Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
963
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CB. ,'Nr. 2300—2303. 963

2300. Gesare Bassano, Bernardo Castelli oder F. P. Bonzi?

/ß ts Brulliot I. No. 799 bemerkt nach einer handschriftlichen

'CP'3 Notiz sc ' ncs Vorgängers, des Inspektors Schmidt, dass sich

p _ die beiden ersten Zeichen auf Kupferstichen nach Annibale

^Mracci finden, und man dieselben dem Bernardo Castelli zuschreiben

0 "e. Allein dieser Meister setzte gewöhnlich die Buchstaben B. C,

j^ 0 r B. C. F. auf seine Blätter, und führte sie grösstentheils mit der

aclel aus. Schmidt spricht aber von Kupferstichen, deren Brulliot

icht vorgefunden hatte. Wir könnten unter den Stechern nach

n nibale Carracci nur auf Cornel Bloemaert rathen, wenn dieser

> n , ähnliches Monogramm geführt hat, wie das erste ist. Das zweite

sort Gn möcnte Brulliot dein Pietro Paolo Bonzi zuschreiben,

dass man „Bonzi Cortonese" lesen müsste. Allein Bonzi brachte in

'i\ om Namenszeichen gewöhnlich auch das P an, und er scheint

. 01 >1 keine Ausnahme gemacht zu haben. Das dritte Zeichen fand

^»riior auf dem frei und malerisch gestochenen Titelblattc des Werkes:

Vita di Sforza valorosissimo capilano che fu padre del conte Fran-

* r o Sforza duca di Milano. Scritta per Paolo Giovio — tradolla per

"?• f-odovico Domenichi eCc. In Milano p. G. B. Bidelli 10.30. H. 5 Z.

In ^ r ' ^ Z. 6 L. — Ob dieses Zeichen auf Bernardo Castelli, oder

ut p, p Bonzi zu beziehen sei, bleibt unentschieden. Castelli starb

d°vi ■^ rs< -'"'' n ' 1 "B des genannten Werkes, im Jahre 1629, und kommt

"her wohl in keine Berührung. Mit Bonzi's Arbeiten, welcher sich

nt\ vor ? ler 8 c hcnden Zeichens bediente, soll das Titelblatt ebenfalls

j> cnt stimmen. Es muss wohl der Maler und Kupferstecher Cesare

]- a ., Ss ano eintreten, welcher nach verschiedenen Meistern Blätter

jj .! rtc > und in einer malerischen Manier arbeitete. Um 1584 in

. iiland geboren, war dieser Meister ein etwas jüngerer Zeitgenosse

ues B. Castelli.

*301. Jacques Courtois, gewöhnlich Bourgnignon genannt,(w wurde 1621 zu Saint-llippolyte in der Franche - Comte geboren,*^T und starb zu Rom 1676. Als Schlachtenmaler und Radirer inD, m .Kreise bekannt, fand er in der neuesten Zeit an Robcrt-

umesnil einen Biographen, welcher im Pcintre-gravcur franc. I. p. 199 ff.seil ^ ra(lirton Blätter des Meisters beschreibt. Auf keinem der-' '»en steht aber obiges Zeichen, sondern nur auf einem grossenjUpterstichc dos A. Clouct, welcher ein Cavallcriegcfccht vorstellt,do w anzunehmen, dass das Monogramm auf dem Gemälde oder aufj.. r Zeichnung zum Stiche stehe, immerhin aber scheint sich der

'"'stlor selten desselben bedient zu haben, vielleicht nur vor seinerreise nach Rom. In Italien nannte er sich Giacomo Cortesc, und zeich-

10 auch eine Radirung mit GC. Ein anderes Blatt trägt die Initialen IC.

2302.

Joseph Carl Bürde, Maler und Radirer von Prag, fand

j^-y K*R-t mlter No. 1642 bereits eine Stelle, und daher bemerken

, „ wir hier nur, dass das erste der gegebenen Monogram-men auf einigen radirten Landschaften vorkomme, qu. 8 u. 12. —■ Das_* eit c Zeichen findet man auf geistreichen landschaftlichen Zeich-i ""gen, welche mit der Feder ausgeführt sind. Sie sind wahrschein-lctl ebenfalls von Burde's Hand, da die Monogrammen sich viel gleichen.

2303. Charles Beale, Zeichner und Maler, wurde 1660 zu Londongeboren. Kr war der Sohn der zu ihrer Zeit berühmten Mary Beale,fc.,7 welcher er aber nicht gleichkam. Das Monogramm findet man auf""dnissen in Crayon und Aquarell, wie Walpolo (Anecdots of Pain-"8 W. p. 141) behauptet.

CB