i BI. Nr. 1892 — 1894. 81S
Schüler desselben gewesen sei, und er nur unter Aufsieht des MeistersBesseres geliefert habe, als später, wo er einer mehr handwerks-ftiässigon Richtung folgte. Ganz in Amman's Weise radirt, und dasvorzüglichste, was Jcnichen geleistet haben müsste, sind die gleich-zeitigen, von Bartsch No. 10—19 erwähnten vier Blätter mit Bar-stellungen der Elemente. Doch nur das erste Blatt mit Neptun aufJen Seepferden ist mit den Initialen H. I. 1501) bezeichnet. Hier folgt"ie Beschreibung der vier Jahreszeiten, und die Sehlussbemcrkungmöge ebenfalls Berücksichtigung verdienen.
2) I. Landschaft mit einer Lautenspielerin und zwei tanzendenPaaren. Unten: Der. Glcncz. bringt all Menschen, freilich, zeit etc.^5«o. /. A.
3) II. Landschaft mit einem Herrn und einer Dame zu Pferd:' J cr. Summer, bringt, viel Frevd. v. gelt etc. Mit dem zweiten Monogramm.
4) III. Landschaft mit einem Winzer, welcher Trauben einsammelt,dabei ein Cavalier mit der Dame: S. Berbsts. tun. sich. all. Wcintrink rfrevn etc. I. A.
5) IV. Der Landmann und der Jäger in der Bauernstube am Feuer.In der Landschaft rechts fährt der Herr mit der Dame im Schlitten:lks. Winters. Frevd. sich, nimät. on. spot etc. I. A. (000,
Heller beschreibt diese Blätter in den Zusätzen zum Peintre-graveur S. 6 als Originalarbeiten des J. Amman, was nicht der Fallseyn kann, weil er auf Blatt II. (Sommer) das gegebene Zeichen angibt.
Betrachten wir nun die Blätter mit den Jahreszeiten und denElementen nach Jost Amman, so drängt sich unwillkürlich der Ge-danke auf, ob das gegebene Monogramm wirklich auf B. Jcnichen siebbeziehe. Keines der genannten Blätter trägt dessen Namen, und sieweichen von den ihm mit mehr Hecht zugeschriebenen, um 1569 ent-standenen Stichen und R'ulirungen so sehr ab, dass man eine andereHand vermuthen muss, vielleicht jene des Barthel Jamitzer, welchernach V. Solis und nach J. Amman gearbeitet bat. Es existirt aberkein Verzcichniss seiner Blätter, nur ist gewiss, dass ihm schon früherauf Stichen die Initialen B. I zugeschrieben wurden. Zuletzt nahmm an sie für B. Jcnichen in Anspruch, aus welchem Christ einen Bal-thasar Jenckel macht.
1892. Dr. J. Beeg, Rector der Gewerbschule in Fürth, findethier als geistreicher Zeichner eine Stelle. Er lieferte Zeich-nungen zum Schnitte für die bei Braun & Schneider zu Münchenerscheinenden fliegenden Blätter. Auch unter den schonen
Bilderbogen aus demselben Verlage sind die No. 77-80 von Beeg ge-zeichnet, und „liartenspielereien u betitelt, fol. Auf diesen Holzschnittenfindet man obige Zeichen.
1893. Unbekannter Formschneider. Einen Künstler von 1853 zuden unbekannten zählen zu müssen, ist wirklich fatal; es
3sj %, bleibt uns aber kein anderer Ausweg. Die gegebenen Ini-3 -P/ -P tialen findet man auf Holzschnitt-Illustrationen in folgendemWerkchen: Mayer muss reisen. Humoristisch - satyrische Reise-abenteuer eines Berliners. — Mit Illustrationen von D. Peters. Hamburg* fl 5.'J. _ Das Zeichen bezieht sich wahrscheinlich nicht auf D.Peters,da es sich nur gezwungen in die Buchstaben I). P. zerlegen lässt.
1894. Isaak Beckett? Dieses Zeichen, mit dem Beisatze: In etrf% Fecit, steht auf dem Titclblatte folgenden Werkes: Emblemata-& amatoria. \ Emblems o( Love. | Embleme d'Amore. \ Emblemes