Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
588
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588 AV. Nr. 1416 — 1417.

tider mit dorn Monogramme bezeichnet sind. Pomedello lebte die längsteZeit in Verona, und daher nannte er sich auch „Joannes Maria Pome-dellus Veroncnsis." Auf einer trefflichen Federskizze in der k. k. Samm-lung zu Wien steht: Joannes Maria pomedelus auri h'aber ueronensitfecit Sibi et Posteris. Dieses Blatt stellt die Ruinen des Colisseums inRom dar. Daraus erklärt sich das Monogramm. Die Frucht, welcheeiner Hirne zu gleichen scheint, soll ein Apfel seyn, welcher im Vero-nesischen „Pomedello" genannt wird. Die Schriftzeicheu hält Bartschfür die Anfangsbuchstaben der Taufnamon des Künstlers, welche wirabW nicht herausfinden können. Es ist wahrscheinlich A V zu losen.Die Frucht deutet den (iesehlcc.htsnamon ,, Pomedello" an, und A F...Aurifaber Veronensis" oder ,,A Vülafranea."

Bartsch P. gr. XV. p. 494 beschreibt zwei Kupferstiche von Pome-dello, wovon No. 2 Geflügel vorstellt, Hühner, Hähne und fönten inverschiedenen Stellungen, vierundzwanzig an der Zahl. Oben steht derName, des Meisters: Joannes Maria pomedellvs Villafrancor. Veronensis [■llj.'M. In der Mitte unten ist das Monogramm, so dass wohl keinZweifel obwaltet, dass es wirklich jenes des Pomedello sei. Das Blattist sehr gut gestochen, ins Gevierte 5 Z. 5 L. haltend. Man findet esäusserst selten. Das Exemplar aus dem Cabinet Fries ging in die k. k.Sammlung zu Wien über. Auf folgenden Blättern steht das Zeichen allein:

1) Herkules erwürget den Löwen. Er fasst ihn knieend an, undzu seinen Füssen liegt die Keule. Oben ist das Monogramm mit derJahrzahl 7.5.34. II. 4 Z. 0 D. lir. 3 Z. 5 L. B. No. 1. — DiesesBlatt ist äusserst selten. In der k. k. Sammlung zu Wien ist dasExemplar aus dem Cabinet des Grafen Fries.

2) Die Entführung der Dejanira. Nessus, vom Pfeile des Herkulesgetroffen, umschlingt sie mit dem rechten Arme, und erfasst mit derlinken Hand den Pfeil. Mit dem Monogramme und der Jahrzahl/.5.34.II. 5 Z. 8 L. Br. 3 Z. 8 L. — Dieses Blatt ist äusserst selten. Wirwissen nur von vier Exemplaren. Eines beschreibt Brulliot I. No. 3245,zwei andere waren in den Sammlungen der Mr. Mr. Sykcs und Lloyd,und ein viertes besass R. Weigel, Kunstkatalog No. 11520.

3) Ein Sarkophag, mit der Schrift: /Jörne Apud S. Maria Rotoda IG.'it-Mit dem Zeichen. Dieses Blatt erwähnt Brulliot.

1416. Adrian de Vrles? Dieses Zeichen findet man neben jenema T des Adrian Muntinck No. 908 auf kleinen Blättern mit Gold-ZI / . Schmiedsornamenten, deren wir im Artikel des genannten Künst-

t -^ V lers verzeichnet haben. Der Kupferstecher und Ciseleur Mun-tinck lebte um 1610 in Amsterdam, und daher dürfte das MonogrammA V. nicht „Augusta Vindelicorum" bedeuten. Es deutet vielleicht denZeichner an, unter welchen mau den Bildhauer Adrian de Vries ver-muthen könnte. In einer uns zustehenden handschriftlichen Notiz wer-den ihm die Initialen A. V. beigelegt, es ist aber nicht angegeben, obsie sich auf Zeichnungen oder Kupferstichen befinden.

1417. Jan van de Velde. Dieses Zeichen findet man nach Börner~\AS au ' c ' ncm Kupferstiche, welcher eine Landschaft mit Wind-YY mühlen vorstellt. Im Vorgrunde rechts steht ein Mann nebon

1 ^'^ / dem mit Säcken beladenen Schiebkarren, und im Boote aufdem Flusse sieht man einen anderen Mann. Am Horizonte zeigen sichzwei Segelschiffe. Das Ganze ist dunkel gehalten, so dass man auchdas Monogramm links unten im Wasser nicht deutlich sieht. H. 3 Z.6 L. Br. 5 Z. 4 L.