Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
675
Einzelbild herunterladen
 

AWF-AWS. Nr. 1523 — 1524. 675

theils mit den Initialen von 1ß2. r ,, ie.'ii, iO.l/J, 163f), HiM und lOtt-ö.Die Hilder des spateren Datums können überhaupt nicht von Adamwillarts herrühren, da er nach 1626 nicht lange mehr gearbeitet habenTOrfte. Immerzeol, De Lovens&c. III. p. 236 lässt ihn zwar erst 1640«D Utrecht sterben, allein dagegen streiten entschieden die Jahrzahlen1(>M und lübS. Wir müssen demnach den Abraham W'illaerts inunsern Kreis ziehen, von welchem aber ein gleichnamiger Historien-maler unterschieden werden muss, jener Künstler, dessen Monogramma "s AIS. \V. besteht. Dieser war vermuthlich Adams Bruder, da er»('hon 1624 Mitglied der St. Lukasgilde in Utrecht war. Der jüngereAbraham Willaerts, angeblich Adam's Sohn, wurde 1613 zu Utrecht ge-boren, und man behauptet, er habe sich als gemeiner Soldat der nachAfrika sehenden Flotte angeschlossen, um in fremden Landen Studienz u machen. Kr soll verschiedene Landschaften mit Figuren und Thioron,Ansichten von Hilfen und Buchten mit Schiffen gezeichnet, und dabeibesonders das Lehen und Treiben der Eingcbornen in's Auge gefassthaben. Man hält also den Ahraham Willarts ebenfalls für einen See*jnaler, was er auch sicher gewesen ist. Allein die afrikanische Heisehat eher Adam, als Abraham Willarts unternommen, und zwar unterdem Commando des Admiral Heemskerk 1607. In diesem Jahre fiel dieSchlacht von Gibraltar vor, welche von Adam Willarts gemalt wurde,und zwar in zwei grossen Bildern, welche sich nach Immerzeel in derStaatenkammer zu Utrecht befinden. Ein anderes grosses Gemälde vonAdam Willarts gibt eine Ansicht der Stadt Dortrecht von der Seeseite,ehedem auf dem Rathhause, jetzt in der Hauptkirche der Stadt. ImMuseum zu Antwerpen ist ebenfalls ein grosses Bild von ihm, das Festdarstellend, welches bei der Anwesenheit des Erzherzogs Albert vonycstorreich und seiner Gemahlin Isabella in Tcrvuereu gefeiert wurde,jedenfalls Vor 1609. Mit diesen grossen Gemälden sollen nur einigeder kleinen Marinen früheren Datums stimmen, und so muss also wahr-scheinlich Abraham für einen Thoil dieser Bilder einstehen, obgleichij"e dem Adain Willarts zugeschrieben werden. Den ersteren lässtInniierzeel 1671 in Utrecht sterben.

1523. Anton Waterloo behauptet oben No. 1496 und 1514 eine ans-A JV F führliche Stelle, und daher soll hier nur ein Kückwcis

gegeben werden. Diese Initialen findet man auf radirten

■ / >- W F. Blattern des Meisters, es kommen aber noch öfter die Cur-

-4. IV in i>i f ** T * a TO1 V deren wir «o. 1614 gegeben haben. Um unserem

' /• Systeme gemäss zu verfahren, sollten hier die Facsinules

l ' < ' 1 ' Buchstaben gegeben werden, wir wollten aber die Reihe nicht trennen.

1524. A Wilhelm Schirmer, Landschaftsmaler, Professor und ordonl-yY-, ___, * liebes Mitglied der k. Akademie in Berlin, wurde

ywr /V i /i daselbst 1804 geboren. Mit nicht geringerem Ta-cr xy\r ^^ hnitc begabt, als sein berühmter NamensvetterO _/VV\_ l/j Johann Willudm Schinner, welcher mit Lessing inr*-^ Düsseldorf der neueren deutschen Landschafts-malerei ihre Richtung bezeichnete, begab er sich 1827 nach Italien,Und seluif von dieser Zeit an eine grosse Anzahl von Werken, welche888 die heitere Scenerie jenes Landes, architektonische Monumente,BMchichtlich merkwürdige Lokalitäten, reizende Aussichten verschiedener2**i und das bewegte Leben des italienischen Volkes vor Augen führen.Wer Bilder aus dem schönen Thale von Narni, vom Monte Soratte, von'''vitä. Oastellana, vom Gomersee, von Rem, 'l'ivoli, Neapel, Pozzuoli,' ;i 'hi:i u. s. w. sucht, findet, sie in Schinner's hiebenden und meisler-*ften Gemälden. Eh bot ihm aber auch sein Vaterland reichen Stoff