Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
637
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AVO. Nr. 1464. 637

vorstellt, wie er die Kinder zu sich ruft. In der Kirche des hl. Michael2 u Gent ist ein grosses Bild der Heilung des Lahmen, ebenfalls einesseiner bessten Gemälde.

Die Angaben über sein Geburts- und Todesjahr sind nicht aus vanMandcr, sondern aus seinem von Jakob Jordaens gemalten und vonHendrik Snyers gestochenen Bildnisse zu schöpfen. Hie fünf Blätter"iit Costümbildern und der Schrift: Adam Van Oort invent. Vidua Oerar.De Jode exeud., sind, wenn nicht von ihm selbst, doch wohl von A. Col-laert jun. gestochen, kl. fol.

Wenn Gemälde vorkommen, auf welchen die in einander gestelltenBuchstaben A V. den Beisatz NOOHT haben, so sind diese von Lambertvan Noort aus Amersfort. Im Museum zu Antwerpen sind Bilder mitdieser Bezeichnung, welche für Lambert ungewöhnlich ist, da sein Mo-nogramm aus L.AV.N. gebildet ist

1464. Adrian van Ostade, der berühmte Bauernmaler und Radircr,i r -_ / welcher 1685 in Amsterdam starb, fand unter

/Y/ ( )yljT) L den Initialen Ao. und A. 0 S. No. 1093 u. 1095v - ^^Sl/z-Sr- O bereits e ; n€ stelle, und daher ist hier nur nach-Jiro Jifo A^ o zutragen, was über die gegebenen Zeichen zuA y "a sagen ist. Das grössere Monogramm findet man

</V.O. >«J._j. y /v-.o m j t g Cr ;,ig en Variationen auf Gemälden desMeisters, doch ist es für die Originalität nicht immer entscheidend, daauch Bilder in der Weise üstade's damit versehen wurden, um Käuferanzulocken. Der Kenner lässt sich indessen nie durch ein Monogrammbeirren, wenn nicht äussere und innere Gründe für den Meister sprechen.Die Zahl seiner Gemälde ist sehr gross. "Viele haben wir im Künstler-Lexicon X. S. 393 ff. aufgezählt, und dabei wurde auch auf die Vor-züge und Eigentümlichkeiten des Meisters hingewiesen. Die kleinerenZeichen findet man auf den meisterhaften Radirungen dos A. van Ostade.Bartsch P. gr. I. p. 351 ff. beschreibt 51 Blätter, welche zuweilen unterden Werken der deutschen Meister aufgezählt werden, da der Künstler1610 in Lübeck geboren wurde. Allein er gehört durch Bildung undkünstlerische Wirksamkeit Holland an, welches in ihm mit Recht dengrössten Maler seiner Art erkennt. Das Verzeichniss der Blätter beiBartsch genügt nicht, und die Kunstfreunde nahmen daher häufig auchihro Zuflucht zum Rigal'schen Catalog von 1817. Dieser Catalog enthüllviele Varietäten, welche Bartsch nicht kannte, er ist aber jetzt inreichem Maasse durch R. Weigel's Supplements au Pcintre - graveur.Leipzig 1843, I. p. 46 ff. ersetzt. Diese Supplemente sind jedem Sammlerunentbehrlich, da man in keinem anderen Werke genauere Angabenüber die verschiedenen Abdrucksgattungcn findet. Um aber alles zuerschöpfen, muss ein vollständiges Werk des Meisters in verschiedenenAbdrücken vorliegen. Ein solches beschreibt F> Guichardot im „Cata-logue de la riche collection d'Estamps et des dessins du Cahinet de feuM. F. van denZande." Paris 1855, gr. 8. Den Kunstfreunden werdendaher Nachträge zu Bartsch und Weigel erwünscht seyn, da deren auch'n dem betreffenden Baude des Künstler-Lexicons fehlen. Die Zusätzevon R. Weigel erschienen nämlich später, und wir mussten uns dahermit dem begnügen, was uns bis dahin (1841) bekannt geworden. All-gemeine Angaben genügen wenig, und man kann sie in Folgendem zu-sammenfassen. Die alten, meist unvollendeten Probedrucke, welche sehrselten vorkommen, sind gewöhnlich ohne Einfassung durch Linien, so-wie ohne Zeichen und Namen. Einige Blätter haben .aber schwache,theils unterbrochene, geritzte Bordüren. Diese Einfassungen sind jedochauch in den ersten vollendeten Abdrücken nicht gestochen, sondern nurmit der Nadel gezogen. Bei dieser Gelegenheit fand aber Ostade einige