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1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
775
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BENE — BENO. Nr. 1788—1790. 775

Welche die Zeichnungen zu den Stichen gefertiget hat. Die Darstell-ung ist altertümlicher, und es ist nicht unwahrscheinlich, dass nochein älterer Bencdetto Montagna gcleht hat, als der Kupferstecher die-ses Namens, dessen Thätigkeit um 1505—1533 fällt. Auch der Form-schneider Jakobus ist älter, als dieser, er mag nun mit Jakob vonStrassburg, oder mit Jakob Montagnana Eine Person seyn.

1788. Giovanni Benedetto Castiglione bezeichnete auf solche WeiseBENFI) 10 PAS c ' n ^dirtes Blatt, welches einen allegorischen Sinn

■ gibt. Ein junger Mann sitzt zwischen Ruinen, vonverschiedenen, auf Kunst und Wissenschaft sich beziehenden Instru-menten umgeben. Er hält ein Papier in der rechten Hand, und sinntüber den Inhalt nach. Oben steht: Vbi Metabilitas ibi Virtus. RechtsWJten ist der abgekürzte Name des Meisters. II. 8 Z. Br. 4 Z. 2 L.Die späteren Abdrücke haben die Adresse von G. D. Rossi.

1789. Benvenuto Tisi, genannt il Garofolo, fand In BaruffaldiA/T "H YYY1T (Vite de' pittori ferraresi) einen fleissi-1V1. U. AAAll. g en Biographen, und da wir ihm auch

BenevenutUS ferrariensis. " n Künstler-Lexicon V. S. 25 einen aus-' führhehen Artikel gewidmet haben, so

^schränken wir uns hier nur auf die Bezeichnung der Werke desMeisters. Die meisten Gemälde sind ohne Namen, thcils aber miteiner Nelke (Garofolo) und der Jahrzahl versehen. Die obige Inschriftsteht auf einem grossen Gemälde in der Gallerie zu Modena. Esstellt die Madonna mit dem Kinde auf dem Throne vor, umgeben voneinem Chore musicirender Engel. Die Heiligen Lucia, Contardo undJohannes Baptista bilden die Begleitung. Die Initialen C. E. an derSchulter des hl. Contardo sind „Contardo Estense" zu lesen. Dieses"eniälde befand sich von 1796 — 1815 im französischen National-Museum.v Garofolo lebte von 1481 — 1559. Im Jahre 1542 hatte er denVerlust eines Auges zu beklagen, der Künstler malte aber noch längere^eit. Im Jahre 1543 begann er die Fresken in der Kirche des Ho-spitals von Rubiera, welche zu Grunde gingen. Ein Theil der Ge-mälde wurde von der Mauer abgenommen. Die noch am besten er-haltenen sieht man jetzt in der Gallerie zu Mailand.

Hinsichtlich des sprechenden Zeichens der Nelke und des Nelken-s ' r »usses ist noch zu bemerken, dass nicht alle Bilder mit demselben"nn angehören. Die Nelke brachten auch seine Schüler an. Die in meh-reren Exemplaren vorhandene Madonna mit der Nelke, nach einer Zeich-Ulln g, oder nach einem verschollenen Bilde Rafael's, gehört nicht hierher.

1790. BENOTIVS FLORENTINVS PINXIT.BENOZIVS FLORENTINVS.

OPVS BENOZZII DE FLORENTIA.

. Auf solche Weise zeichnete jener merkwürdige Künstler, welchere,t dem Erscheinen der zweiten Ausgabe der Vite des G. Vasari Be-°zzo Gozzoli genannt wird. Den Zunamen kannte Vasari anfangslc nt, und es ist auch kein urkundlicher Nachweis für denselben zuJ>den. j n gleichzeitigen Documenten wird er Bonozo di Lese, undenozzo di Lese di Sandro genannt, und somit bleibt Vasari's Gozzoli, ,n sehr zweifelhafter Name. Der genannte Schriftsteller war auch, '"«entlieh des Geburtsjahres des Künstlers nicht genau unterrichtet,"d wenn er die Zeit der Entstehung irgend eines Werkes nicht'•sste, so setzte er dasselbe nach Gutdünken unter die Jugend-zeiten Benozzo's. Nach der gewöhnlichen Angabe soll der Künstler

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