348 WH. Nr. 1724 -1729.
1724. Wilhelm Huber, Maler, war um 1598 in Deutschland
thätig. Das gcgebeno Monogramm fand Bürner auf einer
■. \rj f* Zeichnung, welche mit der Fedor umrissen und aus-
Vv-' getuscht dio hl, Jungfrau mit dorn Jesusknaben vor-
stollt. Sie vorräth einon nicht ungcscliickton Künstler,
die Köpfe habon abor nichts Edlos. Untor <lom Monogramme, dessen F
das Wort Faciebat bildon hilft, steht: Ultimo ianuari A" »8. Auf der
Kückseite ist von alter Hand dor Name Wilhelm Hubor aufgoschrioben.
1725. W. H. Freeman, Zeichner und Maler, fand unter dem,_ Monogramm W F. boreits eine Stelle, da auf den Dlättorn,
VW welche nach seiner Zeichnung bekannt sind, das Monogramm
wechselt. Man findet das hior gogobeno auf Holzschnitten
\Mf landschaftlichen und architektonischen Inhalts im Almanaclidu Magazin pittoresipie. Paris 1854 u. 1855.
1726. William Hogarth, der bekannto onglischc Zeichner, Maler
und Kupferstoehcr, von wolchem obon beroits dio RodoWHJE.SCV I. P war, signirto in dieser Weise einen seiner Stiche. Das
Blatt betitelt .sicli: Mich'* Olory or hin TriumphantEntry i»to Conventgarderi. Die Signatur, welche William Hogarthinvenit et sculpsit zu deuten ist, stobt unten links in der Koke.
1727. Diese beiden Monogramme linden sich auf einor getuschtes
Zoichnung des Münchener Cabinets, welche
don Mutius Scävola darstollt. Das orsto
' 7^ Monogramm gohörto dem Hans Jörg
\K/~*> LJ\^J Wannenwetsch, das zweito dorn Laux
y v * ■ M — > ^— Ruft atl) Maler, die in dor zweiten Hälfte
des 1(3. Jahrhunderts zu Dasei thätig waren.
Von Wannenwetsch ist bereits in unserem Werke die Bede gewesen.
Laux Rudi ist unter dem Jahre 1583 im rothon Buche als Glasmaler
eingetragen. Noch kommen die beiden Monogramme zusammen auf
einer Hott bohandolton Zeichnung vor , welche das Wappen dor Stadt
Itasei enthält. Kino Copie dieser Zeichnung befindet sich in F. Warneoke's;
Heraldischen Kunstblättern. Görlitz 1876.
1728. In der Galerie zu Augsburg, wie im Besitze des Herrn. Barons r, Holzsehuhei daselbst, befinden sicli vor-
wf invcntor . schiedeno auf Solenhofer Stein gemalte Passions*bilder, welche zu einem Oyklus gehören. Auf einemder acht Bilder im genannton Museum ist ein aus don Buchstaben A rbestehendes Monogramm, and auf dem Bilde des Herrn v.. Holzscliuhersieht man ausser letzterem Monogramm noch das hier mitget heilteZeichen. Man folgert aus diesem Beisatz, dass dio Bilder nach Com-Positionen des bekannten Zeichners und Ivupfcrätzors Wenzel Hollarausgeführt worden und zwar von einem unbekannten bayerischen Meiervom Ende des 17. Jahrhunderts, welcher unter dem Monogramme A Fseineu Namen verbirgt. S. hiorüber den Katalog de* Augsburgei'Gemälde-Galerie von llud. Marggraff,
1729. Wenzel Hollar, der berühmte, bereits oben eingeführte
Kupferstecher, signirtc eine Blatte mit- der Namens-W. Roll, kürzung: W. JIoll. Dieselbe enthält eine Ansicht des
Klosters Molk an dor Donau. Die Signatur steht rechtsW Hollart f. unten am Plattenrande, Bei Parthey Nr. H7a