Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
935
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CAF. Nr. 2209 — 2210. 935

"olge von Blättern nach italienischen Meistern, deren Zahl wir nicht"■»Sehen können. Das einfache Monogramm mit der Jahrzahl Ulli!Wagt (las Facsimile einer Zeichnung aus dem 15. Jahrhunderte. SieStellt einen Pilger mit Kapuze und Stock vor, und unter der Figursteht: Pol lipo uel moso. Darunter ist wohl Lippo Dalmasio aus Bo-'°gna zu verstehen, der unter dem Namen Lippo dalle Madonna be-kannte Meister, welcher 1410 sein Testament machte.

2209. Alexander Calame, Landschaftsmaler und Radirer, einerder berühmtesten Meistor unserer Zeit, fand

(/-V-l fTvfl 1lntcr (lcn Initialen AC. No. 290 bereits- V - VX I A WV '» ausführliche Stelle, und somit zählen

einezählen wirNachträglich nur die schönen Radirungen auf, welche die gegebenen•eichen tragen. Die meisten Blätter dieses Künstlers sind mit demWarnen versehen, sehr wenige unbezeichnet. Sowohl die Radirängen,[Jls die Original-Lithographien tragen das Gepräge der vollendetenMeisterschaft, und gehören zu den merkwürdigsten Erzeugnissen dieserArt, da sie höchst malerisch behandelt sind. Wir kennen aber keineLithographie mit dem Monogramme.

B 1) Das erste Zeichen findet man links unten auf einem radirten"bitte, welches eine Waldlandschaft vorstellt. Links gegen den Vor-grund erheben sich zwei grosse Bäume, deren Stämme vom Plattenranda hgeschnitten werden. Neben dieser Baumgruppe läuft ein Hirsch,"eichen rechts vom Mittelgrunde her ein Reiter verfolgt. Gegenüberschiesst ein knieender Jäger nach dem Thierc, und ein anderer Mannsteht im Vorgrunde mit dem Stocke. Hinter ihm sitzt ein Weib mitlern Korbe zur Seite. Der untere Rand zeigt links die, Höhe des Ge-mäldes an, nach welchem das Blatt radirt ist. Rechts steht auch der«amc des Meisters. Höhe des Bildes 7 Z. 6L., der Platte 7Z. 8'/ 2 L.breite 5 Z. 8 1 /, L.

2) Das zweite Zeichen steht in der Mitte unten auf einer schönenfadirton Landschaft mit Felsstücken in schmal 8. Eine nähere Be-treibung können wir nicht geben.

3) Das dritte Monogramm ist rechts unten in der Ecke einerra dirten Gebirgsansicht. Vom Mittelgründe aus erheben sich Berge,'lud am Fusse des Bergrückens zur Linken stehen Bäume, worunter,lle grösste Gruppe im Lichte steht. Im Vorgrunde breitet sich dasy° n rechts her kommondc Wasser aus. Unter den Buchstaben CAFbemerkt man im schmalen Rande Spuren von Schriftzeichen und derJahrzahl i03l). Rechts oben im Lichte steht No. 9 Genive 1030.«öhc d er p] a tt e 6 Z. 3 L. Br. 4 Z. 6 L. Das Monogramm auf diesem"hatte igt nur in den späteren Abdrücken deutlich. Bei dieser Ge-

c gcnhcit wurde wahrscheinlich unten die Schrift ausgekratzt, und

e chts oben von neuem einradirt.j . 4) Mit einiger Abweichung und kräftiger radirt steht dieses dritte

'l'dicn links unten in der Ecke einer Landschaft mit einer in der

»litte sich erhebenden Baumgruppc. Daneben liegt ein grosser Stein,t" (1 nach rechts hin führt der Weg über die Anhöhe nach demJ; al( le zu. Rechts unten im weissen Rande steht: Geneve 9 030*°- kl. qu. 8.

2210. Alessandro Casolano fand unter dem Monogramm AOLQf No. 335 bereits eine Stelle, und daher handeln wir nach-

J\ TT* träglich nur über eine seltene Radirung, welche Bartsch, ' r • P. gr. XVII. p. 42 dem Casolano zuschreibt. Dieses Blatt, te 'lt die hl. Maria mit dem Kinde auf dem Schoossc vor. Letzteres"alt i n fler linken Hand ein Buch, und in der rechten einen Apfel.

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