Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
934
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934 CAE-CAF. 2206-2208.

Dogen nach Tizian vorstellend, und 1573 bei Ludovico Zilctti heraus-gegeben, ist die Bezeichnung E.V., und somit kann der Catalog Valoisdarnach seine Facsimile nicht genommen haben. Für E. Vico ist da-her kein Anhaltspunkt gewonnen, und auch von Cesare Vecellio könnenwir kein Blatt mit diesem Zeichen nachweisen.

Es wird ihm aber auch noch ein zweites Bildniss dos genanntenKaisers zugeschrieben, in Brustbild mit dem Schwerte nach Tizian.Dieses seltene, und grosse Blatt ist ohne Zeichen, und rührt wahr-scheinlich von Niceolo Boldrini her. Gegründeten Anspruch hat Ve-cellio auf ein Trachtenbuch, welches wir im Künstler-Lexicon XIX-S. 492 beschrieben haben. Kein Blatt trägt aber das gegebene Zeichen,und somit ist das obige Monogramm wahrscheinlich aus jenem desEnca Vico No. 509 gebildet. Auf einem Gemälde des Künstlers stehtCESAH. V. P, wie wir unten angegeben haben.

2206. Unbekannter Kupferstecher, welcher im 17. Jahrhundertcin Italien thätig war. Das Blatt mit demselben stellt einen

yy stellenden Heiligen in Profil nach rechts vor. Halb bewaffnet,hält er in der Rechten das hl. Sacrament, und deutet mit der anderenHand nach dem knicenden Engel. Den Grund bildet eine Landschaft.Im Rande steht: Sia in eterno benedetto ed adorato il preciosissitno sang" edi Gieso Christo il nostro redentore. Weiter unten in der rechton Eckeist das Monogramm, 4.

2207. Aurello Colombo, Kupferstecher von Varesc, war Schülerjjf^y von Cav. Longhi in Mailand, und machte sich durch schöne

QXi Blätter bekannt. Auf einigen derselben steht der Name des-F*-rL • Künstlers: Aurelio Colombo di Parese sc., auf anderen, dochselten, das Monogramm.

Das gegebene Zeichen findet man auf einem Nnchstiche des Kinder-mordes von Rafael, nach der angeblichen Copie des Marco di Ravcnnaohne Taxbäumchcn (Le Massacre sans chicot), in welcher aber Passa-vant, der berühmte Biograph Rafacl's, das Original des Marc-Antonioerkennt. A. Colombo's Blatt ist jedoch mehr als Studie, denn als wirk-liche Copie des alten Stiches zu betrachten, indem die Strichlagen undder Mechanismus zu sehr von dem Originale abweichen. Diese Nach-bildung hat beim Vergleiche mit dem Originale etwas Modernes-Immerhin aber ist der Stich von Colombo sehr bcachtenswerth, OB*den älterem Copicn von G. B. de Cavalleriis und M. Lucchese vorzu-ziehen. Das Zeichen steht am Picdcstale unter dem Namen Rafacl's-II. 10 Z. 5 L. Br. 15 Z. 10 L.

2208. Charles Antolne de Favart, Kunstliebhaber von Paris, be-w fasste sich mit der Malerei und der Radirkunstj

s ^CoS8I8o / (S' un< * benutzte vornehmlich die Zeit seines Auf'0 ifTC °uthaltes in Wien als Sekretär der französische 11

JCD-I5I8 'Jc-zVI ° Gesandtschaft, um Zeichnungen alter Meister j 11der Sammlung des Erzherzogs Albert von Sachsen-Teschcn durch dieRadirnadel nachzubilden. Die Facsimiles nach A. Dürer erschiene 11unter dem Titel: VIII Figures d'apres les dessins orig x . d'Albert Dilf^qul se trouvent dans le Cabinet de J. A. tt. Monsieur le Duo Albert 0"Vienne 1010, kl. fol. Auf mehrern Blättern dieser Folge steht da 9Monogramm des Künstlers, zuweilen mit geringen Modifikationen. Dannimitirte Favart auch Zeichnungen italienischer Meister, wie solche vonRafael etc. Auf einem Blatte nach diesem Meister, welches eine Fraumit dem Kinde in den Armen vorstellt, steht das Monogramm mit dendoppelten Linien, und der Jahrzahl 1010. Es bildet No. 4 einer