Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
876
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876 BR. Nr. 2037-2040.

in Wien für Kaiser Carl VI. Kr schnitt in Wien die schönen Schau-münzen, welche Heraus inventirt und beschrieben hat. Auf seinenmeisten Geprägen steht der Name, auf einigen deutete er auch durchlt. und BR. denselben an. Mit BR. bezeichnet ist die grosse Medaillemit den Bildnissen des Kaisers Carl VI. und seiner Gemahlin: lmp.Caroli VI. et Elisabethae Augustae unclio Regia. Im Revers steht:Pragae ennditae mülenario primo MDCCXXIl. Vgl. Voigt, Böhm. Med.IV. 'Tab. IV. 156. Richter starb 1736.

Balthasar Reinhard wurde 1765 Münzwardein in Cassel, und be-kleidete von 1774—1783 die Stelle eines Münzmeisters daselbst. Von1789—1804 lebte er in Detmold.

Nicolaus Guy Antoine Brenet gehört zu den berühmtesten Miniatur-plastikern seiner Zeit. Er producirte von 1806—1836 eine grosse An-zahl von Medaillen, worunter viele als Meisterstücke bezeichnet werdenkönnen. Sie gehören fast alle der Geschichte des ersten französischenKaiserreichs und der Restauration an. Nur wenige Schaumünzen dürf-ten mit BR. bezeichnet seyn. Der Künstler grub gewöhnlich den Na-men ein. Unter BR. F. DE. D. kommen wir auf ihn zurück.

2037. Antoine Brillon, Kupferstecher und Radirer, wurde umTD TD **"^ zu Oheims geboren, übte aber seine Kunst in Paris.

J£j _/v» D' (! gegebenen Initialen findet man auf radirten Blättern

)0 O nach Skizzen von A. Walteau in folgendem Werke: Figures

^"& '■' de differents earaclercs, de paisages et d' etudes, dessinecs par

A. Watteau. Paris chez Audran et F. Chereau, gr. fol. Andere schreiben

diese Blätter einem E. B r i o n zu.

2038. Christian Bernhard Rode, Maler, Kupferstecher und Ra-D D U I? dire?, g eD - zu Berlin 1725, gest. 1797. Schüler vonü |\ / © .i\_ A. Pesne, Vanloo und Restout, erfüllte er alle Beding-

/Q rr\ nisse, welche zu seiner Zeit einen Künstler berühmtc/3 • a\> machten, und Rode wurde auch in weitem Kreise ge-priesen , da er eine merkwürdige Bravour entwickelte, und in Folgederselben ausserordentlich viel producirte. Sein Lob ist aber ver-schollen, und wenn früher seine radirten und gestochenen Blätter eifriggesammelt wurden, so ist jetzt die Zahl seiner Liebhaber sehr gering.Wir haben im Künstler-Lexikon XIII. S. 270ff. 246 Blätter aufgezählt,R. Weigcl macht aber in seinen Kunstkatalogen auf ein completesWerk von 348 Blättern aufmerksam, und werthet es auf 35 Thl. EineAnzahl von radirten Blättern des Künstlers, welcher jedenfalls vielgrössere Berücksichtigung verdient, als ihm jetzt zu Theil wird, istmit den Buchstaben B R. bezeichnet, wie die 25 Blätter mit den Mas-ken sterbender Krieger nach den berühmten plastischen Arbeiten desAndreas Schlüter am k. Zeughause zu Berlin, u. s. w.

2039. Unbekannter Maler. Diese Buchstaben findet man auf einer^ f. schön radirten Marine, welche wahrscheinlich einemM J? -f- holländischen Meister gegen Ende des 17. Jahrhunderts

-^ -s • angehört. Rechts zeigt sich ein Schiff mit Kanonen,welches nach dem Grunde zu Wind hat. Drei andere Schiffe durch-schneiden die mittlere Fläche des Wassers, und dasjenige, welchesrechts hingeht, hat nur ein Segel. Am Horizonte links erscheinenzwei andere Fahrzeuge, und rechts schliessen einige Berge ab. Rechtsunten an der Tonne stehen die Buchstaben B.R.f. II. 5Z. 6L. Br. 7Z. 7L-

2040. Francesco Barattini Romano, oder ein unbekannter Form-

^ Schneider. Ueber den Träger dieses Zeichens haben wir« schoti unter dem Buchstaben 6. Nr. idi2 gehandelt, da- er sich noch öfter desselben bediente. Er schnitt die