Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
636
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^36 AVL—AVO. Nr. 1460-1483.

feinen Goldschmiedsornamenten, als Musterblättor für Frauengeschmeide.Sie sind im Geschmackc der deutschen Kleinmeister gestochen. Aufeinem der sechs Blättchon steht: ,,Ahatverus van Londerseel exend." 12.Auf eigenhändigen Kupferstichen des Meisters dürfte das Zeichen seltenvorkommen. Als Verlagswerke mit demselben sind die Blätter mit mili-tärischen Costümen nach II. Golzius zu betrachten, B. III. p. 120.No. 1—12. Jacob de Gheyhn hat sie nachgcstochcn. Man findet aufdiesen Blättern das Monogramm mit exeud. oder exeudit. Das Todes-jahr dieses Künstlers ist unbekannt. Im Jahre 1631, als Jan van Londer-seel seine Folge von 12 Blättern mit Jagden (Animalium quadrupedumvenaiio etc.) herausgab, lebte er höchst wahrscheinlich nicht mehr.Was noch weiter über ihn zu sagen, ist No. 813 bemerkt.

1460. Assucrus van Londerseel bediente sich auf Holzschnittenjp / gewöhnlich eines Monogramms, welches aus AVL be-

Lsl *~0 / steht, wie im vorhergehenden Artikel nachgewiesen ist.Die gegebenen Initialen fanden wir auf zwei Blättern einer schönenFolge von sechs Kupferstichen, welche Blumen mit untermischten In-sekten, Schmetterlingen und Vögeln vorstellen. Auf vier Blättern stehtder Käme und die Verlagsadresse des Künstlers, und eines ist auchmit der Jahrzahl i.504 bezeichnet. H. 3 Z. 3 L. Br. 5 Z.

1461. Assuerus von Londerseel bediente sich häufig eines ausA V T nnrler AVL. bestehenden Monogramms, man findet aber

• * L - onaer - auf Kupferstichen seinen abgekürzten Namen. Siesind als dessen Verlagsartikcl zu betrachten. Zuweilen ist auch dasWort Exeudit beigefügt.

1462. Andreas Testner, Stempelschneider von Nürnberg, geborena \f xt 1707, stand in Diensten des Churfürsten von Bayern, und

' des Bischofs von Würzburg. Er hinterliess zahlreiche Me-daillen, deren mit A. V, und A. V. N. bezeichnet sind. Starb 1754.

1463. Adam van Oort, Zeichner und Historienmaler, geboren zu

O-vy- Antwerpen 1557, gestorben daselbst 1641. Dieseryv\ reich begabte Künstler, welcher nach der Aus-WQ }öC O 6ag0 < " es ^ "^ ^ UDCn8 i seines grossen Schülors,-' v »-vX../vv / W a u c übrigen Meister übertreffen hätte, wenn esihm vergönnt gewesen wäre, Rom und die Antike zu schauen, war derSohn des Malers Lambert van Noord von Amersfort. Letzterer zeich-nete sich 1549 unter diesem Namen in's Buch der Bruderschaft deshl. Lukas zu Antwerpen ein, und auch unser Künstler nennt sich 1598in demselben Buche Adam van Noord. Es ist daher auffallend, dassC. van Mander sie beide nur unter dem Namen van Oort kennt, welchenaber auch fast alle späteren Schriftsteller adoptirt haben. Unser Meisterhatte ihn zu van Mauder's Zeit wirklich selbst geführt, da auchauf Gemälden desselben A. V. Oort steht. Daraus erklärt sich dasihm beigelegte Monogramm. Man findet es auch Gemälden und aufKupferstichen nach solchen. Er malte meistens Bilder für Kirchen-In den Werken seiner früheren Zeit offenbart sich ein bemerkens-werthes Streben nach Correktheit der Zeichnung, und er traf auch einegute Auswahl der Formen. In Färbung und Behandlung zeigt sichnicht minder ein Künstler, welcher des Lobes eines Kubens würdigist. Dagegen sind die Bilder seiner lezten Periode jene der moralischenund artistischen Verwilderung. In den berühmten Gallericn des Aus-landes findet man ihn daher nicht vertreten. Zu seinen guten Werke»gehört aber das Gemälde in der Gallerie zu Brüssel, welches den Heiland