Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
902
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902 BV. Nr. 2099-2100.

mehr, und der Hintergrund ist, anders. Tn dor Mitte unten B. V.ir,:i:t, Bartsch P. gr. XV. p. 184 No. 1. H. 7 Z. 8 L. Br. 10 Z. 5 L-

Im alten Drucke soll der Buchstabe V fehlen. Die zweiten Ab-drücke haben Sahimanca's Adresse. Ob Villamena die Platte retouchirthabe, ist uns unbekannt. Ileinecke, Dict. des Art. 111. 132, legt dWBlatt nicht dem sogenannten Bcatricius, sondern dem Giulio Bonasonobei, und glaubt, IS V. stehe statt IS F., was nicht zu denken ist.

2) Die Hochzeit der Psyche, nach Rafael's Entwurf zum Gemäldein der Farnesina. Am Sessel der Venus II. V., und im späterenDrucke mit der Adresse des A. Salamanca, B. XV. No. 38. II. 10 '/'■8 L. Br. 18 Z. 8 L.

3) Psyche auf Amor's Befehl von Zcphyr entführt. II. 6 Z. 1 b-Br. 8 Z. 5 L.

4) Amor in den Armen der Psyche ruhend. In gleicher Grösse.Diese beiden Darstellungen gehören zur Folge der Blätter des

Meisters mit dem Würfel, welche Bartsch XV. No. 39—70 beschreibtNach der Angabe dieses Schriftstellers stehen auf No. 3 die Buch-staben II. V. links unten an einem Steine, und auf No. 4 ebenfallslinks unten. Im Cabinet Cicognara war aber ein sein- schönes Excm-pl:ir der vollständigen Folge ebne alle Retouchc, in welcher die Blät-ter nur mit II, nicht mit II. V. bMeicb.net sind. Im k. k. Cabinet z"Wien sind Abdrücke vor den Einfassungen und den Versen, welcheein Gleichzeitiger mit der Feder hinzugeschrieben hatte. Die zweite»Abdrücke haben Sabunanca's Adresse, und die letzton kommen von de»durch Villamena retouchirten Platten.

2099. unbekannter Goldschmied, welcher in der zweiten Hälft«r> \r des 15. Jahrhunderts lebte. Von seiner Existenz zeugt ein

' niellirtes Blättchcn, welches einen Heiligen vorstellt, dereinen Knaben führt. Links unten ist das Zeichen des Künstlers-Rund, Durchmesser 1 Z. 2 L.

Dieses sehr seltene Blatt ist in R. Weigel's Catalog der nach-gelassenen Kupferstich-Sammlung eines der grössten KunstsammlerDeutschlands. Erste Abtheilung, Leipzig 185H No. 127 beschrieben-Das betreffende Exemplar war der Decke eines 1472 gedrucktenBuches entnommen. Im Grunde sind Verzierungen mit blauer Farbeeingedruckt, das Gewand des Knaben ist roth, der Fussboden und dieHeiligenscheine leicht gelb colorirt. Es ist also eine Miniatur nach-geahmt , und der Künstler könnte daher auch Miniaturmaler ge-wesen seyn.

2100. Unbekannter italienischer Goldschmied, dessen Name aber1 1 v j durch die Initialen II. V. nicht angedeutet ist. Diese Buch'-*"* » staben sind in einer nicllirten Silberplattc eingestochen, welcheGraf L. Cicognara besass. Er buschreibt sie in den IHamorio spettanlialla »Jona della cakografin. Vrato 1081, p. iOO. Des eigentliche'Niello beraubt, wurde die Platte zur Zeit, als sie im Cabinet Albrizz'zu Venedig vorhanden war, in bläulicher Farbe auf Papier abge-druckt, so dass die beiden Vorstellungen, welche auf der Vorder-und Rückseite eingegraben sind, auf dem Papiere neben einander er-scheinen. Die Abdrücke sind aber sehr selten, da sie nicht in denHandel kamen, sondern von Albrizzi nur verschenkt wurden.

Auf der Rückseite des l)op|ielnie(laillons ist der Täufer Johannesmischen zwei nackten Engelknaben stehend vorgestellt. Der einehilft dem Heiligen das Kreuz mit dem Ilandstrcifen ECCE DEI halten,der andere spielt das Tympanon. Zu den Füssen des Heiligen steht