BM. Nr. 1957. 839
könnte. Er gehört auch einer späteren Periode an, und findet unter*W. No. 1981 ebenfalls eine Stelle.
Das Exemplar der Sternberg'schen Sammlung wurde 1838 mit25 Thlr. bezahlt. Nach Heller gibt es neue Abdrücke, wir wissenaber nicht, wo sich die Platte befindet.
3) Die hl. Jungfrau mit dem Kinde auf der Rasenbank sitzend.Sic hält dasselbe mit beiden Händen über ihrem Schoosse, und ist ineinen langen Mantel gekleidet, welcher nach rechts in grossen Faltenherabfällt. Ein Theil des Gewandes ist links reich mit Pelz besetzt.Unten nach dem Plattenrande zu stehen die Buchstaben B. M. II. 6 Z.8 L. Br. 5 Z. 1 L.
Dieses Blatt beschreibt Frenzel im Catalog Sternberg II. No. 171.Einige Stellen desselben, und der Charakter der hl. Jungfrau brachten'hn auf die Idee, dass dieser Stich von einem anderen Meister her-rühre, als das obige Blatt. Wir haben aber noch ein weiteres Be-denken : dass es nämlich zwei verschiedene Stiche mit dieser Dar-stellung gebe. Nach Frenzcl's Beschreibung ist Maria nach links ge-richtet, im Catalogue Delbecq I. No. 75 wird aber eine Madonna mitdem Kinde auf der Rasenbank als gegen rechts gewandt angegeben.Nach der Beschreibung hält Maria ebenfalls das Kind auf demSchoosse, und letzteres legt die linke Hand auf ihren Kopf. Die Ma-donna hat eine doppelte kreisförmige Aureole, bei dem Kinde gehendie Strahlen in's Kreuz aus. Die Buchstaben B M stehen unten inder Mitte. II. 182 m. Br. 142 m. — Diese Einzelnheiteu berührtFrenzel nicht, wenn aber der Verfasser des Catalogue Delbecq dieWendung der Figur rechts vom Beschauer aus bestimmt hat, so mussdie gegen links gerichtete Madonna des Cabinets Sternberg eine andereseyn. In Auktionscatalogcn ist indessen die Beschreibung selten diplo-matisch genau, hier stimmt aber auch das Maass nicht. Das Blattder Collection Delbecq muss grösser seyn, als das von Bartschbeschriebene.
4) Die von Engeln gekrönte Maria, B. No. 3. Die hl. Jungfrausitzt auf einer Erderhöhung, und hält das Kind mit der rechten Hand,während sie mit der linken die Blume einer Pflanze pflückt. ZweiEngel halten die Königskrone über ihrem Haupte. In der Mitteunten B. M. H. 8 Z. 5 L. ? Br. 5 Z. 2 L. ? — Der Abdruck imCabinet Ottley wurde mit 4 £ 10 Sh. bezahlt.
5) Die zwischen zwei grossen Pflanzen stehende hl. Jungfrau. —Auf eine Darstellung dieser Art macht Brulliot II. Nq. 285 aufmerk-sam, gibt aber keine weitere Beschreibung.
6) Der Leichnam des Herrn vom Kreuze abgenommen, im Schoosseder Maria ausgestreckt. Johannes und drei hl. Frauen, von deneneine rechts steht, umgeben die Gruppe. Links küsst die knieendeMagdalena die rechte Hand des Heilandes. Unten in der Mitte stehendie Buchstaben B M. H. 8 Z. 4 L. Br. 6 Z. — Die Compositiondürfte unbczweifelt von M. Schön seyn, da es eine alte gegenseitigeCopie gibt, welche mit dessen Zeichen und der Adresse: Martini Petriexeudebat, bezeichnet ist. Vgl. B. VI. p. 166, VII. No. 3. In /" Line«f'un choix exquis de gravures, — qui se trouvent chez Artaria et Co.ö Vienne 1057, p. 14, wird ein Abdruck vor der Retouche auf 150 (/gewerthet.
7) Johannes aufPathmos. Er sitzt in der Mitte auf einem Folsen-hlock und schreibt, den Tintennapf in der Linken haltend, auf dieauf den Knieen ausgebreitete Papierrolle. Der Adler steht rechts mitausgebreiteten Flügeln, und in der Luft erscheint die unbefleckte
58*