Druckschrift 
5 (1879) SJ - Z
Entstehung
Seite
37
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80. Nr. 212—216. 87

S. (N ~) F k' 8 17 ^* vor nnc * " nt * au ^ d ' e8en m ' t: Scholz (Wardein)' * '^ Nürnberg (Münzstätte) und Förster (Münzmeister) zu

deuten.

212 Monogramm auf Gofässen aus Torra sigillata. Vorgl. M. A.Jacquemard: „Les Mervcilles de la Ceramiquo."

»62C)

213. Nach Christ, p. 362, sollon dioso Buchstaben sich auf Ste-S N H phan Heller boziohen.

214. Simon Novellanns, eigentlich Simon van der Noeuel, wieet vr/} wir unter Nr. 93 bereits mitgethoilt haben. Er war bis

gegen Schluss dos 16. Jahrhunderts in Köln als Zeichnerund Kupforstecher thätig..

Obige Bezeichnung findet sich in der Geschichte des Tobias, einerradirten Polgo von acht Blättern; das erste Blatt ist bezeichnet: Simon No-velanus Inventor fecit et exeud. Coloüiao, die folgenden sioben: S. NO. Kl. fol.

215. Dioso Buchstahon kommen auf Münzen aus den Jahron 1764C /v\ n bis 1770 vor und boziohon sich auf den Wardoin: Scholz,

• \ v n ' die Münzstätte: Nürnberg und den Münzmoister: Kiodner.

216. Giovanni Antonio Bazzi, genannt il Sodoma, ein unter

Leonardo'schon Einflüssen gebildeter Künstlor,C< _ r\ r\ w» r» welcher im 16. Jahrhundert der Schule von Sienaio O (X O 111 d« *1 einer neuen Blüthe verhalf. In der Kunst-geschichte ist dieser Maler hauptsächlich nurunter seinem oben genannten Boinamon: Sodoma oder Soddoma bokanntgeworden, wclchon er im Scherze sich selbst boigelegt haben soll. Nochboi Lebzeiten wurdo er in Briefen und Urkundon mit diesem Namenbezeichnet. Ebenso findet sich letzterer auf Nachbildungen seiner Worko.Es erscheint somit gerechtfertigt, wenn wir, zugloich zur Ergänzung undBerichtigung dor bisherigen dürftigen und falschen Nachrichten desKünstlor-Lexikons, und gestützt auf dio neuesten Forschungen vonAlbert Jansen, G. Frizzoni u. A., dorn Meister in unserem Buche eineStcllo cinräumon.

Dio Lobonszcit des Sodoma fällt zwischen dio Jahro 1473—-1649,wie Don Lulgi Bruzzi, auf Grund archivalischer Nachrichten festgestellthat. Sein Familionnamo lautot de' Bazzi und nicht Kazzi, wie man früherglaubte Er war dor Sohn eines armen Schustors zu Vercolli in Pie-mont, welcher don dreizehnjährigen Giovannantonio auf sioben Jahro beieinem obskuren Maler aus der Unigegend in dio Lehro gab. Im Jahre1501 erschoint er, oin fertiger Künstler, in Siena; mit seiner Em-pfindungswürmo und seinem Schönheitssinn den erstorhonon Geist derdortigen Schule neu belebend. Einos dor schönston Bilder Sodoraa's ausdon ersten Jahron seinos sionosischon Aufenthaltes ist dio Grablogung,welche er für dio Kirche San Francesco malte und dio seit einigenJahren in der Akadcmio von Siena aufbowahrt wird. Andore Werke ausseiner Jugond, dio in ihror Gesammthcit seine eigentlichen Meister-schöpfungen ausmachen, sind dio Fresken in don Klöstern S. Anna inGreta und Monto Oliveto Maggioro. "Vcrgl. di» eingehende und lobendigoSchilderung, wclcho Jansen in seinem Bucho über Sodoma davon giebt.In den Jahren 1507 und 1508 woilte Sodoma in Rom, um, im Auftragedes PapBtes Julius II., mit einigen andern Künstlorn die Gemächer des