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1 (1858) A - CF
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774
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774 BEL-BENE. Nr. 1785—1787.

Bassaglia erwähnt eines Bellino Bellini als Nacheiferer seiner Vor-altern, in deren Schule er die Malerei erlernt hahen soll. Nach derAngahe dieses Schriftstellers fände man in Venedig noch Bilder derheu. Jungfrau von ihm. Allein unser Bellinianus ist wohl mitihm nicht eine Person, sondern ein älterer Meister aus der Schuleder Bellini. Er ist wahrscheinlich jener Victor Belliniano, dessen Ri-dolft I. p. 61 erwähnt, und welcher um 1526 gehliiht haben soll.Ridolfi nennt ein grosses Altarbild in S. Giuliano zu Venedig, welchesdie Madonna mit dem Kinde und St. Florian und Julian vorstellt. I"der Schule des hl. Marcus war zur Zeit des genannten Schriftstellersein Bild des Martertodes des hl. Marcus. Oh auf diesen Werken derName des Meisters in obiger Weise steht, sagt Ridolfi nicht. Erschwankt indessen in der Angabo, indem er den Maler Victor oderVittorio Belliniano, und auch Bellino nennt.

Ridolfi's Victor Bellinianus ist uns in neuester Zeit zweifelhaftgeworden, indem ein Gemälde zum Vorschein kam, dessen Urhebersich Victor Bellinimus nennt, und zwar in ganz deutlichen Charak-teren. Der berühmte Gemälderestaurateur Reichert in München erhieltnämlich durch den Kunsthandcl ein Gemälde mit Christus unter denSchriftgclehrten, in ausgezeichnet schönen und brillant gemalten Fi-guren auf Goldgrund von '/ 3 Lebensgrösse. Dieses Bild ist ganz inder Weise des Gio. Bellini behandelt, und kann als ein Hauptwerkdieses Meisters gelten. Man liest darauf: Victor BeUinimvt Pinxit-1510. Entweder ist nun unser Bellinianus ein anderer Künstler,oder Ridolfi hat sich mit dem Namen geirrt.

1785 Itt-hiv Pinril steht auf einem Ku Pfcrstichc von P. Pej-iibj. ueiusi rmxu ro iery, welcher den Abraham vorstellt, wie

er den Isaak opfern will. Im Rande liest man: Non extendas manum

luam super Puerum etc., qu. fol.

Unter Belusi ist der Maler Antonio Belucci von Pieve di Solig 0

zu verstehen, welcher 1726 starb.

1786. Bernardino Monaldi von Florenz, der Schüler des Santo

BE. MON. FLOR. F. 1607. Ätfj^Jm 0 ?»!

auf solche Weise Gemälde bezeichnet haben.

1787. BENEDICTVS. PINXIT. JÄ'SdffSflS

153 auf alten Gemälden finden, welche man dem Benodetto Montagnazuschreiben will. Wo sich Werke dieser Art befinden, ist nicht'ange-geben, sie müssten aber in Vicenza zu suchen seyn, wo im Dome undin St. Corona Bilder von ihm gezeigt werden. Seine Malwerkc sindäusserst selten. Bartsch P. gr. XIII. p. 333 ff. beschreibt aber33 Kupferstiche von seiner Hand. Auf diesen Blättern steht indessennur der Name: Hencdecto oder ßcnedeto Montagna. Auch die InitialenB. M. tragen mehrere derselben.

Man findet indessen einen grossen Holzschnitt, welcher die hl. Jung'frau mit dem Kinde auf dem Throne vorstellt. Den Thron umgibteine architektonische Einfassung, in welcher Darstellungen aus derLeidensgeschichte angebracht sind. Links unten am Throne steht St.Rochus, und rechts St. Johannes. Links oben ist eine Tafel mit deinNamen des Malers Benedictus, und rechts in derselben Höhe stcW :lACOBVS FECIT. H. 18 Z. 2 L. Br. 14 Z. 7L. Vergleicht man aberdiesen Holzschnitt mit den Kupferstichen des Benedetto Montagna, sozeigt sich, dass die Zeichnung von anderer Hand kommt, als von jener,