AW. Nr. 1487-1489. 665
1487. unbekannter Meister. Unter diesen Zeichen führen wirsSz(> einen Kupferstecher ein, welcher der deutschen Schule
^<Y/ C???*\ angehöret, und mit Anton Woensam von Worms nicht*** / \YXX) in Berühri
Berührung kommt. Brulliot I. No. 766 bringt seinMonogramm allerdings mit jenem des genannten Form-chneiders in Verbindung, wie es scheint auf die Ansicht des vor ct-' , " Jahren verstorbenen ehemaligen Kunsthändlers Grünling hin,welcher Blätter von diesem Meister besass. Grünling hinterliess hand-cnriftlichc Notizen über alte und seltene Blätter, wusste aber für dasergebene Zeichen keinen anderen Träger als den Anton von Worms,eil dasselbe zufälligerweise Aehnlichkeit mit dessen Monogramm auflolzsclmitten zeigt. Der Verfertiger ist aber wahrscheinlich auch mitc m vorhergehenden Formschneider nicht Eine Person, dessen Mono-gramm bisher ebenfalls dem Anton von Worms zugeschrieben wurde,amlich jenes, in welchem das A keinen Querstrich zeigt. Folgendelätter sind von der Hand dieses Meisters, oder nach ihm gestochen:
,p 1) Fin nackter Mann in einer Felsenhöhle sitzend, wie er den*°dtenkopf in der Linken hält. Hinter ihm steht der Tod mit der' anduhr, und auf dem Boden liegen mehrere musikalische Instrumente.Rechts unten am Steine ist das Zeichen mit der Jahrzahl 1526.* 5 Z. 1 L. Br. 3 Z. 10 L.
j. 2) St. Andreas mit dem Kreuze über dem linken Arme, und demucho in der rechten Hand. Rechts kniet ein junger Mann mit deran drollc, auf welcher in verkehrter Richtung steht: Ora pro me Sande
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reo. Unten bei den Füssen des Heiligen sieht man das zweite
»en. Rund, Durchmesser 1 Z. 9 L.
aus
1488. Abraham de Weerdt, Formschneider, wahrscheinlich
\BP-t»T Brüssel gebürtig, war um 1636—1670 thätig. Erlebte
mehrere Jahre in Nürnberg, wo wir ihm zuerst in
folgendem Werke begegnen: Metamorphoses d'Ovide en
rondeaux — —. Die Verwandlungen des Ovidii. In
zwei hundert und sechsundzwanzig — Rundgedichten oder
OßxJtjC/ Rondeaux —. Nürnberg in Verlegung Johann Hoff mann etc.
U VW MDCXXXIX. In neuerer Ausgabe von £609, 8. Auf
oizschnitten dieses Werkes findet man die gegebenen Zeichen, wovon
. c beiden ersten jenen des Anton Woensam von Worms gleichen. Sie
infi n ai 'f zwe ' Holzschnitten, welche den Streit des Apollo mit Amor,
]j na die Fluth des Dcucalion vorstellen. II. 2 Z. 3 L. Br. 3 Z. 4 L.
'"in trug A. de Weerdt auch zur Illustration einer Bibel bei: Biblia.
Qu, '*' die ganze heilige Schrift etc. von Dr. M. Luther. Nürnberg bei
' rM 'oj>fc Endter 1670, fol. Auch auf Blättern dieses Werkes findet
a " das eine oder das andere der obigen Zeichen, sowie die Initialen A. JK.
W89. August Friedrich Winkler gehört zu den geistreichsten Di-\A r lettanten seiner Zeit. Als Faktor einer Fabrik zu Zschoppen-
J\<o/ thal im Erzgebirge zeichnete er in seinen Nebenstunden Pferde-k ~ und Schlachtstücke mit der Feder, und malte auch solche in
^aarell. Rosmaesler hat einige in Kupfer gestochen. Winkler selbstseh tc ci " Butter mit Pferden und Reitern nach Zeichnungen oder^ tc 'ien Radirungen von Dirk Maas, Peter Potter, Ph. Wouvcrman,ein - VilU l ' or Mculen > clc la Ruc u - &■•■> 4., fol. und gr. qu. fol. AufZa .'S 0 " Blättern findet man das Monogramm des Künstlers mitdcrJahr-jj. ttiorj, auf anderen die Initialen A. W., welche unten folgen. —
iesj er Künstler lebte von 1770—1807.