BK-BKG. Nr. 1918-1922. 827
1918. Bartholomäus Killan, Kupferstecher und Radircr, wurdeBK R *■ ^ en "• ^ a ' ^"^ zu Augsburg geboren, und von M. Mo-j j! ' ' rian unterrichtet, bis er sich nach Paris begab, um unter• -Jcul/, ■ j jC jt un g ( j es p, d e Poilly seine volle Ausbildung zu or-angen. Er stach eine grosse Anzahl von Bildnissen, sowie auch"ustorische Darstellungen und Titelblätter. Auf den kleineren StichenUn d Radirungen findet man meistens die Initialen des Namens, welcheP 11 * geringer Variation vorkommen. Im Künstler-Lexicon VII. S. 14haben wir eine ziemliche Anzahl von Blättern verzeichnet. In tech-Mscner Hinsicht verdienen sie grosse Beachtung, besonders die Bild-nisse. — Kilian starb zu Augsburg den 11. Jänner 1696.
^19. L i p Den unbekannten Träger dieses Zeichens zähltD.n?. Heinecke, Neue Nachrichten &c. S. 369, zu denKupferstechern des 15. Jahrhunderts, er dürfte ihm aber ein zu hohes AlterEingeräumt haben. Bartsch nahm keine Notiz von ihm, weil er das von»leinecke beschriebene Blatt wahrscheinlich nicht gesehen hatte. Heller8'bt im Monogrammen - Lexicon nur kurz an, dass der Meister b. k.Jjm 1500 gelebt habe, und Brulliot übergeht ihn. Heinecke beschreibt'Olgendes Blatt, welches uns nie zu Gesicht kam, und daher müssen*' r dahin gestellt seyn lassen, ob die dem Buche dieses Schrift-Kellers entnommene Copie des Zeichens mit jenem auf dem Blatteübereinkomme.
~ Der gekreuzigte Heiland. Links ist Johannes der Evangelist, undMagdalena kniet am Fusse des Kreuzes. Sie umarmt die hl. Jungfrau,Welche neben ihr in Anbetung kniet. Hinter Maria stehen zwei Frauen.H - 6 Z. Br. 4 Z. 3 L.
1920. Balthasar Kruse war 1561 Münzmeistcr in Schwerin, undB Vr nach zwei Jahren erscheint er in gleicher Eigenschaft zu
" "Wismar. Auf Münzen aus jener Zeit deuten die Buchstaben"• K. seinen Namen an.
T , Auf Regensburger Münzen von 1770 —1772 beziehen sich diese'"[tialen auf den Münzmeister G. C. Busch, und den StempelschneiderJ °hann Nicolaus Körnleln.
1921. Bartholomäus Kilian? Diese Initialen findet man auf einemB ff" Jf Kupferstiche, welcher das jüngste Gericht vorstellt, in
' •**■• ■* « Copie nach F. Villamena und I'h. Thomassin. Untens ' eü t: Philippus Thomassinus inv. ti. K. F. De l'lmprimcrie de BaltliazarMoncornet etc. H. 24 Z. Br. 17 Z.
. Dieses Blatt will man dem Bartholomä Kilian zuschreiben, alleines ist nicht wahrscheinlich, dass dieser Augsburger Künstler fürMon-poriiet in Paris die Platte gestochen habe. Kilian befand sich zwar|" Paris, stach aber in der Schule des F. Poilly nur kleinere Matter.u . m 1655 kehrte er nach Augsburg zurück, und gründete daselbstWen eigenen Verlag. Die grosse Platte mit dem jüngsten Gerichtej^ 1 seine Verlags-Adresse nicht. Möglicher Weise lioss er aber die'atte zu Paris von B. Moncornet drucken.
1922. Unbekannter Kupferstecher, dessen Blätter von geringem■T) ■*•__, TM^r7n Kunstwerthe sind, der Tendenz wegen, undrvDwR K-l/MK als Seltenheiten aber doch nicht geringe Be-^JaST-JJIvX achtung verdienen. Der Künstler lebte in1-S'Qc 7.SQ0 Deutschland, und ist wahrscheinlich Eine Per-ä J "' ' son mit dem Monogrammisten K (1 H S B F,Jessen Brulliot I. No. 119 erwähnt. Obige Zeichen findet man auf
We i satyrischen Blättern komischen Inhalts.