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5 (1879) SJ - Z
Entstehung
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302
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302 VV. Nr. 1501 — 1505.

1501. Clemens Wenzeslaus Fürst von Metternich-Winneburg, derberühmte Staatekanzler dos Hauses Oesterrelch, geb. 1773 in

W, Coblonz, gest. 1869 zu Wien, beschäftigte sich in seinen Masse-stunden viel mit der Kunst, indem er u. A. eine Roilio vonBlättern radirte. Ein derartiges, nach S. Gossner gearbeitetes Blattin 8., welches eine Landschaft mit zwei jungen Frauen darstellt, istmit W signirt. Auch dor Buchstaben M und M W hodionto er sichzur Bezeiohnnng seiner Arbeiten, wie bereits an froheren Stellen diesesWerkes bemerkt werden ist;

1502. Unbekannter Landschaftsmaler. In dor Sammlung du Jlosoybefand sieh ein Oelgemälde, wolchos mit W und einigen

W folgenden undoehilfrirbaren Buchstaben gezeichnet war. Das

Bild, von markiger Farbenbehandlung und angenehmer Total-wirkung, war im Geschmack des Horman van Swanefeld com-ponirt. Tm Vordergründe, welchen ein Flosa durchströmt, sah man anterhohen Bäumen drei orientalisch gekleidete Männer wandeln, währendauf dein jenseitigen Wer die alten Bauwerke einor Stadt hervortreten,die durch einen bergigen Hintergrund begrenzt werdon.

1503. Wilhelm von Kobell, Maler und ttadirer, gob. in Mann-heim 17<i(>, gest. in München 1855. Schüler soinos Vaters, Mldete

"II/" er sieh in Mannheim und Düsseldorf vorzugsweise durch Oopiren* niederländischer Bilder, wio von Wouverrnann's, weiter aus undsiedelte dann nach München über, wo er 1808 zum Professor ander Akademie ernannt wurdo. Er erhielt hier verschiedene Aufträge zuSchlachtbüdern, zu denen er 1809 und 1810 die Sudion in Wien undParis machte, Vortheilhafter jedoch als durch soine Oelgemälde istder Künstlei durch Badirungen und besonders durch soino der Indivi-dualität der wiodorgegebenon Meister entsprechenden Aquatiiila-Blätterbekannt. Wir kommen auf diese Arbeiten, wie auf die mannichfaltigenSignaturen, deren sich Kobell hodionto, zurück und bemerken hier nur,dass er ein radirtes Blatt, cino Eisgangxsccne, mit dem Buchstalion Wbezeichnet lud. Das Blatt wird, nebst oinom zweiten, unter dem Titel:Dio Uoberseliweininungon des Neckar 1781, von Androseu, unter Nr. 51und 52, boschrieben. Letzterer sagt, dass nur das eino Blatt, Nr. 51,bezeichnet sei; das von uns mitgethoilte Zeichen W. auf dem zweitenBlatte, Nr. 52, scheint dem genannten Schriftsteller entgangen zu sein.Heide Blätter sind übrigens sehr selten.

1504. Georg Wcckhard, Elfenbeindrechsler, angeblich aus don

Niederlanden, wurde von Kurfürst August von Sachsen in dorvv. zwoiton Hälfte dos 16, Jahrhunderts nach Dresdon berufen, wo er

sahireiche Werke für den genannton Fürsten, der oin grosser1'reinid der Elfenbeinarbeit war, ausführte. Diese VVorko werden imGrünen Gewölbe aufbewahrt und sind ontwoder mit einein O W oderauch nur mit W signirt.

1505. Zeichen eines unbekannten Kunsttischlers. Dasselbe soll,wio uns mitgetheilt wurde, auf sogonanntor Bouloarbeit aus

Y\7 dem vorigen Jahrhundert sich finden. Letztere ist bekanntlieh

v * • eine aus ausgeschnittenem und mit Messing eingelegtem Schild"

krot bestehende oder auch umgekehrt behandelte Möboldeco-

rationsweiee, welche zur Zeit Ludwigs XIV. durch don Tischler Ch. A.

Beule (nach Einigen: Buhl) aufkam.