S I. Nr. 48-54. 11
48. Zeichen dos Buchdruckers Job. Secerius in Ilagenauim Elsass um 1540. Man findet es auf Titel-Holz-schnitten.
49. Dieses Monogramm gehört einem Modelleur des 16. Jahr-j hunderts an, der zu Rostock thätig war. An der grossen Glocke(T im Thurme der Petrikirche, welche Peter Matze 1548 zu Rostock-^ goss, findet sich unter anderen Verzierungen auch das Wappen
der Stadt Rostock mit dem Greif, und in diesem Wappen steht dasgegebene Zeichen. Die sämmtlichen Verzierungen der Glocke sindsehr schön.
50. Unbekannter Formschneider in der zweiten Hälfte des(J 10. Jahrhunderts. Bartsch hat ihn IX. p. 419 eingeführt. ManJ) findet das Monogramm auf Blättern nach Tobias Stimmer und-' D. Maurer. An Josias Stimmer, Bruder des Tobias, geb. 1555,
ist wohl nicht zu denken ; er ist nur als Oelmalcr und nicht alsFormschneider beglaubigt.
Der fragliche Formschneider bediente sich noch eines zweitenZeichens, das-wir unter SIR geben.
51. Johann Sadeler, Zeichner und Kupferstecher, geb. zu
$, Brüssel 1550, gest. in Venedig 1600, versah seine
■r | -rj Blätter gewöhnlich mit seinem vollen oder abge-
,/J> fOi$ cxc. kürzten Namen, doch kommen auch einige mitJ ' dem Monogramm vor; so zwei Blätter: der Früh-
ling (Ver), aus der Folge der Jahreszeiten nach Th. Bernard, einehl. Magdalena nach F. Sustris. — Das dritte Monogramm kann mansowohl auf Johann als auch auf Justus Sadoler bezichen, denn beidewaren auch Kupl'crstichvcrlegcr.
52. Johann Sadeler, der jüngere, Zeichner und Kupferstecher^ ,i-y zu München um 1(120. Im Katalog Rolas du Rose;
»P >v Nr. 4823 wird ihm eine Zeichnung mit dem ersten
idil f Zeichen — ich weiss nicht, ob es genau ist — Mars
1 J G 1 v und Venus in Unterhaltung, Feder und Bister, zu-geschrieben. — Das zweite Monogramm steht auf einer Federzeichnungim Münchener Cabinet: Susanna von den Alten im Bade überrascht.Vielleicht ist auch Job. Sadeler der Urheber derselben.
S
53. Jakob Seyseneg'g'er, Hofmaler des Kaisers Ferdinand 1.zu Wien lälll— 1507. E. Birk gab 18(14 eine Monographie überdiesen Künstler heraus. Werke seiner Hand sind mir nicht zuGesicht gekommen und die Monographie steht mir augenblicklichnicht zur Hand. Nagle! gibt das Zeichen.
54. J. Schönlaub, begabter Bildhauer zu München, geb. zuWien 1805, Schüler von Fischer und Schaller. Das Monogrammsteht auf einem runden Gypsrclief, welches ein antikes Mädchen am