CB. Nr. 2290 — 2299. 961
und Gesträuch bewachsenen Hügels weidet die Ilcerde. Ueher demRaupte des Kampfers steht: DAVID, und in der linken Ecke das»unstierzeichen. II. 2 Z. 11 L. Br. 3 Z. 1 L.
Der Name des Radirers ist nicht bekannt, wir halten ihnaber für Kino Person mit dem Monogrammisten C B No. 2294,welchen man zur Familie der Hopfer zählt, wofür kein Grundzu finden ist.
2296. Unbekannter Kupferstecher oder Goldschmied. Das gc-
"p^—, geben« Zeichen, welches vielleicht aus G li besteht, gehörtVJß einem deutschen Meister au, dessen Blttthczcit die beigo-'■£4 3 fügte Jahrzahl bestimmt. Man findet es auf einem seltenen, Blatte, welches das Wappen des Rechtsgelchrten Georg
fj*ggenbach enthält. Im Schilde sieht man zwei Kronen und einen»torn. Zwischen den Flügeln des darübergesetzton Helmes ist eine*rau mit der Krone auf dem Haupte. Hechts oben ist das Zeichenund unten auf der Schrifttafel steht: Magnum. est eadem habere monu-•*jen(a malorum, iisdemgue uti sacrh etc. Tiefer unter der Linie:worgii lioggenbachii. V. I. D. H. 5 Z. 5 L. Br. 3 Z. 10 L.
2297. Unbekannter Kupferstecher oder Goldschmied, welcherr^-j, um 1544 in Frankreich gelebt haben dürfte. Sein Zeichen
4®/ findet man auf einem seltenen Blatte mit dem Wappen derFamilie Gaillard. Im Schilde sind drei Berge gezeichnet, unda Jif dem Helme hält ein Mann ebenfalls einen Berg auf der rechteny a 'id. Rechts oben auf schwarzem Grunde steht: GAILLARD, undSjftneben bemerkt man das Zeichen. Das Wappen erscheint in runderEinfassung mit der Umschrift: LEVAVI OCVLOS MEOS IN MONTES*«*♦. Durchmesser 2 Z. 4 L.
£298. Caspar Binner? Das gegebene Monogramm deutet einen
rt> Zeichner an, welcher gegen Ende des 16. Jahrhunderts thätig
war. Wir vermutben darunter den Rechenmeister Caspar Binner
*°n Augsburg, welcher zu den Schülern des Hans Ncudürti'er gezählt
Wird. Er gab verschiedene Flugblätter auf merkwürdige Zeitereignisse
''•raus, welche im Holzschnitt erschienen. Auch Jost Amman's „Eigent-**• Abbildung der ganten Ilandclsschafl. Augsburg 1660", bearbeitete? r zur neuen'Ausgabe, welche 1622 bei Wilhelm Peter Zimmermann' n Augsburg erschien. Obiges Zeichen, mit jenem des Formschneiders' J '■■ F. mos, steht auf einem Holzschnitt, welcher die EroberungUngarns durch die Türken vorstellt. Oben steht in beweglichenRettern; Figürlicher vnd Augenscheinlicher Schauspiegl, Türkischer Tj/ran-
"V, u>ider alle die, so Christlichen ISamen tragen vnd haben. — II. 6 Z.1 L - Br. 13 Z. 8 L.
2299. Pietro Paolo Bonzi, Landschaftsmaler und Radirer vonWS! (lortuna > genannt II Gobbo de' Carracci, soll nachdB IR JHK Acr gewöhnlichen Annahme 1570, oder gegen 1575 ge-V/fl^/TlllJ) 1)0n;n wor( i,, n soyn . Allein Malvasia nennt ihn SchüleriK ^ des Landschaftsmalers G.B.Viola, welcher den 16. Juni
•076 geboren wurde, und somit muss Bonzi jünger gewesen seyn.
' ai| zi zübit jj,,, , lln . , /n j OT niittelmässigen Künstlern, und hattesomit nie ein Bild von Honzi's Hand gesehen. Seine Landschaftenv l 'Hl sehr schön, so dnss Annibale Carracci und Dominichino es nicht.l«an hten ' Qioselben mit Figuren zu schmücken. Man lässt ihn
oJO oder 1635 zu Rom im 60. Jahre sterben, und zwar unter Be-