826 BK. Nr. 1914-1917.
BK
1914. Unbekannter Maler. Nach Christ (Monogrammen-ErklärungS. 126) findet man dieses Zeichen auf gemalten Tafeln*welche Kinder vorstellen, die in der Weise des HeinrichGoltzins gezeichnet sind. Daraus kann man schliessenidass der Maler aus der Schule des II. Goltzius hervor-ging, wir fanden aber keine Nachricht über einen Mei-ster, auf welchen das Zeichen gedeutet werden könnte. Christ sprichtsich indessen bestimmt aus, und somit wird er Bilder mit demselbengesehen haben.
1915. Benedikt Kumpt dürfte der Träger dieses Zeichens seyn-is-r\ Er war Maler, und zeichnete 1523 seinen Namen in das rothet^t Buch der Zunft zum Himmel in Basel ein. Gemälde sind vonJ^Tv seiner Hand nicht bekannt, wir glauben ihm aber die Zeich-nungen zu den Holzschnitten zuschreiben zu dürfen, mit welchen diedeutsche Ausgabe der Fabeln des Aesop, Freiburg 1539, 4., geziertist. Das gegebene Monogramm steht auf dem Titelholzschnitte. Dieübrigen Illustrationen sind ohne Zeichen, sie dürften aber von der-selben Hand gefertiget seyn. Ob indessen die Titelverzicrung schonfrüher zu einem anderen Druckwerke gebraucht wurde, und ot>es eine Ausgabe der Fabeln von 1531 oder 1532 gebe, wissenwir nicht.
1916. Carl Bruloff, Historien- und Genrcmaler, wurde um 179Bin St. Petersburg geboren, und genoss an der k. Aka-demie daselbst den Unterricht des Professors AndreasIwanow. Im Jahre 1820 fand er die nöthige Unter-stützung zu einer Reise in das Ausland, hielt sicheinige Zeit zu Berlin und in München auf, und traf
1823 in Rom ein, wo sich der Ruf des Künstlers schnell verbreitete,namentlich durch die meisterhaften Copien der Schule von Athen, undder hl. Cäcilie von Rafael. Diese Gemälde kamen in den Besitz deßKaisers Nicolans I. , welcher überhaupt BrulofPs Talent ermunterte,und 1833 mit dem Wladimir-Orden belohnte. Das berühmteste undgrösste Gemälde des Meisters stellt nach der Erzählung des jüngerenPlinius die letzten Tage von Pompeji dar. Er führte es 1832 imAuftrage des Fürsten Anatol Dcmidoff aus, welcher später das Werkder Akademie in St. Petersburg schenkte. F. Girard hat es 1839 inKupfer gestochen, qu. imp. fol. Bruloff, auch Brüllow genannt, malteauch Portraite, und sehr schöne Genrebilder. Mehrere Gemälde,welche er in Deutschland und Italien ausführte, sind mit dem Mono-gramme versehen.
1917. Balthasar Küchlein, Maler und Radirer von Schwäbisch-Gmünd, wurde um 1570 geboren, und scheint der Schul"
"DX^ # des Jost Amman anzugehören. Die Initialen seines N»'-DI\J mens findet man auf Bildnissen und Zeichnungen. Da 8Hauptwerk des Künstlers ist aber folgendos: Iteprncsentali»der fürstlichen Aufzug und Hillcrspicl bei dem hochzeitlichen Ehrenfest i tSHerzogs Johann Friedrich von Würtemberg - Tech mit Sophia von Ilrat>'dtnburg zu Stuttgardt den ö November MUH). Radirt und gedrucMdurch Balthasar Küchlein, ISürger und Maler zu Schwäbisch-Gmünd. M''239 Blättern, qu. fol., 4. u. 8. Diese schönen und merkwürdige 11Blätter sind in der Weise des J. Amman gezeichnet und radirt'Einige sind von F. B/entel geätzt.