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1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
674
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674 AWF. Nr. 1522.

gische Scencn und Genrebilder in der Weise des David Tenicrs. Daer gerne landschaftliche Gründe anhrachte, so könnte man glauben, erhabe auch die Landschaft sclbstständig, allenfalls mit Staffage, behandelt;allein wenn sich ein Gemälde dieser Art, besonders mit Hochwild undanderen Thieren findet, so ist es einem anderen A. Wolfaert zuzu-schreiben. Auch dieser Künstler dürfte mit A. W., oder A. W. F. sig-nirt haben, da er sich eines aus A W. gebildeten Monogramms bediente.Die (iomälde des Artus Wolfaerts scheinen in den Miederlanden zer-streut zu soyn. Sie verratheu einen originellen Meister, welcher dieWerke der Schule des Rubens studirt hatte, aber ohne sie nachzuahmen.In Gallonen kommt er indessen selten vor. Nur das Museum in Madridbewahrt zwei Gemälde von ihm, die Flucht nach Aegypten, und einebeilige Familie mit Kugeln, beide mit landschaftlichem Grunde. Wirsahen von ihm ein Staffeleibild mit Paris und den drei Göttinnen,welches mit A \Vf. bezeichnet ist. Auf ähnliche Weise bezeichnet, istein Bild der Magdalena,, welches sich bis 1838 in der Sammlung desfiallerie-Direktors W. Tischbein in Eutin befand. Der (latalog gibt denMeister nicht an, sondern bemerkt nur, dass die lcbensgrosse halbeFigur in der Weise des Honthorst gemalt sei. Wir glauben nicht zuirren, wenn wir die Buchstaben A. W. F. auf A. Wolfaerts deuten. Sollteindessen auf Gemälden mit diesen Initialen eine .fahrzahl vorkommen,welche für den im Jahre 1625 gebornen Artus Wolfaerts nicht passt,so ist au jenen gleichnamigen Meister, dessen Bildnis! Anton van Dyckgemalt oder gezeichnet hat, zu denken. Mau findet es in van Dyck'sl'ortrait-Sammlung, welche 1645 Gilles llendrix in zweiter Ausgabe ver-breitete. Das von 0. Galle gestochene Iiililniss des Artus Wolfart istjenes eines älteren Künstlers, da, den jüngeren A. Wolfaerts van Dycknicht gemalt haben konnte. Vielleicht ist das Bild der hl. Magdalenavon diesem. Der jüngere Artus Wolfaerts starb zu Antwerpen 1687.

Die Initialen A W F , oder A W.f findet man auch auf radirtenBlättern des Anton Waterloo, wohl sehr selten auf Gemälden desselben.Dem Waterloo ist eine andere Stelle eingeräumt.

1522. Adam Willaerts oder Willarts, geb. zu Antwerpen 1577,

Ai»rn gehört zu den frühesten holländischen Meistern, welcheVV f . das Fach der Secmalerei pflegten, und in der Art zurf\\\f f Ausbildung brachten, dass es der LandschaftsmalereiJA \/y + gegenüber selbstständig dasteht. Anfangs malte 6*S ' ' ^ J ' Landschaften mit biblischer Staffage, und das Wasseryf/C 1 /,^ erscheint als ruhiges, fast untergeordnetes Element/ V i I Diese Bilder sind sehr ficissig behandelt, und vonschlichter Wahrheit. Diess ist auch mit den eigentlichen Scestückender Fall, in welchen er ebenfalls nur die einfache Wirklichkeit wieder-gab, theils mit einer Menge von Figuren aus den niederen Schichtender Gesellschaft. Fast in allen seinen Gemälden, selbst noch in jenenseiner späteren Zeit, ist die Auffassung ziemlich nüchtern. Indessenfindet man auch Bilder, in welchen das Element kräftiger wirkt, undauch die Staffage ein regeres Leben entwickelt, so dass man die Ge-mälde dieser Art zu den getstreichen Erzeugnissen der Marinemalcvcizählen kann. Sie sind meist heller und durchsichtiger in der Färbungals andere Bilder, welche von graulichem und schwerem Tone sind. Mandürfte alier vollkommen berechtiget se.yn, die mit A. WiUarls bezeich-neten Werke unter zwei Künstler zu vertheilen, von denen der ein*von der älteren Kunstrichtung sich nicht vollends lossagen konnte, derandere, dessen Färbung heller ist, mehr den jüngeren Meistern desFaches sich näherte. Wir kennen Gemälde, theils mit dem Namen,