Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
842
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842 BM. Nr. 1959.

enthält. Demnach hatte man das Blatt schon früh dem Giovanni daBrescia oder Brixiensis zugeschrieben. Die Abdrücke ohne dieseNamensabkürzung sind eben so schön , so dass es schwer zu sagenist, ob die Exemplare mit oder ohne Namensandeutung die erstenseyen. Wir bemerken nur, dass Giovanni Antonio da Brescia mit B.Montagna gleichzeitig ist, und dass er es wohl nicht gewagt habendürfte, eine Platte des B. Montagna zu seinem Eigentluim zu stempeln.Jedenfalls müsste dieses später geschehen seyn.

2) Die Geburt Christi, Copie nach A. Dürer, B. No. 2. Mariakniet rechts in der Ruine eines Hauses vor dem auf einem Steineliegenden Kinde, und Joseph schöpft im Hofe am Brunnen Wasser inden Krug. Auf dem Täfelchcn am Giebel des Gebäudes stehen dieBuchstaben B M. Nach der Angabc im Cabinet Sykes ist diese Copie7'/« Z. hoch, und 4% Z. breit. Heller misst 6 Z. 11 L. in die Höhe,und 4 Z. 4L. in die Breite. Bei der Versteigerung des CabinetSykes wurde diese Copie mit 1 £ 1 Sh. bezahlt.

3) Die Darstellung im Tempel. Maria und Joseph halten dasJesuskind auf einem Tuche vor dem segnenden Hohenpriester. Aufdem thronartigen Altare steht die Tora, und auf jeder Seite desselbensind drei Figuren, darunter eine solche mit einem Candelaber mit dreiLichtern. Links im Vorgrundo kniet ein Greis, und rechts eine weib-liche Figur, welche eine Tafel mit undeutlicher Zahl hält. II. 5 Z.9 L. Br. 4 Z. 11 L.

Zani V. p. 333 eignet dieses originelle, und höchst seltene Blattdem Jakob da Barbary zu, welchem es aber nicht angehören kann.Andere wollten es dem Marc Anton vindiciren, weil die Zeichnung anRafael's frühere Weise erinnert, und der Stich jenem der ältestenBlätter desselben ähnelt. Im Catalog Rumohr No. 882 finden wir dasBlatt dem B. Montagna zugeschrieben, Passavant erklärt es aber imKunstblatt 1850, S. 357, für ein Werk des Lorenzo Costa.

Die Exemplare sind leicht gezählt. Eines ist in der Sammlungdes höchstseligen Königs von Sachsen, und ein anderes im k. k. Ca-binet zu Wien. Ausserdem finden wir dieses Blatt in den Catalogender Sammlungen des Professors Ackermann, und des KunsthändlersWeber in Bonn (1855) beschrieben. Das Exemplar des Baron vonRumohr galt 1846 bei der Auktion 74 Thlr. Das Ackermaun'scheBlatt ging für 39 Thlr. 15 Sgr. weg.

4) Die hl. Catharina, stehend von vorn mit der Palme in derRechten. Um den linken Arm ist der Mantel geschlagen, und einEngelskopf ziert ihre Brust. Das Haupt umgibt eine Aureole. Rechtsam Baume lehnt das zerbrochene Rad, und links auf dem Steinestehen die Buchstaben B M. II 4 Z. 2 L. Br. 2 Z. 8 L.

Diese Darstellung ist verschieden von jener, welche wir im Künstler-Lexicon No. 37 beschrieben haben. Im Catalog Malaspina II. p. 42ist sie betitelt: Marlirio di S. Caterina della ruota. Die Abdrückesind höchst selten. Die Sammlung des Marchese Malaspina di Sanna-zaro ist noch ungetheilt. Ausserdem bewahrt die k. k. Sammlung inWien ein Exemplar.

5) Der hl. Anton, stehend in Andacht und von vorn gesehen. ImGrunde ist eine felsigo Landschaft mit einer Hütte, in der Mitteunten B M. H. 10'/, Z. Br. 7'/, Z.

Dieses Blatt wird im Cabinet Sykes beschrieben. Es galt bei derAuktion 7 £.

6) [B. No. 251 Orpheus durch die Töne seiner Violine die Thierebezähmend. Links horchen der Löwe und andere Thiere demSpiele, und in der Ferne steht ein Haus in Flammen. Im Unter-