Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
789
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BF. Nr. 1822—1823. 789

reitet ein solchor auf dem Bocke, welcher von einem anderen Liebes-8°tte am Stricke gezogen, und von einem dritten links fortgestossenWl ,rd. Im Vorgrunde stützt sich ein Amorot knieend auf die Kugel""t den Buchstaben BF, während er mit dem Pfeile in seiner Linken"ach i[om vor ihm sitzenden kleinen Liebesgotte stüsst. H. 3 Z. 10 L.Br - 2 Z. 10 L.

r>er Grund dieses Niello ist schwarz. Die Umrisse der Figuren*nd kräftig geführt, und die Schatten mit feinen Strichen gegeben,^er Meister ist unbekannt. Nach Frcnzol dürfte es gewagt seyn,J'. ( * nci <* Bolounese zu lesen. Auch hat die Arbeit wenig Achnlichke.itSt n ^° n Stichen £ ^ e8 Sandro Botticelli, welcher aber bei richtigerr* "mg der Buchstaben nicht F. B. signirt haben würde. Fernerwill Frenzol diesen Niclleur auch nicht mit dem Meister bei Bartsch•*■»• No. 545 verwechselt wissen.

, Das Blatt der Sternberg'schen Sammlung wurde 1836 mit 47 Tha-le m bezahlt.

1822. Nlccolo Boldrinl, oder Battlsta Franco. Nach Brulliot II.No. 241 findet man diese Initialen auf einem Holzschnitte,welcher die Kreuzabnehmung vorstellt, eine Compositionvon mehreren Figuren, darunter Johannes mit gefaltetenHänden. Links unten bemerkt man die Buchstaben B F.

H - 8 Z. Br. 6 Z.

. Man schreibt dieses Blatt dem Niccolo Boldrini zu, so dass Bol-•"»nt fecit zu lesen seyn würde. Allein man kann auch den Zeichner?er Maler unter BF vermuthen, allenfalls den Battista Franco, daleser auch zwei andere Holzschnitte auf solche Weise bezeichnete.°ldrini bediente sich eines aus NB bestehenden Monogramms, und

, . \ st nicht nachzuweisen, dass er auch mit den Buchstaben BF ge-

zei chnet habe.

1823. Battlsta Franco, genannt Semolco, findet unter B. F. V. F.'^ P H R" eme ausführliche Stelle, und daher beschränken

' w ' r uns hier auf die Blätter, welche ihm wenig-

es j or z e i c h llull g na ch zugeschrieben werden können. Es sindicss Holzschnitte von geistvoller Behandlung, so dass man annehmen""sste, Semoleo habe sich über jenes Vorurtheil hinausgesetzt, wel-ij® 8 jetzt bezüglich der Malerformschnitte noch hier und da herrscht.e( lenf'all s dürfte das erste, Bartsch unbekannte Blatt von ihm selbstSchnitten seyn.

j> 1) Die Grablegung. Rechts hält ein Jünger den Leichnam des? rr n, und hinter ihm stehen Männer. Links sieht man die hl. Frauen», lt der zu den Füssen Jesu knicenden Magdalena. Unten links B. F.H> 8 Z. Br. 6 Z. 1 L.

B , 2) Der christliche Heros , B. XII. p. 136 No. 14. In Mitte desj»ttes kämpft ein Krieger im antiken Costüm mit dem Schilde gegen«nonen an, und der Tod sucht ihm den Weg zu versperren. AnT. n . er Seite sieht man die allegorischen Figuren des Glaubens, derUlli un<1 de r Religion. Im Vorgrunde links lehrt Christus die Jünger,l)r , recnt s gehen die Verdammten in Flammen auf, und werden von'in!} n n zer fl eia eht. Oben krönt Christus in einer Glorie von Engeln<Jch -f rubira den Hel( len. Das Ganze umgibt eine Bordüre mit In-'«ttn n: ^o«"»» certamen cerlavi, cursum consumavi, fidem servavi, inI n " ? . Uo reposita est mihi Corona Justitiar. Pauli Apo. ad Timot. C. III.drea "a unten aufgedruckten Dedication an Ludovico Gonzaga sagt An-a Andreani, dass er Scmoleo's Zeichnung lange Zeit in seinem

""»ogramml.ten. 55