Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
843
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BM. Nr. 1960. 843

randc stehen auf einer Steinplatte die vierten Buchstaben. II. 9 Z.« L- Br. 7 Z. 2 L.

Bartsch scheint ein Exemplar vor sich gehabt zu haben, welchesunten und oben beschnitten war. Er gibt nur eine Höhe von 6 Z• L. an. Es könnte indessen auch von einem Duplum die Rede seyu.

7) Venus mit dem Spiegel in der Rechten, stehend. Sie ist nacktund von vorn gesehen. Links oben: VENVS. II. 1 i■/* Z- Br. 5% Z.

Dieses Blatt wird im Cabinet Sykes dem B. Montagna zuge-schrieben. Es ist ohne Zeichen und Namen.

8) [B. No. 21] Eine antik gekleidete junge Frau auf einem Fel-sen sitzend. Hinter ihr bemerkt man einen Satyr, und links zwei ge-flügelte Kinder mit Vogel und Stab. Im Grunde links ist ein Strom,und Berge ziehen sich weiter hin. Unten in der Mitte die Initialen***. Bartsch hatte ein verschnittenes Exemplar. Es ist 6 Z. 1 L. hoch,und 5 Z. 4 L. breit. Der vortreffliche Abdruck der Ackermann'schenSammlung wurde 1853 mit 70 Thlr. 15 Sgr. bezahlt.

9) Ein sitzender Greis mit Kahlkopf, wahrscheinlich St. Hieronymus.Er ist von vorn zu sehen, in einen weiten Mantel gehüllt, und liestin dem Buche, welches er auf den Knieen hält. Im landschaftlichen«runde sind rechts Gebäude, und am Waldsaumc links in der Fernebemerkt man einen Mann. Gegen die Mitte zu steht ein Löwe inProfil nach rechts gewendet. H. 4 Z. 8 L. Br. 4 Z. 4 L.

Dieses Blatt beschreibt Zanetti im Cabinet Cicognara No. 218.Es ist ohne Zeichen und Namen, aber im Style der schönsten Blätterdes B. Montagna sehr fein gestochen. Im Ganzen ähnelt es demBlatte mit St. Hieronymus, B. No. 14, doch steht es an Werth höher.

Im Catalog Malaspina II. p. 45 wird ein im Peintre - graveur feh-lendes Blatt mit einem in der Landschaft sitzenden Philosophen oderPropheten mit einem offenen Buche in der Hand erwähnt. DiesesBlatt ist aber mit B. M. bezeichnet, und kann daher mit dem be-schriebenen Stiche nicht gleich seyn, da auch ein anderes Maass an-gegeben ist. H. 3 Z. 9 L. Br. 2 Z. 11 L.

10) Zwei junge Jäger, welche bei einem erlegten Hirsche stehen.Rechts oben steht der Name des Künstlers. H. 5% Z. Br. 3 a / 4 Z.

Dieses Blatt wird im Cabinet Sykes kurz beschrieben. Auch imMuseum zu Frankfurt ist ein Abdruck. , •

1960. Giovanni Battlsta d"Angel!, genannt Battista del Moro,T> 7VA TT» A.7V Maler und Kupferstecher von Verona, fand oben^tW \Tj$°Jri «ntcr dem Zeichen B.AM. No. 1677 eine Stelle,*V\W. Tl 7VT un( * daher beschränken wir uns hier auf die Ini-* ^->o.l 1 . tialen seines Namens. Man findet sie auf eini-gen Radirungen des Meisters. Bartsch P. gr. XVI. p. 177 beschreibt•jn Ganzen 36 Blätter, gibt aber das Verzeichniss nicht für vollständig.Sie sind nicht alle gleich schön und von geistreicher Behandlung, undselbst in der Zeichnung gebricht es ihnen zuweilen. Es lag demKünstler wahrscheinlich öfter nur eine mehr oder weniger ausgeführteZeichnung vor, welche er nicht correkt durchzubilden verstand. EinigeBlätter sind sehr zart radirt, andere breiter behandelt, und da vielea uch mit dem Stichel übergangen sind, so möchte man verschiedeneMeister vermuthen, was aber nicht zugegeben werden dürfte. Mitden Initialen versehen sind: Die hl. Familie nach Giulio Romano, B.No. 11 (nur im zweiten Drucke); Romulus und Rcmus nach dem-selben, B. No. 14; eine kleine Landschaft mit Thiercn, B. No. 24,und eine andere Landschaft mit einem Dammhirsch, B. No. 23. NachBartsch sollen sich die Initialen B. M. auch auf dem grossen Blatte