1022 CDM. Nr. 24G5.
Lcpicie gestochene, Bild der drei Schachspieler aus dem Cabinet .lu-lienne beurkundet In jeder Hinsicht einen tüchtigen Meister. Sehrlebendig aul'gefnsst. sind auch die von I'. van Gunst, 1\ Tanjö, lloub-racken u. A. gestochenen Bildnisse.
Die Initialen des Namens lindet man auf einigen kleinen Bildernund auf l'orlraitcn in der Weise des G. Dow und F. Mieris. Siekommen daher auch auf den Ku|>l'er'st.ieheii nach denselben vor. Uober-diess sind einige Ümlirungen auf solche Weise bezeichnet. In derSammlung des Grafen Fries befinden sich mit dem von Iloubnirkcugestorbenen liilduisse des Künstlers 15 Blätter. Im Künstlor-LexiconIX. S. 441 hallen wir !l ündirungen beschrieben, wir müssen aber liierauf die Bildnisse der Maler Jan van Gnyen und Kranz van Mierisnäher eingeben, da ein Irrthmn obwaltet. Dann handelt es sich auchnoch um dvi\ gleichnamigen Snbn des Künstlers, welcher ebenfallsBildnisse malte und in Kupfer radirte. Auf ihn beziehen sieh dieunten folgenden Buchstaben CDmf.C, d. h. Carl de Moor filius Ca-roli. Der ältere ('. de Moor wurde auch Karle genannt. Seine rndir-ten und geschabten Blätter werden mit 4 HThlr. bezahlt. Wir gebenhier ein genaueres Vorzoiehniss, als im Lexicon.
1) Jan van Goyen, nach dem Hilde in der berühmten Portrait«Sammlung des Herrn .1. van der Mark zu Leyden. II. 8 Z. mit demBande. Bf. 8 /• 2 L. Rand ü li.
I. Iladirt und vor der Schrift. Sehr selten.
II. Die Platte mit dem Schaber übergangen, um eine grössereWirkung zu erzielen. Unten steht: Joannes a (loyen. NationeDatavus (rPHvinits Victor llvijionvm, und oben rechts in der Ecke!C. I). Moor. Nur am Mantel und unten im (Irunde ist derSchahton sichtbar, im Ganzen aber herrseht die Kadelarbeit vor.III. Der Name des Künstlers ausradirt, und dafür links unten ander Brüstung CUM. Anscheinlich später aufgcstempelt.
2) Franz van Mieris, Maler, fast in der Grösse des obigenBlattes.
I. Von der radirten Blatte, ohne B.otoueho, und vor der Schrift.
Sehr selten.IT. Mit der Schrift: Franciscus a Mieris Pktor l.eidmsis, und leicht
mit der Schneidnadel nachgeholfen. Selten.III. Die Blatte in Schabmanier übergangen, aber so leicht wie imobigen Blatte. Sehr selten.
3) Gerard Dov, Maler, Büste mit schief sitzendem Barret in hohemOvale. Links nach oben mit den ersten zwei Buchstaben verschlungen(lf)ov, gegenüber Pictor , rechts nach unten Ludg., und links lluliw-Unter dem Ovale: Honoris erijo l'racccplorc.m suum delineavit,0. SCHALKEN. Höhe des Ovals'5 /. 3 I,., der Platte 6 Z. iL.Br. 4 Z. 6 L.
Dieses schön radirte Blatt wird dem Gottfried Schalken selbst zu-geschrieben, es dürfte aber von (!. de Moor herrühren, da es in derBehandlung mit anderen Blättern jenes Meisters nicht entfernteAohnliehkcit hat. Von früheren Schriftstellern wird es als Arbeit desC. de Moor genommen.
Die obige Breite passt auf die verschnittene Blatte. Im erstenDrucke ist das Oval regelmässig, später aber wurde die Blatte recht*und links beschnitten, so dass sich das Oval zusammendrückt. ""'frühen Abdrücke sind sehr selten.
4) Das Bildnies des Carel de Moor. Oval, Höhe 3 Z. 10 I*Br. 2 Z. 8 L.