Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
670
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670 AW. Nr. 1502- 1503.

von Worms. Man möchte glauben, dass sie im Metallschnitt geübtwaren, und vielleicht zur Klasse der Goldschmiede gehörten. Antonvon Worms dagegen führte das Schneidemesser mit unendlich mehrGeist und Gefühl, und übertrifft auch in der Zeichnung die anderenweit. Merlo (Nachrichten von kölnischen Künstlern S. 537) möchteaber dennoch glauben, dass die genannten A und 7' IV zur Familie desAnton Woensam gehören, und vielleicht dessen Brüder gewesen seien.Dagegen erklärt sich Sotzmann im deutschen Kunstblatt 1850, S. 150.Kr hält den T W. für eine Person mit jenem T. W. , von welchem sichKupferstiche finden, nämlich mit dem Goldschmied Tielniann von Wesel.Allein der Meister T )V. arbeitete um 1532—1537 für kölnische IJucli-bandlungen, der Goldschmied Tielniann von Wesel dürfte aber damalsnicht mehr gelebt haben. Indessen wollen wir der Ansicht des 11. vonSotzmann nicht im geringsten entgegen treten, da das Todesjahr desT. von Wesel noch nicht ermittelt ist.

Von dem Meister A W., welcher in einer älteren uns zustehendenhandschriftlichen Notiz Adrian Wirdt heisst, findet man eine sehrileissig ausgeführte Titelcinfassung in fol., welche in 13 Abtheilungender Leisten die Thaten dos Herkules vorstellt. In Mitte der oberen2'/j Z. hohen und 6'/ s Z. breiten Quersleiste bemerkt man ein Täfelchenmit A W. Die Seitenleisten sind 4 5 / 8 Z. hoch, und l 3 /i Z. breit. Unterder mitleren Vorstellung der unteren Leiste steht: Sustinc et abstine.Merlo fand sie zu folgendem Werke angewandt: l<'lavii Josephi llebranillimoriographi Opera. Interprelc Ruf/lno preibytf.ro. Apud ianetam Co-loniam Agrippinam in aedibui Eucharij Ceruicorni, Anno /.524. E. Cer-vicornus benutzte diese Einfassung öfters, so zu Prisciani (Irammalicil.ibri omnei 1620, und zu Ale.randri ab Alexandra jurii perili Neapoli-tani genialium diernm l.ibri i889, fol.

1502. Adam und Abraham Willaerts, sowie Artus Wolfaerts, sollenA \\/ Gemälde mit, den initialen des Namens bezeichnet haben..TY. W . Ueber die beiden ersten Künstler handeln wir unter denA W f I"' 1 ' 11 ' 011 '' ^' //, '• ausführlich , und A. Wolfaerts fand ob»i

' unter dem Monogramm AW. No. 1495 eine Stelle.

Der berühmte Landschaftsmaler Anton Watcrloo zeichnete wohlradirtc Blätter mit AW., wir kennen aber kein Gemälde mit diesenInitialen. Wenn daher Landschaften mit Staffage vorkommen, welchemit A W. f. bezeichnet sind, so wird der Kenner herauslinden, ob sievon Waterloo, oder von einem der oben genannten Künstler herrühren.

Als vierter Concurrent tritt auch ein nach seinen Lebensverhält-nissen unbekannter A. Wauermann auf. Dieser Meister malte Luid-schalten mit Figuren und Thioreu, gewöhnlich auf Holz. Die Iliieh-staben sind auch zum Monogramme verbunden, vielleicht in der obenNo. 1405 gegebenen Form.

1503. Adolph Wegelin, Architckturmaler, wurde 1810 zuClcve ge-* ._.__._ boren, und in Düsseldorf zum Künstler herangebildet.

/\ V\ / Seine frühesten Werke bestehen in Landschaften, aberJ- *• VV* bald gewann das Studium der klassischen Architekt*!s\ \tf dos Mittelalters in dem Grade die Oberhand, dass erLI JA/ von 1831 an das Fach der architektonischen Darstcl-c// V r lung ausschliesslich pflegte. Eine grosse Anzahl vonBildern in Ocl und Aquarell gibt. ZeugniSS von seiner Tüchtigkeit inder Bautenmalerei. Wir haben im Kunstler-Lexicon XXI. S. 20!i dar-auf aufmerksam gemacht, namentlich auf die herrlichen Albums, welchein den Besitl des Königs von l'reusscn übergingen. Wegelin's Wirk-ungskreis ist in Cöln zu suchen, wo er seit 1837 zum Ruhme der Kunst