen eigenen Wog zu gehen. In seineu Gemälden führte ihn der englische Hang zur „Schrulle", wie seine l\io Idoo der Schönheits- linio oft auf Irrwege; wogogon or in seinen Illustrationen zu selbst gedichteten Romanen, In seinen moralisch - satyrischen Schilderungen dos englischen Lebens seiner Zeit, einen unbestrittenen Ruhm erzielte. Uebor wonige Künsllor ist so viel geschrieben worden, namentlich auch in Deutschland, wie über Hogarth, und wir könnon botreffs seines Lebens und seiner Werke auf dio vorliegende Literatur vonveison. Hogarth's Kupferplattjen kamen nach dem Tode seiner Frau 1789 U seine Nichte, Miss Lewis, welche sio an Boydoll verkaufte Eino schöne Ausgabe soinor Werke nach don von Hoath rotouchirton Original- platten erschien unter der Jioitung von Nichols, 3 Bände, London 1820 22, mittolmässigo und vorkleinorto Nachstiüho erschienen zu Leipzig, 1831—35, 8, Aullage 1841, und in Stuttgart 1839 — 40. Noch sind die verkleinerten Oopien von Riepenhausen zu erwähnen, welch« Lichtenberg'! Erklärungen der Hogarth'schon Ivupfersticho beigegeben sind. DM obige Zeichen steht auf einer Zeichnung, dem Titelblatte zu Hogarth's Tour, welche das British Museum besitzt. Näheres über das genannte Werk findet man im Catalogue of Printe and Drawings in the British Museum. Vol. II, p. 759. Auch auf einigen gestochenen Blättern soll das Zeichen vorkommen. 1714. Unbekannter Kupferstecher, welcher mit diesem Zeichen Copien von J. (i. van Vliet's Folge der Handwerke, Bartsch W. Jf. Nr. 38. geliefert hat. Die lilätter, kl. 4., welche anreiten rrrtbümhch dem Wenzel Hollar zugeschrieben wurden, tragen dio Ailresse von F. v. ISeiisoeom. 1715. William Howard, ein bereits (dien erwähnter englischer twt -,, Kupferstecher und Nachahmer des Wenzel Hollar, zeichnete • ■ einige Blatter in dieser Weise. WH. Nr. 1716-1723. 317 1716. William Hassel, Kupferstecher, welcher um das Jahr 1770 in England thätig war. Man kennt von ihm verschiedene »y ii Blätter; anter Anderen stach er nach C. W. Bamfylde für C. Ansloy'.s Eplstola familiaris 177(1, 4., auf welchen Blättorn sich das Zeichen finden soll. 1717. Friedrich Wilhelm Hirt, Landschaftsmaler, geb. 1721 in Frankfurt a. M., gest. daselbst 1772. In Cassol und Mann- TT/ U heim ""den s ' c ' 1 m 't Hirten und Heorden stafttrto Land- W. H. schaftsgoniäldo von ihm, ebenso im Stüdei'schen Institut zu Frankfurt, welche Sammlung auch zahlreiche Bleistift- und Kreidezeichnungen von dem Künstler besitzt. 1718. William Hughes, Formsohucidor, welcher in der erston Hälfte dieses Jahrhunderts zu London thiitig war. Blatter von seinor Hand Endet mau in dem Buche: The club in a din- W H. logue etc. London 1817, 8.; fornor in Dibdin's Prachtausgabe dos Decameron, London 1817: in Johnson 1 ! Typographia or tho ])rinter's instruetor. London 1824, und andern Werkon. 1719. Unbekanntes Zeichen auf einem Mozzoüntostich dos British Museum. Das Blatt enthält eine männliche Figur, die halb all Puritaner, balb als Geistlicher gekleidet ist und halb W. H. ex. auf einein Fasse, halb auf einor Kanzel stellt, linier der Darstellung, welche eine Satyro auf einen Bischof Burnef aus der Zeit Wilhelm III. ist, liest mau: A true bleu) Priest, a Lincey Woolscy Brother etc. 1720. Georg Michael Weissenhahn, Kupferstecher, geb. zu Bohenlohe 1711. gest. zu München 1795. Er war oin Wh, SC. Schüler von G. S. Resch und hintcrliess zahlreiche Arbeiten, worunter einige Vignetten und Bildnisse in dieser "Woiso signirt sind. 1721. Dieses Monogramm wird, als einem anbekannten Portratmaler angehörend, von lirulliot'I. Nr. 1012 mit- getheilt. Was der genannte Schriftstoller über die Bilder sagt, auf welchen or das Zeichen fand, liisst uns vormuthon. dass unter letzterem Wolfgang Heimbach verborgen ist. Derselbe war aus dem Oldonburgischon gebürtig und übte seine Kunst eine Zeit lang in Kopenhagen im Dienste Königs Friedrich III. aus. Wir haben eine andere Form seines Monograiunios bereits Band 111. Nr. 712 gegeben und uns zugleich ausführlicher über den Künstler verbreitet. 1722. Unbekannter Goldschmied, welcher in Nürnberg thätig AVI ^_ ,w_ war. Dio gegebenen Buchstaben stellen auf einem <^Vr° rKj\yi~* mit sicherer Hand gestochenen Ulättohen, welches —. einen Blomanatrauaa vorstellt und zu den Selton- ■H' ' 0 (; betten geh** II. 1 Z. 5 L„ Br. 1 Z. 7 L. 1723. Unbekannter Kupferstecher, welcher um die Witte des lli. Jahrhunderts in Deutschland thiitig war. Die Orna- mentstich'Sammluhg des k. k. österr. Museums f. Kunst, ii. Industrie besitzt von ihm den 'Titel einer Folge von weissen Schweifarabesken auf schwarzem Grunde, bez.: „das Wirk Lohet den Meister etc." du. 8. \mj'fys w.mv. 348 WH. Nr. 1724 -1729. 1724. Wilhelm Huber, Maler, war um 1598 in Deutschland thätig. Das gcgebeno Monogramm fand Bürner auf einer ■. \rj f* Zeichnung, welche mit der Fedor umrissen und aus- Vv-' getuscht dio hl, Jungfrau mit dorn Jesusknaben vor- stollt. Sie vorräth einon nicht ungcscliickton Künstler, die Köpfe habon abor nichts Edlos. Untor LJ\^J Wannenwetsch, das zweito dorn Laux y v * ■ M — > ^— Ruft atl) Maler, die in dor zweiten Hälfte des 1(3. Jahrhunderts zu Dasei thätig waren. Von Wannenwetsch ist bereits in unserem Werke die Bede gewesen. Laux Rudi ist unter dem Jahre 1583 im rothon Buche als Glasmaler eingetragen. Noch kommen die beiden Monogramme zusammen auf einer Hott bohandolton Zeichnung vor , welche das Wappen dor Stadt Itasei enthält. Kino Copie dieser Zeichnung befindet sich in F. Warneoke's; Heraldischen Kunstblättern. Görlitz 1876. 1728. In der Galerie zu Augsburg, wie im Besitze des Herrn . Barons r, Holzsehuhei daselbst, befinden sicli vor- wf invcntor . schiedeno auf Solenhofer Stein gemalte Passions* bilder, welche zu einem Oyklus gehören. Auf einem der acht Bilder im genannton Museum ist ein aus don Buchstaben A r bestehendes Monogramm, and auf dem Bilde des Herrn v.. Holzscliuher sieht man ausser letzterem Monogramm noch das hier mitget heilte Zeichen. Man folgert aus diesem Beisatz, dass dio Bilder nach Com- Positionen des bekannten Zeichners und Ivupfcrätzors Wenzel Hollar ausgeführt worden und zwar von einem unbekannten bayerischen Meier vom Ende des 17. Jahrhunderts, welcher unter dem Monogramme A F seineu Namen verbirgt. S. hiorüber den Katalog de* Augsburgei' Gemälde-Galerie von llud. Marggraff, 1729. Wenzel Hollar, der berühmte, bereits oben eingeführte Kupferstecher, signirtc eine Blatte mit- der Namens- W. Roll, kürzung: W. JIoll. Dieselbe enthält eine Ansicht des Klosters Molk an dor Donau. Die Signatur steht rechts W Hollart f. unten am Plattenrande, Bei Parthey Nr. H7a WH. Kr. 1780 1732. 349 Auf einer anderen Platte, mit dem Brustbild» der Dorothea von Stiffolk, schrieb der Künstler seinen Namen: llollart. Der Huchstahe t ist; zuweilen ausgekratzt. Parthey Nr. .1727. 1730. Das erste Zeichen findet man auf einem von Balthasar Jeniohec gestochenen Blatte mit dem Bildnisse des Johann \wp Eok, Flalbligur, mit, der Mütze auf dem Kopfe und einer »fr Papierrolle In beiden Händen. Oben: VERA IMAGO IOMANNIS ECKII THEOLOGfAE. D: AKTATIS SVAK '^WIP XIjIII. Darunter die Jahreszahl und Ornamente. Unten der Xltflr » seohszeilige Beim : Eck Ei» Grosser Feind Christi War etc. Darüber das Monograwn, welches dem Zeichner des liiid- niasesi wahrsohetnlieb dem Peter Weinher, angehört. 11. ,"> z. 2 L., Jtr. 2 Z. 8 L. Brulliot I, 478 und App T. 2iH bosohreiben dasselbe Bildnisa, aber mit dorn streiten Monogramm. JT. 6 Z. 10 L., Rr. 4 Z. Brulliot glaubt, letzterer Stich sei von einem Moister dos 17. Jahrhunderts; wir hätten es somit hier wohl mit einer Copio des ersteren Stiches zu tliun. 1731. Den bereits oben mitgetkeilten Zeloten Wenzel Hollar's ist hier nocli diese Form seines Monogramme* anzureihen, vy/j Das P in letzterem bedeutet: Pratensis. Folgende.g^reiStiche Vv sind in dieser Weise bezeichnet: Brustbild A. Düror's, nach rechts gewendet, in Oval. Umschrift: Albertus Durer Glarissimus Pictor ühalcographus Oeo- metra Inventionum pictura Pater. Links das Zeichen, Grosser Durchmesser des äusseren Ovales 2 Z, 1 L., kleiner 1 Z. 7 L. Dieses sehr seltene Platt boschreibt Parthey Nr. 1891. Männliche Biisto, mit langem Bart und gesticktem Qewaa.de, Links oben: Martin llemskerk, rechts das Zeichen H. 2 Z. 6 L., Br. 2 Z. Selten. Parthey Nr. 1542. 1732. Wenzel Hollar copirto das Blatt von Albrecht Dürer, welches die hl. Jungfrau vorstellt, wie sie dem Kinde die /-------- -, Brust reicht, aber von der Gogonseite, so dass Maria sich rdf/P gegen links wendet. Das Original beschreibt Bartsch in Nr. 34 //tfojy der Kupferstiche, dio äusserst seltene Oopie G. Parthoy in --------seinem Werke über W. Hollar Nr, 132. Rechts oben auf oinom Zottol bomorkt man das gegebene Zeichen mit der Jahrzahl 1625, welches für Hollar ungewöhnlich ist. Unten steht: Maxagta tf xoMa tf ßaj).aacic. Luc. 11. cap. ver. 27. H. des Bildes 1 Z. 11L., Br. 1 Z. 6 L. Noch bedionto sich Hollar dosselbon Zeichens auf folgendem Blatte : Dio Glücksgöttin, nackto goflügolto Figur auf oinor Kugel mit oinom Pokal. Eochts unten in dor Ferno breitet sich cino Stadt aus, und links oben ist Aldogrover's Zoichen mit 1555. Links unten obigos Monogramm mit 1626. H. 2 Z. 3 L., Br. 1 Z. 7 L. Diese seltene, künstlerisch abor unbedeutende Copie ist von dor Gegonsoite des Blattos von Aldogrover. Heller : A. Düror, Nr. 844 u. 845 fuhrt dieses Blatt nach Hüsgen zwoimal irrig als Copio nach Düror's grossem Glück (Nemosis) auf. Den Irrthum verursachte wohl Vertue II. Nr. 40, da er Aldogrover's Zeichen mit jenem von Düror Verwechselt. Vgl. Parthey nach Sotzmann's Boraorkung Nr. 457. Das Monogramm, um welches os sich hier handolt, ist in dio Buchstaben W H E P zu zorlogon, d. h. Wenzeslans Hollar Eques Pragonais. Der Künstler stammte aus einem roiehsritterlichen Geschlechte, daher die Belohnung: Eques. .'350 WH. Nr. 1733 1736, 1733. William Harry Rogers, Kormschnoider In London. Sein zu t> n ' t!r mitgethefites Zeichen steht n. A. au£ Mosten Wr wi •>■ Industrielle. (1851.) 1734. William Harvoy, Zeichner uml Pormaohneider, als letzterer ein Schüler des berühmten Xyiegraphen Thomas Bewick, tV'W'Y Hnrvey behauptet bereits Band 1 1J Nr. 629 eine stelle uml es ist dort eine Reihe onglischor Werke genannt, in welchen Illustrationen von ihm vorkommen. Auch das hier milgotheiUe, uns den Buchstaben W. II. V. bestehende Zeichen, dessen Buchstaben zuweilen mm Monogramm verschlungen sind, findet sich auf verschiedenen Holzschnitten jener Werke. 1735. -^/ \$/ Unbekannter Formschneidor, welcher am die Mitte des 111. Jahrhunderts in der Schweiz thätig war. Kr arbeitete, mit Rudolph AVyssenliach für ein architektonisches Werk, über weiches schon unter dem Monogramm KW, IUI. IV. Nr. 3838, berichtet worden ist. Ilartsch IX. p, 168 beschreibt zolin Blattei dieses Werkes; l'assavant III. p. 44t) kennt aussordom noch neun Blatter. Aul' oinigen derselben steht das Zeichen. Ausserdem lindet man letzteres noch auf einem Holzschnitt nach II. II. Manuel Deutsch. Dieses Matt enthält einen Sol- ilaton, stehond, iml'rolil gesehen und nach rechts gewendet, welcher einen Federbtueh trägt und die rechte Hand in dio Hüfte stemmt, wahrend die andere IIa ml am Sohwertgriff ruht. Oben links stehen einige deutsche Vorsc: 9\i mir loiltoinmoii SU ruber 8h)l H\ Unten rechts auf einem Täfelchen, welchos an einem Raum hängt, liest man: II. K. MAXVKR 0 und links auf einem Stein ist das Monogramm des Formschneiders mit der Jahrsah] 1547 angebracht. H. 14 Z. 9 L., Hr. 11 Z. 1 L, Zu diesem Blatte gehört ein Gogonstüok mit R W, d. i. Rudolph Wyssenbach, bezeichnet, welches wir boroits an der betreffenden Stelle beschrieben haben. 1736. Unbekannter Kupferstecher, Welcher lin Style H. S.Beham's arbeitete. Bartsch IX. p. 53 beschreibt von ihm zehn Blätter: 1) Bacchus, Venus und Amor. 2) Das Ooncert. 3) Dio Schwelger. 4) Venus und Amor. —9) Vignetten. 10) Dolchschoido. IV. p. 173, fügt cliesom Verzeichnisse ^^ ^V noch folgende Passavant, neun Blätter hinzu ; 11) Joseph und Potiphar's Weib. 12) Das junge Paar und der Narr. 13) Dolchscheide, mit oinor geflügelten Krau und einem kleinen Amor. 14) Scheide, mit oinem gogen rechts vorwärtsschreitenden Standartenträger. 15) Scheide mit einem Ritter, welcher einen Todtonkopf trägt. 16) Scheide, mit einom reichgckleidoten jungon Manno, dessen Haupt mit einom Federbarett bedeckt ist. 17) Scheide, mit oinor nackten Frau, unter einom Bogen, welche sieh mit oinem Doleho tödtot. Wl. Nr. 17.17 — 1742. 351 18) Klein« Dolchsehoide, mit einen Amor, welcher sieh mit der rechten Hand auf einen Schädel stützt. l!f) Sehwort- oder Dolobgliff, mit einem Cevalier, welcher einer Dame eine Nelke darhietet. Noeli finden wir in einem Auetlons-Kataloge (IiVJI) von W. Drngalin (olgende zwoi unbezoiehnote Blätter, als noch dicht beschrieben, dem Meister zugetheilt: 20) Vignette. Zwoi weibliche an den Armen zusammengebundene Figuron mit Huudoküpfen kehren einander sitzend den 1,'ückon. Ihre Beine lauten in Rankenornamont ans. l!r. 63 mm., II. 25 nun. 21) Vignette mit einer Vase In der Mitto, von welcher durch Füll- hörner Oriiamentranken auslaufen. Br. 103 mm., If. 20 mm. 1737. Marke eines unbekannten holländischen Töpfers, welche in Graesse's Guide' de l'amateur de Porcohünes et de Potories mitgetheilt wird. w \)p 1738. Joseph Winckelirer, Maler, geb. 1800 zu Düsseldorf, wo or auch, wie später in München, seino Studien machte. Nachdem or anfänglich sich dem historischen Fach gewidmet, auch zahlreiche Bildnisse gomalt, wendete er sich in der Folge dem landschaftlichen Gebiete zu. Das gegebene Zeichen ist einom sorgfältig mit dem Stifte ausgeführten Uildniss (einet Hand entnommen. 1739. Johann Williard, Lithograph, 1801 zu Karlsruhe geboren und gegenwärtig noch in Dresden thiitig. Man findet sein /eichen auf den Blättern folgenden Werkes: Das Bach Tobiä VlTv in cüf bildlichen Darstellungen von G, Peschd. Leipzig 1S30. 4. Das noch beigefügte, aus C P bestehende Monogramm auf den Blättern gohört C. Poschel an. 1740. Unbekannter Formsehneider, dessen Monogramm sich auf einem von Bartsch VII. p. 470 beschriebenen Blatte findet. t Dasselbe stollt den kleinen Erlöser stehend in einer Nische w/ dar. Das Zeichen bemerkt man links in halber Hoho. In dor Mitte obon stoht 0 odor 1G02, hintorlioss violo zart gestochene Blätter; dar- i unter ein Blatt, auf wolehom der Künstler seinen Namon in ^ dor hier wiedorgegobenon Weise angodeutet hat. Dassclbo stellt den hl. Antonius dar, in der rechton Hand ein Buch haltend, mit dor andern sich auf einon Stock stützend. Im Rande stellt: S. Antoine abbe et confesseur etc. 8. Auf andoron Blättern dos Künstlers, Heiligo in Halhliguron, kommen, wie wir boroits an dor betreffenden Stelle bemerkt habon, die Buchstabon J. V. S. vor. 1742. Isaak Walraven, Maler und Kupferstecher, gob. 1G8G zu Amsterdam, gest. allda 17G4, zeichnete, ausser mit seinen n Initialen J. W., zuweilen auch mit den zu einom Mono- ^ vt4 grammc zusammengezogenen Anfangsbuchstaben seines Na- :55'_> WI. Nr. 1743 1747. mens. Das Monogramm kommt zuweilen, wie auf einem Blatte mit Goldschmiedsmustern nach 8t, della Hella, in der obigen Weise vorkehrt vor. 1743. Unbekannter Goldschmied des 17. Jahrhundert», Eis gleit von ihm ein Blatt in liiinzenmanier, welches einen »er« liebten alten Mann mit einem phantastisch aufgeputzten „'ijNjto Mädchen darstellt Kr legt die linke Hand auf ihre "'^ Achsel und orfasst mit der anderen ihre linke Hand, während die Selnine unter dem Arme des Mannes hinweg bereits nach seiner Geldtasche greift. Die Zeichnung der Figuren ist sohr mangelhaft, und das Ganze scheint ein erster Versuch zu sein. Im Abdruck sind die Schatten an Stelle der Lichter gekommen und so umgekehrt. Links unten bemerkt man das obige Zeichen, welches, bei dem vorkehrten Druck, Wohl .1 W zu lesen ist. II. ,'i Z. 7 I,., Kr. 2 Z. 4 L. 1744. Joseph Andreas Weiss, Landschafts- und Arohitektur- nialer, geb. zu l'Yeisiug 1814, war in T. München« wie später in St. Petersburg O r/ tbätig. Magier führt im Künstler-Lexikon ~------~ ------ -'' eine Reihe Arbeiten von ihm auf, na- \/v &f inentlich Ansichten aus München und seiner Umgogond. Weiss signirte zuweilen in der hier gezeigten Weise. 1745. Unbekannter, wahrscheinlich Angeburger Bildhauer, von «reichem Waagen: Kunstw. u. Künstler in Deutsch- , huid , I. p. 41, ein zu Annaberg befindliches Ejpi- ■yy I y^-(' taphium des Johann Unwirth vom ,T. 1578 boschreibt. Auf einer Tafel von Solenhofer Stein, mit oinor reichen architektonischen Einfassung von bräunlichem Marmor, ist in erhabenem Relief der auforstohende Christas und die vior Evangelisten am Grabe vorgestellt. Moses, der Wasser aus dem Felsen schlägt, und die Mannahsauunlnng sind in sehr flachem Relief im Hintergründe bemerkbar, ebenso die allegorischen Figürcben der Gerechtigkeit und Stärke an den Postamenten der beiden einfassenden korinthischen Säuion. Die Krönung bildet das von zwei Engeln mit Sanduhr und Todtonkopf gehaltene Familienwappen. Auf einem Stein unter dem Fuss des Marcus befindet, sich das obige unbekannte Monogramm des Künstlers. 1746. Nach oiuer Notiz Borner'ä fand derselbe diese Signatur auf einer Zeichnung mit oinem Ornamente, welche ■w* - a, x->> er ^ iir °' nß Arbeit Wenzel Jamitzer's hielt- ) S \V It^ 1 w;,. haben bereits oben über den Meister gehandelt. 1747. Vincenzo Vangelisti, Kupferstecher von Florenz, gest. 1798 zu Paris, wo er sich unter Wille ausgebildet und lange Zeit gearbeitet hat, bozeichnote einige Blätter in Tusch- manier nach Guercino in dieser Woise. Das Zeichen, scheinbar ein W enthaltend, besteht aus zwei ineinander gestellten V und oinem I und bedeutet Vincenzo Vangelis* 1 Incidit, W«/ WI. Nr. 1748 1754. 353 1748. Isaak Walraven, der bereit« mehrfach erwähnt» Maler und Kupfersteoner tob Amsterdam, bediente sich auf radirten und gestochenen Blättern mit Goldiehmieds- t jq mustern, welche in der Weise des Jakob Callot und St. y( y. ''°" a Bella behandelt sind, K; und 32, seiner Namens- " Initialen, Dieselben stehen zuweilen in der von uns wiedergegebenen Weise verkehrt. 1749. Willem Jongman oder Jonkman, Kupfersteeher, welcher linde dos -17. und Anfang dos 18. Jahrhunderts In p Holland thätig war. Wie Malpe, I, p, 347, berichtet, rji/^7, -l* hat er u. A. die l'latten zu folgendem Werke ge- >J liefert: Histoire des ordre« nülitaires ou de Chevaliers, des milices secullers et regulier« de Tun et de l'autre sexe, qui iml ete olablis jusqua preaent. 4 vol. Amsterdam 1721. 8, Die Kupfer, 169 an der Zahl, sind radirt und mit dem Grabstichel nur fertig gemacht. Auf einigen soll der ausgeschriebene Name des Künstlers stehen, auf vielen anderen die Initialen. 1750. Wenzel Jamitzer, der bereits mehrfach erwähnte Goldschmied und Kupferstecher von Nürnberg, wird von Boltcenthal, Schlick- WI, eisen, Brulliot U. A. auch als Medailleur oder Stempelsohneider aufgeführt. 10s giebt ein Medaillon mit dem liildniss des Meisters vom Jahre 1684, welches am Aermel des Dargestellten die Initialen W I zeigt; ob dasselbe jedoch eine eigenhändige Arhoit .lamilzer's ist, wagen wir nicht zu entscheiden. 1751. Unbekannter Kupferstecher, vielleicht Jan Wierix von Amsterdam. Das Zeichen steht auf einem Blatte dor Folgen »>. I. altniederländischer Maler-Porträts, welche Hieronymus CocIi und Heinrich Hondius in der zweiten Hälfte des 16. und zu Anfang des 17. Jahrhunderts herausgaben. Im Archiv f. die zoiehn. Künste II. p. 13 ff. rinden sich dio verschiedenen Auflagen dieser Interessanten Sammlung oingehend beschrieben. Das Blatt mit dorn hior gegebenen Zeichen führt dio Unterschrift: LAMBKBTO LOMBARDO LEODIENSI. — PICTOBI ET ABCHITE( !l( >. Körper und Kopf ist dreiviertel nach links gowendot. Ueber dorn Hauskleide oin weiter Mantel Überwurf mit aufgeschlitzten Aermoln. In der obem Ecke links stehen dio Buchstaben W. I. und unten, unter dem Namen des Dargestellten, ein vierzeiliger Vers. 1752. Zeichen auf österreichischen Münzen aus der Zeit von w. i. 174(5 — 64, welches dio Münzstätto Wien andeutet. 1753. Unbekannter Zeichner, welcher in dor zweiten Hälfte dos 17. Jahrhunderts thätig war. Das Münchoner Knpfer- , _ stich-Oabinot besitzt von ihm eine ßütholzeichnung mit XNJ/N/ einom jugendlichen Kopfe. Dieselbo trägt das bei- VN/\ stohondo Zeichon. 1754. Jacob Becker, Genremaler in Frankfurt a. M. Nach Brulliot bediente sich der Künstlor auf früheren, in Düsseldorf ausgeführten Arbeiten diosos Monogrammos. Dor Buchstabe W in dem Zoichen bedeutet Worms, die Heimat Bocker's. t Monogranimlsten. Bd. V. 23 354 VVI. Nr. 1755 — 1750. 1755. 1756. W. I.J.. 1757. Stempel des Kunstsammlers W. J. Bree, eines englischen Geistlichen. Letzterer bezeichnete damit die in seinem Besitze befindlichen Blätter. Wenzel Ignaz Braseh, zuweilen auch Prasch geschrieben, Maler von Prag, arbeitete längere Zeit zu Prankfurt a. M., wie auch zu Bamberg und starb 17(11 in Schwabach. Er malte Pferde und andere Thiere, Jagdon und Schlachten, und bezeichnete häufig scino Bilder mit den Buchstaben W. I. B. odor auch W. I. P. Wi.BE Wilhelm van Bemmel, der Landschaftsmaler und Badirer, von welchem bereits mohrfach in unserem Werke die Bede war, soll sich, nach Christ, Monogrammlex. p. 358 , auch noch dieses Zeichons bedient haben. Es wird nicht go- sagt, auf welchen Arbeiten dasselbe vorkommt, oh aul Bildern oder Kadirungen. 1758. Jacob Christoph Weyerraann oder Weyhermann, Landschaftsmaler von St. Gallen, lernte bei Jloieh in München und a Boss sich später in Augsburg nieder,»wo er 1757 im ueunund- 7F fünfzigsten Lebensjahre gestorben ist. Nossonthalor, Sotlotzki, W Thelott, Jac. Wagner, Ringlein u, A. haben nach ihm gestochen. Das hier gegebene Zeichen des Künstlers fanden wir auf dem Titel" blatte folgenden Werkes ; Prospccte der fürnchmsUn öffentlichen Oc- bäuäe der Fr. Reichs Stadt Augsburg verlegt von Matthäus Seutler in Augsburg A" MDCCXLT. 4. 1759. Wenzel Jamitzer, der berühmte Nürnberger Goldschmied und Kupferstecher des 1(1. Jahrhunderts, ist bereits Band II. unter Nr. 844 , wie aucli in dem vorliegenden Bande unter Nr. 143'J, behandelt worden. An letzterer Stelle ist seine Marko mit dem Löwenkopfe leider im Holzschnitt sehr unvollkommen wiedergegeben; an orsteror Stelle wurde ein Monogramm mitgetheilt, mit welchem dor Meister eine Badirung bezeichnet hat. Dioselbo, eine Art Triumphbogen in edolster Benaissanco-Architoktur darstellend, findet sich in dem Werke von J. E. Wossely: Das Ornament und die Kunstindustrie in ihrer geschichtlichen Entwicklung auf dein Gebiete dos Kunstdrucks, roproducirt. Wir wiederholen hier das aul diesem Blatte befindliche Monogramm, nicht nur weil es auch an dieser Stelle gesucht werden könnto, sondern auch zugleich, um auf die schätz* baren Mittheilungen hinzuweisen, welche I,'. Hergau in der Kunsl-( 'linuiik, XI. p. 473 ff., übor dio Kupferstiche W. Jamitzor's giebt. Man kannte bisher nur das eino, obenerwähnto Blatt des Meistors. Bergan thoilt ihm noch eino Anzahl sehr seltener Kupferstiche zu. Es sind dies die Blätter dos sogenannten „Meistors vom Jahro 1551", d. i eino grössero Polgo Darstellungen von Pokalen, Schalen, Kannen und anderen Prunk- geräthon. Dio Blätter kommen in unseren Sammlungen nur voroinzolt vor. Borgau kennt etwa 30 Blätter dor Folge. Nach einer Notiz im Katalog Boynard soll es deren wenigstens 40 goben. Das in Wiou vorhandene Titelblatt trägt die Aufschrift: Insigne ac plane novum opus cratrro graphicum. Ein new Kumtbuch dar Innen Kunstreich I ffl WI. Nr. 1700-1704. 856 conlrafcct wind bildnus von allerlei/ Trunkgeschirn etc. Jetzund erst von newen aussgangen wind gedruckt zu Nürnberg Anno Christi 1551. In eingehender Charakteristik bflzoiohnet Borgau diese Kupferstiche als den wichtigsten Beitrag für die Kenntniss der Kunstwoise Wenzel Ja- mitzer's und der Nürnberger Gnldschniiodokunst Überhaupt, 1760. Marke der Porzellanfabrik zu Weesp bei Amsterdam, W gegründet 1704 durch den Grafen Gronsvoldt Diepenbroeok und 1771 wieder eingegangen. acta/ 1761. Wolfgang Joseph Kadoriza, Zeichner von Linz um 1098, signirte einige geringfügige Arboiten in tf,7,J{ttd.di£-'&y- der gegebenen Weite. 1762. Wilhelm von Kobell, Malor und Radiror, geb. in Mannheim 1700, gost. in München 1855, bodionte sich verschiedenartiger Signaturen. Das hier mitgetheilte 1/TT'ii. i v Zoichon kommt auf Bildern und radirten Blättern vor. Wilhelm Ä. so z „näohst auf einem 1820 gemalten Viohstück, welches sich gegenwärtig in der National-Galerie zu Berlin befindet; sodann auf folgenden Radirungen: Der Beitor in Profil nach rechts. Aus dor Folge: die Boiter, bei Andreson Nr. 16 —21. Der stehende, ganz geschorene Hund. Der stohondo Hund mit gestuztom Schwanz. Die beiden letzton Blätter gohören der aus olf ßlättorn bostehenden Folge der Hunde an; bei Androsen Nr. 25 — 35. Unter WK kommen wir ausführlicher auf dio gestochenen Blätter Kobell's zurück. 1763. Unbekannter Maler, welcher in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts violleicht W f - . .r ( f *la y% in Wiirzburg tbätig war I r- 1- ! ^ f f^\ tr Ulu ' von welchem sich nur lliliuui m * X . der Vorname erhalten zu haben scheint. In der Sammlung der Universität und des historischen Voreins zu Würzburg befinden sich zwei, zu einem grossen Altarwerk gehörende Flügolbilder von ihm. Die eine Tafel zeigt In Lebonsgriisse und auf Goldgrund dio hl. Dorothea und die hl. Christin». Auf der anderen Tafel sind zwei Kirchenväter ebenfalls lobensgross dargestellt. Dio Bücksoito bildet die Hälfte einer ziemlich vorwischten Darstellung dor Vorkündigung Auf einem Blumentöpfe mit einer Lilie steht hier dio Inschrift WILHELM. P. Nach C. Bockor, welcher die Bilder im „D. Kunstblatt" von 1851, p. 405 beschreibt, bekunden dieselben den Einflnss der Eyck'schen Schule, insbesondere eino Verwandtschaft mit den Arbeiten Barthel Zeitblom's. 1764. Wilhelm Swanebnrg, Kupferstecher, geh. zu Loydon um 1581, gest. zu Helft 1012, hat bereits an Willi. Schwan, sculps'rf. einigen früheren Stellen dieses Werkes Erwähnung gefunden. Mit der hier ge- 23» 866 \V1. Nr. 1765 1771. gebonon Abreviation seines Namens zeichnete er oin Blatt, welches die Anbetung der Hirten darstellt. Dasselbe hat eine lateinische Unterschrift. Fol. Die Signatur ist nicht mit der eines sehr mittelmässigen deutschen Stechers, Namens Wilhelm Schwan, zu verwechseln, welcher Bildnisse ganz ähnlich bezeichnet hat. 1765. In dieser Weise soll Wilhelm van Delft einen Kupferstich bezeichnet haben, welcher Jupiter, 11-7///. Tetrodcjus Batavus sc. Venus und Mercur vorstellt. Wir haben keine Gelegenheit gehabt, das Blatt zu sehen, (Jeher den Künstler und seine Zeichen ist bereits in unserem Worko gehandelt worden, 1766. Johann Georg Willo, der berühmte Kupferstecher, welcher bereits unter dem Zeichen W Besprechung gefunden hat, sig- IVill. nute verschiedene seiner Blätter nur mit: Will; so antei andern das treffliche Blatt nach (.i. Kelialcken : L« Coneerf de Familie, de Blaue. 51. Ks giebt jedoch auch Abzüge vor aller Schrift. 1767. Willem de Basse, Zeichner und Kupferstecher, geb. in Utrecht 1690, ein jüngerer Bruder des Crispin, Unter Will. P. ff. seinen zahlreichen Stichen, die er meistens in London ausgeführt hat, sind einige liildnisso und auch andere Gegenstände mit dieser Namenskürzung bezeichnet. 1768. Willem Jongman, der oben unter seinen Initialen eingeführte holländische Kupferstecher aus dein An- W. jontjm. fcc. fange des 18. Jahrhunderts, soll noch mit dieser Namenskürzung gezeichnet haben; leider giebt unsere Quelle nicht an, welche Blätter, vielleicht rindet sich die Signatur auf den Stichen des oben untor Nr. 1749 genannten Werkes. 1769. Wenzel Ignaz Brasch, ein horoits oben erwähnter Haler des 18, Jahrhunderts, schrieb seinen Namen zuweilen \\' U Prasch und signirte auch Bilder mit den Buchstaben "' ** * W. 1. P., während auf andern W. I. B. steht. 1770. Unbekanntes Zeichen, welohet, nach Ohrist, p, 384, auf einem niederländischen Kupferstiche vom J. 1702 stobt. Das Blatt soll in dor Art dos Bomoin do Ilooghe behandelt sein. w? \M 1771. Wouter Joannes van Troostwijk, Maler und Bidiror, gob. am 28. Mai 1782 zu Amsterdam, gest. ebonda am •^ 20. Soptomber 1810. Kr wurde von den Brüdern V. / Anthony und Jurriaan Andriesson im Zeichnen und Malon unterrichtet, während ihm der Kupferstecher A. van don Bosch den Qobrauch dor Badirnadel lehrte. Troostwijk nimmt untor don Malcr-Radirern W /vT 1 ( ' ür bolländischen Schule einen hervorragenden Platz ■J ein; hauptsächlich sind os Thiore, welche er, unter dem Einflüsse Potter's und insbesondoro dos Adrian van de Veldo in seinen Blättern darstellt. Letztore sind seiton, da von * meisterlich wiederzugeben. Soine Bilder sind meist sehr Sorgfältig durchgeführt. Dio Sammlung Huiltwnlcker in Hamburg besitzt von ihm ein Fruehtstück, welches du obigo Monogramm trägt. Auf einem zweiten Hilde der genannten Sammlung, einem Kttchen-Interieoi mit drei Figuren und einer Menge von Geräthen, hat der Künstler den beiden verbundenen Initialen noch dio übrigen Buchstaben seines Familiennamens beigegeben. 1784. Werner Kubier, Zeichner von Qhur oder Schafflbausen, gob. um 1550, soinen übrigen Lebensverhältnissen nach \V / l/ r a i'ber unbekannt. Man hat Zeichnungen von ihm VVjV Q -&° mit dor Fedor, mit Tusche und Bistor ausgeführt, auf welchen das hier mitgetheilte Monogramm vorkommen soll. Einige derartige grosse Blätter mit religiösen Gegenständen'in der Manier des Tobias Stimmer, besitzt die Stuttgarter 362 WK. Nr. 1785-1790. Kupferstichsammlung; ob mit oder ohno dorn Monogramme, ist, uns nicht bekannt. Auch Nagler, im Künstler-Lexikon, zählt oino Roihe Küblor'scher Handzoichnungen auf, welche sich in der 1833 versteigerten Sammlung dos Dekans Veith zu Schaffhausen befandon und von denen einige, neben dem Namen unseros Klinstiers, noch das Zeichon des Tobias Stimmer trugen. Neuerdings sind zvvoi Handzeichnungon Küblor's, das Wappen der Schenk v. Stauffenborg und ein unbekanntes Wappen, in F. Warnecke's: horaldischen Kunstblättern, Görlitz 1876, publicirt worden. 1785. Wilhelm von Kaulbach bediento sich, aussor des beroits oben gogobenon Monogrammos, auch öfters der Namens- f\ J U initialen zurBezoichnung seincrWerke. Er signirte dannWK \\J. l\s oder W. v. K. Die hier mitgetheilto Signatur ist oinor Bleistiftzeichnung ontnommen, vvelcho, nach einor darauf befindlichen Notiz, für ein Kinderbuch G. Schorer's von dem Künstler gofortigt wurde 1786. Wolfgang Kilian von Augsburg lioferte mit Georg Andreas Wolfgang die Kupfer zu Gumponborgs: Marianischem Atlus. W.Kf. München 105!l, 12. Von beidon Künstlern ist in unserem Werko bereits dio Rodo gewesen. Dio Kilian'schen Kupfer stollon Marionbilder dar und sind mit W. K. oder W. KU. f. gezeichnet. 1787. Wilhelm von Kobell, Malor und Kadirer, ist boroits mehrfach vorgokommon. Es erübrigt hior noch bemerken, dass W. K. or einige Aquarellen und Zeichnungon mit seinen Namons- Initialen signirt hat. Auch auf einer seiner Badirungon linden sich dieselben. Das Blatt enthält einen Jagdhund, stehend, in Prolil nach rechts, mit langen Hängeohren und Halsband. Unten rechts das Zeichen und die Jahrzahl 1811. H. -1 Z. 7 L., Br. 5 Z. 7 L. Carl Artaria in Mannheim hat einige Badirungon des Künstlers copirt. Ein Blatt darunter, welches zwei galuppironde Boitor mit einem Hund darstellt, trägt ebenfalls unten links das obigo Zeichen Kobell». Rechts steht C A 1811. Kl. qu. Pol. 1788. Wolfgang Kyron, Goldschmied und Kupforstocher in Augsburg um 1700, soll, nach einer Naglor'schen Notiz, unter W. K. beistehender Signatur Zeichnungen mit Goldschmiodsver- ziorungen hinterlassen haben. Wir kennen von ihm oino Felge von sieben Blättern mit Figuren und Thieren in Laubwerk, betitelt: „Neu ersonnene Ooldschmied.s-Brillen durch Wolf Kyron : V. Bommel- Nürnberg in Verlag Leonhard Loschge. Fol. 1789. Unbekannter Kupferstecher, welcher im 16. Jahrhundert in tit TT- Deutschland thätig war. Soin Zeichen steht auf oinor Titel" ' ' viguotto mit dem Wappen der Eanzau. 1790. William Kent, Maler und Architokt von York, gest. 1784 in London. Obgleich englischer Hofmaler, war er doen W. K. jn. als Maler unbedoutend; einos seiner Altarbilder wurde von Hogarth carikirt und Lächerlich gemacht, Mohr Glück hatte er als Architekt und namentlich wurden seine Ornanicntzeu'b' nungen von seinen Zeitgonosson geschätzt. Auch hat er einig 8 Architekturen nach Inigo Jones, dessen Werko or 1727 mit J. War'' herausgab, radirt. Kcnt's obige Signatur ist den Vignetten entnommen, welche er zu J. A. Thuani: Historia sui tomporis. 7 Voll. Loinlim 1730. Fol. gezeichnet hat. Der Stecher deutete seinen Namen durch P. F. an; vielleicht Philip]) Feurdinier. WK. Nr. 1791 -1707. 363 1791. Unbekannter Radirer. Im Katalog , s. A. W. K. Wilhelm Kleinschmidt, Münzraeistor in Hildburghausen, um 1760-1770. Westphal, Mürameister und Kern, Wardein in Schwabach, 1768—1781. Wilhelm Kullerich, Stompolschneider in Berlin, seit 1850. 1795. Wolfgang Kilian, Kupferstecher von Augsburg, bodiento sich auf einigon Blattern mit Bildnissen und historischen itr ir A m Gegenständen dieser Zeichen, welche Wolfgang Kilian Augustanus oder Wolfgang Kilian fecit zu loson sind. W.K.J-. W.RF. 1796. Willem Key oder Kay, Maler von Breda, gest 1568 zu Antwerpen, wo er lange Zeit thätig war. Kr ist ein + V ISh-G Schüler von L. Lombard und malte don Herzog Alba, \V-7T?i\ den Cardinal Granvella etc. Seine Bilder gingen Wt/v meistens in dem Antwerpener Bildersturm zu Grunde Und sind gegenwärtig selten. In Pominersfeldon befanden sich zwei Arbeiten von ihm; eine heilige Familie und eine Susanna im Bade. Das obige Zeichen theilt Brulliot mit. 1797. Wolfgang Kilian, der bereits mehrfach erwähnte Augs- burger Kupferstecher, signirto mit dieser Abbreviatur VV. KU. exe. seines Namens folgende Blätter: W. Kil. f. I'as Bildniss des Prinzen Moriz von Oranien. 8. W KU sculp. et tu. '''" Paeswasehung des Herrn, nach Christoph w' rr 'Schwarz. Mit einer lateinischen Unterschrift. Fol. w - KUl - Pie Evangelisten, 8, 364 WK. Nr. 1798—1802. Die Stigmatisation dos h. Franz. 8. Das Titelblatt zu oinor Folge, welche- die neun Musen vorführt, nach den Zcichnungon dos Lucas Kilian; wie auch einige Kupfer in Gumponbcrgs: Marianischen Atlas u. s. w. 1798. Wolfgang KiJian bezeichnete in dieser Weiso das von ihm gestochone Titelblatt zur: Historia von Einführung der Christlichen Religion in das grosse Königreich China durch dio Societät Jesu. Augsburg Kil7. 4. Das Matt stellt ein Portal dar, dosson Pforte mit einem Vorhango verhängt ist, worauf oben dio Titelschrift, unten die Karte von China. Zu beiden Soiton boh'ndon sich dio Statuen des hl. Franz Xaver und dos Matthäus Eicius. W/>£- 1799. Nach Brulliot, •tön nroiv Stadt' III. App. 1. Nr. 317 b, kommen Goinäldo vor, welche in dieser Weise bezeichnet sind. Wir haben nichts Weitoros darüber in Erfahrung bringen können und müssen uns mit der einfachen Wiedergabe dos Zoichens begnügen; violleicht findet es in oinem unserer Leser einen Deuter. 1800. Unbekannter Meister, welcher-zu Anfang des 16. Jahr- hundorts in Deutschland thätig war. Man kennt von ihm _ ^ oinen Holzschnitt; vorgl. das Verzeichniss der bekannten ^V\A v. Dorschau'schen Sammlung, deutsche Schule, p. 11. Das leltene Blatt stellt Christus am Kreuze zwischon den beiden Schachern dar; zur Linken im Vordergrunde St Johannes, die ohnmächtige Maria und drei hl. Frauen; zur Rechten droi Männer zu Pfordo, zu deron Füssen ein niedergestürzter Teufel liegt. Das obige, von der Jahrzahl 1502 begleitete Zeichen steht unten rechts. Letzteres hat den Anschoin als bestünde es aus den ineinaiulorgostollton Buchstaben W Li und wird vielleicht zuerst an dieser Stelle unseres Werkes gesucht, wosshalb es auch hier seinen Platz finden mag. Dennoch dürfte das Zoichen, wie auch dor obengenannte Catalog anzunehmen schoint, nur aus einom W bestehen, dessen letzter Strich blos zur Hälfte aufwärts geht und sich wieder schief abwärts senkt. H. 14 Z. 4 L., Hr. 10 Z. 1801. Dieses unbekannte Zeichen steht auf einem alten Prachtteppich, wolcher in der Sakristei von St. Lorenz zu Nürnberg aufbewahrt wird. Der Teppich enthält die Steinigung dos hl. Stephan, St. Lorenz auf dem Koste, Christus am Kreuze, Kaiser Heinrich und Kunigunde und andere Darstellungen. Wir geben das Zeichen hier, ohne damit behaupten zu wollen, dass es aus W L besteht. Vielleicht ist es nur ein W oder auch YV K. W -afc 1802. Unbekannter deutscher Maler oder Kupferstecher aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts. Sein, wie es scheint, aus don Buchstabon \V L V gebadetes Zoichen steht auf einem Blatts mit einem Greis, welcher eine junge Frau führt. Letztere trag* eine Lorbeerkrone, ebenso wie ein das Paar begleitender junger W I, Nr. Iso;! 1807; 86B Mann. Das Zoiclien ist obon links, rechts bemerkt man die vorkohrto Zahl 2. H. 1 Z. 9 L„ Hr. 1 Z. 4 L Das Monogramm könnto dorn Ludwig von Würzbarg angehören. Derselbe war Malor und wurde gewöhnlich Meister Ludwig genannt. Er arbeitete für doli Bischof von Würzburg und kommt noch 1529 im Verzeichnisse der St. Lucas-Bruderschaft vor. Seine Gemälde scheinen verschollen zu sein. 1803. Unbekannter Bildhauer oder Töpfer, dessen Thätigkeit wahrscheinlich in das 10. Jahrhundert füllt. Das germanische W Museum zu Nürnberg besitzt von ihm eine Reihe Tafelchen von gebrannter Erde, welche einen Hochzeitszug von sechs Gruppen enthalten. Die Figuren gleichen don bekannten Hoehzoit.stänzern Aldogrcvers, Bartsch 100 171, doch sind sie in freier Erfindung zusammengestellt. Das obige Monogramm ist mit einem spitzen Instrument eingegraben, so dass os vertieft erscheint. Die Tafelohen sind ungefähr B»/i Z, hoch. w, 1804. William Lodge, /.eichner und Kupferstocher, geb. zu Leeds in Yorkshiro 104'.), gest. ebenda 108!) oder 1699, Man hat von ihm verschiedene Ansichten aus Italien und England, nie zahlreiche Bildnisse, welche mit leichter geistreicher Nadel behandelt sind. Unter Anderen stattete or Barri's \^ Viaggio pittorica, welches Buch er in's Engliseho übersetzte, mit radirten Künstlerporträts aus. Walpole gibt ein Verzeichnis* seiner Blätter. Nach ITuber, Strutt und Malpe soll er sich der beistehenden Zeichen bedient haben. 1805. Wilhelm Lichtenheld, Zeichner, Gonro- und Landschaftsmaler, geb. 1818 in Hamburg. Gogon Ende der 30er Jahre ging er zu seiner weiteren Ausbildung wy,/ « AVM nac 'i München, wo or noch gegenwärtig tbätig ist. \ X/ t WlL ■ '" einigen Landschaften hat dor Künstler mit grosser ,-^j sq Feinheit des Tones die Wirkung des Mondlichts yj/i ■ wiedergegeben. Seinem varüronden Monogramme **** begegneten wir auf Gemälden, ferner auf einem Blatte, dio Fernsicht betitelt, im König-Ludwigs- Album, wie auch auf einigen „Münchener Bilderbogen" aus dem Verlag von Braun und Schneider. 1806. Wilhelm Lindenschmitt, Historienmaler in München, geb. dasolbst 1829. Er ist der Sohn und Schüler des Malers Wilhelm Lindonschmitt und machte sich grösseren Kreisen vO^> namentlich durch oinon farbigen Karton: die Gefangen- e>C^_s nehmung Franz I„ wie durch einige Oelgemäldo aus der Roformationszeit vorthoilhaft bekannt. Das Monogramm sahen wir auf oiner durch Lichtdruck vervielfältigten Zeichnung: „Klosterscbüler" in demKünstlor- und Familien-Album: Wander- mappe, München, 1876. 1807. Unbekannter Maler, wahrscheinlich vonetianischen Ursprungs. Brulliot sah von ihm oine in Oel gemalte Skizze, welche dieses Zeichen und darüber die Jahrzahl 1001 oder 1005 trug. Dio Skizzo stollto den hl, Lucas dar, wie or das Bildniss der Madonna malt. Der genannte Schriftsteller glaubt, dass von dieser Skizzo oin ausgeführtes Gomllldo vorhanden ist. \£; 3GG WL. Nr. 1808 1813. Wf 1808. Prinz Wilhelm von Hessen-Kassel hat in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts als Dilettant einige Blätter radirt, wio boroits unter den Buehstabon P W mitge- thoilt worden ist. Noch wird ihm ein in schwarzer Kunst ausgeführtes Blatt zugeschrieben, welches oin halb zerstörtes Bauernhaus darstellt und unten ziemlich in der Mitte das hier gegebene Monogramm trägt. IT. :i /. (l !<■', Br. 6 /. 1809. Ein goringer Formschneider oder Zeichner, welcher im 17. Jahrhundert in Deutschland thätig war. Sein Zeichen - 1 fand Brulliot auf einem grossen Holzschnitt., welcher den I Triumph der Religion vorstellte. 1810. Willem Linnig, Maler und Kupferstecher, geh. 1820 in Antwerpen und Schüler von Loys. Die gegebenen Zeichen W^inm'a fanden wir auf einigen seiner radirten und gestochenen er> .„_?; Blätter. mQj. 03 pj as erste Monogramm mit angehängtem Namen stobt ^><ß i8i°- anf einem Blatte, welches einen jungen, vor einem Kamine sitzenden Mann vorstollt. Derselbe hält einen Gegenstand in dio Flammen und blickt nach links, wo sich ihm die Gestalt eines Todten zeigt. Qu. 12. Das zweite Zoichon findet man rechts unten auf einem Blättchen, das einen nach links gewendeten jungen Mann in der holländischen Tracht des 17, Jahrhunderts vorführt. Das dritte Zeichen bemerkt man links unten auf einem Blatte mit einem stehenden alten Mann, welcher mit beiden Händen seinen Stock hält und lächelnd nach links blickt. 1811. Ein unbekannter Zeichner, welcher um 1669 thätig war, bediente sich, nach Christ, p. Ü84, auf Arboiten dieses Monogrammes. Weiteros über dio Zeichnungen wird von dem genannten Schriftsteller nicht gegeben. N>rZ 1812. Marken der Porzellan - Fabrik zu Weosp olor, was Boob wahrscheinlicher ist, der zu Loosdrecht in Holland. Die erstgenannte Fabrik ging 1771 ein, Prediger De Mol kaufte ihre Utensilien und gründete damit eine neue Fabrik zu Loosdrecht zwischen Utrecht und Amsterdam, «reiche 1782 nach letztgenannter Stadt, vorlegt wurde. Dio Marken dürften der Loosdrochter Fabrikation augehören und der Buchstabe M In derselben bezieht BIM wohl auf De Mol. 1813. Unbekannter deutscher Kupferstecher, welcher um 1G0I> thätig war. Rumohr und Thiele beschreiben in ihrer Geschieh» 6 jP^ der k. Kupferstichsammlung zu Copenhagen folgendes MoissiK '**-' beendetes ßlättchen von seiner Hand: Ein Medaillon, dessen Rand oin Lorbeerkranz. Im Felde ein Brustbild, zu dessen WM. Nr. 1814-1819. 3Ü7 Seiten HBL—ENA. Uochtshin das Monogramm. Durehm. 1 Zoll 10-11 L. 1814. Unbekannter Zeichner und Glasmaler, wolcbor, wie dio dem Monogramme beigefügte Jabrzabl an- "IT* x/y deutet, im 17. Jahrhundert thiitig war und \(\/Y X" 1 <~-y zwar wahrscheinlich in der Schweiz. /V^X. 1 0 1 J' Nach einor Naglor'schen Notiz fand sich das Monogramm auf oiner geschickt behandelten, gotuschton Zeichnung in der Sammlung Kellern zu Schainiausen. Die Zeichnung stellt don Heiland dar, wio er, von den Aposteln und dorn-Volko umgeben, zu dorn cananäischon Weibe spricht. In dem oboron Thoilo sioht man noch sechs Apostel, und rochts und links unten: Genien mit Füllhörnern Auf einer Sehrift- 1 n.fol ist ein Wappon mit der kletternden Gemse. Fol. 1815. Zeichen unbekannter Kupferstecher, welche bereits Band IV, unter den Buchstaben MW mitgothoilt worden sind. Wir \/VV wiederholen dieselben hier und bomorkon, dass an jener A/W Stolle noch andoro derartige Monogramme sich finden, die man vielleicht vergeblich unter W M sucht. n wt. 1816. Wilhelm Müller, Kupferstecher, in Weimar thätig. Seinem Zeichen begegnet man auf einem Blatte mit den Bildnissen des . . Johann und der Margaretha Luther, der Aeltern dos T)r. Martin ^ Luther; nach Kranach's Gemälde auf der Wartburg. Fol. Ein zweites auf dein Stiche befindliches, aus den Buchstaben S T bestehendes Monogramm, bezieht sieh auf den Zeichner des Blattes Sixt Thon in Weimar. Noch findet sich das obige Müllor'seho Zeichen auf don Umriss- Stichon, in welchen der Künstler Carstens Werke nachgebildet hat; eine Folge von 43 Kupfertafeln. Qu. Fol. 1817. P. Wilhelm Moritz, Zeichner und Maler von Noufsehatel, geb. um 1805. Er lieforte mit Lory, Remond u. A. ein Werk, betitelt: Souvenirs do l'Italie, Paris 1833 und 34, Gr. 4; ebenso bohandolte er mit Georg Lory in einer Folgo von 35 Blättern die malerischen Kostümo der Schweiz. Gr. 8. Auf Blättern dos letzteren Workes findet sich das obige Monogramm. Es gab in Noufsehatel noch einen ganz gleichnamigen Künstler, welcher, nach dem Lexikon, um 1780 geboren war. 1818. Unbekannter holländischer Kupferstecher, dossen Zeichen von Brulliot IL Nr. 2749 b, mitgothoilt wird. Es VC^ A\ P • steht auf Stichen, welche in Ovalen die Tugenden w ' V jteit. darstellon, mit deren lateinischen Namen darüber. Ausser dorn Zeichen dos Kunstlers findet sich noch dio Adresse von Frederic de Widt auf don Blättern. H. 1 Z. 3L., Br. 11 L. 1819. Unbekannter Formschneider; nach Nicolai, Beschreibung der Residenzstädte Berlin und Potsdam, _ p. 19: Wolfgang Moyerpeck, welcher auch Yv AA __ ^-_ _ mltor diesem Zeichen vorborgen sein kann. J V 1 «d 00 E S gcüe i n t zwei Künstler dieses Namens gegeben zu haben, wie bereits Band IV. 886 W M. Nr. 1820—1824. Nr. 1474 und Nr. 2252 gezeigt Worden ist und wir wiirdon m dann hier mit W. Meyorbeck jun. ÜU thun haben. Brulliot II. Nr. 174i)a bringt das Zeichen, sagt jedoch, dass ihm das Blatt nicht vorgekommen soi, auf welchem orsteres, nach Nicolai, .stehen soll. Es ist, wie wir fanden, oin sehr mittelmiissigos Blatt, welches das Bildnis« des Magister Johann Coler, Arcbidiacon zuParohim im Grossherzogthum Mecklenburg enthält. II. 6 Z. Br. 4 Z. Dieses Bildnisa gehört zu Coler's: Calendarium perpetitum vor die Haus- wiith etc. Wittenberg 1643, 4. In dem Kalender befindet sich noch das Bildnis! des altern Johann Coler, 1820. Georg Wilhelm Melchior, Maler, geb. zu Krankenthal 1780, begann seine Laufbahn an der Porzellanmaniifactur \XA/v\ fe daselbst und erlangte 1825 eine Anstellung InNymphen- vV./VV./ bürg. Er malte Bildniste und Landschaffen, letzten mit Thieren, häufig mit Pferden staffirt. Auch als Lithograph versuchte or sich, welche Versuche mit W. M signirt sind; ebenso hat man von ihm ein fein ladirtes liiul schwach goätztos Blätt- chen, welchem die obigen Initialen entnommen sind. Dasselbe stellt, wahrscheinlich nach einem Bilde von ,1. II. Unna, einen nach links gewendeten Widdorkopf dar und hat das Ansehen einos ersten Versuches. H. 1 Z. 1 L , Br. 1 Z. 8 L. 1821. Willibald Maurer, Zeichner und Badirer in Nürnberg. Et lieforto die Abbildungen in A. v. Eyo's und J. Palke's: T^Mj. Kunst und Leben der Vorzeit, Nürnberg 1855 ff., Roy. 8, auf welchen Blättern das gegebene Zeichen vorkommt. 1822. Ein üthographirtes Blatt von einem unbekannten, wie es "VA7 TV/T scheint, polnischen Künstler, eino Scono aus einem Drama VV . 1V1. enthaltend, 8, ist in dieser Weise signirt. 1823. William Marshall, Kupferstecher, um die Mitto dos 17. Jahrhunderts in London thätig. Man bat von ihm eino grosse W, M. sc. Anzahl von Bildnissen nach eigener Zeichnung, wio Titelblätter und Bücherverzierungen. Mit seinen Initialen bezeichnete er u. A. dio Bildnisse des Erz- bischofs Land, 12, dos Dichters Bonjamin Johnson, 12, des John Thompson, 8, des Dichters Francis Quarlos, 8, des Thomas Weowor, 8, des Bischofs Joseph Hall, 12 und der Bothusa Makins, 8. Noch nennen wir in Folgendem, nach Sykes, einige seltene Blätter dos Künstlers: Will. Shakespeare, 12. Nebst einer Copio boi Sykes mit 4 Pfd. St. (i Seh. ausgozoiehnet. William Earl of Störung. Oval. Wil. Marshall sculp. Bei Sykes 21 Pfd. St. Joannes Tiarli, Oval mit Emblemen. Gulielmi Marshall focit Londim, 4. Mit 7 Pfd. St. 7 Seh. Edward Brown in soinem Studirzimmor mit zwei Kindern 8. Dessen Frau, 8. Beide Blätter mit 3 Pfd. St. 19 Seh. Vera Effigies Religiosao Dominae Margaritae Smith (Lady Herbert). Engel haiton eine Krono über sie. Oval. 4. Mit 26 Pfd. St. 5 Seh. 1824. William Mainwaring, Stempelschnoider, welcher um 1798 w M in England thiitig war. In der Histoire numism. do la revo- w M F lution franc, par M H (Hennin) finden sich Arbeiten von ÜB" aufgeführt. y \«rc \ WM. Nr. 1825-1832. SM 1825. Nach Christ'« „Anfeige und Auslegung derMonogr." p. 383 steht ein W und ein M, halb gothisch, auf Holzschnitten tit -iyi- mit biblischen Figuren, Der genannte Schriftsteller vcr- " ' miithot einen sächsischen Meister, der um 1GOO thiitig war, unter dem Zeichen. 1826. Willem van Mieris, Maler, geb. zu Leyden 1GG2, gest. obonda 1747, ist ein Schülor seines Vaters Frans van Mioris, TXT M kommt demselben aber selten in soinon Leistungen nahe; er ist goistlosor und, besonders in späterer Zeit, kalt und bunt in dor Färbung. Die Gemäldesammlung in der k. Eremitage zu St. Petersburg besitzt von ihm gegen sechs Bilder, die zu seinen besseren Arbeiten gehören. Ein Bild darunter: ein Mann mit einem Globus in einer Konsterbriistung, im Hintergrund oin kleines Mädchen mit einor Kule, ist mit obigen Initialen bezeichnet. 1827. Wilhelm Marc, Maler in München, signirto in dieser Weise oin Bild: Venus dem Moore ontsteigond. Das liild befand sich in dor Kunst- und Kunstindustrio- AusstcJlung, wolche im J. 187G im Glaspalaste zu München abgehalten wurde. 1828. Unbekannter Kupfersteeher. Das Zeichen findet Rieb auf oinom radirten Blatto, welclies dorn Wonzel von Olmütz \\rr ziigoscbriebou wird, jedoch in dor Stechweise von don \v.A\D. diesem Meistor zugotheilten Arbeiten zu sehr abweicht, als dass man es Lotztorom zutboilen könnte. Das Blatt stellt die bl. Barbara dar, stchond, in oinem faltenreichon 'Icuande, mit dorn Buche in beiden Händen und nach links gewendet. Sie trägt oine Krone auf dorn Haupte, von wolchom die Haare über dio Achsel horablliessen. Links im Grunde oin Tlninn und gegen die Mitte unten die Buchstaben W, md, von wolchen die boidon letzten vielleicht die Jahrzahl 1500 andouton tollen, H. 4 Z. 2—3 L., Br. 2 Z. (i L Das Blatt zeigt in der Behandlung eine grosse Ueboreinstimmung mit der Lautenspiolorin, welcho Arboit Bartsch VI p, 343 bespricht. 1829. Emil Wattier, Maler und Zeichner zu Paris, ist bereits Band II Nr. 1664 eingeführt. Sein dort mitgetheiltes Zeichen: Em. W., kommt zuwoilon, wie hier gozeigt sein "S^T Is mag, verkehrt vor; so unter Anderem auf den nach soinen Zoichnungen gefertigten Holzschnitten des Workes: Les Francis sous Louis XIV ot Louis XV. 1830. William M. Hnnt, Malor dor Gegenwart, Schüler von Thomas Oouturo. Im Pariser Salon von 1855 sah / Vl/~ / YY1 LJ man von (low Kiinstlor zwoi Bihler: Une bouque- ff 11 [y l~l tiere und Une potite fillo ä la fontaine, wolche dieses Zeichen trugon. 1831. Unbekannter Maler. Nach Mousol: Archiv für Künstler Wp und Kunstfroundo, I. p. 2G8, soll sich sein \A r\ L Zeichen auf Bildnissen vorflndon. 1832. Friedrich Walther, Maler, von Dinkelsbühl gebürtig, von ungefähr 14G0 In Nördllngen und spater in Basel thätig. Es ist von 94. Mouotfrummltteu. Bd. V. Ä * :S70 WN. Nr. 1888 -1835. W IST 1QAQ ( ' em KttBSÜdr boroits unter dem Zeichen FW dio *■ •'• Rede gewesen, im welcher Stelle mich eino Arinen- bibel und zwei andere von ihm horausgogebono Holzsohnittworke genannt wordon sind. Mit Friedrich Horlin malto er ein Altarbild für die Kireho zu Ropfingen, auf welchem ein Kriegsknecht eino Kahne hält mit den Ruchstaben: W. N. und der Jahrzahl 147i>- Mim hat dieses Zeichen auf unseren Künstler bezogen. Noch sollon sich von ihm Glasmalereien in Kirchen zu Basol und Freiburg vorlinden. 1833. William Nichols, Fonnscnneider unserer Zeit, in London __ thiitig. Man findet in Verschiedenen illustrirten Werken *wCf • . Arboiton von ihm. 1834. Anton Wachsmann, Kupferstecher und Zeichner, um 1836 in Berlin verstorben, bediente sich dieser Signatur auf •W?....n. Blattern ^a folgenden Werkes; Verzierungen ans dem Alterthum, bearbeitet und herausgegeben von R. Rnssler. 4. 1835. Otto Wagner, Landschaft«- und Architekfunnaler, geb. zu Torgau 1803, bildete sich in Dresden, wo er später als --^ Hof- Dekorationsmaler Anstellung fand und starb 1801 \ |A// '" der uöMnitz bei Dresden. Er hint.erliess eine Reihe Y'y^ anziehend aufgefasster und sorgfältig ausgeführter Ool- ._ geinäldo und Aquarellen, welche öfters das oben go- -v>A^/- gebene erste Monogramm tragen. Das zweite kleinen' Zeichen steht auf Radirungen. Das Werk dos fleissigeu Künstlers ist nicht unbedeutend. Nach Aloys Apoll lo Dresden, der, in seinem Kunst-Lager-(!atalog Nr. IV, bis jetzt das vollständigste Vorzeichniss des Werkes gegeben hat, bosteht dassolbe aas 50 Blatt Radirungen nebst !">.'! Blatt Aotz- und Probedrucken und 32 Lithographien mit 48 Darstellungen. Wir nennen in Folgendem die radirten Blätter, wolehe, freilich oft nur in erston Drucken, das Monogramm zeigen: Ansicht, betitelt: Auf dem Schwarzwald. 1847. Qu. 8. Schiffmühle bei Drosden. Vorn zwei Bleieherinnen. 1823. Qu. 8. In Martinskiroben, (Provinz Sachsen), Auf dem Kirchplatz ein Hiit mit einer Heorde. Qu. 8. In Subiaco. Qu. 8. In Meis9en. Wie das vorhergehende Blatt mit einer kleinen figürlichen Staffage. Gr. Qu. 8. In Halberstadt. 4. Ansicht des Ritterguts Martinkirehon. Qu. 4. Ansicht von Pirna mit dem Sonuonstein. Gr. qu. 4 Bauorhütto, vorn oin Hauer mit Peitsche. 4. Bäuerin, Gras in oinem Korb nach dem Stall tragend. 4. Alte Kapelle auf oiner Berghohe. Schm. qu. 1(J. Kill Pferdegiipel, vorn zwei Bergleute. Kl. 4. Freistehender Bauerhof, nach welchem eine Frau mit Tragkor' 1 und ein Kind ihre Schritte lonkon. Qu. 12. Ansicht eines Kirchdorfes im Winter mit roieher, figürlicher Staffag 0, Gr. c[u. 8. Portal einer gothischon Kirche. Links ein Bettler mit Krlick 011 ' rechts eine alto Frau. 1854. 8. Sächsisches Bauerhaus. In der Thür sitzt ein kleines Mädchen und füttert Hühner. Gr. qu. 8. Der Holzsägor und sein Weib. 4. WO. Nr. 1888 1H41. 87J Auch der Initialen bediente sieh der Künstler zuweilen zur Bezeichnung seiner Arbeiten und zwar kommen dieselben öfters auf Aquarellen und Bleistiftzeichnungen, wie auch auf seinen llthogtaphirten Blättern vor. 1836. Kin derartiges Zeichen, für dessen ganz treue Wiedergabe wir jedoch nicht einstehen können, beiladet .sich auf einem deutsehen Gemälde der liOUvre-Sammrung. Der sorgfältig aus- \)*/ geführten Arbeit, welche den Heiland vor Pilatus darstellt, scheint oino Duter'scbe Composition zu Grunde zu liegon. im Qetriog von Fr, Villot Badet sich das Bild irriger Weise dorn Wohlgepauth zugetheilt und das Monogramm wird in die Buchstaben W 0 zerlegt, 1837. Dieses üeiohen wird uns als Sammlerzeiehen des William Young Ottley mitgeteilt. Wir kennen dasselbe nur als aus den Buchstaben WYO bestehend, auf welche Form VV. ü. wir weiter unten zurückkommen werden, immerhin ist es möglich, dass de]- berühmte Sammler «loh auch dieses Zeichens bediente, 1838. Unbekannter Radirer, dessen Lebenszeit die dem Zeichen beigefügte Jahrzahl andeutet. Das Zeichen W. 0. inv. et fec. 179*. «'fm'",'' ni "!; ,n H k|pinn, .'\ * ut «'^n land- ' schafthehen Blatte, welches von Eramm VI. p, 1880 beschrieben wird. 1839. W. Obermann, Forroschnelder in Leipzig, trag zur Illustration verschiedener Werke hei. Im Märchenbuche von Bech- J"0. stein, Leipzig 1835, sind Blätter von ihm zu linden. Wo. w° sc ■ 1840. Jan Horemans, Maler zu Antworten, Reh. 108.0, gest. 1751). „P , Prostel ätzte nach einem seiner Bilder eine Gesellschaft Woherman, yflJJ n. a , 10rn , llu | Bäuerinnen, nannte aber auf dem Blatte (lou Maler irrig; Wohermann. Bei Pfeffel in Augsburg sind noch andere Darstellungen lloroman's in Kupfer erschienen, 1841. Wolfgang Hamer, von Nürnberg. Formsehneidor des 15. Jahrhunderts, ist bereits unter Nr. 1703 dieses \\//*\ r* Bandes eingeführt. Wir haben an jener Vv 0 J_ F G 31M (5. Stelle, nach Passavant, einen Holzschnitt: Christus von seiner Mutter Abschied nehmend, genannt, welcher das Zeichen W H tragt. Noch kennt Brulliot drei bezeichnete Holzschnitte von dem Meister, zwoi mit dem Taufnainen: Wolfgang und einen mit dorn vollen Namen: Wolfgang Hamer signirt. Bio beiden orstcren Blätter sind: Bio Versuchung des hl. Antonius. Der Heilige mit strahlendem Nimbus steht in der Mitte dos Blattes; er erhobt die eine Hand, während die andero sich auf einen Stock stützt. Sechs wilde Thiere fallen ihn an und über ihm schwebt, der Pelikan, nmgebon von Raben, Eulen, einem Adler mit dem Lamm etc. Hinter dem Heiligen befindet sich ein Elephant und nach links, bei drei dürren Bäumen steht eine Frau mit langem Haar, gegenüber weiden Schafe unter Bäumen. Das Ganze hat eine breite Einfassung von Arabesken und grotesken Figuren auf schwarzem Grund« Unten in der Mittp derselben ist ein Wappenschild 24* 372 W P. Nr. 1842—1846. mit dem halben schwarzen Adler und unter diesem steht: Wolf Gang. H. 14 Z. 2 L., Br. 10 Z. 2 I«, St. Hicronyinus, sitzend, nach links gewendet und im Prolil gesehen ; er ist beschäftigt dem Löwen einen Dorn aus der Tatze zu ziehen. Der Heilige trügt ein weites Gewand und einen (Jardinalshut und vor ihm auf einer Art von Pult liegt oin offenes Buch. Links oben sieht man ihm Heiligen noch einmal dargestellt, er knioet hier vor einem Orueifix. Im Hintergrund, in der Mitte des Blattes liegt eine Stadt. Links der Name: Wolfgang. \\. Vi Z. 8 L., llr. «) Z. (i L. Das dritte Blatt, mit dein Vor- und Gesehleohtsnameu des Künstlers, stellt die Kamilie Ghristi ilar. Maria and Anna sitzen auf dem Throne und halten das Jesuskind. Ucher dem Thront sieht man, zwischen zwei Kugeln, die Halbhgur Gott-Vaters und die symbolische Taube. Auf einer Bandrolle stobt: Got Vater »S Y « n Heiliger Geist. Um den Thron Bind, neben Kinderti, Joseph, Joachim, Maria Cleopho und Maria Salomo versammelt, deren Namen theila um die Köpfe, theils in den Gewändern angebracht sind, In dor Mitte unten die Signatur: Wolfi/ang Ilamer. II. 11 Z. 5 I,., llr. '.> Z. 10 L. Im k. Kupierstieh-lCabin'ot zu München befindet sich ein enlorirtes Exemplar des Blattes. 1842. So schriubt sieb ein deutscher Kupferstecher de» 17. Jahr- hunderte auf einem mit dem Stichel ausge- Wolfgiing Schulthcus führten Blatte, welches ein Laubwerkornament enthält. Dor Stich limlet sieb im Catalog Reynard aufgeführt und soll, letzterem nach, zu einer Folge von sechs Blättern gehören. Der obige Künstlername, Welchem die Jahrzahl lliS.'J beigegeben ist, steht unten verkobrt auf dem Blatte. 1843. Auf einem von Pierre Simon nach Ferdinand Vonet gs- .,r , stochenen Bildniss des Pierre !) erfolgten Tod begleitete, Sein Tod wurde durch oinen auf ihn abgefeuerten Pistolenschuss herbeigeführt; der Thäter ist nie entdeckt worden. — Woutors widmete sich anfänglich ausschliesslich dor Historienmalerei, später malto er auch Landschaften. Seine Bilder sind selten, einige siobt man in den Sanini- lungon zu Kassel, Gotha, Prankfurt a. M. und Wion, Auch sind von seiner Hand drei lladirungen mit Landschaftim bekannt, welche sich i" 1 Pr. Gr. holl. et dam. von v. d. Kellen beschrieben findon. 1845. Willem de Passe, Zeichner und Kupferstechor von.UtreoWi wolchor hauptsächlich in London thätig war, bediente sich diosos Zeichens auf Portraitstichen. Ks ist bereit« von dem Künstler die Bede goweson. 1846. Unbekannter Kupferstecher, dessen Zeichen jenem de* Wilhelm de Passo ähnelt, welcher aber in einer anderen Weise arbeitete und Geringeres leistete. Das erste Monogramm, kleiner als gegeben» *J* W P. Nr. 1847—1853. 373 findet man auf dorn Bildnisse dos Johann v. Eck in halber P ?p Figur. Kr erscheint mit der Papierrolle in den Hunden W vG'' i' 1 ein«™ Bahmeu von Schweifwerk. Zu beiden Seiten des mit einer Mützo bodcckton Kopfes stellt: . ICON . ECKII ANN | . NAT : XLI1I. IN . XBBI. HH . Unten in der Schrifttafel: OVM. MIHI. TEE, KADIIS. HOL. — — IMAGO . KVIT. H. 3 Z. 10 L Br. 2 Z. 8 L. Biosos Bildniss ist vielleicht von dem Träger dos zweiten,, von BruHiot I. Nr. .'1087 gegebenen Zeichens. Man findet es auf einem sehr mittolmässigon Blatte, welches dio Himmelfahrt Maria vorstellt. Unten neben dorn Grabmale steht das Monogramm. H. 2 Z. 5 L., Br. 1 Z. 10 L. 1847. W. Parrot, Zeichner und Maler zu London. In dem mit Holzschnitten illustrivton Werko, welches 1851 der Londoner VV Kunstveroin seinen Mitgliedern widmete, und wozu das Godicht: The travellor den Stoff lieferte, ist eine schöne, von J. W. Whympor geschnitteno Landschaft mit Staffage mit obigom Zeichen versehen. 1848. Unbekannter Formschneider. Brülltet fand dio Zoichon auf Holzschnitten mit den ganzen Kigurou der , . _ -i A /) Könige und Königinnen von England; sie gehören W-'/ VV \ n ,.,■„ Buch; The British Bemembranoer or tfte chronicles of the Kings of England otc. The Whole compiled 1). Bellamy Fomely of St. John's College in Oxford. London printed for \V. Owen, noar Tomplo Bar. 8. Die Zeit hat Brülltet nicht angegeben. 1849. Wilhelm Eduard Pose, Landschaftsmaler, geb. 1812 in Düssoldorf, gost. 1878 zu Frankfurt a. M. Kr besuchte "\"V/") die Akademie seiner Vaterstadt und bildeto sich vor- Wr"^ nehmlich unter dem Einflüsse Lessing's. Sein hier gegebenes Zeiclien kommt auf Bildern aus den 30 er Jahren vor; auch eines aus den Buchstaben K W P gebildeten Monogramme« bediente er sich, wio an einor früheren Stelle unseres Werkes bereits mitgetheilt. 1850. Philipp Wouwerman. von welchem wir bereits verschiedene Signaturen mitgetheilt haben, bediente sich auf einer Hand- QO Zeichnung in Röthol noch dieses Monogramme«. Die Zeichnung, "vD im Miinchcnor Cabinet befindlich, stellt einen Mann zu Pferde dar. 1851. Wilhelm Pompe, Elfenbeinarbeiter und Wachsbosaixer, dessen W__ Lebensverhältnisse anbekannt. In der Sammlung von O Ploos van Amstel befanden sieb Arbeiten von ihm. Kr " soll mit den Buchstaben W P gezeichnet halten. 1852. Peter Paul Werner, Medailleur von Nürnberg, welcher 1771 starb und bereits von uns erwähnt worden, bezeichnete W T mit den verkehrt gestellten Initialen eine Medaille, welche das Brustbild des Valentin Pilshofer von Nürnberg zeigt. 1853. Wilhelm Pfann, Kupferstecher, arbeitete um 1667 in Nürnberg. Kr stach Bildnisse und andere Darstellungen. Noch \XfP r das Interessanteste darunter sind seine Blätter für das ■* " c - Seulm-Buch des M. Georg Caspar Ercmnus, Bürger und Schreiner in Nürnberg, welches 1067 erschien. Es 374 WP. Xr. 1814- 1,862. giebt einen Nachtrag dazu, unter dem Titol: Anhang zum seulen-Buch, Folge von 8 Blättern mit Ziorathon für Bildhauer« Kl. Fol. 1854. Unbekannter Maler. Nach einem Katalog der Gallone von Salzthalen, vom Jahre 1776, befand sich in der genanntes YV T-* ■• a Sammlung ein Gemälde, das Atelier eines Malors dar- '' -*- 1634. stellend, welches mit den Buchstaben WP und dor Jahrzahl 1734 bezeichnet war. 1855. W. Prost, Maler, welcher im Jahre 1859 im Kunstveroin W_^ zu Münchon eine Landschaft mit diosor Bezeichnung TD ausgestellt hatte. Bas Bild gab oine Parthio boi Bran- J7 nonburg wioder und hatte einen Hirten mit oinor Sehaf- „».. . liorde als Staffage. München. 1856. Peter Weinher oder Weiner, Münzwardein und Kupfor- p steuher in Münchon, übor welchen wir bereits gehandelt haben, bodiento sich, nach Passavant auch noch dieses Zeichons. w 1857. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der ersten Hälfte W P ferit ( ' cs vor 'S on Jahrhunderts in England thätig war. Im British ' ' Musoum befindet sich von ihm ein Blatt, welches, mit reichem Beiwerk, das Bildniss dos Humphrey Parsons, Lord-Mayors von London enthalt. 1858. August Welby Pugin, war als Zeichner, Maler und Architekt in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts zu London /£> thätig. Das gegebene Monogramm findet man auf Abbild- ^U ungen kirchlicher Geräthschaften im 7. Bande der Art Union. London 1845. Sic sind von Jewitt geschnitten. Im Künstler- Lexikon sind verschiedene architektonische Werke genannt, zu wolehon er dio Zeichnungen geliefert hat. 1859. Marke der Porzellan-Fabrik zu Worcester. Diesolbo findet ^ 7 sich u. A. auf Zahl- und Oontrolmarken von Porzellan, yY P Q\ welche einen Schilling ropräsentiren. 1860. Unbekannter Maler. Nach einer Notiz Nagler's soll sich das Zeichon auf einem Bilde befinden, das zwei Wt> i tt . _ 0 _ Hunde bei eiuom Wildschweine darstellt. Nagler . r. ae XI Uli. rü | lmt (Iil , gcß8nfl Uare Farbe des Hildes, giebt aber nioht an, wo sich dasselbe befindet. 1861. Wilhelm V., Prinz von Oranien, Kunstliebhaber. In Weigel_' s Kunstkatalogen findet sich von ihm ein W. 1'. (1'Ürange del. et fec. in Rothsteinzeichnungsmanier gestoohe- nos Blatt verzeichnet, welches ein altf 8 Weib in einem Lehnsttthl sitzend darstellt, 8. Oben auf dem Blatte steht verkehrt: W. P. d'Orange del. et fec. 1862. Unbekannter Kupferstecher, welcher ein Blatt nach Guer- ,., TJ „ eine: Cephalos weinend bei der Leiche der Procris, i'i W»r. *. .liosur Woiso bezeichnet hat. Bas Blatt ist nach >'".",'' .Skizze zu dem in Dresden befindlichen Gemälde gearbeitet, welche sich in der Sammlung Mariette's befand. Qu. Fol. W E. Nr. 1S63—1869. 375 1863. Wolfgang Philipp Kilian, Kupferstecher, oin jüngerer Spross dor bekannten Augsburger Kfinstlorfamilio. Kr stach eine W. r. K. grosso Anzahl von Üildnisson in Augsburg, Nürnberg unil Königsberg, wo er 1732 starb. Wir fanden sein Zoichon auf den mittolnnissigon Kupfern oinigor Bücher von Zottnor, Baior und Apinus, wolcho 1722 und 1728 zu Nürnborg orschionon sind, 1864. is- ^i Dieso boidon Monogramme, weleho auf historischen Dar« stollungon vorkommen, sollen sich auf Paul Wirth boziohon, einen Malor, dessen Lebensverhältnisse un- g bekannt sind. Die Bildet erinnern an P. Bruoghol sen., der Künstler schoint jedoch ein Deutschor zu sein. 1865. ViXJ Stempel oines unbekannten Kuustsammlers. das Zeiohon auf Kupferstiche». Man findet 1866. Unbekanuter Maler, wolohor sich bei Kramtn, De Lovons on Workon der holl. on vlaam. Kunstschildors etc. VI, W. 1\ Ö. p. 1887, erwähnt ludet. Das Zeichon steht auf einem Bilde mit- dem Opfer Jephtas. 1867. W. P. Tischberger, Kupferstecher, arbeitete in der zweiten Hallte des 18. Jahrhunderts. Kr stach Land- WP.T. 1776"- Schäften, liildnisso und Vignetten die mit soinom Namen oder den Initialen bezeiob.net sind. 1868. w> VS9- Unbekannter Zeichner oder Ponnschneider, dossen Monogramm, nach lSrulliot, I. 3122, auf einem mittelinüssigen Holzschnitt vorkommt. Das Blatt stellt einen Bitter dar, mit Schwert, Lanze und Schild bewaffnet. Zehn verschiedene Ungeheuer umgehen und bedrohen ihn mit ihren Pfeilen. Unten links und rechts befinden sich Tabletten mit Bibelstellen; auf einer derselben rechts liest man: We&ntcft \\\ HuflS buvn, buu'l) Philipp «Knut. Das hier mitgetheilte Monogramm steht links, die .lahrzahl 1569 in der Mitto und ein /.weites, aus dem Buchstabon H bestellendes Zeichen rechts unten. In dem Rande okep beisst es: 3)er (S^rifrttd) iRittei nadj berSeer bee briliam Stpoftele SPauli fermlri Duo o,obil&ot. H. 17 Z. 4 I M Br. 15 Z. I) L. Dor Band ist 8 I,. hoch. 1869. Marko der Porzellan-Fabrik zu Ludwigsburg, um 1818. Unter den Buchstaben TB und an früheren Stellen unseres Werkes sind noch einigo andere Marken mitgethoilt, deron sich dio Fabrik im Laufe dor Zoit bediente. 376 WR. Nr. 1870 — 1876. 1870. William Rogers, Zeichner und Kupferstecher, arbeitete in der zweiten Hiilfto des 16. Jahrhunderts zu London. Er stach Bildnisse in einer zierlichen, aber etwas harten Manior, obenso \/\^* lieferte or zahlreiche Büchorvorzieritngen. Minige soiner Blätter sind mit dem Namen bozoiehnot, andere mit den Anfangsbuchstaben dossolben oder mit oinem Monogramm. Als ein besoudors schöner und soltonor Stich dos Künstlers Indet sich im Gatalog der Sammlung Sykos verzeichnot: Thomas Mollot, Autor des Thoatrum Jnsoctorum, ein Bildniss, wolches mit droi andern, des EL Wotton, 0. Gossnor und Th. Ponn, auf oiticm Blatto stoht. Signirl: William Rogers Angl. et eivis Londiniends sculpsit. Pol. Das Blatt ist bei Sykes mit 11 Pfd. St. ausgezeichnet; dassolbo Platt vor dem Namon des Stochors und der Bildnisso des 10. Wotton und Th. Ponn mit 22 Pfd. St. Boido Blätter kaufto im J. 1824 Woodburn. 1871. Zeichen dos Buchdruckers Wendelin Riehl, welcher 1551 zu Strassburg das Kräutorbuch des Hieron. Bock horaus- \>C^j. gab. Uiohl ist wohl auch dor Wondel Reich boi Heller, Monogrammlex. p. 361. 1872. Willem Rikkers, Maler, geb. zu Amsterdam 1812 und ein Schülor von P. do Braekoleor in Antwerpen, bediente Sich auf Bildern dieses Zeiohons. w?. 1873. Wenzel Lorenz Reiner, Historienmaler, gob. 1686 zu Prag, gest. obenda 1715. Kr war ein Schüler Brendels und AV/D / malto in Ool und Prosko. Dlabaez: Allgem. li ist . »»Lflug£. Künstlerlox. für Böhmen, giebt ein Vorzeichniss soiner Arbeiten. Das mitgetheilto Monogramm ist oinem Stiche entnommen, welchen Anton ßirkhart 1746 nach einer Zeichnung de« Moistors ausgeführt hat. 1874. Wilhelm Rehlen, Architekt, 1831 zu München jung gestorben, veröffontlichto einige Hefto mit Entwürfen zu \A/? Grabsteinen, auf welchen das Monogramm vorkommt. 1875. Angnst Röckel, Historienmaler, gob. zu Sehleisshoim 1801, gest. zu München 1842, war ein Schüler von Oor- * * r~\ nelius. Unter Leitung dos Letzteren nahm or Anthoil \ /\ /—" an der malerischen Ausschmückung der Glyptothek; V V ^ nach eigenen Composltionen betheiligte er sich hierauf >-\ an dem Frcskonwerk iler Hot'garten-Arkaden daselbst; \)^\ andere Arbeiten von ihm sieht man im neuen König*" "^ bau. In späteren Jahren war der Künstler an der k. Porzollanmaniifaetur zu München angestellt, ffl welcher Stellung er verschiedene Cartons zu Glasmalereien schuf. Au» seinen Malereien wie Zeichnungen begegnet man häulig den hier mit' getheilton Monogrammen. 1876. Unbekanntes Zeichen auf einigen dor italienischen Ansichten, welche .1. Forretter nach P. Stevens gestochen hat- Die Ansichten bilden eine Folge von 24 Blättern und führen den Titel: Baccolta di aleune delle piu belle vedute d'Italia- Kl. Qn, Pol. WE. Nr. 1877 — 1883. 377 1877. Stempel des William Richardson mit welchem derselbe / dio Blätter seiner Sammlung bezeichnete. 1878. Unbekannter Formschneider, dessen Zeichen wir auf einem Holzschnitte mit der Schöpfung dor Thiore fanden. Qu. 12. Das Blatt Stemmte aus einem um 15G0 erschienenen Druckwerke, welche» wahrscheinlich noch andore Vignetten dieser Art enthielt. 1879. Unbekannter Kupferstecher, von welchom man die gegen- soitigo Copie eines Kembrandt'sclien Blattes, Bartsch > \ y _ Nr. .'128, hat. Die Buchstaben mit der vorausgehenden 10 10 W fv. Jahrzahl stehen oben links; ebenso liost man obon im Rande: Portrait de VV. Droost und unton: oouvro do M. Mariotte. Das Blatt hat die Grosso des Originals. Die Jahrzahl muss-vorschrieben sein, da Rembrandt erst 1(506 geboren ist; violleicht soll os 16(>1 heisson. 1880. Wilhelm Ludwig Friedrich Riefstahl, Maler, geh. in Neust relitz 1827, bildeto sich auf dor Berliner Kunstakademie aus und loht gegenwärtig in Karlsruhe als *#* 'fn Diroctor dor dortigen Kunstschule. ICr war in früheren ^ o Jahren als Zeichner thittig und lieferte u. A. 1848 dio architektonischen Illustrationen für Kuglors Kunstgeschichte; obeiiso lithographirte er und das von uns mitgctheilto Zoichcn ist einer derartigen Arbeit entnommen. Das Blatt ist betitelt: der Freistuhl. Auch Bilder soll der Künstler in dioser Weise bezeichnet haben. Seine Bilder bieten meist intoressante landschaftliche Seenorion mit breit entwickelten figürlichen Staffagon. Man sieht zwei derartige für die Richtung RiefstahFs charakteristische. Gemälde in der k. National- Gallerio zu Borlin. 4T0L 1881. William Roscoe, der bekannte englische Schriftsteller, bezeichnete auf solche Weise die I Matter seiner Kunstsammlung. Kr scheint das Zeichen mittelst eines Stompeis aufgeilruckt zu haben. 1882. Marke auf rheinischen Steingut-Gefässon (von Kaeren), welche sich zu Baris, im Lönvre befinden. WR, 1883. Willem Romeyn, Thier- and Landschaftsmaler, welcher in \\T li der zweiten Baute des 17, Jahrhunderts zu llaarleni blühte, VV IV signirto mit den Initialen ein im Städel'scEen Museum zu Frankfurt a. M. befindliches Bild. Dasselbe stellt ruhendes I/f/ r ~D Vieh dar. ' * **■" Auch besteht sich das zweite, auf einer Radirung vorkommende Zeichen auf den genannten Meister. Das Blatt stellt zwei, vor einen Karren gespannte Ochsen dar, von welchen der eine liegt, der andere steht; drei Männer sind beschäftigt, von dem Karren Waaren- hallen abzuladen. Auf einem der Ballen steht das Zeichen. Der Stecher ist unbekannt, das Original befand sich ehedem In Hasan's Cabinet. 378 W B. Nr. 1884 - 1 8J H. 1 Z. 8 L, Br. 1 Z. 7 L. X^ö "t) £**■ 1890. Wolfgang Resch, ein Nürnberger Formsohneider a,ls '''''' ersten Hälfte des l(i. Jahrhunderts, bat bereits \\// T") T - " obon unter Nr. 1662 Krwähnung gefunden. Das ♦ Vv-* I\ ■* L ' hier gegebene Zeichen steht auf einem Blatte mit dorn Brustbilde Kaiser Maximilian I. B* ist im Profil und nach links gewendet dargestellt, trägt eine Kopfbedeckung und oin Gewand mit Pelzwerk. Kund iii einem Viorcck. In der Umschrift heisst es: Her Teur Fürst K- Maximilian int auff der XII tag des Jennern seinen altem Im li* näglich von dyser Zeit geschaiden Aüo dui 1519. Unten stobt aui einom Tafelchen: Du liattent wenig Rw in dienern lebenn Barumb dir got yetz ewig Freudt hat geben. Im untern Rande! bemorkt man dio Signatur W. lt. F. H. 5 '>■ 1 L„ Br. 3 Z. 10 L. Dor Holzschnitt kommt in einem Buche in 1 vor, betitelt: All Rümisch Keiner nach Ordnung vnd wie lang yeder geregiert hat .... bis auff den yetzigen grossmechtigsten Keiner Carl. D° r Text (los Buches, in Versen, Ist von Hans Sachs. Am Buchende steht: Oc- WS. Nr. 1891—1897. 379 truckt zu Nürnberg. Anno M.D.XXX. Man hat dio Zeichnung zu dam Holzschnitt, von wolchom auch oino Kopie vorhanden, früher zu- woilon irrthttmllch dem A. Düror zugeschrieben. 1891. Unbekannter Zeichner dos 17. Jahrhundorts. Soin Zoichen steht auf dem in Kupfer gestochenen Titelblatto oinos bei Georg Sonzonwald in Jena gedruckten Buenos in 8. U>.J90 Vol., arboiteto. Die Zeichnungen zu don Holzsehnitton lioferton Th. Stimmer und Oh. Maurer. Uober das Werk und die Separatausgaben der Holzschnitte giobt A. Andreson im Deutschen Peintro-Gravour, III. p. 182 ff. Auskunft. Das obige Zeichen des unbekannten Formschneiders stellt neben dem Maurer**, links unten auf einem Watte, welches Verholz mit, zwei Hirschen und links einen Jägor auf einem Baume darstellt. 1895. Unbekannter Kupferstecher und wahrscheinlich Goldschmied, ■\ (■/ welcher gegen Bade des 16. Jahrhunderts in Deutschland V\X gearbeitet zu haben scheint. Sein Zeichen steht auf einem inittehnässigüii Blatte, welches Christus, von seinen Wächtern beschimpft, darstellt; einer Compositum von fünf Figuren, II. 4 Z. 2 L., Br. 2 Z. 10 L. 1896. Unbekannter Historienmaler, welcher, dem Anschein nach, ,-v um Mitte des 17. Jahrhunderts in Holland arbeitete. Seine, \Aw 1!ilaor erinnern an die Com. Poelenbnrgf, 1897. Willem Swaneburg, Zeichner und Kupferstocher, geb. zu T'oyden um 1681, gest. zu Delft 1612, war Schüler des Isaae Nicolau« V^ 380 WS. Nr. 1898-1899. W (T 1 n Swaneburg und dos Jan Saenredam und lieferte W^ _/ccdp eine grosso Anzahl von Blättern nach Rubens, . j "\a/C wf ^■ Morelsen, A. Bloemaert u. A. Auf einigen der- VV . Wj.^w selben kommen dio gegebenen Monogramme vor. Dor Künstler bediente sich jedoch auch zuweilen eines aus O S bestehenden Zeichens, indom or statt Willem: Guillaumo Nwanoburg schrieb. 1898. Walter Schultz, Zeichner und Badiror von Haarlom, gab ein Reisework über Ostindien heraus, vvelchos auch unter \YK folgendem Titel in doutscher Sprache orschion: Üstindischo • WJ Roise ote. boschriobon durch Waltor Schnitzen von Haarleni. Amsterdam 1676. Fol. Dieses Werk ist mit Stichon von C. Decker und Johann Kip ausgestattet. Schultz selbst radirto dio Hooh- zeits-Coremonien der Hindostaner, auf wolchem Blatte sich das obige Zeichen findet. 1899. Wolfgang Stuber, auch Wolf Stüber oder Stiber, Kupferstecher und Zoichnor, soll in den letzten Deconnion dos ll>. Jahrhunderts zu Nürnberg gearbeitet und sich diese! Zeichen bodient haben. Soin Name kommt;, so viel wir wisson, auf keinem Blatte vor. Zuerst wird ihr Künstler in Paul Bohaim's Verzeiebniss von l(>88 go- nannt und zwar wird er dort WolH Stibor geschrieben. /.T88 Bartsch IX. p, 574, welcher zwei seiner Blätter könnt, Wf "VW? fühlt ihn unter den Anonymou auf. Man hat Stubor auch zum Formschneider machon wollen, doch gehören die ihm zugetheilton Holzschnitte sicher einem anderen _ _P%S . und älteren Künstler an. P 3 *^\ Die mittelmässigon Stiche, auf welchen dio gegebenen j yf 0C^ r 'S\ \ Zeichen vorkommen, sind: ) St. Christoph, gegenseitige Copie nach A, Dürer's Kupferstich. B. 51. Der Heiligo schreitet linkshin durch av/ r* den Pluss, seinon Kopf dorn auf seinen Schultern sitzenden ^^ °^ Josuskind zuwendend. Im Hintergrund der Kroniit. Links im Wasser sieht man, an Stollo des Düror'seheH Monogramms, auf einem Stein das obige erste Zeichen mit der Jalir- zahl 158T. B. 1 Z, L. Christus zwischen den Marterwerkzeugen. Nach ,lost Amman. Oval aus zwei Aesten gebildet, über und unter doinsolbon die Symbole der Evangelisten, dazwischen oben dio Büsto des Kaisers Tfberius, unten WS. Nr. 11100—191)4. 881 die dos Pontius Pilatus. In oinor Einfassung von Thieren und Pflanzen sieht man unten die Monogramme der beiden Künstler II 4 7 pp. 2 Z. 8 L. r\ ' Das Tüfolohen mit den Initialen findet sich auf einer Copie nach A. Dürer's hl. Iliorunynuis. Die Gestalt dos Heiligen ist jedoeli in das Portrait Dr. M. Luthers umgewandelt. Unten, zwischen iloiu Wappen- schilde mit den sächsischen Kurscliwertorn und dem Luther'Sohen Wappen mit der Kose, liest man: PESTIS * EBAM * VI WS * MOKIRNS * TVA * MORS * EEO * PAPA * In den ersten Abdrücken steht in der Unterschrift PIPVS statt VIVVS. Die Platte scheint zu Anfang unseres Jahrhunderts noch vorhanden gewesen und es giobt Abdrücke aus diesor Zeit. Im Uohrigon hat das Blatt etwas Fremdartiges und gehört doch vielleicht einem anderen Künstler an, als jenem, welchem man die vorhergonaniilcn Stiche zntheilt. 1900. I o Wilhelm Scholz, Zeichner und Maler in Berlin, geh, daselbst 1824 ist durch seine Thätigkeit für die Zeitschrift „Kladderadatsch* als einer der geistreichsten ('aricaturisten weitesten Kreisen bekannt. Seine durch den Holzschnitt veröffentlichten Zeichnungen sind meist mit den Buchstaben W.S., welche zuweilen, wie hier gezeigt, zum Monogramme verschlungen sind, slgnlrt. 1901. Unbekannter Formschneider, wolchor um dio Mitte des lii. Jahrhunderts, wahrscheinlich in Krakau thiitig war. Pas VC& ersto Zeichen, mit don verschlungenen Buchstaben, ebenso -------- wie das dritto, welchem zuweilen oin Schnoidmesser beüje- WaS geben ist, siebt man auf kleinon biblischen Darstellungen. Das zweite Zeichen steht auf oinor Vignette mit dorn Wappen w/c des Königs Sigisinund II. August. Diese Blätter gehören zu den Holzschnitten, wolcho der Bibliothekar Muczkowski in Krakau, nach don von ihm wieder aufgefundenen, alten Holzstocken, in don vierziger Jahren publicirto. 1902. Unbekannter Ponnschneider des 10. Jahrhunderts. Soin _ Zeichen ist einer Titelvignotto entnommen, welche einen 'Wvf>5'' K(,itor mit I'undsknochton vorstellt, 1903. Unbekannter Goldschmied, welcher Ende dos l(i. oder Anfang dos 17. Jahrhunderts gelobt zu haben scheint. Sein Zoiehon steht auf einom ovalen Blättchen mit Laubwerk- Arabosken, welches, was wir unentschieden lassen müssen, von einem Metall- odor Holzstocko abgedruckt ist. H. 2 Z. 1 L., Br. 1 Z. 6 L. Das Zeichen war eigentlich bereits untor dem einseinen Buchstabon W zu geben, da man jedoch die auf W folgenden Schnörkel für zwei S S ansehen kann und das Zeichen vielleicht auch an dieser Stolle sucht, so glaubten wir dasselbe hier am eheston noch nachtragen zu können. 1904. Unbekannter Zeichner und Formschneider, in welchem Einige den «dien, unter dorn Monogramme WS, als Kupferstecher besprochenen Wolfgang Stubor odor Stibor erkennen wollen. Doch scheint letzterer Name ein ähnlicher Oollectiv-Name zu sein, wie Wenzel von 382 WS. Nr. 1906 1908; Olmütz und sicher habon wir es hier mit einem anderen und älteren Künstler zu thun als jenem Stecher. Möglich dass sogar mchroro Künstler untor obigen Zeichen zu suchen sind. Vielleicht hat ein Wolfgang Stürmer oder Sthürmer Theil daran, welcher um die Mitte des 16. Jahrhunderts in Leipzig thätig war und durch Oh. Schuohardt (lieben L. (danach il. Aeltercn. Leipzig 1861 p. 250) *2^ urkundlich in die Kunstgeschichte eingeführt \y c worden ist, Das obige erste Zeichen mit der Jahrzahl lf>47 findot man auf einem von Bartsch IX ]). .'>!»(> M- schriebenen Holzschnitte mit einer Ansicht der Stadt Landau am Bodensee, H. 14 Z.. Br. (i Z, 4 L. Bartsch schreibt das Blatt einem anonymen Meister zu und bomorkt, dass die darauf befindliche Signatur l(! auf den Formschneider und dia zweite aus den Buchstaben W8 bestehende Signatur auf den Zeichner des Blattes sieh bezieht, Unser Monogramniist ist also hier als Zeichner und vielleicht auch als Maler zu betrachten, welcher wahrscheinlich in der Schweiz oder in deren Nähe lebte, da die genannte Ansicht in Sebastian Münstor's: Cosmographie, Itasei, 1660. Fol. vorkommt. Ferner sieht man die Initialen WS auf einem, am zwei Platten bestehenden Holzschnitte., welcher in Hgurenreicher Composition die Anbotung der Hirten darstellt. Im Vordergründe gegen links liegt das Kind in einem Korbe, von Engeln umgehen; links vor dem Kinde kniet Maria und hinter ihr steht Joseph mit der Laterne. Mohr nach rechts knieen und stehen die Hirten. Den Hintergrund bildet eine belebte Strasse, wo man rochts auf einem Steine, neben dem Brunnen, in sehr kleinen Buchstaben das obige zweite Zeichen sieht. H. 12 Z., Hr. 10 Z. 3 L. Neueren Abdrücken dos Holzschnittes hegognet man in dor Der- schau'schon Sammlung und .1. A. v. Dcrschau ist derjenige, welcher zuerst dem W. Siobor (odor Stihor, Stuber) das Blatt zuschreiben will. Nach Becker, dem Herausgober dor Dorsehau'sehen Platten, sollen sich auf alten Abdrücken die Buchstaben L. C, d. h. Lucas Oranaeh, vorfinden; cino Angabc, die allerdings noch der Bestätigung entgegensieht. Bartseh zählt den Holzschnitt nicht zu dem Oranach'sohen Werk. Dennoch erinnert die Zeichnung an dio Cranach'seho Schule u.nd immerhin könnte der obengenannte W, Stürmer odor Sthürmer, welcher der Schule des jüngeren Cranach angehört, als Formschneider des Blattes in Betracht kommen, Noch findet man die Buchstabon W S auf einem dritten Blatte, dem Portrait des Dr. Martin Mirus. Halbfigur in Dreiviertel-Ausirlit, nach rechts gewendet und in dor rochton Hand ein Buch haltend. Links unten dio Initialen. H. 8 Z. 8 L., Br. 2 Z. 10 L. 1905. Unbekannter Kupferstecher oder Zeichner, welcher mit dioson Buchstaben ein Bildniss des Bartholomäus Seultotns bo- SMS zeichnote. Das in Holz goschnittene Portrait zeigt eine BÜB" fassung von astronomisch geographischen BmWemon und Bndei sich In oinom Werke des genannten Golehrton, welches lf>72 In Görlitz erschienen ist. Fol. 1906. Zeichen eines unbokannten Knnstsammlers. Es kommt aal (jrabstichelblätteru und B&dirungen vor. WS. Nr. 1907 1913. gas 1907. Diosos Zeichen findet sich nur Münzen der Stadt Sorau g Dor Buchstabe W ist das Wappen dor Stadt und das darühoi w Stehende S dor Anfangsbuchstabe ihres Namens. 1908. W. Sliwicki, Zeichner und Lithograph', vielleicht auch Maler, in dor orsten Hälfte unseres Jahrhunderts in Polen thätig W. S. Er signirte In dieser Weise ein von ihm auf Stein gezeichnete« Portrait dos Grossfürston Constantin. Wll kennen., ron und nach Ihm tithographirt, noch folgende Bildnisse': Koseiusko, litli. von ('hndkiowiez. Constantin Ceaatevitsoh. Gr. Duc Bttste, S. AI. M, la Princesse da Lnwiez. Ja Jaoin&ky. A. Naruszowioz. .1. Zakrzewski, 1909. Unbekannter deutscher Meister. Nach einer flüchtigen Nagler'scben Notiz befinden sieb von ihm in der Sammlang \Y S. z " Wallorstein Tusohzeichnuiigen mit Landschaften. Auch zum Monogramm verschlangen, sollen die Buchstaben WS auf den Blättern verkommen. 1910. Willem Sehellinks oder Schellinx, Malm-, geb. zu Amsterdam 1629, gest. ebenda 1678. Im (Tebrlgen ziemlich unbekannt. ttt o Die Eremitage zu St. Petersburg besitzt von ihm einige VV . D. Arbeiten. Zunächst ein mit WS bezeichnetes Bild, welches eine bergige Landschaft mit einem Wasserfall im ■Vordergründe darstellt und in einer dein Pymuhet verwandten Weise behandelt ist. Sodann ein am Meere gelegenes Sehloss mit hübscher Staffage, welche« Mihi den ausgeschriebenen Namen des Künstlers: W, SceUinkt trügt. Ausserdem soll der Mristor noch, nach dem offlciellen Katalog der Sammlung, die Staffage in einer Landschaft von J. Wvttants gemalt hallen. 1911. Willem Swidde, Zeichner und Kupferstecher, wurde um w „ KitJO in Holland geboren und arbeitete eine vv S «cui,,. Zoiti lang in Stockholm und andern Orten. W S. rtulp. Holm« ir.nr,. Jn ^ S||( , ( , ia . mUl(na ot hoetterna, Stockholm 1G93—1714, in S. Puffendorfa: Geschichte König Karl Gustavs von Schweden, Nürnberg, 1697, und verschiedenen anderon Werken, welche von Kramm aufgezählt werden, findet man Blätter von ihm. Letztere sind meistens nulirt und mit dem Grabstichel fein beendot. Die mit- getheilten Signaturen kommen auf Stieben dos eben zuerst genannten Werkes vor. 1912. Willem Swaneburg, der unter soinom Monogramm oben eingeführte holländische Kupferstecher, bediente sicli W S scnlp zur Bezeichnung seiner Blatter zuweilen auch der neben- w o ' einander gestellten Initialen. Dio mitgethoilton Signaturen sind Arbeiten nach Abraham Bloemaert, P. Morelsen und I). Vinckonbooms entnommen. 1913. Unbekannter Kupferstecher oder Zeiohner, aus der Zeit des Wenzel von Olmütz. Man findet das Zeichen auf einem W. S. B Blatte mit dorn Brustbilde einer reich geschmückten Dame. Links in der Ferne sieht man einen runden Thurm. H. 5 Z. 3 L. Br. 3 Z. 4 L. 384 WS. Nr. 11)14—1918. 1914. Unbekanntes Zeichen an dein Denkmale dos Grafen Hermann VIII von Ifonneborg und seiner Gemahlin Elisabeth W S 1l f 1 ™ Domo m Römhild. Man sieht das Zoichen am >> O lO \J untoren Eando dos Denkmals nach roclits eingravirt. Das trefflich ausgeführte Monument gilt für ein Werl; Peter Vischers. Wem jedoch das gegebene Zoichen angehört und ob es überhaupt ein Künstlorzeichen ist, diese Praxen sind zur Zoit noch offene. El ist über (Hetos Monument bereits unter P S, Nr. 241).'! gehandelt und wir verweison dahor auf Jone Stolle. 1915. Willibald Schrettinger, als Hofbibliothokar zu München verstorben, hat um 1800 oinige .Mütter zu W. Schrett. dcl. et SC. seinen! Vergnügen radirt. Darunter belinden sich zwei kleine Ansichten von Grüvonberg und eine Ansicht von Zieglerhaus bei dorn Kloster Woissemuohr, welche Blättor die hier mitgotheilto Signatur tragen. 1916. Nach Drulliot, II. 2701, eine iinbokannto Signatur auf Glasmalereien. Wir vermuthen unter dem Zeichen W. S. (lostanz 1666. Wolfgang Spengler, weichet um 1672 in Konstanz als Glasmaler thätig war. Der Gross- herzog von 1 laden besitzt von ihm ein Gemälde, mit dorn Preisehiossen auf der lthoininsel bei dorn niederen Wasserstand von 1072. 1917. Friedrich Wilhelm Schirmer, Landschaftsmaler, geb. in Berlin 1802, gest. in Nyon-ani Genfer See 18<>J J" fördert. 1827—31 weilto or in Italien; in soine Vaterstadt zurückgekehrt, wurde or später Lehrer und Professor an der Kunstakademie. Dio Stolle soinor Bildor sind meist dor südlichen Natur entnommen, dio er insbesondere in der Kigentbüni- lichkeit und Gluth ihrer Lichtwirkungen wiederzugeben sich bestrebt. Bekannt ist Schirmer hauptsächlich durch seine Wandgemälde in der griechischen und egyptischon Abtheilung des neuen Museums zu Berlin. Dio Berliner National-Galerie besitzt von dorn Künstlor zwei Bilder: Tasso's Haus in Sorrent und eine Parklandschaft. Das orstore Bild ist mit dorn, zwischen die Jahrzahl 1837 gestellten Buchstaben S bezeichnet. Das zweite, dio Parklandschaft, trägt das obige Monogramm. Letzteres ist in die Buchstaben PWSP zu zorlogon, d. h. Friedrich Wilholm Schirmer Focit. Band I, Nr. 1524 wird ein ähnliches Zeichen dos Künstlers mitgetheilt und dasselbe irrthümlich in die Buchstaben A W S zerlegt; auch das Geburtsjahr Schirmors ist in jenom Artikel falsch angegeben und nach unserer Angabe zu berichtigen. 1918. Unbekannter Formschneider, welcher nach Jost Amman arboiteto. Sein Zeichen iindet man auf einem grossen Holzschnitt, welcher in sochs Blättern oino Allegorie auf den Handel vorstellt. Der Zoiohnung Ammans liegt oino Erfindung des Bechnonmeister Joh. Neudürfor zu Grunde. Bartsch beschreibt unter Nr. 25 nur don unteren Theil in zwei Blattern; das vollständige Work ist zuerst in 0.Becker'*: Monographie über Jost Amman p. 154 nach don Mittheilungen J. A. Börner's beschrieben. Heller macht in seinen Zusätzon zum Peintr 1 ' Graveur ebenfalls darauf aufmerksam. Nouordings hat der Holzschnitt in Andresous: D. Pr.-Gravour ausführliche Besprechung gefunden, "* WS. Nr. 1919—1921. 385 liegt UM daher nicht ob, liier oino Boschreibung dos Ganzon zu geben; /u bemerken ist aber, dass das obigo Formsohnoidorzeichcn don Blickon der genannten Schriftsteller entgangen ist. Nach Börnor bolindet os sich in der oberen-Hälfte der Darstellung, rechts nobon dorn Oberrande des Hrunnenbockens, zwischen diosein und einem am Wege stehenden Steinkrcuzo. Vergleicht, man jenes damit, vvelchos Brulliot, II, Nr. 2923, als auf Apian's bayerischen Landtafeln vorhanden gicbt, so liisst sich, trotz einiger Modiiioatienen, doch kaum bezweifeln, dass beide Zeichen einem und demselben Künstler angehören. rT.'ffiZ. 51,, Br. -22 7,. 4L. Dieser Holzschnitt kommt in mehreren Ausgaben vor. Als die erste gilt jene, «elohe l. r >Sf> zu Augsburg von Johann Schalles gedruckt und von dem Dluministen Wilhelm Peter Kimmermann verlegt wurde. Kür diu aweite Ausgabe hält, man die mit, der Adresse: Gedruckt zu Augsburg, in Verlegung Wilhelm Peter Zimmermanns MDCXXII. Das Ganze ist, mit, Bnohdruoker-Zierlekten eingefasst und mit diesen 40 Z. •'S L, hoch und 86 Z. (> L. breit. Becker und Andresen nohmon noch eine Amtgabe an, welche »wischen die von 1585 und die von 1G22 fällt. Kino weiten Ausgabe ist, ohne Adresse, Verlagsort und Datum. Obgleich die Orthographie' wie die Druckerlettern auf eine viel spätere Zeit als auf 1822 hinweisen, zeigen doch die llolzstüeko noch eine grössere Reinheit und Schärfe als die letzterer Ausgabe. Käst, scheint es, dass ein Vorrath alter Abdrücke dazu benutzt wurde, da wie in der ersten Ausgabe von 1585 keinerlei Zierleisten angewendet wurden. Die sogenannten dritten Abdrücke sind übrigens ebenso selten, als die ersten. Auf diesen dritten Abdrücken findet man das obigo Zeichen. Sollte es in der Ausgabe von 1585 und 1G22 wirklich fehlen, so könnte es sich togu hier um erste Drucke handeln, indem das Zeichen später weggenommen worden wäre. Noch gicbt es neue, ziemlich gute Abdrücke auf Schreibpapier, ohne Text. Die Stücke werden auf der fürs«. Waller- steitfschen Bibliothek zu Maihingen aufbewahrt, In Dr. v. Kve's Work: „Meisterwerke der Holzschneidekunst« findet sich eine lithographilrte Copio eines Theiles des Holzschnittes, des Blattes mit dem Brunne^. 1919. Soidan, ein um dio Mitte dieses Jahrhunderts in Wien vv „ v thätiger Stempelschneider, bediente sich, nach Schuck- W. h. h . ( , VS( , Mj .,„f arbeiten dieses Zeichens. 1920. Unbekanntes Zeichen auf einem von .1. .1. Schellenberger gestochenen Bildniss dos Goorg Kromppon. Derselbe ist in h\*Z dreiviertel Ansicht, dargestellt und nach recht» gewendet. Im W untern Bande stehen deutsche Verse: Man tcutscher lugend etc. Das Zeichen, welches man unten rechts sieht, kann stell Ml den Zeichner Oder Maler des Portrsits beliehen, aber auch vielleicht, nur auf den Dichter der erwähnten Verse. Kl. 8. 1921. Unbekanntes Zeichen, welches wir dem Werke von Brulliot II, Nr 2923 entnehmen. Man findet es aul aer letzten der in Holz geschnittenen bayerischen Landtafeln von Philipp Apian. lieber .diese grosso »US 24 Abtheilungen bestehende Karte haben wir bereits unter dem Monogramme 1 AG V/, Band III Nr 1862 ausführlich gehandelt und ist daselbst auch dasNöthige über das hier gegebene Zeichen ^agt Wir verweisen daher aul jenen Artikol. 25 Monogranmiislpn. Uli. >■ "^ 386 WS. Nr. 1922—1927. 1922. Philipp Wouverraan, dor berühmte Pferde- und Schlachtpn- malor, hediento sich u. A. auf seinen Bildorn eines \Y/ yf)0 •''>'« den Buchstaben P H L S W bestehenden Mono- ^' *^-\ , grammos, vorgl. Band IN, Nr. 3043. Auf den Kupferstichen nach diesen Bildern ist du Monogramm, wie liier gezeigt, zuweilen verkehrt gekommen, so dass man W 8 L II P losen wird. 1923. Johann Wilhelm Schirmer, Landschaftsmaler und Badirery geb. in Jülich 1807, gest. in Karlsruhe 1068 als •■- Diroctor der dortigen Kunstschule. Der Künstler £TN hat bereits untor den Initialen JW8 Besprechung \£^ gefunden und wir verweisen auf jenen Artikel. Ausser % >■■» EJ / l '°n genannten Initialen und einem aus WS be- % z^ / stehenden /eichen, welches ebenfalls bereits unter yf ^y Nr. 431 dieses Bandes gegeben worden, bediente er sich, wio wir hier zoigen, noch eines, aus den « Buchstaben W I S gebildeten Monograniinos. Das- ■Äi x$V $ R(1 ' D0 ist ° ill0m Blatte mit der Unterschrift des NM W^ v£- Künstlers in H. Bitter'*: Schattenseiten darDttssel- dorfer Maler, Düsseldorf 1845, Fol., entnommen, In ganz ähnlichor Weiso, nur kleiner und flüchtiger hingeschrieben, Bndet es sich auf einer Radirung in Roinieks: Dontschon Dichtungen mit Bandzoichnungon otc, Düsseldorf 1848, Gr. 8, und auf anderen radirten Blättorn des Meistors. Auch auf seinen Bjldorn begegnet man dem Zoichen, u. A. steht es auf einer Landschaft, Deutscher Waldteich betitelt, in der National-Gallerio zu Berlin. 1924. Johannes Saurius von Wetterau bediente sich zur Bezeichnung seiner Druckwerke einer in Holz geschnittenen l^ Vignette, welche in Schweifwerk dio Justitia mit Schwert fl? und Waage vorstellt. Sio setzt den einen Fuss auf den unten <0 in der Mitte angebrachten Schild mit dem gegebenen Zeichen. Um das Oval steht: Johanne« Savrivs Vcteranvs Hassvs. w 1925. Auf einem grossen Holzschnitte, welcher den polnischen Landtag mit dem auf dein Throne sitzenden König Sigismund \y S August darstellt, bemerkt man unten an einer Säule diese 1 T) Buchstaben. Dieselben scheinen die Zeichen zweier Künstle* 1j zu bilden, die Signatur des Zeichners wie die des h'orin- schnoiders. Der Träger der Inilialen 1B ist vielleicht der Jörg Brückner, von «reichem Hand 111, Nr. 1953 die Beile war. Khenso haben wir bereits oben über einen zu Krakan thütigon Zeichner und Formschneider gehandelt, welcher mit W S signirte. Das Blatt scheint einer alten polnischen Chronik anzugehören. 1926. Unbekannter Maler, welcher in dieser Weise eine sorgfältig durchgeführte Landschaft signirte. Dieselbe ist W. SL. P- mit ruhenden .lägern und Hunden staffirt; in der fern" sieht man einen Hirten mit seiner lleenle. Das BD" befand sich in der Sammlung Stevons zu Antwerpen, welche 1837 versteigert worden ist. Dieselbe Arbeit, oder eine dieser ganz ähnliche» schoint auch das Cabinet Robiano besessen zu haben. 1927. Anton Wachsmann, oin boroits erwähnter Kupferstocher, WT. Nr. 1928—1934. 387 1K..s:..n-rc. welcher in den orston Doconnion dieses Jahrhunderts in Borlin thätig war, signirto in diesor Woiso Blätter in B. Bnssler's: Verziorungon aus dorn Altorthum, 4. 1928. Unbekannter Zeichner und Maler, von welchem Naglor WT CS t» Zeichnungen in Tusche und Bistor, mit historischen W. b 1 . 1661, Darstellungon und Bildnisson sah. Ein Blatt trug dio gogehono Signatur. 1929. w. Steinhausen, ein zu Berlin auf religiösem Gohiote thäligor Malet und Zeichner der Gogonwart, hodiont sich diosor Signatur. Sie findot sich u. A. auf Blättern folgondon Vv^t. Holzsehnittwerkos: Dio Goschichto von dor Goburt unseros Horrn. Für dio doutscho Christenhoit in Bildern dargo- »v- St. stellt von W. Steinhauson, in Worten von H. Stoinhauson. In Holzschnitt ausgeführt von Prof. Bürcknor in Dresden. Lpag. 1X72. 1930. Willem Swanehnrg signirto mit diesen Namenskürzungen einige seiner Stiche. Das ersto Zeichen steht auf dorn W. Swa. Fee. Bildniss des Franz Gotnarus von Brügge, Professors an W. Swanonb. '''' r üniTersitSt zu Leyden, das zweite auf den Bildnisson des .1,1.11 Bavtenus und des Ahr. Bloemaert. In derselben' Weise ist von ihm ein Blatt mit dem hl. Ifieronymns nach A, Bloemaert bezeichnet, 1931. Wilhelm Scholz, der bekannte Zeichner des „Kladderadatsch 1 ', bediente sich im Anfange seiner Thätig- ttfcjßt 4i/" fl '*''"' ^' r ( ' aS # onamite Witzblatt zuweilen dieses tJ Zeichens. Später signirto or, wie bereits oben von uns gezeigt, nur mit den Buchstalion W. S. 1932. Unbekannter Maler, von welchem sich, mit diesem Monogramme und der .I.'ilirz.'ilil 1514, ein Altargemälde r~i—( in der Kirche zu Artelshofen in Mittel franken beiludet. Dasselbe enthält die Madonna mit dem Kinde, Anna und Joseph, Zacharias, Elisabeth, dio hl. drei Könige etc. Auf den Flügeln sind dio Seiligen: Stephan, Lorenz, Christoph, Sebastian ii. A. dargestellt. Die Bilder sind auf Kreidegrund, mit lebhaften Farben ausgeführt und dio Figuren sind wohl meistens Porträts. 1933. Unbokanntes Zeichen auf wart gestochenen Copio von Dürer's Wappen mit dem Todtonkopfe. Bartsch Nr. 101. r T~ l Das Monogramm steht- in der Mitte unten, unter dem Todton- v£/ köpf. Der Copist hat sich einige Vorändorungon orlaubt. 1934. Unbekannter Kupferstecher aus der steten Hälfte des 10. Jahrhundert«. Passavant, wolchor ein Blatt von ihm in «I der Sammlung zu Oxford auffand, meint, dass dieser Stocher ^^ e i n e Person sein könne mit dem Künstler, der dio, von Bartsch VII, 453 und von uns Nr. 900 ds. Bandes beschriebenen Holzschnitte lieferte. Das von Passavant aufgefundene Blatt stellt die Anbetung der Könige dar. Maria, welche mit beiden Händon das Kind halt, sitzt rechts. Joseph, mit dem Hut in der Hand, tritt durch eine Soitenthür ein. Einer der Könige reicht knieend dem Kinde ein Kästchen dar, "während ein zweiter die Treppe herabsteigt und der 25* WJSJZ 388 WT. Nr. 1935—1938. dritte König, über welchem man den Stern erglänzen sieht, mit einem Kolche naht Das obige Monogramm steht unten links. H, 3 '/,. 9 D, Br. 2 Z. 1 L. 1935. Unbekannter Goldschmied, welcher linde dos 1(5. Jahrhunderts in Nürnberg thätig war. Wir sahen sein Zeichen T zunächst auf zwei Tafelaufsätzen, sogenannten Gooletton, von VV vorgoldotem Silber. Den einen Aufsatz besitzt die Stadt Dresden, den anderen Korr E. Felix in Leipzig, Letzterer Aufsatz ist mit anderem vergoldetem Silborgorätho im Jahre 1SU9 beim Abbruch eines Hauses am Kohlinarkt zu Rogensburg aufgefunden worden, welcher Kund unter der Bezeichnung „der Bogensburger Kund" bekannt sein dürfte. Noch kommt die Marke auf der silbervergoldoten Fassung eines Muscholgofässes im k. Grünen Gewölbe zu Dresden vor, ebenso wie auf einem Becher, von ebenfalls vergoldetem Silber, welcher der Stadt Dresden gebort. Während die drei enteren Gegenstände neben dem obigen Meisterzeichen das Nürnberger Innungszeicbon fragen, Bndet man auf dem zuletzt genannten Becher ein 1), das Dresdener Innungt- zeichen. 1936. Unbekannter Emailmaler. Nach dem Katalog der Sammlung B. du Kosoy stobt dieses Zeichen, nebst einem nicht zu entziffernden Namen, auf einem glänzend ausgeführten, ovalon W Porträt Peter des Grossen. Brustbild im Harnisch mit Ordensband. 1937. Wilhelm Tränt, Formschneidor und Briefmaler, welcher von ungefähr 1689 bis 1(304 in Frankfurt a, M. arbeitete, bezeichnete mit seinen Initialen das \V/- | • _,— v _^_ folgende von ihm nach L, Kilian geschnittene w . i. os-i»^ ßlatt . Die Geisslung Christi, Der Heiland sitzt auf dem Boden an oinon grossen Stein gebunden. Kin Heiikorskneebt fasst ihn am Kopfe und schwingt mit der linken Hand die Buthe. Links nnton stehen die Buebstaben I. : K : f: und rechts WT mit dorn Schneidemesser. Im Bande liest mun : BCCE HOMO. 11. 10 /,. 5 L.i Br. 7 'l. 4 L. Wir haben oben, unter Nr. 899, boroits das aus den ineinander gestellten Buchstaben WT gebildete Monogramm des Meistert gegeben. Ks ist dabei Letztorom irrtbümlieli ein Holzschnitt angeschrieben worden, welcher den Leichnam dos Herrn in don Annen eines Engels vorstellt. Dieser Holzschnitt gehört nicht dorn Wilhelm Traut an. Sendern einem um etwa hundort Jahro älteren unbekannten Form- schnoidor, der sich oinos ganz ähnlichon Monogrannnos als Traut bodiente. 1938. Augustin Terwesten, Maler und ßädirer, geb. 1649 bfl Haag, gest. 1711 zu Borlin, bildete sich anfänglich zm» •«. , _ Cisoieur aus, wendete steh aber bald unter Anleitung '» J . Wielings und W. Doudyns der Malerei zu und vollendete soino Studien in Italien, von wo aus er später noch Krank- reich und England bosuchto. 1(178 kehrte Terwoston in sein Vaterland zurück und golangto dort rasch zu grossem Ansoben. Im Jahre 169f berief ihn dor Kurfürst von Brandenburg nach Borlin, wo ihm zahlreiche Aufträge zu Tbeil wurden und wo or in der Folge, um die Organisation der dortigen Kunstakademie als deren erster Diroctor sich seht *&" dient machte. Neben violon Frescomaloreien und Oelgoinäldcn bat dei WT. Nr. 1939 — 1947. 389 Künstler auch eine Anzahl eigenhändiger Radirungen hinterlassen, Kin Blatt darunter: Bacchus mit Weinlaub bekränzt, erinen Becher in beiden Händen haltend, halbe Figur nach rocilts, ist links unten vorkehrt - TW bezeichnet. 11. 3 Z. 4 L., Dr. 8 Z. 1 L. 1939. Unbekannte Marke, nach W. Chaffers, auf rheinischen W , Steingut-Geschirren (von llaoren), wolche im Louvre zu J; Paris aufbewahrt werden. 1940. Wolfgang Theun war um 1610 Münzmoister in Salzburg ur m und Zeichnete mit dioson Buchstabon. 1941. Unbekannter älterer Kupferstecher. Nach oincm Dresdner KuBstauctionskatalog befindet sich dieses Zeichen auf W. T. 0. 0. A. einem Blatte mit dem auf oinom Folsblock sitzenden Merkur, nobon wolchom Minerva stobt. 4. 1942. Wilhelm Thierry, Landschaftsmaler, Architekt und Radiror, geb. zu Bruchsal 176G, war als Malor ein Schüler /p W. Kobell's in Mannheim und als Architekt ein 'yyJB-JJ.'-f I7j)7. Sohttler Weinbrenner's In Karlsruhe Kr starb 1823 als Hofmaler und Architekt dos Herzogs von Meiningen. Man hat eino Anzahl malerisch ra- dirter Blätter von Thiorry, dio mit soinom Namon odor dem hier gegebenen Monogramme bezeichnet sind. Letzteres besteht aus W Th, doch ähnelt der Buchstabe T oft mehr einem P, wio z. B. auf einigen Ansichten aus dorn Knglisehon Garten zu Meiningen, 1J43. Unbekanntes Zeichen, einem Zeichner oder Formschnoidor ~p angehörend« Welches man unter Holzschnitten in den Düssel- ~^f dorfer Monatsblättern sieht. <*> 1944. Wilhelm Ten Rhyne, Arzt in Lüttich; zeichnete und radirto ^s ^ in Kupfer. In einem Bucho über Heilkunde, welches yV. J. us Liverpool, welchen 1768 Wegdwood als Theilliabcr für die Branche dar Luxusarbettea in sein Geschäft aufnahm, indem er zugleich soino Firma in W&li umänderte. 1947. Wright und Folkard, englische Formschnoidor aus der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts, wolche bereits in \A/# f BUSerem Werke Mnvähuting gefunden haben. Sio ge- ■ y, _^ brauchten das hier gegebene Zeichen auf gemeinsamen l f^Uir- Arbeiten: solche linden sich u. A. in dem ersten 390 WV. Nr. 1948. Bando von Raczynski's: Borlin 1836. Geschichte - 7\ s v "' ,t Utrecht schrie!) sicli der Meister: Werner v. Valkert. Auf don gut m W V. Nr. 1971. gezeichneten und kräftig behandelten, radirten Blättern, welche man von ihm besitzt, deutete or zuwbilon durch die obigen Buchstaben seinen Namen an, Weder Bartsch noch Passavant haben Notiz von soinein Worko genommen und wir gebon dahor, soweit uns seino seltenon Blatter bekannt gewordon, ein Verzeiebniss dorsolben. Das Bildnis) des Künstlers, Büste, in dreiviertel Ansicht und nach links gewendet, Er hat krauses Haar, oinen grossen, spitzen Bart und trägt eine steife, runde Halskrause. Das Portrait wird von einer ovalen Cartouohe eingeschlossen, In den oberen Ecken stobt die Jahrzahl 1012 und zwar in je einer Ecke zwei Ziffern; in der linkon Ecko unten liest man die Bucbstabon: W, V und in der rechts: VAL. Lotztoro droi Buchstabon sind zum Monogramme zusammengezogen. H. d. Platte 2 Z. 10 li., Br. 1 Z. 10 L. Bezüglich der Höbo ist zu bemerken, dass die Platto unten auf der rochton Soite etwas weniger hoch ist als auf der linkon. Die zweiten Abdriicko sind unten bezeichnet W. V. VALckert Pictor. Die drei ersten Bucbstabon des Goscblechtsnamons sind ebenfalls zusammengezogen. Jacob empfängt das blutigo Kloid Josephs. Links steht Jacob, soine Frau zur Seite, auf den Stufen soines Hausos. Jacob riebtot betrübt dio Augen gen Himmel; nobon ihm befinden sich fünf von don Brüdern, von welchen dor oine das Kloid Josephs hält. Noch siobt man im Vordergründe rechts zwei Brüdor. Der Himmel ist unbearbeitet. Das Blatt, welcbos von v. d. Kollon im Catalog dor Sammlung do Ridder dem Meister zugetjioilt wird, ist unbezeiebnot. H. c. 7 Z. -5 L., Br. c. 5 Z. 5 L. Susanna von don boiden Alton im Bado überrascht. Boehts im Schatten sieht man eino Fontaine, in Form eines in oin Beckon pissenden Knabons. In dor Mitte an dorn Becken sitzt Susanna mit don Füssen im Wasser und nach roebts gewendet; auf don Soiton erscheinen dio beiden Alton. Unten links im Wasser stobt: ... ?*" . . /» H. 3 Z„ Br. 2 Z. 3 1, W.V.VL^JO • Dio hl. Familie. Halbfiguren Maria, mit dem Kind auf den Knioon ist sitzend dargestellt. Kochts hinter ihr, ganz im Schatten, sieht man Joseph eino Weintraube dem Kinde roiebond, wolchos mit dor rochton Hand darnach greift. Im Hintergrande ein Gebäudo mit Nischon und zwoi Statuen. Unten rechts auf dem tiowando dor Maria liest man : w v valekert In et fec, in der Ecko unten rechts: 1612. H. 9 Z. 9 L., Br. 7 Z. 4 L. Unten ist ein loorer Band von 8 L. Maria, Büste, nach rechts gewendetes Profil. Den Kopf, über Welchem ein Heiligenschein, bodockt ein Scbleior, welchor auf dio Brust herabfällt. Unbezoielmet. H. (i Z. 1 ],, Br. 4 Z. 3 L. Das Abendmahl. Ilalbliguren. Mau sieht dio Jüngor um einen Tisch sitzen, in ihrer Mitte bolindot sich der Heiland, welcher die linke Hand gegen Judas bin bewegt. Letzterer sitzt rechts vor dorn Tische und hat dio linke Hand auf den Tisch gelegt, warnend er mit dor anderen Hand den Iteutel hinter sich hält. Links vor dem Tisch bemerkt man noeb zwei Junger, von welchen der eine seine Rechte auf dio dos andern logt. Unten in der Mitte auf dem Tischtucbo: W. V. Valekert. I» /«• II. 2 Z. 4 L„ Br. li /, 3 I, Dor barmherzige Samariter. Der Verwundete liegt beinahe ganz naekt am Kusse oinos Baumes, dio Eüsse der linken Seite des Blattes zugekehrt. . Hintor seinem Kopfe kniet der Samariter und träufelt aus einer Flasche Balsam in dio Wunden des Mannes. Beehts siebt man vom Esel des Samariters den Kopf und dio Vorderbeine, dor übrig« Theil des Körpers wird vom Plattenrand abgeschnitten. Don Hintergrund bildet oine Waldpartie und rechts ein hohor Fulson und zwischen WV. Nr. 1971. 896 beiden dor Blick auf oino Stadt. Auf oinom Woge nach derselben sieht man den Loviten, welcher in einem Buche Host. Unton in der Mitte stoht in grossen Lettern: W. V. VALCKEBT IN ET FC; weiterhin: Franciseus Hoiamis exeud. Br. 11 Z. 7 L., H. '.I Z. Es soll Abdrücke ohne die Adresso gehen. Dor hl Lucas Kr sitzt rechts im Hatte an seiner Staffelei, hält in der linken Hand Palotto und Pinsol und zeigt mit dor rechten auf eine Leinwand, dio ein Engel hält. Rechte, zur Seite dos Hoiligon, hegt dor Ochse. Links befindet sich ein Tisch mit Schusseln, zwei Leuchtern U. s. w., neben dorn Tische stehen zwei Stühle. Oben in der Mitte das Wappen dor Maler mit drei Schilden. Rechte und Hnks von dem Wappen hängt ein Feston heran, welches aus allerhand Kunstlorgorath- sohaften gobildet ist. In der linken Ecke unton, steht aut einer Weinen Palette: W. Valcker f. 1618. Oben abgerundet. Br. 7 Z. 6 L., . u. 4 z. 7 L. Untor der Platte befindet sich oine, in beweglichen Lottern gedruckte Inschrift: LOF-DIOHT | DER EBBEN etc. und darunter in zwei Spalten Verse. " , T ., , Venus und Cupido, von zwei Satyrn bolauscht; auch Jupitor und Antiope gonannt. Venus ruht unter den Zweigen oincs grossen Baumes von welchem ein grosses Tuch zeltartig herabhängt Ihr Haupt ruht auf dem rechten Arm, während dor linke, wie zum Schutze gegen die Sonnenstrahlen, über dem Kopfe liegt. Links, zur Seite der Venus, schläft Cupido, in dor einen Hand seinen Bogen und mit der Linken einen Pfeil hallend. Hinter der Göttin erscheinen die beiden Satyrn, von welchen dor eine das kleine Stück Gowand, welches den Körper_aer Venus noch bedeckt, hinwog nimmt. Unton links: WER. V VAIiUlUUn JN. F, und darunter 1612. Br. 13 Z. 9 L, H. 11 Z. Bas Blatt hat unten oinon Band von 5 L., Welchen wir jedoch immer cor sahen. Der Mann, wolchor die Frau gegen den Tod vorthoidigt. HalD- figuren. Kino reich gokleidoto Frau sitzt vor einem Tische, auT welchem Geld und Pretiosen liegen. Hintor ihr steht ein Mann, der sie mit dem Dogen gegen den Tod vertheidigt. Letzterer, mit Schlangenhaar und Flodormausilügoln, drückt der Frau einen Pfeil in das Herz In er linken Ecke unten liest man: W: v. valekort luv: *£"«** '} d ^\ Bande : Dünn leven lief dich etc. Br. 8 Z., H. 5 Z. 7 L. H. des Randes 6 L. uren. iteend Dio zweiton Abdrücke tragen dio Adresso von P. de Reyg«r. Die beiden Alten, welche den Tod willkommen heisson. Ilalhh Ein alter Mann und eine alte Frau sind hinter einem Iisoho ; i dargestellt; sie erheben sich von ihren Platzen, um freueh«de loi in begrüssen, welcher, den Dudelsack spielend rechts auf <1m RU to er seheint. Der Alte sieht den Hut vor dem Skelett und ha t ihm die Hand entgegen. Links oben an der Mauer steht: W. v. nWIi «Jf "™ darunter 1616, Im Rande liest man, wie auf dem vorW» ■' ; » swei Zeilen: Maer di hier ,taven etc., und rechte ntata Rande. Piter de licyger ex. Pendant zu dem vorhergehen.Je ' ''"^ , Ein Narr; llalhligur, von vorn gesehen eine Kap pe trag, welcher sich drei Sehollen befinden; er deutet mit der nktad ig einen kleinen Narrenkopf, der aus seinem rechten Aernud berausgl ^ In den, Rande liest man in zwei Zeilen: Vacr des petk mdc mon^ alvoet mach blicken etc. und darunter to der rechten Ecke. w. v. valcker fecit. If. c. 8 Z. 5 L. ohne den Rand, Br. 0. bL. *** „ Der Narr, welcher ein Mädchen umarmt. II. dbfiguro,i. Der N< rr greift dem Madehen mit der Unken Hand total B,, S< n Lote te e hat eu, Taschentuch in der einen Hand, wahrend sie bdindfliltte andern ihr Gesicht bedeckt. Im Bande unten steht ein holländischer Vers. 396 \VW. Nr. 1!»72—1973. Jannekon myn lyof utc.; links in der Ecke: W. V. valcker fecit; reohts in der Eolrej Adr. Schoonebc.ek Exe. II. 7 Z. 11 L., Br. 5 Z. 9 L. Mit angesetztem Bande. Ein junger Mann mit Federhnt umfasst ein junges Mädchen und hfilt ihr, wie zum Vergleich mit ilircn Lippen, zwei Einsehen vor. Figuren bis an dio Knioo. Olino Namon und Zeichen, H. 9 Z. 8 L., I'.r. 6 Z. 10 L. Ein Knabe, welcher sich cinon Dorn aus soinem Fusso zieht. Dor Knabe ist ganz nackt, sitzend und oin wonig naoli links gewendet dargestellt; mit grosser Sorgfalt ist or bemüht don Dorn aus dor Sohle seines rechten Fasses zu onttbruon. Links sieht man das Zeichen W. V. VALInv. f. Dio drei Buchstaben, durch welche der Gesehlochts- namo angodoutet, sind zusammongozogon. H. 2 Z. 1 L., Br. 2 Z. 4 L. Ein Narr, welcher eine Frau caressirt, und Ein gähnender Mann. Dieso beiden Blätter wordon im Catalogue (Testampes du cabinet do Mr. M*** par Duohosno ainö, Paris 1835, dem Meistor zugeschrieben, ohne dass sie jedoch uns weiter bekannt gewordon. Noch wird im Frenzol'schon Catalog dor Stornborg'sohon Sammlung folgondos unbozeichnote Blatt dem Moister muthmasslich zugetheilt: Eine eitle Alte im Atelier eines Malers. Sio hält oino Böse und wird von alten Gecken coiffirt, während um den barocken Malor einige Critikor stehen. Das Blatt ist uns nicht Torgekommen, Von Blättern, welche nach Valckerts Erfindung von anderen Künstlern gestochen wurden, ist das von Nie. Lastman ausgeführte Titelblatt zu C. van Mandor's Schildorboeck in der Ausgabe von 1018 zu nennen; ebenso findet sich in der Folge der zwölf römischen Kaiser, welche .1. F. Leonard in schwarzer Kunst gestochen hat, oin Portrait dos Kaisers Caligula, Nr. 8 der Folgo, nach ihm. Auch auf zwei Holzschnitten kommt das Zeichen dos Meisters vor. Zunächst auf oinem Blatte mit einem alten bärtigen, linksbin gewendeton Kopf. Unten im Bande in dor Mitte liest man: PLATO; links dio Buchstaben W. V. V. luv; rechts die Jahrzahl 1620. Brulliot II. 2769 beschreibt ein Exemplar in Olairobscur, wie das in der Albertina ZU Wien. Sodann steht das Zeichen, nach Naglor, auf einem Blatto mit einem ähnlichon männlichen Kopf, der als Charon betitelt wird. 1972. Unbekannter Kupferstecher, welcher im 16. Jahrhundort in Deutschland thätig war. Bartsch, IX p. 478, beschreibt ww//«// von '" m °' n radirtos, ziemlich roh behandeltes Blatt. Das- W^ W^ selbe stellt dio Ruhe der hl. Familie auf der Flucht nach Eg.ypten dar. In der Mitte dos Stiches sitzt Maria auf oinor Basonbank, in der einen Hand eine Weintraube, mit der andern das auf ihren Kniocn stehende Kind haltend. Rechts sieht man Joseph. Links orschoint ein dio Gtiitarro spielender Engel, während auf dor anderen Seite ein zweiter Eingel mit einer Krone für die Jungfrau herabschwebt, An einem Baum aste links hängt ein Täfelchen, welches dio obigen Buchstaben WW und die Jahrzahl 1557 enthält. Im Rande liest man: 0 Mater dei memento mei. H. 6 '/,., Br. 3 Z. 11 L. 1973. Unbekannter Formschneider, welcher in der zweiten Hälfte dos 16. Jahrhunderts in Sachsen thätig war. \VV X'w Joachim von Heust auf Planitz Jurist. Ganzo Figur. ^^-^W Links an einem PiedestaJ: M. D LXXXV Aetati» LX 1 1 1 und tiefer unten das obige Zeichen. Rechts das Monogramm des Zeichners, ZaCharia* Wehm, eines C ^m / P WW. Nr. 1974—1978. 397 Dresdner Malers, übor wclchon wir woitor unten handeln. Das Blatt wird von Bartsch IX p. 561 aufgeführt, Noch kennen wir einen zweiten Holzschnitt mit dem Zeichen \V W und dem Sohneidemesser, welcher demselben Kormschnoider angehören dürfte. Der Holzschnitt, dio Schöpfung der Thiere darstellend, ist aul' dein ersten Blatte von: Sächsisch Ohronicon. Wittenborgk 1596, Fol., in den Text oingodruckt. Dor Zeichner der Darstellung hat mit dem Monogramme UM «ignirt. Bio moiston übrigen Holzschnitte dos Werkos sind unbezeichnet. Bin paar Blätter haben die Initialen 11. V. 1974. Jacob Friedrich Wilhelm Wegener, ThiermaJer, Zeichner und Radirer, geb. In Dresden 1812, gest. daselbst 1879. X VW// '''•' m:, lte haiiiitsiichlich Wild und auch seine radfrten NA/V vj,'Yn obige erste Zeichen steht, nebst der .lahrzahl 1827, auf t\ry von ihm verfertigten Schlussvignette zu Thomas flffiff 1 Wilson's: Catalogue of the seloct eollection of on- gravings of an amatour. London, 1824, 4.. Die Vig- netto stellt Ilafan] vor, wie er auf Marc Anton'« Platte von Adam und Eva die Umrisse corrigirt. Die beiden anderen Zeichen kommen auf Kunstgegenständen vor, welche sich im Bositzo Ottley's befanden and sind seine Sammlerzeichen, Kr bildete seine Gemäldesammlung in den letzten Jahren des Torigen Jahrhunderts in Italien; der Verkauf derselben, um 1801 zu London, WZ. Nr. 1985-1988. 399 ergab die Summe von 21838 Guinoen; die Sammlung dor Handzoichnungen ging in dun Besitz dos Sir Th. Lawronco über. 1985. Wilhelm Zwirn, Maler, war um dio Mitto des IG. Jahrhundorts zu Born thätig. Er malto historischo Darstellungen, moistens aus dorn alten Testamente, Dio oberen ^y, L. Cursivbuolistabon sind einer leicht colorirton Tuschzoich- ■y-yr 7 v^ nung mit oinor Darstellung aus Daniel entnommen, weleho VV • 7 dor Künstler für dio Stadt Botorlingon ausgeführt hat; obonso sollen dio grüssoren Buchstaben auf soinon Arbeiten sich findon. 1986. Unbekannter Kupferstecher dos IG. Jahrhunderts. Nach dem Catalog der Sainniliing Delbeoq stehen diese Buchstaben, W. 7.. i n älterer Form, auf oinoin Blatte, welches Maria mit dorn Kinde vorstellt, stehend, auf dein Halbmonde und von Wolken und Strahlen umgeben. Links auf weissem Grundo zwischen der Gestalt der Maria- und den Strahlen stobt der Buchstabo W, rechts Z. 1987. Johann Karl Wilhelm Zahn, Architekt, Zeichner und Lithograph, geb. 1800 zu Rodenberg, bildete sich zunächst in W. Z. Kassel aus und ging dann auf ein Ja.br nach Paris und von da nach Italien, wo er thoils in Koni, thoils in Neapel, unter den Ruinen Pompeji'», thoils auf Reisen, besonders in Sicilien lebte. Als Früchte seines Italienischen Aufenthaltes erschienen dio „Neuentdeckten Wandgemälde von Pompeji", Stuttg. 182H, wie „Dio schönsten Ornamente und merkwürdigsten Gemälde ans Pompeji, Herculanum und Stabiä", Berl. 1828 80, welche Werke dem Künstler zahlreiche Gönner verschallten, dio ihm nicht nur ermöglichten, eigene Ausgrabungen an verschiedenen Orten zu veranstalten, sondern ihm auch das Museo bor- bonico und die nichtigsten l'rivalsaniniluiigen Italiens für seine Zwecke öffneten. Von 1H40, bis zu seinem 1871 erfolgten Tode, lobte Zahn in Berlin, beschäftigt mit diu- Herausgabe der von ihm gesammelten orna- mentischen Schatze des Alterthums, Indem er bei diesen Publieationen den lithographischen Farbendruck als Vervielfiltigungsniittel verwenilete und dessen Leistungsfähigkeit zu steigern BDChte, wurde seine 'Hurtigkeit von Kinlliiss auf dio Kntwiokeliing dieser Technik. Wir sahen Handzeichnungen des Künstlers, welche mit eiligen Buchstaben signirt waren. 1988. Unbekannter, wahrscheinlich polnischer Formschneider. Das Zeichen findet sich auf einein Blatte mit einem Denkmal in Form eines Obelisken. Der Holzschnitt scheint aus einer alten polnischen Chronik zu stammen. X. i 1989. Xhrouet, Maler, Welcher In der zweiten FTälfto des vorigen Jahrhunderts an der Porzellan-Mannfaotur zu Sevres hauptsächlich für ob itl Bologna, Forrara odor Modona bleibt fraglich. In dor Galorio Costabih zu Forrara hat man von ihm eine Kreuzigung und Grablegung mit obiger Inschrift. X. Nr. 2010—2014. 403 2010. X. M. C. von Schönberg-Rothschönberg, Kunstliebhaber, welcher in der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts .V. .S. /. ml. '■■ UtO. in Sachson lebte und zu soinem Vorgnügon radirte und lithographirte. Auf einom soiner radirten Blätter, welchos eine landschaftliche Parthie boi Kothschiinborg, dorn Rittorguto des genannten Kunstliebhahers, wiedergiebt, steht oben vorkehrt die liozeiehnung: X. S. f. ad. v. 1840. 2011. Unbekannter Architekturnialer, welcher, nach Heller's: Monogrammlox., um 1(152 thiitig gewesen sohl soll. X. T. Y. C. A. Es sind uns keine Arbeiten unter diesem Zeichen vorgekommen. 2012. Christoph van Utrecht, Maler, welcher gegen die Mitte dos 16, Jahrhunderts am portugisischen liefe thiitig war. Graf Raczynski schreibt ihm, in seinom Di- ctionnaire liistorico. artistiquo du Portugal, zwölf Gemälde zu, wolcho bis 1721 dio Capella rn.ir der (Jathedralo in Evora zierten. Sio erinnern an die Eyck'scho Schule, obgleich sie mehr als hundert Jahre später entstanden sind. Eines dioser Bilder, oino Disputa, bofindot sich gegenwärtig in der Bibliothok zu Evora. Dassclbo trägt die hier wioder- gegobonen, phantastisch geschriebenes Buchstaben, welche nach Raczynski X. V. zu lesen sind. Einigo wollen auch in dorn ersten Buchstabon ein F orkonnen und deuten die Signatur auf Vasco Fornandez. Doch lässt sich das X auch auf unsorn Künstlor deuten, da der Name Cristoph im altnortugisischen Xrovüo oder Xräo statt Christovito geschrieben wird. Bas V wird bekanntlich für U gobraucht. 2013. Unbekanntes Zeichen, auf der Copie eines Blattes von Israel von Meckenon befindlich. Das Original, bokannt unter dem Namen: das Zoitgliickloin, wird von Bartsch unter Nr. 145 aufgeführt! dio Copie hat dor gonannto Schrift- stollor jodoch nicht gekannt. Passavant schoint ein um die Rundung boschnittenos Exomplar gesehen zu haben, und schreibt dasselbe dorn Moistor H mit dorn Schnoidemossor zu, II., p, 206, dessen Monogramm or auf dorn Tisch vorn gefanden haben will. Eingohend dagegon beschreibt Druguliu dio Copie in dem Auctionskatalog der Kunstsammlung dos Horm D. 1). T * * *. Diosolbo giobt die Composition unverändert wioder und mit der gloichon Umschrift, aber von der Gegenseito; auch ist sio in Stichweiso und Auffassung noch feiner als das von Bartsch boschriobono Blatt. Dio wesentlichsten Verschiedenheiten bostohen darin, dass das vorliogondo Blatt oben nur dio Bezeichnung X W trägt, dio Schrift im Rando kleinor und mit anderen Abbreviaturen geschriobon ist, die Rundung koino Eckornamente aufweist, dio Krone dor Maria nicht oino goschlosseno Kaiserkrone mit Kugel und Kreuz, sondorn oin offenor Reif, und ihr Kloid nicht geblümt, sondern von einfarbigem Stoffe ist. H. 114 mm., Br. 104 mm. 2014. Ein lithographirtes Bildniss des Mateusz Kozlowski, 16, Y -w-tr trägt diese, einem uns unbekannten polnischen Künstler ange- A. Wt hurende Signatur. 26* 3£$a 404 X. Nr. 2015—ÜOUi. 2015. Unbekannter Kupferstecher, welcher in Polen thiitig war. Der Katalog der Sammlung Kraszowski, die im Jahre- I8(i. r > \r y in Dresden versteigert wurde, führt von ihm ein in dieser J\ . £j . \v 0 i sü bezeichnetes Matt auf. Dasselbe enthält die Krümmg der hl. Jungfrau. IG. 2016. Zeichen wolchos sich auf oinom Werko des Francesco q Xanto Avelli da Rovigo vorfindet, eines berühmten ' ^_a Majolicamalefs, von welchem bereits mehrfach In /~ unserom Werke die Bede war. X s6 ? Y. 2017. Angeblich dai Zeiulion des Jost de Negker, auch Dienocker goschriobon, eines Formschnoiders von Antwerpen, wolchor in den ersten Doconnien des 16. Jahrhundorts in Augsburg thätig war und u. A. die Zeichnungen zum ,,Tliouerdanck" go- Bohnitten hat. Man findet das Zeichen auf oinora kloinen Holzschnitt, welcher einen Edelmann mit einer Dame, dio vom Tode orfasst wird, darstollt. H. 2 Z„ Br. 1 Z. 3 L. 2018. Unbekanntes Zeichen auf einer Majolica von Caffaggiolo (Toskana). Diosclbo enthalt die Inschrifton: „Scmpor" rund ,.Glovis". „Seinpev" ist oin Wahlspruch der Familie f dar Modiceor. Das Wort „Glovis" rückwärts goloson : (* ,,Si volgo" „Es droht sieh" (nämlich dio Gunst des Glücks), ist das Motto des Giuliano, des Sohnes des Lorenzo. Vergl. A. Jacquomart: Histoiro do la Cerainique. 2019. Unbekannte Zeichen auf oinor Holzschnitt-Vignotto in Jac Carpontarii: Piatonis cum Aristotelo in univorsa philo" sophia comparatio. Paris 1573. 4. Die Vignette zeig* /wischen Laubgowinden zwei Genien mit oinom aufgeschlagenen Buche und an jedem Endo dor fricsartigon Darstollung einen Greif, von welchen der zur Linkon oin Schild mit oinom Y, dor zur Kochton aber oin solches mit dorn zwoiten dor obigen Monogramme hält. Letzteres hat viel Aehnliehkoit mit dorn im vorigen Bande, unter Nr. 2350, mitgethoilton Zeichen dos Pariser Buchdruckers Nicolaus Ohcsneau. 2020. Bonillat, Porzellanmalor, wird unter don zwischen 1753 und lWX) von der Manuf'actuv zu Sevres beschäftigten Künst- Or malto meist Blumen und Landschaften sich des nebenstehenden Zeichens. mm iN)U von ü< XjT lor " :u,f « oirihrt ' ry ' und bediente sie 2021. Marken, welche auf englischen, schottischen und irländischen Goldschmiedearbeiten sich eingeschlagen finden und nach Jj5 'V einem, bereits an früheren Stellen unseres Werkes er- O» ' wähnten System, dio betreffende Innung wie zugleich das J Entstehungsjahr dos Workos andeuten. 2022. Unbekannter Porzellanmaler, welcher für dio Manufactur zu Sevres thätig war und seine Arboiten in diosor Weiso zeichnete. Y 2023. Auf Kvzeugnisscn der Porzellan - Manul'actur zu Sevres deutet dii.'Ser Buchstabe zuweilen die .lahrzahl 177<> als Ent- v stchungszoit U. 406 Y. Nr. 2024-2031. 2024. Dioses Zeichon, welches auf Holzschnitt-Vignetten vorkommen soll, wird von Papillon I, 252 einem Fonnschnoidor Yoleste -\r oder Yolardt, zugotheilt. Der genannte Schriftsteller will von -^' demsolben Holzschnitte in Büchern gesehen habon, welche zu Rouen oder Bennos gedruckt waren. 2025. Zeichen welches auf französischen Münzen von 1539—1772 v vorkommt und dio Münzstätte Bourges andoutct. 2026. Zeichen, auf englischon Münzon, die Münzstätte York an- doutond. JAN 2027. Yan Dargent, oin französischer Maler der Gegenwart. In dorn Bucho: Los vrais Kobinsons. Par Ferdinand Donis ». et Victor Chauvin. Paris 18(33, befinden sich nach soinen +-^ Zoichnungcn gof'ertigto Holzschnitto, wolcho die hior m^gothoilto Signatur tragen. 2028. Jnan de Valdes odor de Baldes Leal, Maler und Radiror, geb. zu Cordoba 1(330, gost. zu Sovilla 1691. Das x Zoichen sioht man auf einem radirten Blatto, wolchos « r( TT" ^ on Katafalk bei der Heiligsiirechung dos Königs l V r Bt^j r ^°" Fernando III. darstellt. La Torre Farfan gab *"<5> r dio Boschroibung diesor Feiorlichkoit horaus, für Pvl<6 7/ wolchos Work das Blatt ausgeführt ist. Kin ganz ähnliohos Zoichen steht auf dor Ansicht dos Haupt- thoros dor Cathedralo von Sovilla. 2029. Karel van Ypern, auch Charles d'Ypres genannt, Malor, blühto um die Mitto des 16. Jahrhunderts. Kr hatte seine V/ Studien in Italion, insbesondere nach Tintorutto gomacht. In gr Ypern, soiner Vaterstadt, wio doron Umgebung soll man ohe- 1 dem violo Maloroion in Ool und Frosco von ihm gesehen haben, auch für Glasmaler soll er Zoichnungcn geliefert habon. In Lejeuno's: Guide de l'amatotir de tableaux wird das beistehende Zeichon ihm zugotheilt. 2030. William Harvey, Maler und Zeichner zu London, hat bereits Erwähnung gefunden und es wurde bemerkt, dass auf znhl- „ M reichen, nach seinen Zeichnungen gefertigten Stichen und V - J Holzschnitten Harvoy's Name durch die Buchstaben HY angedeutet ist. Auf einigen dieser Blätter jodoch steht das Zeichen vorkehrt, worauf hior noch aufmerksam zu machon war. 2031. Unbekannter italienischer Formschneider, von welchem Bartsch, XII. p. 74, 82 u. 147, droi, in dieser Weise bo- ß zeichnete Blätter beschreibt. UrOK 1) 8*- Johannes auf der Insel Pathmos die Apokalypse O " schreibend, Helldunkel in drei Platten. Kund. Durchmesser 6 Z. 2) St. Hieronymus, mit einem (Jrucitix in dor Hand, am Eingange in seine Grotte auf der Erde sitzend. Helldunkel in zwei Platten. Br. 10 Z. 2 L., H. 8 Z. 3) Ein Einsiedler, von hinton gesellen; er sitzt am Eingänge einer Höhlo und hält den Arm gogon ein Licht, welches links von oben herabfällt. Helldunkel von zwei Platten. H. 8 Z. 9 L., Br. 7 Z, Y. Nr. 2032-2031. 407 2032. Yves Marie le Gouaz, Kupferstecher, geb. zu Brost 1742. Er bildete sich in Paris untor Aliainot, wio sj)äter untor Y i f . n N. Ozanno's Leitung aus. Mit letztorom Künstlor war or - für das folgende, im Auftrago Ludwig XVI. bogonnono Werk tliätig: Nouvolles vuos porspectivos dos portos do France, dossinees par Ozanne ot gravoos par Lo Gouaz. 81 Bl. Pol. Im Lexikon findet man noch vorschiedono andere Arboiton von ihm aufgezählt. Sein obiges Zoichon steht auf Kupfern mit physikalischon und toelmologischon Gogonstiindon in dor Colloction Aoadomique .... Paris 1784. 2033. Thomas Major, Kupl'erstoeher, geb. zu London 1714, gost. 1768, hat in unsorom Worko bereits oino Stolle gefunden. Yor. Mit dem hior gogebonen Anagi'amm seinos Namons und dor Abkürzung dossolbon zoiehnoto or einigo Copion von Stichon Yonna. nach N. Berchom und D. Teniors, wolcho im Verlage von P. Basan zu Paris erschienen. 2034. Zoichon auf mittelalterlichen Münzen für Eisenach. z. 2035. Johann Gottfried Zeidler, Formsohnoidor, war in seiner friihoreu Zeit Prodiger im Maunsfeldischon und lobto spiitor e^fax* als Poet und Auktionator in Hallo, wo er 1711 gestorben «-' ist. Im Jahro 168ö schnitt er nach Cranach Dr. Luther's Bildniss für J. P, Schürf s Dissortatio do M. Luthero, omniuni Vhoologorum communi praoeoptore und begleitete es mit einigen seichten Torson. Oben stoht: Martinu» 1/tUherus, ea forma, 98 ff., welchen Artikel wir in dem folgenden Verzeichnis« dor sig- nirten Blatter Zoan Andrea'« benutzt, haben, Z Nr 2051. 411 Judith, stehend, steckt don Kopf des Holofernos in einen Sack, den ihr oino alte Begleiterin hinhält. Oben am liott dos Holoforncs die Inschrift: Diva. Jvdit., auf einem Knopf des Bettstiindors rechts die Initialen Z A. Pol. Gegonsoitigo Copio nach einom ungonannton Moistor. Maria, auf einer Easenhank sitzend und das Christuskind an dor rochton Brust stillend. Oben an einem Ast hängt eino Tafel mit dorn Datum 1505. Unten auf einem Steino das Zeichen, 8. Gegonsoitigo Copio nach Dürer, Bartsch 34. Auf dorn Original stoht dio Jahrzahl 1503 und reicht Maria dem Kindo die linko Brust. Maria mit dorn Affon. Union das Zeichen. Gegenseitige Copio nach Dürer, B. 42. 4. Dor büssonde hl. Hioronymus. Unten das Zoichon. Pol. Gegenseitige Copio nach Dürer, B. 61, mit oinigon Vorändorungon. Dio Busse des hl. Johannes Chrysostomus. Unten das Zoichon, 8. Gegonsoitigo Copio nach Düror, B. 63. Der hl. Sebastian, an oinon Baum gobundon. Zu den Füsson dos Heiligen das Zoichon, 8. Das Meerwunder oder dor Eaub der Amyono. In dor Mitte unton das Zoichon. Pol. Gogonseitige Copio nach Düror, B. 71. llorkulcs und Dojanira. Unten das Zoichon. Drei Amorino, von wolchon zwei oinon todten Adlor haltou. Unten das Zoichon. Pol. Monschlichos Todtongorippe auf einem Sockol, an wolchom sich eine latoinischo Inschrift befindet, Unter dorn Sockel das Zoichon. Don Hintergrund bildet eino Tapete, Pol. Dor Unbescheidene. Ein junger Mann schiobt behutsam dio linko Hand in das Mioder oines schlafonden Miidehons, das er auf soinon Knioon hält. An der Mutze des jungen Hannos sieht man das Zeichen. Fol. Löwe und Drache, nach oinor Aquarollzoiclinung dos Leonardo da Vinci, dio sich gegenwärtig in Florenz befindet. Unten das Zeichen. Pol. Araboskenfüllungon mit Figuren auf weissem Grundo. Folge Von 12 Bl. Fol. Nur oin Blatt der Folge ist bozoiehnot. Dasselbo zeigt einen Triton, welcher oino Laute hält, darübor zwei Satyrknaben und ganz oben einen Adler und zwei Knaben mit Trompoton. Unten rechts das Zoichon. Dio k. Kupforstiehsammlung zu Kopenhagen besitzt dio Platten dieser Arabcskonfolge. Araboskenfiillung mit Figuren auf woissom Grund. Unton drei bärtige Köpfe, darüber eine Vase mit sechs Amorinon und noch hoher vior Delphine und zwei Sirenen. Unten das Zoichon. Fol. Araboskenfiillung mit Figuren auf oinem Grund mit lvrouz- lohraJfirangen, Vier liegende Drachen am Fuss oines Kandolabors. Unten das Zeichen. Pol. Araboskenfiillung mit Figuren, auf einom mit KrcuzschralVirungcn bedeckten Grund. Seitenstiick zu dem Vorigen. Pin vierräderiger Wagen, auf wolchem ein mit Musikinstrumenten-, Streitäxten u. dgl. vorzierter Kandelaber steht. Unton am Wagen liest man: . DIV. FELIX.; links etwas hoher befindet sich eine zweito Tafel mit der Jahrzahl 1505. Unton in der Mitte das Zeichen. Pol. Araboskenfiillung mit Todtonküpfon und verschiedenen Tafeln mit lateinischen Inschriften, auf einom mit Kreuzsehraffirungen zugedeckten Grunde. Unten das Zeichen. Pol. Zwei ionischo Pilaster mit weissen Arabesken auf schwarzem Grund. Auf dem einen Pilaster ist, auf einem Täfelchen, das Zeichen angebracht, Pol. 412 Z. Nr. 2052 — 2053. Zwei ionische Pilaster mit Araboskon. Auf dem oinun Pilastor befindet sich in der Mitte die Inschrift: AB OLIMPO, und oben auf einem Täfelchen das Zeichen. Fol. Arabeskenfüllung. Unten ein bärtiger, mit Lorbeor bekränzter Kopf. Auf einer Tafel dio Inschrift: IIENEAS TK01A 8 . Unton in der Mitte das Zeichen. Pol. 2052. Giovanni oder Zoan Andrea Vavassori oder Valvassori, genannt Gnadagnino odorVadagnino, Ponn- . C • A ' sohnoider u.Vcrlogcr, welcher zu Anfang des O /V ' .3 • cl, 16. JahrhundortsinVonodigthätigwar. Man thoilt domselbenvorschiodeuo, in der von uns 3gegebenon Woiso bezeichnete Holzschnitte y A • r zu. Früher identificirtc man dioson Form- Jschneidor£mit dem oben unter dem Namen t /\ s F^j- /.oan Andrea oingoftihrton Kupforstocher; ' ' '-' jodoch machte bereits Ottley darauf aufmerksam, dass nicht blos 3, yv -j-J TN ■DT"-' 9--r / dio Monogramme, auch 0 \//-\ l j\Uf\jLj~\% dio Buchstaben auf den / *■ Holzschnitton oino andere Form haben als auf den Kupferstichen. Der genannte Kunstkenner nahm an, dass der Form- sohneidor, welcher mit dem Buchstabon Z A, dio zuweilen von I A begleitet werden, signirt, und der sich auf dorn-zehnten Blatt des 1516 pei A. Pagattini in Venedig verlegton Nachdrucks der Dürer'sehon Holzschnittapokalypso Zotta Andrea unterzeichnet, kein anderer Form- Schneider soi, als dorjonigo, wolcher mehrere Holzschnittfolgen, wie auch einzelne grosse Formschnitte vom Anfang dos IG. Jahrhunderts mit seinem ganz ausgeschriebenen Namen bezeichnet habo und sich darauf Giovanni Ami reu ValboBwri detto Ouadagnino odor mit einiger Abänderung Joanne Andrea di Vavaseari ditto Vadagnino nenne. Freilich zeigen die dorn Vavassori so zugeschriebenen Holzschnitte wieder untereinander eino zu grosse Verschiedenheit, als dass man sio ohne weiteren Vorbehalt für Werke einer Hand ansehen könnte; indessen wird man Vorläufig doch an dem gegebenen Namen festhalten müsson. Ausser den bereits erwähnten 15 Blättern, Gopten der Dürer'schen Holzschnitt- Apokalypse, welchen die obigen Zeichen entnommen, und den 18 Holzschnitten mit den Arbeiten des Herkules, deren letztes Blatt Vavassori's ausgeschriebenen Namen trägt, thoilt man dem Künstler mich die Holzschnitte in den Polioausgaben von Ovid's Metamorphosen, Parma 1506, und dos Livius römischon Geschichten, Venedig 1520, zu, ebenso die Holzschnitte der deutschen Ausgabe eines Breviers, welche unter dein Titel: Deutsch-Komisch Brevier (odor Botbuch auch die Lieben Zeil genannt) bei Gregor de Grcgorius 1518 zu Vonodig gedruckt wurde. Bin grosser Holzschnitt, welcher letzterem Brevier beigegebeil ist und die Krönung der Maria durch die hl. Dreieinigkeit darstellt, wird von Brulliot II, Nr. 2784, beschrieben. 2053. Nach Gori Gaudellini: Notizio degli intagliatori etc. sind 21 gestochene Blättor einer Folgo von Ornamenten theils mit tj. A. den Buchstaben '/< .1, theils .1/ Z bezeichnet, Der genannte Schriftsteller schreibt die Folge «lern Martin Zasingor odor Zatzinger zu, einem Goldschmied und Kupferstecher, der um 1500 in Bayern thätig war und von welchem bereits Band IV, Nr. 2278 ausführlich die Rede war. Z. Nr. 2064 — 2059. 413 2054. Zuan Aloys Bataja, Münzaufseher in Venedig, 1646 bis 11147, und /. a. ]!. Zuan Amadeo Bontini, desgl. 1793, deuteten mit diesen Buchstabon auf Gepräge!) iliro Namen an. 2055. Zacharias Dolendo, Zeichner und Kupforstechor, geb. um 1516 zu Loyden und ein Schüler des de Ghoyn, 7 T)n It f ls ^ '' ere its unter seinem Monogramme, Bd II, *,«.. JJO.^etur. Nr. 1472 eingeführt, Auch mit dorn ab- . _ * C ßn gokür/.ton Namen, wie beistehend gozoigt, &OL-J3olfrM OCW-p>- pflogte er zu signiren. Das ersto Zeichen findet sich auf einigen Blättern dor Folge mit den Aposteln, Rundo; das zweite Zeichen auf oinor, nach (!. van Blander gestochenon, figurenreichen Compositum, betitelt: Confuafe Babilonica, gr. Fol. Noch kommen auf anderen Blättern die Abbrevia- tulen Z . DO und Z . DOLen vor, wovon weitor unten. 2056. Zuan Andrea Pasqualigo, 1747 Münzaufseher in Venedig, z . a . r. bedionto sich dieses Zeichens. 2057. Zuan Aloys Salomon war 1652 und 1668 Münzaufseher 7. a s. zu Vonodig und soll auf Goprägcn in dieser Weise seinen Namon angedeutet haben. 2058. Giovanni oder Zoan Andrea Vavassori oder Valvassori, genannt Guadagnino odor Vadagnino, Formschnoidor und Verleger, in den orston Deconnien des 16. Jahrhunderts zu Venedig. Dio gegebenen Zoichon stehen auf Werkon seines Verlags. Das ersto kommt in der Za\ ("-y a "\ Sodezausgabo dos Offlciü hebdomode. — ili<> 18 JiniiiKr// vor; das zweite Zeichen in: DI Buggtto di Bartolom$o horirolo rniiil r/mitro, kl. 8. Complieirtor und mit einem beigefügten Castelle sieht man dieses Vorlagszoichen in oinom Bündchen mit 52 Blättorn Ottave rime, mit dor Adrosso am Ende: Per ffiotanni Andren Vavassore detto &ua- dagninO et Florio fratcVo Nel Anno del Signore MDXXXXIIII. Aiich in oinom mit violen Holzschnitten geziorton Werke: La Vita
  • % fohlt und das Dürer'sche Zeichen ist sehr klein wiedei- 'J 7 P' gogohen. Unten rechts steht das obigo Monogramm des Copisten. H. 4 Z. 3 L„ Br. 2 Z. 9 L. Z, Nr. 8065—2070. 415 2065. Dieses Zeichen findet man 'auf einem radirten Blatte mit einer allegorischen Darstellung der Wissenschaften, ■"jr^o it^w woluho den menschlichen Geist erhellen. Eine antik "■£-• " \t gewendete Fraa öffnet einen reich geschmückten, mit Büchern und Manuscripten angefüllten Koffer, aus welchem einige Schlangen, dio Symbole dor Woishoit, horvorkommcn, Während eine andere Frau eine Lampe, das Lieht dor Wahrheit, anzündet. Vor dem Lichte Sieht ein gehörnter Mann und einige Fledermäuse, üben sieht man einen Theil des Thierkroisos mit den Zeichen dos Fisches und des Wassermanns u. s. w. Dio liuchstaben Z B M stehen, nobst der Jahran! 1557, unten links; auf späteren Abdrücken kommt auf dorn Blatto noch ein, aus den Buchstaben C IB oder DIB bestehendes Verlegerzeiehen vor, welches wir beroits Bd. II, Nr. 244 gegeben haben. IT. 182.10 L., Br. 8 Z. 10 L. Der Band unten 4 L. Brulliot, wolchor das Blatt ausführlich beschreibt, vermuthot unter dem Monogiammiston Z B M. don Zoan Battista Mantnano, dor jedoch damals kaum noch gelobt haben dürfte Seine Blätter sind von 1528 bis 1640 datirt. Immerbin aber könnten die Buchstaben Zuau Battista Mantuano bedeuten, d. i. <.Uov. Batt. Bertano Mantuano, von welchem in unserem Work, Hand I. Nr 1715, dio Bodo war. Noch wahrscheinlicher Ist, d&SS sich das Zeichen auf Giovanni (oder Zoan) Battista d'Angeli, genannt Giov. Batt. dol Moro, einen Maler und Kupferstecher von Vorona, bezieht. 2066. Giovanni Battista Mola, Maler und lladiror, nach Malvasia ein Franzoso, von Chartres gebartig, nach Andorn um z. b. Molo f. Ifi20 in Lugano geboren. Br kam mit Albani, als dessen Schüler und Gehilfe, von Bologna nach Rom, wo sich noch verschiedene Gemälde in der Richtung seines Meisters von ihm vorfinden! Bartsch, XIX. 201), beschreibt die von dem Künstler radirten Blätter, darunter bolindot sich eines, welches nach Malaspina II. 317 dio obige Bezeichnung trägt. Das Blatt stellt dio Susanna, von den Alten im Lade üborrascht, dar; links Cupido in der Luft, nach A. Oarracci. H. 13 Z. G L., Br. 8 Z. 10 L. 2067. Im Katalog der Sammlung Sykes wird ein in dieser Woise ,. „ ,, bezeichneter Stich mit einer allegorischen Darstellung /. B. V. ir,r>7. angeführt. 2068. Ein Zoichon auf venetianischen Münzen aus den Jahron 1710 und 1711, welches sich auf den Münzaufsobor Zuan '■ Jf - v - Bartolomeo Vitturi bezieht. 2069. Clemens von Zimmermann, Historien- und Porträtmalor, gob. 1780 zu Düsseldorf, gest. 18(ii) zu München. Er Professor an der Münchoncr Akademio und wurdo 184G ^^^- von König Ludwig zum Director dor k. Contralgomälde- galorio ernannt, von wolchor Stello er 1850 in den Ruho- / aus dem Jahre 1840 bozoiehnote. Die Blätter sind JLi %JC . geistreich gezeichnet und enthalten Darstellungen aus Algier. z. F. z. F. 8 z. f. c, 2083. 2-?(*M 2084. Nach Bartsch, XV. p. 380 steht dieses Zeichon auf der Copie eines Stiches des Giovanni Battista Mantnano. Das Blatt stellt Amor, das Zimbal spiolond, dar. TJober don gonannten Meistor und soino Blätter ist Band III. Nr. 1995 unseres Werkes ausführlich gehandelt worden. Unbekannter Goldschmied, war in der zweiton Hälfte des 17. Jahrhunderts in Nürnberg thätig. Obige Bezeichnung hat nach Börner ein gostochones Blatt, welches Laubschnörkol und verschiedene Blumen darstollt. Achtock. H. 1 Z. 11 L„ Br. 1 Z. 7 L, l&>^ 2085- Zacharie Heince, oder Zacharias Haentz, Heinze oder Heintze, Maler und Kupferstecher. Er war in Paris thätig und stammte Monogrammisten. Dd. V. 27 418 Z. Nr. 2086-t2086. _ vermutldich aus dor Schweiz. Soino Lebenszeit wird von J?j\ Hassan vuu 1611— 1669 angegeben. Man spricht von ein •* paar Bildern, welche er für Notre-Damo ausfülii'tc. Aussordom hat er zu vielen Stichen die Zeichnungen geliefert, u. A. zu den beiden von Bignon gostochonon Werken: Les portr&its des pleni- potontiairos ä la paix de Munstor. Paris 1648. 8., und Los portraits des illustres Francais, qui sunt peints dans la Galeric du Palais Royal otc. Paris 1660. Fol. Noch hat man von Hoinco droi eigenhändige, geistreich behaudolto Sticho nach Primaticcio, welche von Robert Dümesnil, V. p. 133 ff. beschrieben werdon: 1. Dio schmerzhafte Mutter mit dorn todton Heiland auf dem Schoos. Unten steht: Bolengna inuent. Zllanitz. Dio beiden ersten Buchstabon Z H des Künstlernamens sind, wie oben von uns gozeigt, in einander gestellt. H. 203 mm., Br. 128 mm. 2. Eine Gruppe von fünf Kindern mit Weintrauben. Links, an einemFolsen, stoht in einem Täfelchen: FRAOOIS PßlMADIS Bolog n gne focit etc. und seitwärts sehr undeutlich: HEINZ 168, Bartsch XVI, las letzteren Namen irrthiimlich Heuy und orklärt diesen Heuy mit dem von Fiorillo erwähnton Havy für Kino Person. H. 188 mm., Br. 142 mm. 3. Ein junger Mann im spanischon Kostüm mit einem Korb, in welchem sich Waaron befindon. Oben rochts: Bolognt und darübor, vorkohrt geschrieben: Boulongm inv. Z. Ifcintz. H. 93 mm., Br. 53 mm. 2086. Zacharie Heince, der oben eingeführte Maler und Kupferstecher. Dio gogobonen Initialen", durch wolcho sein Zrj. Namo angedeutet ist, findot man, mit dem Beisätze: • n! DD. (Donat Dedicat) auf oinem Stiche mit dorn Bildnisse des Papstos Aloxander VII. Er ist in halber Figur dargestellt, in Droiviortel-Ansicht nach links. Im untern Rande: Alexander VII Papa. Creatus 7 Apr. 1655 Antoa Fabius Ghisius. Aetatis suae 57 etc. H. 7 Z. 9 L., Br. 6 Z. Das Blatt ist von Jean Alix gestochen. Auch Michel Dorigny und Franz Bignon habon nach Heince gostochon. 2087. Unbekanntes Zeichen, wolchos, nach Christ p. 312, von Einigen dem Augsburger Formschneider, Radirer und j Briefmaler Marx Anton Hannas zugethoilt wird. Wir I 5 # 2, haben über letzteren Moister an verschiedenen früheren Stellen unsereg Werkes gehandelt, Die Zeit seinor Thätigkeit will nicht mit der, dem obigen Zeichen boi- gogebonon Jahrzahl übereinstimmen. Letzteres scheint aus den Buchstabon Z H I oder Z 111 zu bestehon und möge hior seinon Platz findon. 2088. Jacob Zuberlein oder Züberlein, Maler, welcher gegen Endo des 16. Jahrhundorts zu Tübingen thätig war. Sein tÄ||v Zoichon, aus den Buchstaben I Z bestohond, wolchon zu- weilon, in Anspielung auf soinon Namon, ein kleiner Zubor beigegeben ist, kommt auf Holzschnitten vor, zu wolchon der Künstler die Zeichnungen geliefert hat. Derartigo Holzschnitte mit obigen Zeichen findon sich in folgendem Werke: A. M. Erhardi Cellii, Imagines Profossorum Tu- bingensium Senatorii praoeipue ordinis etc. Tubingao 1596, 4. Ausserdem kennen wir noch oin Blatt, auf welchem das obige kleinere Zeichen steht. Das Blatt stellt oinon Sterbendon auf seinem Botto dav, welchem oin Geistlioher Trost zu- 4 % t. Nr. 2089 — 20(14. 419 spricht und dem der Tod die Sanduhr vorhält. Oben Host man: fünft Caluinsche Artieul, darmit ein Christ, der im Caluinischen Glauben absterben /rill, sich in seinem todbeth trösten soll etc. Unten: Gedruckt, zu Tübingen M. D. X. C. Gr. Pol. Ob Zubcrloin, wie Einige wollen, sich selbst als Formschneider bethätigto, muss dahin gcstollt bleiben. 2089. Unbekannter Formschneider und Zeichner. Die beidon Monogramme stohen auf dorn Titelholzschnitt zu: Des -fr -fr Fürstonthumbs Würtomberg gomoino Landesordnungon. 4 4- Stuttgart 1507 Das Blatt zeigt das herzoglich würtem- bergische Wappen mit dem Spruchzettol: J. D,M. I. JE. zwischen zwei Säulen; über dem Wappen die Titelschrift. Unter der Säule, zur linken Hand, steht das erste Monogramm; unter der anderen dasjenige mit den drei Punkten. 2090 Nach einer Nagler'schen Notiz befindet sich ein Gemäldo mit diosom Zeichen in einer Münchener Privatsammlung. Das Gomälde stellt Maria vor dem Botpulte dar, rochts der verkündende Engel, wolcbor einon Sceptor mit m einer Bandrolle emporhält. Auf der Rolle . \ • U • \>/\ stohen einigo lateinische Worte. Don Grund sJV^ *-\. O / V bildet ein grüner Vorhang. Die Figuren sind ziemlich roh bohandelt. Naglor zweifelt an dor Echtheit des Monogrammos, da die Maleroi auf das Endo des IG. Jahrhunderts und oine noch spätere Zoit deute und von dorn Jahro 1457 als Entstehuugszeit des Bildes keine Rode sein könne. 2091. Unbekannter dentscher Künstler, desson hier mitgothoiltes Monogramm Brulliot auf mittelmässig mit ±dem Stift gezoiehnoton Bildnissen fand. Viel- , 1 £^Z O leicht ist ein Spross der Augsburger Maler- ' ) familio Zan unter diesem Monogramm zu suchen. 2092. Franz Joseph Zoll, Malor von Mohringen im Schwarzwaldo, machte seine Studien in Carlsruho, München und Rom und * wurde 1825 Galloriedirector in Mannheim. Er starb 1833 r f au f 0 i n er Reise in München. Man hat vielo Bildnisse und M auch einigo Altargomälde von seiner Hand; er bediente *---- sich zuweilen des obigon Zeichons. 2093. Joseph Anton Zimmermann, Zeichner und Kupferstecher geb. zu Augsburg 1705, gest. zu München 1796, ist rV r ^ r bereits unter dem Zeichen I A Z eingeführt Die hier #'> / 4f)t mitgethoilton Monogrammo stehen auf Bildnissen bayerischer Fürsten und Fürstinnen, wie auch auf einigen gestochenon Blättom mit historischen Gegenständen. 2094 Joseph Zeiss, Landschaftsmaler, geb. 1796 zu Bamberg, studirte in München, woselbst or auch später längoro r«y Zoit thätig war. Er hat in dieser Weise Gemälde, / g Jf/Q . Zeichnungen und Radirungen bezeichnet, 27* 420 Z. Nr. 2095 — 2102. Zv 2095. Jacob Ziegler, Malor von Bamberg, stand 1575 — 7G in Diensten des Bischöfe Veit von Würzburg. Er malte ■r, Bildnisse, und historische Darstellungen. Im Domo 'Y I— ts/\ zu Bamberg ist ein Gemälde von ihm, «reiches in ■^H * 15 Abtheilungen das Lebon dos hl. Goorg vorstellt und dieses Zeichen mit der Jahrzahl 1575 trägt. Das Monogramm verloitete G. v. Murr in seinen Denkwürdigkeiten Bamborgs p. 30 das Werk dem Johann Zübcrloin anzuschreiben, Die dorn Monogramm beigefügten Buchstabon HM sollen, nach Keller, Hofmaler bedeuten; nach dem darunter stehenden Wappen könnte man auch annehmen, dass sie sich auf den S-Hiftor des Gomäldcs bezogen. 2096. E. W. Zimmer, ein Kupferstecher und Pormschnoider, von welchem boreits unter dem Zeichen Z die Eedo gewesen ist, /.im. signirte mit dieser Nanienskürzung von ihm gefertigte Holzschnitte in Conrad Justinger's Berner (Mironik, horausgogelien von E. Stierlin, 1819. 2097. Zacharias Julius Wefer, Münzmeister in Stollberg, Ellrich und Mühlhausen, 1G73 — 1G76, zeichnete Gepräge mit diosen '/.. [. W. Buchstaben. Ausserdem bediento er sich noch eines aus I. '/.. W, bestehenden Zeichens. 2098. Zacharias Kooh, Zeichner in Goslar um 1606. 1). Lindeiner hat nach ihm verschiodone Blätter, unter Andorn oine Ansicht von Goslar, gestochen, auf welchor sich diosos • tttltf.' Zeichen findet. Das auf dem Blatto noch befindliche Monogramm Lindeiner's ist bereits unter D L gebracht worden. 2099. Zacharias Lechse, ein unbekannter Künstler, welchor oine Folge von circa zehn Blättern mit Darstellungen von Zior- T-r brunnen und Gartendecorationen radirt hat. Dieso Folgo be- )[ fand sich in der Sammlung des Grafen Sternborg-Manderscheid, ** * und im Katalog jener Sammlung wird die Vermuthung ausgesprochen, dass dio dargestellten Gegenstände oinem sächsischen Lustgarton entnommen seien, weil an einor Statue das sächsischo Wappen sich befinde. Dio Blätter tragen das obige Monogramm. 4. und fol. 2100. Lorenzo Zacchia il Giovane, Malor und Kupforstecher von Lucca, war um 1550 —1580 thätig. Sein hier mitgetheiltos Monogramm steht auf einem Kupferstich, wolcher den Kampf '"p der vier Eeitor nach dem Carton des Lionardo da Vinci vor- •4- 1 stellt. Dioses soltone Blatt ist zwar, wie aus der Unterschrift, —' hervorgeht, von Zacchia herausgegeben, os fragt sich aber, ob er os selbst gostochen hat. 2101. Dieso Buchstaben auf italienischen Münzen beziehen sich z. l. auf Zuan Loredan und Zuan Lippomano, von welchen orstorer 1590 und letzterer 1592 Rector der Münze in Oattaro war. 2102. Nicolaus Zimmermann, Malor, geb. zu Köln 1766, gest. daselbst 1833. Er hatte sich in Düsseldorf ausgebildet und malto vorzugsweise Scenen aus dem Bauern- und Soldatenleben. Daneben versuchte er sich auch in dor Glasmalorei; auf zwei derartigen kleinen Arbeiten, von welchen die oino 2M ffi ZM Z. Nr. 2103 —2109. 421 den leidenden Heiland (Ecco homo!), die andere Maria mit dorn Jesuskinde in oinor Landschaft darstellt, kommen die obigen Zeichen vor. 2103. Martin Zasinger oder Zatzinger, ein Goldschmied und Kupferstecher, der um 1500 thätig war und über welchen bereits Band IV unseres Werkes, unter Nr. 2278, ausführlich gehandelt worden ist. Sein Zeichen, aus den Buchstaben M Z bestehend kommt in der hier mitgotheilton Weise, verkehrt, auf einem Stiche vor. Letzterer stellt einen jungon Mann dar, wolcher eine junge Dame in einem Cabinet embrassirt. Im Grunde rechts, über einem Fenster stoht die Jahrzahl 1503; vorn auf derselben Seite, lehnt an der Mauer das obigo Tafelchen mit 'den vorkehrton Initialen des Meisters. H. 5 Z. 9 L., Br. 4 Z. 2 L. Bartsch boschreibt das Blatt VI, p. 378, Nr. 15. 2104. Unbekannter Maler, welcher im 16 Jahrhundert in Süddeutschland thätig war. In der Franziskanorkirche in Lindau sieht man an der Südwand ein grosses Wandgemaldo dos Jüngsten Gerichtes von seiner Hand In der Mitte thront der Weltrichter, Heilige umgeben ihn. Unton wogt das Meer, das seine Todten wiedergibt. Rechts steigen die Seligen zum Himmel empor, während sich gegenüber die Verdammten bewegen. Unten bei den Soligen kniet der Franziskaner (Provinzial), welcher das Gemälde ausführen Hess. Der Maler hat seinen Namen durch toBttoh- stabon Z M angedeutet und letzteren die Jahrzahl 1616 beigefugt. Die Tradition nennt einen Mönch als den Maler des Bildes. Naheros über dasselbe findet man in Sighard's: Geschichte d. bild. Künste im Konigr. Bayern, p. 608. 2105. Folgonde Münzboamte bedienten sich auf Geprägen dieses z. M . Zeichens: ,. _ Q Zuan Magno, ßector der Münzo in Cattaro 1598. Zorzi Morosini, Kector derselben Münze 1638. Znan Moro, Münzaufseber in Vonedig 1781. 2106. Unbekannter Kupferstecher des 18. Jahrhunderts, von y ' welchem wir einige kloine, unbedeutende landschaftliche Blätter sahen. 2107 Aohille Zo, Maler in Paris, aus Bayonne gebürtig und ein Schüler Couturo's. Kr malt mit Vorliebe Scenen aus dem spa.ni- Zo. schon Volksleben. Wir geben hier seinen Namen, da derselbe leicht für eine Kürzung angesehen werden konnte. 2108. Das Selbstbilduiss des Giovanni Bellini im Louvro, Sammlung Campana, ist auf Zorzoni Titiani praeeeptoris opus, der Rücksdtetai dieser 2109 Gerard Soest, Bildnissmaler, aus Wostphalen gebürtig. Er arbeitete mit viel Erfolg längere Zeit in London, wo sieh Zoust pinx noch verschiedene Arbeiten von ihm vorlinden und wo er 1681 im 44. Jahre gestorben ist. Auf einem Blatte mit einem männlichen Porträt, welches Thomas Johnson nach ihm ge- Stoehen, findet sich der Name unseres Künstlers Zoust geschrieben, 422 Z. Nr. 2110 — 2113. Das in schwarzer Kunst ausgeführte Blatt führt die Unterschrift: The R< Hono hu Edward Earl of Clarendon Lord High ChaneelJor of England and Chancellor of the Unirersity of Oxford. Anno Dom. I0C7. Fol, 2110. Unbekannter italienischer Formschneider, wolcher mit kleinen Darstellungen aus dem alten und neuen Testament fol- 'l> P. gendes Buch schmückte: Officium beatae Mariao Virginis, S. Pii V. Pontificis maximi iussu editum, et Vrbani VIII auctoritate rocogni- tum. Additis Psalmis, Hyinnis etc. Venotiis, ex Typographia Balleoniana. LDCCXXXIII. Das Zeichen findet sich auf folgenden Darstellungen: Der König David, knieend, in der Luft ein Engel. Die Buchstabon Z P stehen links bei der Harfe. Die Geburt der hl. Jungfrau. In der Mitte unten die obigen Buchstaben. Das Begräbniss Christi. Unten in der Mitte dio Buchstaben. Das Pfingstfest. Unten nach links die Buchstaben. Die Holzschnitte sind in den Text eingedruckt und haben 3 Z. 3 L. Höhe und 1 Z. 10 L. Broite. 2111. Unbekannter italienischer Formschneider, welchor wahr- schoinlich mit dem im vorhorgehonden Artikel bo~ Z. P. F. Roma. sprochenen Künstler identisch ist. Der Buchstabe F in dem Zeichen dürfte mit Fecit zu deuten sein. Das Zeichen steht auf einem Blatte, welchos- dio Madonna mit Krone, Scliloior und Storneninantel vorstollt. Sio hat das Kind auf dorn Schoosse. Von Mutter und Kind träufelt Blut horab, das ein bärtigor Mann auffangt. Darunter: Santitsima Viryinn Mudre dl Dio etc. 2112. Unbekannter neuerer Landschaftsmaler. Sein Zeichen fanden wir auf einem geschickt behandelton Bilde, welches ein Stück See mit waldigem Ufer darstellt und im Vordergründe mit oinom Hirtenbuben und ein Paar Kühen stafl'irt ist. Möglich, dass das Zoichen dem Richard oder Robert Zimmermann angohört; zwei Brüder, welche, aus Sachson gebürtig, lange Zeit in München thätig waren. Richard Zimmermann ist 1875, Robort 1864 gestorben 2113. Reinier Zeeman, Marinemaler und Radirer. Soin eigentlicher Familienname ist Nooma, er war in seiner Jugend Seemann, holländisch Zeeman, und ist als Künstlor unter letzterem Namen bekannt geworden. Dio Nach- ~ J i? pc Metfor richten über sein Lebon sind sehr dürftig, weder Ge- j ma/v burts-noch Todesjahr weiss man anzugeben. Man kann nur sagen, dass er um 1650 in Amsterdam gelebt hat; da auf dem Titel einer Folge seiner Blätter (Nr. 23—30) steht: Faicts par lin. Zeeman a Amsterdam, Ao 1656. Nach einigen andern Blättern scheint er auch in Frankreich sich aufgehalten zu haben. Dio Radirungon des Künstlers sind meist fein durchgeführt und zeigen oino genaue Konntniss des Seewesens; auch geben sie das Wellonleben des Moores mit grosser Wahrheit wiodor. Bartsch V. 12611'. beschreibt 15 I Blätter. denen R. Woigel: Supplements au Pointre gravour I. p. 247, noch oine Anzahl andorer boifügt. Ks kommen Copioon und Nachahmungen dor Radirungen Zeeman's vor, welche in älteren Katalogen zuweilen als Originale aufgeführt werden, doch sind diese Blätter viel roher bohandelt. Der Meister hat seine Blätter meist mit li. Zeeman oder auch Zeeman bezeichnet; doch kommen auch dio oben gogobonen Initialen vor. So zunächst auf einem seltenen Blatt, welches zuerst von Woigel, Suppl. z £ A/ Z. Nr. 2114 — 2118. 423 au Pr Gr I p 175, boschrieben worden ist. Das Blatt stollt dio Apotheose dos Admiral Marton Harportsz Tromp dar. Im oboroii Thoil der Platte fahrt der Admiral auf einem feurigen Wagen, vonlama und 1 od bedoitct, in die Pforten der Ewigkeit; im untern Theil ist die Soo- sehlaoht von Schovelingon im Jahre 1653 vorgostellt, in wolehor Iromp ^inen Tod fand. Wahrend dio erste Abtheilung von M. Mozyn, ist die zweite goistroich radirto Abthoilung joden Falls von Zeeman ausgeführt. In der linken Ecke unten stehen die Buchstaben £ M, und gegen rechts: M. Mozipi BCillpsti, weiterhin: Lodeaf/tke*. h.mnhl. H. 6 /. 11 L, Br * Noch tind uns vier andere Bildnisso holländischer Admiralo, von M Mozvn auf ovalen Platten gestochen, bekannt. Sie sind in einem Pas epartout abgedruckt, welcher zwei posaunende, einen Lorbeerkranz hXnde Genien, Waffen, Fahnen nnd Anker zeigt, mit den Beischriften: W v Hnldo Invonit M Mozyn sculpsit. - Tot Amsterdam by Fredonck de Wi" Zu uXrst sieht Lau eine Flotte links in der Ferne Felsen- wände und vorn einen schmalen Streif der flachen Küste, wo zwo Matrosen sitzen, zwei stehen und ein fünfter mit emom langen Bootshaken landet Ss iT Wasser sieht man die oben gegebenen Initialen, das anüet, LanKs im v» geschilderte Mar ne radirt hat. Höho der Zeichen Zeeman s, ™«««Jg L Br 7 Z. 8 L„ Höhe der Passopartout- eteteren Rad ung 1 Z. | »^ ^ fc portriits siml ß g 9 L K undöZ.2i.tedt «** stoll °» fol ^' nde A.lnurale dar: 1 Tan vanGden 3 Lievens Pinxit. Dieses Bildniss erwähnt auch Bartsch Oeuvre de llembrandt II. p. 175, gibt aber den Passepartout und die unten befindliche Marino nicht an. 2) Märten Harportz Tromp. J. Lievens Pinxit. cn Pnmniio Trnmn G v. Eeckhout delineavit. 4 Schael de Zyter.' Ohne Angabe des Zeichners oder Malers. Wahrscheinlich hat Heinrich van Aldo das Bildniss gezeichnet. 2114. Zuan Riva, Münzaufseher in Venedig, 1093 und lt>94, z. E , signirto Gepräge in dieser Weise. 2115 Unbekannter Goldschmied, welcher in Nürnberg thätig war. Das Zeichen steht auf einem, von ihm *$-- a • gestochenen, seltenen Blatt, wolches drei •<&JI>>*1* *y» >I*4, Blumen auf gemeinschaftlichem Stengel in einem Schilde vorstellt. H. 1 Z. 7 L„ Br. 2 Z. 2116. Diese Nanionskürzungen stehon auf den gestochenen Illustrationen eines Kalonders und boziohen sich auf Z tt' E. f. E. W. Zimmer, einen zuletzt in Bern thätigen Zeichner und Kupferstecher, nnd auf seinen Lehrer E. L. Riepen- Zr. et Itiep. SC. hausen in Göttingon. Von boiden Künstlern ist in unserm Werke bereits gehandelt worden. 2117 Unbekannter deutscher Zeichner, dessen Monogramm sich J 1 auf einor Federzeichnung in der Sammlung zu Erlangen findet. T Hie Zoichnung auf rothbraunem Papier mit weisson Lichtern ^7" enthalt dio perspektivische Ansicht einer Strasse mit hohen Gebäuden. H. 11 Z. 4 L, Br. 8 Z. 2118 Unbekannter deutscher Kupferstecher des vorigen Jahrhunderts, von welchem Brulliot radirto Blätter mit 7>v je hCj diesem Zeichen sah. 424 Z. Nr. 2119-2126. Z S 2119. Unbekannter Formschneider um 1550. Brulliot II. 2796 gibt beistehendes Zeichen nach Holler's Monogrammenlox., mit der Bemerkung, dass er keine derartig signirte Blätter kenne. Wir sahen die Buchstaben auf Seito 275 des Werkes von Georg Agricola: Vom Bergwork XII Bücher — —. Basel 1557. Fol. Das gut geschnittene Blatt stellt einen Goldwäscher vor. 2120. Zscheckel, Formschneider, war um die Mitte dieses Jahrs hunderts in Dresden thätig und bediente sich zuweilen dieses Zeichens. Wir fanden lotzteros auf zwei Holzschnitten nach L. Richter und O.Pletsch in Georg Scherer's: Illustr. doutschom Kinderbuch. 2121. Der Name des Zaocaria Salomon, welcher 1569 und 1570 v s< Rector der Münze in Oattaro war, findet sich auf Geprägon in dieser Weise angedeutet. 2122. Joseph Petzl, ein Münchenor Gonromalcr, wolcher in unserem Worko boreits Erwähnung gefunden hat. Kr bediente sich auf früheren Arbeiton dicsos Zeichens, das alle Buchstabon seines Namens enthält. o&<* Z 2123. Pietro da S. Vito, Maler im Friaul zu Anfang des 16. Jahrhunderts und, wie Crowo und Oavalca- r/ - • i UXT'~ p seile vermuthen, oin Gohilfe dos Gian /jUtl J)ierO (le B VlO I. Franzesco da Tolmezzo. Sein Name findet sich in der gegebenen Weise auf einem Bilde in der Kirche zu Provcsan. Die von den oben genannten Schriftstellern als werthlos bezeichnete Arbeit stellt eine Madonna mit dorn Kinde und dem heil. Rochus dar. 2124. Alter italienischer Kupferstecher, von welchem die gegenseitige Copio einos Blattos von Marcanton vorhanden ist. Das '/j . V, Blatt stellt ein zwischen Männern stehendes Weib dar. Letzteres hält eine Rolle in dor Linken und eine Art Sichel in der Itechten. Der eine Mann bläst das Hörn, der andero sitzt. Links unten die Buchstaben Z. V. Im Kataloge dor Sammlung Malaspina, II. 95, wird das Zeichen mit Zoan Venoziano gedeutet. 2125. Gian Francesco da Tolmezzo, Maler, welcher gegen Ende des 15. Jahrhun- ZVANE KKANOIHO DE TOMEZO S g ;™_ F ™J Crowe und Ca- valcaselle: Geschichto d. ital. Malerei, deutscho Ausgabe, VI. p. 235, bezeichnete er in diosor Weise oin Bild, eine Madonna mit dem Kinde, welches sich gegenwärtig in einer Privatsammlung zu Udino befindet. 2126. Zacharias Wehin, Maler, wurde um 1550 zu Dresden geboren; er war der Sohn eines Büchsonineistors und wurde 1571 von Kurfürst August, welcher sich nach dem Tode seines Vaters seiner annahm, zu Lucas Cranach dem Jüngeren in Wittenberg in die Lehre gethan. Im Jahre 1681 kehrte Wehm B»oh Dresden ^ Z. Nr. 2127 — 2132. 425 zurück, wo er bis zu seinem um 1612 erfolgten Tode, zunächst durch don oben genannten Kurfürsten, wio später durch dessen Nachfolger Christian beschäftigt wurde. Des Künstlers Monogramm stoht auf einer Aquarellzeichnung dos Dresdenor Moritzmonuments von 1G01, welcho sich in der Sammlung des Prinzen Georg, Herzogs zu Sachsen, befindot. Noch sieht man das Monogramm auf einem, oben von uns, unter Wff, dem Zeichen des Formschneiders, bereits beschriebenen Holzschnitt mit dem Porträt dos Joachim v. Beust auf Planitz. 2127. Unbekannter Maler, wolcher im 16. Jahrhundert in Deutschland thätig war. Brulliot fand sein hier mit- gotheiltos Monogramm auf Bildnissen, dio in der Weise Hans Holbein's, jedoch trockener in der ' J J I Farbe und überhaupt weniger gut gemalt waren. Möglich, dass wir es hier mit Bernhard Zwitzel von Augsburg zu thun haben. Naglor, Künstlerlex., fand in den Papieron der Münchoner Malerzunft zum heil. Lukas, und zwar auf einem Ladzottel von 1530, dieson Malor erwähnt. 2128. Zacharias Wehm, Malor von Dresden, hat oben Besprechung gefunden. Mit den hier gegobenon Buch- ZTTir t,i staben und der Jahrxahl 1586 signirto er ein Porträt . VV . r , ( j os Kurfürsten August, im Besitzo der k. Bibliothek zu Dresden. Das Bild, Kniostüek, zeigt den Kurfürsten lebensgross, in voller Eüstung und mit dem Kurschwert in der Hand. 2129. Auf den Stichen dos Meisters mit dem Weberschiffchen (maitre ä la navetto), auch Johann von Cöln genannt, . 4j- kommt ausser den Buchstaben .7 A M und dem Weber- 'OjOOU,- schiffchon noch das Wort Xirott oder dio Abküizung desselben Zwtt vor. Man nahm dieses Wort, wolches man s frftt auch mit Zwoll loson kann, früher zuweilen für den Künstlor- namon, doch bozieht sich dasselbo wahrscheinlich auf den Ort Zwoll, wo, wio man annimmt, der Moister gelebt hat. Ueber den trefflichen Stochor und seine Blätter, die in den Hauptblättern zu don Seltenheiten gehören, ist Band III, Nr. 1774 dieses Werkes ausführlich gehandelt worden. 2130. Diese Initialen, deren Bedeutung unbekannt ist, findet man auf einom späteron Drucke oines Blattes von F. V. B 'y V M (Franz von Bocholt). Dor Kupferstich zeigt ein Orna- Zi . I , r\ • inent mit einer Eule, welche einon Vogel frisst. 2131. Stompol eines älteren unbekannten Kunstsammlers. Man findet dieso Buchstaben auf Kupferstichen. sz z.7> 2132. Das erste Zeichen fand Hoinoko: Neuo Nachrichten etc., p. 389, auf oinem Kupfersticho, wolchen or folgendermassen beschreibt: Eine Schoide zu einem Dolche odor Messer, mit Zierrathen, oben eine nackte Frau, die oinen Stock hält, auf welchem zwei Köpfe sind. 11. 10 Z. 2 L. ]>as zweito Zeichen theilt Brulliot, II. 2797 a, mit. Derselbe fand es auf einem Holzschnitte, welcher einen Passepartout 426 Z. Nr. 2133. vorstellte. Links sioht man einen gerüsteten, am Boden liegenden Mann, umgeben von Genien. Der Passopartout umschliosst folgendo Titelschrift: Sormon an dem XXIII Sontag nach Pfingsten. Mart. Luther. Vuittenberg. Kl. Fol. Brulliot meint, dass das Zeichen cbonsogut die Zahl 23 als oinon Künstlornamen andeuten könne, und dass vielleicht auch das von Hoineke mitgothoilte Zeichen oin Zahlzeichen sei. 2133. Unbekannter Bildhaner, welcher im 16. oder 17. Jahr- Z hundert in Elfonhoin gearbeitet hat. Soin ~7 iL/ Zeichen wird in Dr. Graesso's: Guido do *m ' A* l'amateur d'objots d'art et de curiositö mit- gethoilt. Register. (NB. Die Ziffern bezeichnen nicht die Seiten, höh dor-u die fortlaufenden Nummern.) A. Achtermann, Th. W. 594. Ackermann, W. 1530. Adam, Victor 1002. Aikmaun, William 1528. Albrecht, Wolfgang 1524. Alcni, gen. il Fadino, Tonunaso 691, Alguiniva, Juanues de 501, Aligny, Th. 602. Amberg, Wilh. 1517. Andornen, Th. 507. Andrea, Zoan 2051. Angosciola oder Anguiseiola oder Angus- suola, Sofonisba 217. AnguiHciola s. Angosciola. Auselmus, Thomas 509. Apshoven, Thomas van 885. Acjuirre, Dom. de 644. Arnswald, B. von 1121. Arum, van 999. Assfsi, Tiberio &' 724. Aubry Ben. 468. Audenaerd oder Audeu-Acrd, Eob. van 983, 1027. Anmüllor, X. 1996. Avelli 8. Xanto. Avis^cau, Charles .lean und Eduard 993, Ayala, Thomas und Luys de 328. lt. Babureu, Th. van 561, 667. lladalocchio, Sisto 79, 108. Baillie, William 1552. Balbi, Zuan 2063. BaldeB Leal s. Valdes. Bambridge, Chr. 1997. Bank«, Jos. 545. Barbary, Jac. de (Jac. Wulch) 1486. Bardoll, Taddco 513. BarendHen oder Bornard, Thcod. oder Dirk 566, 698. Barkhaus, Charlotte von 1057. Barlacchi, Thomas 690, 803. BaBBO, W. 1569. Bataja, Zuan Aloys 2054. Bauer oder Baur, Joh. Wilh. 1547. Baumeistor, Joh. Wilh. 1553. Baumhauer Veit 1044. Bazzi, gen. il Sodoma, Giov. Ant 216. Board, Th. 5.'.s. Becker, Jac. 1543, 1754. Beechey, William 1550. Heck, W. van 1951. Bclbrule, Theodore 646. Bella, St. della 363. Bcllagrandi, Agostino 510. Belli oder Vicentino, Val. 1011. Dcllini, Oiov. 2108. Bommel, Willoni van 1546, 1757, 1982, Beut, Jan van der 1096. Berch van Heemetede, Is. Lambert uk Cremer van den 1097. Berghe, Matthias van den 1052. Bcrkel, Th. Victor 886. Bernard, Thomas 543. Bernard Tonnies 589, Bertin, Jean, Victor 104:,. Bertren, T. 5:w. llewiok, Th. 53.',. Biagio s. Catena. Didcuharter, Toll. 800. Binet 712. Bing, Val. 1040. Birkmann, Franz 1515, Blake, William 1556. Blankhort', Jan Töunios oder Tmuiisz 547. Block, Val. 1048. Bloemen, gen. Htaudart, 1'. vau 1019, 1054. Blooteling, Abr. 1042. Bockel, C. van 1041. Bodcson oder Bodesxon 569, Bocyermans, Theodor 544. Bolognesi, Vitale 1252. Boncton oder Bouneton, Th. 669, Borratini, Titus Livius 755. Boshart Wilh. 1559. Bouillat 2020. Boutini, Zuan Amailon 2n.',4, 428 ßogistor. Bracht, Wüh. 1544. Braen oder Broen 1040, Bragadin, Vinc. Ant. 1005. Bragadin, Znan Fr. 2080. Brandensteiu, F. W. F. von 105«. Brandshagen, F. W. 1606. Brasch, W. Ignaz 1756, 1760. Bree, W. J. 1755. Breitßchwert, W. von 1565. Brekelencamp, Q. van 1049. Bremer, Tonnies 543, 551). Breßciano s. Savoldo. Briel, Wittwe van der 1957, 1058. Brosterhuisen, Jan van 1043. Brown, W. 1560. Bruggen, Jan van der 1051. Brupacher, Ulrich 939. Bry, Theodor do 534, 563, 590, 805. Bryer, W. 1562. Buena, Ant de 501. Buorgen, Jan van der 1228. Bnrford, Thomas 554. Burgh, Paulus van der 1330. Busch, Wilh. 1551. Butkau, Ulrich 1048. Buytewech oder Buytcnwech, Willem 1548. Byczkowski, T. 557. c. Oaccialupi, Vinc. 1071. Calaso, Luigi Valperga 1017, Camclio, gen. Gamhollo, Vittore 10T7, 1234. Camp, Camille van 1070. Camphau»en, Willi. 1579, 1587. Canal, Viuc. 1071. Canal, Zuan Fr. 2080. Carpaccio, Vittoro 1072, 1231. Carpi, Ugo da 1099, 1189. Carter, William 1591. Catena, Vinc. 1242. Cavalleriis, Gtov. Batt. de 848. Caxton William 1585. Cecchi. Greg. 513. Chodowiecki, Wilh. 1586, 1590. Ctma da Concgliano, Giambattista 511. Civerchio jnn., Vinc. 1243, Claesseu, Alart oder Allard 1288. Claudius, Wilh. 1588. Clecf, Martin van 1069. Clerc, P. Th. le 756. Clerc, Sebastian le 164. Cleyn, Francis 1592. Clutterbuck, Thomas 574. CockBou, Thomas 571. Coeberger, Weuz. 1597. Coiter oder Coyter, Volcher 1073. Coraziui, T. 577, Corbay, U. 940. Cordes, Joh. W. 1690. Cornar, UHbhc Ant. 1008. Court, Susanua de 394. Couture, Thomas 575. Crabcth, Wouter 1589. Crema, Carlo Urbino da 1060. Cristoforo oder Cristofauo 2009. Croos jun., A. van 1066. Crüger oder Kruger, Theodor 6 78, 670- Curel, Chevalier do Mtt, o. Dale, Willem van 1955. Daudinl, Vinc. 1241. Dargent, Yan 2027. Deck, T. 662. Degronckcl, V. 1091. Dclacroix, V. 1091. Delen oder Deelen, Dirk van 1100. Dein" oder Delft, Willem Jac. van 1606, 1619, 1765, 1963. Dcnon, Dominique Vivant 1115. Dcsclaux, Victor l»«s. DevHcnt, Wilh. MM, Dioiicckcr, s. Negker. Dietrich, Chr. Wilh. Ernst 1637. Dictterlin, Wendclin 1599, Ulli;. Dictz, Urban 1089. Dietz, Wilh. 1011. Dilich, Wilh. 1614. Dimsdalc, Thomas 583. Doli, C. Wilh. 1615. Does, Simon van der 408. Does, W. van der 1603. Donna, Wilh. Burggraf zu 160«. Dolondo, ZachariaB 2055, 2075. Dolfln, Zuan 2073. Dolle, Wilh. 1622. Donoker, V. de 1093. Doorne, P. van 1331. Dudloy, Thomas 588, 689. DupiTac, Ktienno 234. Duval, Hob. 1015. Duvivior oder Vivier, Mathias Nie. Marie 1162. Duyster oder Dcnstcr, W. O. 1612. Dyce, William 1601. Dyck, Ant. van 1009. Eberhard, Werner 1634. Eck, Veit 1122. ivk.'iibreohcr, Th. von shn. p:enhorn, I.ambertus van 1276 Bbrenberg, w. van 19011. Biaenmann, Wolf 1630. K. Kitze. Tob. 690. Emole, Willi. 1639. Kndter, Wolfg. 1629. Es oder Essen, .lac van 1010, 1141. Esdaile, W. 1631. Even, Suter van der 409. Fahre, Fr. X. 2002. Kairless, 'i', k. 747, Faithorne, w. 1662. Falokeiaen, Th, 814, F. I'al< ns, Karl van 1024. Fantn/.zi, Ant. 506, 518. Farcnbcrg, Job. Ulrich 1236. Foarnlcy, Thomas 613. Register. 420 Folgcnhauer oder Folgenhcwcr, Urban 1140. Feudi, Tob. 88«. Ferg, Franz de Paula 1103. Fernando/,. Vgnuzio 4:r,. Ferrari, Luigl 1277. FMer, wnii. 1005. FoUtard, W. 1848, 1881. Fontana, Vcronioa 1101. Foppa, Vinc. 1245. Foselii, Sigismondo 84. Fosoolo, Zor*l 2nsn. Fragonard, Thooiihilo 878, 076, 078. Franceschiui, Vinc. 1158,1187, 1108, 1238 1244, 1312. Franeo, Giov. Battista i'4. Frankcnberger 024. Frceman, \V. H. 1054, 1725. Friedrich, Woldeinar 1880. Fries, Willi. 1008. Frömmcl, Wolfg. 1885. Frommer, Willi. 1003. Fryo Thomas 012. G. Gaddi, Taddeo 515. Gail, W. 1075. Gambollo s. Oamelio. (iarata Zabala, .1. Mart. de, Andr. Mart. de und Gabr. Mart. de 410. Gartenberg, von 1179. Gastandl, Job. P. 734. (Iiuiliisoli, Urban 1174. Gelrtorp, Georg und Melchior 1172. Gelee, gen. le Lorrain, Claude 251. Geniporlin, Tob. 8(11. Gengembre, Z. 2081. Genlis, St. Fclicite de St. Anbin , Mar- ciuiHe v. Silier}'. Gräfin von 300. Gcorgy, W. 1074. Gcrstcnbergk, Job. l.or. .Tul. von 1181. Goysslor, Val. 1170. i Gingelen, .lue. van 1100. Girolamo d. Aeltore v. Treviso 523. Gmelin, W. Fr. 1007. Gouaz, Yves Marie le 2032. Goyen, Job. Jos. van 1170, 1191. Govrand, Vinc. 1004. Gl ', Fr«. 1175, 1358. Gn'nii 1. Simon 96. Groos, Wilh. 16711. Grosse, Tb. 633. Guadagnino, s. Vavassori. Guarana auch Varana, Giae. 1098. Gudin, Th. 637. Guggenbcrgcr, Th. 632, GugUnger, VolfgangiiH 1170. Guillain, Simon 1)2. II. Haakcn, van 1206. Haehten, Dav. Gerh. von 1201). Haen. Wllh. de 1023. Haer, Anthony van der HOC Hagen, F. van der 1213. Halm, C. Wllh. 1712. Hai, Nie. van 1217. Halbecck, Jan van 1233. Halbreltor, Ulrich 044 Halliday 677. Hamer, Wolfgang 1703, 1841. Hamlet, Thomas 051. Hammer, Wolfg. 1410, 1000, 171... Hammer, Veit 1108, 1207. Harvey, W. 1734, 2030. Hassel, William 1716. Hasemami, Willi. 1710 Hauber oder Huber, Wolfgang 1.07. Haupt, Th. 650. Haven, P. Nie. von UO0. Heideck, K. Wilh. Freihorr von 1211. Heine, Fr. Wilh. 1709. Helnce oder Helnze oder Haentz, /.ach. 2085, 2080. Heibig, Simon 8. ■ Helmbreckor oder Hcmbrcckcr, Th. 040. Henscl, Wilh. 1005. Hessen-Kassel, Wilh. Prinz von 1808. Heydon, Jan van der 1104, 1197. Hieratus, Ant. 700. Hildobrandt, Th. 040. Hllken, 1477. Hirschmann. Thomas 070. Kirschvogel oder Hirsvogel, Augustin 143. Hoecko, Kob. van den 1105. Hoevo, Jan Gerrits van der, 1214. Hoovouaar, W. P. 1600. Hoffmann, T. 652. Hofstotton, Franz Xav. von 1201. Hogarth, William 1713. Hohenhauseu, Leop. von 1212, Holbein, Therese 656. Holbein Valcrius 1200. Holland oder Hollandicus, Stcph. 351, B80, Hollar, Wonzel 1502, 1697. 1708, 1728, 1720, 1731, 1732. Hood, Thomas 643. Hoogstraaten, Samuel van 14, 410. Horemans, Jan 1840. Horschclt, Th. 642. Hove, Hubertus van 1210. Hoven, van 1200. Howard, William 1603, 1726. Huber, Wllh. 1724. Huchtenburch oder Hugtenburch, Job. van 1210. Hudson, Thomas 654. Hughes, William 1718. Hülst, Fr. de 1104. Hunt William M. 1830. J. .Tamitzer oder Gamitzer auch Jamnitzer, Wenzel 1439, 1746, 1750, 1759. Jwanoff, Tlmofel 720. .Tenet, Sebastian 44, 75, Johannot, Tony 710, Jollmont, T. Bassot de 717. Jongman oder Jonkman, Willem 1749,1768. Jondln, Samuel 99, 110. Jreland, Samuel 73, Jnngwirth, Fr. X. 2003. Register. K. Kalf, Willem 1783. Katzlcr, Victor 12.15. Kaulbach, Willi, von 1774, 1785, 1905. Kay oder Key, W. 1700. Kellen, David van der 1108, 1109. Kelpe oder Keine, Zach. Dan. 2074. Kempelen, Wolf«, von 1618. Kont, W. 1790. Kervor, Tielman 821. Kessel, Amorensio van 1013. Kessel, Theodor van 74U, 8113. Key, Adrian Th. 510. Keyser oder Kavier, Thomas 504. Kiellerupp oder Kielrupp, Th. 744. Kilian, Wollgang 1083, 1084, 1770, 1786. 1707, 1798. Kilian, Wolfg. Philipp 1863. Kiningor, Georg Vinc. 1187. Kirchner, Samuel 129. Kirchmelcr, Sebastian 113. Kittel W. 1794. Klaaszoon, Volkert 1815, Kleinenbroich, Willi. 1780. Kloiuschmidt, W. 1704. Klemmer, Siegmund 120. Klöber, Sixtns 131. Kloeting, S. 124. Klotz, Simon 130. Knyf, Woutcr 1775. Kobell, Wilh. von 1503, 1762, 1778, 1787. Koch, Zach. 2098. Koninck, Salomon 126. Kool oder Koolen, W. 1777. Korst, van der 1108. Kraus geb. Küsel, Johanna Sibylla 130. Krause, Wilh. Aug. Leop. Chr. 1773. Krodel, Wolfg. 1782. Kruger, Thomas 681, 743. Krumer, Sigmund 122. Kubier, Werner 1784. Kügelgen, Wilh. von 1781. Kullerich, W. 1794. Kyron Wolfg. 1788. I.. Lachenwitz, F. Siegmund 135. Ladenspelder von Ebsoii, Hans 1180. Laen, Jan van der 1240. Lama, Dom. de 476. Lambclct, S. 159. Landsecr, Thomas 680, 754. Lanen oier I amen. Jar. und Chr. 1266. Langor, Th. 028, 750. Laudin, Valerie 1260. Laulne, Etieune de 367. Lawrence, Thomas 751. Lechse, Zach. 2009. Leeuw, Willem de 1617, 1624, 1966. Lenkhart, Stanlslaus 16.1. Leonardus, Vinc. 1270. Leu, Thomas do 595, 663. Libaert, Th. Jos. 702. Lichtenheld, W. 1805. Lindenschmitt, W. 1806. Linnig, Willem 1810. Lint, P. van 1265. Lippomano, /n;m 2101. Lis oder Lijs, Jan van der Hin. Lister, Susanua und Anna 888, Lobsinger, Hans 150. Lodgc, William 1804. Lobloin, Sixtus 155. Lombardus, Lambert. 203. Loo, Charles Andre oder Carlo van 1860, Loo, Louis Mich, van 1535. Loredan, Zuan 2101. Loth, Job. Ullrich 1095. Lubienlecki, Theodor 596. Lundby, .loh. Th. 758. Lurdi, Francisco 476. Lyng, Truels 753. 11. Mainwaring, W. 1824. Major, Th. 775, 780, 2033, Makowsky, Th. 778. Maler, Val. 1300. Manassor, Tob. 776. Maus, T. H. 684. Mansfeld, Sebastian 180. Mantuano, Zuan liatt. 2-065. Marc, W. 1827. Marinori, Simone 184. Mariotto, Vinc. 1302. Marshall, W. 1823. Martinesi, Virgll 1303. Martini da Treviglio, Bernardino 2078. Martini, Simone 236, 455. Marum, P. van 1107. Massmann, Siegfried 170. Mason, O. W. 1685. Mattham, Th. 771, 781. Matteo, Vittoro di 1232. Maurer, Willibald 1821. Meer, Jan van der (v. Delft) 1209. Melchior, G. Wilh. 1820. Molka, Vincenz 1298. Mollln, A. W. Oraf von 1598. Meister mit dem Weberschiffchen 2129. Meister mit der Rattenfalle 786. Meister von 1464, 792. Meister, Simon 171. Meistotter, Stephan 368. Mercandettl, Tom. 772. Metternioh-Winneburg, Cl. Wenzel Fürst von 1501. Meulon, Sieuwert van der 414. Meyer, Caspar 1447. Michail, Thcob. 774. Mierris, W. van 1826, 1967. Müller, Siegmund 175. Mintrop, Th. 683, 779. Mol, P van 1304. Mola, Giov. Batt. 2066. Morgenstern, Joh. Fr. 562. Moritz, F. Wilh. 1817. Moro, Zuan 2105. Morosini, V. 1143. Moses, Th. 770. Müller, Siegmund s. Miller. Müller, Moria 804. Müller, W. 818, 1816. Resistor. 431 N. Nachtmann, Fr. X. 2000. Neale, TU. 789. Neor, Aart van der 1112, 1306, Negker, Jost de 2017. Neithart, Th. 785. Noubcr, Val. 1806. Neuer, TU. 788. Nourentcr, Eugen 1310. Nichols, W. 1833. Nlodenthal, Samuel 20'.. Nietner, Th. 680. Nieto, Silvestro 207 Nieva, Barth, de 470. Nofri, Salvador 203. Novollanna, eigentl. Noeuel, Simon 88, 214. Novoaadi, Siegmund 204. Obermann, \V. 183». Oelgast, Th. 794. Oescheu, Vitus 1808. Olmütz, Wenzel von 1488. Dort, Adam van 1025, 1808. o. Oranien, Wilhelm V. Prinz von 1801. Ori, Ulrich 1317. OrHi, Bernardino 1359. Orta, S. dclla 327. Ottloy, W. Young 1837, 1984. I». papillon, Jean 04. Parrot, W. 1847. Passe oder Passaeus, Simon de 100,227, 238. Passe, Crispin de 1082. PaBBC, Willem do 1707, 1845. Pasfiualigo, Zuan Andr. 2050. Patanazzi, Alfonso 1354. Patanazzi, Vinc. 1246. Pearoe, 8. 235. Pcdcrsen, V. 1327. Pegaut, V. 1324. Pellegrlni oder Pellegrino, Dom. 017. Porrin 1320. Perrisin, Jacques 733. Pesci, SilveBtro 226. Petzl, Jos. 2122. Pfahler, Samuel 220. Pfalor, Simon 237. Pfann, W. 1858. Pflster, SebaBtian 243. Philipps, Thomas 817. Plcolni, Isabella 101, 294, 392. Ploquot, Thomas 095. Pietro da S. Vito 2123. Pietro, Giov. di 247. Pincio Veneto, Aurelio 1318. Pingo, Thomas 817. Pixls, Th. 806. Poccl, Xaverie Gräfin von 2008. Pock Tob. 812. Polo, William WolleBloy 1982. Pomaredo, Silvestro 253. Pompe, W. 1851. Poorter, Willem de 1226. Porro, Piotro Paolo 819. Pose, W. Ed. 1849. Preißler, Val. Dan. 1113. Premier, Ant. Job. von 1323. Preston, Thomas 814, Primaticcio, Francesco 185, 379. Prost, W. 1855. Pugin, A. Welby 1858. Pütt oder Pütt, Hans von der 1888, Pynackor, Thomas 818. «*• Quaglio, Simon 262. Queboorn oder Queboren Crispin van den 1085, 1339. Quorfurt, Samuel 204. Querflirt, Tob. 820. R. Rah, S. 281. Itaben oder Raovon, Servattus 419. Rakowlccki, Th. 838. Rauh, St. 286, 386. Kavonna. Marco da 205. Rawlins, Thomas 831, 837. Robnitz oder Rohbenttz, Tli. 827. Rodi, Tom. 847. Reevc, T. 839. Regemortor, Ignatius Job. van 1346. Rcgnaudin auch Rcnaudin, Th. 842. Rohlen, W. 1874. Roicho, L. von 1287, Reichel, Franz do Paula von 1336. Roiner, Wenzel Lorenz 1873. Reinhard, St. 285. Bosch, Wolfgang 1670, 1890. Renss, Th. 840. Rhein, van 1342. Ribera, J. do 11, 248. Ricci, 8ob. 280. Riclmrdson, W. 1877. Richomme, Jos. Th. 826, Riodner, Georg Nie. 285. Biefstahl, Willi. Lud. Fr. Isso. Riohl, Wcndolin 1871. ltiomonschneidor, Ant. 835. Rieponhauson, E. W. 2110. Rlgaud, S. 288. Rihel Th. 823. Rikkora, W. 1872. Riva, Zuan 2114. Riviere, StcphanUB de la 277, Robinson, Robort 270. Robusti, Jac. 461. Rocher, 991. Rode, Joh. H. 1620. Rooadcr, Sam. Pictcr 260. Röokol, A. 1875. Rogers, William 1886, 1870. Rogers, W. Harry 1733, 1870. Rombout oder Rombouts, Sal. 290, 420, 1846. Rombouts, Theodor 825. A3S Register. Romoyn, Willem 452, 188«. Roob, T. 852. Roos, Theodor 828. Rosa, Salvator 206. Roscoo, William 18S1. Rossi da Pipcrno, Thcod...... «29, 83o, Uoiiwsoau, P, Etionne Theodore 697. Roy, 8. 284. Rudi, Laux 1727. Ruhl, Siegiuund Ludw. 292, Ullis.lad, ,Tac 1313. Ruisdael, Sal. 267, 418. Ruiz, Francisco 622. Kutschera, Wenzel 1887. liuy, Ant. 476. S. Sachsen - Coburg - Saalfeld , Prinzessin Sophie 223. HachUevcn oder Zacht-Leven, Com. 775. Sackerer, Michel 174. Sadeler d. Aeltere, Johann 51, 78. Sadeler d. Jüngere, Jon. 52. Sadeler, Raphacl 272. 8. Agnese, Stefano di 361. Saint Non, J. Claude Rieh, de 210. Saint-Urbain, Ford, de 4(16, 1353. Halimbeno, Ventura, gen. il Cavalicrc Bevilacqua 1136, 1366. 1389, 1895. Salomon, Zuan Aloys 2057. Salpius, U. von 954. Salvireh, V. A. 1030. Salzburger, Peter 233. Sande, J. van oder von 1385. Sandrart, Joachim von 55. Sandrart, Susauna Maria 193, 199. San«, Raph. 273, 1341. Sanuto, Giulio 411. Saraccni, Carlo 1135. Saupe, Louis 144. Saurius von Wetterau, Johannes 1924. Savagc, Joh. 46. Savary, Jacob 34, Savery, s. Savary. Savoldo oder Brcsciauo, Girolamo 82. Savry, Sal. 301. Scabari. Nicoin 200, Scarpaccia s. Carpaccio. Schachmanii, K. Ad. Gottlieb von 1378 Schadow, Fr. Willi, von 423. Schaepkeus, Tb. 700. Schaerer, L. 147. Schüufelin, Hans 28. Schapper, Johann 47. Scheffer von Leonhardshof, Johann 18. Scheindcl, Georg 1377. Schclllnks oder Schcllinx, Willem 1910. Schicklor, J. 45. Schilling 302. Schilling, Lorenz 152. Schirmer, Fr. Willi. 1917. Schirmer, Joh. Wilhelm 112, 431, 1923. Schlichten, J. Ph. van der 1114, 1379. Schlintzing, Liborius 143. Sdilöpcke, Th. 854. Schmeltzing, Jan 208. Schmid, Karl August 123. Schmidt, Izaak 58. Schmidt, Mathias 181. Schmidt, Teronz 856. Schmit, Joh. Phil. 321. Schmitt, Joseph 60. Schneider, Hermann 1. Schneider, Willi. 429. Schnell, Simon 302. Schnitzer, Lukas 137. Schnops, Thomas 093. Schnorr, Julius 61. Schnorr Ton Karolafeid, Hans Veit 412, 1*18. Schnorr von Karolsfeld, Julius 17. Schnorr v. Karolsfeld, Ludwig Ferdinand 140, Schnur, T. V, 895. Schoner, Johann 37. Sdinnberg-Rothsohönborg X. M. C. von 2010. Schönlaub, J. 54. 8choll, Joh. Baptist 24. Scholz, Siegmund 285, 302. Scholz, Wilhelm 1900, 1931. Schraudolph, Johann 38. Schrumpf, Veit 1381. Schrettinger, W. 1916, Schröder, T. 855. Sojiröder 302. Schröder, T. 1650. Hchullcr, Th. 701. SchulthcuB. Wolfg. 1842. Schulz, Leopold 149. Schultz, Walther 1898. Schwab, Lambert 148. Schwanthalcr, Ludwig 134. Schwoicker, Thomas 32 l J. Schweizer, Joh. 41. Schwind, Moritz von 169, 1310. Schwingershuh 302. Schwingerschuh, Erdinann von 1381. Scolari, Stefano 362 Scott, B. W. 4r,o. Seele, Joh. Baptist 27. Soidan 1919. Seidl, Andreas 72. Seitz, Ludwig 139. Seriea, Lud. 158, Serlio, Scb. 299. Serwouter, Pieter 261. Seuborlich, Lorenz 141. Seysenegger oder Seissenegger, Jakob 53, 610 Sczcnius, Val. 1376, Sigmeier, Jakob 35. Silvestre, Israel 88. Silvius oder Sylvius, Balthasar 87. Simmler, J. 60. Simmler, W. 428. Simon, Joh. 42. Simone de' Crociflssi, 95. Sinson, Pierre 307. Siran), Elisabetta 106. Sirani, Joh. Adreas 76, 107. Slabbaert, Karel 114. Slivicky, W. 1908. Smitz, Caspar 19. Snyors, Pieter 228. Soest, Gerard 2109. Solls, Virgil 1364, 1371, 1392, Soliva 218. golon, 194. Solon, rSm. Edelsteinschneidor 219. Somer, Paul van 416. Somer oder Someren, Jan von 1388. Somer oder Somr, Somern, Sommern, Mathias van 221, 1861, 1S87, 1393. Somr s. Somer. Register. 433 Sonnlu«, Michel 167. Sorrentlni 188. Sosoklcs auch Sosikles '/'in. Spada, Val. 1363, 1375, 111114. Sparvier, I'lcrro de 249. Spengler, Woiig. 1910. Speth, Peter Eugen 142. Spillenberg oder Spillenbergcr, Job. 40, 102. Spinelli, Andrea 254. Spürl, .Tobst 25, Spriugler, Tob. 861. Spruyt, Ph Lanib. Job. 244. Stach, Georg 342. Stacker, H. BW. Stadclmunn, Job. Veit 345, 848, Stadeinanu, Ad. 338. Stalbnrch, Job vau 111, 340. suülcnberg, T. W. 91». Stnmniatico, Grcco 360. St. Andre, Simon Keuard 340, Stange, Beruh. 30, 32U. Stur, Theodor van 658. Stark oder Starke, Karl 353. Starke, Job. Fr. 881, Statins oder Statt, Job. 347, 371. Stauber, Kart 317. Staveren, Jan Adrian vun mo. Stebner 359. Stcon, Jan 32. Stefano dl 8. Agnese. ■, s. Agnen. Stefano, Siglamondo da hob. Steffeoki K. 807. Stclmiann, K. Gerb. 889, Stein, Aug. Lndw 372. Steinbrecher 332. steinbrück, Ed. 8*8. Stelner, Johann 68. Steinhausen, W. 1029. Steinheini, Leo 115. Stnipe lius, D. G. 365. Stencb' 1". K. 355. Stengel, Stephan von 422. Stephan, Jon, 377. Stephan, Job. 737. Stephanu, 870, strplianus Hollnutlicus. s. Holland. Stettner, Job. Thomas 342. Stevenson und Hancock 7. Stiber, s. Stuber. Stich, G. C. 337. Stieglitz, K. Lndw, 834, Stieler, Job Friedrich 342. Stieler, Jos. Karl 333. Stierle, Joh. Jak Gottfried 343. Stigbnaier, Job. Bapt. 340. Stimmer, Tob. 324, 860. Stocade oder Stoccade, Nie. de Hclt 3*4. Stockmar, Joh. Leonhard 342. Stockmar, P. F. 342. Stockmar, Theodor 289, 864, 873. Stögor, Thomas 861, Stöhr SOS. Stoelzllu. Joh. 309. Stölzel, Ohr. Ernst 339. Stoer, Lorenz 138. Stomniel, Julie 33. Stork, Abr. 378, 383. Strada, Vesp. 1142, 1390. Straub, Heinrich 341. Strauch, Lorenz 118, Strauch, St. 205, 387. Strelmeycr, Karl 355. Strixner, Joh. Nepomuek 818. Strobel, 388 Stubenraucb, C. 342. Stubenrauch, rh. von 1380. Stuber, Kaspar Gottfried 311. Stuber, auch Stüber oder Stiller, Wolfg. 18110. 1904, Stnckhart, Fr. 342, Bat, Stürmer, Joh, Heinrich 3115. stuldmann, II. 381. Stumpf, G. 375. stypulkowHki, L. 390. subleyras, Pierre 225. suenr, Louis le, 158. suenr, Pierre le 256, Suenr, Vlnc. le 1290. Snrla. T, 325. Svcndson, Willi. 13bl. Swunclmrg. Willem 1807, 11)12, 1030. Swart von Groeningen 31. Swelmeh 447. Swebacb, Ed. 437, Swiddc, W. 1011, S.vvlin. Jörg 298. Szymomnvitz, Georg 458. T. Teli, Seli. 880. Tallenr, GuUlaume de 631. T'alman, John B80. Tauch. Heinrich 688, Tanner, Job. Chr. 48;. Tannenr, Ph. 807. Taricco, Seb. 351. 'l'atliam. Oh. Haatoote 661, Tauchen, Jost 707. Teirioh, Val. 1306. Teburtn oder Teleinan von Wesel 784,910, 020. Tempaeta, Aul. 598. Teniers seu., David 498 Teniers jun., David 584. Teimicl, J. 708, Ten Hhync, Wilhelm 1844, Trutze], W. Ernst 1646. Xei Bord) «"eh Terburg, Gcran! 664, Ter llimpel, Ant. 607, TorwoHton, Augustin 1038. Tcrwosten, Elia« 916, .Monogriunmislen. Bd. V. Terzi, Francesco 611. Testelin oder Tettclin, l.ouis Hos. Tettclbach, Edclsteinschiieider 482. Tettelbaoh, Ernst Moria Gustav 196 Tatzei. 0, L. 616 Teufel oder Tliülel, Joh, 713. Thaclteray, w. Makepeace 198. 'l'liiiter. -IUI. cilsiir 572. Thane or>9. Theaulon, Etlienne 661. 'I'helott, Ernst 500. Thelott, Joh. Andx. 986. Thelott, K. 668. Theodore 669, Tlieodori, K. 51o. Tlieodorns, 672. Thcssel, Ant. M. Fürchtogott 646, Thcun, Wolfgang 1040. Tluvcnon, Jean Louis 67 5. Theysscns. S 357. Thiebaud, Jonai 711. Thiebaud, Tb. P. und Jona« 487. . 28 484 Register. Thiele, Juli. Fr. Alex. lim. Thiel, Mich. 788. Thienie, Veit 1888, Thlerry, Wilhelm 16«. Thiers. Jos. Alit. Cro/.ut Uaroll de IS!', Tlilrmaim 487. Thöuei't, Medardus 488, 87!). Thomas 888. Thomassin d. Aelt. 6D2 Thomaßsin, Simon 315. Thompson, John 019, 708. Tli.ni. s. 818. Thürnicr, Jos 867. Thulden, Theodor van 524, GBO, ISO, 807. Tliuiuann, Fr. Paul 698. Tidemant aueh Tiodemand, Ad. 615. Tiepolo, Oiov. Batt. 528. Tilborg oder Tilborgh, F.gidiu« .13!), 130, Till, Karl von 1080. Timm, P. Chr. Jak. von 582. Tlmpf, Peter 809. Timpl', Simon 31:.. Tlmpke, Sam. 844, B*8. Tinelli, Tiberio 738, Tlollor, P. Jos. 788. Tiolier, P. Jon. und P Nie. 487. Tlridatea 844. Tischbein, Job« Heinrich 180. Tischbein, Karl Ludw. 889. Tisehhein. Willi. Ed. 16*7. Tlschberger, W. v. 18G7. Tis.-... gatvator Ms. Tiseo, Elia 600. Tizian, s. Yecelli. X .....[ue", Jean Louis 749, Tod, Tli. 487. Toda, üiov. Ant. 6«. Toll, P. van 183«. Toller, A. 80«, Tohiiez/o, (iiiiu Fr. 2125. Tommaso da Modena G87. Tolnsehitz, Sam 487. Toornvliet, Jak. 723. Torrato, öirolamo 1 1 112. Torre odor Torrl, Flaminio 829. Tortorel, Jean 783. Touehemolin, Aeg. G04. Tramontsino, Gianearlo 403. Traut, Wilhelm. 899, 1987. Traut, Wolfgan« 800, Trautmann, .loh. Qeorg 76*. Traval 622. Travaui, Ant. 843. Travani, Giov. Francesco G28, 815, 843. Truvi. Ant. 80», Tremolier oder Tremoliöre oder Trelnol- llere, P. Chr. 848. Troseliol, Jelia« 700 Treviso, Girolamo s. Girolamo. Trlmolet, Anthelme 474. Tromlltx, .1. SSL T'romsehitz, Sam. 888, Troost, OorneUjB 507. Trooatwijk. Wouter Joatnns \an 1771« Trotter, Thomas K",;. Troy, Kraneois de 853. Troyon. Oonatenl 488. Tseiiiorskv. Fr. .Till, von 1400. Tarner, Mallord William «84. Tymmermanii, Franz IM Tympe, Audr„503. Tympf, Th. 878. u. I'den. I.ueas ras 1291, 1294. 1 etzBchneider u. comp. 84B. riVenliaidi. Philipp 1829. UgDlini, Ant. 1180. rjgolinue 948, l'lil. 0. Willi. 828, Dhllg, Gabriel ii,,d Gottfried 881. l'il oder Vyl. Jan den I 12s. l'itemvual oder l'tenwiiel oiler Ytenvael. Joaeh. lim. I itl. .lakoli van der 1020. Ulrich, Friedrieh 884, rlrieh oder l'llrieh auch Vlrieh oder Yllri.di. Heinrich 1272. rilrieh sen., Heinrieh 1206, Flstrupp. Jens 884, Unger, ehr W. Jae. 980, 9*8. I Qger, .loh. Georg und .loh. GoUlieb Vf. '.127. iMi/.eliuaiiii. Fr, Ludw, 929, 947, 967,. Utrecht Chr. van 2012, l'slar. .loh. II. von 1 lo:; Vadagnino, s. Vavaaaori. Yaillimt. Wallerant 1948, 1961. Valckert "der Valkerl, Werner van 1:171. Yaldes — oder italdes - Leel, Juai 1186, 2028, Yaldes-I.eal. Juan und Linas Ijsj. Valdor, auch »aldor, .1. 1741. Vali" oder Yali'V. Si..... II de hl Im. Valesio, aiov. i.uigi I»I4, 1016, iu;o, Yalel oder Vallel. l.-.i 11 1169, Call 1 "der Yallet, Jerome 1146, Valiard!, Giuseppe 11; I. v.di. Zalm, Albort von 2060. Zahn, Job. c. Wilh. 1987. ZU, Hans '2044. /.«Singer oder Zatzinger, Martin 2103. Zeohctmayer, Thomas 922. Zcemann, lleinier 2113. Zeb, Albert 2050. Zeltender, (!. Ludw. 2)42, 2070. Zcidler, Joh. Gottfr «)35. Zeigt, Jo». 2094. /nulle s. Trcviglio. Zenoi oder Zeiioiii, Dom. 1155. ZiOk, St. 391. Ziegenborn. (1. Dav. 2018. Ziegler, E. 11. Agathu» 2048. Ziegler, Jac. 2095 Zimmer, e. w. 2041, 20116, 1116. Zimmer, Sam. 667. Zinihieruianu, Clemens von 2069. Zimmermann, Franz 120:1:1. Zimmermann, -los. Anton 2093. Zimmermann, Nie. 2102. Zlngg, Adrian 2040. Zinken KMS, Zo, Achillo 2107. Zoellnor, T. L. 764. Zoll, Franz Jos 10», Zollmann, Ph. 2048. /schocke], 2120. Znbcrlcin oder Zühorloln, Jac. 2088. Zuce.aro oder Zucchcro, Taddoo 614. Zwcngauer, Anton 2038, 2061. Zwirn. Willi. 1985. Zwitzel, Bernhard 2127. Zychliusky, von 1130. \[ot