Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
587
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AV. Nr. 1412-1415. 587

Man findet dieses Zeichen aber auch auf etlichen Copien der so-genannten kleinen Heiligen von Marc Anton, B. No. 124—136. Siestellen Christus und die 12 Apostel dar, welche wenigstens dreimalcopirt wurden, wie Bartsch herausgefunden hat. Die NachbildungenMit A V kennt er indessen nicht. Man findet das Zeichen auf demBlatte mit St. Thomas B. 132, auf jenem mit St. Mathias B. 135, undauf dem Stiche mit St. Paulus B. 136. Im Rande steht der Nameeines jeden der Heiligen. Die Copien mit den Namensunterschriftengehören zu den besseren. Mit den genannten Darstellungen stimmenauch noch andere Copien mit Namen. Sie sind ohne Zeichen, dürftenaber von dem Meister A V herrühren, wenn das Monogramm je einenKünstler andeutet, und nicht fingirt ist. H. 3 Z. 1 L. Br. 1 Z. 9 L.

1412. A. Verscure? Dieses Zeichen mit dem Beisatz „Pinxiv,AT AT gehört einem französischen Maler an, welcher für die grosse

// '" Porträtsammlung aus J. Odieuvre's Verlag Bildnisse zum Stichegemalt, oder gezeichnet hatte. Das Werk erschien unter dem Titel: Europeillustre, Pari» f7.1.5, 8 Bde. in gr. 4. Mit dem Monogramme versehenWt ein Blatt mit dem Bildnisse des Papstes Pius V. (f 1590), welchesI inssio gestochen hat. Ein zweites Porträt ist jenes des Louis Racine,von Gaillard gestochen. Beide Blätter kommen auch in Velly's Histoire•je France 1770, und in der Histoire d'Angletcrre, Paris 1783 vor.^ e n Namen des Monogrammisten kennen wir nicht. Auf etlichen Blät-tern der Europe illustre nennt sich ein Maler Verscure, welcher eben-falls unbekannt ist. Wahrscheinlich hatte der Meister A V ältere Bild-nisse zum Stiche copirt.

1413. Andrea Vitale? Der Träger dieses Zeichens fertigte eineap schöne Medaille auf die Krönung des Königs Johann III. Sobieski

von Polen 1676. Auf dem Avers sind die beiden königlichenBrustbilder, und der Revers zeigt zwei gekrönte Bäume mit der Um-schrift: PALMA PARIT SCVTUMQUK CORONA TUETUR OLIVAM.*|lr den Medailleur haben wir keinen Namen, wenn nicht an AndreaVitale zu denken ist. Es gibt noch vier andere Medaillen auf dieKrönung dieses Königs, wovon eine mit /. H. (.loh. Hoehn) bezeichnet ist.

1414 John Allen. Dieses Zeichen gehört einem englischen oder& schottischen Künstler an, welcher durch landschaftliche Radir-1 JL > _ ungen bekannt ist. Sie belaufen sich gegen 30 Blätter, wovon'"' aber mehrere mit einem einfachen A und mit der Jahrzahl be-zeichnet sind. Wir haben desswegen unter A. 1795 No. 66 näher überihn gehandelt, da sich nur Ein Blatt mit dem gegebenen Monogramme?ndet. Es besteht wohl nicht aus A V, sondern aus IA. Der Meister,8 t wahrscheinlich J. Allen, welchen Eiorillo rühmt.

1415. Giovanni Maria Fomedello, Goldschmied, Maler, Kupfer-*"-£=T* y ^dx^ Stecher und Medailleur von Villafranca, war um•*%=\Jr Azhfa 1 1519-1534 thätig. Er ging aus der Schule des■ -3**7 a ^^x^ Vittoro Pisanello hervor, und ist durch einigej ^' "V Medaillen bekannt, welche zu den schönsten Relief-arbeiten damaliger Zeit gehören. Wir haben im Künstler-Lexicon XI.S. 482 einige aufgezählt, und bemerken hier nur, dass das gegebeneReichen auf keiner Medaille vorkommt. Auf jener mit der Büste der•locobea Corrigia stehen nur im Abschnitte des Revers die Initialen P.M.,Welche sich auf Pomedello beziehen könnten. In S. Giorgio zu Verona"ollen zwei Gemälde von ihm seyn, deren Hagen (Briefe in die Hei-•nath II. 75) erwähnt, aber ohne anzugeben, ob sie mit dem Nameu