TN. Nr. 79I-).....794. 161
liest iim 11: ullamne humanis rebus constaitciam in le putas cumipsum | eept homincm vclox hora dissoluat. boccius h". 2". Oben aufdem Glücksrade sitzt auf einem Essen ein König von jugendlicherGestalt mit ernster Hirne. Link- stürzt ein bärtiger Mann herab, imFalle sich an «las Rad noch haltend; wahrend rechts ein Jüngling mitoinem Bande um das gelockte Saar aufsteigt. Der Jüngling tragt umden Arm eine zusammengeknüpft« Schnur, an deren beiden Enden diezwei Herzen mit Monogrammen hangen, welche wir oben abgebildet haben.Der Zottel über ihm trägt die Inschrifti mens non potest habere re-gimen virtutum ni prius cxc.ussetur magisterium viciorum augustinusAehnlichc Schriften sind dem Könige« und den herabfallenden bärtigenManne, wie endlich einem Gefallenen beigegeben und zwar sind zwoidieser tnsohriften ebenfalls dem Kocfhius. die dritte dem Job entnommen.Oben links erscheint die Halbfigur Christi in den Wolken; in der Linkendie Weltkugel und darauf die Siegesfahne, in der Rechten eino an dorKurhel des Glücksrades befestigte Schnur haltend. Auf dem dieserFigur beigegebenen Zettel liest man: Ecce ego mitto angclum meumqui precedat tu in via obscura; observa eum et \ audi vocem ejus etsi audieris vocem ejus et feecris nmnia que loquor | inimicus eroitiimicis tuis et afßigam af/ligentes te exodi XXIfll" ca.". Auf dorreehten Seite des Stiches endlich orhchf sieh auf einem Schiffe einBaum, in dessen Krone in drei Reihen Über einander 21 Figuren sitzen.Die oberste Reihe von 8 Personen zeigt den Papsl umgehen von Kar-dinälen, Bischöfen und Geistlichen; die mittelste Reihe in gloiehor An-zahl den Kaiser, einen König und andere vornehme Männer. In deruntersten Reihe von fünf Figuren erblickt man in der Mitto eine Frau,dor ein Einhorn in den SchoOSS springt, An den beiden Seiton derWurzeln des liaumes helinilen sich zwei Thiore mit den Hoischrifteu:dies und nox. Vor dem Schilfe, aeben der Grube mit der Leiche, stehtschliesslich der Tod, seine Pfoilo in den Baum sendend. In dem boi-gegebenen Zettel heisst es: nemini pareo.
Von diesem Kupferstiche, welcher innerhalb des Randes 8 Z. 8 L.hoch und 11 Z. 3 L. breit ist, sind zwei Exemplare vorhanden, in dorHofbibliothek zu Wien und im britischen Musoum zu London. Sotimanngiebt in dem Kunstblatt von 18. r >0, Nr. 10, eine sehr eingehende Be-schreibung und zugleich Deutung der reichen Compositum. Er glaubt,dass der Künstler in letzterer an den 1482 erfolgten Tod der Mariavon Hurgund, Gemahlin Maximilians 1, anknüpfte; in der Leiche untenwill er die junge, aus dem Vnllgenuss ihres Glückes durch den Todgerissene Fürstin erkennen, und auf dieses Bogobniss bezioht er dieEinzelheiten der Darstellung.
793. Dieses Monogramm findet sich in Begleitung eines zweiten,. aus 0. A. T. P. bestehenden Monogramme«;, auf einem
[V r~H schiinen, in der Weise des Hans Burgkmair behandelten
\ P Holzschnitte, welcher den heil. Rochus vorstellt. Dor
1 \L Heilige steht auf einem Piedestal, vorehrt von zwei
kleinen Figuren. Hei Mittheilung dos zweiton Mono-
gramnies, [1. I, 2273. ist das Blatt ausführlich beschrieben worden.
794. Thomas Oelgast, ein bereits unter Nr. 2707 des IV. Bandes
eingeführter Malor.
Wir verweisen auf Jonen Artikol und bemorkon nurnoch, dass das hier initgetlieilte Monogramm auch aufZeichnungen vorkommt. Nagler sah es in der fürstl.Oettingen - Wallorstein'scbon Sammlung auf einer mitschwarzer Kreide und Rothstift gezeichneten Grablegung.
()
MononTnniiiiision. Ild. V. \\