Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
825
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BIW. Nr. 1913. 825

. 1) Die hl. Jungfrau, in Kniestück nach links gewendet, wie sieSl ch auf das in einer Art Krippe auf Stroh liegende Kind neigt. LinksJ^en, wo das Licht auf diese Gruppe herabkommt, steht: bisco" F.?■ 3 7j. 11 L. Br. 2 Z. 10 L. — Dieses fein radirte und malerische°latt kannte Bartsch nicht. Es scheint als Studium zu einer Vor-stellung der Gehurt Christi zu nehmen zu seyn.

, 2) Die Geburt Christi. Maria kniet in Betrachtung des neuge-"prnen Kindes, und links hinter ihr sitzt Joseph. Oben erscheint?J« Chor von Engeln und Cherubim. Unten im Rande: BISCAI™«ENVE F. Im zweiten Drucke steht rechts: Dämon ex. II. 14 Z.* L. Br. 10 Z. B. No. 7.

, 3) St. Anton findet den Eremiten St. Paul todt vor dem Eingängejeiner Höhle. Links unten im Rande: BICA™ GENV" F. Im zwei-ten Drncke steht rechts: Daman ex. H. 8 Z. 8 L. Br. 6 Z. 7 L.

Supplement« zum Peintre-grarcur von A. Bartsch.

Wir geben diese Beitrage (No. 1 — 3) nach dem Catalog Ottley,ln welchem aber die Blätter nur kurz beschrieben sind, ohne Angabe,ob der Name, die Abbreviatur desselben, oder irgend ein Zeichen auffl en Radirungen sich befinde.

1) Der Schöpfer der Welt. II. 3»/ 8 Z. Br. 4'/ 8 Z. (Ottley).r , 2) Die hl. Familie mit Johannes, halbe Figuren, bis auf dasU»ristkind. Oval, II. 5 Z. 5 L. Br. 4 Z. 3 L. (Ottley).

3) Die hl. Magdalena. IL 5% Z. Br. 3»/ 4 Z. (Ottley)., 4) Der hl. Franz empfängt das Jesuskind aus den Händen der?'• Jungfrau, fol. — Dieses schöne und geistreich behandelte Blatt' 8 t von grosser Seltenheit. Wir fanden es in den AuktionscatalogenVon Held und Petzold erwähnt.

1913. Bartholomäus Ignaz Weiss, Maler und Radirer, geb. zuMünchen 1730, gestorben 1815. Dieser Künstler hattegrosses Talent, lebte aber in einer Zeit, in welcher dieKunst nicht nach Verdienst gepflegt wurde. Er war'jofmaler dreier Churfürsten, doch wurden nur Miniaturbildnisse be-stellt. Ueberdiess malte er ideale Köpfe und Brustbilder, selten ganze*'guren in Oel. Auch einige historische Darstellungen findet man^° n ihm, doch bediente er sich dabei meistens der Zeichnungen desAl >dreas Wolf.

Die radirten Blätter dieses Künstlers sind sehr zahlreich, und^dienen viel grössere Achtung, als ihnen gewöhnlich zu Theil wird.u 'e meisten sind geistreich behandelt, und in verschiedenen Manierenausgeführt. Eine Anzahl wollte er berühmten älteren Meistern unter-schieben, wie dem Rcmbrandt, B. Castiglione, F. Bol, Dietricy, Jonasymbach, Piazetta, Carlo Dolce, Carlo Maratti u. s. w. Das ganze, inliJ 6 Blättern bestehende Werk verkaufte er auf Untersetzbogen in fol.,"i<l mit gedrucktem Titel. Die Abdrücke dieser Art sind sehr schön,? n 'l bei Betrachtung der Sammlung wird man dem Meister das vollste~°" zollen müssen. Nach seinem Tode wurden neue Abdrücke ge-dacht, welche den Vergleich mit den früheren nicht aushalten. ImJ^nstler-Lexicon XXI. S. 249 gaben wir ein Verzeicbniss der Blätter.V bl ge Initialen findet man auf einem Blatte mit der Madonna, welcheS s Kind lesen lehrt, 4. Ein zweites Blatt stellt die Maria mit demfeinde in den Armen vor, wie sie in einem Buche liest. Rechts amg ai ;de sind die Initialen B. I. W. F., und fein geritzt der Name desZairers, gr. 4.