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Brunnen vorstellt und über eine Blume sinnt, während ihrzwei nackte Knaben die Vase uinstosscn wollen. Das Werkwar 1802 im Münckencr Kunstverein ausgestellt.
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55. Joachim von Sandrart, der bekannte Historienmaler, geb.
fzu Frankfurt a. M. 1600, gest. zu Nürnberg 1688, hinterliessauch einige Radirungen. Eine solche ist mit dem Monogrammesignirt: Klcopatra, halbe Figur, im Begriff, sich die Schlangean die Brust zu legen. Im Unterrande: Cosi si conobbe V Amorcostante de Cleopatra. II. 4 Z. 1 L. Br. 3 Z. 11 L.
56. Nach einer flüchtigen Notiz Nagler's soll sich das vor-Xy stehende Monogramm auf altdeutschen Zeichnungen finden.
/jf/p^q Ich hatte keine Gelegenheit, solche kennen zu lernen.
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57. Dieses Zeichen findet man auf dem in Holz geschnittenenSignet des Notars Nikolaus Zirleus in Nürnberg. Es stellt diehalbe Figur eines Mannes vor, welcher in der Rechten die Sand-uhr, in der Linken Blumen hält. Ueber der Figur ist eine Schrift-tafel mit den Worten : Homo Memenlo \ Mors venil. Vita fugit \.Nicolans Zirlevs | Sign: Kot: Pvb. Caesa. H. 2Z. 7 L. Br. 1 Z. 9 L.
Börncr findet es nicht wahrscheinlich, dass Joachim von Sandrartdie Zeichnung gefertigt habe. Dieser Künstler wendete auf einemradirten Blatte mit dem Brustbilde der durch dio Schlange sichtödtenden Kleopatra ein ähnliches Zeichen an.
58. Izaak Schmidt, Landschaftsmaler, geb. zu Amsterdam denfft 11. Juni 1740, gest. den 17. Mai 1818, malte anfangs unter
£fi Quinkhard's Anleitung Bildnisse, ergriff aber dann das Land-schaftsfach und gründete mit Jurian Andricssen eine Tapetenfabrik,welche einer andern Geschmacksrichtung weichen musste. Von 1772 angab er Unterricht im Zeichnen, befasste sich aber auch mit literari-schen Arbeiten und mit der Musik. Im Jahre 1774 erschien: Histo-rische levensbeschryving van P. P. Rubens, 8. Dieses Werk gabVictor C. van Grimbergen 1840 mit Anmerkungen heraus. Schmidtbenutzte aber nur ein französisches Werk von J. M. Michel, welches1771 zu Brüssel erschien. Dieses wusste der Bearbeiter der neuenAusgabe von 1840 nicht. Schmidt Hess auch Schauspiele drucken undzierte sie mit eigenhändig radirten Titelblättern. Im Jahre 1780 gaber eine Folge von sechs radirten Ansichten heraus (s. R. Weigel,K.-K. Nr. 16,671). Eine radirte arkadische Landschaft, rechts beizwei Bäumen ein Piedestal mit einer Vase, links ein Tempel, ist IS(verschlungen, wie Kramm sagt) mit f. 1764 bezeichnet. Sein undAndriessen's Bildniss hat R. Vinkeles auf einer Platte gestochen.
59. Unbekannter Zeichner oder Formschneider, welcher in£ der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, wie es scheint, in
3? Wittenberg thätig war. Das Zeichen steht auf einem Portrait:
IS87 Reverendi M. Hieronymi Mencelli Superintendentis Eccl.
in Comilatu Mansfeldensi. Brustbild mit einem Buche in der Hand.
Aelatis LXXI. Unten lateinische Verse. Wittenberg bei, S. Kaufmann.
H. 8 Z. 7 L. Br. 4 Z. IL.