Druckschrift 
5 (1879) SJ - Z
Entstehung
Seite
382
Einzelbild herunterladen
 

382 WS. Nr. 1906 1908;

Olmütz und sicher habon wir es hier mit einemanderen und älteren Künstler zu thun als jenemStecher. Möglich dass sogar mchroro Künstleruntor obigen Zeichen zu suchen sind. Vielleichthat ein Wolfgang Stürmer oder Sthürmer Theildaran, welcher um die Mitte des 16. Jahrhundertsin Leipzig thätig war und durch Oh. Schuohardt(lieben L. (danach il. Aeltercn. Leipzig 1861 p. 250)*2^ urkundlich in die Kunstgeschichte eingeführt

\y c worden ist,

Das obige erste Zeichen mit der Jahrzahl lf>47findot man auf einem von Bartsch IX ]). .'>!»(> M-schriebenen Holzschnitte mit einer Ansicht der Stadt Landau am Bodensee,H. 14 Z.. Br. (i Z, 4 L. Bartsch schreibt das Blatt einem anonymenMeister zu und bomorkt, dass die darauf befindliche Signatur l(! aufden Formschneider und dia zweite aus den Buchstaben W8 bestehendeSignatur auf den Zeichner des Blattes sieh bezieht, Unser Monogramniistist also hier als Zeichner und vielleicht auch als Maler zu betrachten,welcher wahrscheinlich in der Schweiz oder in deren Nähe lebte, da diegenannte Ansicht in Sebastian Münstor's: Cosmographie, Itasei, 1660.Fol. vorkommt.

Ferner sieht man die Initialen WS auf einem, am zwei Plattenbestehenden Holzschnitte., welcher in Hgurenreicher Composition dieAnbotung der Hirten darstellt. Im Vordergründe gegen links liegt dasKind in einem Korbe, von Engeln umgehen; links vor dem Kinde knietMaria und hinter ihr steht Joseph mit der Laterne. Mohr nach rechtsknieen und stehen die Hirten. Den Hintergrund bildet eine belebteStrasse, wo man rochts auf einem Steine, neben dem Brunnen, in sehrkleinen Buchstaben das obige zweite Zeichen sieht. H. 12 Z., Hr. 10 Z.3 L. Neueren Abdrücken dos Holzschnittes hegognet man in dor Der-schau'schon Sammlung und .1. A. v. Dcrschau ist derjenige, welcherzuerst dem W. Siobor (odor Stihor, Stuber) das Blatt zuschreiben will.Nach Becker, dem Herausgober dor Dorsehau'sehen Platten, sollen sichauf alten Abdrücken die Buchstaben L. C, d. h. Lucas Oranaeh, vor-finden; cino Angabc, die allerdings noch der Bestätigung entgegensieht.Bartseh zählt den Holzschnitt nicht zu dem Oranach'sohen Werk. Dennocherinnert die Zeichnung an dio Cranach'seho Schule u.nd immerhin könnteder obengenannte W, Stürmer odor Sthürmer, welcher der Schule desjüngeren Cranach angehört, als Formschneider des Blattes in Betrachtkommen,

Noch findet man die Buchstabon W S auf einem dritten Blatte,dem Portrait des Dr. Martin Mirus. Halbfigur in Dreiviertel-Ausirlit,nach rechts gewendet und in dor rochton Hand ein Buch haltend. Linksunten dio Initialen. H. 8 Z. 8 L., Br. 2 Z. 10 L.

1905. Unbekannter Kupferstecher oder Zeichner, welcher mitdioson Buchstaben ein Bildniss des Bartholomäus Seultotns bo-

SMS zeichnote. Das in Holz goschnittene Portrait zeigt eine BÜB"fassung von astronomisch geographischen BmWemon und Bndeisich In oinom Werke des genannten Golehrton, welches lf>72 In Görlitzerschienen ist. Fol.

1906. Zeichen eines unbokannten Knnstsammlers. Es kommt aal

(jrabstichelblätteru und B&dirungen vor.