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1 (1858) A - CF
Entstehung
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776
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776 BENO. Nr. 1790.

1400 in Florenz geboren -worden seyn, wir wissen aber jetzt aus demvon Dr. Gaye (Carteggio inedito &c. I. p. 271) beigebrachten Testa-mente des Vaters unseres Meisters, dass dieser 1424 geboren wurde,wie auch in der neuen (1848) bei le Monnier in Florenz erschienenenAusgabe der Vite di G. Vasari IV. p. 184 bemerkt ist. Wie fluchtigVasari zuweilen verfuhr, beweiset namentlich seine Angabe über einesder berühmtesten Werke des Künstlers, die Altartafel der Compagniadi San Marco in Florenz, welche aber zur Zeit der Entstehung desBildes „Compagnia della Purificazione di Maria Vergino e di SanZanobi" genannt wurde, und eine eigene Capelle inne hatte. Vasarisagt kurzweg, Benozzo habe das Gemälde in seiner Jugend gefertiget,und nennt nicht einmal den Inhalt. Die folgenden Schriftsteller wuss-ten nicht mehr, als Vasari, und somit verlor sich jede Spur, da dasWerk den Standpunkt geändert hatte. Auch in der erwähnten LeMonnier'schen Ausgabe der Vite findet man keine Nachricht über dieseAltartafel, obgleich sie noch vorhanden ist. Das betreffende Document,den Contrakt, welchen am 23. Oktober 1461 die Compagnia dell»Purificazione della Vcrginc Maria mit dem Künstler abschloss, gibt Za-nobio Bicchierai nach dem Originale im Staatsarchive zu Florenz, Filza 55,und liess sie als ein bis dahin unbekanntes Document in folgender,zum Andenken an die Vermählung der Donna Bianca Gentile-Farinolamit Sig. Luigi Vaj erschienenen seltenen Schrift: Alcuni document*artiatici non mai slampati (4464— 1565). — Firenze, Le Monnier 11155,p. 12 abdrucken. Diese Tafel ist im Contrakte genau beschrieben'In der Mitte sitzt die hl. Jungfrau auf einem Thronsessel, welchernach der Vorschrift der Besteller jenem auf der Haupt - Altartafel vonS. Marco in Florenz gleichen sollte. Dieses Gemälde ist von Angelicoda Fiesole, und wird jetzt in der Florentinischen Gallerie aufbewahrt'Rechts zur Seite der hl. Jungfrau sind die Heiligen Johannes Baptist»und Zanobio, und St. Hicronymus auf den Knieen. Gegenüber er-scheinen die Figuren der Heiligen Petrus und Dominicus, und St'Franciscus kniet in Verehrung. An der Predella musste BenozzoScenen aus dem Leben dieser Heiligen vorstellen, und zwei weiss-gekleidete Kinder als Wappcnhalter anbringen. Der Künstler warverpflichtet, seinen ganzon Fleiss daran zu wenden, und ein Werk z uliefern, welches an Originalität und Farbenpracht keinem andere»nachsteho. Dafür erhielt er 300 Lire p p (di piccioli). Aus dem er-wähnten Contrakto ergibt sich nun, dass dieses Gemälde dasjenige sei,welches in der Gallerie Rinuccini ohne historischen Nachweis dem Be-nozzo Gozzoli zugeschrieben wird: Alcuni quadri della Galleria Rinft"cini da C. Pini e C. Milaneai. Firenze, Le Monnier 11152, p. 20. DerContrakt von 1461 liefert auch den Beweis, dass Vasari faselte, wen 11er das Gemälde als Jugendwerk des Künstlers bezeichnet. Ein Glei*ches verhält sich auch mit der Marter des hl. Sebastiau am Haupt"Altaro der Pfarrkirche San Gimignano. Es hat die erste der öti&gegebenen Inschriften mit der Jahrzahl 1465, und kann daher nie' 1 'von dem Jüngling (Giovanetto) Benozzo gemalt seyn, wie Vasari behaupte*'Die Malwerke dieses Künstlers, besonders die Fresken, sind i' 1Italien nicht selten. Man findet deren zu Florenz, Montefalco, Peru-gia und Siena. Die meisten sind mit dem Namen und der Jahrzahlbezeichnet, theils wie oben gegeben, theils mit ßenozius Floreniin a>oder de Florentia. Die Werke in San Fortunato und San Francescozu Montefeltro von 1450 und 1452 verrathen einen schüchternen Scbü'ler des F. Angelico da Fiesole, dessen Anmuth und Gemüth aber da 9Auge des Betrachters fesselt. Zu seinen Hauptwerken gehören d' cdurch Lasinio's Stiche bekannten 24 Frescobilder im Camposanto z"