SI. Nr. 23-27. 5
Blatt ist schon II. Nr. 2203 gehandelt worden. Das zweite Zeichenfindet sich auf einem Portrait des N. Gallus zu Regenshurg, der denbekannten Katechismus mit den Ostendorffer'schen Holzschnitten heraus-gab. Auch dieses Portrait ist nach Kirchmair's Zeichnung geschnitten.Das dritte Zeichen ist auf einer Ansicht von Regenshurg nach P. Opel.Der Name des Formschneiders ist nicht entdeckt. In Prag arbeitetezwischen 1160 und 1380 der Formschneider II ans Scvorin, der sichdes dritten Zeichens bediente. Vielleicht hat er auch seine Wirk-samkeit nach Regensburg ausgedehnt. Holzschnitte von ihm mit demZeichen finden sich in der böhmischen Bibel des G. MelantrichiusPrag 1370.
23. Unbekannter Formschneider, welcher für folgendes Werktlnltigwar: Kriegs-Beschreibung oder Kriegs-Regierung nach alter deutscher Ordnung, etc.von Reinhart der älter Graue zu Sohns und
'3 KJ'-' i •L^py H err zu Minzenberg 1IJ59, fol. Der Malerl.^ob Jeremias Schemel von Augsburg fertigteein ähnliches Bilderwerk in 243 ausgemalten Blättern unter dem Titel:Von rossthumblen vnnd zue richlung zue allerlay Thurnieren, fol.Kr handelt von Abrichtung der Pferde, vom Satteln, Zäumen, Rüstung,von Ross und Mann, von verschiedenen Stechen und Rennen, sowieTurnieren. Das letzte Turnier ist jenes bei der Vermählung desHerzogs Wilhelm V. von Bayern mit Renata von Lothringen. Imletzten Theile gibt der Verfasser eine Uebersicht der vorzüglichstenTurniere vom Jahre 938 — 1368. Dieses Werk ist in der AmbraserSammlung. Kein Blatt hat ein Zeichen.
24. Johann Baptist Scholl, Hof-Bildhauer zu Darmstadt,^l . r--------1 Zeichner und Lithograph, geb. zu Mainz
CD i !sC riH 1818 ' 8 cbüdct in München. Schollhat
3 ■ CD n \ s '°k ' n we ' tcren Kreisen mehr durch"^ *V ^R r"vT^ V ay seine geistreichen Zeichnungen als seiuew ir ^ J ' '»J r - / / V_/ Bildhauerarbeiten bekannt gemacht.Manche dieser Zeichnungen hat er auch selbst lithographirt, wie: denUmschlag zu Kohler's Münchener Album, das Diplom des polytech-nischen Vereins, Randzcichnuiigeu zu deutschen Dichtungen etc. Aufsolchen Blättern kommt das Monogramm vor, dessen unterer Theilöfters in Zierraten ausläuft.
25. Jobst Spörl, mittclmässiger Formschneider zu Nürnberg,CT wo er um die Mitte des 17. Jahrhunderts vorzugsweise für BücherCr des Verlages des Andreas Endtcr arbeitete. Wir haben seiner
schon unter 5 Nr. 3877 d. vor. Bandes gedacht. Er starb 1603.
26. Unbekannter Formschneider zu Prag, wenn nicht Hans<T qU, Severin, der um die Mitte des 10. Jahrhunderts in dieser'T/^- Stadt arbeitete. Man findet die Zeichen auf Blättern inW. Hageck's Kronyka Czeska, die 1340 erschien.
27. Johann Baptist Seele, Portrait- und Schlachtenmaler,Cr y geb. 1773 zu Mersburg, gest. in Stuttgart 1814, versah mit vor-
v£) stehendem Zeichen ein lithographirtes Blatt. Es ist in Kreide-inanier behandelt und stellt einen an sein Pferd gelehnten französischenDragoner dar, wie er sich mit zwei rechts stehenden Mädchen unterhält.Diese Original-Lithographie gehört zu den Inkunabeln der Steinzeich-nungskunst. H. 11 Z. Br. 9 Z.