BIH—BIM. Nr. 1906 — 1907. 823
le r mit der Altersangabe im Irrthum, da sich nur 65 Lebensjahre«erstellen, wenn David 1525 starb.
iil ^ m 't sind in Kürze die Resultate der neuesten Forschungen
"er dj 0 ijjgordi Grillnndai angegeben, und die Artikel über die Cor-
adi im Künstler-Loxicon finden hier eben so wohl eine Ergänzung
um Berichtigung, als andere Werke, aus welchen wir geschöpft haben.
ie neue fiorentiiüsche Ausgabe der Vite di Vasari ist jetzt maass-
Mmend, da sie ein in Italien bisher ungewöhnliches Quellenstudium
ßiukundet. Dr. Gaye hat durch sein Carteggio iuedito d'Artisti &c.
wn Weg gezeigt.
Hinsichtlich des Beinamens Ghirlandajo oder Grillandajo ist noch•"bemerken, dass Vasari ebenfalls der Nachwelt eine Fabel überliefertaue. Nach der Angabe dieses Schriftstellers erhielt den Beinamencnon der Vater der erwähnten Künstler. Als Goldschmied soll era mli c h einen Schmuck für junge Mädchen und Damen erfunden haben,clcher in Kränzchen oder Guirlandeu von Gold und Silber bestand, undJ" dem Kopfe getragen wurde. Allein Tomniaso di Currado, der, ater, war Mäckler (Sensale) und nicht Goldschmied. Kr könnte da-er höchstens mit Juwelen Geschäfte gemacht haben. Doch handelt8 sich nicht um die Erfindung von solchen Jungfernkränzchen. Esa tten deren schon ältere Künstler, als Domenico, in Gemälden an-bracht) er selbst aber liebte ebenfalls Schmucksachen, wie aus den"dorn im k. Museum zu Berlin zu ersehen ist.
»906. Balthasar Jenichen, oder ein ihm verwandter Künstler,Kjj. könnte sich dieses Zeichens bedient haben. Man findet es auf4j*1 einem Blatte mit der Geburt Christi. Das Jesuskind liegt im7 , Vorgrunde auf einer Erhöhung, und rechts kniet Maria. Daspichen ist rechts oben auf einem Täfelchen. H. 2 Z. 4 L. Br.2 2- 11 L.
•p Diess ist eine vergrösserte Copie des Holzschnittes No. 9 aus der,.°'ge der Blätter von A. Altdorfer, welche Bartsch VIII. p. 73 No. 1J! ls 40 beschreibt. Dieselbe Vorstellung, mit einem ähnlichen Zeichen,v? ( 'ot mau auch in einer Folge von 15 Blättern aus dem Leben der^aria von B. Jenichen. Höbe der Platte 2 Z. 11 L. Br. 2 Z. 1 L.
1907. Jan Baptist Muyckens, Maler nndRadirer, ist nach seinenLebensverhältnissen unbekannt. Mau findet historischeBilder von ihm, so wie etliche gut und kräftig radirte» Blätter, welche in einigen Theilen der Behandlung anft M TP Rcinbrandt erinnern. Sie gehören zu den Seltenheiten.
*>•< lTfft'fe Brulliot I. Nb. 911 schreibt das erste Zeichen dem Jo-**tt Baptist Mol zu, einem Zeitgenossen Rembrandt's, will aber die-g n Meister nicht entschieden festhalten, da das von ihm beschriebeneji'att mit der Erweckung des Lazarus mehr einen Italiener, als einenStänder verrftth. Die Existenz des von Brulliot erwähnten J. B.* l0 ' ist gar nicht erwiesen. Er ging wahrscheinlich nur aus der Ver-X C( :hslung mit Johann Baptist Mola hervor, dessen Blätter Bartsch:.• gr. XIX. p. 209 beschreibt. Immerzeel führt seinen Johann Bap-j"t Mol nur nach Brulliot ein, und wenn er von radirten Blättern•J es selbnn spricht, so mnltiplicirte er nur das eine, welches der ge-kannte Schriftsteller beschreibt. Das zweite Zeichen gehört sicherJ er a J. B. Muyckens an, und wenn die Zeichnung der Erweckung des7**anis entschieden einem italienischen Meister angehört, so bedienter s 'ch nicht der eigenen, sondern einer fremden Composition.
!) Die Erweckung des Lazarus. Er liegt links von Tüchern halb"'Wösst, und lehnt sich an eine Säule der Gruft. Christus steht in
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