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5 (1879) SJ - Z
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SS. Nr. 292—295.

292. Sigmund Ludwig Uuhl, Maler und 8t»■her, geb. 1794 zu

Kassel, wurde von seinem Vater, dem Bildhauer J. Ch. Ruhl,

t l)_J in die Kumt eingeführt, befrachte spater die Akademie

,_) [T |^ seiner Vaterstadt und ging dann zu seiner weitern Aus-k_/^ büdung nach Italien. Im Jahre 1832 wurde er Direelorder Kasseler Gemäldegalerie, ebenso wurde Ihm weiterhin,mit, dem PrHdieatc eines Geh. Hofrathes, die Direction der churorinz»liehen Bibliothek zu Wilhelmshöhe übertragen. Buhl hat zahlreicheOelgemälde geliefert Über Welohe sieh das KUhstler-Leilcon verbreitet,;

aueli mudellirte er, SO u. A. vier allegorische Figuren für das Ntände-

li.-ius zu Kassel. Hauptsächlich alier machten Ihn seine Shakespearo-Composttionen bekannt. Er hat niese Zeichnungen selbst radirt undgestochen und dieselben von 182(1 an mit engösehem, l'ranzösisehom unddeutseluun Texte bei Brockhans in Leipzig herausgegeben. Nur diuf'emimsilioneii zum Othello hat 1832 L, Druofcei radirt. Auf ver-schiedenen dieser Zeichnungen sowohl wie auf (iemälden wird mandas mitgetheiRe KoMgramm finden.

Diese beiden Zoiehen worden, das erste von Bartseh, dasandere von Brulitot, dem Lambert Lninba rdus vonLiittieh ungeschrieben, einem Maler, der im vorigen Bande

unter Nr. 1173 eingeführt worden ist. Wir verweisen hin-sieht lieb des Namens und der Lebenszeil des Meisters auf

jenen Artikel. Ob die Monogramme dem Lombavdus an-gehören, bleibt sehr zweifelhaft, Bartsch und Brulliot

stützten sieb jedenfalls bei der Deutung <ler Zeichen auf

den (Jmstand, dass man den L. Lombardus bis vor Kurzemauch Snterraah, Snstermans und Snavins nannte. Lambert

ler Schwager unseres Meisters uml hat viel nach dcm-

irrthumlich

Suavius ist

selben gestochen

294. Diese

S? I. P. F.

s /eiidien fanden wir auf einer gestochenen Vignettemit dem lil. l'Yaneiseus, der knieend uml von einemEngel unterstützt üeStigma empfangt, 8. Die Buch-staben sind mit: Suor Isaliella. l'ieeini. l<Y,eif,, zu er-klären. Isabolla Piccini, die foehter des Kupferstechers Jac. Piccini,

war Nenne in Florenz und hat als sokhe Blätter, besonders als Vig-netten zu Andachtsbuohern, gestochen. Eine zweite Signatar, welchersie sieh aoch bediente, soll weiter unten mitgetheilt werden.

295. Stephan Strauch, Maler und Badirer von Nürnberg, s,iir, -i1677 im 32. Jahr.-.

5u- 'jp Dieser Künstler ist wenig bekannt und aueli sein

/ <§ i\L> Monogramm wurde dem Maler Jabann Friedrich Siihelbeiuaus Memnüngen zugeschrieben. Brulliot, 1. Nr, 3131. giebtes mit geringen Abweichungen als jenes von Sichelbein; durch die Be-mühungen Börner's wiesen wir aber, daes St. Sra&cJi auf dasselbe An-spruch zu machen habe. Börner fand es auf Zeichnungen desselben vor,und selbst dann, wenn Strauch den Namen ausschrieb, sind die beidenN verbunden. Auf sohdie Weise bezeichnet ist ein kleines radirt esBildniss des Goldschmieds Johann Beinhold Müh! von 1(175, uml danndas uuhonannte l'orträt des Kapellmeisters Daniel Kberlein. Das erstedieser beiden Bildnisse schreibt Panzer irrig dem Georg Strauch zu

Auf folgenden Blättern findet man das Monogramm:

1. Das Bildniss des Nürnberger Musikus Kok mit Pelzmütze inDreiviertol-Ansieht nach links gerichtet , wo mau sein Vieloncel sieht.Links unten ist, das erste Zeichen, II. 3 Z, 1 L., Br. 2 Z.