Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
875
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BR. Nr. 2034—2036. 875

Rasenplätze, aber nicht auf der Rasenbank, wie man nach Bartsch an-gegeben findet. Rechts reicht unter ihrem Kleide der Thcil einesverzierten Stuhles hervor, welcher sich in Mitte des Gärtchens zudenken ist. Nach dem Mittelgründe zu schlicsst eine aus regelmässi-gen Steinplatten gebildete Mauer ab, und über diese hinaus zeigt sichlinks ein aus dem Wasser hervorragendes gothisches Schloss mit zweiBrücken, welche aber nicht an das Ufer reichen. Rechts ist eine Er-höhung mit Gras bewachsen, und nur am Plattenrandc, und in derVertiefung gegen den Thunn zu sind einige Bäume eingestochen. DasZeichen ist unten in der Mitte. 11. 5 Z. 10 L. Br. 4 Z. 1 L.

Im ersten, höchst seltenen Drucke zeigen sich um das Haupt derW. Jungfrau keine Strahlen, nur vom Scheitel des Kindes gehen leichteStrahlen aus. Bei der Retouchc der Platte wurde aber um die Häupterein Strahlcnglanz angedeutet, welcher indessen zu sehr in's Schwarzegetrieben ist.

5) Die hl. Margaretha, stehend nach rechts. Sie durchbohrt mitdem Kreuzstocke den zu ihren Füssen liegenden Drachen an derKehle, und hält mit der Rechten den Mantel etwas empor. In derMitte unten ist das Zeichen des Künstlers. II. 6 Z. 3 L.? Br. 3 Z. 7 L.V

6) Christus am Kreuze zwischen den beiden Schachern, 8. —Dieses Blatt erwähnt Heller nach dem Catalog Dcbois. Es- wurde beider Auktion mit 580 ß bezahlt.

7) Der Papst und der Kaiser beim Schachspiele. • Eine Dar-stellung dieser Art befindet sich nach einer handschriftlichen Notizdes Herrn Professors Massmann in der öffentlichen Sammlung zu Basel.Ausserdem wird daselbst auch ein Exemplar der Ehebrecherin No. 2aufbewahrt.

2034. Barthelemy Roger, Kupferstecher, geb. zu Lodeve 1770,ßß war Schüler von Prudhon und Copia, und hinterliess eine be-

' deutende Anzahl von Blättern in Punktirnianier. Auf kleinenKupfern in Almanachen, besonders im Almanac. des daines, findet mandie Initialen seines Namens. Im Künstler-Lexicon XIII. S. 309 habenw ir 25 andere Stiche dieses Meisters verzeichnet. Die wenigsten tra-gen aber die Buchstaben 6. lt.

2035. Bernard Rantwik, Goldschmied und Medailleur, war inR TJ der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts in London thätig.

». IV. Yir fertigte Portraitmedaillons, welche gegossen und ciselirts iüd. Auf Werken dieser Art sollen die Initialen B. /(. stehen, wirkönnen aber keines derselben namhaft machon. Nur ein einziger Me-daillon ist in unseren Quellen erwähnt, jener mit dem Bildnisse desRichard Scellcjus Prior Angliae. Auf der Rückseite zeigt sich einphantastisches vierftiasiges Thier mit einer Krone um den Hals. Obdie Buchstaben B. B. darauf stehen, wissen wir nicht.

2036. Medailleure, welche Münzen und Medaillen mit B. B.zeichneten:

Kicolau« Brlüt, Steinpelschneidcr, welcher in London undBR (in Paris arbeiteto (1616—1646), zeichnete gewöhnlich N. B.,' und daher kommen wir unter diesen Initialen auf ihn zurück.Die Buchstaben Bit. auf englischen Münzen des 17. Jahrhunderts ho-rchen sich nur im seltensten Falle auf Briot. Sie deuten die Münz-stätte Bristol an.

Betigt Richter, Medailleur aus Stockholm, lieferte seine erstenWerke in Paris, arbeitete dann in Schweden für Carl XII., und zuletzt

B.R.|