790 BF. Nr. 1824.
Hauso aufbewahrt, sich aber endlich entschlossen habe, sie durch denHolzschnitt bekannt zu Aachen.
Von diesem Blatte scheinen zwei verschiedene Ausgaben vorhan-den zu seyn. Bartsch und Malaspina sprechen von einem Drucke inHelldunkel mit drei Platten, und ersterer bemerkt auch noch, dassnach der Citation der betreffenden Textstelle aus der Apostelgeschichtedas Monogramm des A. Andreani mit dem Beisätze: feeit anno !>■MDCX. Mantuae, folge. Unten gegen die Mitte an einem Steine stehendie Buchstaben li F. Im Cabinct Cicognara (A. Zanetti — p. 55) warein Abdruck von zwei Platten, die eine mit den Contouren und denSchatten in wohl verstandener Schraffirung, die andere mit den ein-tönig gehaltenen Halbtinton. Die dritte Platte müsstc die Höhung inWeiss gegeben haben, welche aber unterblieb. Das Blatt aus den)Cabinet Cicognara weicht auch in den Inschriften von dem im Peintrc-graveur beschriebenen ab. Links unten auf dem Boden ist eine Tafelmit der Schrift: Superiorum — permisum (sie) , und im unteren Randesteht gross geformt das Zeichen des A. Andreani mit: FECIT - ANNO'D- MDCX MANTVAE. Bartsch hält ihn indessen nicht für den Ver-fertiger der Platte. II. 14 Z. 4 L. und 10 L. Rand. Br. 10 Z. 8 L-Diese Grösse bestimmt Zanetti für den Abdruck des Cabinets Cicog-nara. Malupina gibt eine Höhe von 13 Z. 3 L., und eine Breite von10 Z. 5 L. an. Wenn nicht ein verschiedener Maasstab angcleg'wurde, so gibt es zwei verschiedene Platten, was wir indessennicht glauben.
1824. Natale Bonifacio soll nach Heller, Monogr.-Lexicon S. 53,t~,H(i und Brulliot II. No. 243, unter diesen Initialen seinen NamenDrp angedeutet haben. Um 1550 zu Sebenico in Dalmatien geboren)
' erwarb er sich zu Rom als Kupferstecher Ruf. Heller nenn'aber kein Blatt mit B F., nur Brulliot macht auf einen Kupferstichmit der Geburt des Adonis aufmerksam, und bemerkt, dass man dieComposition dem Kafacl zuschreibe. Wir fanden eines Stiches dieserArt ausserdem nicht erwähnt, wissen aber durch Passavant, dass B*'fael weder eine Zeichnung, noch ein Gemälde mit der Geburt desAdonis hinterlassen habe. Uebrigens scheint sich auch Bonifacio 88*Buchstaben B F. nicht bedient zu haben , da auf seinen Blättern ei"aus NB oder N 15 F bestehendes Monogramm, und auch die InitialenN. B. F. S. vorkommen.
Nach einer uns zugekommenen flüchtigen Notiz soll der Male''und Kupferstecher Bonneionne, welcher in der zweiten Hälfte de«16. .lalu'lniiiilci'ls zu Kontaincbleau arbeitete, mit HF. signirt habe"'Allein wir wissen nur von zwei Hlättern mit seinem Namen. D' seine stellt die June vor, angeblich nach Rafftet, das andere entha"Studien von mehreren Figuren nach Paolo Vcronese.
Schliesslich machet! wir auch doch auf Ohrist's Monogrammen-buch aufmerksam, in welchem S. 123 die Buchstaben BF mit der.fahrzahl 1580 niiitlmiasslieh auf Battista Fontana gedeutet werde*'Dieser Künstler war Maler, und stach auch Blätter in Kupfer, N' 0 'mand aber nennt einen Kupferstich mit diesen Initialen. Christ Terwechselt diesen Meister mit einen jüngeren Künstler dieses NamcnSiwelcher zu Anfang des 17. Jahrhunderts in Innsbruck lebte. Er saPnämlich, sein Battista Fontana sei wohl mit jenem .1. B. Font»« 9 'welcher die Bildnisse aus Krzherzog Ferdinands Rüstkammer in Ambra»gezeichnet hat, Eine Person. Dieses seltene Prachtwerk, mit Tc*von Jakob Schrcnk von Notzing, erschien zu Innsbruck bei JobanneAgrieola 1601 mit 125 Kupferstichen in fol. Fontana nennt sich a ue