666 AW. Nr. 1490—1494.
1490. Unbekannter Kupferstecher. Brulliot macht im Catalog der
• AT Sammlung des Baron von Aretin 1. No. 2017 auf einen Kupfer -
•«r^A stich aufmerksam, welcher verschiedene weihliche Figuren mit
Wappcnschilden vorstellt. Sie sind auf einem Berge versammelt, und
Mars steigt mit zwei Furien von demselben herab, qu. fol.
Dieses Blatt gehört einem deutschen Meister des 16. Jahrhundert»an. Im Dictionnaire des rnonogrammes par F. Brulliot vermisst man da'Zeichen, wir wollen aber nicht glauben, dass man allenfalls M V lesenmüsse. Man findet wenigstens alte Kupferstiche, .auf welchen ein ähn-liches Zeichen, aber umgekehrt vorkommt. Das erwähnte Blatt kennenwir nicht.
1491. Unbekannter Zeichner, welcher nach Heller, Monogr.-Lex-vy/ S- 44, um 1507 in Deutschland gelebt haben soll. Mit dieser
xVv • kurzen Anzeige lässt es der genannte Schriftsteller bewendeter wird aber wohl eine Zeichnung mit dem Monogramme und der Jahr -zahl lliOl gesehen haben. Vielleicht handelt es sich um den MalerAndreas Winhardt von München, über welchen wir unter dem Mono-gramme AWM. Nachricht geben.
1492. Anna Maria Werner, geborne Haid, gehört zu den geschiehryr testen Miniatur-Malerinnen, welche in der ersten Hälfte de*
zVv • 18. Jahrhunderts lebten. Sie malte Bildnisse, historische undallegorische Darstellungen. Auf einigen derselben, sowie auf Zeich'nungen, findet man das Monogramm. Starb 1753 im 64. Jahre.
1493. August von Wille, Landschafts- und Gcnremaler, gehört *"AV/ ro 1A/ den berühmtesten jüngeren Künstlern der Düsseldorf^
fW H,/W Schule. Seine Werke finden den vollsten Beifall, **$1_ sie sich eben so sehr durch poetische Auffassung, *J Sdurch meisterhafte Behandlung auszeichnen. Im deutschen Kunstbh»1853 wird Wille's Sommerabend im Park eines hohen Lobes gewürdige''Durch die herrlichen Bäume schimmert ein Schloss, und die Hewohn erdesselben, Damen und Herren in reichem spanischen Costüm, habe"sich zu einer fiondelfahrt vereiniget. Einige Damen sitzen bereits i"derselben, und horchen dem Gesänge ihrer Cavaliere. Ucber derScO 0wölben sich immergrüne Eichen, aber die Abendgluth des scheidend 61 !Sonnenlichts ergiesst sich von seitwärts über den Vorgrund, um Goiid".und Laubwerk zu vorgolden. Der schöne landschaftliche HintergrU"ist von dem aufgehenden Monde beleuchtet. Die Poesie der ConceptWj'jund die Heiterkeit der Farbenstimmung verleihen diesem Bilde ein*™eigenen Reiz. Wille malte aber auch noch viele andere Bilder in diesßromantischen Richtung.
Obige Zeichen findet mau auf Holzschnitten in den Düsseldorf«'Monatsblättern. Dieser illustrirtcn Unterhaltungschrift wurden überdiesOriginallithographien beigegeben, worunter auch solche von Wille sin"'Er bediente sich auch der Buchstabon A. v. W. und A W. zur Bczoichnuw
1494. Adalbert Waagen, Landschaftsmaler von München, der So* 11Q des bekannten k. preussichen Commissionsrathes C. Waag°J
jLj^K machte seine Studien an der Akademie in München. *?Mr widmete sich mit Vorliebe der landschaftlichen Darstellu«?^ " " • und leistete schon als Jüngling Lobenswcrthes. Wir sahvon 1850 an mehrere treffliche Bilder von seiner Hand. Einige klei n *jjGemAlde sind mit dem Monogramme versehen, auf anderen Wer* 6schliesst sich der Name an dasselbe, gewöhnlich mit der Jahrzahl.