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Vaticans mit Fresken zu schmücken. Diese Arbeiten miissten den Malo-reien Rafaels das Fold räumen und nur Wonigos von Perugino undSodoma blieb erhalten. Nach Einigen soll Letzterer auch dio Wand-gemälde mit Sconen aus den punischon Kriegen im Palast der Kon-servatoren auf dem Oapitol ausgeführt haben. Im Jahre 1510 findenwir den Künstler wioder in Siona, wo er dio Tochter eines Gastwirthsehelichte. Nach vier oder fünf Jahren ging er abermals nach Rom undmalto dort für Agostino Chigi die beiden schönhoitsvollon Fresken derFamosina. Papst Leo X. erhob den Künstler während soinos damaligenrömischen Aufenthaltes in don Ritterstand. 1515 kehrte er nach Sienazurück, wo er ehronvoll aufgenommen wurde und wo in der Folge soinevollendetsten Werke entstanden; Werke reich an unvergänglicher Schön-heit, an seltenen Zügen tiofer Empfindung und weicher Anmuth. Zu denfrüheren Einflüssen der Schule Leonardo') und anderer Florentiner geselltsich in diesen Schöpfungen die Wirkung Rafaels. Am ungetrübtestenund freiesten, in leichter, duftigerFarbonhchandlung und gewissenhafterDurchführung der schönen Form, tritt uns der Genius des Künstlers inseinen Fresken entgegen, und hier wieder weniger in figurenreichen,historischen Compositioncn, als in Einzelgestalten. Mit dem heran-nahenden Alter nimmt auch soino künstlerische Kraft ab. Fühlbar wirddies in seinen späteren sienesisclien Werken, ebenso in seinen Gomäldonfür don Dom zu Pisa und für die Kirche della Spina dortselbst. NachPisa, Voltorra und Lucca ging der sochzigjährige Sodoma, als ihm inSiena das Glück den Rücken kehrte. Durch scinon leichtfertigen Sinnhatte er sich schliesslich dio Gunst der Sieneson vorscherzt. Doch kohrteer nach dreijähriger Abwesenheit 1543 nach Siena zurück, um ver-einsamt dort zu sterben.
217. Sofonisba Anguisciola, auch Angosciola und Angussuola,
Sofonisba Oentisdona Cremonese. ^Ä^ToSf Ä
edlen Familio von Cremona.
Auch dio Schwestern der Sofonisba waren Künstlerinnen. Als ihrGeburtsjahr gilt gewöhnlich das Jahr 1580; doch fällt os wahrscheinlichspäter, orst um 1535. Ebonso dürfte ihr Todesjahr später zu sotzonsein, als man bisher angenommen. Vorgl. hierüber dio Moyor'sche neueAuflago von Naglcr's Künstler-Lexikon II. p.64. Dio Lehrer dor Sofo-nisba waren Bornardino Campi und Bernardino Gatti. Am Hofe Philipp II.von Spanien fand sio als Porträtmalerin reiche Beschäftigung und Aus-zeichnung. Von Madrid aus ging dio Künstlerin, als Gattin einessicilianischen Edelmanns, nach Palermo, wo sie, ausser Bildnissen, aucheinige rcligiöso Bilder gemalt haben soll. Später ehelichte sio oinonedlon Genuoser, mit welchem sio sich in Genua niederlioss. Sio beschlossdaselbst, hochgeachtet, ihr langes, neunzigjähriges Leben, nachdem siojedoch in ihren sechziger Jahron das Augonlicht verloron hatte. Allenzeitgenössischen Borichton nach war sio eine aussergowöhnlicho, gonialoNatur, dio mit roiehon Goistesgaben das liebenswürdigste Wesen verband.Als Künstlerin wurde sie hauptsächlich ihrer naturtreuen Bildnisse wegengeschätzt. Auf einigen derselben soll, nach Brulliot, III. 1165, obigeBezeichnung vorkommen; dio Bildnisse, welcho wir kennen, sind mitihren Vor- und Gcschlochtsnamon signirt, welcher letzterer bald Angni-sciola, oder Angosciola odor auch Angussuola geschrieben ist.
218. Soliva, ein Fayencemalor, welcher zu Moustiors thätig war,p I j signirto in diesor Weise
Oolwa Cd