W, Nr. IÖ06 — 1611. 808
1507. Der Buchstabe W, mit dem österreichischen Adler dar-"W. über, kommt als Bcscliauzeiclicn der Wiener Gold- und Silber-
schmiede-Innung vor.
1506. Marke der Gold- und Stlberschmiede-Innung zu LilleW. (Frankreich). Vergl, W. Schaffer's: Hall-Marks on Plate,
1508. Unbekannter Goldschmied, welcher Ende dos 10. Jahr-hunderts in Nürnberg thätig war, Die Marke findet sich, nebst
W. dem Nürnberger Besohauzeichen, auf einem Pocal Im k, GrünenGewölbe sni Dresden.
1509. Marke eines unbekannten Plattners, welche sioh auf einer\y # Rüstung der Spengler'schen' Sammlung in München vorfand. Die
genannte Sammlung ist im J, 1S77 veräuesert worden.
1510. Unbekannter Stempelsehnoider, welcher für die Buoh-binder thätig war. Sein Zeichen steh! auf dem 1682 gefertigten,
W. mit allerhand Zierwerk ausgestatteten Einbände von: Das ganzeTestament; so durch den Hoohgelarten L. Hieronymum Eraservertoutscht — o foelix Colonia MCCCCGXXIX. Fol,
1511. Der Buchstabe W kehrt häufig als Zeioben auf Münzen... wieder. Nur als Zeichen der Münzst&nde, wie der Münzstätte**• und der Münzbeamten und Stempelschneider sei seiner Be-deutungen hier gedacht, tm tJebrigon sei auf Schlickeysen's:
Erklärung der Abkürzungen auf Münzen ete, Verwiesen, Als /eichender Münzstände, der Personen ti iid Länder und Städte, voii welclien dieMünzen ausgegangen sind, bezieht sioh der Buchstabe auf Walderaar,König von Schweden, 1250 -1279; WeueeslausI, Gral' von Luxemburg,1888 1388; Wladislaus n, König von Böhmen, 1471 —1516; Wil-helm VI, Graf von Henneberg, 1486 — 1659; Wigilius, Bischof vonPassau, 1500 — 1517) Wolfgang, Herzog von Zweibrücken, 1682- -1569;Wolfgang, Herzog von Braunschwoig-Lüneburg, von der Grubenhagen'-sehen Linie, 1667 — 1696; Wilhelm V, Herzog von Bayern, L579- 1697;Wolfgang, Erzbischof von Mainz, L68S 1601; Wilhelm, Graf Fugger,1601; Wilhelm. Graf von Sayn-Wittgenstein, 1628; Wilhelm, Landgrafenvon Hessen II, 1471 — 1509; VI, 1650 —1663; VII, 1663-1670;Wilhelm l, König der Niederlande, 1815 —1840, and Wilhelm, Koni«von Württemberg, 1816 1868. Ferner auf: Waldeck, Weissenburg ImKlsass, Werdo, d.i. Donauwörth, Werl, Werne, Wernigerode, Wimpfen,
Worms, Wratislavia, d. i Breslau. WschOWa, d.i. Kraustadt, und Würz-
hurg, Was sodann die Münzstätte betrifft, so bedeutet der Buch-stabe auf ungarischen Münzen: Vissegradum; auf polnischen am 1440:Wschowa (Fraustadt), von 1601 an: Wilna; auf französischen, vomAn-fange dos 18. Jahrhunderts an: Lille; auf schlesUchen: Wratislavia(Breslau); auf preussisohen, von 1741 — 174',) desgleichen; auf eleve-Bchen: Woscl; auf weimar'schen Klppermünzen: Weimar; auf sächsi-schen: Wittenberg; auf Münzen der Stände des fränkischen Kreises:Wertheim; auf österreichischen: Wien; aufwürzburgisohen: Würzbarg.
Von Btempelschneidern und Münzbeamten endlich zeichneten mitdem Buchstaben W:
Jean Varin, Stempelschneider, geb. zu Lüttioh 1604, lebte violoJahre In Paria und binterliess eine bedeutende Anzahl von Medaillen aufwichtige Ereignisse. Einige sind auch mit J. V. bezeichnet. Erstarb 1ii7'..'.