Druckschrift 
5 (1879) SJ - Z
Entstehung
Seite
181
Einzelbild herunterladen
 

TW. Nr. 901—905. 181

Das zweite Zeichon, mit dor Jahreszahl 15KJ, steht auf einem Blatte,welches den Heiland vorstellt, wie er als Bosioger des Todes der Muttererscheint. Fol.

Das dritte Zeichen sieht man auf einem Blatte mit dem hl. Petrus.Er stoht nach rechts gewendet, mit drei grossen Schlüsseln in denHänden, auf einem Piedostal. Das Monogramm ist an letzterem zwischenzwei Schilden angebracht, von denen das eine das sächsische Wappenzoigt. Gr. 8. Dio Darstollung gehört zu oiner Folge von Aposteln undanderen Heiligen, welche übrigen Blätter jedoch unbezeichnet sind.

901. Theodor Leopold Weller, Genremaler, geb. 1802 zu Mann-heim, bildete sich in soiner Vaterstadt und inI i | r-pi München, ging dann nach Kom und wurde später

Gallorio-Inspootor in Mannheim. Mit Vorliebo undSrfolg bohandelto er in seinen Bildern Motiveaus dem italienischen Volksloben. Dor Künstlerbediente sich häufig der boistohendonMonogramme.

h-iH rr-i Mi

v V au

TW

902. Im Jahre 1846 war in München eino Landschaft von TheodorWeber, mit diesem Monogramnio bezeichnet, ausgestellt.Wir können über deii Künstler koino Auskunft geben. DorThoodor Alexandor Wober, von welchom wir oben, unterNr. 70-1 gesprochen haben, kann os nicht soin, da Letzterer,nach Fr. Müllor's: „N. Künstlor-Lorikon", erst 1838 go-boron ist.

903. Therese Weber, eino in Münchon, insbesondere für dio Fächer-Fabrikation, thätige Bluinenmalorin, bediento sich diesesZeichens.

\i/

\$?

904. Tobiaa Wost, Medaillour, in dor zweiten Hälfto des IG. Jahr-hunderts in Dresden thätig. Kr stand in Diensten des chur-

rryr sächsischen Hofes, arbeitoto aber auch für auswärtige Fürsten.W Auf einigen seiner Gepräge stoht das hier mitgetheilte Mono-gramm, die meisten abor sind unbezoichnet. In Bolzonthal'»:Skizzen zur Kunstgosch., in J. J. Spies': Brandonb. Münzbelustigungen". s. w. fiudot man Abbildungen seiner trefllichon Arbeiten.

Im Musonm zu Gotha sind auch Bildnisse älterer sächsischer Fürstenin Porlmuschol geschnitten, welche von Wost sein könnten. Vergl. G.lluthgobor, Gomälde-Gallorie zu Gotha p. 385.

905. Thomas Wijck, auch Wyck gesohriebon, Maler und Radirerg*, ^_s gob lliKi zu Bovorwijck bei Haarlem, gest. zu

i (jyV i (M/- London 168G, bildete sich in Italien und brachte^-' von dort dio Studien zu seinen Hafen-, und Strand-ansichten mit. Ausserdem malto er Genrebildermannigfachen Inhalts, insbesondere gehörtenAlchymiston, überhaupt Gelehrte in ihren düstarn,mit Instrumenten unuBüchorn umstellton Studir-zimmern zu seinen Lieblingsgegenständen. InEngland, wo Wijck seino Tage beschloss, fanden