A. Nr. 2524 — 2525. 104T
dem obigen Zeichen versehen sind. Ein zweites Monogramm desMeisters ist in der Art geformt, dass man eher HA, als EA lesenmuss. Wir haben es No. 1652 gegeben. Man wird aber auch Obiges/eichen nicht leicht EA lesen, sondern nur ein A mit krummer Quer-linie hinnehmen.
Das Hauptwerk Altdorffcr's bilden die Hol/schnitte der Lübeckerl'raehtbibol unter dem Titel : De Biblie ulh der uthlcgginge DoctorisMartini Luthers in dißk düdesche vlilich ulkgestettet. — - In der h'ey.ier-likcn Stadt Lübeck Inj Lndowich Dielz gcdruckel t'jüü. Am Schlüsse:Dtjt lülfUike werk, ys also, Godl Almethik) tho love und eeren, Na Christiunses Heren gebort, ym vi/ßundert unde veer unde dörligeslen yare (4634);am ersten dage Aprilis in der Keyserliken Stadt Lübeck by Ludowirh Dyetz,
dorch den druck vullendel -------- AMEN., fol. Die Ilolzstiicke zu den
trefflichen Illustrationen dieses Werkes besuss der Buchdrucker Lud-wig Diotz, und er benutzte sie daher auch zu einer Ausgabe desneuen Testamentes von 1539 — 1540, und für die dänische Bibelvon 1550. Die Lübecker Bibel hat sechs Titelholzsrhnitte, und auchim Texte der beiden Testamente kommen ziemlich grosse Bilder vor.Das Monogramm des Meisters steht nur auf dem vierten Titel indem verschlungenen Zuge am Ende. Eine figürliche Verzierungbat dieses Blatt nicht, sondern nur reich verzierte, und mit Eraktur-zügen ausgestalte!.' lim hstabc». Die weitere Beschreibung des Werkess. Wieehmann-Kadow : Die mecklenburgischen Eorlnschneider S. 19 No. 8.
Ein zweites Werk mit dem gegebenen Monogramme stellt cmTurnier in drei Blättern vor, W.-K. No. 1. Auf den beiden äusserenBlattern sieht mau zwei Grsppefl Ritter im Kampfe mit Lanze undSchwert, während das mittlere Blatt ein grosses Daus zeigt, ausdessen mit Teppichen geschmückten Fenstern Damen zuschauen, wiezwei Kitter die Lanzen brechen. Der Kampfplatz ist durch eineSchranke begrenzt, vor welcher sich die Musikhande, Knappe«, Bürger,Kranen und Kinder belinden. Auch auf das Dach eines Erkers sindSchaulustige gestiegen. In der Mitte steht das Monogramm auf einemTafelcheu , rechts auf dem Seitenblatte die Jahrzahl 151,1. JedesBlatt ist 11 Z. 3 L. breit, und 8 Z. 5 L. hoch.
Dass dieser llolzscbnilt zum Andenken an em bestimmtes Turniergedient habe, mag anzunehmen seyn; es wird aber jedenfalls Stoftzum Lachen gegeben haben, indem die Helmzierden sonderbarer Artsind. Man bemerkt einen Storch mit Hut und geschultertem Rechen,eine Storchenfamilie auf dem Neste, einen hockenden Affen mit demSpiegel, eine Kanne mit Bratwürsten am Spiesse , eine geschwänzteSirene u. s. w.
Andere Blätter mit dem Künstlerzeichen zeigt Wiechmann-Kadownicht an, und wir verweisen daher im [Jebrigen aut seine Schrift überdie mecklenburgischen Kormschncider.
2524. Stempel einer Fayence-Manufactur oder Töpferei, welche
^vom 15. bis 16. Jahrhundert in Deutschland im Gangewar, und schöne Waarcu lieferte. Man findet Schüsselnund Teller von starker Masse mit polychromer Decoration.Die Gebisse dieser Art sind aber selten geworden. Brog-„iart kenn« nur eine verzierte l'atene mit dem gegebenenZeichen, und konnte den Fabrikort nicht entdecken.
2525. Stempehchneider, Wmzmeister und Wardeine, welche Ge-a x präge mit A zeichneten. Voraus ist aber zu bemerken, dassA ' A - auf Münzen aller Jahrhundertc, von dem Herzoge Ang.scs 11.von Benevent (758-787) bis auf Alexander I. von Kussland auch die