CDM. Nr. 2465. 1023
I. Von der radirten Platte, olino Anwendung des Schabers. Oben
steht Anno ICIX). Sehr selten.
IT. Mit dem Schaber übergangen, am durch die schwarze, Manier
eine grössere Wirkung zu erzielen. Man bemerkt aber den
Tuschton nur in den 1 Innren und im Grunde. Auch wurde die
Stelle mit der .Jahrzahl mit der Wiege überarbeitet, aber ohne
die Spur derselben ganz zu verwischen. Unten steht C.p. Moor.
5) Joannes Baptista van Helmont und Franeiscus Mercorins van
Hclmont. Köpfe, aus ihren Planetcnzeichcn hervorgehend, umher die
Allianzwappen der beiden Aerzte. Höhe der Platte 6 Z. 7 L. Br. 5 Z. 2.
Dieses schön radirtc, und sehr seltene Blatt wird dem C. de Moor
beigelegt, er kann es aber nicht r:\dirt hallen, da man die Bildnisse in
dem von !■'. M. van Helmont herausgegebenen Werke dos J. B. van Helmont
findet: Ortus Medicintie. ,ld est, initia plii/sicoi: iuoudita --------. Amstc.ro-
dnrni, apud I. lilzcvirum 1693j 4. Die Radirung ist malerisch, undvielleicht von Cornelius de Man, welcher Bildnisse in der Weise desJ. Morin in Kupfer radirt haben soll.
6) Christus als Gärtner erscheint der Magdalena, welche zu seinenFüssen kniet, II. 15 Z. 7 L. Br. 11 Z. 9 L.
I. Von der geätzten Platte, und ohne Schrift; als unvollendeteProbedrücke zu betrachten. Sehr selten.
II. In Schnbmanier übergangen, und zwar so glücklich, dass dieAbdrücke dieser Art von einer merkwürdigen Wirkung sind.Man siebt aber die Nadolarbeit vollkommen durch. Im llandeist die Dedication: Spectatissimo ac, solertissimo Corndio abHuck | Arlis pictoriae non minus amalori quam fuulori summoamicitiae \ Ergo hoc, opus dedical et o/fert \ Car. de Moor.
7) Die schreibende Dame. Sie sitzt im Sammtklcide und miteinem Kopfschmuckc von drei Federn vor dem Tische nach rechts,und legt den Zeigefinger an den Mund. Unten steht: Carl de Moor V.« fertt. H. 4 Z. 6 L. Br. 4 Z. 7 1 /, t.
Dieses schöne Blatt ist in der Art vorradirt, dass nicht leicht einAetZdruck vorkommen kann. Die Behandlung in Schabmanier gelangvollkommen, und die Wirkung in den Halbtinten ist wunderbar zu"ennen.
I. Vor der Schrift, sehr blass in der Farbe, und nur als Probe-drücke zu betrachten.II. Mit der Schrift, und weiter mit der Wiege übergangen bis zurVollkommenheit in der Wirkung. Bei Weigel 5 Thlr. 8 gr.
8) Die halbe Figur eines jungen Mannes, welcher Tabak raucht,n ach G. Schalken. Sehr geistreich radirt, 4.
I. Von der geätzten Platte, ohne Anwendung der Schncidnadeloder des Schabers. Rechts oben stehen die Buchstaben CUMder ersten Reihe.II. Von der vollendeten, und mit der Schncidmidel in grössereWirkung gesetzten Platte. Bei dieser Gelegenheit wurdenrechts oben die. Buchstaben CDM ausgekratzt, dafür aber stehtim Unterrande verkehrt: (i.S.v<"- r - COM fccil. wie in zweiterReihe gegeben. Sehr selten. Bei Weigel 6 Thlr.
9) Die Büste einer jungen Frau in 3 /., Ansicht nach links. Sieg*gt eine Feder auf dem nieder«» Hute, und eine Halskrause. DieBuchstaben der dritten Reihe sieben nach Brulliot II. No. 380 in«'über Höhe der Platte.
10) Die Büste einer jungen Frau in % Ansicht nach links, mitgeneigtem Kopfe und abwärts blickend. Rechts oben stehen die Buch-